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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Stromausfall in fast ganz Deutschland


MisterSempron
05.11.2006, 09:35
Gestern so gegen 22Uhr ging in fast allen Bundesländern das Licht aus. Grund dafür sind überlastete Kraftwerke und deutschlands Energiedefizit, wir verbrauchen mehr Strom als wir herstellen. Hinzu zu dem Stromausfall kommt noch ein Fehler in einem Umspannwerk von RWE Rhein/Ruhr, sodass ganz Frankreich und Spanien ohne Strom waren.
Das ganze ging ca. eine Stunde so.
Ich war zwar nicht betroffen, Niedersachsen hatte noch Strom, aber es kann doch nicht sein, dass wir diese hohen Strompreise zahlen, aber wir nicht genug Strom haben, um alle Haushalte zu versorgen.:-X

So, das musste ich mal sagen...;)

Sonic
05.11.2006, 09:49
Bald ham wir hier amerikanische Verhältnisse. Kann ja echt nich angehen... Erst die umknickenden Strommasten von RWE und jetzt halb Europa ohne Strom? Wie soll das weiter gehen?

MisterSempron
05.11.2006, 09:56
Bald ham wir hier amerikanische Verhältnisse. Kann ja echt nich angehen... Erst die umknickenden Strommasten von RWE und jetzt halb Europa ohne Strom? Wie soll das weiter gehen?
Das wird so weitergehen, bis wir auf nem Hometrainer sitzen und treten um Strom fürm PC und fürn Router zu haben ;) ;D

Tsone
05.11.2006, 10:03
Also ich hab davon nix bitmekommen ;)

Ich war zwar nicht betroffen, Niedersachsen hatte noch Strom, aber es kann doch nicht sein, dass wir diese hohen Strompreise zahlen, aber wir nicht genug Strom haben, um alle Haushalte zu versorgen
Ja bald haben wir gar keinen Strom mehr und verenden elendig :]

Wafer
05.11.2006, 10:09
Grund dafür sind überlastete Kraftwerke und deutschlands Energiedefizit, wir verbrauchen mehr Strom als wir herstellen.
Quelle?
Andere Medien sprechen etwas anders...

(...)Die genaue Ursache ist noch unklar. Es scheint aber festzustehen, dass der Auslöser in Deutschland zu suchen ist.(...)
(...) Auslöser sei eine Panne bei zwei Hochspannungsleitungen im deutschen Stromnetz gewesen, sagte Pierre Bornard, Vorstandsmitglied des französischen Zulieferers RTE. Dieses riesige Energiedefizit in Deutschland habe die Stromerzeugung in Europa aus dem Gleichgewicht gebracht. (...)

Also nochmal: Überlastete Kraftwerke? Nö. Energiedefizit? Nö. Vielleicht temporär, weil Unternetze aus Sicherheitsgründen ausgeschaltet wurden. Wir verbrauchen mehr Strom als wir herstellen? Nö, wieso? Das mag höchstens im wörtlichen Sinne stimmen, denn wenn Netze ausgeschaltet werden, dann ist der Bedarf sicherlich höher als die aktuelle Produktion.

Riddler82
05.11.2006, 10:37
Bei uns hier in Bayern war auch nix von einem Stromausfall zu bemerken :]

Da will wohl die Energielobby Panik machen damit die Kernkraftwerke bleiben:P

MisterSempron
05.11.2006, 10:49
Ach ja nur so nebenbei...Was wird eigentlich mit einem abgeschalteten AKW gemacht? Ich weiß nur, dass der Reaktor erstmal abkühel muss, aber was ist danach? Die werden das ja wohl kaum in der Landschaft stehen lassen. *noahnung*

Riddler82
05.11.2006, 10:57
Reaktoren können bis zu einem gewissen Grad zurückgebaut werden.

bei N24 ist auch ein Artikel zum Blackout:N24: Millionen Menschen nach Blackout in Dunkeln (http://www.n24.de/news_stories/article.php?articleId=80833&teaserId=81158)

Nach den Worten eines Vorstandsmitglieds des französischen Zulieferers RTE ist Europa nur knapp einem völligen Blackout entgangen. Ausgelöst worden sei die Kettenreaktion durch eine Panne bei zwei Hochspannungsleitungen mit jeweils 400 000 Volt in Deutschland.

Allein in Frankreich hatten etwa fünf Millionen Menschen kurzzeitig keinen Strom, wie französische Medien berichteten.
Ohne Elektrizität blieben auch hunderttausende Haushalte im belgischen Flandern sowie in mehreren Regionen Italiens und Spaniens. Auch der Osten Österreichs sei betroffen gewesen, berichtet die Nachrichtenagentur Apa.

weiter

In Nordrhein-Westfalens gingen für mehrere hunderttausend Menschen kurz nach 22 Uhr die Lichter aus. Betroffen waren nach Angaben eines Sprechers der Kölner Bezirksregierung Gebiete im Erftkreis, in den Kreisen Düren und Euskirchen sowie in der Stadt Köln.

und

Nach Angaben des Landeskriminalamtes in München war die Elektrizität in den Landkreisen Coburg, Kronach und Lichtenfels ausgefallen. Ebenfalls seien Teile Baden-Württembergs, Hessens, Thüringens, Brandenburgs, des nördlichen Saarlandes sowie Gebieten von Rheinland-Pfalz ohne Elektrizität gewesen.

Ok, das klingt nun entwas grösser.
Bei einem so verzahnten Netzwerk wie wir es mittlerweile in Europa haben, ist dieser Effekt leider zwangsläufig möglich.

Es liegt aber wohl nicht an einem generellen "Stromunterversorgung" sondern es war schlichtweg eine Panne.

Wafer
05.11.2006, 10:58
Was wird eigentlich mit einem abgeschalteten AKW gemacht? Ich weiß nur, dass der Reaktor erstmal abkühel muss, aber was ist danach? Die werden das ja wohl kaum in der Landschaft stehen lassen. *noahnung*
Also beim Kernkraftwerk Obrigheim werden zunächst die Kernbrennelemente entsorgt. Dann steht im Zeitplan, dass die Anlagen bis 2021 abgebaut werden und danach der Abriss erfolgt. Man rechnet mit einem Endzeitpunkt von 2023. Das dauert scheinbar recht lange alles zu entsorgen. Denke mal die können die meisten Betriebsteile nicht einfach in den Container schmeißen :)

Patmaniac
05.11.2006, 11:11
Hier bei mir hatte mal kurz ordentlich das Licht geflackert. Die USV ging dann auch an bzw. hat die Spannungsschwankungen schon vorher ausgeglichen. Jaja, da möchte man das Ding am liebsten bestätigend streicheln. ;D

Chris0r
05.11.2006, 11:28
Also bei uns war nichts zu merken *noahnung* Aber AFAIK bekommen wir Strom vom Kernkraftwerk Gundremmingen (http://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk_Gundremmingen). Ist ja mehr oder weniger gleich um die Ecke.

Wafer
05.11.2006, 11:53
Also bei uns war nichts zu merken *noahnung* Aber AFAIK bekommen wir Strom vom Kernkraftwerk Gundremmingen (http://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk_Gundremmingen). Ist ja mehr oder weniger gleich um die Ecke.
Ich glaube nicht, dass im riesigen internationalen Netzverbund ein KW in der Nähe ein Garant für eine unterbrechungsfreie Stromversorgung ist.
Mal davon abgesehen, dass Dein Strom aus der Steckdose mit Sicherheit nicht zu > 60% aus diesem KKW kommen wird.

ghostadmin
05.11.2006, 11:55
[QUOTE=Riddler82;2946641]Bei uns hier in Bayern war auch nix von einem Stromausfall zu bemerken :]
[QUOTE]

Bei "uns" in München schon, ganze 5 minuten

PuckPoltergeist
05.11.2006, 12:00
Hier bei mir hatte mal kurz ordentlich das Licht geflackert. Die USV ging dann auch an bzw. hat die Spannungsschwankungen schon vorher ausgeglichen. Jaja, da möchte man das Ding am liebsten bestätigend streicheln. ;D

Also bei mir war das nicht nur kurz. Die Helligkeit meiner Lampe schwankte eine ganze Weile. Der Rechner ließe sich davon glücklicherweise nicht beeindrucken. Braves Enermax *tätschel*. ;D

Chris0r
05.11.2006, 12:11
Ich glaube nicht, dass im riesigen internationalen Netzverbund ein KW in der Nähe ein Garant für eine unterbrechungsfreie Stromversorgung ist.
Mal davon abgesehen, dass Dein Strom aus der Steckdose mit Sicherheit nicht zu > 60% aus diesem KKW kommen wird.
Weiß ich nicht, da kenn ich mich nicht aus. Auf jeden Fall war nichts zu spüren ;D

migmicha
05.11.2006, 12:16
hier war nichts
alles lief und mein Rechner natürlich auch...

ist einer der nachteile am Verbundnetz, Kartenhaus und so
aber Regionalversorgungen haben auch wieder andere Nachteile, was die Verfügbarkeit angeht

bei uns am Kraftwerk gehen 3 400kV-Leitungen raus und das hat bis zu 3GW
also 1GW pro Leitung, bei zweien 2GW, jetzt rechnet mal, wieviel Computer oder Schreibtischlampen aufeinmal ausgegangen sind *buck*

MfG Micha

algeron
05.11.2006, 13:49
Bald ham wir hier amerikanische Verhältnisse. Kann ja echt nich angehen... Erst die umknickenden Strommasten von RWE und jetzt halb Europa ohne Strom? Wie soll das weiter gehen?
*lol* Haben die deutschen Energieversorger nicht getönt, dass ein Ausfall, wie der, der die gesamte amerikanische Ostküste ausgeschaltet hat, in Europa nicht vorkommen könne? Irgendwie hatten die Recht. Wenn bei uns etwas passiert, bekommt sogar Marokko noch etwas ab *buck*.

Desti
05.11.2006, 13:51
The American Way of Life wurde erfolgreich installiert, wollen Sie jetzt nach Updates suchen?

Rabe
05.11.2006, 14:04
Lieber deinstallieren als updaten!

migmicha
05.11.2006, 14:04
eigentlich hatten sie Recht, Madrid war dunkel, aber Paris hatte Saft, Italien war teilweise Dunkel, aber hier in Bawü brannte das Licht
die Abschaltung war nur teilweise, einen Totalausfall wie in Amerika gab es trotz des Unfalls nicht

MfG Micha

Steelmaster
05.11.2006, 14:23
Also bei mir war das nicht nur kurz. Die Helligkeit meiner Lampe schwankte eine ganze Weile. Der Rechner ließe sich davon glücklicherweise nicht beeindrucken. Braves Enermax *tätschel*. ;D

War bei mir in Leipzig ähnlich. Das Licht hat etwas geflackert, aber die die PC's sind durchgelaufen. Die NT's müssen ja auch mal was abkönnen für ihren Preis ;)

Riddler82
05.11.2006, 15:01
Bei uns hier in Bayern war auch nix von einem Stromausfall zu bemerken :]
[QUOTE]

Bei "uns" in München schon, ganze 5 minuten

Mit "uns" meinte ich eigentlich bei uns im Haus ;) Ich wollte damit zum Ausdruck bringen das eben nicht so schlimm war wie erst beschrieben.
Ich sitz hier übrigens im Landkreis Regensburg.
ansonsten kann ich nur sagen, das Licht fuchtelt bei uns öfters mal, fällt mir schon garnicht mehr auf. Und der PC ist auch weitergelaufen.

sempron64
05.11.2006, 15:05
Bei uns war Gott sei Dank kein Stromausfall...

Normalerweise sollten die sch*** Energiekonzerne für alles aufkommen was aufgrund eines Stromausfalls passiert.
Die nehmen einen aus und dann haben sie nicht mal ihre Leitungen im Griff... das verdiente=abgezockte Geld fließt dann in die Managertaschen.
Man könnte ja die Energiekonzernsteuer einführen...

Wafer
05.11.2006, 15:08
Die Ursache für den Stromausfall in vielen Ländern Europas liegt möglicherweise an der Ems in Niedersachsen. Dort war eine Stromleitung abgeschaltet, weil ein Kreuzfahrtschiff unter ihr durchfahren sollte. (...)
Da haben wir den Übeltäter ja ;)

DerrickDeluXe
05.11.2006, 15:32
Wohne ebenfalls in München, hab von der ganzen Aktion nix mitbekommen ;)


Mfg DerrickDeluXe

i_hasser
05.11.2006, 15:49
Hier in Ulm war auch nix zu merken, aber Gundremmingen ist ja auch gleich um die Ecke ;).

computerblicker
05.11.2006, 15:53
Renningen, Baden-Württemberg
Hab nix mitbekommen, und Radiowecker war noch an, also is au kein Strom ausgefallen *g*...weil der Dinger keine Batterien hat XD...an dem sieht man es also immer *g*

Steelmaster
05.11.2006, 16:05
Renningen, Baden-Württemberg
Hab nix mitbekommen, und Radiowecker war noch an, also is au kein Strom ausgefallen *g*...weil der Dinger keine Batterien hat XD...an dem sieht man es also immer *g*

Gibt es denn überhaupt jemanden, der was gemerkt hat? Angeblich war es ja in "fast" ganz Deutschland. ???

slaughty
05.11.2006, 16:11
War bei mir in Leipzig ähnlich. Das Licht hat etwas geflackert, aber die die PC's sind durchgelaufen. Die NT's müssen ja auch mal was abkönnen für ihren Preis ;)

Hier in Hessen genauso, 2 Lichtflackerer und fertig.

Doogystyle
05.11.2006, 19:38
jo bei mir im kleinen Dorf Schlich nähe Düren/Aachen war strom ausfall war für ca ne halbe std weg.
War aber mehr funny als alles andere ^^ sofort relativ viele leute aufer strasse und so

mfg

gruenmuckel
05.11.2006, 20:00
Gestern Abend, gegen 22:00 war der Strom weg.

War recht lustig. Wir waren mit 60 personen in einem Raum und haben ein Video von einer Sommerfreizeit geschaut. Während der Pause haben wir gegrillt und da fiel der Strom aus. Interessanterweise hatten wir auf dieser Freizeit in Norwegen auch 2x Stromausfall, also passte das gut zum Nachtreffen. Okay, Beamer mögen sowas nicht, er hat es aber überlebt.

Das ist nun mein 5. Stromausfall innerhalb eines Jahres den ich miterlebt habe und der länger als ~25 Minuten dauerte.

Üüüübel, aber langsam bekommt man Routine.


Achja, es war in Halle, am Teutoburger Wald. Allernördlichstes NRW, nix Ruhrpott oder Erftkreis.


Könnte es auch sein das mal die Stromkonzerne die Muskeln haben spielen lassen? Da war doch neulich mal was, das man Vattenfall vor den Bug gefahren ist (habe aber vergessen weswegen).



edit:
Wir haben auch Kirmes dieses Wochenende. Von den "normalen" Leuten geht da eh keiner hin. Ob es wohl da zu Plünderungen gekommen ist.

Aber etwas war besser als in Norwegen. Dort gabs nicht mal Wasser für die Toilettenspülung ohne Strom... (Tja, Brunnenwasser, hier ist ja alles powered by Hochbehälter)


edit2:
"Fast ganz Deutschland" ist aber auch ein Witz.
http://www.n-tv.de/729111.html
Da konnte man schon gegen kurz nach 10 heute morgen lesen das Ruhrgebiet, Düren und Erftkreis betroffen gewesen sein sollen. Aber es war garantiert mehr, siehe oben.

i_hasser
05.11.2006, 20:05
Gestern Abend, gegen 22:00 war der Strom weg.

War recht lustig. Wir waren mit 60 personen in einem Raum und haben ein Video von einer Sommerfreizeit geschaut. Während der Pause haben wir gegrillt und da fiel der Strom aus. Interessanterweise hatten wir auf dieser Freizeit in Norwegen auch 2x Stromausfall, also passte das gut zum Nachtreffen. Okay, Beamer mögen sowas nicht, er hat es aber überlebt.

Das ist nun mein 5. Stromausfall innerhalb eines Jahres den ich miterlebt habe und der länger als ~25 Minuten dauerte.

Üüüübel, aber langsam bekommt man Routine.


Achja, es war in Halle, am Teutoburger Wald. Allernördlichstes NRW, nix Ruhrpott oder Erftkreis.


Könnte es auch sein das mal die Stromkonzerne die Muskeln haben spielen lassen? Da war doch neulich mal was, das man Vattenfall vor den Bug gefahren ist (habe aber vergessen weswegen).



edit:
Wir haben auch Kirmes dieses Wochenende. Von den "normalen" Leuten geht da eh keiner hin. Ob es wohl da zu Plünderungen gekommen ist.

Aber etwas war besser als in Norwegen. Dort gabs nicht mal Wasser für die Toilettenspülung ohne Strom... (Tja, Brunnenwasser, hier ist ja alles powered by Hochbehälter)

Hatte dieses Jahr auch schon so einige Stromausfälle, allerdings nur weil die Sicherung geflogen ist ;). Ein paar der Rechner hier haben recht brachiale Netzteile (>1kW) und die ziehen beim Anstecken schon einiges aus der Leitung.
Vom E-Werk gab's dieses Jahr noch nicht einen Ausfall.

I²K
05.11.2006, 20:07
Da haben wir den Übeltäter ja ;)

Das hab ich auch gelesen.

Wir sollen den Franzosen öfter den Strom abstellen. Und den Holländern...

megaman
05.11.2006, 20:07
da ich zu diesem Zeitpunkt noch nüchtern war kann ich sagen, wir hatten noch Licht bei der Kirmes ;D
wohne so etwa Zentral in Thüringen.
aber das Licht flackerte kurz, so gegen 22 Uhr.

ghostadmin
05.11.2006, 20:50
das bei Überlast ganz Westeuropa betroffen ist halte ich etwas übertrieben

naja vielleicht kommt als nächste News von den Energieerzeugern das mehr Atomenergie her muss

wie war es in Augsburg?

gruenmuckel
05.11.2006, 21:00
das bei Überlast ganz Westeuropa betroffen ist halte ich etwas übertrieben

naja vielleicht kommt als nächste News von den Energieerzeugern das mehr Atomenergie her muss

wie war es in Augsburg?
Naja, ist ja ein Verbundnetzwerk, bzw ein Verbund aus Verbundnetzwerken.
So können (große) Störungen schon katastrophal durchschlagen.

Soviel Überkapazitäten gibt es ja auch nicht mehr als Sicherheitsreserve, die Leitungen werden und wurden ja viel weniger ausgebaut als der Bedarf wuchs. Hauptsache die Aktionäre kriegen ihre Dividende und sind ruhig, die Kuh muss gemolken werden bis sie zusammenbricht. Dann Pleite und neu gründen... :(

migmicha
05.11.2006, 21:05
bitte nicht alles über einen Kamm scheren
es gab einen Leistungsabfall, aber keinen Karftwerkszusammenbruch
einer der Gründe, warum das so schnell wieder weg war, nur bis ein Kraftwerk hochgefahren wird, dauert es nunmal ein bischen und wenn plötzlich soviel Leistung fehlt...
bei den Amis hat es damals bis auf die Kraftwerke durchgeschlagen und die haben sich erst wegen der Überlast abgeschalten
das ist wesentlich problematischer als ein Kabel wieder einzuschalten

MfG Micha

gruenmuckel
05.11.2006, 21:14
bitte nicht alles über einen Kamm scheren
es gab einen Leistungsabfall, aber keinen Karftwerkszusammenbruch
einer der Gründe, warum das so schnell wieder weg war, nur bis ein Kraftwerk hochgefahren wird, dauert es nunmal ein bischen und wenn plötzlich soviel Leistung fehlt...
bei den Amis hat es damals bis auf die Kraftwerke durchgeschlagen und die haben sich erst wegen der Überlast abgeschalten
das ist wesentlich problematischer als ein Kabel wieder einzuschalten

MfG Micha
Ich habe das ganz anders verstanden:
Eine oder zwei der richtig dicken 400000 Volt Leitungen wurden abgeschaltet (oder fielen aus).
Die Last im Netz bleibt ja gleich und muss umverteilt werden.
Durch diesen großen Ausfall stiegen die Belastungen auf den anderen Leitungen entweder in kritische Bereiche oder stiegen so schnell das vorsorglich automatische Mechanismen ganze Netzwerksegmente lahmlegten um den Verbrauch zu reduzieren und Netze zu schonen bevor Schäden entstehen. Denn falls als Folgeeffekt noch mehr Leitungen ausfallen beginnt sich das Problem exponentiell zu vergrößern.

Stell dir mal vor das innerhalb von Sekunden die Last auf bestimmten Leitungen nicht um ein paar % sondern um z.B. die Hälfte steigt, incl. gewaltiger Spannungsschwankungen. Ist doch klar und richtig das dann erstmal schnell teilabgeschaltet wird um danach die ganze Sache wieder kontrolliert ans Netz zu bringen.

Nicht schön für uns aber verständlich.
Okay, mit einem mitwachsenen Stromnetz wäre das wohl nicht nötig gewesen, aber ett het noch immer jutjejange

Riddler82
05.11.2006, 21:32
Tja, und das schwarze Peter Spiel geht weiter: Die Politik sagt die Versorger sind schuld, weil sie ihr Leitungsnetz nicht ausbauen.
Dagegen sagen die Energieversorger die Politik hat schuld, weil die Genehmigungen so lange dauern.
Ein Sprecher hat vorhin sogar gemint, es würde bis zu 10 (!) Jahre Dauern die Genehmigungen zu bekommen, während der Bau einer Hochspannungsleitung an sich nur ein bis zwei Jahre brauchen würde (reell schätz ich drei Jahre).
An so langen Planungs und genehmigungsverfahren dürften allerdings auch Leute mit "Elektrosmog Allergie" genauso schuld sein auch Umweltschützer und langsame Behörden. :]

gruenmuckel
05.11.2006, 21:34
Tja, und das schwarze Peter Spiel geht weiter: Die Politik sagt die Versorger sind schuld, weil sie ihr Leitungsnetz nicht ausbauen.
Dagegen sagen die Energieversorger die Politik hat schuld, weil die Genehmigungen so lange dauern.
Ein Sprecher hat vorhin sogar gemint, es würde bis zu 10 (!) Jahre Dauern die Genehmigungen zu bekommen, während der Bau einer Hochspannungsleitung an sich nur ein bis zwei Jahre brauchen würde (reell schätz ich drei Jahre).
An so langen Planungs und genehmigungsverfahren dürften allerdings auch Leute mit "Elektrosmog Allergie" genauso schuld sein auch Umweltschützer und langsame Behörden. :] Könnte ja auch manchmal bis öfter daran liegen, dass die 50000€ günstigere weil direktere Trasse mitten durch ein Naturschutzgebiet führen würde? :]

Redphil
05.11.2006, 21:50
Gestern Abend hat hier (Sachsen) auch kurz das Licht geflackert, hatte eigentlich gedacht, daß es an der Lampe liegen würde. Aber war wohl auch Folge des Stromausfalls.
Computer lief glücklicherweise problemlos weiter.

Riddler82
05.11.2006, 21:52
Ich bin selber FÜR Umweltschutz.
Was ich aber nicht verstehen kann ist das was ich als "Pseudonaturschutz" betrachte wenn Gegner einer Sache krampfhaft irgendwelche "bedrohten" oder "seltenen" Lebensformen als Verhinderungsgrund suchen und ähnliches.
Sowas meinte ich eigentlich.
Denn oft genug geht es solchen Naturschützern in Wahrheit nur um persönliche Gründe.

Ein Naturschutzgebiet oder Landschaftsschutzgebiet muss natürlich respektiert werden.

gruenmuckel
05.11.2006, 23:20
Der Beitrag vom 5.11.2006 trifft es meiner Meinung nach auf den Punkt.
http://www.cczwei.de/

Das Fazit passt gut...
Offenbar hat man ja jetzt den Blackoutteufel gefunden. Ein Kreuzfahrtschiff soll schuld daran sein. Man hat eine Leitung lahm gelegt, unter der das Schiff fahren sollte, und gerade diese Leitung hat den Europäischen Blackout erzeugt.

Kamen die Grimm's Märchen nicht auch aus dem Norden?
*great*

migmicha
05.11.2006, 23:31
Panik
wir werden alle sterben
also, ich finde die Mediengeier haben es mal wieder geschafft
jetzt ist es ein Kreuzfahrtschiff, ein Gerücht und schon geht die Post ab
bei seriöseren Medien liest amn das Wort "Zusammenhang", bei unseriösen "Schiff hat Schuld" und in drittklassiger(oder besser viertklassiger) Berichterstattung wird jetzt über die Schiffsüberführung in diversen Foren und Blogs diskutiert, alles ohne Grundlage

MfG Micha

gruenmuckel
05.11.2006, 23:39
Fakt ist trotzdem dass das Stromnetz längst nicht so flexibel und für Zwischenfälle gerüstet ist wie es notwendig ist, und es früher mal gerüstet war.

Da wird nunmal viel zu wenig investiert, dafür muss ich nicht im Aufsichtsrat von e.ON sitzen um das zu erkennen.

Es wurde immer wieder behauptet das soetwas nicht vorkommen kann. Ups, ist es aber doch, deswegen dürfte der Vergleich mit Grimms Märchen stimmiger sein als eigentliche Ursache und Beschwichtigungsversuch.


Wie war das noch mit den mürben Strommasten aus sprödem Thomasstahl? Wurde da seit letzem Jahr großartig was verändert oder auf den Weg gebracht? Da wurden mehr Beschwichtigungsversuche gestartet als noch nicht umgefallene Masten vorsorglich erneuert.

i_hasser
06.11.2006, 00:06
Imho ziemlicher Aktionismus. Aber wenn ich genauer drüber nachdenke kann eigentlich keiner von uns eine fundierte Aussage zu dem Thema treffen. Wir könnten höchstens mehr Transparenz einfordern.

migmicha
06.11.2006, 00:30
Fakt ist trotzdem dass das Stromnetz längst nicht so flexibel und für Zwischenfälle gerüstet ist wie es notwendig ist, und es früher mal gerüstet war. früher weiß ich nicht
also ich habe kaum nenneswerte Ausfälle miterlebt
es zeigt aber auch die Abhängigkeit vom Strom
früher hat sich keiner beschwert, wenn man die Lampe geflackert hat, heute geraten die Menschen in Panik
soviel ist auch sicher

Da wird nunmal viel zu wenig investiert, dafür muss ich nicht im Aufsichtsrat von e.ON sitzen um das zu erkennen.das stimmt zum Teil
wenn du in einem gutbezahlten Aufsichtsrat sitzt, dann glaube ich kaum, das dich das interessiert

Es wurde immer wieder behauptet das soetwas nicht vorkommen kann.
wann? wer?
nochmal, es war kein Totalausfall und kein Kraftwerk war abgeschalten
nur das Netz war etwas schwach
ist aber seit Jahren kein Geheimnis, das der Verbund und der Einkauf wenige Leitungen zu stark belasten und somit Wartungsintervalle verkürzt werden


Wie war das noch mit den mürben Strommasten aus sprödem Thomasstahl? Wurde da seit letzem Jahr großartig was verändert oder auf den Weg gebracht? Da wurden mehr Beschwichtigungsversuche gestartet als noch nicht umgefallene Masten vorsorglich erneuert.
ein bischen Farbe hätte es damals auch getan, ich meine Rostschutzfarbe ein paar Jahre eher


ich finde einfach ein Fazit verfrüht, keiner weiß was los war, aber alle schreien
was jedem auch mal zu denken geben sollte:
die Leitung über die Ems geht nach Niederlande, warum brannte dort das Licht?

MfG Micha

ghostadmin
06.11.2006, 10:18
der Strom ging übrigens nicht überall wieder gleichzeitig an sondern nacheinander in scheinbar zufallsfolge. Klar das man nicht alles auf einmal einschalten kann aber wie machen die das?

das da wenig Investiert wurde hört sich unglaublich an bei den derzeitigen Energiekosten )((
Ist eigentlich Wasser noch in staatlicher Hand?

Devastators
06.11.2006, 12:07
Ich berichte mal aus einen kleinen Dorf neben Pulheim nahe Köln, mit gut 25 Minuten pure Mondscheinbeleuchtung :P

in Leverkusen ist nur das Fernsehen ausgefallen, hoffentlich steigt nicht die Geburtenrate in 9 Monaten 8)

Ansonsten habe ich vor 3-4 Jahren auch mal einen kompletten 20 Minütigen Stromausfall in Köln (Rechtsrheinig) miterlebt, war da gerade in einer Disko, ziemlich witzig ;D

Ich persönlich empfinde es als eine ziemliche Katastrophe, dass eine gekappte/defekte/deaktivierte Leitung komplette Teile Europas ausschalten kann.
Das ergibt ganz neue Perspektiven für den Terrorkampf....

Wo sind denn die Redundanzen im Europäischen Stromnetz?

Patmaniac
06.11.2006, 12:27
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,446721,00.html

E.on riskiert neue Stromumleitung

Mehr als zehn Millionen Menschen ohne Strom - und noch immer ist der Grund unklar: Der Energiekonzern E.on bezweifelt, dass eine abgeschaltete Hochspannungsleitung über der Ems allein daran schuld war. Am Abend wird die Leitung erneut lahmgelegt, um ein Kreuzfahrtschiff passieren zu lassen.
Da da bin ja schonmal gespannt! ;D

Blutengel_6_6_6
06.11.2006, 12:54
hey

so schlimm ist auch nicht mal pahr Std ohne Strom .


gehe mal nach griechenland/Italien da seit ihr öfters Mahl ohne Strom
( 1 - 3x in der woche ) ;)

I²K
06.11.2006, 13:01
hey

so schlimm ist auch nicht mal pahr Std ohne Strom .


gehe mal nach griechenland/Italien da seit ihr öfters Mahl ohne Strom
( 1 - 3x in der woche ) ;)

Jupp, besonders ist der erste Fall in Europa mit diesem Ausmaß den ich miterleben durfte. Bzw. hab ich nur davon gelesen. Hier ist nämlich nix passiert.

ghostadmin
06.11.2006, 13:31
am schlimmsten ist Rumänien

jubo14
06.11.2006, 14:10
Da macht man zuhause einen gemütlichen Videoabend und hört am nächsten Tag im Radio, dass man eigentlich gar keinen Strom hätte haben dürfen. (von wegen ganz Deutschland) ;)

Ein paar Anmerkungen hätte ich aber noch:

Wer glaubt ein Kraftwerk (egal welcher Bauart) würde seinen Strom in der Umgebung ins Netz einspeisen irrt! Und das hat einen simplen technischen Grund. Um ein Kraftwerk einzuschalten braucht es STROM! Wenn der nun genau daher käme, wo es gerade dunkel geworden ist, dann wäre das etwas blöd. (oder amerikanisch! ;D ) folglich sind Einspeisung und Versorgung eines Kraftwerkes immer "etwas weiter" weg. Oder anders formuliert, jeder der ein Kraftwerk sehen kann bekommt von dort garantiert keinen Strom.

Für den Abriss eines Kernkraftwerkes können übrigens zwischen 20 und 30 Jahre veranschlagt werden. Das ist alles hochgerechnet, denn bisher ist noch kein "echter" Reaktor demontiert worden. Bisher wurde an kleinen, experimentellen Reaktoren geübt, um überhaupt die Techniken für einen Abriss zu entwickeln.

Und zuletzt noch was zu den Strommasten des RWE. Nachdem sich die erste Aufregung wegen der umgeknickten Masten gelegt hat, wurde in der Presse ja nur noch minimal darüber berichtet. So wurde z.B. darüber groß berichtet, dass das RWE schon länger von den Problemen mit den Masten wusste. Was dann schon nicht mehr so groß berichtet wurde, war die kleine unbedeutende Tatsache, dass es bereits einen Bauantrag für neue Masten gibt, die seit 5 Jahren auf dem Genehmigungsweg fest steckt. Die jetzt erneuerten Masten wurden nur deswegen ausgetauscht, weil RWE und Behörden sich darauf geeinigt haben, dass die Masten eine Gefahr für die Allgemeinheit darstellen. (Zur Gefahrenabwehr benötige ich nämlich keine Baugenehmigung!) Das hat aber keinen Einfluss auf die Baugenehmigung, mit der RWE etwa um 2010 rechnen kann. Bis dahin können noch einige Masten abknicken!

Franzbrandwein
06.11.2006, 15:16
In Mecklenburg-Vorpommern war auch davon nichts zu spüren, liegt wohl daran das wir in Greifswald nen Kernkraftwerk haben! 8)

Devastators
06.11.2006, 15:30
Für den Abriss eines Kernkraftwerkes können übrigens zwischen 20 und 30 Jahre veranschlagt werden. Das ist alles hochgerechnet, denn bisher ist noch kein "echter" Reaktor demontiert worden. Bisher wurde an kleinen, experimentellen Reaktoren geübt, um überhaupt die Techniken für einen Abriss zu entwickeln.


Da kam ein Bericht im Fernsehen, höchst Interessant weil alle Beteiligten dem Gesetzt entsprechend vor den Strahlungen geschützt werden müssen.
Da wurde ein riesen Aufwand betrieben und jede einzelne Schraube muss dekonterminiert werden bis die Strahlung so gering war, dass man es zum normalen Restmüll werfen konnte.

Wo das genau aufgenommen wurde, weiss ich nicht mehr meine aber es war doch ein altes Kernkraftwerk.

jubo14
06.11.2006, 15:45
Wo das genau aufgenommen wurde, weiss ich nicht mehr meine aber es war doch ein altes Kernkraftwerk.

Ich gehe davon aus, dass der Bericht (den ich nicht gesehen habe) aus dem KKW Gundremmingen stammt. Der Block A ist dort Anfang der 60er Jahre gelaufen und wird seit Mitte der 70er "Zurückgebaut".

Übrigens nur mal zum Vergleich der Block A aus Gundremmingen hatte 8MW Leistung, der abgeschaltete Reaktor in Stade hatte 1000MW und der Block A aus Biblis, der eigentlich 2009 stillgelegt werden soll hat schon 1200MW.

Durch die höhere Leistung wird die Dekontamination zwar nicht schwieriger, aber durch die viel größeren Bauteile und die größere Masse, wird es sicherlich auch nicht einfacher.

Campari
06.11.2006, 18:37
Wie überheblich doch die Europäer zuletzt in die Staaten schauten, als weite Teile des Landes dunkel waren...

i_hasser
06.11.2006, 21:32
Insgesamt waren das doch nicht mehr als 10mio von den Leuten die in Europa leben. Das ist nicht im geringsten mit dem Ausfall in den USA zu vergleichen.
Also nicht immer alles in einen Topf werfen ;).

gruenmuckel
06.11.2006, 21:41
Aber dort hat es auch mal klein angefangen.

Mittlerweile ist klar das es dort an zu geringen Netzerweiterungen und Wartungsarbeiten liegt.
Und irgendwie scheint sich das in Europa auch anzubahnen.

Sir Ulli
06.11.2006, 23:39
also bei mir NRW Bad Oeynhausen war nix,*noahnung*

alle 3 Rechner liefen und laufen without any probs....*noahnung*

mfg
Sir Ulli

migmicha
06.11.2006, 23:48
ich finde, langsam darf man die Überschrift ändern
es waren nur 10 Mio Menschen in Europa betroffen, in Dtl. leben allein schon ca. 80 Mio
also ist meiner Meinung "fast ganz" ziemlich übertrieben

wir haben zwei/drei kraftwerke in der Nähe, davon ein HKW nur für die Stadt und ein Großkraftwerk
das sollte reichen...

MfG Micha

i_hasser
06.11.2006, 23:56
Aber dort hat es auch mal klein angefangen.

Mittlerweile ist klar das es dort an zu geringen Netzerweiterungen und Wartungsarbeiten liegt.
Und irgendwie scheint sich das in Europa auch anzubahnen.

Das war der erste größere Ausfall seit sicher ziemlich langer Zeit. Aber auf einmal sind sich alle einig, dass es schon seit Jahren Defizite gibt, und dass das eigentlich sowieso nur eine tickende Zeitbombe ist.

Sensationslust und Panikmache

Riddler82
07.11.2006, 00:24
Aber wir sid und darüber einig das etwas gemacht werden muss bevor wir wirkliche Probleme bekommen, oder? ;D

Das nicht alles Gold ist bei den Stromversorgern (und eben nicht nur deren alleinige Schuld ist, siehe der Punkt "Lange Genehmigungsdauer") ist doch soätestens seit den geknickten Strommasten klar.:-/

migmicha
07.11.2006, 00:26
http://www.vde.com/Allgemein/Informationen/Presse/2003-Oeffentlich/2003-104.htm?SmartNavigation=a0b244c7-a051-47aa-a9a8-ce72417b71a6
http://www.vde.com/Allgemein/Informationen/Presse/2006-Oeffentlich/2006-64.htm?SmartNavigation=af4a1377-5ba9-4b74-a1ec-c6f4d35721f1

gruenmuckel
07.11.2006, 00:29
Das war der erste größere Ausfall seit sicher ziemlich langer Zeit. Aber auf einmal sind sich alle einig, dass es schon seit Jahren Defizite gibt, und dass das eigentlich sowieso nur eine tickende Zeitbombe ist.

Sensationslust und Panikmache
Es könnte das eine, oder das andere sein. Oder bist du da genauer informiert?


Fakt ist doch folgendes:
Vor sagen wir mal 20 Jahren hatten die Stromnetze prozentual gesehen größere Reserven als heute.
Selbst wenn man die selbe prozentuale Reserve halten wollen würde, würde das steigende Investitionen ins Netz erfordern, schließlich sind 20% von 4000 mehr als 20% von 3000.
Aber die Investitionen sind längst nicht im selben Maß gestiegen (oder sinken sie sogar?) wie die gestiegene Netzbelastung. Also muss doch die Reserve prozentual gesehen geschrumpft sein, oder?

Das muss nicht viel bedeuten, kann aber auch der Anfang von heraufziehenden Problemen sein.
Mir ist Panikmache fremd, aber das Thema Strom ist derart wichtig das ich da lieber etwas mißtrauisch bin, als das in Zukunft das Stromnetz immer anfälliger wird.

migmicha
07.11.2006, 00:48
Vor sagen wir mal 20 Jahren hatten die Stromnetze prozentual gesehen größere Reserven als heute.tja, vor 20 Jahren gab es keine Ost-West-Verbindungen
Rußlandstrom wohl noch weniger....
geschweige Europanetz oder freien Strommarkt
(Monopolismus hat den Vorteil, das man den Verantwortlichen kennt)
ist ja den Autobahenen ähnlich
Nord-Süd war ja nicht schlecht, aber seit der Grenzöffnung sind die A2, A4 und A6 notorisch überlastet (wobei A2 wenigstens ausgebaut wurde)
desweitren kam die Windkraft dazu, die an ganz anderen Standorten(Küste) ist, hingegen im Innenland Kernkraft abgebaut wird
das bei langen Genehmigungsverfahren bei Trassen in Dtl. und Kleinkriege zwischen den Unternehmen

allerdings sollte man den kleinen Ausfall imo nicht überwerten
noch ist es eigentlich kein Problem, das Netz ist noch gut genug, es muß aber investiert werden
vorallem sind klare Regelungen notwendig
vieleicht hat nur jemand einen falschen Hebel umgesetzt
es passiert andauerd, das Umspannstationen schalten und umlenken,
das Meiste bekommt keiner mit, nur es kann mal die Koordination fehlt, gibt es es mal eine kleine Schwankung

MfG Micha

zwergnase
07.11.2006, 00:51
Verstehe die Hektik hier nicht. Einige haben etwas gemerkt. Andere (wenige) waren (bis zu 25 min) betroffen. Und das ist wohl der erste größere Ausfall seit längerer Zeit. Ruhig bleiben. 8)

Imo hat der Ausfall gezeigt hat, dass Reserven da sind und das die Vernetzung funktioniert. Wie einer bereits geschrieben hat, kann so ein KW nicht innerhalb von Sekunden angefahren werden. Insofern war das doch ein guter Test. ;D

gruenmuckel
07.11.2006, 01:11
Verstehe die Hektik hier nicht. Einige haben etwas gemerkt. Andere (wenige) waren (bis zu 25 min) betroffen. Und das ist wohl der erste größere Ausfall seit längerer Zeit. Ruhig bleiben. 8)

Imo hat der Ausfall gezeigt hat, dass Reserven da sind und das die Vernetzung funktioniert. Wie einer bereits geschrieben hat, kann so ein KW nicht innerhalb von Sekunden angefahren werden. Insofern war das doch ein guter Test. ;D
Es war nirgendwo zu viel oder zu wenig Strom da.
Es wurden vorsorglich Verbraucher abgeschaltet um die durch die Umleitung überlasteten Leitungen zu schützen.
Da sieht man das die Vernetzung NICHT funktioniert hat.

jubo14
07.11.2006, 07:30
Das hat mit Ost-West, oder Russland nun aber überhaupt nichts zu tun!

Tatsache ist, dass vor 20 Jahren bei den großen Energieversorgern der Vorstandsvorsitzende selbstverständlich ein Techniker, in der Regel Elektro-Ingenieur, war.
Mit der gleichen Selbstverständlichkeit ist es heute ein Kaufmann.

Wer öffters im Umfeld von Kaufleuten und Technikern zu tun hat, weis, dass die völlig unterschiedlich denken.
Der Techniker wir immer bemüht sein seine Anlagen und Netze in 'Funktion zu halten.
Der Kaufmann will aus den Anlagen und Netzen der größt möglichen Profit generieren.
Diese beiden Sichtweisen lassen sich nur extrem schwer unter einen Hut bringen. Solange aber der Kaufmann auf dem obersten Chefsessel sitzt, werden Reservekapazitäten, die aus kaufmännischer Sicht tote Kapazitäten sind, immer weiter zurück gefahren.
30 Minuten Stromausfall sind halt billiger als ein paar neue Leitungen.

I²K
07.11.2006, 07:34
Wer öffters im Umfeld von Kaufleuten und Technikern zu tun hat, weis, dass die völlig unterschiedlich denken.

Wie wahr, wie wahr :-)

Bei uns sieht es etwas anders aus, im Endeffekt aber ähnlich. Das was der Techniker plant bekommt man nicht verkauft und dass was der Sales plant bekommt man nicht zum laufen :-)

Devastators
07.11.2006, 07:56
Wie wahr, wie wahr :-)

Bei uns sieht es etwas anders aus, im Endeffekt aber ähnlich. Das was der Techniker plant bekommt man nicht verkauft und dass was der Sales plant bekommt man nicht zum laufen :-)

ich wusste nicht, dass Du bei uns in der Firma arbeitest ;D

wobei, wir haben auch eine klassische Mischform, die doppelte Unternehmensführung (1 Techniker und 1 Kaufmann)
Bringt nur einen Vorteil, niemand ist mehr für irgendwas Verantwortlich *suspect*

i_hasser
07.11.2006, 08:20
Es war nirgendwo zu viel oder zu wenig Strom da.
Es wurden vorsorglich Verbraucher abgeschaltet um die durch die Umleitung überlasteten Leitungen zu schützen.
Da sieht man das die Vernetzung NICHT funktioniert hat.

Wer sagt das denn? Bei vielen hat nur kurz das Licht geflackert, in meinen Augen hat die Sache damit funktioniert. Das ist sicher nicht optimal gelaufen, aber es hat funktioniert. In Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien leben ~230Mio Menschen. 10Mio davon sind <5%.

Campari
07.11.2006, 08:41
http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID6066150_NAV_REF2,00.html

Netzagentur warnt vor Vorverurteilung

migmicha
07.11.2006, 08:58
nach einem bischen Flackern wurde der Fehler innerhalb von 30 Minuten fast vollständig behoben
damals bei den Amis hat es das gesamte Netz erstmal für Stunden lahmgelegt
d.h. doch, das das Krisenmanagement funktionierte
desweiteren wurden Leitungen abgeschalten um den Rest zu schützen, mit anderen Worten: die Sicherung fliegt raus bevor das Kabel schmilzt
ist doch verständlich
sicherlich ist ein Ausfall immer ärgerlich, aber nicht zu ändern
wenn man einige Beiträge so liest, bekommt man den Eindruck, das vielen extreme Stromschwankunen mit viel Elektronikdefekten lieber gewesen wäre als mal 10 Minuten im Dunkeln zu sitzen

MfG Micha

Sir Ulli
12.11.2006, 22:58
und jetzt noch das

Loewe prüft Anspruch auf Schadenersatz gegen E.ON

Wie die Berliner Morgenpost berichtete, erwägen auch der Ludwigshafener Chemiekonzern BASF und die Arnsberger Papierfabrik Cascades Schadensersatzansprüche gegen den Energiekonzern

http://www.heise.de/newsticker/meldung/80890

mfg
Sir Ulli

Steelmaster
13.11.2006, 07:42
und jetzt noch das

Loewe prüft Anspruch auf Schadenersatz gegen E.ON

Wie die Berliner Morgenpost berichtete, erwägen auch der Ludwigshafener Chemiekonzern BASF und die Arnsberger Papierfabrik Cascades Schadensersatzansprüche gegen den Energiekonzern

http://www.heise.de/newsticker/meldung/80890

mfg
Sir Ulli

... Im Unternehmen seien der zentrale Server und das Ersatzsystem durch die Stromunterbrechungen am Samstagabend ausgefallen. ...


Sollte eine solche Firma nicht eine halbwegs anständige USV haben? Für die Produktionsanlagen ist es vielleicht schwierig, aber doch zumindest für die IT Technik.

jubo14
13.11.2006, 08:24
Schon lustig, wie einige Unternehmen arbeiten!

Erst wird die eigene Technik vernachlässigt (USV und Notstromaggregat kosten ja schließlich Geld!) und anschließend wird nach einem Schuldigen gesucht.

Es gibt halt keine 100 % Versorgungssicherheit!

Jeder, der schon einmal einen Stromliefervertrag für eine Indurstrieunternehmen gesehen hat, wird hierzu eine entsprechende Passage finden. Was es aber gibt, ist eine Versicherung gegen Produktionsausfall. (Aber die kostet auch schon wieder Geld!)

So ein Manager hat es halt auch nicht leicht! ;)

MisterSempron
13.11.2006, 14:40
ich finde, langsam darf man die Überschrift ändern
es waren nur 10 Mio Menschen in Europa betroffen, in Dtl. leben allein schon ca. 80 Mio
also ist meiner Meinung "fast ganz" ziemlich übertrieben

wir haben zwei/drei kraftwerke in der Nähe, davon ein HKW nur für die Stadt und ein Großkraftwerk
das sollte reichen...

MfG Micha

Hmm...das mit "fast ganz Deutschland" hab ich nur so wiedergegeben, wie ich es im Radio gehört habe.

€dit: Wie kann ich denn den Titel des Threads ändern?

googie0815
19.11.2006, 15:39
also hier war kein stromausfall :D

computerblicker
20.11.2006, 18:16
... Im Unternehmen seien der zentrale Server und das Ersatzsystem durch die Stromunterbrechungen am Samstagabend ausgefallen. ...
Selber Schuld *lol*

Und wie gesagt worden ist, die IT wird man ja wohl schützen können mit USVs

Das jetz riesen Bandanlagen (zB Autoproduktion) nur schwer mit Energie versorgt werden können sollte klar sein, oda zumindest behaupt ich des jetz einfach mal

gruenmuckel
20.11.2006, 20:56
Selber Schuld *lol*

Und wie gesagt worden ist, die IT wird man ja wohl schützen können mit USVs

Das jetz riesen Bandanlagen (zB Autoproduktion) nur schwer mit Energie versorgt werden können sollte klar sein, oda zumindest behaupt ich des jetz einfach mal
Nein!
Eine USV ist nicht dazu da den Stromausfall zu überbrücken, sondern nur um die angeschlossenen Rechner sicher und kontrolliert herunterzufahren.

gruenmuckel
31.01.2007, 11:04
http://www.n-tv.de/759923.html

EU gibt E.ON die Schuld.



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