Turing
05.12.2001, 01:09
--nachträgliches-Vor-Vorwort--
..habe gerade gesehen, dass das ja doch ein bisschen lang geworden ist. Deshalb will ich zu beginn mal erwähnen, das hier nichts weltbewegendes drinsteht. Wer sich aber für BIOS-tuning interessiert und etwas Zeit hat, darf das gerne lesen.
--Vorwort--
Das lesen dieses Textes kostet mehrer Minuten Ihrer Kostbaren Zeit! Ich wäre ihnen dankbar, wenn sie es trotzdem lesen.
--Mein Mainboard--
Ich habe das EPoX 7kxa (KX133) und bin bisher eigentlich sehr zufrieden damit. Das einzige, was ich bemängeln musste, war dass die I/O Spannung bei mir zu niedrig ist. Dies macht aber nur beim übertakten Probleme, (FSB >100Mhz geht nicht) wenn ich mein Mainboard wie empfohlen (FSB100, Speicher 133Mhz) betreibe läuft alles stabil.
--BIOS Einstellungen--
Die Bedeutung dieser ganzen BIOS Einstellungen war mir lange Zeit unklar. Da ich aber gerne wissen wollte, was die ganzen Optionen bedeuten, suchte ich im Internet nach Seiten die, diese sich mit BIOS Einstellungen erklären. Bei einfachen Optionen, die schon über Jahre in den Award-BIOS zu finden sind war es einfach. Hierüber waren sich alle Seiten einig. Bei neueren Einstellungen, vor allem die, die nur bei VIA-Chipsätzen vorhanden sind war es schon schwerer. Hier behauptete oft jede Seite etwas anderes. Mit Hilfe dieser Seiten und den Antworten in einigen Foren habe ich nun einen BIOS Guide für das 7kxa(gilt aber auch für andere VIA-Athlon-Boards) auf meine Homepage gestellt.
http://debigboss.de.vu/hardware
--Performancevorteile durch die Einzelnen Optionen--
Um dann auch herauszufinden, welche Einstellungen bei mir wirklich etwas bringen wollte ich bei jeder einzelnen Option die Performance messen. Als Referenzeinstellung nahm ich das, was ich schon über ein Jahr eingestellt hatte und was damals die Empfehlung einer Hardwareseite war. Nun wollte ich immer eine Einstellung verändern, benchen und dann mit meiner Referenzeinstellung verändern.
Dazu nahm ich 'SiSoft Sandra2000' als synthetischen Benchmark um CPU und Speicher einzeln zu messen. Q3A und UT als realistischen Benchmark um zu messen, wie sich das dann letztendlich wirklich auswirkt. Q3A und UT natürlich mit den Einstellungen, die in den 3dcenter.de Benchmark-Regeln empfohlen werden(sind auch die Einstellungen in denen ich Spiele) jeweils in den Auflösungen 800*600*16 und 1024*768*16, mit den Demos annihilator(Q3A) und utbench(UT).
Als erstes testete ich mal den Speicher mit 100 statt mit 133Mhz zu takten. Nun musste ich natürlich erkennen, dass der Unterschied schon bei einer so wichtigen Option minimal ist. In Q3A hatte ich statt 23,2 nur noch 22,7fps - 0,5fps nur 2%(!) weniger. in UT waren es immerhin 4%. Nur der MemoryBenchmark von Sandra2000 lieferte mit 15%(ALU) und 23%(FPU) ein deutliches Ergebnis. Dadurch wurde mir klar, dass ich andere Benchmarks benötigen würde. Einzige Idee war hier Q3A und UT, aber in der kleinstmöglichen Auflösung (320*240). In Q3A nahm ich für diese Auflösung statt der annihilator demo die demo001.
Bei FSB 100 statt 133 fiel die Framerate bei diesen Q3A Einstellungen von 74,7 auf 71,7fps, das waren immerhin schon mal 4%. In den neuen UT Einstellungen war der Unterschied nur noch 3% statt vorhin 4%. Das scheint aber dennoch beides noch zu wenig sein um ganz 'sensible' Optionen wie z.B. 'AGP Master 0 WS Read' zu testen. Dazu kommt ja noch ein weiteres Problem: ''Die natürlichen Schwankungen des Benchmarks''
--Natürlichen Schwankungen eines Benchmarks--
Wer öfters mal die Performance seines Systems mithilfe von Benchmarks misst, kennt dieses Phänomen: Der Benchmark gibt bei mehreren Durchläufen immer andere minimale (aber manchmal mehrer Prozentpunkte schwankende) Ergebnisse aus. So weis man oft nicht, ob das bessere Ergebnis nun durch z.B. den neuen Treiber zustande kam, oder ob dies 'natürliche Schwankungen' sind.
Aber auch bei den Benchmarks gibt es stark schwankende und welche, die sehr präzise sind. Beim ALU-Benchmark von Sandra2000 sind Schwankungen von 1% normal. Der FPU-Benchmark hingegen liefert immer das selbe Ergebnis (in Ausnahmefällen kann der Wert auch mal 1 höher sein, das wären dann aber trozdem nur 0,1%).
Generell gilt, je länger der Benchmark, desto geringer die ''natürliche Schwankung''. Sollte man also Einstellen können, wie lange der test dauern soll, kann man durch Verlängerung des Benchmarks einen präziseren Wert erreichen.
Oft hilft auch den Benchmark mehrmals hintereinander laufen zu lassen. Es könnte z.B. sein dass die CPU während des Benchmarks irgendeine (kurze) Berechnung für das OS machen musste. Da die Berechnungen für das OS die höchste Priorität haben werden diese dann vorrangig ausgeführt, wenn der Benchmark dann auch nur Sekunden geht, liegt das Ergebnis in diesem durchlauf dann unter dem das normalerweise erreicht wird.
Speicherbenchmarks verhalten sich genau umgekehrt. Durch mehrere Durchläufe wird das Ergebnis hier nicht genauer, sondern immer größer. Deshalb sollte immer der erste Wert gewählt werden.
Wenn man timedemos aus Spielen bencht kann noch ein ganz anderes Phänomen auftreten: Wenn das Spiel sehr viel Speicher braucht kann es vorkommen, dass es während des benchens Daten aus der Auslagerungsdatei auf der Festplatte lesen muss. Dies führt zu sehr großen Verzögerungen. Da die Festplatte diese Daten manchmal schneller und manchmal langsamer breitstellen kann wird dieser Benchmark dann zur reinen Glückssache.
In hohen Auflösungen hat sich bei mir Q3A mit der annihilator demo sehr bewährt. Q3A liefert hier immer das selbe Ergebnis.
Auch UT ist sehr zuverlässig, die Schwankungen hier sind in hohen Auflösungen unter 0,5%.
In niedrigen Auflösungen bei Q3A treten aber wieder andere gefährliche ;-) Phänomene auf: Der erste Benchmark ist immer unbrauchbar! Das Ergebnis des ersten Benchmarks liegt meist minimal unter dem der folgenden. Beheben lässt sich dies indem man nachdem Q3A gestartet wurde einfach mal irgendeine demo ablaufenlässt, oder mal kurz spielt.
Bencht man aber die selbe demo mit den selben Einstellungen immer wieder treten auch wieder Schwankungen auf. Das beste Ergebnis erhält man meiner Meinung nach, indem man nach dem Q3A starten zu erst irgendeine Demo ablaufen lässt und dann beim Benchen immer den ersten Wert nimmt.
--Mein Standart Benchmark--
Als Standart Benchmark habe ich für die folgenden Tests Q3A mit den 3dcenter.de-Benchmark-Regeln und einer Auflösung von 320*240*16 genommen. Als demo habe ich die 'demo001' genommen. (benche übrigends mit Q3A 1.17 unter einem Frisch installierten Win98) Das Ergebnis mit meinen Referenz-Einstellungen war 74,7fps. Allerdings können hier 'natürliche Schwankungen' von +-0,1fps auftreten also auch 74,6 und 74,8fps.
Diese Niedrige Auflösung habe ich gewählt um die Grafikkarte zu entlasten (um die geht es ja hier nicht). Trotzdem die Besten Grafikeinstellungen habe ich gewählt, um nicht nur die CPU zu belasten, sondern auch den Speicher.
--'L2 Cache' disablen--
Den L2 Cache abschalten gab in keinem Benchmark eine Verschlechterung. Mir scheint, EPoX hat diese Option in dem BIOS nicht richtig integriert. Aber: War das nicht schon im lezten BIOS so?? Dabei ist diese Option doch so wichtig für MAthlon.
--L2 ECC Checking enablen--
Als erstes Enabled'te ich mal das L2 ECC Checking. Doch mit keinem Einzigen Benchmark konnte ich eine Performanceverschlechterung messen. Ist das auch wieder eine Fehler von EPoX oder ist der unterschied einfach nicht messbar?
--P2C/C2P Concurrency disablen--
Ja! Hier hatte ich meinen ersten Erfolg! Disablen brachte nur noch 74,0fps , also satte 0,7fps weniger. Diese Option war also wichtig und musste enabled werden.
--AGP Fast Writes--
Nicht getestet, da meine Graka das nicht kann.
--K7 CLK_CTL Select--
Möglichkeiten sind hier Optimal und Default. Default brachte mir in FPU-test von SiSoftSandra2000 968 statt 943 Punkte, also 2,5% mehr. Dieser Vorteil war aber sonst in keinem Benchmark messbar. Auffallend war aber, dass der RC5-Benchmark bei Default sehr ähnliche Ergebnisse liefert (Schwankungen wirklich im Promillebereich). Mit Optimal waren die Schwankungen sehr viel größer. Durchschnittlich würde man aber wohl mit beiden Einstellungen auf das selbe Ergebnis kommen. Die Einstellung Optimal wird angeblich von AMD empfohlen.
--Fast R-W-Turnaround
--CPU to PCI Write Buffer
--PCI Dynamic Bursting
--PCI Master 0 WS Write
--PCI Delay Transaction
Diese Einstellungen hatte ich alle Enabled. Jede Einzeln Disabled brachte keine Nennenswerten unterschiede. Mir viel nur auf, dass das Ergebniss hier bei allen bei 74,8 lag. Also immer beim höchsten, obwohl die Ergebniss mit den Referenzeinstellungen aber immer 74,6 74,7 und 74,8 bunt gemischt(und nicht 5mal hintereinander der höchste Wert waren) waren.
Aufgrund dieses Verdachtes Disablete ich alle 5 auf einmal und... das Ergebnis waren 75,1fps (0,5fps mehr) => Entweder haben diese Optionen nur eine Wirkung, wenn sie zusammen Disabled werden oder jede einzelne bringt minimal mehr, so dass erst bei diablen aller die Mehrleistung messbar wird. Dennoch könnte hier aber einer einzelne Einstellung dabei sein, die die Performance nicht beeinflusst, oder bei Disabled sogar verschlechtert.
--PCI #2 Access #1 Retry--
War bei mir auf Disabled, enabled brachte aber das selbe Ergebnis.
--AGP Master 1 WS Write disablen--
keine messbaren Unterschiede
--AGP Master 1 WS Read disablen--
brachte 74,9, also minimal besser.
--Kann es sein, dass diese BIOS-Settings nur bei diesem Benchmark, mit dieser Einstellung besser sind?--
Könnte das sein? Ein Beispiel: 'AGP Master 1 WS Read'-disabled bringt in Q3A demo001 320*240*16 minimal mehr. Kann es nun sein, dass enabled in Auflösungen, in denen dann wirklich gespielt wird Q3A 800*600*16 besser ist? Dort wäre dies bloß nicht messbar, da es die Performance so minimal verbessert.
..habe gerade gesehen, dass das ja doch ein bisschen lang geworden ist. Deshalb will ich zu beginn mal erwähnen, das hier nichts weltbewegendes drinsteht. Wer sich aber für BIOS-tuning interessiert und etwas Zeit hat, darf das gerne lesen.
--Vorwort--
Das lesen dieses Textes kostet mehrer Minuten Ihrer Kostbaren Zeit! Ich wäre ihnen dankbar, wenn sie es trotzdem lesen.
--Mein Mainboard--
Ich habe das EPoX 7kxa (KX133) und bin bisher eigentlich sehr zufrieden damit. Das einzige, was ich bemängeln musste, war dass die I/O Spannung bei mir zu niedrig ist. Dies macht aber nur beim übertakten Probleme, (FSB >100Mhz geht nicht) wenn ich mein Mainboard wie empfohlen (FSB100, Speicher 133Mhz) betreibe läuft alles stabil.
--BIOS Einstellungen--
Die Bedeutung dieser ganzen BIOS Einstellungen war mir lange Zeit unklar. Da ich aber gerne wissen wollte, was die ganzen Optionen bedeuten, suchte ich im Internet nach Seiten die, diese sich mit BIOS Einstellungen erklären. Bei einfachen Optionen, die schon über Jahre in den Award-BIOS zu finden sind war es einfach. Hierüber waren sich alle Seiten einig. Bei neueren Einstellungen, vor allem die, die nur bei VIA-Chipsätzen vorhanden sind war es schon schwerer. Hier behauptete oft jede Seite etwas anderes. Mit Hilfe dieser Seiten und den Antworten in einigen Foren habe ich nun einen BIOS Guide für das 7kxa(gilt aber auch für andere VIA-Athlon-Boards) auf meine Homepage gestellt.
http://debigboss.de.vu/hardware
--Performancevorteile durch die Einzelnen Optionen--
Um dann auch herauszufinden, welche Einstellungen bei mir wirklich etwas bringen wollte ich bei jeder einzelnen Option die Performance messen. Als Referenzeinstellung nahm ich das, was ich schon über ein Jahr eingestellt hatte und was damals die Empfehlung einer Hardwareseite war. Nun wollte ich immer eine Einstellung verändern, benchen und dann mit meiner Referenzeinstellung verändern.
Dazu nahm ich 'SiSoft Sandra2000' als synthetischen Benchmark um CPU und Speicher einzeln zu messen. Q3A und UT als realistischen Benchmark um zu messen, wie sich das dann letztendlich wirklich auswirkt. Q3A und UT natürlich mit den Einstellungen, die in den 3dcenter.de Benchmark-Regeln empfohlen werden(sind auch die Einstellungen in denen ich Spiele) jeweils in den Auflösungen 800*600*16 und 1024*768*16, mit den Demos annihilator(Q3A) und utbench(UT).
Als erstes testete ich mal den Speicher mit 100 statt mit 133Mhz zu takten. Nun musste ich natürlich erkennen, dass der Unterschied schon bei einer so wichtigen Option minimal ist. In Q3A hatte ich statt 23,2 nur noch 22,7fps - 0,5fps nur 2%(!) weniger. in UT waren es immerhin 4%. Nur der MemoryBenchmark von Sandra2000 lieferte mit 15%(ALU) und 23%(FPU) ein deutliches Ergebnis. Dadurch wurde mir klar, dass ich andere Benchmarks benötigen würde. Einzige Idee war hier Q3A und UT, aber in der kleinstmöglichen Auflösung (320*240). In Q3A nahm ich für diese Auflösung statt der annihilator demo die demo001.
Bei FSB 100 statt 133 fiel die Framerate bei diesen Q3A Einstellungen von 74,7 auf 71,7fps, das waren immerhin schon mal 4%. In den neuen UT Einstellungen war der Unterschied nur noch 3% statt vorhin 4%. Das scheint aber dennoch beides noch zu wenig sein um ganz 'sensible' Optionen wie z.B. 'AGP Master 0 WS Read' zu testen. Dazu kommt ja noch ein weiteres Problem: ''Die natürlichen Schwankungen des Benchmarks''
--Natürlichen Schwankungen eines Benchmarks--
Wer öfters mal die Performance seines Systems mithilfe von Benchmarks misst, kennt dieses Phänomen: Der Benchmark gibt bei mehreren Durchläufen immer andere minimale (aber manchmal mehrer Prozentpunkte schwankende) Ergebnisse aus. So weis man oft nicht, ob das bessere Ergebnis nun durch z.B. den neuen Treiber zustande kam, oder ob dies 'natürliche Schwankungen' sind.
Aber auch bei den Benchmarks gibt es stark schwankende und welche, die sehr präzise sind. Beim ALU-Benchmark von Sandra2000 sind Schwankungen von 1% normal. Der FPU-Benchmark hingegen liefert immer das selbe Ergebnis (in Ausnahmefällen kann der Wert auch mal 1 höher sein, das wären dann aber trozdem nur 0,1%).
Generell gilt, je länger der Benchmark, desto geringer die ''natürliche Schwankung''. Sollte man also Einstellen können, wie lange der test dauern soll, kann man durch Verlängerung des Benchmarks einen präziseren Wert erreichen.
Oft hilft auch den Benchmark mehrmals hintereinander laufen zu lassen. Es könnte z.B. sein dass die CPU während des Benchmarks irgendeine (kurze) Berechnung für das OS machen musste. Da die Berechnungen für das OS die höchste Priorität haben werden diese dann vorrangig ausgeführt, wenn der Benchmark dann auch nur Sekunden geht, liegt das Ergebnis in diesem durchlauf dann unter dem das normalerweise erreicht wird.
Speicherbenchmarks verhalten sich genau umgekehrt. Durch mehrere Durchläufe wird das Ergebnis hier nicht genauer, sondern immer größer. Deshalb sollte immer der erste Wert gewählt werden.
Wenn man timedemos aus Spielen bencht kann noch ein ganz anderes Phänomen auftreten: Wenn das Spiel sehr viel Speicher braucht kann es vorkommen, dass es während des benchens Daten aus der Auslagerungsdatei auf der Festplatte lesen muss. Dies führt zu sehr großen Verzögerungen. Da die Festplatte diese Daten manchmal schneller und manchmal langsamer breitstellen kann wird dieser Benchmark dann zur reinen Glückssache.
In hohen Auflösungen hat sich bei mir Q3A mit der annihilator demo sehr bewährt. Q3A liefert hier immer das selbe Ergebnis.
Auch UT ist sehr zuverlässig, die Schwankungen hier sind in hohen Auflösungen unter 0,5%.
In niedrigen Auflösungen bei Q3A treten aber wieder andere gefährliche ;-) Phänomene auf: Der erste Benchmark ist immer unbrauchbar! Das Ergebnis des ersten Benchmarks liegt meist minimal unter dem der folgenden. Beheben lässt sich dies indem man nachdem Q3A gestartet wurde einfach mal irgendeine demo ablaufenlässt, oder mal kurz spielt.
Bencht man aber die selbe demo mit den selben Einstellungen immer wieder treten auch wieder Schwankungen auf. Das beste Ergebnis erhält man meiner Meinung nach, indem man nach dem Q3A starten zu erst irgendeine Demo ablaufen lässt und dann beim Benchen immer den ersten Wert nimmt.
--Mein Standart Benchmark--
Als Standart Benchmark habe ich für die folgenden Tests Q3A mit den 3dcenter.de-Benchmark-Regeln und einer Auflösung von 320*240*16 genommen. Als demo habe ich die 'demo001' genommen. (benche übrigends mit Q3A 1.17 unter einem Frisch installierten Win98) Das Ergebnis mit meinen Referenz-Einstellungen war 74,7fps. Allerdings können hier 'natürliche Schwankungen' von +-0,1fps auftreten also auch 74,6 und 74,8fps.
Diese Niedrige Auflösung habe ich gewählt um die Grafikkarte zu entlasten (um die geht es ja hier nicht). Trotzdem die Besten Grafikeinstellungen habe ich gewählt, um nicht nur die CPU zu belasten, sondern auch den Speicher.
--'L2 Cache' disablen--
Den L2 Cache abschalten gab in keinem Benchmark eine Verschlechterung. Mir scheint, EPoX hat diese Option in dem BIOS nicht richtig integriert. Aber: War das nicht schon im lezten BIOS so?? Dabei ist diese Option doch so wichtig für MAthlon.
--L2 ECC Checking enablen--
Als erstes Enabled'te ich mal das L2 ECC Checking. Doch mit keinem Einzigen Benchmark konnte ich eine Performanceverschlechterung messen. Ist das auch wieder eine Fehler von EPoX oder ist der unterschied einfach nicht messbar?
--P2C/C2P Concurrency disablen--
Ja! Hier hatte ich meinen ersten Erfolg! Disablen brachte nur noch 74,0fps , also satte 0,7fps weniger. Diese Option war also wichtig und musste enabled werden.
--AGP Fast Writes--
Nicht getestet, da meine Graka das nicht kann.
--K7 CLK_CTL Select--
Möglichkeiten sind hier Optimal und Default. Default brachte mir in FPU-test von SiSoftSandra2000 968 statt 943 Punkte, also 2,5% mehr. Dieser Vorteil war aber sonst in keinem Benchmark messbar. Auffallend war aber, dass der RC5-Benchmark bei Default sehr ähnliche Ergebnisse liefert (Schwankungen wirklich im Promillebereich). Mit Optimal waren die Schwankungen sehr viel größer. Durchschnittlich würde man aber wohl mit beiden Einstellungen auf das selbe Ergebnis kommen. Die Einstellung Optimal wird angeblich von AMD empfohlen.
--Fast R-W-Turnaround
--CPU to PCI Write Buffer
--PCI Dynamic Bursting
--PCI Master 0 WS Write
--PCI Delay Transaction
Diese Einstellungen hatte ich alle Enabled. Jede Einzeln Disabled brachte keine Nennenswerten unterschiede. Mir viel nur auf, dass das Ergebniss hier bei allen bei 74,8 lag. Also immer beim höchsten, obwohl die Ergebniss mit den Referenzeinstellungen aber immer 74,6 74,7 und 74,8 bunt gemischt(und nicht 5mal hintereinander der höchste Wert waren) waren.
Aufgrund dieses Verdachtes Disablete ich alle 5 auf einmal und... das Ergebnis waren 75,1fps (0,5fps mehr) => Entweder haben diese Optionen nur eine Wirkung, wenn sie zusammen Disabled werden oder jede einzelne bringt minimal mehr, so dass erst bei diablen aller die Mehrleistung messbar wird. Dennoch könnte hier aber einer einzelne Einstellung dabei sein, die die Performance nicht beeinflusst, oder bei Disabled sogar verschlechtert.
--PCI #2 Access #1 Retry--
War bei mir auf Disabled, enabled brachte aber das selbe Ergebnis.
--AGP Master 1 WS Write disablen--
keine messbaren Unterschiede
--AGP Master 1 WS Read disablen--
brachte 74,9, also minimal besser.
--Kann es sein, dass diese BIOS-Settings nur bei diesem Benchmark, mit dieser Einstellung besser sind?--
Könnte das sein? Ein Beispiel: 'AGP Master 1 WS Read'-disabled bringt in Q3A demo001 320*240*16 minimal mehr. Kann es nun sein, dass enabled in Auflösungen, in denen dann wirklich gespielt wird Q3A 800*600*16 besser ist? Dort wäre dies bloß nicht messbar, da es die Performance so minimal verbessert.