Laut Forbes: AMD Ryzen Threadripper begann als Feierabendprojekt

Ende der ver­gan­ge­nen Woche wur­de beim Wirt­schafts­ma­ga­zin For­bes ein Arti­kel ver­öf­fent­licht, in dem sich alles um ein Inter­view mit eini­gen AMD-Mit­ar­bei­tern dreht. The­ma des Inter­views: AMD Ryzen Thre­ad­rip­per und sein Weg bis zur Ver­öf­fent­li­chung.

Unge­wöhn­lich ist dabei der Ursprung des Viel­kern-Pro­zes­sors: Wäh­rend sich auf AMDs inter­ner Road­map alles um Ryzen sowie EPYC dreh­te und ein Ryzen 7 mit einem Zep­pe­lin-Die das Höchs­te der Road­map-Gefüh­le bil­den soll­te, erkann­ten bereits 2014 eini­ge AMD-Mit­ar­bei­ter eine Lücke im künf­ti­gen Port­fo­lio von AMD. Sie began­nen nach Fei­er­abend still und heim­lich an Thre­ad­rip­per zu arbei­ten. Die Umstän­de dafür waren äußerst güns­tig: Die Ska­lie­rungs­fä­hig­keit des in Ent­wick­lung befind­li­chen Zep­pe­lin-Dies sowie die grund­le­gen­de Basis von EPYC waren de fac­to vor­han­den und so war es (schein­bar) ein rela­tiv über­schau­ba­rer Auf­wand, eine neue HEDT-CPU (High End Desktop) zu ent­wi­ckeln. Auf­grund der Ähn­lich­keit zu EPYC war es dem Ver­neh­men nach auch rela­tiv ein­fach, die Main­board-Her­stel­ler zu über­zeu­gen.

Das Team, wel­ches aus etwa 20 bis 30 Mit­ar­bei­tern bestan­den haben soll, leg­te ab 2014 mit sei­ner Fei­er­abend­ar­beit die Grund­la­ge für Thre­ad­rip­per. Erst im Vor­feld der Com­pu­tex 2016 prä­sen­tier­te man den Ent­schei­dungs­trä­gern die geleis­te­te Arbeit, wel­che dar­auf­hin dem Pro­jekt einen offi­zi­el­len Cha­rak­ter ver­lie­hen. Das Ergeb­nis ist bekannt: Thre­ad­rip­per ist schnell und hebt die Thread-Anzahl im HEDT-Seg­ment in zuvor unge­ahn­te Höhen. Die Grund­la­gen­ar­beit des “gehei­men” AMD-Teams hat also Früch­te getra­gen.

Dass solch eine Ent­wick­lung etwas Beson­de­res dar­stellt, wird durch einen wei­te­ren Aspekt unter­mau­ert. Im Nor­mal­fall wird der inter­ne Pro­jekt­na­me spä­ter durch einen offi­zi­el­len Ver­kaufs­na­men ersetzt. Nicht so bei Thre­ad­rip­per. Der inter­ne Pro­jekt­na­me gefiel. Gleich­zei­tig woll­te man das Ryzen-Namens­sche­ma nicht durch eine simp­le Zahl erwei­tern und ent­ließ Thre­ad­rip­per letzt­end­lich mit sei­nem Pro­jekt­na­men in die Frei­heit.