Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Warum diesmal alles anders ist zwischen Intel und AMD
Warren Farrell
05.06.2006, 18:26
Nichts wird mehr so sein wie früher!
http://blogs.zdnet.com/Ou/?p=240
Zitat:
"While I'm still eager to see more independent results that replicate these results, it is beginning to look more and more certain that Intel's Core 2 architecture will "leap ahead" as Intel's new slogan implies. AMD pointed out that they've been ahead of the game for 3 years (on most benchmarks and the results were always close) and it's inevitable for Intel to have a slight lead once in a while. The problem here is that this new Intel lead is not the usual leapfrogging where one competitor edges out the other, it's a massive lead across the board!
...
Intel on the other hand told me that they won't be standing still and they don't ever intend to make the same mistake of allowing the NetBurst architecture to stay around for more than 4 years again. The Core 2 architecture will only be around for 2 more years until Intel shifts to something new."
Übersetzung:
"Während ich gespannt bin, weitere unabhängige Ergebnisse zu sehen, welche die bisherigen Ergebnisse bestätigen, scheint es so zu sein, dass Intel mit seiner Core 2 Architektur tatsächlich einen “leap ahead” sein wird, wie Intels Slogan vorgibt. AMD verweist darauf, dass sie (AMD) für 3 Jahre in Front lagen (in den meisten Benchmarks und die Ergebnisse waren knapp) und es unvermeidlich ist, dass auch mal Intel einen knappen Vorsprung hat. Das Problem hierbei ist, dass dies nicht der bisher bekannte knappe Vorsprung mehr ist, denn ein Wettbewerber vor dem anderen hat, es ist ein massiver Vorsprung durch die Bank weg!
...
Intel erzählte mir, dass sie nicht still stehen würden und nicht vorhaben, den gleichen Fehler wie bei der NetBurst-Architektur zu wiederholen, als sie für mehr als 4 Jahre dabei blieben. Die Core 2 Architektur wird nur für 2 Jahre bleiben, dann bringt Intel etwas Neues."
Ich glaube nicht, dass man jetzt als vor eine Kaufentscheidung gestellter Kunde, wie eine Ratte das sinkende Schifff verlassen sollte, um zu Intel zu wechseln. Seitens AMD werden wir sicher auch in den nächsten Jahren konkurrenzfähige Prozessoren zu Gesicht bekommen. Wenn AMD nicht die leistungsfähigsten Prozessoren am Markt haben sollte, wie es bisher der Fall war, dann doch wohl hoffentlich preisgünstige Modelle.
gruenmuckel
05.06.2006, 18:37
Was kratzt es die Eiche wenn sich eine Sau an ihr reibt?
Es hat doch praktisch Null Aussagekraft was derjenige schreibt. Das sind doch momentan noch Spekulationen.
CharlieB
05.06.2006, 18:56
wer sich nicht nur die letzten 5 oder 10 Jahre mit Hardware beschäftigt sieht das alles sehr gelassen ...
Der Markt wird davon deutlich profitieren,
Marktanteile und Positionen MÜSSEN sich ständig verschieben,
Stillstand bedeutet da eher Rückschritt....
Es ist gut wenn sich niemand auf Loorbeeren ausruhen kann,
so bleibt Schwung in der Entwicklung.
CB
Es ist gut wenn sich niemand auf Loorbeeren ausruhen kann,
so bleibt Schwung in der Entwicklung.CB Korrekt. Man stelle sich nur vor, wo wir heute ohne AMD wären ...
Wahrscheinlich wären die gamer bei single-core Netburst P4s @max 3.GHz, ausgestattet natürlich nur mit gutem Rambus RAM ;) und die Server Leute würden vom Itanium @1GHz träumen, weil der ja gigantische 64bit hat ... *lol*
Abgesehen davon gäbe es Intel ohne AMD in der jetzigen Form wohl auch nicht ... die wären schon längst von der Kartellbehörde in ne Chipsatzfirma, CPU Firma, Netzwerksparte etc .. aufgesplitten worden ;-)
Edit:
Aja eins noch, gabs nicht mal bei ner älteren Analystenkonferenz ne Folie, die darstellte, dass AMD aus dem "Billigsegment" raus will und dafür im Server & mobile-Segment wildern will ? So gesehen .. nur folgerichtig ;-) Solange Intel kein CSI hat, kann sich AMD ja fast ausruhen :)
ciao
Alex
Korrekt. Man stelle sich nur vor, wo wir heute ohne AMD wären ...
Wahrscheinlich wären die gamer bei single-core Netburst P4s @max 3.GHz, ausgestattet natürlich nur mit gutem Rambus RAM ;)
Und wir hätten bei den selben Spielen mit selber Grafik wie heute die selbe Framerate ;)
Fortschritt ist schön und gut, aber die Ressourcen werden heutzutage doch total verheizt. Das ist (meiner Meinung nach) die Kehrseite der Medaille des stark vorangetriebenen Evolutionszwangs der Prozessorhersteller.
CharlieB
05.06.2006, 20:39
Und wir hätten bei den selben Spielen mit selber Grafik wie heute die selbe Framerate ;)
richtig ...
wir würden ja noch unter DOS spielen ;)
Fortschritt ist schön und gut, aber die Ressourcen werden heutzutage doch total verheizt.....
hmmm
wie meinst du das genau mit Ressourcen?
jedenfalls werden heute zig-fach weniger "Ressourcen" verbraucht bei gleichem Anwendungszweck als noch vor 20Jahren.
Bsp.
Wenn ich heute einen Rechner 1 Woche eine Szene rendern lasse,
brauchte ich vor ca. 2 Jahren noch 4 Rechner die 2 Wochen benötigten usw.
Von Quad Opteron und vielen Xeon AKWs bin ich damals auf stromsparende, Ressourcen-freundlichere Systeme umgestiegen ...
CB
Ich glaube er meint sowas wie Battlefiled2 was zum guten spielen schon 2GB braucht! Hätten wir noch Rambus wären wahrscheinlich die Speicherpreise/-größe so hoch/niedrig, dass 512MB schon High-End wären...
Warren Farrell
06.06.2006, 04:17
http://www.pctipp.ch/topthema/tt/33418.asp
Die Überschrift lautet:"Desaster für AMD: 19:0-Kantersieg für Intels neue CPU"
Meine Frage: Gab es jemals zuvor einen so grossen Vorsprung von AMD gegenüber Intel? Und dennoch brauchte Intel viele Jahre, um zu kontern.
Meine Einschätzung: Für das nächste halbe Jahrzehnt braucht man sich keine Hoffnungen zu machen bei AMD. Der Vorsprung wächst.
http://www.pctipp.ch/topthema/tt/33418.asp
Die Überschrift lautet:"Desaster für AMD: 19:0-Kantersieg für Intels neue CPU"
Meine Frage: Gab es jemals zuvor einen so grossen Vorsprung von AMD gegenüber Intel? Und dennoch brauchte Intel viele Jahre, um zu kontern.
Meine Einschätzung: Für das nächste halbe Jahrzehnt braucht man sich keine Hoffnungen zu machen bei AMD. Der Vorsprung wächst.
Nächstes Jahr kommt der K8L, sodass der Abstand sinkt oder gleich null wird...
Und mit Quad-Core steht AMD wegen HT wieder besser da, da sich nicht 4 Cores einen FSB teilen müssen!
Intel ist mit der Corearchitektur aber kein Wunderchip gelungen. Gegenüber einer 3 1/2 jahre alten Architektur gerademal ~20% schneller. Und nicht nur die Architektur ist neuer, sondern Intel hat im Gegensatz zu AMD schon 65nm. Intel wirft in 1 1/2 Monaten also das neueste von neuesten auf den Markt und ist nur 20% schneller. Wenn AMD mit dem K8L kommt kan Intel einpacken. Intel´s Antwort ist dann wahrscheinlich ein Core 2 Quadro der wieder ein verkappter Quadcore ala 2x Conroe ist.
Ultradetermin
06.06.2006, 13:40
http://www.pctipp.ch/topthema/tt/33418.asp
Die Überschrift lautet:"Desaster für AMD: 19:0-Kantersieg für Intels neue CPU"
Meine Frage: Gab es jemals zuvor einen so grossen Vorsprung von AMD gegenüber Intel? Und dennoch brauchte Intel viele Jahre, um zu kontern.
Meine Einschätzung: Für das nächste halbe Jahrzehnt braucht man sich keine Hoffnungen zu machen bei AMD. Der Vorsprung wächst.
Ich weiss ja nicht, wieviele Postings des immer gleichen Inhalts Du hier eigentlich noch publizieren möchtest.
Mich langweilt es inzwischen über alle Maßen.
Es ist etwas für den CPU-Markt völlig gewöhnliches Geschehen.
Es wird demnächst (man beachte die Zukunfts-Form) eine neue Architektur vorgestellt, die deutliche Verbesserungen gegenüber dem vorherigen bringt.
Intel hatte mit dem Prescott ein unerwartetes Eigentor geschossen. Die scharfe Kritik an der hochgradig ineffizienten Netburst-Architektur hat die Chefetage bei Intel scheinbar überrrascht. Sie mussten reagieren und haben dies jetzt wie zu erwarten mit der aufgebohrten Pentium-M-Linie getan. Ihre Vorteile bei der Cache-Integration und der Herstellungstechnik erlaubt es, da in die vollen zu greifen.
Man kann jetzt lamentieren, warum AMD nicht schon im AM2 Verbesserungen im Kern umgesetzt hat. Die Mühlen bei der Kernentwicklung mahlen aber einfach etwas langsamer.
AMD hatte zudem angekündigt, den Fokus der CPU-Entwicklung auf die Bereiche Server und Mobiles zu legen. Insofern kann einen die Entwicklung nicht völlig überrraschen.
Über Deine Einschätzung zum nächsten halben Jahrzehnt werden zukünftige Generationen lachen. Das ist fast so unsinnig, wie als Bundeskanzler die Halbierung der Arbeitslosenzahlen anzukündigen.
Treverer
06.06.2006, 15:21
was soll denn die "neue" architektur bei intel in zwei jahren sein?
das der conroe top ist, wurde nun schon oft genug festgestellt. auch hier!
um aber auf das topic (thread-titel!) einzugehen: ja, tatsächlich ist diesesmal alles anders zwischen intel und amd. und zwar zum vorteil für amd, zumindest, wenn man es vergleicht mit allen vorherigen ereignissen seit einführung des uralt-athlons. es gab zeiten, da wurden athlon-motherboards nicht beworben und in weißen kartons ausgeliefert! heute - nun gut: ab dezember - verkauft dell amd-cpus. amd ist vom underdog und billigheimer zum ernst genommenen konkurrenten geworden. sie haben standards gesetzt. sie haben starke verbündete. sie haben eine höhere produktionskapazität denn je. der markt ist weniger fixiert auf intel denn je. also: tatsächlich, es ist diesesmal alles anders als bisher - zum vorteil von amd! und zum vorteil der kunden: die kampfpreise von intel sind doch super für uns...
mtb][sledgehammer
06.06.2006, 15:56
Ich würde nicht sagen, dass der sich abzeichnende Vorpsrung des Core 2 gegenüber dem aktuellen Athlon 64 so noch nie dagewesen ist, kramen wir einmal in der Geschichte:
- beispielsweise war der Athlon bei seinem Launch dem Pentium III deutlich überlegen, je nach Anwendung 10-20% (vorsichtig zurückblickend). Erst der Coppermine konnte die Lücke schließen, aber auch nur bis zur 1 GHz Grenze.
- der K6-2 war dem Pentium II am Ende seines daseins meist über 25% unterlegen (zumindest bei den hoch getakteten Modellen), selbst der K6-III konnte die Lücke nicht annähernd schließen
migmicha
06.06.2006, 16:06
ich frage mich, warum sich alle so heiß machen deswegen...
Intel ist eine Top Firma, es war nach dem Eigentor mit der Netburstarchitektur doch zu erwarten, das so ein Riese mit sehr viel Wissen, Geld und Fertigungskapazitäten mal sich was neues einfallen lässt
jetzt hat AMD erstmal wieder etwas Druck und muß auch was tun
ohne Intel hätte AMD so nicht gegründet werden können, Apple wär ohne Microsoft pleite, IBM hat sich mit Apple sicher geglaubt, hat den Stinkefinger gezeigt bekommen, in der XBox ist dafür ein IBM, und ohne Konkurrenz müßte sich Intel gar nicht anstrengen und hätte Preise und MHz wie Apple...
alles in allem nennt man das Marktwirtschaft, man könnte aber auch Poker oder Schach dazu sagen
MfG Micha
Captn-Future
06.06.2006, 19:33
Ich muß auch langsam sagen, daß mich diese Intel vs. AMD Diskussion total annervt. Ich hatte immer ein System das beim Kauf das beste Preis-Leistungsverhältnis bot. Ob das ein K6-2 oder ein P3, respektive ein Athlon XP war. Jetzt wo alle voll geil auf ein System sind, was Super Pi in 16 Sekunden schafft und angeblich sooooo viiiiiieeeell schneller ist als die Beste TOP-MEGA-Teure Cpu von AMD - wo kann man die denn kaufen? Was wird AMD bis dahin bieten. Wieviele P4s verkauft Intel denn ob wohl die doch viel schlechter sind? Mal abgesehen von der Vorstellung, daß alle total beeindruckt sind von etwas a) ohne praktischem Mehrnutzen b) ohne Verfügbarkeit c) ohne Marktpreis.
Man könnte meinen bald würden AMD-CPUs kostenlos einem Pfund Kaffee beigelegt so schlecht sind sie. Da passt nur das Wort albern drauf.
hmmm
wie meinst du das genau mit Ressourcen?
jedenfalls werden heute zig-fach weniger "Ressourcen" verbraucht bei gleichem Anwendungszweck als noch vor 20Jahren.
Bsp.
Wenn ich heute einen Rechner 1 Woche eine Szene rendern lasse,
brauchte ich vor ca. 2 Jahren noch 4 Rechner die 2 Wochen benötigten usw.
Von Quad Opteron und vielen Xeon AKWs bin ich damals auf stromsparende, Ressourcen-freundlichere Systeme umgestiegen ...
CB
So wie Nofx es geschrieben hatte, meinte ich es. Klar können wir heute viel mehr machen als früher, weil wir mehr Ressourcen zur Verfügung haben und dadurch bessere Software möglich ist, allerdings zu unverhältnismäßig hohen Kosten (kein Geld, sondern Ressourcen).
Gerade im Spielebereich wird nicht mehr 100% optimiert, sondern eher einfach die Anforderungen hochgeschraubt. Das ist meiner Ansicht nach ein Ergebnis des schnellen Fortschritts. Man muss nur mal auf die Konsolen schauen, was die über die Zeit aus den Dingern rausholen. Natürlich nicht im PC-Vergleich, denn der hinkt, aber da muss noch richtig optimiert werden, weil es nicht einfach heisst "Ja hättest du mal 2GB Ram, dann würd's nicht stockeln".
Klar können wir heute viel mehr machen als früher, weil wir mehr Ressourcen zur Verfügung haben und dadurch bessere Software möglich ist, allerdings zu unverhältnismäßig hohen Kosten (kein Geld, sondern Ressourcen).Dem kann ich nur zustimmen. Vor allem, wenn ich mit die Systemvorraussetzungen des kommenden Office 2007 von Microsoft anschaue. Wenn dort beispielsweise die Livevorschau von Vorlagen eingeschaltet ist, sollen selbst derzeitige leistungsfähige Prozessoren für einige Augenblicke in die Knie gezwungen werden und das durch ein Office Paket. Das muss man sich einmal vorstellen.
jap da muss ich mich anschließen! bei vielen programmierern scheint ja die mentalität losgebrochen zu sein, dass man zum einigermaßen vernünfigen spielen neuer Spiele immer einen 3000€ high-end braucht.
(mir fällt da nur B&W2 ein, dass ich installiert hatte als ich mein superneues System zusammengebaut hatte und ich glaub ich guck nich richtig, ich hab gedacht irgendwas is kaputt, hab richtig panik gekrigt, da ruckelt dieses Spiel doch bei mir ?!?!?! (will ja nicht sagen, dass das bei allen so ist)).
[³dgamer]
07.06.2006, 01:42
warum eigentlich immer die nächste intel-generation mit der jetzigen amd-generation vergleichen? vorallem die ersten tests waren eher witzlos.
egal was wird, abwarten und beobachten. nichts wird so heiß gegessen wie es gekocht wird.
(5 euro ins phrasenschwein, ich weiß).
Warren Farrell
07.06.2006, 02:08
;2759819']warum eigentlich immer die nächste intel-generation mit der jetzigen amd-generation vergleichen? vorallem die ersten tests waren eher witzlos.
egal was wird, abwarten und beobachten. nichts wird so heiß gegessen wie es gekocht wird.
(5 euro ins phrasenschwein, ich weiß). Die nächste Intel-Generation ist für mich die 45-nm-Generation. Die 65er sind schon längst auf dem Markt und werden schon ordentlich gebencht und overclocked. Einfach googeln.
Hahahaaa.. Ihr seid geil Leute ;D ;D
Recht habt ihr fast alle.
Den Wirbel versteh ich nun auch net.
Das ist genauso als wenn ich nVidia7800GTX@SLI mit X800@CF vergleiche - sind einfach zwei verschiedene Generationen.
Klar musste Intel reagieren. Das war abzusehen. Aber ich sage: erstmal abwarten und Tee trinken.
Das wird sich eh bald immer mehr angleichen. AMD ist lange keine Billigheimerbastelbude mehr.
Und wie gesagt: Konkurrenz belebt das Geschäft.
bye Hübie
CharlieB
07.06.2006, 07:52
jap da muss ich mich anschließen! bei vielen programmierern scheint ja die mentalität losgebrochen zu sein, dass man zum einigermaßen vernünfigen spielen neuer Spiele immer einen 3000€ high-end braucht.
(mir fällt da nur B&W2 ein, dass ich installiert hatte als ich mein superneues System zusammengebaut hatte und ich glaub ich guck nich richtig, ich hab gedacht irgendwas is kaputt, hab richtig panik gekrigt, da ruckelt dieses Spiel doch bei mir ?!?!?! (will ja nicht sagen, dass das bei allen so ist)).
dann hast du noch keinen Einblick in Gameschmieden gehabt ...
ich sehr wohl hier in B sitzt man ja in guter Gesellschaft.
Und wenn man da mal einen Einblick hinter die Kulissen hat,
und sieht mit wem korrospondiert wird und welche Agreements ausgehandelt werden wird schnell klar,
dass das was du unter "Programmierers Mentalität" verstehst, knallhartes Business ist.
CB
Dresdenboy
07.06.2006, 08:48
Zu den Spieleanforderungen möchte ich auch noch sagen, dass zu einem Großteil die Effekthascherei der Gamer selbst zu diesem Entwicklungsdruck führt. Einfaches Denkbeispiel: Würde jemand lieber Quake 3 oder Quake 4 kaufen, wären die Preise gleich? Und warum?
Aber seid versichert, daß Programmierer durchaus noch bei Kernelementen (wie z.B. Pixel-/Vertex-Shadern, versch. Transformationen) Hand anlegen oder auch daß sich einfach ihre Erfahrung in entspr. gutem Code niederschlägt. Siehe die vielen entspr. Artikel auf einschlägigen Seiten, wie z.B. flipcode.com, gamasutra.com.
[P3D] Crazy_Chris
11.06.2006, 14:31
Gerade im Spielebereich wird nicht mehr 100% optimiert, sondern eher einfach die Anforderungen hochgeschraubt. Das ist meiner Ansicht nach ein Ergebnis des schnellen Fortschritts. Man muss nur mal auf die Konsolen schauen, was die über die Zeit aus den Dingern rausholen. Natürlich nicht im PC-Vergleich, denn der hinkt, aber da muss noch richtig optimiert werden, weil es nicht einfach heisst "Ja hättest du mal 2GB Ram, dann würd's nicht stockeln".
Schneller Fortschritt? *noahnung* Ich habe eher den Eindruck das der Fortschritt in den letzten 4-5 Jahren relativ langsam war. Anno 2001, also vor über 5 Jahren gabs den Athlon XP 2000+ (1,66Ghz) zu kaufen. 5 Jahre später gibs gerademal CPUs die bestenfalls doppelt so schnell sind. (und ja, auch damals gabs schon Mehrprozessorsysteme ;))
Im Zeitraum von 1997 bis 2002 wurden die Taktraten von 233Mhz auf über 2Ghz getrieben. Die Performance stieg mal so grob geschätzt um den Faktor 5. ;)
Wo ist also der riesen Fortschritt der Optimierungen unnötigt macht der letzten paar Jahre?? ich seh ihn nicht.. *noahnung*
Im Zeitraum von 1997 bis 2002 wurden die Taktraten von 233Mhz auf über 2Ghz getrieben.Die Performance stieg mal so grob geschätzt um den Faktor 5.
Du darfst aber nicht vergessen, dass der Stromverbrauch ca. um das 5-Fache gestiegen ist. Damals hat es die Grenze für den Stromverbrauch nicht gegeben, die momentan das Hauptthema sind.
So langsam war die Steigung der letzten 5 Jahre auch nicht.
Sie stieg von 1 Ghz (Singel Core) auf 2 Ghz (Dual-Core) (bei einer 30 Watt CPU).
Und wenn man annimmt, dass der 2te Core voll ausgenutzt werden kann, dann ist die Steigerung der letzten 5 Jahre immerhin das 4fache.
Dass die meisten einen Stillstand spüren, liegt vielleicht daran, dass es kaum Software gibt, die Multi-Core ausnutzen kann. Na ja, sie wird ja gerade geschrieben.
Und Ghz ist nicht alles. Es ist ein Unterschied ob in einem 2 Ghz Prozessor 100 Mio. Transistoren oder 1 Mrd. Transistoren sind.
Du darfst aber nicht vergessen, dass der Stromverbrauch ca. um das 5-Fache gestiegen ist. Damals hat es die Grenze für den Stromverbrauch nicht gegeben, die momentan das Hauptthema sind.Die Temperatur meines Pentium II 350 MHz ist laut Temperaturdiode trotz seines vergleichsweise geringen Takts unter Vollast schon auf über fünfzig Grad gestiegen. Dabei war der verbaute Alpha Kühler auch nicht gerade das schwächste Modell. Daher würde ich sagen, dass es auch damals schon Schwierigkeiten bei den thermischen Eigenschaften gab. Fast von Anbeginn an, haben die Hersteller die meiste Leistung aus den Prozessoren herausholen wollen und haben sich somit immer am Rand des Grenzbereiches des technisch Machbaren bewegt. Nur wurden diese Grenzen durch neue Fertigungsprozesse immer wieder verschoben.
Und Ghz ist nicht alles. Es ist ein Unterschied ob in einem 2 Ghz Prozessor 100 Mio. Transistoren oder 1 Mrd. Transistoren sind.Dann müsste ein Itanium II Kern mit seinen 120 Millionen Transistoren und dann noch einigen hundert Millionen Transistoren für den Zwischenspeicher ein wahrer Überflieger sein. Allerdings können ihm der AMD Opteron und der Intel XEON jedenfalls im Rudel ganz gut Paroli bieten. Manchmal sind eben auch die schlichten Designs im Vorteil.
SantaSam
11.06.2006, 21:28
Im Grunde kommts aber nich nur auf das design an.. in den letzten jahren hat sich immer mehr herauskristallisiert das sich amd Prozessoren für spiele hervoragend eignen.. hingegen bei bild und video berechnungen die Intel´s die nase vorn haben, und wie schon oben erwähnt ..das design und auch die arbeit der programmierer sind doch auch entscheident wie gut/schlecht ein prozesser funktioniert..man könnte ein programm nur für intels oder amds schreiben ohne das die konkurrenz mithalten kann .. im grunde dürfte bei mir nichma CCG-Zero Hour ruckeln ..tut es aber..weil ich statt ner nvidia ne ATI drin hab.
Im grunde bin ich für Optimierung wie bei Consolen.. wenn man sich die ersten spiele für die Playstation ansieht und dann die letzten.. das is schon ein unterschied. Wobei ich es auch einsehe das anhand der übermäßig vielen hardware die aufm markt ist, es sehr schwer ist alle programme auf allen rechnern reibungslos zum laufen zu bringen.. und mich stresst es das Windoof Vista mehr system ress verbraucht als NFS- Hot pursuit 2 .. -.- (ka ob das stimmt aber übertreiben is ma schön ;D ) aber solang wir als kunden immer wieder neu kaufen..warum sollen die großen firmen was anners machen..sie entwickeln wir kaufen.. solang es sich für sie lohnt.. wirds so weitergehn..
Die Temperatur meines Pentium II 350 MHz ist laut Temperaturdiode trotz seines vergleichsweise geringen Takts unter Vollast schon auf über fünfzig Grad gestiegen
Trotzdem hat er nur 22 Watt verbraucht.
Manchmal sind eben auch die schlichten Designs im Vorteil.
Ich redete von Transistoren und nicht vom Design.
Und die Transistoren sind beim Athlon AFAIK in den letzen 5 Jahren auch ordentlich gestiegen.
Hans Fuchs
12.06.2006, 12:02
Das Problem heute sind die Leckstöme. So kleiner die Stückturen des dünner werden die
Isolationsschichten zwischen den Transitoren. Das beste beispiel ist der Pentium 4 shrink von Northwood(130nm) zum Prescott(90nm), der mehr strom verbracht als sein vorgenger. AMD z.B. versucht dem Problem mit hilfe von SOI endgegen zu werken.
Wen das Problem mit den Leckstömen nicht wehr, würde es auch mit dem 10Ghz Pentium 4 klapen.
Dresdenboy
12.06.2006, 14:18
Trotzdem hat er nur 22 Watt verbraucht.Hmm.. mein alter 130nm- A64 3000+ (Anfang 2004) braucht in ca. 95% der Zeit, die mein PC angeschaltet ist, auch nicht mehr ;) (allerdings auf 0,95V laufend)
Zeigt sich in der Praxis auch dadurch, daß der CPU Lüfter nie angeht.
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Edit:
Ich redete von Transistoren und nicht vom Design.
Und die Transistoren sind beim Athlon AFAIK in den letzen 5 Jahren auch ordentlich gestiegen.Klar, aber beim Kern selbst kannst du "ordentlich" weglassen. Caches, IMC, HTr haben den größten Teil der zusätzlichen Transistoren zu verantworten. Der Rest teilt sich auf Optimierungen, Erweiterungen (z.B. Virtualization, direktes SSE2-Decoding) auf.
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