AMD Radeon RX 480 im Test

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Vergleich – Windows 7 und Windows 10

Mit der Veröffentlichung von Windows 10 hat Microsoft eine neue Version seiner DirectX-API auf den Markt gebracht. Der Vorstoß von AMD mit seiner eigenen API namens Mantle hat die Entwickler anscheinend zum Umdenken gebracht. Anstatt an antiquierten Kompatibilitätsmodi festzuhalten, spricht DirectX 12 die Hardware direkt an. Die Reduzierung des sogenannten Overheads soll zu einer Steigerung der Leistung beitragen. Genauso wie bei den Vorgängerversionen DX10 und DX11 wird die Umsetzung von den Entwickler-Studios jedoch eher schleppend vollzogen. Für ältere Titel kann die systemseitige Umstellung jedoch auch Vorteile bringen.

Hitman: Absolution profitiert nicht von einem Wechsel zu DirectX 12. Vielmehr sinken die durchschnittlichen Bildwechselraten in vielen Szenarien um etwa 13 %. Nur in unserer höchsten Einstellung zeigt sich eine konstante Leistung, die in diesem speziellen Fall für eine 15 % höhere Bildwechselrate sorgt.

Bioshock Infinite zeigt ein Auf und Ab. Erst bei höheren Detailstufen und Auflösungen bringt die Verwendung der DirectX-12-API eine Mehrleistung zu Tage. Im Grenzfall fällt der Unterschied mit 29 % höheren Bildwechselraten dann aber enorm aus.

Crysis 3 wiederum läuft mit einem Windows-10-Betriebssystem in unseren Tests nahezu durchgängig mit etwa 20 % niedrigeren Bildwechselraten über den Bildschirm. Erneut herrscht nur bei unseren höchsten Einstellungen Gleichstand. Da der Titel aber auch mit dem Windows-7-Betriebssystem deutliche Performance-Mängel offenbart, könnte man von einem Problem mit dem Treiber ausgehen. Eventuell sieht man hier in der Zukunft deutlich bessere Werte.

Tomb Raider ist ein in vielen Fällen CPU-limitierter Titel. Jegliche Verbesserung in diesem Bereich führt zu höheren Bildwechselraten. Auch bei höheren Einstellungen ist in unserem Fall eine Steigerung von etwa 30 % gegenüber dem Windows-7-System zu beobachten.

Auch Battlefield 4 setzt hier an. Wie schon mit der Mantle-API können teils ordentliche Steigerungen beobachtet werden. Die bis zu 40 % höheren Bildwechselraten vermitteln einen surrealen Eindruck.

Zuletzt Metro 2033: Der Titel überrascht trotz seines Alters mit seinem Hardware-Hunger, wenn ein Windows-7-Betriebssystem zum Einsatz kommt. Mit Windows 10 steigen unsere mittleren Bildwechselraten um bis zu 60 %. Dass die Grafikkarte in Verbindung mit Windows 7 nicht vollständig ausgelastet wird, erkannten wir schon am Geräuschpegel. Scheinbar unberührt werkelte die AMD Radeon RX 480 im System und schien nicht auf Betriebstemperatur zu kommen.

« Überprüfung des RAM-Verbrauches» Fazit