Zen+ im April für Ryzen und Threadripper im zweiten Halbjahr

Wo nun die Desktop-APUs einen festen Zeitplan haben und auch günstigere mobile Ryzen-APUs angekündigt sind, hat es sich AMD nicht nehmen lassen, über die nächste Ryzen-Generation zu sprechen. Mit der 2000-Serie wird man auf die Zen+ getaufte Architektur upgraden. Einher geht damit der Wechsel auf den sogenannten 12LP-Prozess von Globalfoundries.

Das LP des Fertigungsprozesses steht dabei nicht für Low Power, sondern Leading Performance und soll im Vergleich zum aktuellen 14-nm-Prozess 15 % Chipfläche einsparen und 10 % mehr Performance bringen. Die Zen+-Architektur dürfte indes einige Detailanpassungen von AMD erhalten haben. Es handelt sich also nicht um umgelabelte Prozessoren, man darf tatsächlich etwas Mehrleistung, zumindest aber verbesserte Effizienz erwarten. AMD spricht davon, dass man Verbesserungen, die man in den mobilen Chips eingebaut hat, portieren will. Darunter fällt beispielsweise der verbesserte Turbo namens Precision Boost 2.

Um dem Käufer Sicherheit darüber zu gewähren, ob das gekaufte Mainboard auch die neuen Prozessoren unterstützt, hat AMD ein Logo zum Aufbringen auf die Verpackung bereitgestellt. Wie sich dies im Onlinehandel widerspiegelt, wird sich zeigen müssen. Zeitgleich mit der Ryzen-2000-Serie wird man außerdem einen neuen Chipsatz für AM4 anbieten. Es soll sich dabei ebenfalls nicht um neu gelabelte Produkte handeln. Zu den Verbesserungen erwähnte man aber nur eine geringere Leistungsaufnahme. Die neuen Chipsätze sollen dann als X470-Serie in den Handel kommen. Ob die „kleineren” Chipsätze ebenfalls ein Update erhalten, wird sich zeigen müssen.

Zen 2, welcher 2019 erwartet wird, soll indes designtechnisch bereits abgeschlossen sein und gegenüber Zen in mehrerlei Hinsicht verbessert worden sein. Zen 3 sei ebenfalls im Zeitplan.

Alle Folien der Veranstaltung könnt ihr auf den nachfolgenden Seiten der Pressemitteilung auf unserer Seite finden.