AMD Radeon RX 480 im Test

Artikel-Index:

AMD Radeon RX 480

Zum Marktstart boten die AMD-Partner nur das uns vorliegende Referenzdesign an. Das Design der Grafikkarte bzw. der GPU-Kühler ist neutral gehalten, viele Hersteller konnten ihre Embleme lediglich auf der Nabe des Radiallüfters zur Schau tragen. Inzwischen sind auch sogenannte Custom-Designs erhältlich. Ein großer Vorteil der Kühler im Referenzdesign ist die Art und Weise der Kühlung. Die warme Luft wird durch den Radiallüfter angesaugt und strömt durch den Kühler, um dann durch Öffnungen an der Rückseite das PC-Gehäuse zu verlassen. Somit wird die Luft im Inneren des PCs weniger stark aufgeheizt.

Die Vollummantelung verrät nicht, was unter dem Kunststoff-Kleid der Grafikkarte steckt. Auf ein Entfernen des Kühlers haben wir verzichtet. An der oberen Kante des PCB (printed circuit board – engl. Leiterplatte) sehen wir einen 6-poligen Stromanschluss. Dieser stellt in Verbindung mit dem PCI-Express-Steckplatz theoretisch maximal 150 Watt elektrischer Energie zur Verfügung. Diesen Rahmen gilt es, nicht zu brechen. In Tests hat sich gezeigt, dass AMD bei den ersten Grafikkarten in Verbindung mit dem Power-Management der ersten kompatiblen Grafikkarten-Treiber die Spezifikation des PCI-Express-Steckplatzes überschritten hat. Diese Probleme sollen mit dem von uns verwendeten Treiber 16.7.1 und folgenden gelöst worden sein. Inwieweit die Board-Partner hier nachbessern, um zukünftig nur aktualisierte Treiber den Grafikbeschleunigern beizulegen, muss abgewartet werden.

Betrachtet man die AMD Radeon RX 480 von der Rückseite, fällt das relativ kleine PCB auf. Der Radiallüfter hat ausreichend Möglichkeiten, Luft zur Kühlung der GPU anzusaugen.

Bei den Videoausgängen hat AMD im Gegensatz zur letzten Generation aufgerüstet. DisplayPort 1.3 HBR/1.4 HDR sowie HDMI 2.0b ermöglichen die native Nutzung von Displays mit der 4K-Auflösung 3840x2160 und darüber hinaus, ohne hinsichtlich der Aktualisierungsrate (Refresh Rate) Abstriche machen zu müssen. Drei DisplayPort-Buchsen und eine HDMI-Buchse stehen insgesamt zur Verfügung. Interessierte Käufer mit Monitoren, die noch auf die DVI-Schnittstelle oder vielleicht sogar VGA setzen, müssen auf Adapter zurückgreifen.

Hier noch einmal die Spezifikationen seitens AMD in der Gegenüberstellung zu anderen Produkten des Herstellers:

Radeon R7 360 Radeon R9 370 Radeon R9 380 Radeon R9 380X Radeon RX 480 Radeon R9 390 Radeon R9 390X Radeon R9 Fury
Codename Tobago Pro Trinidad Pro Antigua Pro Antigua XT Polaris 10 Grenada Pro Grenada XT Fiji Pro
Graphics-Core-Next-Revision 2nd Gen 1st Gen 3rd Gen 3rd Gen 4th Gen 2nd Gen 2nd Gen 3rd Gen
Shaderprozessoren 768 1.024 1.792 2.048 2.304 2.560 2.816 3.584
Anzahl Compute Units 12 16 28 32 36 40 44 56
GPU-Takt [MHz] bis zu 1.000 bis zu 975 bis zu 970 bis zu 970 bis zu 1.266 bis zu 1.000 bis zu 1.050 bis zu 1.000
Single-Precision-Leistung [GFLOPS] 1.536 1.997 3.476 3.973 5.834 5.120 5.914 7.168
Double-Precision-Leistung [GFLOPS] 96 125 217 248 365 640 739 448
Speicherinterface 128 bit 256 bit 256 bit 256 bit 256 bit 512 bit 512 bit 4096 bit
Speichertyp GDDR5 GDDR5 GDDR5 GDDR5 GDDR5 GDDR5 GDDR5 HBM
Speichermenge [GiB] 2 2 oder 4 2 oder 4 4 4 oder 8 8 8 4
Speicherbandbreite [GiB/s] 112 179,2 182,4 182,4 224 bis 256 384 384 512
Fertigungsprozess 28 nm 14 nm 28 nm
Thermal Design Power [Watt] 85 150 190 220 150 275 275 275
Stromstecker 1x 6-polig 1x 6-polig 2x 6-polig 2x 6-polig 1x 6-polig 1x 6-polig + 1x 8-polig 1x 6-polig + 1x 8-polig 2x 8-polig
unterstützte APIs DirectX 12, OpenGL 4.5, Vulkan, OpenCL 2.0
Unterstützung für Virtual Super Resolution (VSR) ja ja ja ja ja ja ja ja
Unterstützung für FreeSync ja nein ja ja ja ja ja ja
TrueAudio ja nein ja ja ja

(TrueAudio Next)

ja ja ja
Straßenpreise [Euro] ab 95 ab 120 ab 152 ab 180 ab 249 ab 250 ab 300 ab 400
« Anfang» Kurzvorstellung der genutzten Benchmarks – Teil 1