Kryptowährungen rauschen nach unten (Update)

Ist er nun da, der häu­fig pro­phe­zei­te, bis­her aber nicht (oder wenn dann nur kurz­zei­tig) ein­ge­tre­te­ne Crash bei den Kryp­towäh­run­gen? Im Lau­fe der Nacht ist der Bit­coin um über 30% in die Tie­fe gerauscht. Zum Zeit­punkt der Mel­dung lag er bei 10.100 EUR, schon wäh­rend des Tip­pens der­sel­ben ging es wei­ter berg­ab bis auf 9.600 EUR. Zum Ver­gleich: gestern lagen noch über 14.000 EUR/BTC an, vor eini­gen Tagen gar 16.500 EUR/BTC. Auch bei den meis­ten ande­ren gro­ßen Kryp­towäh­run­gen wie Mone­ro, ZCash oder Bit­coin Gold sieht es ähn­lich an. IOTA hat es mit -64% gegen­über den Dol­lar-Kurs über Nacht gar am hef­tigs­ten erwischt. Es gibt aber auch Aus­nah­men: Lisk und Ripp­le legen gegen­über dem BTC deut­lich zu.

Über die Ursa­chen wird in den Foren noch debat­tiert. Ist das nun der häu­fig her­bei­ge­re­de­te Crash, das Plat­zen der Kryp­to-Bla­se? Oder doch nur ein lan­ge über­fäl­li­ger Rück­set­zer auf ein ver­nünf­ti­ges Niveau. Ein Dia­gramm legt letz­te­res nahe:

Dass man­che Alt­coins zuleg­ten, könn­te auch dar­auf hin­deu­ten, dass eini­ge Big­play­er (mal wie­der) gro­ße Men­gen Kryp­to­geld hin und her tau­schen, um den Kurs klei­ne­rer Kryp­towäh­run­gen zu mani­pu­lie­ren. Zudem gab es in den letz­ten Tagen vie­le Nega­tiv­schlag­zei­len, wie der Hack einer süd­ko­rea­ni­schen Bör­se für Kryp­towäh­run­gen und der damit ein­her­ge­hen­de Dieb­stahl zahl­rei­cher Wal­lets, oder die Angriffs­wel­le auf eine Viel­zahl von Word­Press-Web­sei­ten mit dem Ziel, dort Tro­ja­ner ein­zu­schleu­sen, die bei den Besu­chern der Web­sei­te Mone­ro schür­fen sol­len.

Ins­ge­samt ist zu beob­ach­ten, dass das The­ma Bit­coin oder Kryp­towäh­run­gen im All­ge­mei­nen inzwi­schen ein weit grö­ße­res Publi­kum gefun­den hat als noch bis vor Kur­zem. Inzwi­schen beschäf­ti­gen sich nicht nur bevor­zugt Tech­nik­freaks (und Geld­wä­scher) mit dem The­ma, son­dern die All­ge­mein­pres­se und gar Regie­run­gen.

Update 23.12.2017
Inner­halb von andert­halb Tagen hat sich der Kurs wie­der auf dem Niveau von vor­ges­tern ein­ge­pen­delt. Das Plat­zen der Bla­se muss dem­nach noch war­ten…