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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kaufberatung für Trekkingbike bis 1000€


bommel66
27.08.2004, 18:52
Servus,

ich bin auf der Suche nach nem neuen Drahtesel.
Ich nutze diesen in der Hauptsache um täglich zur Arbeit und wieder zurück zu fahren ca 8Km und für kleinere Touren mit der Familie.
Ein reines Mountainbike, brauche ich nicht, da ich es ausschliesslich für Fahrten auf befestigten Strassen verwende ( ausser mal ein kurzes Stück über bzw. in den Acker bei der Heimfahrt von dem einen oder anderen Fest :] )
Ein reines Strassenfahrrad ist mir wiederum zu langweilig. Deshalb habe ich mir bis jetzt ein Trekkingrad mit gefederter Vordergabel und Strassenkit ausgekuckt.
Die Firma Steppenwolf gefällt mir hierfür sehr gut, da diese auch eine individuelle Zusammenstellung erlaubt ( Baukastensystem )

Hier ist mal mein momentaner Favorit Tao Light (http://steppenwolf.picturemanagement.de/trekking/street_kit/Tao_Light_men/big/Tao_Light_men.SG.jpg)
Über die Ausstattungsvarianten habe ich mir noch keine großen Gedanken gemacht, da ich mich damit auch nicht auskenne. Ich denke mal es muss für meinen Einssatzzweck nicht alles vom feinsten sein.
Mehr als 1000€ möchte ich eigentlich nicht ausgeben.
Worin liegt z.B. der Unterschied zwischen einer Deore und einer LX oder gar XT Ausstattung ( ausser dem Preis natürlich *buck* )
Hier ist die passende Ausstattungsliste: Klick (http://steppenwolf.picturemanagement.de/pdf/listen/Ausstattung.pdf)

Welche Rahmengröße wäre für mich die Richtige?
Ich bin 1.72m groß und 75 Kg schwer.

Welche alternativen Räder/Hersteller könnt Ihr mir Empfehlen?


MfG
bommel66

fritzken
27.08.2004, 20:02
ich als Amateur versuch mich mal ;)

Eine komplette LX reicht z.B. für Wettkämpfe aus. Die LX ist aber in Sachen Gewicht, Langlebigkeit, Material, (Aussehen) und Preis ;) der XT oder gar XTR natürlich unterlegen.

Wenn du fast nur Strasse fährst und das Bike pflegst, kommst du auch mit günstigen Komponenten hin. Ein Problem ist aber daß heutzutage Gruppen sehr gerne gemixed werden: Schaltwerk LX, Kurbeln LX, Rest Deore o.ä.. also aufpassen. ;)

Vielleicht muss es ja auch nicht unbedingt Shimano sein, SRAM ist technisch mittlerweile gleich auf, wird aber von vielen Herstellern immer noch stiefmütterlich behandelt.

Rahmengrösse.. da gabs mal ne Faustregel und zwar daß zwischen Rahmen und Schritt eine Handbreit Platz sein sollte. Über google sollte man da genug aktuelle Infos finden. Wenn es geht auf jeden Fall mehrere Grössen ausprobieren, zumindest ein vergleichbares Modell/Rahmen beim Händler in der Nähe.

Eine Scheibenbremse halte ich immer noch für überflüssig (für Normalos wie uns), eine gut eingestellte V-Brake (die aber vorzugsweise von Shimano) verzögert auch mehr als gut.

ghostadmin
27.08.2004, 20:45
nur bei XT V-Brakes mit Parallelogramm muss man aufpassen die quitschen fürchterlich, ich glaube die haben das immer nocht nicht im Griff

desweiteren knarzen die Shimano Innenlager gerne mal

der größte Unterschied bei den Schaltgruppen liegt im Gewicht, wenn das nicht so wichtig ist langt die Deore voll, diese hat auch das beste Preis/Leistungsverhältnis. Bei der XT sind dann einige Komponenten besser gelagert und vor Schmutz geschützt.

http://www.klodt.de/groesse_rad.htm#TR

bommel66
27.08.2004, 21:23
Servus,

O.K, nun bin ich schonmal etwas schlauer ;)
Die Rahmenhöhe steht schonmal fest ( thx @ ghostadmin )

Ich habe einen Shop gefunden, der das Steppenwolf Tao Light mit LX-Julie, verstellbarem Vorbau und ner besseren Gabel für 900€ anbietet ( normal 1200€ ).
Gut, Scheibenbremsen müssten es nun wirklich nicht sein, aber bei nem fertigen Bike hat man eben nicht die große Wahl...

Was haltet Ihr generell von diesem Radl?


MfG
bommel66

greyhound
28.08.2004, 04:50
Hi,

Also das Steppenwolf ist ne gute Wahl :) Ansonsten noch ein paar tipps von einem ehemaligen Vielfahrer. Das beste P/L - Verhältnise hatten wenn es den noch so ist die hier
http://www.specialized.com/
Insbesondere die Rahmenqualität war sehr gut. Ich bin mit meinem Hardrock in einem Jahr ca 10000 - 15000 km über die Dresdener Straßen gefegt ohne Probleme zu haben nur habe ich ziehmlich schnell die originalen Schaltwerke + Ritzel verschlissen. Gekostet hat die Kiste vor ca. 10a 1000 DM incl. Zubehör.
Was Du Dir überlegen mußt soll es ein Alu - Rahmen sein oder eine Legierung. Alu rostet nicht ist aber aufgrund der Steifheit sehr unkomfortabel was sich durch die heutigen Federgabeln wahrscheinlich nicht so bemerkbar macht (hab da keine Erfahrung. Legierungen rosten zwar sind aber viel elastischer und das mit dem Rost kann dauern ;). Wenn Du an der Küste wohnst solltest du einen Rahmen fahren der die salzige Luft verträgt !! Ich glaube gerade Alu hat die unangenehme Eigenschaft aus diesen Gründen mal einfach so zu brechen. Wo ich nicht sparen würde wären die Bremsen die sollten gut sein !! deshalb nehme lieber die Scheibe. Dort ist auch das nachstellen einfacher und aufgrund der auf das Rad wirkenden größeren Kräfte hast du stabilere Räder. Hohlkammerfelgen sind ja heutzutage auch schon Standart :] die sind unkaputtbar.
Was gaaaanz wichtig ist, ist die Übersetzung der Ritzel. Es sollte hinten die minimale Variante mit 11 Zähnen drauf sein und vorne mindesten eine 46 besser 48. Weil Du Dir sonst einen Wolf tritts !! Gerade bei Touren ist das wichtig. Bei billigen Fahrrädern ist genau das die Achillesfehrse, solche Leute hängen genau deswegen immer hinten weil man so viel Trittfrequenz gar nicht treten kann um auf eine akzeptable Gschwindigkeit zu kommen. Vom Spaß einmal abgesehen. Ich bin jahrelang mit 48 - 11 gefahren und es hat mit gut getan.(Nur zur Info also Migel Indurain is die Tour de France mit 52 - 11 gefahren ;D .)
Jo wichtig noch, nicht zu kleiner Rahmen wegen Sitz etc., je schmaler die Räder umso doller die Schlaglöcher und um so weniger geländegängiger bist DU !! Bes. euf matschigen Wegen wichtig, also nicht zu schmale Tourenbereifung. Zur Schaltung ist nur zu sagen 21 Gang reicht, die höheren sind nur feiner gestuft wichtig das habe ich vergessen ein großes Ritzel als letzter Gang hinten ist gut für die Bergetappe. Jau Lichter nicht vergessen (Batterie ist wetterunabhängig und hat keine Kabel)und "Katzenaugen" und mit diesen Infos Deinen Fachhändler ausfragen, ruhig auch ein Rad testen !. Vorbeischauen würde ich bei Diamant -> geschrumpfter Rahmen und bei Winora -> viel Ausstattung. Für Ergänzungen sind die anderen bestimmt offen.

PS.: Was das Rahmengewicht angeht, vergiß es Du bist um ein vielfaches schwerer als Dein Rad und Du mußt Dich ja selbst fahren, nimm also lieber gute Naben. Den wie auch in der Formel 1 kommt es zuerst auf den Fahrer an, und dann auf das Fahrzeug.

Greetz greyhound *buck*



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