AMD Athlon X4 860K, A10-7860K und A10-7870K im Test

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AMD A10-7870K

 

Das Modell A10-7870K gab den Start­schuss für die Goda­va­ri-APUs. Hier­bei han­delt es sich um bekann­te Model­le der Kave­ri-Genera­ti­on, nach AMDs Zähl­wei­se die vier­te Genera­ti­on, die auf­grund von Ver­bes­se­run­gen bei der Fer­ti­gung oder grö­ße­rer Erfah­run­gen im Umgang mit den Erzeug­nis­sen höhe­re Takt­ra­ten erlau­ben oder bei glei­chen Takt­ra­ten spar­sa­mer zu Wer­ke gehen. Auf dem Papier scheint die APU mehr als 20 % schnel­ler als der direk­te Vor­gän­ger A10-7850K zu sein, den wir im Test begrü­ßen durf­ten. Wäh­rend die inte­grier­te GPU tat­säch­lich einen Takt­zu­wachs von etwa 20 % vor­wei­sen kann – von 720 auf 866 MHz – steigt der CPU-Takt nur gering­fü­gig. Der Basistakt steigt von 3.700 auf 3.900 MHz, der Tur­bo “nur” von 4.000 auf 4.100 MHz. Beim Arbeits­spei­cher sind wei­ter­hin offi­zi­ell maxi­mal effek­tiv 2133 MHz (DDR3-2133) erlaubt, aus Erfah­rung kann der Spei­cher­con­trol­ler aber auch mit mehr umge­hen. Bei Dual-Rank-Modu­len ist der Spiel­raum nach oben begrenzt, was bei der Spei­cher­aus­wahl zu beach­ten ist, wenn Over­clo­cking bzw. ein Betrei­ben außer­halb des offi­zi­el­len Bereichs ange­dacht ist.

 

In der übli­chen Ver­kaufs­ver­pa­ckung (kein Wraith Coo­ler) befin­det sich ein Küh­ler, wie er auch für die FX-Pro­zes­so­ren genutzt wird. Die Alu­mi­ni­um-Lamel­len sind mit Heat­pipes durch­zo­gen. Eine auf die Kup­fer-Boden­plat­te auf­ge­tra­ge­ne Wär­me­leit­pas­te zeigt, dass das Pro­dukt sofort ein­ge­setzt wer­den kann. Die Span­gen-Hal­te­rung hält sich bereits seit vie­len Jah­ren bei AMD und über­zeugt immer noch durch ihre Ein­fach­heit.

Im Leer­lauf tak­tet der CPU-Teil der APU wie gewohnt mit 1.700 MHz.

Bei einer Aus­las­tung der CPU mit meh­re­ren par­al­le­len Rechen­auf­ga­ben (Mul­ti-Thre­aded-Berech­nun­gen) sehen wir, dass der Spiel­raum zur Anhe­bung des Tak­tes via Tur­bo-Core-Tech­no­lo­gie beim vor­lie­gen­den Modell A10-7870K deut­lich gerin­ger aus­fällt als noch zum Bei­spiel beim A10-7850K. Es ist mit dem Basistakt zu rech­nen. Bei Anwen­dun­gen, die nur einen Rechen­kern bean­spru­chen (Sin­gle-Thre­aded-Berech­nun­gen), steigt der CPU-Takt hin­ge­gen auf die von AMD ange­ge­be­nen 4.100 MHz. Die­ser Wert wird jedoch nur kurz­zei­tig erreicht bzw. ist mit Hil­fe von Pro­gram­men nur schlecht zu erfas­sen.

Wie auch schon bei den Kave­ri-APUs A8-7600, A10-7850K usw. redu­ziert sich bei par­al­le­ler Aus­las­tung der CPU und der inte­grier­ten GPU der CPU-Takt. Hier­durch wird die Ein­hal­tung der Ther­mal-Design-Power als Maß für die abzu­füh­ren­de Ver­lust­wär­me for­ciert. Wäh­rend die güns­ti­ge­ren APUs A10-7700K nur noch 2.800 MHz vor­zei­gen konn­ten, sehen wir beim A10-7870K die glei­chen 3.000 MHz wie beim A10-7850K. Das heißt, sei­en es Spie­le oder auch der Lux­Mark, es soll­te eine höhe­re Leis­tung nur durch den höhe­ren GPU-Takt erwirt­schaf­tet wer­den kön­nen. Wie hoch die­ser Gewinn aus­fällt, wer­den wir uns anse­hen.

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