Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Horror auf der Autobahn: Raser wider Willen
Hi,
die Tücken der Technik...aber so etwas habe ich noch nicht gehört:
"In einer Horrorfahrt ist ein französischer Autofahrer eine Stunde lang unfreiwillig mit knapp 200 Stundenkilometern über die Autobahn gerast, weil sich die Geschwindigkeit des Wagens nicht mehr regulieren ließ, berichtet die französische Tageszeitung "Le Berry Républicain".
Der 29-jährige Hicham Diquiedt hatte den Tempomat seines Renault Vel Satis auf 130 kmh eingestellt. Auf der Höhe von Bourges habe er beschleunigt, um einen Lastwagen zu überholen, und dabei habe sich die automatische Geschwindigkeitskontrolle verselbständigt, erzählte der Mann nach seiner beängstigenden Fahrt. "Die Geschwindigkeit ist auf 190 Stundenkilometer gestiegen. Ich konnte nicht mehr langsamer fahren."
Über das Mobiltelefon habe er dann die Gendarmerie verständigt. Die Polizei sei ihm hintergefahren und habe versucht, ihm zu helfen. "Sie haben versucht, mit mir eine Lösung zu finden" - wie zum Beispiel, den Magneten herauszureißen, der als Kontakt zwischen Tempomat und Bremse dient. Nach einer Stunde sei es ihm schließlich gelungen, den Motor abzuwürgen, so dass der Wagen von alleine langsamer geworden sei. Etwa 20 Kilometer vor einer Mautstelle sei das Auto dann zum Stehen gekommen, berichtete ein Gendarm vom Autobahnabschnitt Riom.
"Er hat ziemlich Angst gehabt", sagte der Gendarm, "zumal er einmal auf dem Standstreifen überholen musste". Die Gendarmerie hatten an der Mautstelle Combronde bereits Vorsorge getroffen, falls Diquiedt nicht hätte anhalten können: Sämtliche Angestellten mussten ihre Kabinen verlassen, die Schranken wurden gehoben und Leuchtpfeile für Sondertransporte wiesen den Weg durch die Anlage. Alle anderen Autofahrer mussten auf einer Notspur anhalten und warten. Polizei und Krankenwagen standen bereit. Der Autobauer Renault erklärte, er könne sich den Vorfall nicht erklären; das Auto müsse erst untersucht werden. (Quelle: n-tv.de)"
Bild eines Vel Satis dem "Tatfahrzeug"
http://wcm.krone.at/hps/upload/hxmedia_slide/2004/10/04/2_aHhmxDaJwrhag_135092_476.jpg
Ich stelle mir das ziemlich unheimlich vor. Bis man es geschnallt hat, fährt man schon über 160 km/h und die Straße ist nicht immer frei.........
Greetz
neax :)
Schdeffan
05.10.2004, 13:33
omg, das muss ja ein höllentrip gewesen sein :o :o
aber so was ähnliches gabs ja schon ma bei cobra 11
gut dass es so ausgegangen ist
stefan
ghostadmin
05.10.2004, 13:53
das ist immer das was ich sage, die Autos werden immer komplizierter und technischer, alles geht von selbst und sowas kommt dabei raus!! Da vertraue ich lieber mir selbst
Unter der Vorgabe dem Fahrzeug Schaden zuzufügen, hätte er das Auto bestimmt auch früher zu halten bekommen... wenn er noch mit der Polizei telefonieren konnte, kann es ja nicht so schlimm gewesen sein. Schade dass man zu solchen Berichten selten die Auflösung lesen kann.
Gut das franz. Autobahnen häufig nicht so voll sind.
Shearer
Hi,
Auflösung
Nach einer Stunde sei es ihm schließlich gelungen, den Motor abzuwürgen
Greetz
neax :)
unununium
05.10.2004, 14:59
Hmm, okay, soweit kann ich folgen, aber warum hat er den Motor nicht einfach ausgestellt? Dann auf Zündung stellen, und er sollte doch Lenken können... nicht mit Servolenkung, okay, und bremsen konnte er ja wohl überhaupt nicht.
Oder geht das bei dem Auto auch nicht "einfach so"? Oder Gang raus nehmen...
Wahrscheinlich vergesse ich grade wiedermal irgendwas, aber ihr werdet mich schon aufklären, bin ja "Fahranfänger", und habe von soviel Luxus keine Ahnung. :->
mfg
unununium
Mastermind
05.10.2004, 15:05
Original geschrieben von Shearer
wenn er noch mit der Polizei telefonieren konnte, kann es ja nicht so schlimm gewesen sein.
naja ich denke das der wagen ne freisprecheinrichtung hat.
in deutschland gabs so nen fall auch schonmal, da hatte sich das gaspedal verklemmt weil der typ daran rumgeschraubt hatte...
hätte es nicht einfach gereicht den wagen auszumachen, danach auf zündung zu stellen und ihn dann ausrollen lassen???
MaXXiMuM
05.10.2004, 15:06
Das Ding wird mit einer Chipkarte gestartet und ich weiß ned ob man die während der Fahrt rausreißen kann bzw ob das was bringt wenn man's kann.
Leider weiß man ja nix genaueres.
Hi,
Vel Satis hat kein Zündschloß mehr sondern eine Chip-Karte. Ich denke, es gibt bei einer bestiommten Geschwindigkeit ev. Riegel, der eben verhindern soll, dass man den Motor einfach so abstellt...wäre zumindest denkbar.
Greetz
neax :)
Das ist echt Horror!
Mal ne dumme Frage:
Was würde denn passieren wenn er LANGSAM die Handbremse gezogen hätte? Würde da der Wagen nicht auch Bremsen, oder ist der Vorschub des Motors größer als die Bremskraft der Handbremse? *noahnung*
Hi,
ich denke, dass wird nur bestilaische Qualmen und man läuft Gefahr, dass sich etwas entzündet.....Stoppen via Hanbremse bei an 200 km/h unmöglich.
Greetz
neax :)
Krass!
Das ist auch genau das Problem, dass Renault hat. Die pumpen die neueren Autos mit Elektronik voll und haben dadurch auch so eine berauschende Pannenstatistik :]
Was passiert eigentlich wenn man auskuppelt? Oder ist das auch nur noch elektronisch wie anscheinend Gas und Bremse?
So ein Luxusdampfer hat zu 97% Automatik. Und einfach mal in Park-Position stellen geht glaube ich nicht.
Shearer
Original geschrieben von skyphab
Oder ist das auch nur noch elektronisch wie anscheinend Gas und Bremse?
Ja, das würd mich auch interessieren! Wie geht denn das dass die Bremse nicht mehr geht?
Versteh ich net... ???
EDIT: Hab zu der Handbremse was gefunden bei Renault (http://www.renault.de/RenaultSITe/puma/DE/PROD_DE/MEL_PROD/de/VelSatis_B73/r2/s2/p1.jsp?BV_SessionID=@@@@2137379982.1096989310@@@@&BV_EngineID=ccceadcmjmidfelcfngcfkmdfkjdfni.0): Es gibt keinen Hebel! :o
DS_BoneDaddy
05.10.2004, 17:11
die bremse machst du kaputt. ich denke der motor wird stärker sein als die bremse.
gang rausnehmen ging wohl nicht, da automatik? irgendwas muss da ja gewesen sein, sonst hätte er es denke ich mal gemacht.
könnt mir das ganze aber auch als billigen fake vorstellen um sein das überholen auf dem standstreifen zu entschuldigen. ;-)
Also, wenn ihr mal nach frankreich fahrt und keine maut zahlen wollt, vollgas und die polizei anrufen. ^^
ghostadmin
05.10.2004, 17:21
ja das mit dem bremsen dürfte nicht leicht sein wenn man 200 fährt
ihr könnt ja mal probieren bei 100 vollgas geben und gleichzeitig auf der Bremse bleiben, wie schwer das geht
Hm, das Ding wird schon über 160 PS haben (deren Inet-Seite geht nicht richtig bei mir). Wie da das Verhältnis Brems- zu Motorleistung ist weiß ich nicht, aber mein Auto könnte ich trotz Vollgas anhalten bzw. den Motor abwürgen!
darkcrawler
05.10.2004, 19:43
versteh ich auch nicht, warum der nicht einfach gebremst hat???
wo ich grad das "auto" auf dem bild sehe: das hat bestimmt versucht, sich das leben zu nehmen, nachdem es sich an einer ampel in einem schaufenster selbst "gesehen" hat *chatt*
ghostadmin
05.10.2004, 20:01
vielleicht gingen die Bremsen ja gar nicht mehr aber das kanns auch nicht sein
bei meinem Kleinwagen kann ich bei 140 ohne Probleme bremsen wenn ich vollgas gebe, OK der hat weniger Kraft und wiegt weniger aber soviel Leistung hat der Renault auch nicht
Russel-Athletic
05.10.2004, 20:04
Normalerweise gibt es bei Automatik immernoch N für Neutral.
Möglich wäre auch gewesen im 1. Zu Schalten. Hätt der Motor zwar nicht umbedingt mitgemacht aber vielleicht hätte man dann ja den Schlüssel abziehen können. Auf jedenfall wäre man alngsamer gewesen.
i_hasser
05.10.2004, 20:12
Na also mal ehrlich, bei 200km/h... das Auto ist bestimmt kein Leichtgewicht und der Motor wird so einiges hergeben.
Bei 100km/h mag das mit dem Bremsen je nach Auto ja noch gehen, bei 200 kann man das aber so ziemlich vergessen. Da drückt es die Geschwindigkeit vielleicht auf 150 und dann sind die Bremsen hinüber bzw. wenn man dann Metall auf Metall bremst wird sich die Sache so mörderisch erwärmen, dass die Hydraulikflüssigkeit verdampft.
Bei 200 hat das Auto die 4fache kinetische Energie wie bei 100, und die möchte komplett in Wärme umgewandelt werden.
Wenn die Kiste dazu noch so um die 2 Tonnen wiegt...
ghostadmin
05.10.2004, 20:19
ja das Gewicht darf man nicht unterschätzen, vielleicht hat er es nur geschafft bis auf 50 oder so runterzubremsen bis dann die Bremsen total heissgelaufen waren ... wieder abkühlen...wieder von vorne
und dann kommt noch die Automatik hinzu die ja bei niedrigerem Tempo runterschaltet und es für die Bremse noch schwerer wird
Patmaniac
05.10.2004, 20:31
Bremsen ist bei dem Tempo unmöglich. Nicht wenn der Motor immernoch gleichzeitig beschleunigt. Der Typ hatte echt Glück, dass er den Wagen doch noch zum absaufen gebracht hat. Egal wie.. Die einzige Chance, die ihm sonst noch geblieben wäre, wäre nämlich gewesen, so lange zu warten, bis der Sprit ausgeht.
Insgesamt betrachtet bestätigt das meine Meinung zu Renault nur noch mehr. Seit der Wende fährt meine Familie nun schon Renault und wie waren bis dato immer zufrieden. Unser aktueller ist -zum Glück- noch ein etwas älteres Modell: ein Megane Coach von 1997. Aber alles was Renault in den letzten Jahren gebracht hat, sieht nicht nur potthässlich aus, sondern ist zudem noch höchst unzuverlässig. Daher wird mein/unser nächstes Auto sicher kein Renault mehr werden! :P
Ich bin da jetzt eher auf den Italo-Tripp. Der Alfa GT ist einfach zu schön... 8)
trinitys-son
05.10.2004, 20:35
Nabend,
also ich finde den Artikel auch etwas "unglaublich".
Ich hab bei meinem Auto auch 'n Tempomat und diese "Schaltwippen" am Lenkrad. Wenn ich
mit eingeschaltetem Tempomat die Bremse trete, dann bremst das Auto, und der Motor regelt
runter und versucht nicht weiter zu beschleunigen. Ich komme also immer zum stehen, wenn
es sein muss und der Tempomat geht auf Standby. Erst wenn ich wieder einen Knopf am
Lenkrad drücke, beschleunigt der Tempomat das Auto automatisch wieder auf die eingestellte
Geschwindigkeit.
Stellt euch das mal vor: Ihr müsstet in einer "Notsituation" in die Eisen sprinten
und der "intelligente" Tempomat sagt dem Motor: Gas! Gas! Gas! Los! .. :]
Ich kenne mich mit Autos nun wahrlich nicht aus, aber wenn der Tempomat beim Vel Satis
wirklich so unzuverlässig ist und sich bei einer Fehlfunktion nicht mit absoluter
Sicherheit ausschalten lässt, na dann Prost Mahlzeit!
By the way, ich finde die neueren Renaults auch echt potthässlich.
Greetz.
default-X
05.10.2004, 20:44
da gibt es eine geniale lösung
http://www.benz-bau.ch/Schranken/Bilder/NotausSchalter.gif
jaaawolll ... ein notausschalter ;D
drücks ... aus die maus *buck*
ghostadmin
05.10.2004, 20:47
ich denke nicht das man da speziell Renault an den Pranger stellen muss denn die bauen fertige Bausteine anderer Hersteller ein und das könnte wahrscheinlich allen passieren. Aber was ich sagen muss das die Qualität von Nissan seit der Übernahme von Renault extrem nachgelasen hat, der Micra hat z.B. das selbe Chassis wie ein Twingo!
was habe ich gelesen, es sollen Lenkungen kommen die nicht mechanisch sind, das Lenkrad steuert da nur einen Elektromotor und man hat keine Lenksäule in dem Sinn mehr. Was ist denn dann bitte wenn der Strom ausfällt, kann man dann nicht mehr lenken?
wieviele Ausfälle bezüglich der Wegfahrsperre gibt es denn schon, das ist auf dem ersten Platz in der Pannenstatistik. Oder das ein Auto plötzlich beim fahren einfach ausgeht und man in der Werkstatt keinen Fehler findet.
es ist in Entwicklung das die Autos an die Gefühle der Menschen gekoppelt werden so das bei Aufregung die Elektronik eingreifen soll oder das es keine Raser mehr gibt. Bis dann irgendwann das Auto von selbst stehen bleibt wenn man grade an etwas denken muss?
meiner Meinung nach entwickeln sich die Autos in die verkehrte Richtung, immer mehr Ausstattung, fehleranfällige Elektronik mit Bugs, alles geht von selbst, die Bedienfehler der Menschen sollen komplett abgeschafft werden, selbst fahren gibt es nicht - alles ist automatisch usw.
würdet ihr in ein Auto einsteigen wollen das von selbst fährt aber ihr genau vom PC wisst das das Teil nie 100% stabil läuft weil es abstürzen kann? Damals hatte doch mal Chrysler Microsoft beschimpft deswegen, in ein paar Jahren sind wir dann wirklich soweit.
mad_mueller
05.10.2004, 20:51
Hey,
hier ist der Spiegel-Artikel:
http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,321452,00.html
Wie darin zu lesen ist, hat Renault das Ereignis offiziell bestätigt und untersucht nun das Auto.
Die können sich das auch nicht erklären, denn es gibt ja Sicherheitsvorrichtugnen in dem Auto (sonst wäre es nicht auf deutschen Straßen unterwegs).
Mein Vater hat sich den Wagen mal kurz nach seinem Erscheinen ein Wochenende lang ausgeliehen, schönes Auto. :)
Hatte auf jeden Fall keine Macken. :]
Nunja, und das Design ist geschmackssache, zum Glück.
Mir persönlich gefällt es, dass die Autos etwas anders aussehen. Und sooo hässlich sind die doch nun auch nicht. ;)
FalconFly
05.10.2004, 20:56
Hm, ein weiteres Beispiel dafuer, dass trotz aller Elektronik immer noch ein vollstaendig manuelles und ggf. mechanisches Eingreifen moeglich sein muss.
Wenn's mal mit der Automatisierung so weit ist, dass etwas wie in diesem Beispiel passieren kann, dann ist das Tor zur Hoelle offen.
PS.
Man stelle sich mal vor, wenn Autos flaechendeckend vernetzt sind (wird in ca. 10-15 Jahren so langsam der Fall sein). Dann ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis etwas groesseres passieren kann (MicroSoft ist uebrigens laut eigenen Aussagen brennend an diesem aufkeimenden Markt interessiert, und arbeitet bereits fieberhaft an entsprechenden Konzepten ;) )...
Original geschrieben von ghostadmin
was habe ich gelesen, es sollen Lenkungen kommen die nicht mechanisch sind, das Lenkrad steuert da nur einen Elektromotor und man hat keine Lenksäule in dem Sinn mehr.
Ja, das nennt sich dann "Drive-by-wire" - und das kommt bestimmt!
Original geschrieben von ghostadmin
Was ist denn dann bitte wenn der Strom ausfällt, kann man dann nicht mehr lenken?
Tja, dafür sind die Teile dann zwei- bis vierfach redundant... (irgendwas kann immer passieren).
Original geschrieben von ghostadmin
meiner Meinung nach entwickeln sich die Autos in die verkehrte Richtung, immer mehr Ausstattung, fehleranfällige Elektronik mit Bugs, alles geht von selbst, die Bedienfehler der Menschen sollen komplett abgeschafft werden, selbst fahren gibt es nicht - alles ist automatisch usw.
Hm, ja - ich bin zwar ein Technikfreak, aber da muss und kann ich dir Recht geben. Wobei ich nicht das Wort "verkehrt" nehmen würde, sondern eher "zu weit". Ohne Motorelektronik kann man nicht mehr auskommen, ABS ist auch hilfreich - aber um ehrlich zu sein fängt das Zuviel an Elektronik schon bei den el. Fensterhebern an. Alles was nicht unbedingt zum Fahren benötigt wird ist zu viel und kann mehr Probleme machen als solche lösen.
Das erkennen nach und nach auch die Entwickler...
Original geschrieben von ghostadmin
würdet ihr in ein Auto einsteigen wollen das von selbst fährt aber ihr genau vom PC wisst das das Teil nie 100% stabil läuft weil es abstürzen kann?
Naja, ein PC kann man nicht mit Automobil-Elektronik vergleichen. Ein PC ist nicht lebensnotwendig. KFZ-Elektronik hingegen wird so intensiv wie fast nix anderes geprüft/ abgeschirmt/ ausgelegt (außer Extreme wie Medizin/Flug/Raumfahrt).
Ach, noch was: Es wird nie ein 100% "stabil" laufendes Auto geben. Menschen sind (zum Glück) nicht perfekt.
Wen's interessiert:
- Ausblick auf die S-Klasse von morgen (http://www.zdnet.de/enterprise/tech/auto/0,39026506,39123687-2,00.htm)
- wissenschaft.de - Drive by Wire (http://www.wissenschaft.de/sixcms/detail.php?id=155722)
- 3sat hitec: Drive by Wire (http://www.3sat.de/hitec/magazin/68501/)
Patmaniac
05.10.2004, 22:44
Original geschrieben von trinitys-son
Nabend,
also ich finde den Artikel auch etwas "unglaublich".
Ich hab bei meinem Auto auch 'n Tempomat und diese "Schaltwippen" am Lenkrad. Wenn ich
mit eingeschaltetem Tempomat die Bremse trete, dann bremst das Auto, und der Motor regelt
runter und versucht nicht weiter zu beschleunigen. Ich komme also immer zum stehen, wenn
es sein muss und der Tempomat geht auf Standby. Erst wenn ich wieder einen Knopf am
Lenkrad drücke, beschleunigt der Tempomat das Auto automatisch wieder auf die eingestellte
Geschwindigkeit.
Das ist in diesem Fall ja das Problem gewesen. Normalerweise bremst der Tempomat mit runter, wenn du auf die Bremse geht, dass hast du ganz richtig erkannt. Nur in diesem Fall hat der Tempomat beim Vel Satis dies eben nicht gemacht und hat weiter beschleunigt! :o :-X Und das ist durchaus möglich, wenn halt die Software/Elektrik usw. verrückt spielt.
Die Idee von default-X ist da wahrlich nicht schlecht! Wäre ein paralleler Knopf zur STRG-ALT-ENF-Konfiguration beim PC! Fehlt nur noch der Bluescreen beim Auto.. *buck* :P
Original geschrieben von FalconFly
Hm, ein weiteres Beispiel dafuer, dass trotz aller Elektronik immer noch ein vollstaendig manuelles und ggf. mechanisches Eingreifen moeglich sein muss.
Wenn's mal mit der Automatisierung so weit ist, dass etwas wie in diesem Beispiel passieren kann, dann ist das Tor zur Hoelle offen.
PS.
Man stelle sich mal vor, wenn Autos flaechendeckend vernetzt sind (wird in ca. 10-15 Jahren so langsam der Fall sein). Dann ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis etwas groesseres passieren kann (MicroSoft ist uebrigens laut eigenen Aussagen brennend an diesem aufkeimenden Markt interessiert, und arbeitet bereits fieberhaft an entsprechenden Konzepten ;) )...
OMG! Ein Windows Auto! Und wann kommen die ersten Viren und Trojaner?
Meldung bei Tempo 200 "Achtung! Ihr Motor weist einen Fehler in 000.000.375.5 auf. Er wird in 30 Sec. ausgeschaltet" :o
Gruß, Trinity59
trinitys-son
06.10.2004, 00:03
@Patmaniac:
Bin bis heute, bis zu diesem Artikel, davon ausgegangen, dass es die "default-X-Lösung"
bereits gibt. Ich fände es etwas fahrlässig, wenn die Entwickler das Steuerungssystem so
konzipiert haben, dass der Tempomat im Notfall nicht umgangen werden kann.
Sprich: Wenn ich auf die Bremse trete, dann wird der Tempomat, wenn er wie
manch eine Windows-Anwendung nicht mehr reagiert, einfach umgangen/ausgeschaltet.
So eine Art Fallback-Prozess wie beim Airbagsystem neuerer Autos. Wird ein defekt
festgestellt, meldet sich das System und "deaktiviert" den Airbag
um zu vermeiden, dass - bildlich gesprochen - das Ding nach hinten losgeht. ;D
Hi,
JETZT kommt es:
Kölner Rundschau
(Renault. Anmk.)"...So werde der Tempomat normalerweise sofort abgeschaltet, wenn der Fahrer die Bremse kräftig betätige. Auch könne das Gerät separat abgeschaltet werden.
Bei einer ersten Inspektion von Dequiedts Wagen fanden die Techniker keine ine ungewöhnlichen Abnutzungen an den Bremsen ."
Was sagen wir jetzt? Wenn dem so ist....Nun es ist ja gut ausgegangen. Schlimm wäre, wenn Dequiedt wirklich gebremst hätte und diese nicht funktionierten. Wenn er aber einfach nicht das Bremspedal gefunden hat, dann.... :D
Greetz
neax :)
PuckPoltergeist
06.10.2004, 02:19
Original geschrieben von ghostadmin
würdet ihr in ein Auto einsteigen wollen das von selbst fährt aber ihr genau vom PC wisst das das Teil nie 100% stabil läuft weil es abstürzen kann?
Gegenfrage, würdest du in ein Flugzeug einsteigen? Dort ist das nämlich schon Alltag. Oder glaubst du, daß die Kisten immer noch per Seilzug bedient werden?
Original geschrieben von neax
Hi,
JETZT kommt es:
Kölner Rundschau
(Renault. Anmk.)"...So werde der Tempomat normalerweise sofort abgeschaltet, wenn der Fahrer die Bremse kräftig betätige. Auch könne das Gerät separat abgeschaltet werden.
Bei einer ersten Inspektion von Dequiedts Wagen fanden die Techniker keine ungewöhnlichen Abnutzungen an den Bremsen."
Was sagen wir jetzt? Wenn dem so ist....Nun es ist ja gut ausgegangen. Schlimm wäre, wenn Dequiedt wirklich gebremst hätte und diese nicht funktionierten. Wenn er aber einfach nicht das Bremspedal gefunden hat, dann.... :D
Greetz
neax :) Jo, wahrscheinlich gar er versucht zu bremsen, aber eben nur leicht, so wie man normalerweise auf der Autobahn abbremst. Aber dabei hat man ja den Fuß nicht auf dem Gas. Normalerweise sollte man schon mit der Fußbremse dagegen ankommen, bloß muß man dann auch ordentlich drauflatschen und draufbleiben, bis die Karre steht, und dann irgendwo gegenlenken (Leitplanke o.ä.), damit es nicht wieder losfährt. Bestimmt hat der einfach Angst gehabt und sich nicht getraut, richtig in die Eisen zu gehen.
i_hasser
06.10.2004, 06:02
Original geschrieben von OBrian
Jo, wahrscheinlich gar er versucht zu bremsen, aber eben nur leicht, so wie man normalerweise auf der Autobahn abbremst. Aber dabei hat man ja den Fuß nicht auf dem Gas. Normalerweise sollte man schon mit der Fußbremse dagegen ankommen, bloß muß man dann auch ordentlich drauflatschen und draufbleiben, bis die Karre steht, und dann irgendwo gegenlenken (Leitplanke o.ä.), damit es nicht wieder losfährt. Bestimmt hat der einfach Angst gehabt und sich nicht getraut, richtig in die Eisen zu gehen.
Wie oft denn noch, nach ziemlich kurzer Zeit hätte er dann wohl eine bläuliche Rauchwolke hinterlassen und dann hätte er bei der Bremse ins Leere getreten!
Rate doch mal wieso schon bei irgendwelchen steilen Serpentienen Warnschilder etc. aufgestellt sind - die Bremsen werden ziemlich schnell warm aber kühlen sich nur langsam wieder ab. Bei hohen Temperaturen gehen die schneller kaputt als dir lieb ist.
Original geschrieben von intel_hasser
Wie oft denn noch, nach ziemlich kurzer Zeit hätte er dann wohl eine bläuliche Rauchwolke hinterlassen und dann hätte er bei der Bremse ins Leere getreten!
Eben, Hab da noch so eine Aussage von einem Bekante im Hinterkopf, dass ein neuer Satz Bremsbeläge ungefähr 3 Vollbremsungen von 180 auf 0 aushalten, danach sind die weg. Ob das jetzt gnau stimmt, weis ich nun auch nicht.
Aber mal so gesagt, bezweifle ich, dass der Fahrer überhaupt versucht hat eine Vollbremsung hinzulegen, denn normalerweise wird da ausgekuppelt, so dass der Motor eben nicht mitgebremst werden muss. Es kann natürlich sein das dass dafür verantwortliche System auch ausgefallen ist, allerdings ist das ein Sicherheitsrelevantes System und sollte meiner Meinung nach nichts mit dem Tempomat zu tun haben
i_hasser
06.10.2004, 07:51
Zu den 3 Vollbremsungen von 180: Tja, wenn der Motor mitzieht...
Ich denke mal, dass der Fahrer schon versucht hat zu bremsen. Wenn sich dann aber zeigt, dass es nix bringt...
Also mal ehrlich: Ich glaube kaum, dass diese Karre in 2 Sekunden von 100 auf 200 beschleunigt. Wenn der 100 gefahren ist und das Auto hat beschleunigt, versuche ich spätestens bei 120 das Ding zum stehen zu bekommen. Oder hockt man drin und denkt 'Ahja, wenn der Drehzahlmesser erstmal am Anschlag ist, geht der sicher von alleine aus. Wird schon passen...'.
Keine Abnutzung an den Bremsen? Entweder die haben auch versagt (Kann ich mir aber ehrlich gesagt kaum vorstellen), oder der Fahrer hat keine Ahnung gehabt wie er seinen Tempomat bedienen muss ??? Sehr komische Sache.
Ich verstehe das hier nicht. Ein Kollege hat einen Megane CC und da muss man die Chipkarte nirgends reinstecken. Die muss nur in Reichweite sein, dann kann man das Auto starten (Mit einem Knopf). Man kann sie zwar in einen Slot stecken, aber im Normalfall braucht man den nicht. Außerdem hat ja bremsen doch geholfen, oder erst nach dem Herausziehen der Karte ???
"Ich trat so fest, wie ich konnte, auf die Bremsen, und das Auto kam endlich zum Stehen." Nach Angaben der Polizei bei Clermont-Ferrand in Zentralfrankreich, gelang es ihm nach "vielen Versuchen" die Chipkarte herauszuziehen. Daraufhin habe das Auto allmählich an Geschwindigkeit verloren und sei 20 Kilometer vor einer Mautstelle endlich zum Stehen gekommen.
ghostadmin
06.10.2004, 10:04
Original geschrieben von PuckPoltergeist
Gegenfrage, würdest du in ein Flugzeug einsteigen? Dort ist das nämlich schon Alltag. Oder glaubst du, daß die Kisten immer noch per Seilzug bedient werden?
Die Teile in einem Flugzeug werden sicherlich um ein vielfaches teurer sein, wenn dies bei einem Auto höhere Kosten verursachen sollte sehe ich keine Grund so etwas zu verbauen
ghostadmin
06.10.2004, 10:07
Original geschrieben von Reisi
Eben, Hab da noch so eine Aussage von einem Bekante im Hinterkopf, dass ein neuer Satz Bremsbeläge ungefähr 3 Vollbremsungen von 180 auf 0 aushalten, danach sind die weg. Ob das jetzt gnau stimmt, weis ich nun auch nicht.
Aber mal so gesagt, bezweifle ich, dass der Fahrer überhaupt versucht hat eine Vollbremsung hinzulegen, denn normalerweise wird da ausgekuppelt, so dass der Motor eben nicht mitgebremst werden muss. Es kann natürlich sein das dass dafür verantwortliche System auch ausgefallen ist, allerdings ist das ein Sicherheitsrelevantes System und sollte meiner Meinung nach nichts mit dem Tempomat zu tun haben
Wenn ausgekuppelt werden würde dann wäre auch die Belastung der Bremsen höher weil der Motor nicht mehr mitbremst
und von 3 Vollbremsungen gehen noch keine Bremsen kaputt, selbst wenn man 1 Std. permanent bremst dürften die Beläge nicht vollständig runter sein
Die ganze Story ist viel zu ungenau von der Presse wiedergegeben und vermutlich wird man es nie genauer mitbekommen. Hauptsache man hat wieder ne Schlagzeile
Original geschrieben von ghostadmin
Die ganze Story ist viel zu ungenau von der Presse wiedergegeben und vermutlich wird man es nie genauer mitbekommen. Hauptsache man hat wieder ne Schlagzeile
Jepp. Ich bin auch etwas skeptisch, was den Wahrheitsgehalt dieser Story angeht. Klingt für mich son bisschen nach. "Wir schüren mal wieder die Technikangst."
Und so, wie der werte Fahrer zitiert wird, hab ich nciht den Eindruck, dass das einer ist, der sich denkt:"Hm, wenn ich jetzt vollbremse, dann nutzen sich die Bremsen mit der Geschwindigkeit x ab, Bremszeit gegen die Motorkraft sind y s. Unter Berücksichtigung der Bremsleistungsverringerung durch erwärmung... *grübel*..." Eure Überlegungen, ob es technisch geht, einen Vel Satuis gegen den Motor abzubremsen, sidn sicher nicht der Grund, dass der Wagen nciht zum stehen gekommen ist.
Der is einfach nicht draufgelatscht. Schlisslich hats am Ende ja geklappt, sagt er selber. Kann mir keiner erzählen, dass der das schon vorher versucht hat....
Ansonsten sind die risiken beim Umstieg auf elektronische Systeme natürlich schon zu bedenken, keine Frage. Aber das heir ist meines erachtens kein wirklich technisches Problem. Solche Berichte gabs schon in den 80ern in den USA (über ne Frau, die mit ihrem Audi durch die Garagenwand gefahren wurde) und es waren Bedienungsfehler. Keine Frage, auch die muss man möglichst ausschliessen, aber den Geist in der MAschine gibts nicht.
Genau das denke ich auch. Irgendwo fehlt da ein größeres Stück Wahrheit. Wer es "vergessen" hat ist dabei unklar.
Shearer
ghostadmin
06.10.2004, 10:57
It was like a scene from the film Speed – a car with a mind of its own racing along a motorway.
A motorist in France claims that is what happened to him when his cruise control got stuck at 120 mph, forcing police to help clear a route for his crazy ride along a busy motorway.
Hicham Dequiedt said he was overtaking a truck when his Renault Vel Satis started to accelerate with a life of its own. He could not cut the ignition, he said, because his car has a magnetic card instead of a key.
“It was impossible to slow down! Stamping on the brakes proved pointless, nothing worked. I avoided one car after another by flashing my lights at them,” the 29-year-old said.
Dequiedt managed, however, to alert police on his mobile phone. Messages warning other motorists of the danger were flashed up on screens that straddle the motorway and over a traffic radio station.
Finally, as he was bearing down on a toll booth, Dequiedt said he managed to bring the car to a halt – having raced down 125 miles of motorway between Vierzon and Riom in central France.
“I stomped on the brakes as hard as I could and the car finally stopped,” he told newspaper La Parisien.
Renault boss Louis Schweitzer was sceptical: ”As it is described, this incident surprises me and seems very improbable.”
When magazine Auto Express tested the luxury car it warned: “Look out for electrical niggles …. Numerous faults can arise here, so check the climate and cruise control systems.”
Original geschrieben von intel_hasser
Zu den 3 Vollbremsungen von 180: Tja, wenn der Motor mitzieht...
Bei AMS-TV gab es als Sicherheitstipp mal einen Rat für exakt solch eine Situation. Damals ging es allerdings um Diesel mit Automatik, das Problem war ein anderes, die Wirkung die gleiche, die Karre gab weiter Vollgas. Laut Christian Danner soll es problemlos möglich sein einen Wagen auch bei Vollgas zu stoppen wenn man dies nicht per Vollbremsung, sondern relativ langsam tut, die Bremsen eines jeden Wagens müssten seiner Motorleistung überlegen sein (darum muss man die Bremsen ja auch wechseln wenn man seinem Golf mal locker 100PS mehr verpasst etc. pp) und auch die Beläge/Scheiben würden, sofern man nicht ne halbe Stunde lang bremst, nicht kaputt gehen.
Der Vergleich mit den Serpentinen hinkt da insofern dass die Bremsen dort nicht sonderlich stark, aber dafür über einen sehr langen Zeitraum belastet werden, DAS lässt sie überhitzen. Normalerweise brems ich bergab dann halt mit der Motorbremse, das klappt bei vollem Schub des Motors nicht ganz ;)
Chatt (der wo aber natürlich von einer funktionierenden Bremse redet, die hier ja nicht zur Verfügung stand)
naja sowas kann auch ohne tempomat passieren.
als ich zivi war fuhr ich mit nem ollen ford ka durch die gegend, der irgendwann auch keinen leerlauf mehr kannte (sehr lustig an der ampel zu stehen und der motor aufjault, wenn man die kupplung tritt, hab se dann im ersten gang immer schleigfen lassen damit der motor runterkommt) in der werkstatt ham se dann den kabelbaum getauscht und schwups alles war wieder in ordnung.
das alles gibt mir wieder einen grund mehr auf handschaltung zu setzen, da hat man einfach mehr kontrolle.
Hi,
Renaul Deutschland:
Nach Aussage von Martin Zimmermann von Renault Deutschland wird der Vorgang gegenwärtig untersucht. Doch die Schilderung wird als unrealistisch eingeschätzt, denn das Auto könne man jederzeit bei Unregelmäßigkeiten mit dem Tempomaten durch die hydraulische Bremse zum Stehen bringen. Zudem sei durch das Einlegen der "Null-Stellung" beim Automatik-Getriebe ein Ausrollen möglich.
Greetz
neax :)
soulmanager@W:E
10.10.2004, 12:54
Münchhausen am Steuer? (http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,322376,00.html)
sm
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