Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Diskussionsthread zu Betriebssystem/Software
Hier könnt Ihr über das Betriebssystem und die Software für den neuen P3D-Server diskutieren.
Mailwurm
30.11.2005, 16:18
Wenn dann ein Linux auf Debian-Basis. Das APT-Paketsystem bewährt sich in der Fernwartung (SSH) deutlich besser als z.B. RPM.
simonismyname
30.11.2005, 16:21
Bei uns im Belwue (http://www.belwue.de/) (=großer ISP in BW; für alle öffentlichen Einrichtungen hier) wird auf Solaris und Debian gesetzt. Ich kenn noch ein paar Admins, z.B. vom DRK, Diakonie, Wohnheime und einer Numerikfirma, die setzen alle auf Debian (32Bit als auch 64Bit) auf ihren Servern. In der Numerikfirma auch die Desktops. Privat hab ich auch Debian auf mehreren Rechnern.
Deswegen schlag ich Debian vor :)
Gibt mMn keine bessere Linuxvariante für Server ;)
Mit Solaris hab ich zu wenig Erfahrung, um eine Meinung drüber zu haben.
Edit: Mist, ich tippe zu langsam... Ich wollte doch mal Erster sein ...
Möglich wäre auch eines der freien BSD-Derivate...
OpenBSD gilt als eines der sichersten Betriebssysteme überhaupt. http://www.openbsd.org/
Ansonsten ist Debian mit sicherheit keine flasche Wahl!
tomturbo
30.11.2005, 17:12
I vote for Gentoo ..
Habe alle Server bei mir ( immerhin 4 ) mit Gentoo laufen und eigentlich noch nie Probleme gehabt.
Die Doku auf den Webseiten und die Foren und Wiki's sind sehr gut.
Naja, ist halt Geschmacksache.
Immerhin kann man sich alles selbst konfigurieren und ggf. auch optimieren.
Ubuntu läuft bei mir auf AMD64 auch ganz gut. Der Community Gedanke ist dort ganz gut.
Sie sind schneller als Debian und haben aber den apt-get Vorteil.
-tom
SUSHI1976
30.11.2005, 17:21
Als Betriebssystem würde ich Windows Server 2003 vorschlagen;)
Sushi
Mit welchem Linux OS kommt denn der admin am besten klar? So viel nehmen sich die einzelnen Linux Distributions in der Leistung nicht. Dann sollte man noch auf eine gute Updatebarkeit achten und deswegen scheidet Suse schon mal aus. Aber sonst sehe ich da nicht das Problem und würde die Linux Distributions nehmen, die euch am besten gefällt. Oder eben BSD oder Solaris aber dazu kann ich nichts sagen.
PS: Bei welchem Hoster seid ihr? Ich finde 3000€/Jahr für einen Housingplatz schon ganz schön viel aber Qualität hat auch seinen Preis.
simonismyname
30.11.2005, 17:23
I vote for Gentoo ..
Habe alle Server bei mir ( immerhin 4 ) mit Gentoo laufen und eigentlich noch nie Probleme gehabt.
Ich kenne kein Produktivsystem (d.h. wo richtig Geld mit verdient wird), wo Gentoo drauf läuft...
Immerhin kann man sich alles selbst konfigurieren und ggf. auch optimieren.
Alles konfigurieren geht bei einem Debian auch. Optimieren ist unwichtig, bei nem Server zählen andere Dinge.
Ubuntu läuft bei mir auf AMD64 auch ganz gut. Der Community Gedanke ist dort ganz gut.
Sie sind schneller als Debian und haben aber den apt-get Vorteil.
Inwiefern soll die 64Bit Ubuntu Variante schneller als die 64Bit Debian Variante sein?
Ubuntu ist kaum bekannt und es gibt keine Langzeiterfahrungen...
Ich kenne kein Produktivsystem (d.h. wo richtig Geld mit verdient wird), wo Gentoo drauf läuft...
Ich schon ;D
Das liefert der Planet 3D now Server:
Server: Apache/1.3.33 (Unix) (Gentoo/Linux) mod_gzip/1.3.26.1a PHP/4.4.0 with Hardening-Patch..X-Powered-By: PHP/4.4.0 with Hardening-Patch
simonismyname
30.11.2005, 17:33
Ich schon ;D
Das liefert der Planet 3D now Server:
Server: Apache/1.3.33 (Unix) (Gentoo/Linux) mod_gzip/1.3.26.1a PHP/4.4.0 with Hardening-Patch..X-Powered-By: PHP/4.4.0 with Hardening-Patch
Mist *suspect* ;D
ich bin für debian
es ist einfach nur geil und die paketverwaltung mit apt ist spitze :)
tomturbo
30.11.2005, 17:39
Ich kenne kein Produktivsystem (d.h. wo richtig Geld mit verdient wird), wo Gentoo drauf läuft...
Ist das wichtig?
Alles konfigurieren geht bei einem Debian auch. Optimieren ist unwichtig, bei nem Server zählen andere Dinge.
Du hast sicher recht, aber bei sog. Binärdistributionen kommt es immer wieder zu leidigen library Inkompatibilitäten. Das vermeidet eine Source Distri. Optimieren ist bei begrenztem Budget wo nicht alles
durch Eisen erschlagbar ist durchaus ein Weg.
Inwiefern soll die 64Bit Ubuntu Variante schneller als die 64Bit Debian Variante sein?
Ubuntu ist kaum bekannt und es gibt keine Langzeiterfahrungen...
Wo stand das Ubuntu schneller ist? Jedenfalls ist die 64Bit Version von den Entwicklern supportet.
Die Langzeiterfahrungen hat ja Debian auf dessen Basis Ubuntu ja aufbaut, oder?
Was halt bei Debian mühsam ist sind die ewig langen Produktzyklen und Glaubenskriege darüber.
Bei Gentoo installiere ich einfach die Software die ich möchte mit der Version die ich möchte.
Ich bin damit einfach unabhängiger weil ich nicht warten muß ob jemand sich bequemt die neuesten Inkompatibilitäten zu beseitigen ;)
Im Ernst: Bitte nur keinen Glaubenskrieg.
Jeder soll seine Lieblingsdistri verwenden.
Meine sind eben Gentoo und Ubuntu.
Immerhin haben wir ja genug zur Auswahl sodass jeder aus dem Vollen schöpfen kann.
Mailwurm
30.11.2005, 17:56
Wenn aber ständig irgendwelche Software compiliert wird, dann steht auch weniger Rechenleistung und Arbeitsspeicher für den Rest des Systems zur Verfügung. Zumal der Quellcode meist größer als das Compilat ist und so auch mehr Traffic entsteht. Ob das die Vorteile wert sind?
Wir bei HardTecs4U haben ein älteres Suse auf einem Pentium 4 (glaub 1,8 GHz) laufen und keinerlei Library Inkompatibilitäten gehabt, geschweige denn Performanceprobleme und das obwohl sowohl Forum als auch Webseite auf der selben Kiste läuft.
Auf einem Server sind die Inkompatibilitäten eh quasi ausgeschlossen, da im Endeffekt nicht mehr als ein Apache und MySQL Server drauf läuft. Bei einem Desktop-System mit mehreren Windowmanager und x Applikationen ist die Gefahr dafür viel höher.
simonismyname
30.11.2005, 18:05
Du hast sicher recht, aber bei sog. Binärdistributionen kommt es immer wieder zu leidigen library Inkompatibilitäten. Das vermeidet eine Source Distri.
Ach ja? ich hab sowas in Debian stable noch nie gesehen ;)
Optimieren ist bei begrenztem Budget wo nicht alles
durch Eisen erschlagbar ist durchaus ein Weg.
Das macht aber u.U. die Programme instabiler...
Wo stand das Ubuntu schneller ist?
Hier:
Ubuntu läuft bei mir auf AMD64 auch ganz gut. ... Sie sind schneller als Debian
Die Langzeiterfahrungen hat ja Debian auf dessen Basis Ubuntu ja aufbaut, oder?
Du kaufst dir also blind einen Audi, nur weil du mit VW gute Erfahrungen gemacht hast? ;)
Was halt bei Debian mühsam ist sind die ewig langen Produktzyklen und Glaubenskriege darüber.
Glaubenskriege sind doch für den Betrieb egal. Und die Produktzyklen auch. Hier auf dem Server läuft ja noch Apache 1.3 ;)
Bei Gentoo installiere ich einfach die Software die ich möchte mit der Version die ich möchte.
Ich bin damit einfach unabhängiger weil ich nicht warten muß ob jemand sich bequemt die neuesten Inkompatibilitäten zu beseitigen ;)
Bei Debian gibt es dafür Sicherheitsupdates.
Im Ernst: Bitte nur keinen Glaubenskrieg.
Gut =)
tomturbo
30.11.2005, 18:36
Hier:
Ubuntu läuft bei mir auf AMD64 auch ganz gut. ... Sie sind schneller als Debian
Sorry, ich meinte nicht scheller im Sinne von rechnet schneller sondern mit schneller im Sinne von neueren, aktuelleren Versionen.
Sonst ist's eine reine Sympathiesache.
lg
tom
theomega
30.11.2005, 18:58
Hallo Leute,
ich kann von folgendem Szenario berichten:
Ich bin selbst Admin mehrerer Server mit hochfrequentierten Foren drauf. Man könnte also sagen das ich zumindest ein bischen Erfahrung habe.
Ich will deshalb folgende These zur Diskussion stellen:
1. Lieber zwei gute Server als einen Hoch-Leistungsserver:
Habe ich selber betrachtet. Ein zweiter Server bringt viel mehr Performance als ein teurerer Prozessor. Man müsste sich eine ordentliche Aufteilung überlegen. Klar ist aber auch: Der Admin-Aufwand verdoppelt sich fast.
2. Debian auf einem AMD64:
Ich habe selbst auf zwei Identischen Servern (jeweils einem Operton) Debian installiert. Einmal in der 32-Bit Variante und einmal in der amd64-Variante. Dabei muss ich folgendes sagen:
- Der Speedvorteil ist selbst bei hochausgelasteten Datebank eher gering. Ist zwar meßbar aber nicht so groß wie immer behauptet wird.
- Die Software-Installation über 64-Bit ist eine Kathastrophe. Man muß vieles selbst kompilen weil es keine Packages dafür gibt. Außerdem hat der Kernel noch einige Macken wenn man einen 64bittigen benutzt. Alles im allen lohnt sich der Aufwand für 64bit imho bei debian nicht. Ich kann hier nicht für andere distris reden, habe nur noch mit einem uralten Suse Erfahrungen und die spielen hier wohl keine große Rolle
Ich hoffe ich konnte ein bischen helfen und wenn nicht: auch egal *G*
Gruß
TO
Meine 10cent dazu:
Ich könnte zu jedem der unten aufgefürten Distributionen einen ellen lange text schreiben, lasse aber aber lieber weil danach nur meine finger weh tun und es doch niemand vollständig lesen würde. Der kurze text den ich zu dem div. OS geschrieben habe kommt nicht von ungefähr, ich habe jedes der aufgeführten OS (und auch viele andere) selbst mehrere monaten im betrieb gehabt und getestet.
Finger weg von debian! Warum werde ich nicht näher ausführen, da dies unweigerlich zu einen Distributions krieg unter den usern führen würde und das nutzt niemanden. (debian anhänger sind da ziehmlich empfindlich)
gentoo ist in einen produktiv system ein krampf. Man verbringt zuviel zeit damit abhängigkeiten zu lösen und $foo zu kompilieren. Zudem ist die von den entwicklern gewollte nähe zu Unix nicht unbedingt immer hilfreich.
Suse Besser als man denken mag, aber als server nur bedingt benutzbar. Schlecht zu updaten. Bei verwendung von yast öfters mal murks in den config files.
Fedora als desktop Os meine erste wahl, allerdings wegen den kurzen upgrade zeiten denkbar ungeeignet als server os. Durch die updates und upgrades zu hohe offline zeiten für einen server.
RHEL Redhat enterprise linux, _das_ os für server. Sehr gut update bar, 5jahre garantie auf verfügbarkeit von updates. Riesige rpm repositorys für jede art von software. Das Os ist ausgereift und auf dem aktuellen stand der technik zudem auch sehr leicht auf aktuellen stand zu halten. Das einzigste manko das OS als auch die updates kosten geld.
cenos 1:1 clone von RHEL und 100% kompatiebel. Die grössten unterschiede bestehen darin das dieses Os nicht von redhat betreut wird, sonder von einer gruppe privater user und das OS wie auch die updates sind kostelos verfügbar. Updates und OS werden (aus den RHEL sourcen) zügig umgesetzt und sind auf allen grösseren mirror servern verfügbar.
*BSD keine schlechte wahl. Alle bsd OS haben aber ihre eigenheiten mit denen man erst klar kommen muss. BSD ist kein anfänger OS, der admin muss genau wissen was er tut. Hat man sein *BSD im griff ist es extrem stabiel, schnell und sicher.
DJ
Mailwurm
30.11.2005, 19:18
Meine 10cent dazu:
Ich könnte zu jedem der unten aufgefürten Distributionen einen ellen lange text schreiben, lasse aber aber lieber weil danach nur meine finger weh tun und es doch niemand vollständig lesen würde. Der kurze text den ich zu dem div. OS geschrieben habe kommt nicht von ungefähr, ich habe jedes der aufgeführten OS (und auch viele andere) selbst mehrere monaten im betrieb gehabt und getestet.
Finger weg von debian! Warum werde ich nicht näher ausführen, da dies unweigerlich zu einen Distributions krieg unter den usern führen würde und das nutzt niemanden. (debian anhänger sind da ziehmlich empfindlich)
gentoo ist in einen produktiv system ein krampf. Man verbringt zuviel zeit damit abhängigkeiten zu lösen und $foo zu kompilieren. Zudem ist die von den entwicklern gewollte nähe zu Unix nicht unbedingt immer hilfreich.
Suse Besser als man denken mag, aber als server nur bedingt benutzbar. Schlecht zu updaten. Bei verwendung von yast öfters mal murks in den config files.
Fedora als desktop Os meine erste wahl, allerdings wegen den kurzen upgrade zeiten denkbar ungeeignet als server os. Durch die updates und upgrades zu hohe offline zeiten für einen server.
RHEL Redhat enterprise linux, _das_ os für server. Sehr gut update bar, 5jahre garantie auf verfügbarkeit von updates. Riesige rpm repositorys für jede art von software. Das Os ist ausgereift und auf dem aktuellen stand der technik zudem auch sehr leicht auf aktuellen stand zu halten. Das einzigste manko das OS als auch die updates kosten geld.
cenos 1:1 clone von RHEL und 100% kompatiebel. Die grössten unterschiede bestehen darin das dieses Os nicht von redhat betreut wird, sonder von einer gruppe privater user und das OS wie auch die updates sind kostelos verfügbar. Updates und OS werden (aus den RHEL sourcen) zügig umgesetzt und sind auf allen grösseren mirror servern verfügbar.
*BSD keine schlechte wahl. Alle bsd OS haben aber ihre eigenheiten mit denen man erst klar kommen muss. BSD ist kein anfänger OS, der admin muss genau wissen was er tut. Hat man sein *BSD im griff ist es extrem stabiel, schnell und sicher.
DJ
Bis auf die erste Aussage richtig, nur ohne Argumente ist eine Aussage wie "Finger weg von Debian" extrem trollig.
ghostadmin
30.11.2005, 19:33
Suse Besser als man denken mag, aber als server nur bedingt benutzbar. Schlecht zu updaten. Bei verwendung von yast öfters mal murks in den config files.
DJ
Im Serverbereich gibts auch das hier:
http://www.novell.com/products/openenterpriseserver/linuxenterpriseserver.html
apt-get lässt sich natürlich auch benutzen und die Plugins für Yast lassen sich alle einzeln deinstallieren
Debian wäre mein Favorit.
einfaches Paketmanagement mit APT, die Superkuh ;)
sehr schlank, keine unnötige Zeugs
leichte Verwaltung mittels SSH
ausgereifte Pakete, manchmal zu ausgereift
standard Distri. für den Produktiveinsatz, spartanisch aber gut
Mit 64Bit gibt es allerdings so manches Problem, da sind Distris, die auf Deb. aufbauen (Ubuntu usw.) schon einen Schritt weiter.
Man müsste mal schauen, was sich am testing Zweig getan hat.
Gegen den Einsatz von einer BSD Variante spricht auch kaum etwas.
Im Endeffekt muss es derjenige wissen, der den Server administriert und damit zurecht kommen muss.
Aber einen Server für alles, sehe ich etwas kritisch. Eine Zweiteilung wie bisher finde ich bessser.
Mal ein anderes, aber sehr wichtiges Thema auch bezüglich der Forenperformance:
Welche Datenbank wird momentan eingesetzt? Durch die hohe Anzahl an Connections/Querys kann man nur PostgreSQL wärmsten empfehlen ...
Finger weg von debian! Warum werde ich nicht näher ausführen, da dies unweigerlich zu einen Distributions krieg unter den usern führen würde und das nutzt niemanden. (debian anhänger sind da ziehmlich empfindlich)
DJ
Glaubenskrieg hin oder her eine Begründung dieser Aussage wäre nicht schlecht.
warum dürfen die user hier eigentlich wählen oder vorschlagen was genommen wird? der admin muss ja damit klar kommen und ein suse admin tut sich sicher am anfang mit debian schwer genauso wie umgedreht. :)
Also ich hab auch meinem Server (Sempr0n 2500+ :] ) auch Gentoo laufen und das Kompilieren sollte man auch nicht überbewerten, denn die paar Programme, die man für einen Server braucht, brauchen nicht wirklich lange.
Auf jedenfall würde ich ein reines 64 Bit System, ohne IA32 Emulation, vorschlagen, damit fallen schon mal eine Menge Abhängigkeiten und potentielle Probleme weg.
Zudem wäre noch die Frage, ob man SEL oder Ähnliches nutzen sollte?
Also ich hab auch meinem Server (Sempr0n 2500+ :] ) auch Gentoo laufen und das Kompilieren sollte man auch nicht überbewerten, denn die paar Programme, die man für einen Server braucht, brauchen nicht wirklich lange.
Auf jedenfall würde ich ein reines 64 Bit System, ohne IA32 Emulation, vorschlagen, damit fallen schon mal eine Menge Abhängigkeiten und potentielle Probleme weg.
Zudem wäre noch die Frage, ob man SEL oder Ähnliches nutzen sollte?
Sofern die ganze verwendete Hardware davon unterstützt wird, mit Windows würde es wohl Probleme geben, mit Linux siehts wohl besser aus. Dann müßte man gleich Hardware zusammenstellen die darauf abgestimmt ist, und man kein blaues Wunder erlebt. Auf reiner 32 Bit Geschichte, hätte man wohl weitaus weniger Probleme. Beides wird wohl seine Vor und Nachteile haben.
Ich lass jetzt mal den Distri Glaubenskrieg außen vor.
Habt Ihr schonmal darüber nachgedacht nen Proxy vor den Apache zu setzen?
Das spart dem Webserver viel Arbeit und somit CPU/RAM/HDD-Zugriffe, da nen Proxy eine Site viel schneller und ressourcenschonender liefern kann als dies nen Webserver kann. Somit werden die Zugriffszahlen auf den Apache enorm gesenkt, weil diese nur noch durch Squid erfolgen.
cu(lix)
Mailwurm
30.11.2005, 22:19
Ob ein Proxy bei einem Forum etwas bringt, mag ich bezweifeln.
Ob ein Proxy bei einem Forum etwas bringt, mag ich bezweifeln.
erstens besteht P3D nicht nur aus einem Forum und warum sollte es bei einem Forum nichts bringen?
Mailwurm
30.11.2005, 22:41
erstens besteht P3D nicht nur aus einem Forum und warum sollte es bei einem Forum nichts bringen?
Weil sich bei einem Forum mit jedem Aufruf etwas ändern. Zum Beispiel auf der Startseite die Übersicht der aktiven Nutzer. Das fluktiert so schnell, dass quasi bei jedem Seitenaufruf der Umweg über den Proxy gegangen wird, ohne das es etwas bringen würde.
Zudem hab ich oben rechts meinen Benutzernamen stehen. Die Seite wie ich sie sehe, sieht also nie jemand anderes (außer der Proxy ist so schlecht konfiguriert, dass ich dann dadurch anderer Leute Benutzerprofil Zugriff hab).
Auch das Forum hat viele statische Elemente (Smilies, Buttons etc.)
Wobei ich gestehen muss dass ich zwar Squid schonmal als Reverse Proxy eingerichtet habe, allerdings zu nem anderen Zweck, und somit mit diesem Anwendungsfall keine eigenen Erfahrungen habe.
Habe gerade mal gegooglet und bei tecchannel gibts z.B. nen Artikel (http://www.tecchannel.de/server/linux/402455/) dazu.
Alles klar, hier tobt schon der Krieg der Betriebssysteme. *buck*
Leute, Ihr kennt mich mittlerweile seit einigen Jahren. Bei Hardware (Mainboard, CPUs, RAM) brauche ich sicherlich keine Nachhilfe ;), bei exotischer Raid-Hardware und langzeittauglichen Festplatten lasse ich mich gerne beraten. Der Punkt, an dem ich allerdings definitiv Hilfe brauchen werde, ist das Thema Linux. Ich habe in den letzten 5 Jahren sicherlich einige hundert PCs an Privatkunden und Firmen verkauft, auch etliche Fileserver, die alle perfekt laufen und die ich wie meine Westentasche kenne. Alle haben aber einen Punkt gemeinsam: sie arbeiten mit Microsoft Windows. Aus diesem Grund wird dieser Thread hier für das Gelingen des Projekts Planet 3DNow! Server der wichtigste überhaupt werden, da ich in Sachen Linux-Administration auf keinerlei Praxiserfahrungen zurückgreifen kann. Hier bin ich voll und ganz auf Eure Hilfe angewiesen.
Aus diesem Grund kann ich keine "Freaklösungen" (man verzeihe mir den Ausdruck) gebrauchen, wie man es z.B. BSD oft nachsagt, wo man jede Zeile des Quellcodes mit Vor- und Nachnamen kennen muss, um ans Ziel zu kommen. Ich sehe ein und bin gewillt, Software-Pakete oder Kernel neu zu kompilieren, wenn es in Sachen Performance und/oder Stabilität etwas bringt. Darin sehe ich den Hauptvorteil gegenüber einer Closesource-Windows-Lösung. Aber hier muss man mich an der Hand nehmen :)
Ach ja, auf dem Server muss laufen:
HTTP-Server samt CGI- und SSI-Support
FTP-Server
MySQL-Datenbank(en)
PHP
eMail-Server
...und natürlich die Möglichkeit, das Teil per Remote-Desktop (sorry für den Windows-Ausdruck ;D) bedienen und warten zu können.
Hallo
Hier (bei Server) würde ich auf Debian Sarge setzen - (bei desktop wohl ubuntu). Evtl. wäre es gar nicht schlecht die MySQL (oder Postgre) DB und den Apache auf zwei verschiedene Server zu legen. Grundsätzlich könnte sogar überlegt werden, die MySQL DB zu "clustern", falls zwei Mid-sized server u.U. besser geeignet sind.
Infos hierzu: http://www.mysql.com/products/database/cluster/
Natürlich stellt sich die Frage, wie man dies aufteilen sollte... Aber auch bereits das Aufteilen von Web- und Apacheserver wäre sicher ein Vorteil.
Ansonsten, freut mich das zu hören ... und "Ja is denn heut' scho Weihnacht'n" ? ;)
Hi,
okay, es ist wichtig, daß Nero mit dem OS zurechtkommt. Alles andere ist zweitrangig. Da er aber gewillt ist ein Linux zu nehmen würde ich ein Debian oder SuSE vorschlagen. Ich würde zum Debian tendieren, ist aber ne Spur "schwerer", für Neulinge. Aber mit den Anforderungen die ihr habt, sollte das schon klappen.
Ach ja, auf dem Server muss laufen:
HTTP-Server samt CGI- und SSI-Support
PHP
MySQL-Datenbank(en)
Da gibts sicher schöne fertige Debian Pakte, die das können. Die Konfigurationsdatein muss man dann nur feintunen.
FTP-Server
Würde da pureftpd empfehlen. Sehr easy zum installieren, Benutzerverwaltung geht auch über MySQL und leistungsfähig ist er auch.
eMail-Server
Kommt drauf an, für was genau. Denke aber postfix ist da nicht verkehrt. Noch relativ easy zum maintainen und kann sehr viel.
...und natürlich die Möglichkeit, das Teil per Remote-Desktop (sorry für den Windows-Ausdruck ;D) bedienen und warten zu können.
Klar, ssh.
N8
PS
Evtl. wäre es gar nicht schlecht die MySQL (oder Postgre) DB und den Apache auf zwei verschiedene Server zu legen. Grundsätzlich keine schlechte Idee. So haben wir es ja momentan auch. Aber zwei Server bedeuten auch deutlich höhere Housing-Kosten wegen der Rackmiete und natürlich beinahe doppelte Kosten beim Server, schließlich benötigt man die teuren Komponenten (Rackgehäuse, Festplatten, Controller, RAM) quasi doppelt. Außerdem darf man die Nachteile bei den Latenzen nicht vergessen. Wenn man auf zwei Server verteilt, müssen die über stinknormales LAN miteinander kommunizieren. Ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass hier z.B. zwei einzelne Server mit je einer CPU besser sind, als ein Server mit zwei CPUs *noahnung*
simonismyname
30.11.2005, 23:41
Der Punkt, an dem ich allerdings definitiv Hilfe brauchen werde, ist das Thema Linux.
Öhm, d.h. du willst ohne jegliche Erfahrung (mit Linux, mein ich) den/die Server alleine administrieren?? Oder hast du noch einen Admin an der Hand?
Gerade hier empfiehlt sich Debian (stable), da es mit sinnvollen (!) Standardconfigs kommt (Suse ist da etwas anders...) und einem viel Arbeit abnimmt beim administrieren ;)
Da er aber gewillt ist ein Linux zu nehmen würde ich ein Debian oder SuSE vorschlagen. Ich würde zum Debian tendieren, ist aber ne Spur "schwerer", für Neulinge
Gerade nicht! Debian bietet immer sinnvolle & lauffähige Standardconfigs an. Was ich auf Arbeit mit Suse (9.3 Pro) erlebt habe, ist leider das Gegenteil von dem Debian-Verhalten :(
Ach ja, auf dem Server muss laufen:
HTTP-Server samt CGI- und SSI-Support
FTP-Server
MySQL-Datenbank(en)
PHP
eMail-Server
Geht sehr schnell mit einem Debian und etwas Erfahrung damit...
Auf einem Debian System lassen sich auch sehr schnell virtual servers einrichten (mittels vServer), falls das in den Sicherheitsplanungen mit drin ist ;)
So, jetzt geht gleich der richtige Krieg los. Bis jetzt war es ja nur Vorgeplänkel *suspect* :D
Öhm, d.h. du willst ohne jegliche Erfahrung (mit Linux, mein ich) den/die Server alleine administrieren?? Oder hast du noch einen Admin an der Hand? Natürlich nicht ganz alleine. Das wäre wohl so ähnlich wie Autofahren übers Forum lernen zu wollen *buck* Wenn ich auf mich alleine gestellt wäre, würde ich Windows installieren - ganz klar. Damit kenn ich mich aus, da weiß ich worauf ich achten muss, kenne die verwegensten Treibertricks etc., da finde ich blind von Nordwest nach Südost. Aber auch wenn ich Hilfe haben werde bei einem Linux-Server, so würde ich mich deutlich wohler fühlen, wenn ich mittelfristig nicht für jede Kleinigkeit auf Hilfe von anderen angewiesen wäre...
simonismyname
30.11.2005, 23:52
Aber auch wenn ich Hilfe haben werde bei einem Linux-Server, so würde ich mich deutlich wohler fühlen, wenn ich mittelfristig nicht für jede Kleinigkeit auf Hilfe von anderen angewiesen wäre...
Bist du ja nicht :)
Es gibt exzellente Doku zu Debian (jaja, auch für Gentoo, Suse, Mandrake und wie sie alle heißen :] ), z.B. hier (www.debiananwenderhandbuch.de). In dem Buch steht so ziemlich alles drin, was du wissen mußt: Vom System an sich über die Paketverwaltung zum Aufsetzen der Serverdienste. Den Desktopkram kannst du überfliegen ;) Obwohl, vielleicht wechselst du ja dann von deinem Windows :D
Du mußt nur ein wenig lernwillig sein ;)
Nachtrag @ Nero24:
Ich bin sicher zusammen mit der Community ist dies alles kein Problem. Der Vorteil von Debian ist, dass es ein hervoragendes Paket-Management hat, welches geradezu prädistiniert für Fernwartung ist.
Es ist auch nicht wirklich schwierig zu verstehen - mit ein wenig Support ohnehin nicht. Im Detail würde ich folgendes empfehlen:
als Mailserver (MTA=Mail Transportagent) EXIM4
und zwar weil es meines Wissens der Standard MTA von Debian ist - und weil es einen "light-weight-daemon" und einen "heavy-weight-daemon" gibt. Da ich davon ausgehe, dass lediglich die P3Dnow Crew (Admins, Mods und Redaktion) eigene Accounts besitzt, kann auf viel schnickschnack verzichtet werden (wie mySQL Anbindung). Der Hauptzweck (=Belastung) besteht ja darin, Mails zu verschicken (PW-Requests, Anmeldungen und natürlich Foren-Benachrichtigungen). Es genügt also imho der light-weight-daemon.
als FTP Server ProFTPd oder PureFTPd
wobei ich selbst ProFTP einsetzen - auch der ist einfach zu bedienen.
WebServer Apache2 mit php/mySQL
da ändert sich nicht viel. Ist natürlich ebenfalls alles über das Paket-Management installierbar
Remote-Control
1. ssh
Bei Linux ist natürlich die Shell üblich. Und mit "putty.exe" als Windows-Terminalclient auch hervorragend nutzbar
2. Webmin
Zumindest Anfangs würde ich Webmin installieren. Das ist ein Administrationstool für's Web. Es bietet eigentlich alles notwendige, um schnell auch ohne alle shell-kniffe zum Erfolg zu kommen. z.B. ist ein Filebrowser dabei, SMART Festplattenstatus kann abgefragt werden, Cronjobs (Windows-jagon: 'geplante Dienste' können angelegt werden, diverse Server können administriert werden (mail, ftp, apache, mysql) etc etc.
3. Webmail-Service?
Sofern der Mailserver nicht "IMAP"fähig sein muss (wovon ich mal nicht ausgehe), wäre sicher openwebmail noch eine überlegung wert. Damit können die User ihre Mails auch per Webclient abfragen - muss aber nicht sein
4. Absicherung der Fernwartung mittels Portknocking
Da sowohl für ssh als auch für Webmin Ports offen sein müssen, könnte man dies sehr elegant mit Portknocking "absichern". Habe dies jetzt gerade am Weekend gestestet und muss sagen es ist schon genial: Die Ports sind in der ~Firewall (genauer iptables kernel framework für paketfilterung) standardmässig gesperrt und erst nach dem Empfangen einer bestimmten Sequenz, wird die "Firewall" kurzzeitig 'geöffnet' und zwar nur z.B. für 10 Sekunden und nur für die IP, welche die Sequenz geschickt hat. Die Sequenz kann beliebig viele Ports umfassen und kann dabei kann noch für jeden Port unterschieden werden, ob man den UDP oder TCP Port anspricht. Also beispielsweise wäre "2814:tcp, 3781:udp, 3829:udp, 23495:tcp" eine mögliche Sequenz.
Hierzu gibt's auch Clients (mit blowfish encryption) für Windows.
Der Port z.B. für ssh oder Webmin ist danach nur z.B. 10 sek offen und in dieser Zeitspanne kann man connecten. Danach wird der Port wieder geschlossen. Dies ist möglich, weil portknocking bereits auf dem Link-Layer einsetzt - also quasi vor der "Firewall" noch deren Regeln "umbiegen" kann. Von aussen ist es also (praktisch) nicht möglich festzustellen, ob und welcher deamon sich dahinter verbirgt.
Auch das ist relativ einfach einzurichten.
Das wäre's was mir gerade noch in denn Sinn kam, als ich Dein letztes Posting gelesen hab...
/*EDIT*/
äh... ich korrigiere ... "Dein vor-vorletztes Posting " ;)
Mailwurm
01.12.2005, 02:34
Bei einem Server dieser Größe empfiehlt es sich wirklich jemanden an der Hand zu haben, der ähnliche Projekte bereits betreut hat. Prinzipiell lauffähig kann man es auch ohne größere Kenntnisse machen. Aber schon das Absichern eines Mailservers erfordert einiges Wissens, ansonsten kann es schnell mal passieren, dass man als kostengünstiges SPAM-Relay missbraucht wird.
Weiterhin wichtig ist das Einrichten des Datenbanksystems. Gerade bei Datenbanken kann man durch intelligente Konfiguration mehr Performance herausholen, als zig Tausend Euro in Hardware zu stecken.
Da wichtigste bei einem UNIX-System mit Root-Zugriff ist, bevor man die ENTER-Taste drückt ,nochmal jeden Befehl genau durchzulesen und zu durchdenken, was er jetzt wirklich macht. Im einfachsten Fall sperrt man sich selber aus, im schlimmsten Fall verschwindet die Datenpartition nach /dev/null. Ein Bekannter hatte es sogar mal geschafft /dev/null zu löschen! Da funktionierte nichts mehr. Erst über den SingleUserMode konnte er das in einer mehrstündigen Session wieder hinbasteln. ;D
Nochmal was zur Datenbank und warum ich bei der Grössenordnung Postgre empfehle:
http://www.phpbuilder.com/columns/tim20001112-forum.gif
:)
Nochmal was zur Datenbank und warum ich bei der Grössenordnung Postgre empfehle:
:) Tja, das mag sein, aber was nützt die beste Datenbank-Software, wenn die Anwendungssoftware nicht darauf läuft? *noahnung* Oder anders formuliert: unsere Forumssoftware vBulletin kann nur mit MySQL :(
http://www.vbulletin-germany.com/faq/sales/#10
tomturbo
01.12.2005, 08:42
Grundsätzlich keine schlechte Idee. So haben wir es ja momentan auch. Aber zwei Server bedeuten auch deutlich höhere Housing-Kosten wegen der Rackmiete und natürlich beinahe doppelte Kosten beim Server, schließlich benötigt man die teuren Komponenten (Rackgehäuse, Festplatten, Controller, RAM) quasi doppelt.
Hi, der Vorteil von 2 Servern ist aber (2x 1HE == gleiche Housingkosten es gibt auch 2CPU 1HE Gehäuse):
Du verlierst den Nachteil des single point of failure.
Mittels MySQL-Replikation und RSYNC, für die files, können 2 Server den gleichen Datenstand haben.
Wenn dann einer doch eingeht kann man entweder per Skript oder per Hand auf den Zweiten für
Notfälle umschalten.
Lesende Applikationen wie der email-Server können auf der Standby-Seite laufen (habe ich selbst so).
Außerdem darf man die Nachteile bei den Latenzen nicht vergessen. Wenn man auf zwei Server verteilt, müssen die über stinknormales LAN miteinander kommunizieren.
Latenzen sind zwar richtig, jedoch wenn die beiden Server über eine eigene Gigabit-Schnittstelle direkt
miteinander verbunden sind ist's nicht so tragisch. Die SQL-Latenz ist in den meisten Fällen größer.
Außerdem hast Du einen Sicherheitsvorteil: Du mußt die MYSQL nicht
auf das externe Netz geben sondern nur auf die internen Netzwerkschnittstellen. Darüber würde auch
die Replikation laufen.
Ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass hier z.B. zwei einzelne Server mit je einer CPU besser sind, als ein Server mit zwei CPUs *noahnung*
Na? Überzeugt?
lg
tom
Tja, das mag sein, aber was nützt die beste Datenbank-Software, wenn die Anwendungssoftware nicht darauf läuft? *noahnung* Oder anders formuliert: unsere Forumssoftware vBulletin kann nur mit MySQL :(
http://www.vbulletin-germany.com/faq/sales/#10
Das ist schade wie verwunderlich, phpBB ist "kostenlos" und unterstützt Postgre. Für das vBulletin muss man eine nicht wirklich günstige Lizens erwerben und kuppuliert nur mit MySQL :o
Nochmal was zur Datenbank und warum ich bei der Grössenordnung Postgre empfehle:
http://www.phpbuilder.com/columns/tim20001112-forum.gif
:)
Hi
Diese Aussage ist sicher richtig - ich weiss nur nicht, ob der Unterschied noch so gross ist. Die Frage stellt sich insbesondere ob mySQL5 in Frage kommen kann, oder ob es mySQL 4 sein muss. Und wenn nein: wie gross der Vorteil von mysql5 zu 4 ist. Habe zuwenig Erfahrung damit, um wirklich mitreden zu können.
Aber du hast schon recht: Die Grundaussage ist ja schon richtig, dass postgre besser skaliert als mysql - nur ob der Unterschied noch so deutlich ist?!? Der Chart ist immerhin 5 Jahre alt.
Aber diese Frage ist ja nun schon durch vBulletin beantwortet.
Was aber durchaus Sinn machen könnte, ist weil schön viel RAM zur Verfügung steht, die DB mit memcached (einem intelligenten Datenkbank Caching System) zu beschleunigen.
What is memcached?
memcached is a high-performance, distributed memory object caching system, generic in nature, but intended for use in speeding up dynamic web applications by alleviating database load.
Danga Interactive (http://www.danga.com/) developed memcached to enhance the speed of LiveJournal.com (http://www.livejournal.com/), a site which was already doing 20 million+ dynamic page views per day for 1 million users with a bunch of webservers and a bunch of database servers. memcached dropped the database load to almost nothing, yielding faster page load times for users, better resource utilization, and faster access to the databases on a memcache miss.
URL: http://www.danga.com/memcached/
Allerdings kann ich aus eigener Erfahrung nichts dazu sagen - aber man liest häufig darüber, wenn sich die Frage stellt, wenn mySQL an den "Anschlag" kommt...
greets
/* Edit */
Hier hab ich grad noch nen Link (http://www.debian-administration.org/articles/86) gefunden, was das Ein- und Anbinden von memcached in einem debian System betrifft.
Oops: sehe gerade, dass da nur perl module dabei sind. was php betrifft sind die entsprechenden Module noch nicht Bestandteil von php. Man müsste es also selbst kompilieren... siehe hier: http://de.php.net/manual/de/ref.memcache.php.
Würde ich aber erst machen, wenn der neue Server auch tatsächlich ans Limit kommt...
Auch wenn das nicht in diesen Thread gehört (leider gibt es keinen passenderen dafür, und man darf hier auch keine neuen aufmachen):
Warum soviel Kohle ausgeben, wenn man das ganze auch für deutlich weniger mieten kann?
Schaut Euch doch z.B. den UnlimitedXXL-RootServer von 1blu (http://www.1blu.de) an - da bekommt man für 150,- Euro im Monat:
- 2 x AMD Opteron 246
- 4096 MB RAM
- 2 x 250 GB (Hardware-RAID1)
- Unbegrenzter Traffic
- SuSE Linux 9.3 64 Bit
- Business-Support (24/7 Technik-Hotline*)
- Plesk 7.5 Reloaded
Ich nehme an, das sollte für die Seite reichen. Und zur Not könnte man auch locker zwei davon mieten, für das Geld, dass Nero24 veranschlagt hat.
Gruß,
BoMbY
tomturbo
01.12.2005, 14:04
Auch wenn das nicht in diesen Thread gehört (leider gibt es keinen passenderen dafür, und man darf hier auch keine neuen aufmachen):
Warum soviel Kohle ausgeben, wenn man das ganze auch für deutlich weniger mieten kann?
Schaut Euch doch z.B. den UnlimitedXXL-RootServer von 1blu (http://www.1blu.de) an - da bekommt man für 150,- Euro im Monat:
Ich nehme an, das sollte für die Seite reichen. Und zur Not könnte man auch locker zwei davon mieten, für das Geld, dass Nero24 veranschlagt hat.
Gruß,
BoMbY
Und zu allem Überfluss könnte man ja mit dem Rettungssystem booten und danach mit parted platzschaffen um dann ein eigenes Betriebsystem rauf zu geben...
Klingt irgendwie sinnvoll.
-tom
Mailwurm
01.12.2005, 14:13
So wie ich Nero verstanden hab, will er den Hoster nicht wechseln, was nachzuvollziehen ist. Neben dem Umzug der Domain, der für einige Tage zu Erreichbarkeitsproblemen führen kann, ist vor allem auch das drum herum des Providers entscheidend.
Wie gut ist das Rechenzentrum an die großen Backbones angeschlossen, wie verläßlich ist der Hoster hinsichtlich Stabilität von Strom, Netzwerk etc. Und eigentlich am wichtigsten, wie gut ist der Service. Wenn bei Problemen auf Mails nicht geantwortet wird oder am Telefon nur ein AB hängt, dann nützt auch der beste Preis nichts.
Einen guten Hoster findet man und behält ihn dann auch.
Gandalf20000
01.12.2005, 14:32
hi leute,
da der ganze thread gerade etwas abdrifftet wäre vielleicht ein kurzer zwischenstand nicht schlecht.
kurze zusammenfassung:
- betriebssystem: es kristallisiert sich nach den bisherigen distributionen eine linux
distribution heraus. allem anschein nach wird es wohl auf debian, bzw. eine auf debian
basierende distribution ab.
- datenbanken duerften unter linux kein problem sein. vermutlich läuft es aber eh auf eine
mysql (v4 oder v5) hinaus, da die boardsoftware nur diese unterstützt.
- offen scheint noch der mailserver zu sein. in dem punkt fehlen meiner ansicht noch
vorschläge.
was nero dringend brauchen könnte wären einige leute die ihn nach wahl des os mit informationen, bzw. dokumentationen und erfahrungen unterstützen. dabei sind sicherlich die jenigen angesprochen die schon erfahrungen mit der installation, konfiguration und betrieb haben.
was mich noch interessieren würde, wie lange dieser thread laufen soll? gibt es einen zeitplan zur umsetzung des projektes? vermutlich hab ich den ueberlesen, als zerreisst mich nicht in der luft deswegen ;)
ausserdem lasst dich mal bitte diesen glaubenskrieg. nero hat seine anforderungen beschrieben und nach diesen sollte die beste software fuer das projekt ausgewaehlt werden.
mfg, Gandalf20000
Bitspyer
01.12.2005, 14:40
In Sachen Betriebssystem sollte man bei Linux doch zumindestens darauf achten, das es übersichtlich und wartbar ist. Da werfe ich mal als Reizwort LSB in den Raum. Red Hat und Suse schenken sich da nicht viel. Die unterschiede im File-System sind minimal. Gentoo hält sich nicht dran (ist auch noch nicht gewollt). Daher eigentlich ein KO Punkt. Nichts gegen Gentoo, benutze es selbst Privat, aber unsere Produktiv-Server laufen hier seit Jahren auf Suse. Allerdings hecheln wir nicht ständig der neusten Suse hinterher.
Wichtigster Punkt ist wohl, die Plattform muss stabil laufen und die Versorgung mit Patches muss gewährleistet sein. Apache, Mysql und PHP kann man auch selbst kompilieren und so den Bedürfnissen für den Planet besser anpassen.
Im Bereich Mail haben wir gute Erfahrung mit qmail gemacht.
Gruss,
Bitspyer
Wichtigster Punkt ist wohl, die Plattform muss stabil laufen und die Versorgung mit Patches muss gewährleistet sein. Apache, Mysql und PHP kann man auch selbst kompilieren und so den Bedürfnissen für den Planet besser anpassen.
Damit wird aber imho die Pflege bei (mit Sicherheit auftretenden) Sicherheitslücken schwerer. Würde da schon auf bestehende Paketsysteme setzen.
Daher entweder Debian oder einen der Enterprise Server (RHEL oder SuSE).
Also da ich selber nur halbwissender Linuxserver Besitzer bin kann ich dich Nero verstehen. Aber was ich bisher so als praktisch empfunden habe:
1. Nen alten Rechner @ home mit Linux aufsetzen, war bei mir nen Dual PIII
2. Mit verschiedenen Linuxen probieren, am besten Debian und SuSe. Ich hab mich auch mal an Gentoo gewagt, aber das is hart... VErsuch auch ne Grafische Oberfläche in Debian zu bekommen, is relativ einfach und es werden einen etliche Funktionen bewusst. Auch kannste mal mit programmen rum probieren. Bei debian apt-get Funktionen durchprobieren. Mit DDoS Attacken kannste probieren was der Server so aushält, bzw. dein Apache etc
3. Alle Linuxe wieder runter und das Linux was du möchtest installieren.
4. Erstmal nix softwaremäßig installieren und das Linux auch auf deinen Server drauf setzen.
5. Alle Softwareseitigen Schritte erst am homerechner durchtesten, und immer das gleiche installieren und updaten, aber immer erst am Homerechner ;)
6. Sicherheit erhöhen, Ip Tables und nen Virenscanner (glaube Clam AV) bringen viel.
7. Enne Administrationssoftware drauf hauen, ich bevorzuge Webmin, Plesk und Confixx sollen auch gut sein, sind aber i.d.R. kostenpflichtig, alle haben aber eigentlich ftp, mail etc dabei
8. Alle Accounts und Einstellungen tätigen, Benutzer einrichten, SSH Accounts und unterschiedliche Passwörter überall wo du nur Passwörter einrichten kannst.
9. Dateien drauf kopieren, rum testen mit der Seite
10. Wieder Sicherheit erhöhen, Alle unnötigen Ports blockieren! Testen welcher benötigt wird, unbedingt!
11. Apache anpassen, so einstellen, wie er am besten auf die Seite passt
12. MySQL anpassen
13. Server ins Rechenzentrum bringen ;)
Jo so würde ich das machen und habe ich es teilweise gemacht :) Wie gesagt, ich bin kein Linux Profi...
Gandalf20000
01.12.2005, 18:16
hi,
ich haette noch einen vorschlag zum ftp-server. neben proftpd und pureftp wäre noch glftpd zu nennen! ist auch freeware und sehr einfach zu installieren. der ftp bietet u.a. die möglichkeit von ssl, das macht ihn meines erachtens nach sehr interessant.
gruss, Gandalf20000
FTP Server ist eigentlich überflüssig, Dateien kann man auch per scp hochladen.
Ein Bekannter hatte es sogar mal geschafft /dev/null zu löschen! Da funktionierte nichts mehr. Erst über den SingleUserMode konnte er das in einer mehrstündigen Session wieder hinbasteln.
?? ist hier unter Solaris schon mehrfach passiert und bedeutet 10 Sekunden Arbeit ??
Unter einen produktiven Solaris sollte man folgendes vermeiden "ifconfig -a | unplumb" bei einem Server mit 10 qfe Interfaces ist das tötlich, da hilft nur noch die serielle Konsole.
Ich denke NICHt das man vorrangig Wert daraif legen sollte das man viel mit apt-get oder so einspielen kann, wichtiger ist eine schnelle Reaktion auf Sicherheitslöcher und das der Admin diese wirklich schnell einspielen kann. IMHO Updated man auch nicht alle 7 Tage das gesamte System - never Change....
Allerdings hecheln wir nicht ständig der neusten Suse hinterher.
Wichtiger und richtiger Punkt. Braucht kein Schwein und ist nur, oder fast ausschließlich, für Nerds und Neueinsteiger wichtig. Auch hier wird KEIN produktives System mit jedem Kernelwechsel neu installiert - warum auch. Die extremen Perfomancesprünge wird es nicht geben. Hier und bei anderen Kunden läuft von Solaris 11 (inoff.) bis zu Solaris 6 noch alles und auch produktiv.
Ein MySQL Tip:
Wir haben hier MySQL über zwei oder drei Einträge in der conf dazu gebracht sich mit Slavedatenbanken zu syncen. Spich der Hauptserver schiebt die Daten zu den Slaves. Das bedeutet das man vielleicht nicht erst nen Dump ziehen muß sondern einfach den sync anschubst. MySQL profs dürften dazu mehr sagen können. Wir haben damit 3 Wikidatenbanken intern deutschlandweit im sync. Nachteil: Nur auf dem Hauptserver darf etwas geädnert werden, die anderen sind ruhig. Wenn das im RZ kein Geld kostet bedeutet das jedoch das man die P3D DB einfach über Nacht 1:1 auf einen zweiten Server angleichen lassen kann und jede Änderung mitgenommen wird.
Nach reiflicher Überlegung haben wir uns für sarge-amd64 Portierung von Debian entschieden. Die Images sind unterwegs.
Nun können wir uns Gedanken machen über die Konfiguration des Systems. Doch dazu gibt's einen neuen Thread :)
Vielen Dank an alle, die bei der Entscheidungsfindung mitgeholfen haben :D
*closed*
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