Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : keine Thermo Diode bei ASUS Boards
Ted_Striker
09.01.2002, 18:05
ich frage mich warum das Fujitsu-Siemens Board (D1289 mit altem KT266) immernoch das bisher einzige Sockel-A Mobo auf dem Markt ist, das den internen Temperaturfühler des Palomino und Morgan wirklich auslesen kann. Man sollte doch annehmen, daß ASUS eine solch simple Schaltung in seine Mainboards integrieren kann. Denn keines, auch nicht das A7V266-E, der Boards verfügt über eine solche Vorrichtung; und das bei einer so langen Boot-Zeit.
Ich denke mal, dass Du die Antwort darauf in der News-Section findest. Die Theorie mit den Restbeständen scheint den Nagel auf den Kopf zu treffen.
Traurig ist es trotzdem!
Mal schaun, ob der eine oder andere Hersteller in kommenden Boardrevisionen endlich mal was daran ändert und das Potential der XP`s auch in dieser Hinsicht ausnutzt.
Weil es weder von Winbond, Maxim oder sonst einem Halbleiterhersteller einen auf die verschiedenen Temperaturkennlinien der XP's passenden Monitoringchip gibt (bis jetzt nur auf Intel-CPU's passend). Winbond hatte einen für Jannuar angekündigt.
Der Monitoringchip vom D1289 passte von der Kennlinie her nur auf einen einzigen XP (war glaube ich der XP1600+). Langsamere und schnellere XP's weisen einen anderen Kennlinienverlauf auf, sodaß hier schon wieder stark verfälschte Messungen (digital) per I²C-Bus oder SMB weitergereicht wurden.
Asus hatte wohl gehofft, die jeweiligen Messungen per Bios (Tabelle) 'linearisieren' zu können. Reicht aber wohl nur zur eindeutigen und schnellen Erkennung der Temps jenseits der 50°C.
@StefanG
bist du dir da sicher ? weil im in dieser doku von amd (http://www.amd.com/us-en/assets/content_type/white_papers_and_tech_docs/24228.pdf) nennt amd einen chip von Maxim und Analog Device mit dem
man die Schaltung realisieren kann...
Der MAX6654 ist mir bekannt. Im Entwickelungsset ist, neben der (Windows)-Software, ein 2N3906 (SMD-Transistor im SOT23 Gehäuse) enthalten (als externe Tempdiode, falls der MAX zu klobig/träge (ebenfalls eingebaute Tempdiode) für die Anwendung ausfällt).
Ist also ebenfalls nicht (passend für div. XP's) kennlinienkorrigiert (was Asus ja wohl per Vergleichstabelle im Bios versucht).
Das Teil von AD kenne ich nicht, aber die Info (Heise/Siemens), daß noch kein passender Monichip verfügbar sei, stammt von Ende Dezember.
ITE und Winbond hatten ja Passendes für Anfang 2002 angekündigt (dann brauchen sich die Bios-Progger auch keinen Kopf mehr zur Um/Übersetzung der gelieferten Rohdaten machen).
@StefanG
hmm, deine "theorie" ist eigentlich schon plausibel. ich vermute auch, dass wenn
man eine temp messung fuer 2$ mit jetzt erhaeltlichen teilen hinkriegen wuerde,
dann haetten die mobo-hersteller das gemacht...
ABER, dennoch wundert mich dass AMD auf die Maxim IC's verweisst. und die
messresultate auf VoidYourWarantie sahen eigentlich auch ganz plausibel aus,
(http://wind.prohosting.com/jarmop/XP/XP24pos.jpg hier ebenfalls)....
Dass jeder XP type eine andere kennlinie hat bezweifle ich mal, da sich
die xp's im desing/layout nicht unterscheiden sondern nur die taktrate anders ist.
so, hab mir mal das datenblatt des Max6654 angeschaut....
um den korrekt resp. genau zu betreiben muss der temp fuehler ein verhalten
wie ein 2n3904 od. 06 haben.... wer sagt denn, dass amd die interne diode
nicht auch so realisiert hat ? und wenn nicht, wie "genau" koennte denn die
beschriebene schaltung arbeiten ? +- 2grad ? +-20grad ?
Ist irgendwie alles recht diffus.
In der c't konnte man ja hierzu lesen:
"... Microstar und Soyo begründen das Fehlen der Auslesefunktion damit, dass nicht alle Prozessoren von AMD den internen Sensor hätten. Shuttle erklärt etwas ausführlicher, dass der Hardware-Monitor-Chip zu wenig Temperatureingänge habe und man daher das Eingangssignal zwischen externem und internem Sensor umschaltbar machen müsse. Das gelänge jedoch nicht, weil das Signal des Athlon dazu zu empfindlich sei.
Hinter vorgehaltener Hand hört man, dass das Auswerten des Sensorsignals derzeit mit noch keinem Standard-Baustein möglich sei. Chips wie der auf vielen Boards sitzende W83627HF oder W83697HF von Winbond können zwar die interne Diode von Intel-Prozessoren auslesen, doch mit dem AMD-Signal hätten sie ihre Probleme. Die einzige funktionierende Lösung sei derzeit tatsächlich der spezielle Mikrocontroller, den Fujitsu-Siemens auf dem D1289 einsetzt. Selbst da gäbe es Schwierigkeiten mit den unterschiedlichen Geschwindigkeitsstufen des Athlon XP. Verbesserte Monitoring-Chips von Firmen wie ITE oder Winbond befänden sich jedoch in der Entwicklung, heißt es weiter."
Scheint jedenfalls nicht so simpel zu funktionieren, wie AMD es sich gedacht hatte. Ob die Schichtdicke der Dies in Dresden und z.B. Mexico verschieden sind (man hört ja immer wieder, daß der Prozess verschiedentlich schon kleiner als 0,18µm sein soll. Intel hat es zumindes nach dem 'Aufsägen' von TB's und XP's behauptet).
Wie dem auch sei, es funktioniert zur Zeit nicht (so wie es soll).
Aber zumindest scheint es beim A7V266-E oberhalb von etwa 50°C zu funktionieren.
Aber warten wir mal ab ...
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