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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Die Familie haftet (Pflegegeld, Schulden etc.)


Crashman
20.07.2005, 14:54
Moin!

Ich hab vorhin mit einem Kumpel gesprochen und fand es erstaunlich, was er so zu erzählen hatte. Z.B. das meine Eltern mit ihrem Kapital haften müssen, wenn ich finanziell "in die Scheisse greife".
Ich finde das Thema ganz interessant. Vielleicht könnt ihr aus euren Erfahrungen zutragen, in welchen Situationen Familienmitglieder gegenseitig haften, bzw. zahlen müssen (Pflegefälle etc.).

MfG

Cephei
20.07.2005, 21:10
Bevor du Sozialhilfe bekommst, werden erstmal deine Eltern soweit wie möglich zur Kasse gebeten. Soweit ich weiß, müssten die zur Not auch mit ihrem Vermögen (zB Hauseigentum) haften. Bin mir da aber nicht sicher.

tporyk
21.07.2005, 12:27
ja, so ist es.

Wenn du also eine schöne Familie großgezogen hast, ein Haus soeben gekauft hast und 2 Kinder und das 3. Unterwegs ist, du und deine Frau nen Job haben, im Garten das Umkraut gejätet ist und ihr zu mittag unter dem gelben Sonnenschirm grillt kann es sein, dass ein Mensch vorbeikommt, euch sagt, dass deine Großmutter nun auf einen Aufenthalt in einem Pfelegheim angewiesen ist, dann wars das mit dem Familienleben.
Wirst bis zum Sozialhilfesatz gefendet. Kindergeld bekomste denn zwar auch "noch", aber richtig leben ist das dann nicht mehr.

Das ist ja auch ein Grund, warum die aktive Sterbehilfe erlaubt werden soll, denn es gibt viele Eltern (ich wäre sicherlich auch so) die ihre Kindern nicht jahrelang in den Ruin treiben möchten.
Das ist auch ein Grund, warum meine Eltern ein Haus haben. Wenn mal was passiert, dass wir Kinder dann nicht einen Teil, u.U. unser ganzes Leben ruiniert bekommen.

röwe

GSachse
21.07.2005, 14:45
aus diesem Posting (http://www.planet3dnow.de/vbulletin/showpost.php?p=2319750)

ja, so ist es.

Wenn du also eine schöne Familie großgezogen hast, ein Haus soeben gekauft hast und 2 Kinder und das 3. Unterwegs ist, du und deine Frau nen Job haben, im Garten das Umkraut gejätet ist und ihr zu mittag unter dem gelben Sonnenschirm grillt kann es sein, dass ein Mensch vorbeikommt, euch sagt, dass deine Großmutter nun auf einen Aufenthalt in einem Pfelegheim angewiesen ist, dann wars das mit dem Familienleben.
Wirst bis zum Sozialhilfesatz gefendet. Kindergeld bekomste denn zwar auch "noch", aber richtig leben ist das dann nicht mehr.

Das ist ja auch ein Grund, warum die aktive Sterbehilfe erlaubt werden soll, denn es gibt viele Eltern (ich wäre sicherlich auch so) die ihre Kindern nicht jahrelang in den Ruin treiben möchten.
Das ist auch ein Grund, warum meine Eltern ein Haus haben. Wenn mal was passiert, dass wir Kinder dann nicht einen Teil, u.U. unser ganzes Leben ruiniert bekommen.

röwe

sonst nach alles i.o. in deinem kopf??
sind zu teuer also weg??

also gibt schon gründe für sterbehilfe aber das ist mehr als lächerlich..


auch wie das gesetz..
in diesem land lohnt sich arbeiten bald wirklich nicht mehr..

Bitspyer
21.07.2005, 14:49
Meines Wissens gab es doch erst letztens eine Richterentscheidung, nachdem nicht mehr "bis aufs letzte Hemd" gepfändet werden darf, wenn die Eltern pflegebedürftig werden. Vor allem ist selbstgenutztes Wohneigentum eigentlich Tabu (wird zB. auch bei Hartz IV nicht angefasst!).

Crashman
21.07.2005, 14:52
Wofür zahlt eigentlich die Pflegeversicherung?

Ich finde das insgesamt schon ziemlich heftig und das Wort "Sozialstaat" ist da schon weit hergeholt...

MfG

GSachse
21.07.2005, 15:03
aus diesem Posting (http://www.planet3dnow.de/vbulletin/showpost.php?p=2319984)

Wofür zahlt eigentlich die Pflegeversicherung?

Ich finde das insgesamt schon ziemlich heftig und das Wort "Sozialstaat" ist da schon weit hergeholt...

MfG

weil der staat nicht ne s-klasse als 2. wagen bezahlt??

sicher alles nicht optimal aber ich glaube deutschland dürfte mit eines der besten sozialsysteme haben..

die leute hier sind z.t. echt zu verwöhnt..

Crashman
21.07.2005, 15:13
Was heisst "echt verwöhnt"? Wenn ein Elternteil jetzt zu einem Pflegefall werden würde, wäre ich für die nächsten Jahrzehnte praktisch ruiniert.

Das hat nichts damit zu tun, dass ich nicht zahlen will. Aber ich habe ja auch ein eigenes Leben. Und ich dachte, dass es genau das ist, wofür eine Solidargemeinschaft existiert.

MfG

DCTH
21.07.2005, 15:22
aus diesem Posting (http://www.planet3dnow.de/vbulletin/showpost.php?p=2319976)

sonst nach alles i.o. in deinem kopf??
sind zu teuer also weg??

also gibt schon gründe für sterbehilfe aber das ist mehr als lächerlich..


auch wie das gesetz..
in diesem land lohnt sich arbeiten bald wirklich nicht mehr..

Haste wohl falsch verstanden: Wenn der alte Mensch sterben WILL... u.a. um seine Söhne/Töchter/Enkel nicht in den Ruin zu treiben!
Verstanden? Der 'Pflegefall' möchte Sterben! Nicht die Erben wollen das er stirbt!

kRaZy
21.07.2005, 15:31
aus diesem Posting (http://www.planet3dnow.de/vbulletin/showpost.php?p=2320025)

Haste wohl falsch verstanden: Wenn der alte Mensch sterben WILL... u.a. um seine Söhne/Töchter/Enkel nicht in den Ruin zu treiben!
Verstanden? Der 'Pflegefall' möchte Sterben! Nicht die Erben wollen das er stirbt!


jemand der aus finanziellen gründen sterben WILL? gehts noch?

Crashman
21.07.2005, 15:35
Wenns soweit ist, dann sollte klar sein, dass irgendetwas falsch läuft.
Es ist doch gar nicht so schwer das nachzuvollziehen. Eltern wollen für ihre Kinder nur das Beste und wollen keinesfalls eine Belastung darstellen.

MfG

GSachse
21.07.2005, 15:38
aus diesem Posting (http://www.planet3dnow.de/vbulletin/showpost.php?p=2320025)

Haste wohl falsch verstanden: Wenn der alte Mensch sterben WILL... u.a. um seine Söhne/Töchter/Enkel nicht in den Ruin zu treiben!
Verstanden? Der 'Pflegefall' möchte Sterben! Nicht die Erben wollen das er stirbt!

??

ist es mit der gesellschaft schon so weit ? :]

algeron
21.07.2005, 15:41
aus diesem Posting (http://www.planet3dnow.de/vbulletin/showpost.php?p=2319980)

Meines Wissens gab es doch erst letztens eine Richterentscheidung, nachdem nicht mehr "bis aufs letzte Hemd" gepfändet werden darf, wenn die Eltern pflegebedürftig werden. Vor allem ist selbstgenutztes Wohneigentum eigentlich Tabu (wird zB. auch bei Hartz IV nicht angefasst!).

Siehe:
Bundesverfassungsgerichtsentscheidung: 1 BvR 1508/96 (http://www.bverfg.de/entscheidungen/rs20050607_1bvr150896.html)
Pressemitteilung: 07.06.05 (http://www.bundesverfassungsgericht.de/bverfg_cgi/pressemitteilungen/frames/bvg05-046)

Desti
21.07.2005, 16:20
aus diesem Posting (http://www.planet3dnow.de/vbulletin/showpost.php?p=2320036)

jemand der aus finanziellen gründen sterben WILL? gehts noch?


Du denkst von der falschen Seite.
Wenn jemand einen teuren Pflegeplatz braucht, wie geht es dem dann wohl?
Schau dich doch mal in so einem "Pflege"heim um, ich will da auf keinen Fall rein.

DCTH
21.07.2005, 16:22
ich hab hier keine eigene Meinung zum Ausdruck gebracht, sondern nur darauf hingewiesen, das Gsachse möglicherweise etwas falsch interpretiert hat und deswegen gleich ausfallend wird! ( Alles i.o. in deinem Kopf?)

p.s.: u.a. steht für 'unter anderem'

mannmannmann... hier traut man sich ja bald garnimmer wo was reinzuschreiben!

Redphil
21.07.2005, 16:33
Im Prinzip ist es auch eine Form von "Familienhaft" bei der Studienfinanzierung.
Die Eltern sind rechtlich verplichtet, ihren Kindern ein Studium zu finanzieren, etsprechend festgelegter Bedarfssätze. Wenn die Eltern zu sehr belastet werden, greift dann das Bafög.

Zum Thema Sterbehilfe: Geldbedenken können/dürfen hierfür kein Kriterium sein/werden.

Crashman
21.07.2005, 16:33
Ich möchte hier keine Diskussion über Sterbehilfe und auch keinen Streit zwischen einzelnen Schreiberlingen.

Mich haben diese Regelungen erstaunt. Ich war bisher der Meinung, dass es für Pflegefälle eine Pflegeversicherung gibt und der Sozialstaat für solche Fälle aufkommt.

Wenn ich zu einem Pflegefall werden würde, würde ich es auf keinem Fall meinen Kindern aufbürden wollen, auf ihr eigenes Leben zu verzichten um mir das Pflegeheim bezahlen zu können.

MfG

kRaZy
21.07.2005, 20:45
aus diesem Posting (http://www.planet3dnow.de/vbulletin/showpost.php?p=2320091)

Du denkst von der falschen Seite.
Wenn jemand einen teuren Pflegeplatz braucht, wie geht es dem dann wohl?
Schau dich doch mal in so einem "Pflege"heim um, ich will da auf keinen Fall rein.


rein zufällig arbeite ich im krankenhaus und wohne direkt neben nem demenzheim. wenn man da erst einmal rein muss kann man es sich auch nicht mehr aussuchen aber dennoch haben die leute auch ihre guten tage. ich würde nicht so leichtfertig über andere leben urteilen. falls du da nicht rein willst kannste dich ja mit 60 gegen ne wand fahren. (sorry ist fies ausgedrückt)

tporyk
21.07.2005, 21:41
Nunja, ich sehe das anders mit dem steren wollen aus finanzieller Sicht.

Wenn du Kinder hättest, was wünschst du ihnen, nachdem du sie nach deinen Wünschen erzogrn hast? Genau, Freiheit, ein eigenes Leben, in gewisser Weise Spaß und Freude am Leben.

Nun kommst du aber in ein Heim, sodass dein Kind (bei einem isses dann ganz extrem) für dich aufkommen muss. So ein Pflegeplatz kostet locker mal 1800€/Monat. Wenn deine Kinder im Lotto gewonnen haben, ok, gerne.

Aber wenn nicht. sind die o.g. Kriterien nicht mehr erfüllt.
Es heisst nicht umsonst bei Unglücken: "Zu erst Frauen und Kinder"
Und hier sind es eben die Kinder, die "leben" sollen.

Ich würde mich womöglich umbringen als alter Mensch, wenn ich weiß, wie es meinen Kindern duch mich geht.
Denn ich will, dass es meinen Kindern mindestens genausogut geht wie mir. Und mir geht es gut.
röwe

Cephei
21.07.2005, 22:23
da schließe ich mich an und ich verstehe nicht, wo euer problem liegt? seid ihr so egoistisch, dass eure kinder alles aufgeben sollen, wofür sie ein leben lang gearbeitet haben, um dem elternteil etwas zu finanzieren, was es möglicherweise nicht mal mehr "genießen" kann?
also da würd ich auch eher sterben wollen...

der_Schmutzige
21.07.2005, 22:31
aus diesem Posting (http://www.planet3dnow.de/vbulletin/showpost.php?p=2320605)

Ich würde mich womöglich umbringen als alter Mensch, wenn ich weiß, wie es meinen Kindern duch mich geht.
Denn ich will, dass es meinen Kindern mindestens genausogut geht wie mir. Und mir geht es gut.
röwe


"Gut gehen" hat bei Dir irgendwie immer nur etwas mit Geld zu tun.Lies nochmal Redphils letzten Satz. Trauriger Thread hier. :-[
Man, ein Kllege hat eine Frau aus Thailand... da gehören die Alten zur Familie... nix mit Heim! Und die haben weniger als wir. Da arbeitet von der 9-köpfigen Familie nur einer und der ernährt sia halt alle irgendwie. Und das schlimme: Diese Leute sind fröhlich.
Wenn meine Eltern mal Suizidbedenken zugunsten meiner Finanzlage hätten, das wäre ein Armutszeugnis auch für mich.

GSachse
21.07.2005, 22:57
aus diesem Posting (http://www.planet3dnow.de/vbulletin/showpost.php?p=2320660)

da schließe ich mich an und ich verstehe nicht, wo euer problem liegt? seid ihr so egoistisch, dass eure kinder alles aufgeben sollen, wofür sie ein leben lang gearbeitet haben, um dem elternteil etwas zu finanzieren, was es möglicherweise nicht mal mehr "genießen" kann?
also da würd ich auch eher sterben wollen...

also wenn sich ein elternteil umbringen würde damit es mir finanziell besser geht würde ich das im leben nie verkraften..

k.a. in welchem assoziallen umfeld manche aufgewachsen sind das das geld mehr wert ist als ein leben..
und um mehr geht es hier nicht..
wir reden gott verdammt nochmal über geld..

DS_BoneDaddy
21.07.2005, 23:17
aus diesem Posting (http://www.planet3dnow.de/vbulletin/showpost.php?p=2319976)
in diesem land lohnt sich arbeiten bald wirklich nicht mehr..


Richtig erkannt, Genosse... ;D

Wird Zeit für eine Partei, die endlich mal wieder richtig draufhaut und durchgreift. Wir müssen langsam aber sicher die Ärmel hochkrempel und mal aufräumen - auch wenn jeder Abstriche machen müsste.


Habe den Text da oben nur mal überflogen - aber so ganz richtig ist das auch nicht oder?
Wenn ALG II beantragt wird, muss man ja wohl mit Umstellungen im Leben rechnen?! Soziale Kälte? Kündigungsschutz, Anti-Diskreminierung, Sozialhilfe, Gesetzliche Krankenkasse usw. ...

Was bitte, stellen sich die beiden vor? Dem Staat auf der Tasche hocken, dann noch Barbiepuppe und DVDs sammeln? Eine große Wohnung auf Kosten des Staates bezahlt bekommen? Irgendwo muss mal Feierabend sein! 8-(

Crashman
21.07.2005, 23:27
"Gut gehen" hat bei Dir irgendwie immer nur etwas mit Geld zu tun."

In unserem Land, in unserer Gesellschaft definiert sich "gut gehen" nunmal zu großen Anteilen durch Geld. Natürlich braucht man Familie, Liebe, Freunde und vieles mehr um Glücklich zu sein, um gut zu leben. Aber man braucht auch Geld.

MfG

Redphil
21.07.2005, 23:39
aus diesem Posting (http://www.planet3dnow.de/vbulletin/showpost.php?p=2320753)
Aber man braucht auch Geld.


Nö. Nur die Produkte, die man sich momentan noch mit Geld erkauft. *suspect*


Was bitte, stellen sich die beiden vor? Dem Staat auf der Tasche hocken, dann noch Barbiepuppe und DVDs sammeln? Eine große Wohnung auf Kosten des Staates bezahlt bekommen? Irgendwo muss mal Feierabend sein!


Du hättest den Text vielleicht etwas genauer lesen sollen. ;) Die Frau hat gearbeitet, sogar eine überhöhte Steuerklasse gehabt, der Mann hatte seinen Job auch gewissenshaft erledigt, bis zur Kündigung aus Einspargründen.
Und finanziell haben die wohl keine großen Sprünge gemacht, paar DVD's sind schnell zusammen.
Ist die Frage, ob das Motiv für den Suizid wirklich Angst vor "sozialer Kälte" war, vor dem Verlust dessen, was diese Leute als Wichtig empfanden.
Vielleicht der Auslöser, aber die wirklichen Gründe werden wohl tiefer liegen.

Desti
22.07.2005, 01:25
aus diesem Posting (http://www.planet3dnow.de/vbulletin/showpost.php?p=2320505)

rein zufällig arbeite ich im krankenhaus und wohne direkt neben nem demenzheim. wenn man da erst einmal rein muss kann man es sich auch nicht mehr aussuchen aber dennoch haben die leute auch ihre guten tage. ich würde nicht so leichtfertig über andere leben urteilen. falls du da nicht rein willst kannste dich ja mit 60 gegen ne wand fahren. (sorry ist fies ausgedrückt)


Solange ich noch Auto fahren kann, brauche ich keinen Pflegeplatz. ;D

Mogul
22.07.2005, 07:27
Das ist ja auch ein Grund, warum die aktive Sterbehilfe erlaubt werden soll, denn es gibt viele Eltern (ich wäre sicherlich auch so) die ihre Kindern nicht jahrelang in den Ruin treiben möchten.
Das ist auch ein Grund, warum meine Eltern ein Haus haben. Wenn mal was passiert, dass wir Kinder dann nicht einen Teil, u.U. unser ganzes Leben ruiniert bekommen.


Als Kind ein paar Hundertausend Euro kosten und als Erwachsener die lieben eltern am besten per aktiver Sterbehilfe ins Grab befördern.

Sorry, aber 20 Jahre oder so aus der Tasche der Eltern leben und kaum in der Lage sein die neuen Unterhosen zu bezahlen und dann darüber beschweren das sich der Vater 3 Jahre lang am Rande des Todes im eigenen vielleicht vorhandenem Haus befindet?
Du redest woanders hoffentlich nicht von sozialer Gerechtigkeit. Deine eltern möcht ich nicht sein denn Du würdest scheinbar lieber in Ruhe mit viel Geld leben als Deinen eltern etwas zurückzugeben.

In anderen Ländern ist es absolut und völlig selbstverständlich das Eltern bei den Kindern sterben. Solche Diskussionen gibts lustigerweise nur in der "reichen, gebildeten neuen Welt".

Im übrigen würde die aktive erlaubte Sterbehilfe bei solchen Kommenetaren sicher dazu führen das einige Eltern eher versterben als andere. "Was? Nee, mein Vater wollte schon immer sterben, ganz bestimmt. Die Medikamente hab ich auf seienn Wunsch besorgt".

moosmutz
22.07.2005, 08:04
aus diesem Posting (http://www.planet3dnow.de/vbulletin/showpost.php?p=2320605)
Nun kommst du aber in ein Heim, sodass dein Kind (bei einem isses dann ganz extrem) für dich aufkommen muss. So ein Pflegeplatz kostet locker mal 1800€/Monat. Wenn deine Kinder im Lotto gewonnen haben, ok, gerne.


Wo haben die Leute immer diese Zahlen her...
Nehmen wir einmal an, ein Pflegeplatz koste 1800 EUR.
1. Braucht man für die meisten Pflegeheime eine Pflegestufe, um dort überhaupt aufgenommen zu werden.
2. Zahlt die Krankenkasse (bei vorhandener Pflegestufe) einen beachtlichen Anteil davon. Hier mal angenommen 1200 EUR.
3. Wird zuerst der Pflegebedürftige herangezogen, z.B. wird die Rente zur Kostendeckung verwendet. Nehmen wir an, die betroffene Person hat nicht viel gearbeitet im Leben und bekommt 450 EUR Rente. Von dieser wird ein vorgeschriebenes Taschengeld von 80 EUR abgezogen, das dem Pflegebedürftigen gesetzlich zusteht.

Bleiben übrig? Na? 230 EUR. Und DIE müssen dann - sofern sie es können - von den nächstgelegenen Verwandten geschultert werden. Diese Zahlen orientieren sich übrigens nah an der Realität...nur nebenbei.


Schau dich doch mal in so einem "Pflege"heim um, ich will da auf keinen Fall rein.

Eine einfache Frage: In wievielen Heimen warst du schon? Ich war in letzter Zeit aus privaten Gründen in mehreren und besonders positiv überrascht. Freundlich und wohnlich eingerichtet. Meist haben die Einwohner eigene Wohnungen innerhalb des Heimes, viele Ehepaare wohnen sogar dort noch zusammen. Wer nicht mehr alleine zurechtkommt und Hilfe braucht, ist dort sehr gut aufgehoben.

Campari
22.07.2005, 08:10
aus diesem Posting (http://www.planet3dnow.de/vbulletin/showpost.php?p=2319980)

Meines Wissens gab es doch erst letztens eine Richterentscheidung, nachdem nicht mehr "bis aufs letzte Hemd" gepfändet werden darf, wenn die Eltern pflegebedürftig werden. Vor allem ist selbstgenutztes Wohneigentum eigentlich Tabu (wird zB. auch bei Hartz IV nicht angefasst!).


Richtig! :)

Crashman
22.07.2005, 09:09
Nunja, ein Beispiel auf das ich mich beziehe, kostet 3100€ pro Monat.

Und stelle dir vor, soetwas ist nicht nur für einen kurzen Zeitraum. Stelle dir vor, man muss das 10 oder 15 Jahre zahlen. Wie soll das gehen, wenn man gerade eine Familie aufgebaut hat?
Wieviel Geld steht einem mit Frau und Kind eigentlich zu? Da muss es ja Grenzen geben.

Und hört bitte auf von anderen Ländern zu erzählen. Wir sind kein anderes Land und keine andere Kultur. In anderen Ländern gibt es auch Selbstjustiz, Todesstrafe und von einer Krankenversicherung kann man dort träumen.

MfG

moosmutz
22.07.2005, 09:25
Sicher gibt es Freibeträge. Wie hoch die genau ausfallen, weiß ich nicht, ich kann aber mal als Beispiel die Rechnung auf meinem Bafög-Bescheid heranziehen:

Berechnungsgrundlage: meine Mutter, geschieden, getrennt lebend, macht einen Freibetrag von 960 EUR (für Verheiratete gilt ein Freibetrag von 1440 EUR).
Wenn aus der Differenz aus Nettoeinkommen und Freibetrag noch was übrig bleibt, so bleiben davon nochmal 50% unangetastet.
Bei einem angenommenen Nettoeinkommen von 1500 EUR sind lediglich 270 EUR anrechenbar.

Für die anfallenden Pflegekosten kommt sowieso die Krankenkasse auf. Als Angehöriger hat man höchstens die Wohnkosten des Heimplatzes zu bezahlen.

Redphil
22.07.2005, 09:34
aus diesem Posting (http://www.planet3dnow.de/vbulletin/showpost.php?p=2320944)
Eine einfache Frage: In wievielen Heimen warst du schon? Ich war in letzter Zeit aus privaten Gründen in mehreren und besonders positiv überrascht. Freundlich und wohnlich eingerichtet. Meist haben die Einwohner eigene Wohnungen innerhalb des Heimes, viele Ehepaare wohnen sogar dort noch zusammen. Wer nicht mehr alleine zurechtkommt und Hilfe braucht, ist dort sehr gut aufgehoben.


Ich habe einige wenige Seniorenheime auch schon von Innen gesehen, dabei gab es sehr große Unterschiede. Zw. Plattenbau mit winzigen Zimmerchen und engen Gängen, alles etwas heruntergekommen, und idyllisch in einen Park eingebetteten frisch sanierten Häusern schwankend.
Besonders sinnvoll sind imho "betreutes Wohnen" Anlagen, wo man eine normale Wohnung, seniorengerecht erbaut, hat, in einem Haus idR voll mit weiteren Senioren, und im Bedarfsfall sofort Unterstützung durch Pflegedienst etc. Dadurch, das es da normale Wohnungen sind, muss man sich auch nicht von liebgewordenem Möbiliar etc. verabschieden, man lebt weiter ein unabhängiges Leben, und wenn man nicht mehr kann, hilft einem eben der Pflegedienst weiter.
Pflegeheime haben imho etwas das Problem, das es eben immer Heime bleiben, die Menschen aus ihrem Umfeld gerissen werden. Im Frühjahr gab es eine Spiegelausgabe mit einem Leitartikel zum Thema "Pflege-Notstand in Deutschland", mit dem Untertitel "Wohin mit Oma?", wo anhand konkreter Beispiele die möglichen Auswirkungen geschildert wurden. Dort wurde auch deutlich, daß viele Menschen, wenn sie in Heime kommen, drastisch abbauen. Kein Wunder, wenn der Höhepunkt des Tages im gemeinsamen Mittagessen besteht, man kaum mehr rauskommt und fast nur Kontakt zu weiteren Senioren, vielleicht großteils schon ziemlich senil *suspect* hat. Wie gesagt, eine Seite von Pflegeheimen, ich habe aber den Eindruck, das dort im Moment ein positiver Wandel abläuft, sicher immer wieder bedroht durch diverse Sparmaßnahmen, Personalkürzungen etc. .

Auch die unterschiedlichen Pfegestufen wurden aufgelistet, Hauptproblem dabei ist, das für Pflege bei den Kindern diese relativ wenig Unterstützung bekommen, sich die Heimeinweisung geradezu "lohnend" darstellt.
Imho die positivste Form, wenn es den Kindern möglich ist, sich selbst um ihre Eltern zu kümmern, trotz der starken Belastung. Ich habe selber in meiner Familie den Fall, daß meine Oma wg. einer spontanen Krankheit auf eine gewisse Pflege angewiesen ist. Da meine Tante nur ein paar Straßen weiter wohnt und Krankenschwester ist, kann meine Oma in ihrer alten Wohnung weiterleben, wird von meiner Verwandschaft dort versorgt, wenn diese in Urlaub fährt, kommt eben ein Pflegedienst, oder Oma zu uns.
Trotz der Belastung habe ich den Eindruck, das dies im Momement die Variante ist, die alle am meisten zufriedenstellt, meine Oma lebt in ihrem gewohnten Umfeld, ihre Kinder/Schwiegerkinder wissen, daß sie in besten Händen ist, sich den Umständen entsprechend wohl fühlt, und die Enkel haben weiter intensiven Kontakt zu ihrer Oma.

Sry, daß es so lang wurde, ich habe gerade Zeit (Semesterferien stehen vor der Tür, die letzten Vorlesungen heute schenke ich mir ;D ) und die Sache liegt mir doch am Herzen. :)

moosmutz
22.07.2005, 09:46
@Rephil: da hat deine Oma aber wirklich Glück, dass jemand aus der Familie sich Zeit nehmen kann, Respekt dabei an deine Tante, die die Zeit und Geduld für die Pflege aufbringt. Bei uns ist die Mutter meines Stiefvaters erkrankt, leidet wahrscheinlich an einer Altersdemenz und braucht dementsprechend eigentlich jeden Tag jemanden, der sich um sie kümmert. Leider lässt die Arbeitssituation der Angehörigen keinen Spielraum für private Pflege, eine Heimunterbringung wäre also angebracht und ist erforderlich, da meine Stiefoma leider vieles einfach nicht mehr kann.

Betreutes Wohnen hat zwar Vorteile, was die soziale Kontaktpflege anbelangt, jedoch braucht man für soetwas ein hohes Maß an Selbstständigkeit, da "Betreutes Wohnen" oft heißt: Normales Wohnen, Arzt und weitere Einrichtungen meist gleich im Haus. Nimmt man diese Leistungen mal in Anspruch, zahlt man dies erstmal privat.

Redphil
22.07.2005, 09:46
Weil mancher damit nicht aufhört, einige Zahlen aus diesem (http://de.wikipedia.org/wiki/Pflegestufe) wiki-Eintrag:

Leistungen bei häuslicher Pflege

Zur Zeit entscheiden sich etwa zwei Drittel der mehr als zwei Millionen Pflegebedürftigen für die häusliche Pflege.

* Sachleistungen
Pflegebedürftige können Sachleistungen von ambulanten Pflegediensten bis zu einem Betrag von monatlich 384,00 € (Stufe I), 921,00 (Stufe II) bzw. 1432,00 € (Stufe III), in Härtefällen 1918,00 € in Anspruch nehmen. Die Pflegedienste rechnen direkt mit der Pflegekasse ab. Ein Härtefall liegt bei einem außergewöhnlich hohen Pflegeaufwand vor, z.B. im Endstadium einer Krebserkrankung.

* Geldleistungen
Alternativ werden für die ambulante Pflege durch selbstbeschaffte Pflegepersonen auch Geldleistungen gewährt. Das Pflegegeld beträgt in Stufe I 205 €, in Stufe II 410 € und in Stufe III 665 €. Eine Härtefallregelung gibt es bei Geldleistungen nicht.

* Kombination aus Sach-und Geldleistung
Eine weitere Möglichkeit ist die Kombinationsleistung, bei der Kosten für Pflegedienstleistungen abgerechnet werden und der nicht verbrauchte Anteil an der Höchstleistung als Geldleistung geltend gemacht wird.

* Verhinderungspflege/Kurzzeitpflege
Dabei werden im Bedarfsfall auch die Kosten für eine Ersatzpflegekraft (Verhinderungspflege durch eine Vertragspflegeeinrichtung bzw. Kurzzeitpflege stationär in einem Pflegeheim) bis zu 4 Wochen jährlich bis zu einem Betrag von 1.432,- €. Leistungsgründe können z.B. Urlaub der Pflegeperson oder eine kurzfristige Verschlechterung der Pflegebedürftigkeit sein.

* Pflegehilfsmittel und Maßnahmen zur Wohnumfeldverbesserung
Für zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel werden bis 31,- € monatlich übernommen. Technische Hilfsmittel können leihweise zur Verfügung gestellt oder zu 100% erstattet werden. Für die Verbesserung des Wohnumfeldes (z.B. Hebegeräte, Einbau eines behindertengerechten Bades) können bis zu 2.557,- € je Maßnahme bewilligt werden.

* Soziale Absicherung der Pflegeperson
Für ehrenamtliche Pflegepersonen werden für die Pflegeperson Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung und zur gesetzlichen Unfallversicherung übernommen.
[Bearbeiten]

Leistungen bei stationärer Pflege
Für die Unterbringung in einem Pflegeheim zahlt die Pflegekasse bei Stufe I 1023,00 €, bei Stufe II 1279,00 € und bei Stufe III 1432,00 € an das Heim. Härtefälle können bis zu 1688,00 € erhalten.


->es gibt also durchaus Unterstützung, wie im letzten Post angerissen mehr für stationäre Pflege. Das bis zu einer gewissen Schwelle auch die Kinder ihren Beitrag zur Pflege ihrer Eltern leisten, ist imho angemessen. Die Eltern haben die Kinder ja auch an die zwanzig Jahre "durchgefüttert", und schließlich geht es hier wirklich um die eigenen Eltern, nicht um irgendeine abstruse Abgabe.

Mogul
22.07.2005, 09:50
PS:

Interessant ist auch die Tatsache das hier jemand meinte er würdelieber selber gehen als den Kindern zur Last zu fallen.

Wie alt bist Du? 15??? Wenn Deine Eltern Dich nach 10 Jahren ins Heim gesteckt hätten weil Du zu teuer bist dann wäre für Dich alles gut gewesen weil Du ja nur das beste willst? Oder dürfen sowas nur die Kindern mit den Eltern machen weil ungekehrt ja ungerecht und soooo gemein wäre?
Naja, wenn Sie Dich gleich eingeschläfert häten wärs dann wohl besser gewesen immerhin fällst Du dann niemandem mehr zu Last.

*kopfklatsch*

moosmutz
22.07.2005, 09:54
Ein paar Gerichtsurteile zum Elternunterhalt sind

hier (http://www.jurathek.de/showcategory.php?session=1037857665&ID=65)

aufgelistet.

Bitspyer
22.07.2005, 10:01
Heute ist leider die Pflege von Angehörigen eine Ausnahme.... Wer wird denn heute noch mit Grosseltern gross?

Wer Eltern pflegt bzw. zu Hause aufnimmt, wird doch heut zu Tag nur mitleidig angeschaut. Vor einigen Jahren war das noch eine Selbstverständlichkeit.

So ähnlich ist es auch fast schon, wenn man Kinder hat. 2 Kinder sind ja grad noch OK, aber sobald man 3 oder 4 hat, gilt man fast schon als aszozial.

Crashman
22.07.2005, 10:03
Solange es sich nur um ein 300-500€ handelt, wird das sicher irgendwie gehen (obwohl ich mir dann keine Wohnung mehr bezahlen könnte). Wenn ich allerdings bis zum Sozialhilfesatz ausgepumpt werde und dadurch das Leben meiner Familie ruiniert wird, dann bin ich doch in einer ziemlich beschissenen Situation.

Noch eine Frage:
Warum gibt es für ambulante Pflege mehr Zuschüsse als für stationäre, obwohl die stationäre vom Aufwand und den Kosten her wahrscheinlich wesentlich teurer ist?

Aber lasst und mal von dem Thema etwas wegkommen. Inwiefern haften eigentlich Eltern für ihre Kinder, wenn diese im erwachsenen Alter Schulden machen? Ich kann meine Kinder ja nicht daran hindern.

MfG

Cephei
22.07.2005, 10:17
aus diesem Posting (http://www.planet3dnow.de/vbulletin/showpost.php?p=2321030)

PS:

Interessant ist auch die Tatsache das hier jemand meinte er würdelieber selber gehen als den Kindern zur Last zu fallen.

Wie alt bist Du? 15??? Wenn Deine Eltern Dich nach 10 Jahren ins Heim gesteckt hätten weil Du zu teuer bist dann wäre für Dich alles gut gewesen weil Du ja nur das beste willst? Oder dürfen sowas nur die Kindern mit den Eltern machen weil ungekehrt ja ungerecht und soooo gemein wäre?
Naja, wenn Sie Dich gleich eingeschläfert häten wärs dann wohl besser gewesen immerhin fällst Du dann niemandem mehr zu Last.

*kopfklatsch*


Ich bin 21 und lebe seit 2 Jahren in einer eigenen Wohnung. Ich bin zu Hause ausgezogen, weil es meinen Eltern finanziell nicht so gut geht. Ich kann keine großen Sprünge machen, aber es geht. Und was für mich das wichtigste ist, ich entlaste sie. Sie würden von mir niemals Geld annehmen, weil sie wissen, ich hab nicht viel. Deshalb fällt also "Miete an die Eltern zahlen" aus. Also bin ich ausgezogen. Ja, damit ich Ihnen nicht zur Last falle. Entschuldige, aber ich möchte halt nicht, dass es meinen Liebsten wegen mir "schlechter geht". Und es definiert sich nunmal vieles über Geld. Das eigene Haus, an dem mein Dad Tag und Nacht werkelt, um die Kosten für die Handwerker zu sparen - neben seiner eigentlichen Arbeit. Bei meinen Eltern wird ständig der Lohn gekürzt und sie haben nen ordentlichen Kredit abzuzahlen. Da fallen 2 Esser mehr oder weniger schon ins Gewicht.
Meine Schwiegereltern verdienen zwar beide, sind aber beide privat insolvent. Mein Freund bekommt kein Bafög, weil die beiden zu viel verdienen, aber wegen der Insolvenz trotzdem nichts abgeben können. Aber wen interessiert das schon.
Ich würde meinen Eltern liebend gern etwas abgeben, und wenn ich es mir vom Mund absparen müsste. Aber sie nehmen es nicht. Und ich würde es auch nicht nehmen wollen, wenn es meine Kinder sind, die das Geld NICHT ÜBRIG haben. Die eh schon finanziell knapp dran sind.
Ihr geht immer irgendwie davon aus, dass ihr später das Geld habt, um mal eben 300 Euro an was-weiß-ich zu zahlen. Wenn ich das Geld habe, werde ich das natürlich auch für meine Eltern ausgeben und auch noch mehr, wenn es sein muss.
Aber wenn meine Kinder das Geld eben nicht haben, zB weil sie sich vor 20 Jahren, als alles noch besser war, ein Haus gekauft haben und mit xxx Euro im Monat den Kredit abzahlen. Ich für mich persönlich würe nicht wollen, dass sie wegen mir das Haus verkaufen müssen, um meinen Pflegeheimplatz zu zahlen, wo ich eh nicht hinwill.
Meine Uroma wohnt in einem Altenheim, wo mich keine 1000 Pferde reinbringen, wenn ich dort wohnen soll. Heimplätze sind hier in der Gegend verdammt knapp und vielleicht auch deshalb so teuer, ich weiß es nicht.
Versteht ihr, sie würden mich damit ja nicht glücklich machen. Deshalb würde ich auch nicht wollen, dass sie dafür aufgeben müssen, wofür sie die letzten 20 Jahre gearbeitet haben. Weil im Endeffekt keiner etwas davon hat.

Redphil
22.07.2005, 11:51
Mir basiert das zu sehr auf Hörensagen. Wo ist denn festgelegt, daß die Kinder bis zum Erreichen des Soz.hilfe-niveaus bezahlen müssen?
Halte ich so für kaum glaubwürdig.
Habe etwas im Netz gesucht, aber leider nichts dazu gefunden. Weiß jemand gesichert/hat Link dazu, wie sehr die Kinder belastet werden können?

Bitspyer
22.07.2005, 13:32
aus diesem Posting (http://www.planet3dnow.de/vbulletin/showpost.php?p=2321054)

Aber lasst und mal von dem Thema etwas wegkommen. Inwiefern haften eigentlich Eltern für ihre Kinder, wenn diese im erwachsenen Alter Schulden machen? Ich kann meine Kinder ja nicht daran hindern.

MfG


Wenn deine Erwachsenen Kinder Schulden machen, bist Du, soweit Du nicht den Blödsinn "Bürgschaft" unterschrieben hast, überhaupt nicht belangbar. D.h. kein Schuldner kann an Dich herantreten und von Dir verlangen, die Schulden zu begleichen. Andersrum genau so. Man kann sogar ein Erbe ausschlagen, wenn es zum größten Teil nur aus Schulden besteht.
Aber sobald man eine Bürgschaft unterschrieben hat, ist das für denjenigen, für den man bürgt, fast ein Freifahrtschein. Der macht Schulden, lebt in Saus und Braus, verduftet, tja, und dann ist man der Doofe, der alles bezahlen darf! DAHER: NIE! NIE! NIE! Niemals Bürgen! Nicht mal für die eigenen Kinder! (Wenn sie erwachsen sind und selbst haftbar. Klingt vielleicht doof, ist aber so! Kindern kann man auch anderst helfen, ohne Bürgschaft!)

Mastermind
22.07.2005, 19:57
aus diesem Posting (http://www.planet3dnow.de/vbulletin/showpost.php?p=2320932)

Als Kind ein paar Hundertausend Euro kosten und als Erwachsener die lieben eltern am besten per aktiver Sterbehilfe ins Grab befördern.

Sorry, aber 20 Jahre oder so aus der Tasche der Eltern leben und kaum in der Lage sein die neuen Unterhosen zu bezahlen und dann darüber beschweren das sich der Vater 3 Jahre lang am Rande des Todes im eigenen vielleicht vorhandenem Haus befindet?
Du redest woanders hoffentlich nicht von sozialer Gerechtigkeit. Deine eltern möcht ich nicht sein denn Du würdest scheinbar lieber in Ruhe mit viel Geld leben als Deinen eltern etwas zurückzugeben.


ich war ja schon drauf und drann nicht auf seite 2 zu gucken und genau das selbe zu tippen, aber das kann ich mir ja jetzt ersparen. also gibts einfach nur mal ein *unterschreib*

meine ma unterstützt mich auch finanziell und obwohl sie gut verdient, kann sie es sich eigtl. nicht leisten (tja, aber das gehört hier nicht hin!) und das weiß ich auch :] es ist mir häufig unangenehm geld anzunehmen da ich die situation kenne aber sie sagt nur, dafür ist eine mutter nunmal da... und wenn sich die situation irgendwann mal dreht, dann kann ich sagen, dafür ist dein sohn nunmal da... würde sich meine mutter "die kugel" geben nur um mich nicht finaziell zu belasten, würde ich mich direkt daneben legen...

sorry, aber mehr als ein pfui fällt mir zu manchen kommentaren nicht mehr ein... schämen solltet ihr euch, es geht immer irgendwie weiter, immer :o

-scallywag-
23.07.2005, 14:55
Man, wie krankhaft intolerant hier doch so macher ist. :]

Ich kann die Leute hier gut verstehen die sagen das sie lieber selber gehen, bevor die Kinder für einen aufkommen müssen. Was ist daran verwerflich?

Der Staat und die kapitalistischen Pflegedienste sacken sich das ganze Geld ein und du guckst nur dumm zu. Da würd ich auch lieber sterben wollen, als für 2000€ im Monat von son Pfleger von der einen Seite auf die andere gelegt zu werden. Die Typen sind sogar noch absolut unterbezahlt und müssen üerstunden kloppen ohne Ende. Und das nur weil sich andere die Kohle einsacken. Anders ist es nicht, oder kann mir mal jemand erklären was so teuer an all dem ist? Ich habe das selber miterleben müssen, wie man da abgezockt wird.

Fakt ist: Bist du alt, bist du wertlos. Und genau deswegen hoffe ich das ich an einen Herzinfarkt oder einer anderen Krankheit schnellstmöglich zu Grunde gehe, oder halt bis zum Ende durchhalte. Egal wie alt ich bin.
Mich interssiert es nicht ob ich mit 40 oder mit 80 sterbe. Ich bin dann tot und bekomme folglich nix mehr mit.

Sollte ich mal Kinder haben und denen irgendwas hinterlassen, dann möchte ich das diese auch was davon haben. Und selbst wenn nicht, dann sollten diese doch nicht von ihrer eigenen Kohle für mich aufkommen. :]

Mogul
25.07.2005, 09:52
Hier unterstelle ich mal: Keine Ahnung vom Leben und keine Freunde oder Freude am Leben.

Ich möchte mal den Vater erlebeben (oder die Mutter) die sagt: Klar, ich bring mich um. Ist mir doch scheißegal ob ich meine Enkelkinder nochmal seehe oder ob meinen Kindern das vielleicht nahe geht.

Ach ja, ne Beerdigung kostet auch 5-10tsd Euro, dann solltet Ihr vorher noch 2 Jahre lang arbeiten um das Geld anzusparen und ja wirklich niemandem zur Last zu fallen.

Wie muß sich wohl die Mutter aus der Glotze vom WE fühlen?
Nen ein Euro Job weil die 21 jährige Tocher im Gym ist. Von diesem Job 120€ gespart um der Tochter nen Urlaub in Ungarn zu ermöglichen und jetzt schon sicher das sie dort wegzieht sobald die Tocxhter das Gym abgeschlossen hat. Sie möchte nur noch arbeiten und das nicht mit ein Euro Jobs.
Der sagt Ihr bitte: Mamma, ich verdiene jetzt 1800€ netto, das sind 1400 mehr als Du damals hattest. Aber ich möchte leben, hier sind Deine Pillen, ich begrab Dich auch ordentlich.

Regards

tporyk
25.07.2005, 10:27
@ moosmutz und Mogul:

Nein, solche Beispiele sind etwas anderes. Wobei...vll GENAU das sind die Guten.
Wenn sie nun arbeiten geht, dafür, dass ihre Tochter, die vll sogar mit viel Mühe das Gym schaffen will damit es ihr besser geht als ihrer mum , jeden € zusteckt, dann wird sie später vll sogar schneller sagen: "Es war damals ne sau harte Zeit. Das möchte ich dir ersparen. Tschüss"

Es geht nämlich wirklich um etliche Jahre in sio einem Pflegegheim...und ja...wer hat den schon eien Unfall oder Pflegeversicherung? Eine Unfallversicherung haben wir hier nicht. Ein Unfall - querschnittgelämt vll noch mit nem Jahr Koma und danach dann auch psychisch "bschädigt", und das bei beiden Eltern wäre wohl der Ruin. ja...

röwe

-scallywag-
25.07.2005, 16:28
aus diesem Posting (http://www.planet3dnow.de/vbulletin/showpost.php?p=2325072)

Hier unterstelle ich mal: Keine Ahnung vom Leben und keine Freunde oder Freude am Leben.

Ich möchte mal den Vater erlebeben (oder die Mutter) die sagt: Klar, ich bring mich um. Ist mir doch scheißegal ob ich meine Enkelkinder nochmal seehe oder ob meinen Kindern das vielleicht nahe geht.

Ach ja, ne Beerdigung kostet auch 5-10tsd Euro, dann solltet Ihr vorher noch 2 Jahre lang arbeiten um das Geld anzusparen und ja wirklich niemandem zur Last zu fallen.

Wie muß sich wohl die Mutter aus der Glotze vom WE fühlen?
Nen ein Euro Job weil die 21 jährige Tocher im Gym ist. Von diesem Job 120€ gespart um der Tochter nen Urlaub in Ungarn zu ermöglichen und jetzt schon sicher das sie dort wegzieht sobald die Tocxhter das Gym abgeschlossen hat. Sie möchte nur noch arbeiten und das nicht mit ein Euro Jobs.
Der sagt Ihr bitte: Mamma, ich verdiene jetzt 1800€ netto, das sind 1400 mehr als Du damals hattest. Aber ich möchte leben, hier sind Deine Pillen, ich begrab Dich auch ordentlich.

Regards


Au Backe. Du hast wohl gar nicht darüber nachgedacht was ich geschrieben habe.
Und unterstellen braucht du mir auch nix. Wenn du so optimistisch und mit geschlossenen Augen durch die Welt rennst, bitte, nur zu. Aber lass mich mit diesem Käse in Ruh.



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