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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : AMD-Krise: -$1,5 Milliarden '07, wenden sich Distributoren ab ?


rkinet
17.04.2007, 22:57
http://www.forbes.com/feeds/ap/2007/04/17/ap3621171.html

aus: http://amdzone.com/modules.php?op=modload&name=News&file=article&sid=7586

ThinkEquity analyst Eric Ross thinks "2007 is done for AMD."
"We continue to hear from several of our channel sources that distributors are rapidly cutting prices in order to unload AMD parts"

Friedman Billings Ramsey analyst Chris Caso, who has an "Underperform" rating on the stock and a $9 price target, thinks the company is heading toward a cash crunch.

"We now estimate AMD will lose $1.5 billion in cash this year
vgl. auch http://www.planet3dnow.de/cgi-bin/newspub/viewnews.cgi?id=1176814579

Wenn der Desktop K10 erst Q4'2007 kommt, dann sind die -$1,5 Milliarden wirklich schnell erreicht.

AMD verliert also nicht nur Unsummen an Geld, es wenden sich lt. Insider-Gerücht nun auch die überlebenswichtigen Distributoren von AMD ab, die dann für den Start des K10 nötig wären um CPUs und Boards zu plazieren.

Die Krise bei AMD wird immer ernster, wobei Intel gerade eben recht gute Zahlen vorlegen konnte: http://www.marketwatch.com/news/story/intel-first-quarter-revenue-89-billion/story.aspx?guid=%7BA6A5BE90%2D8CE9%2D46B7%2DA462%2D7253ABB8E03D%7D&newsid=893492872&&dist=bigchartssymb=INTC&sid=2564
Man kann erwarten / hoffen, daß am Do 19. April die AMD-Führung massiv zu dem Chaos bei AMD befragt wird.
Dazu wäre es auch gut, wenn man am 3. Mai 2007 / Aktionärsversammlung Konsequenzen für die AMD-Führung geben würde - http://www.amd.com/us-en/Corporate/InvestorRelations/0,,51_306,00.html

aylano
18.04.2007, 12:30
Na dann bin ich mal gespannt, ob AMD wirklich so runterwirtschaftet wird.

Der ATI-Verlust wurde 3Q 2006 auf 4Q deutlich gesenkt trotz Umsatzeinbruch.
Aber soviel ich weiß, hatte AMD im 4Q Steuervergünstigungen, dass das "schlechte" Ergebnis dann doch nicht so schlecht aussehen ließ.

So wie Intel jetzt.
Ohne Steuervergünstigungen (um 300 Mio.Euro mehr als im Quartal davor) Intel keinen Gewinn-Wachstum gehabt.

Trotz Umsatzrückgänge in allen Bereichen (CPUs und Chipsätze in Destop und Mobilen Markt) konnte der Gewinn gehalten bzw. um 300 Mio. Euro gesteigert werden.
Dies dürfte auf auch auf das generelle Sparprogramm zurückführen a la 91,8Tausend Mitarbeiter im 1Q und 94,1Tausend Mitarbeiter im 4 Q.

Azi
18.04.2007, 14:34
Ich bleibe immer noch auf meiner Meinung sitzen, dass der ATI kauf denkbar schlecht war.

Zurzeit bekommt ATI/AMD was Technologieführerschaft anbelangt nichts gebacken (Siehe R600/K10), sollten beide Produkte nicht an die Konkurrenz anschließen, bzw diese überholen können, wirds sehr düster.

Crashman
18.04.2007, 14:42
Ich sehe ATI nicht als Problem.

Ich sehe als Problem an, dass AMD die frühzeitige Entwicklung des K10 verschlafen hat. Oder irgendetwas ist dabei in die Hose gegangen. Auf jeden Fall muss das derzeitge Lineup wesentlich länger am Markt bleiben, als es hätte sollen.

Ich hätte z.B. nie gedacht, dass AMD erst so spät 4-Kern Prozessoren auf den Markt bringt. Eigentlich hatte der alte K8 doch alle Anlagen dafür.

Ob AMD die nächste Zeit übersteht wird man spätestens in einem Jahr daran erkennen können, wem der größte Teil der AMD Aktien gehört...

MfG

rkinet
18.04.2007, 14:47
a) Na dann bin ich mal gespannt, ob AMD wirklich so runterwirtschaftet wird.


b) So wie Intel jetzt.
Ohne Steuervergünstigungen (um 300 Mio.Euro mehr als im Quartal davor) Intel keinen Gewinn-Wachstum gehabt.
zu a)
AMD ist als Firma intakt - versucht aber ein nun fast 5 Jahre altes Basisdesign zu verkaufen, während Intel neue Produkte einführt.
So etwas kann selbst in einer optimal strukturierten HighTech Firma nicht gut gehen.


zu b)
http://www.heise.de/newsticker/meldung/88390

Intel hatte schob deutlich bessere Q1 in den letzten Jahren, aber auch schlechtere.

---

http://www.heise.de/newsticker/meldung/88406

Intel konnte in Q1'2007 +3% Marktanteil gewinnen. also verlor AMD ca. 3% ges. oder -12-14% relativ für AMD.
Jetzt dürfte auch die Auslastung der AMD-Fabs kippen, wobei die billigen 90nm / Stepping F3 Cores (2* 1M L2) nur begrenzt die Wafer füllen dürften. Lt. Gerüchten soll ja der 65nm K8 bis zu 2* 2M L2-Cache verwalten können, aber ob der Chip validiert als Reserve z.B. für Mobilanwendungen zu Verfügung stünde mag ich bezweifeln. Ebensowenig ein 2* 1M Core in 65nm mit besserer Latenzzeit.
Machbar wäre selbst ohne K10 etwas - s. früher den Barton als sich der erste K8 verspätete.

---

Ich bleibe immer noch auf meiner Meinung sitzen, dass der ATI kauf denkbar schlecht war.
Wenn schon Kauf, dann eher SIS oder VIA.
Wäre zwar fürs Image nicht toll gewesen, dafür aber auf Level Intel-Chipsätze wenn man bei Treiibern und Hardware-Debugging noch Arbeit investiert hätte. SIS hätte sicherlich nur rund $1 Milliarde gekostet und der Marktanteil wäre leicht ausbaubar gewesen.

ATI hat ca. $3 Milliarden an Krediten verschlungen, was allein ca. $150-200 Millionen Zinsen bedeutet. Das wird aber aktuell nicht eingefahren.

Azi
18.04.2007, 14:54
Ich sehe ATI nicht als Problem.
MfG

ich sehe gerade ATI als Problem: ATI verdient sein Geld bei den Spielern und High End Usern - AMD konzentriert sich zunehmend auf den Servermarkt.

Intel hat die Marketingmaschinerie voll angefahren, stellt auch schon konkret neue CPU´s vor, hat Quad Core. Der Core 2 duo wird mit "schnell" assoziiert.

Nun hat man Ati, die ja auch mit dem R600 ins straucheln gekommen sind, auf der einen Seite, und AMD auf der anderen. Irgendwie arbeiten die aneinander vorbei. Wenn man ein stabiles und halbwegs schnelles Paket aus K10 und R600 in den Massenmarkt wirft, dann hat man wieder eine chance was aufzuholen.
Mit Semprons und 3800+ x2s verdient man nichts. - Wahrscheinlich nichtmal mit dem 6000+ der stark nach einer Notlösung aussieht.
Über QuadFX lasse ich mich mal nicht aus :/

Nightshift
18.04.2007, 15:00
Was zu erwarten war.
Die Strategie die AMD die letzten Jahre gewählt hat war einfach an der Realität vorbei.
Klingt hart, aber dass es so war sieht man am aktuellen Stand der Dinge.

Und ob der ATI-Zukauf gut war lässt sich meiner Ansicht nach noch immer nicht abschließend beurteilen. Dazu ist noch zu wenig zeit vergangen. Klar, Bilanzmäßig war es nicht unbedingt schlau, aber wie hätte AMD alleine in Richtung CPU integrierte Grafikchips entwickeln sollen?
Es zeigt sich ja immer mehr, dass AMD mit dem Zukauf von ATI und dem Plan eine GPU auf der CPU zu integrieren nur dem Gang Intels folgt.
Langfristig gesehen war also der ATI-Zukauf die einzige Möglichkeit um irgendwie konkurrenzfähig zu bleiben.
Und es dauert ja auch eine Zeit bis man ersteinmal eine Firma integriert hat, schließlich war ATI nicht wesentlich kleiner als AMD.

Dass sich die aktuelle Lücke nicht schnell schließen lässt ist schlecht, und AMD wird da eine ziemliche Durststrecke haben.
Grund zur Panik sehe ich aber (noch) nicht, denn
a) hat AMD schon oft schlechte Zeiten überstanden, sie haben ja Jahre lang Verluste gemacht.
b) kann Intel kein echtes Interesse an einer absoluten Monopolstellung haben: Solange es läuft wie aktuell werden sich nämlich die Wettbewerbshüter ziemlich raushalten.

Ich schätze die Situation eher so ein, dass Intel versuchen wird seine Prozessoren so schnell zu machen, oder eben so viele Kerne darauf zu packen, dass AMD nachher nur noch ein kleiner Teil des Marktes bleibt und nicht mehr in die oberen (Performance- &) Marktsegmente vordringen kann. In diesem Fall könnte Intel in diesem Segment dann die Preise bestimmen und bessere Margen erwirtschaften.


*edit*
Was ich noch einwerfen wollte:
AMD hat einfach bei der Entwicklung zu sehr auf die Netburst-Architektur von Intel geschielt. Und zwar in der Form, dass die ja nur in größeren Sprüngen weiter entwickelt werden sollte, mit ein paar Tippelschritten zwischendurch.
Es sieht fast so aus, als hätte AMD dabei den Pentium M total übersehen, der Jahr für Jahr kontinuierlich weiterentwickelt wurde und ja auch das Grundgerüst de Core2Duo stellt.
Mit einer Strategie wie Intel sie beim Pentium M vollführt hat sähe es bei AMD wahrscheinlich nicht ganz so schlecht aus, und ich hoffe dass AMD sich daran ein Beispiel nimmt und umdenkt (wenn sie eine solche Entwicklung leisten können).
Denn so dolle waren die Zwischenschritte beim A64 nicht:
A 64
A 64 + DualChannel Interface
A 64 in 90 nm
A 64 Dualcore
A 64 + DDR2 Interface (+Virtualisierung)
A 64 in 65nm
Das innerhalb von etwas mehr als 3 Jahren, und obwohl der A64 eh schon wesentlich später als geplant auf den Markt kam und da schon recht alt war.

Crashman
18.04.2007, 15:01
Die Paketlösung wird kommen. Erstmal müssen die Produkte da sein.
Erste Ansätze zu Systemlösungen sind im Bereich der Chipsätze deutlich erkennbar.
Natürlich sind die Produkte die jetzt auf den Markt kommen hauptsächlich Eigenentwicklungen zweier Firmen. Aber irgendwie muss man ja anfangen.

Wenn man sich anschaut, welche Vorstellungen Intel für die Jahre 2008-2010 hat, blieb AMD doch gar keine andere Wahl. Intel entwickelt eigene Grafiklösungen, reprogrammierbare Chips usw.
GPU KnowHow wird in Zukunft nötig sein, eine Eigenentwicklung kam nicht in Frage.

Hätte AMD derzeit konkurrenzfähige Produkte im Angebot, könnten sie die ATI Integration auch viel ruhiger und gelassener vorantreiben. Hier hat die CPU Sparte eindeutig zu lange gebraucht.
Auch der VW Golf IV war lange Zeit das beste Auto der Kompaktklasse. Heute könnte VW dieses Modell nicht mehr zu normalen Preisen absetzen. Der Golf V fehlt AMD schon seit einem Jahr.

MfG

rkinet
18.04.2007, 15:25
Was zu erwarten war.
Die Strategie die AMD die letzten Jahre gewählt hat war einfach an der Realität vorbei.
Klingt hart, aber dass es so war sieht man am aktuellen Stand der Dinge.

Es zeigt sich ja immer mehr, dass AMD mit dem Zukauf von ATI und dem Plan eine GPU auf der CPU zu integrieren nur dem Gang Intels folgt.
Langfristig gesehen war also der ATI-Zukauf die einzige Möglichkeit um irgendwie konkurrenzfähig zu bleiben.

Ich schätze die Situation eher so ein, dass Intel versuchen wird seine Prozessoren so schnell zu machen, oder eben so viele Kerne darauf zu packen, dass AMD nachher nur noch ein kleiner Teil des Marktes bleibt und nicht mehr in die oberen (Performance- &) Marktsegmente vordringen kann. In diesem Fall könnte Intel in diesem Segment dann die Preise bestimmen und bessere Margen erwirtschaften.
Hauptproblem bei AMD ist das fehlende Vertrauen von potentiellen Kunden und Distributoren in AMD.

Auch hat sich AMD bzgl. K10-Performance zu früh geäußert.
Intel scheint bei Penryn die Schwächen beim SSE-Design behoben zu haben und hat zusätzlich beim L2-Cache und einer neuen Kommunikationslinie zwischen zwei DIEs einige Conroe-Schwächen beseitigt.

Intel hat aber auch den K10 reagiert und sich nicht auf dem guten Conroe ausgeruht.
AMD hat per 45nm Shanghai bzw. ZRAM /eDRAM noch Technologien im Hause, die Penryn bis Nehalem Paroli bieten könnten.
Gefährlich für AMD ist nun die Finanzsituation, die höhere Ausgaben für die schneller Entwicklung / Validierung schmwerzhaft machen.
Intel ist rein technisch nicht in der Lage AMD auch im Top-Segment weg zu drücken.

Aber AMD blockiert sich selbst durch die finanzielle Situation und die fehlende klare und offensive Linie für Produkte.
Dafür müßte nicht einmal viel neue Technik her. Bis 2005 konnte der als Sempron recylede K7 Marktanteile sichern. Heute und auch 2008 könnte ein K8 Sempron selbst in 90nm noch viele Kunden weltweit erreichen - denen sind die 'nm' egal.

Dafür muss aber bei den Top-Linie Technik her. Selbst die nur 2M-L3 shared sind sparsam - da wären auch in 65nm schon 4M oder 6M möglich gewesen (http://i.n.com.com/i/ne/p/2006/amdbarcelona550x512.jpg)

Opteron
19.04.2007, 09:39
Auch hat sich AMD bzgl. K10-Performance zu früh geäußert.
Intel scheint bei Penryn die Schwächen beim SSE-Design behoben zu haben und hat zusätzlich beim L2-Cache und einer neuen Kommunikationslinie zwischen zwei DIEs einige Conroe-Schwächen beseitigt. Ich glaub es wäre ein gewisser rkinet, der hier am lautesten Schreien würde, wenn immer noch 0,0 Leistungsinfos zum K10 existieren würden. Abgesehen davon sind es ja auch nur Pi*Daumen Werte, und beziehen sich nur auf SPEC.

Hast Du noch Infos zur der genannten "Kommunikationslinie" ? Hört sich im ersten Moment etwas esoterisch an ... Der Bus ist schneller und die Caches sind größer, das verbessert die ganze Geschichte schon einwenig, aber daran ist ja nichts neu.

ciao

Alex

rkinet
19.04.2007, 11:15
Ich glaub es wäre ein gewisser rkinet, der hier am lautesten Schreien würde, wenn immer noch 0,0 Leistungsinfos zum K10 existieren würden. Abgesehen davon sind es ja auch nur Pi*Daumen Werte, und beziehen sich nur auf SPEC.

Hast Du noch Infos zur der genannten "Kommunikationslinie" ?
http://www.zdnet.de/news/hardware/0,39023109,39153592,00.htm
(Larger Caches, Faster Buses)

http://www.zdnet.de/news/business/0,39023142,39153163,00.htm
(serielle Verbindung zwischen den CPU-Kernen und anderer Hardware)

Mehr hat Intel noch nicht veröffentlicht.Allerdings gibt es ja diese 80-Core Technikstudie, welche einen 'Router' und auch schnelle Kommunikationslinien hat.
Zudem erhält der Nehalem ja solche Elemente, es muss also einiges (fast) serienreif vorliegen.
Das ist im Vergleich zum Hypertransport sicherlich eher improvisiert. Aber es spricht nichts dagegen, daß es Performanceschub bringt und Intel so bisherige Designschwächen kompensiert.

Bzgl. SSE-Performance hat AMD bereits die Limitierungen beim C2D/Xeon oft publiziert. Aber genau hier könnte/wird Intel im Rahmen der Überarbeitung der SSE auf SSE4 angesetzt haben.
Es erscheint mir sehr merkwürdig, daß bei AMD keiner den Gedanken faßte, daß Intel im Rahmen der Überarbeitung des C2D hin zum Penryn offensichtliche Limitierungen entfernt. Das sieht nach deutlicher Unterschätzung von Intel aus. Natürlich hat auch Intel Limits und versucht sich mit technischen Höchstleistungen am Limit frühzeitig zu profilieren, was bei Intel schon immer der Fall war. Anders als beim 10 GHz Netburst für 2007 Debakel sind die Infos von Intel deutlich realistischer.

Der K10 wird vs. Penryn kein Überflieger mehr sein, allenfalls in Teilbereichen IPC-Vorteile haben. Man kann nur hoffen, daß bei AMD dies auch rechtzeitig erkannt wird.
Angesichts der hohen absoluten Rechenpower bei C2D, Penryn und K10 zzgl. 4 Cores muss sich aber keine der Firmen unterlegen fühlen oder bei diesen Produkten nur aus Leistungsgründen Kunden umsteigen. Dies hat Vor- aber auch Nachteile für die Vermarktung des K10 in Konkurrenz zu Intel.

Opteron
19.04.2007, 11:31
http://www.zdnet.de/news/hardware/0,39023109,39153592,00.htm
(Larger Caches, Faster Buses)

http://www.zdnet.de/news/business/0,39023142,39153163,00.htm
(serielle Verbindung zwischen den CPU-Kernen und anderer Hardware) Ah dort, danke für den Link. Da gehts aber ja um Nehalem, der Intels Hypertransportclone CSI verwendet, also andre Baustelle. Dass sowas schon im Penryn funktioniert kann man ausschließen.

Schlüssiger liest sich die heise news:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/87545

ciao

Alex

rkinet
19.04.2007, 12:18
Ah dort, danke für den Link. Da gehts aber ja um Nehalem, der Intels Hypertransportclone CSI verwendet, also andre Baustelle. Dass sowas schon im Penryn funktioniert kann man ausschließen.
Das mit serieller Verbindung und Penryn nehme ich zurück - das ist tatsächlich erst der Nehalem.

Intel hat beim Penryn/Yorkfield- am L2 gearbeitet und es erhöht/verschlechtert sich die Latenzzeit: http://www.heise.de/newsticker/meldung/884

dekaisi
19.04.2007, 12:43
Warum man sich so auf denn K10 fixiert?
Der großteil der Personen will doch gar keinen HighEnd Super CPU haben. sieht man an allen Verkaufszahlen.
Nur weil einige wenige super viel Leistung haben wollen, heisst das nicht das man damit viel Geld verdienen könne und es wirtschaftlich ist.
Wenn die Zeit reif ist für solche Produkte wird bestimmt auch AMD ihr Teil dazu tun.
Aber jeder weiß auch das die Hauptanstrengungen nunmal im Server bereich liegen und nicht im Desktop.
Für heutige Spiele ect reicht nen 6000+ Völlig.

rkinet
19.04.2007, 12:54
Warum man sich so auf denn K10 fixiert?
...
Für heutige Spiele ect reicht nen 6000+ Völlig.
AMD und Intel müssen gewisse Durchschnittspreise mit ihren Produkten erzielen, sonst gibt es rote Zahlen oder die Innovationen stoppen in der Branche.

Tatsächlich könnten sich aber AMD und Intel auch ältere Designs (wie K8, aus als X2 ) im Budget-.Bereich leisten, ohne daß die Verkäufe einbrechen würden.

Im Vergleich zu GPUs haben wir bei CPUs eh nur kleine Leistungszuwächse trotz erheblichen Mehrkosten. Ein X2 3600+ und ein X2 6000+ haben preislich den Abstand 1:3, aber die Leistung steigt eher 1:1,7.
Bei GPUs geht es viel rasanter mit der Performance los, teils doppelter Preis = 3-fache 3D-Performance.
Ich glaube schon, daß zukünfig nur noch gewaltige Mehrleistungen Verkaufsanreize für teurere CPUs schaffen werden. Nachdem nur mit jenen CPUs und GPUs das Geld verdient wird, muß an ihrer Entwicklung und Fertigung intensiv gearbeitet werden.

Captn-Future
19.04.2007, 13:10
Im Vergleich zu GPUs haben wir bei CPUs eh nur kleine Leistungszuwächse trotz erheblichen Mehrkosten. Ein X2 3600+ und ein X2 6000+ haben preislich den Abstand 1:3, aber die Leistung steigt eher 1:1,7. Das die Kosten nichts mit der Leistungsfähigkeit zu tun haben ist bei fast allen Dingen so. Wenn du jetzt Einsteiger-Karten zu 43 € mit einer Mid-Range-Karte vergleichst, kommt das hin. Aber du vergleichst hier Mid-Range CPUs mit High End (Soweit man das jetzt für AMD sagen kann). Wenn dann müstest du den billigsten A64 mit einer 3x so teueren CPU vergleichen Dann kannst du das so machen. Dein Vergleich hinkt gewaltig.

Wenn ich die dickste CPU haben will, dann muß ich Prozentual viel mehr Zahlen als wenn ich nur eine einfache CPU kaufe. Ist bei Autos, Fahrrädern, Grafikkarten usw. immer gleich.

Doppelt so schnell ist nicht immer Doppelt so teuer. Die letzten 20% machen immer 30-70% Mehrkosten aus.

Andy06
19.04.2007, 14:17
naja, an der Leistung kanns zur Zeit ja nicht soooo liegen. ein 6000+ hält mit einem E6600 auch mit. es liegt eher daran, dass alle User die aufrüsten wollen, gleich zu intel greifen, weil die ganz oben die besseren CPUs haben ala X6800... und das ein besseres licht auf die kleinen brüder wirft.

wenn AMD wirklich nochmal richtig Geld verdienen will (und das würde mal gut tun) sollten die nochmal eine Ladung Sockel 939 CPUs raushauen. alle bis zum 6000+
da würde sich wohl jeder, der ein S939 System hat, einen kaufen ;) oder?? wäre doch technisch möglich??

wobei dann sicherlich wieder das Image leiden würde. das sieht dann nach dem griff nach dem letzten strohhalm aus. aber das würde die nötigen milliönchen bringen ^^

das ist meine meinung so als "outsider"

rkinet
19.04.2007, 14:57
... wenn AMD wirklich nochmal richtig Geld verdienen will (und das würde mal gut tun) sollten die nochmal eine Ladung Sockel 939 CPUs raushauen. alle bis zum 6000+
da würde sich wohl jeder, der ein S939 System hat, einen kaufen ;) oder?? wäre doch technisch möglich??
Die baugleichen Opterone x90 gehen bis 2* 2,8 GHz.

AMD hat sich wenig um Aufrüster gekümmert, was aber im Zusammenhang mit den schlechten Lieferungen zu Distributoren zu sehen ist.
Nachdem die Opterone x90 noch bei $900 stehen wäre natürlich ein Preisgefüge um $200 /So.939 schon heftig niedrig. Aber es wäre ein positives Signal für Noch-AMD Kunden.

----
Q1'2007 war für die PC-Branche ein recht gutes Quartal - http://www.heise.de/newsticker/meldung/88503
Da schmerzen schlechte Zahlen bei AMD umso mehr.

cruger
20.04.2007, 00:00
jetzt sind die quartalszahlen ja raus ...

http://www.amd.com/us-en/Corporate/VirtualPressRoom/0,,51_104_543~116842,00.html

dürfte für amd ein schwieriges jahr werden.

rkinet
20.04.2007, 00:11
jetzt sind die quartalszahlen ja raus ...

http://www.amd.com/us-en/Corporate/VirtualPressRoom/0,,51_104_543~116842,00.html

dürfte für amd ein schwieriges jahr werden.
http://bigcharts.marketwatch.com/quickchart/quickchart.asp?symb=amd&sid=0&o_symb=amd&freq=1&time=8&x=0&y=0

AMD HINTS AT 'ASSET-LIGHT MODEL
AMD FORMS EXECUTIVE TASK FORCE TO LEAD RESTRUCTURING
AMD WEIGHS MAJOR RESTRUCTURING TO TRANSFORM BUSINESS MODEL

Da kommen einige neue Ideen - steigt AMD aus der Fertigung aus ? (Asset-Light-Model ?)
Oder was wird die 'Task Force' ermitteln ?

In Q1'2007 sind schon -$600 Mill. angefallen (net - s. SEC-Filing von AMD), Q2'2007 soll ähnlich verlaufem, was ohne Sondereffekte dann -$400 Mill. bedeuten könnte.
Bis Jahresmitte also recht sicher $1 Milliarde verloren ...


Die Börse reagiert aber positiv auf die laufenden Meldungen (Kurs steigt an).
AMD unternimmt etwas, wenn auch konkretes nicht verkündet wird.
Vielleicht gibts doch noch Hoffungen für eine Desktop-freundliche Roadmap/K10.

Jennifer
20.04.2007, 00:25
ich bezweifel irgendwie das weniger umsatz für 1 jahr ein großes problem für amd ist.

aylano
20.04.2007, 00:49
ich bezweifel irgendwie das weniger umsatz für 1 jahr ein großes problem für amd ist.
Kann sein. Immerhin hat AMD noch 1,1 Mrd. Dollar Cash, cash equivalents and marketable securities
Also, a bisal a Reserve.

-- AMD introduced the AMD 690 desktop and mobile chipset series
featuring the industry-leading ATI Radeon(TM) x1250 graphics
processor. The desktop chipset launched with a company record
number of motherboard partners and design wins while global
computer manufacturers including HP and Fujitsu Siemens announced
new consumer and commercial mobile systems featuring the AMD M690.

-- AMD announced DTX, an open standard specification designed to
enable the broad development of small form factor (SFF) PCs. DTX
enables smaller, quieter, more energy-efficient SFF computing
solutions. More than 15 companies, including ASUS, ECS, Founder,
Gigabyte, Hedy, NVIDIA, Shuttle, and Tongfang have announced plans
to develop DTX solutions.
Quelle:http://aktien.onvista.de/news-filter.html?ID_NEWS_TYPE=1,2,4&DATE_RANGE=week&NEWS_LANG=de,en&ID_OSI=86389&ID_NEWS=45454384

Und noch 2 Interessante Dinge.
Die 690-Chipsätze sind so gut angekommen wie noch nie und die DTX-Plattform dürfte laut AMD doch ein paar Partner gefunden haben.

Und sowas dürfte helfen den CPU-Haufen von AMD zu senken "The decrease from the prior quarter was largely due to significantly lower microprocessor unit shipments"
Vorallem, dürfte damit AMD es etwas leichter im >25$-Massenmarkt haben.

cruger
20.04.2007, 00:49
AMD schreibt tiefrote Zahlen (http://www.heise.de/newsticker/meldung/88539)

Der Chiphersteller weis bei rückgängigem Umsatz einen Nettoverlust von minus 611 Millionen US-Dollar aus und überrascht damit selbst skeptische Analysten.
.....

rkinet
20.04.2007, 01:13
http://www.heise.de/newsticker/meldung/88539
Die Heise - Meldung zu den Zahlen und Vergleichdaten zu früher

---

http://www.marketwatch.com/news/story/amd-swings-loss-weighs-restructuring/story.aspx?guid=%7BFB6128FB%2DAE93%2D424C%2D9E6D%2D105CEE504CE9%7D&tool=1&dist=bigcharts&symb=AMD&sid=373

H.Ruiz:
- outsourcing der Fabs/ einiger Fabs
- Investoren einbeziehen

"I expect this transformation to be bigger and more dramatic in impact that the one we undertook in 2002," said Ruiz, who helped lift AMD's fortunes when he took the helm five years ago.
2002 hatte AMD schon einmal über $1 Milliarde Verluste in wenigen Quartalen eingefahren - http://www.heise.de/newsticker/meldung/88539
--

"The company ended the quarter with $1.2 billion in cash, down from $1.5 billion at the end of 2006. Cash levels are about $600 million above acceptable levels, Chief Financial Officer Bob Rivet said.
Spätsommer 2007 wäre AMD also recherisch pleite, ? ! ?
da Q2 auch schon mit ähnlichen Umsätzen angesetzt wird bei vielleicht $400 Millionen Verlust durch wegfallende Sondereffekte.

In der ganzen bisherigen Berichterstattung fehlen noch Infos zum Produktmix, der gegen vs. Intel / Conroe einfach zu lau ist.

nur hier Details:
The company was hurt by "significantly" lower unit shipments of its microprocessors, lower average selling prices, and lower-margin products it inherited from ATI Technologies, the graphics chipmaker it acquired last October.
Auch in der ATI-Sparte rote Zahlen ...

Zidane
20.04.2007, 02:09
Intel hat nunmal die höheren Kapazitäten als AMD, da führt kein Weg drum rum. Und AMD hat sich vielleicht mit ATI übernommen, oder die Lage unterschätzt. Intel hatte wie vielleicht nicht jeder weiß *Netburst* und *Core Architektur* parallel entwickelt und verkauft. Das kann AMD nunmal nicht. So einfach ist das. Wäre Intel in der Kapazität wie AMD beschränkt, würden wir wohl immernoch auf dem P4 sitzen.

Auch wenn es bei Intel vom P3 über die Notebookschiene weiterlief, während nach dem P3auf dem Desktop der P4 kam und sehr lange fortgesetzt worden ist.

Selbst als AMD sehr lange überlegen war, gegen den P4 nach Sockel A ging Intel dabei scheinbar nicht so in die roten Zahlen wie AMD jetzt in viel kürzer Zeit ! - und selbst wenn, wird es sie nicht sofort umhauen - da man einfach mehr Rücklagen hat.

Fakt ist jedenfalls, das AMD im Gegenzug zu Intel über diesem Zeitraum wie Netburst unterlegen war, einen erheblichen Schaden erleiden wird. Da sollte sich AMD bewußt sein. Ich denke zwar nicht das AMD "Insolvenz" anmelden muß - davon sollten man noch sehr weit entfernt sein - sofern die geldbringenden OEMs nicht nach Intel gehen. Den mit uns kann AMD nicht überlegen. :]

rkinet
20.04.2007, 09:24
Ich denke zwar nicht das AMD "Insolvenz" anmelden muß - davon sollten man noch sehr weit entfernt sein - sofern die geldbringenden OEMs nicht nach Intel gehen. Den mit uns kann AMD nicht überlegen.
(New York Times) http://www.nytimes.com/2007/04/20/technology/20chip.html?ex=1263441600&en=0bd6a73f9608257d&ei=5035&partner=MARKETWATCH

“The first quarter was totally unacceptable,” said Robert J. Rivet, A.M.D.’s chief financial officer. “It was a terrible start to the year.”
...
A.M.D. said it had operating losses in all four major business units.
...
A.M.D. executives told analysts Thursday that the company was exploring ways to raise cash and would be open to private equity financing. “We continue to evaluate a wide range of financing opportunities,” Mr. Rivet, the finance chief, said.
AMD unternimmt etwas gegen die Pleite, die (wie oben beschrieben) rechnerisch in wenigen Monaten im Raum stehen würde.
Pleite würde aber nur Konkursantrag bedeuten und letzlich nach Zerlegung der AMD weiterhin Geschäftsbetrieb ermöglichen.


Im Prinzip könnte AMD ja mit Investoren bis Betreibern verhandeln und seine Fabs z.B. an IBM verkaufen/ verpachten.
ABER, ohne neue Produkte und vor allem Vertrauen der OEMs, Distributoren und Einzelkunden in AMD sind dies alles theoretische Überlegungen.

Was mich erschreckt sind fehlende Aussagen zum Waferstart Barcelona. Mit solch einer klaren Roadmap wären auch positivere Finanzprognosen für min. H2'2007 möglich und man könnte auch einige Durstmonate noch ohne Imageschäden verkraften.
CPUs sind zwar wirtschaftlich betrachtet austauschbare Produkte, bei Käufern sind sie aber Image-Produkte. Und Intel macht ja alles mögliche und sinnvolle um seine CPU positiv zu lackieren. Da weht eben der Hauch eines Penryn bis zum aktuellen E4300 hinüber, den AMD technisch kaum fürchten müßte.

Azi
20.04.2007, 09:30
naja, an der Leistung kanns zur Zeit ja nicht soooo liegen. ein 6000+ hält mit einem E6600 auch mit. es liegt eher daran, dass alle User die aufrüsten wollen, gleich zu intel greifen, weil die ganz oben die besseren CPUs haben ala X6800... und das ein besseres licht auf die kleinen brüder wirft.

wenn AMD wirklich nochmal richtig Geld verdienen will (und das würde mal gut tun) sollten die nochmal eine Ladung Sockel 939 CPUs raushauen. alle bis zum 6000+
da würde sich wohl jeder, der ein S939 System hat, einen kaufen ;) oder?? wäre doch technisch möglich??

wobei dann sicherlich wieder das Image leiden würde. das sieht dann nach dem griff nach dem letzten strohhalm aus. aber das würde die nötigen milliönchen bringen ^^

das ist meine meinung so als "outsider"

Übertaktbarkeit
Verlustleistung bei Vollast
Traumhafte treiber ( auch für Linux ) von Intel

ausserdem muss von oben was nachkommen - in nem jahr ist der Quad core Mid-Range!

rkinet
20.04.2007, 09:47
ausserdem muss von oben was nachkommen - in nem jahr ist der Quad core Mid-Range!
Wobei jenen Siegeszug des Quad-Core für AMD/Clients keine wichtige Bedeutung hat.

Hier puscht Intel, was aber per Pseudo-Quad auch preiswert in der Herstellung ist.
AMD hat sich bisher nur auf teure Server-Linien und HighEnd Desktop einjustiert aber keine Konzepte für einen Budget-Quad. Jener sollte einige Komponenten shared nutzen und vor allem fertigungsfehleranfälliges SRAM durch eDRAM/ZRAM ersetzen.
Diesen Plus von AMD /IBM bei jenen Technologien wird überhaupt nicht genutzt.

Errschreckend wie wenig sich die (aktuelle) Firmaleitung bei AMD noch um Produkterneuerungen oder Kontaktpflege zu OEM-Kunden, Medien oder Distributoren kümmert. Mehr Detail-Infos zu Roadmap der nächsten 12 Monate, Barcelono-Cores an die Medien und offener Umgang mit den eigene Problemen wäre nun wirklich angebracht.
AMD versinkt stattdessen im Betrachten von betriebswirtschaftlichen Kennzahlen und wundert sich über Umsatzrückgänge.

Opteron
20.04.2007, 10:17
Hoffen wir mal, dass der R600 (möglichst bald) zu teurem Geld verkauft werden kann und Geld in die Kassen spühlt. Anscheind ist das Teil ja komplexer(=besser?) als man dachte:

http://www.theinquirer.net/default.aspx?article=39042

Die lauffähigen 45nm cores sind auch nett, aber die werden wohl bei IBM hergestellt worden sein, bringt also nichts für Dresden. Bin trotzdem mal gespannt, was der größere L3 bringt. Ich hoffe mehr, als bei Intel, da meiner Meinung nach die Cache Hierarchie besser ist. Allerdings hat Intel ja bei Ihrer 45nm CPU auch fast doppelt soviel Cache. 2x6 MB L2 pro dual core ist schon ein schöner Batzen mehr. Aber naja .. erst mal warten wir mal auf die Benches zum K10-Barcelona ^^

ciao

Alex

rkinet
20.04.2007, 10:32
Die lauffähigen 45nm cores sind auch nett, aber die werden wohl bei IBM hergestellt worden sein, bringt also nichts für Dresden.
Bin trotzdem mal gespannt, was der größere L3 bringt. Ich hoffe mehr, als bei Intel, da meiner Meinung nach die Cache Hierarchie besser ist. Allerdings hat Intel ja bei Ihrer 45nm CPU auch fast doppelt soviel Cache. 2x6 MB L2 pro dual core ist schon ein schöner Batzen mehr. Aber naja .. erst mal warten wir mal auf die Benches zum K10-Barcelona
AMD könnte durchaus bereits 45nm Test-CPUs in DD herstellen. Nachdem sich z.B. Chartered bei AMD schon danach erkundigt eher realistisch als Utopie - http://www.planet3dnow.de/cgi-bin/newspub/viewnews.cgi?id=1174495148

Ob die 12M statt 8M L2-shared viel mehr bringen muß man abwarten.
bei bestimmten Aufgaben sicherlich und vielleicht gerade als Kompensation zu Schwächen im Quad-Core Design.
Intel 'opfert' beim Penryn ca. 50% der Waferfläche für den L2, was aber durch Zweitverwertung als 4M-L2 oder 3M-L2 wirtschaftlich tragbar erscheint.
AMD hingegen nur bei 1/4 bis 1/3 der DIE-Fläche - s. http://i.n.com.com/i/ne/p/2006/amdbarcelona550x512.jpg
Leider kann AMD noch nicht für den L3 die ZRAM/eDRAM Technik nutzen, denn dann wären bei ähnlichem Flächenbedarf ggf. 6-8M L3 machbar gewesen.
Vielleicht befürchtete Intel schon frühes ZRAM und daher den Penryn hochgerüstet mit L2.
Da war sichtbar Intel zu pessemistisch und dürfte sich über die kargen Caches beim Barcelona sehr freuen.

larsbo
20.04.2007, 10:39
.......
Hier puscht Intel, was aber per Pseudo-Quad auch preiswert in der Herstellung ist.
AMD hat sich bisher nur auf teure Server-Linien und HighEnd Desktop einjustiert aber keine Konzepte für einen Budget-Quad. Jener sollte einige Komponenten shared nutzen und vor allem fertigungsfehleranfälliges SRAM durch eDRAM/ZRAM ersetzen.
Diesen Plus von AMD /IBM bei jenen Technologien wird überhaupt nicht genutzt..
In der Industrie gibts so viele Technologien, die auf dem Papier existieren, aber nicht in Produkten. Woher willst Du wissen, dass AMD eDRAM oder ZRAM aus Ignoranz heraus nicht einsetzt?

Errschreckend wie wenig sich die (aktuelle) Firmaleitung bei AMD noch um Produkterneuerungen oder Kontaktpflege zu OEM-Kunden, Medien oder Distributoren kümmert. Mehr Detail-Infos zu Roadmap der nächsten 12 Monate, Barcelono-Cores an die Medien und offener Umgang mit den eigene Problemen wäre nun wirklich angebracht.
AMD versinkt stattdessen im Betrachten von betriebswirtschaftlichen Kennzahlen und wundert sich über Umsatzrückgänge.

Zu Produkterneuerungen: Ich sage weiterhin, dass sie sofort den K10 aus allen Rohren feuern würden, wenn sie könnten. Wer sagt, dass sie dass wegen reinen Managementfehlern nicht tun, möge dazu belastbare Belege bringen oder den Unsinn nicht mehr wiederholen. Ich sage, es hat technische Gründe. Belege dazu habe ich zwar auch nicht, es ist aber das einzige, was Sinn ergeben würde. Wie viele Jahre lagen zwischen Vorstellung des P4 und des C2D bei Intel?
Die ewige Kritik an der angeblichen Vernachlässigung des Desktops bei AMD kann ich auch nicht recht nachvollziehen. Seit 10 Jahren hieß es, AMD hat deshalb dauernd Probleme, weil sie keine Produkte im Hochmargenbereich Server hat, der auch insgesamt stabiler ist als Geschäftsbereich. Und nun soll das alles wieder ganz anders sein......Im Übrigen halte ich die Behauptung der erheblichen Verzögerung des K10 wegen der angeblich zwei Quartal längeren Evaluierung der Serverprodukte schlicht für ein Märchen.


Kontaktpflege zu OEM-Kunden? Bist Du OEM? Kennst Du OEM, die Dir bestätigen können, dass AMD sie lausig behandelt? Immerhin ist Dell eingestiegen, die Nummer 2 aller OEMs dieser Welt.....

Die Kommunikation mit uns an der Basis, ja die könnte wirklich besser sein. Hat allerdings auch immer zwei Seiten. Wenn man zu früh anfängt, über die tollen neuen Produkte zu erzählen, die alles in Grund und Boden rechnen werden, könnte ja auch plötzlich niemand mehr die aktuellen Produkte kaufen. Intel konnte sich das zum Ende des P4 hin erlauben (sehr starke OEM-Bindung, riesige Polster). AMD kommt halt schon bei einem einzigen schlechten Quartal in Schwierigkeiten, wie man jetzt sehr schön sieht. Das ist das eigentliche Problem.

Für mich sind alle aktuellen Probleme die typischen, die sich aus sehr schnellem Wachstum von Firmen ergeben. Außerdem ists letztlich der Preiskrieg, den Intel eröffnet hat, nachdem man lange genug zugeschaut hat, wie die Marktanteile schwinden. Ein böswillig-ignorantes Management, dass partout nicht rkinets Wünsche erfüllen will, ist jedenfalls nicht der Grund....;)

rkinet
20.04.2007, 12:40
Die ewige Kritik an der angeblichen Vernachlässigung des Desktops bei AMD kann ich auch nicht recht nachvollziehen.

Für mich sind alle aktuellen Probleme die typischen, die sich aus sehr schnellem Wachstum von Firmen ergeben. Außerdem ists letztlich der Preiskrieg, den Intel eröffnet hat, nachdem man lange genug zugeschaut hat, wie die Marktanteile schwinden. Ein böswillig-ignorantes Management, dass partout nicht rkinets Wünsche erfüllen will, ist jedenfalls nicht der Grund....
AMD hatte die Verschiebung des Focus auf Server statt Desktop seit 2004 off. im Programm. Letzte Aktion war die Streichung der 2* 1M-L2 Modelle weil Dell dazu kam und die Kapazität der Fabs erschöpft waren.

Der Schnellschuß ATI, der auch rote Zahlen in Q1 aus dem operativen Geschäft schrieb, und die Hinwendung zu Dell OHNE genügenmd Fertigungskapazität hat enorme Probleme verursacht.

Das AMD-Management hat jetzt (endlich) ein Task-Force eingesetzt um die Problem zu ergründen und Lösungen zu finden.Die Erklärung 'Preiskampf' ist angesichts einem recht erfolgreichen Q1'2007 bei Intel mit etwa gehaltenen Durchschnittspreisen eher erhofftes Alibi. Und bei Intel sind die OC-Fähigkeiten des C2D so gut, daß man sogar eher eine Verlagerung zu Budget-C2D erwartet hätte.

H.Ruiz hat die Situation von 2002 beschworen, die auch an den Produkten hing - http://www.heise.de/newsticker/meldung/33749
Natürlich ist der Barcelona komplex und hier könnte es technische Verzögerungen geben. Aber AMD weis seit Mitte 2005, daß Intel massiv zurück schlagen will.
Und auch, daß dies per Dual-Core DIEs erfolgen wird. Statt nun selbst Dual-Core K10 vorzubereiten hat man sich weiterhin bevorzugt mit dem Prestige Quad beschäftigt.

2002 rette der Barton teilweise und 2003 konnte er noch mehr bewirken - http://www.tecchannel.de/news/themen/business/413830/

2006/2007 hat AMD aber keine Plan B Aktionen durchgeführt und z.B. den L2-Cache erhöht bzw. 65nm Opterone mit red. TDP in die Roadmap aufgenommen.
AMD war vor Jahren noch wendiger und hat Probleme rechtzeitig reagiert, soweit technisch machbar.

Wie das Thread-Thema anspricht - die Zahlen sind mehr als alarmierend.
Positiv die Task-Force, was aber klar große Probleme der Firma belegt.
Problematisch aber die Designaussagen zum K19-Griffin: http://193.99.144.85/newsticker/meldung/88247
Gestutzte SSE-Performance, wahrscheinlich kein L3 also nur 2* 512kL2 und als Konkurrent der Penryn, der per 6M-shared und beschleunigter SSE erscheint.
Das sieht nach sehr ungleichen Markt- und Erlössituationen aus.

Zum Schluß - wozu die Situation beschönigen ?
AMD hat ja selbst in der Quartalskonferenz keinen positiven Ausblick gegeben und das Management sitzt direkt an der Quelle der Informationen.

mtb][sledgehammer
20.04.2007, 14:13
Lustig finde ich ja dennoch, dass die Menschen an der Börse das ganze nicht so dramatisch sehen. Aktuell sind es fast 10% Plus gegenüber dem Wert von vor einer Woche am Börsenplatz Frankfurt. Ist übrigens nicht das schlimmste Quartal, Q4-02 (eigentlich das saisonal stärkste Quartal) lag bei -853 Mio $, übrigens zwei Quartale vor dem K8 Launch.

Opteron
20.04.2007, 14:21
Das hier scheint wohl ne Überbrückungslösung bis zum R600 zu sein:

http://www.techpowerup.com/reviews/Sapphire/X1950_Pro_Dual

Wenn jetzt noch das Quad Setup funktionieren würde ^^

@mtb][sledgehammer:
Naja der Aktienkurs ist ja schon ziemlich unten. Die Leute, die verkauften, haben das schon früher getan.

ciao

Alex

mtb][sledgehammer
20.04.2007, 14:34
@mtb][sledgehammer:
Naja der Aktienkurs ist ja schon ziemlich unten. Die Leute, die verkauften, haben das schon früher getan.

ciao

Alex
Im Vergleich zum Kurs vom letzten Jahr ist der schon ziemlich weit unten, aber noch ist der IMO alles andere als am Boden. Historischer Tiefststand in den letzten fünf Jahren war (was für ein Zufall) Anfang des 4. Quartals 2002 mit etwa 3 $. Im letzten Jahr war er nicht unter $12.60, aktuell sind es $14.28, also fast das fünffache vom Wert von 2002 bzw. 1/3 des Höchswertes der letzten 5 Jahre. Also relativ gesehen würde ich sagen natürlich kein hoher Wert aber mit Sicherheit ist der Kurs nicht im Keller. :]

Man irgendwie könnte man sich da immer wieder ärgern, dass man nicht in die 3 $ Aktien eingestigen ist. :(

Opteron
20.04.2007, 14:55
[sledgehammer;3151390']Im Vergleich zum Kurs vom letzten Jahr ist der schon ziemlich weit unten, aber noch ist der IMO alles andere als am Boden. Historischer Tiefststand in den letzten fünf Jahren war (was für ein Zufall) Anfang des 4. Quartals 2002 mit etwa 3 $. Im letzten Jahr war er nicht unter $12.60, aktuell sind es $14.28, also fast das fünffache vom Wert von 2002 bzw. 1/3 des Höchswertes der letzten 5 Jahre. Also relativ gesehen würde ich sagen natürlich kein hoher Wert aber mit Sicherheit ist der Kurs nicht im Keller. :] Jein, vor 2 Jahren hatte AMD auch nen ganz andren Marktanteil. Soweit wird das diesmal dann (hoffentlich?) nicht fallen. Andersrum gesagt, stützt es natürlcih Dein Argument, die Lage ist auf alle Fälle besser als zu $3 Zeiten, also nicht superschlecht ;-)

ciao

Alex

gast_003
20.04.2007, 15:00
wen zum henker interessiert die OC fähigkeit einer CPU im OEM markt???

Opteron
20.04.2007, 15:05
wen zum henker interessiert die OC fähigkeit einer CPU im OEM markt??? Wer hat hier was von oc geschrieben ???

palace
20.04.2007, 15:06
[sledgehammer;3151356']Lustig finde ich ja dennoch, dass die Menschen an der Börse das ganze nicht so dramatisch sehen. Aktuell sind es fast 10% Plus gegenüber dem Wert von vor einer Woche am Börsenplatz Frankfurt. Ist übrigens nicht das schlimmste Quartal, Q4-02 (eigentlich das saisonal stärkste Quartal) lag bei -853 Mio $, übrigens zwei Quartale vor dem K8 Launch.
Danke!!! Dass es mal einer sagt :)

gast_003
20.04.2007, 15:10
rkinet läßt sich gross und breit wegen dem OEM Markt aus und gibt nachwievor die OC fähigkeiten der CPU als pluspunkt aus.

Prinzipiell interessiert diese im massenmarkt aber eher produktfälschern und ist eher ein unangenehmer nebeneffekt, da man so hochpreisige CPUs im bastlerbereich nicht ganz so gut absetzen kann.
Im OEM markt interessiert diese allerdings kaum einen, da sie ohnein innerhalb der spezifikationen betrieben werden...

Ragas
20.04.2007, 17:31
[sledgehammer;3151356']Lustig finde ich ja dennoch, dass die Menschen an der Börse das ganze nicht so dramatisch sehen. Aktuell sind es fast 10% Plus gegenüber dem Wert von vor einer Woche am Börsenplatz Frankfurt. Ist übrigens nicht das schlimmste Quartal, Q4-02 (eigentlich das saisonal stärkste Quartal) lag bei -853 Mio $, übrigens zwei Quartale vor dem K8 Launch.

Wenn ich geld hätte würde ich auch jetzt AMD Aktien kaufen. Die sind billig zu haben und von AMD kommt ne ganze Welle von neuen Produkten, denen teilweise bereits jetzt Verkaufsrekorde nachgesagt werden (R600 und die kommenden Chipsätze (ich kann mir nicht merken wie die heißen)).

rkinet
21.04.2007, 10:10
rkinet läßt sich gross und breit wegen dem OEM Markt aus und gibt nachwievor die OC fähigkeiten der CPU als pluspunkt aus.

Im OEM markt interessiert diese allerdings kaum einen, da sie ohnein innerhalb der spezifikationen betrieben werden...
Wirtschaftlich ist OC von minimaler Bedeutung aber eben anderes beim Image.
Nachdem nun wirklich jedes CPU-Magazin sich dem OC-Thema annimmt ist dies ein Teil des Herstellerimages.

OEMs verkaufen auch viel an privatkunden, die sich wiederum aus den Medien vorher informieren oder schlicht Bekannte fragen.
Und ein 'Intel baut tolle CPUs mit Leistungsreserven, AMD ist veraltet' kostet AMD Unsummen.

cruger
23.04.2007, 11:14
Wenn ich geld hätte würde ich auch jetzt AMD Aktien kaufen.
Bericht: AMD hält Ausschau nach Finanzinvestoren (http://www.heise.de/newsticker/meldung/88633)

AMD erwäge alle Varianten der Kapitalbeschaffung. Für Ruiz sei auch denkbar, dass sein Unternehmen von der Börse genommen werde. Es gebe Gerüchte, dass die Beteilungsfirma Silver Lake Partners bereit sei, einen 25-prozentigen Anteil an AMD zu erwerben.

sorry für das doppelposting, aber in diesem fall passt das hier sehr gut hin.

rkinet
23.04.2007, 15:19
http://www.computerbase.de/news/wirtschaft/unternehmen/amd/2007/april/amd_suche_investoren/
http://www.heise.de/newsticker/meldung/88633

'Unternehmen von der Börse nehmen',
also letztlich ein Aufkauf von AMD durch Finanzinvestoren die den Börsenwert
von ca. $7,8 Milliarden (http://www.marketwatch.com/tools/quotes/profile.asp?siteid=bigcharts&dist=bigcharts&symb=AMD&sid=373&time=8) aufbringen
müßten und zudem die noch anfallenden Verluste bei AMD übernehmen ?!?

Mit Aufschlag zu Aktienkurs und sonstigen Risiken ist dies ein $10 Milliarden Kaufgeschäft für Fabs, die bald in Konkurrenz zu 45nm Fabs von Intel stehen.
Da erscheint es mir realistischer, daß Investoren kurzfristig Geld geben und dafür Aktienanteile erhalten aus neuen Aktien. Für die 'Altaktionäre' würden sich so ein Kurserhalt ergeben, da nicht noch mehr Schulden sich bei AMD anhäufen.

Gut wären meiner Meinung nach Gespräche mit Intel und IBM über mögliche längerfristige Perspektiven im CPU-Geschäft.
Mal ins blaue gesponnen:
- Intel überläßt AMD die C2D/Merom Schaltpläne zu Redesign für SOI-65nm; später den Penryn für 45nm
- AMD fertigt als 'second source' diese Cores und verkauft auf eigenen Rechnung und Lizenzzahlungen an Intel (so wie einmal früher in der x86 Anfangszeit und bei vielen anderen Produkten wie 8051 Controller heute noch üblich)
- AMD darf zukünftig Grafikcores in das Penryn-Design (später Nehalem ff.) integrieren.
- AMD konzentriert sich beim eigenen K10 auf Server-Amwendungen, so wie Intel beim Itanium auf andere Segmente. Gleichzeitig wird Socket-Kompatibiliät zum Power6 bleibend umgesetzt.
- AMD verfolgt weiterhin die AMD/ATI Linie bei GPU-Karten-Lösungen und baut auch wieder Intel-kompatible Chipsätze (bis Nehalem, dann wohl nur noch Southbridge)

Dies berücksicht, daß AMD nur beim Quad-K10 neue Leistungspotentiale erschließt.
Bei der 'Star'-Roadmap sind im Vergleich zu C2D und Penryn eher Schwächen erkennbar.
Griffin steht als min. SSE gestutzes Produkt hinter dem Penryn.

Die So.939/AM2 würden dann noch per K8 bedient werden und dann auslaufen.
Die Boardhersteller hätten im Consumer-Bereich nur noch eine Plattform bzw. eine zweite ab Nehalem.

Insgesamt wäre es Zeit für das AMD - Management mal mit Intel zu reden.
Intel hätte nichts davon wenn AMD pleite ging. Es könnte allein schon dazu führen, daß Games dann bevorzugt für Konsolen entwickelt würden, da die Softwareindustrie beim Intel-Monopol nicht mehr mit dauerhaft niedrigen Preisen rechnen könnte.
Second Source bedeutete nicht Kapitulation, sondern Produkte wirklich ähnlicher Leistung im Wettbewerb verkaufen zu können.

raven-666
23.04.2007, 17:12
- Intel überläßt AMD die C2D/Merom Schaltpläne zu Redesign für SOI-65nm; später den Penryn für 45nm
- AMD fertigt als 'second source' diese Cores und verkauft auf eigenen Rechnung und Lizenzzahlungen an Intel (so wie einmal früher in der x86 Anfangszeit und bei vielen anderen Produkten wie 8051 Controller heute noch üblich)
- AMD darf zukünftig Grafikcores in das Penryn-Design (später Nehalem ff.) integrieren.
- AMD konzentriert sich beim eigenen K10 auf Server-Amwendungen, so wie Intel beim Itanium auf andere Segmente. Gleichzeitig wird Socket-Kompatibiliät zum Power6 bleibend umgesetzt.
- AMD verfolgt weiterhin die AMD/ATI Linie bei GPU-Karten-Lösungen und baut auch wieder Intel-kompatible Chipsätze (bis Nehalem, dann wohl nur noch Southbridge)

Dies berücksicht, daß AMD nur beim Quad-K10 neue Leistungspotentiale erschließt.
Bei der 'Star'-Roadmap sind im Vergleich zu C2D und Penryn eher Schwächen erkennbar.
Griffin steht als min. SSE gestutzes Produkt hinter dem Penryn.

Die So.939/AM2 würden dann noch per K8 bedient werden und dann auslaufen.
Die Boardhersteller hätten im Consumer-Bereich nur noch eine Plattform bzw. eine zweite ab Nehalem.

Insgesamt wäre es Zeit für das AMD - Management mal mit Intel zu reden.
Intel hätte nichts davon wenn AMD pleite ging. Es könnte allein schon dazu führen, daß Games dann bevorzugt für Konsolen entwickelt würden, da die Softwareindustrie beim Intel-Monopol nicht mehr mit dauerhaft niedrigen Preisen rechnen könnte.
Second Source bedeutete nicht Kapitulation, sondern Produkte wirklich ähnlicher Leistung im Wettbewerb verkaufen zu können.

also bevor das passiert, läuft der p3d server auf intel cpu´s, wird p3d blau eingefärbt,... und noch vieles andere wird passieren

Andy06
23.04.2007, 17:31
http://www.computerbase.de/news/wirtschaft/unternehmen/amd/2007/april/amd_suche_investoren/
http://www.heise.de/newsticker/meldung/88633

'Unternehmen von der Börse nehmen',
also letztlich ein Aufkauf von AMD durch Finanzinvestoren die den Börsenwert
von ca. $7,8 Milliarden (http://www.marketwatch.com/tools/quotes/profile.asp?siteid=bigcharts&dist=bigcharts&symb=AMD&sid=373&time=8) aufbringen
müßten und zudem die noch anfallenden Verluste bei AMD übernehmen ?!?

Mit Aufschlag zu Aktienkurs und sonstigen Risiken ist dies ein $10 Milliarden Kaufgeschäft für Fabs, die bald in Konkurrenz zu 45nm Fabs von Intel stehen.
Da erscheint es mir realistischer, daß Investoren kurzfristig Geld geben und dafür Aktienanteile erhalten aus neuen Aktien. Für die 'Altaktionäre' würden sich so ein Kurserhalt ergeben, da nicht noch mehr Schulden sich bei AMD anhäufen.

Gut wären meiner Meinung nach Gespräche mit Intel und IBM über mögliche längerfristige Perspektiven im CPU-Geschäft.
Mal ins blaue gesponnen:
- Intel überläßt AMD die C2D/Merom Schaltpläne zu Redesign für SOI-65nm; später den Penryn für 45nm
- AMD fertigt als 'second source' diese Cores und verkauft auf eigenen Rechnung und Lizenzzahlungen an Intel (so wie einmal früher in der x86 Anfangszeit und bei vielen anderen Produkten wie 8051 Controller heute noch üblich)
- AMD darf zukünftig Grafikcores in das Penryn-Design (später Nehalem ff.) integrieren.
- AMD konzentriert sich beim eigenen K10 auf Server-Amwendungen, so wie Intel beim Itanium auf andere Segmente. Gleichzeitig wird Socket-Kompatibiliät zum Power6 bleibend umgesetzt.
- AMD verfolgt weiterhin die AMD/ATI Linie bei GPU-Karten-Lösungen und baut auch wieder Intel-kompatible Chipsätze (bis Nehalem, dann wohl nur noch Southbridge)

Dies berücksicht, daß AMD nur beim Quad-K10 neue Leistungspotentiale erschließt.
Bei der 'Star'-Roadmap sind im Vergleich zu C2D und Penryn eher Schwächen erkennbar.
Griffin steht als min. SSE gestutzes Produkt hinter dem Penryn.

Die So.939/AM2 würden dann noch per K8 bedient werden und dann auslaufen.
Die Boardhersteller hätten im Consumer-Bereich nur noch eine Plattform bzw. eine zweite ab Nehalem.

Insgesamt wäre es Zeit für das AMD - Management mal mit Intel zu reden.
Intel hätte nichts davon wenn AMD pleite ging. Es könnte allein schon dazu führen, daß Games dann bevorzugt für Konsolen entwickelt würden, da die Softwareindustrie beim Intel-Monopol nicht mehr mit dauerhaft niedrigen Preisen rechnen könnte.
Second Source bedeutete nicht Kapitulation, sondern Produkte wirklich ähnlicher Leistung im Wettbewerb verkaufen zu können.

ich glaube davon hätte niemand was ausser INTEL und die AMD Angestellten, die ihren Job behalten. da kann es keinen gesunden preiskampf mehr geben, da INTEL zu niedrige Preise von AMD mit erhöhten Lizenzzahlungen blockieren könnte. Ausserdem, Konkurrenz belebt das Geschäft. Der Fortschritt würde sich verlangsamen und Kartellrechtlich ist dies sicherlich auch fragwürdig.

und um ehrlich zu sein, bevor ich den INTEL Fuzzis in den Allerwertesten krieche, mache ich meine Bude lieber zu und gehe unter. Das zeigt wenigstens noch von Charakterstärke ^^

Aber egal, soweit wirds sicherlich eh nicht kommen. AMD hat für den großteil der User, die sich keine CPU ab 200€ aufwärts leisten können, immer noch interessante Angebote. Die Preisdrückerei war dazu sicherlich etwas übertrieben. Dann hätte AMD mit seinen güstig CPU'S wenigstens noch Geld verdienen können um die letzten Monate zum K10 zu überbrücken.

Fazit, abwarten was der K10 bringt und hoffen. Wie gesagt, Konkurrenz belebt das Geschäft und sollte erhalten bleiben. Alleine dem Fortschritt wegen.

gast_003
23.04.2007, 18:09
http://www.computerbase.de/news/wirtschaft/unternehmen/amd/2007/april/amd_suche_investoren/
http://www.heise.de/newsticker/meldung/88633

'Unternehmen von der Börse nehmen',
also letztlich ein Aufkauf von AMD durch Finanzinvestoren die den Börsenwert
von ca. $7,8 Milliarden (http://www.marketwatch.com/tools/quotes/profile.asp?siteid=bigcharts&dist=bigcharts&symb=AMD&sid=373&time=8) aufbringen
müßten und zudem die noch anfallenden Verluste bei AMD übernehmen ?!?

Mit Aufschlag zu Aktienkurs und sonstigen Risiken ist dies ein $10 Milliarden Kaufgeschäft für Fabs, die bald in Konkurrenz zu 45nm Fabs von Intel stehen.
Da erscheint es mir realistischer, daß Investoren kurzfristig Geld geben und dafür Aktienanteile erhalten aus neuen Aktien. Für die 'Altaktionäre' würden sich so ein Kurserhalt ergeben, da nicht noch mehr Schulden sich bei AMD anhäufen.

Gut wären meiner Meinung nach Gespräche mit Intel und IBM über mögliche längerfristige Perspektiven im CPU-Geschäft.
Mal ins blaue gesponnen:
- Intel überläßt AMD die C2D/Merom Schaltpläne zu Redesign für SOI-65nm; später den Penryn für 45nm
- AMD fertigt als 'second source' diese Cores und verkauft auf eigenen Rechnung und Lizenzzahlungen an Intel (so wie einmal früher in der x86 Anfangszeit und bei vielen anderen Produkten wie 8051 Controller heute noch üblich)
- AMD darf zukünftig Grafikcores in das Penryn-Design (später Nehalem ff.) integrieren.
- AMD konzentriert sich beim eigenen K10 auf Server-Amwendungen, so wie Intel beim Itanium auf andere Segmente. Gleichzeitig wird Socket-Kompatibiliät zum Power6 bleibend umgesetzt.
- AMD verfolgt weiterhin die AMD/ATI Linie bei GPU-Karten-Lösungen und baut auch wieder Intel-kompatible Chipsätze (bis Nehalem, dann wohl nur noch Southbridge)

Dies berücksicht, daß AMD nur beim Quad-K10 neue Leistungspotentiale erschließt.
Bei der 'Star'-Roadmap sind im Vergleich zu C2D und Penryn eher Schwächen erkennbar.
Griffin steht als min. SSE gestutzes Produkt hinter dem Penryn.

Die So.939/AM2 würden dann noch per K8 bedient werden und dann auslaufen.
Die Boardhersteller hätten im Consumer-Bereich nur noch eine Plattform bzw. eine zweite ab Nehalem.

Insgesamt wäre es Zeit für das AMD - Management mal mit Intel zu reden.
Intel hätte nichts davon wenn AMD pleite ging. Es könnte allein schon dazu führen, daß Games dann bevorzugt für Konsolen entwickelt würden, da die Softwareindustrie beim Intel-Monopol nicht mehr mit dauerhaft niedrigen Preisen rechnen könnte.
Second Source bedeutete nicht Kapitulation, sondern Produkte wirklich ähnlicher Leistung im Wettbewerb verkaufen zu können.
Na geil, ein Desktop Markt wie zu 386er/486er zeiten.....Prost mahlzeit, dann dären da die Produktlaufzeiten wohl ähnlich lange und den Grafiksektor kann man ebenfalls in die Tonne treten, da der CPU sektor in den Märchenschlaf fällt.

rkinet
23.04.2007, 18:39
Na geil, ein Desktop Markt wie zu 386er/486er zeiten.....Prost mahlzeit, dann dären da die Produktlaufzeiten wohl ähnlich lange und den Grafiksektor kann man ebenfalls in die Tonne treten, da der CPU sektor in den Märchenschlaf fällt.
http://www.thestreet.com/_top/newsanalysis/techsemis/10351878.html

Der AMD-Kurs ist (glücklicherweise) gestiegen.
Lt. Analysten sind aber zwar Ideen für die AMD-Sanierung vorhanden, aber so richtig überzeugend sind jene auch nicht.

Der Barcelona ist jetzt in Samples an einige Kunden raus, aber das sieht nicht nach 'früh in Q3' aus.
Die heutigen AMD-Fabs sollen ja ggf. wie Chartered zu Auftragsfertigern werden, was aber möglichst attraktive Produkte bedeutet. Angesichts des geschrumpften und weiter schrumpfenden AMD-Marktanteils wäre aber der Weg zur Kompatibiliät zur Intel-Plattform ein vernünftiger Weg. Zudem muß/müßte AMD ja jetzt zwei neue Board-Generationen noch einführen mit AM2+ für erste K10 und AM3 für DDR3. Bei geschrumpften Markt ein waghalsiges Unterfangen bei dem nicht mehr sicher ist wieviele Boardhersteller da früh mitmachen. Die Intel-Plattform hingegen ist vorhanden und per Penryn bis min. Ende 2008 als stabil verfügbar zu betrachten.
AMD hat beim 4x4 eh schon selbst die AM2 ff. Plattform verlassen und wird den Quad auch erst dort einführen.

Mal nüchtern die Stärken bei AMD betrachtet:
- Fabs bzw. SOI-Fertigung
- Mehrsocket x86-64 Systeme
- preiswerte Mainboards
- GPU-Kompetenz und Marktanteile

Und die Schwächen:
- der K10 ist eher für Server / HighEnd Desktop optimiert
- die Desktop K10 Baureihe ohne L3 ist eher im Budger-Segment angesiedelt
- die Mobilchips sind nur begrenzt performant
- der Griffin wird zu wenig Performance haben im Vergleich zum Penryn

AMD hat die technische Entwicklung in Teilbereichen verschlafen bzw. nicht mehr fortgeführt. Hier wären Konzepte von Intel ideal als erste Lösung aus der Krise.
Für 65nm den Allendale in Lizentfertigung (den Intel eh per 3M Penryn / teildeaktivierter 6M) bald ausschleust.
Für 45nm dann vielleicht eine 4M Penryn Variante.
Dazu noch einige Dual-Core K10 für den AM2 im unteren Preisbereich.

2009 ff. dann Kombinationen der CPU mit eigenen GPUDesigns der ATI-Linie.
Der Wettbewerb Desktop/ Notebook würde sich dann zw. AMD und Intel auf den GPU verlagern, während die CPU-Leistungen praktisch identisch wären.

Nachdem der Desktop eh an Marktbedeutung verliert, dafür aber Mobilmarkt und Server steigen würde dies in den Markt passen.

Alles was AMD Zukunft bringt ermöglicht auch das Interesse für Geldgeber die Durststrecken überbrücken können.Letzlich könnte dann selbst Intel (wie einmal Microsoft bei Apple) Gelder leihen, da ja Zinsen, Tilgung und zusätzlich verjaufbare Intel-Chipsätze so machbar wären.
AMD dicht machen ist keine Lösung und aus eigener Kraft gehts nicht mehr weiter.
Und Geld in eine unsichere AMD zu stecken das wird auch keiner machen., daher ist H.Ruiz ja so öffentlichkeitswirksam auf Betteltour in Interviews und Stellungnahmen.

gast_003
23.04.2007, 18:59
@rkinet
AMD hat in seiner jetzigen Form bereits ausreichen Produkte, welche man in den Fabs bereits jetzt laufen lassen könnte....soweit mir bekannt hatte ATI ja schließlich keine eigenen Produktionsstätten.

Ob AMD die entwicklung verschlafen hat kann man wohl ausschließen, denn sonst würde es den K10 nicht geben, man hat wohl eher bei dem ganzen verschätzt.
Was ich hingegen als einen echten Fehler ansehe ist die Einstellung der 939er Plattform, denn da sehe ich bis heute noch ein gewisses Absatzpotential und entsprechende Preise, da man dort konkurrenzlos wäre....welcher Aufrüstwillige würde denn nicht gern zu einem 939er 6000+ greifen und dabei auch 300€ ausgeben wollen?

Der Einzige echte und grosse fehler der begangen wurde war wohl schlicht und ergreifend das bevorzugen des Quad Core, ohne vorher mit einer Dual Core Variante rauszukommen, denn bereits dieser wäre mit sicherheit im Server- und Desktop Markt sehr gut eingeschlagen und dank HT Link wäre wohl auch eine ähnliche Variante wie der Quad conroe drin gewesen und weitaus performanter.

Nun hat man das Problem im Desktop CPU segment nur noch die unteren Preisklassen bedienen zu können aber man sollte dabei nicht vergessen das AMD inzwischen aus weitaus mehr besteht, schließlich kommt der lang erwartete R600 in kürze raus und auch chipsatztechnisch dürfte einiges an umsatzpotential vorliegen.

raven-666
23.04.2007, 20:22
rkinet, eine frage musst du mir jetzt mal erlauben:

nachdem du ja augenscheinlich, der einzige bist, der die wahre lösung bei amd weiß, wieso bewirbst du dich nicht dort und bringst "alles wieder auf schiene". ein paar jahre ein managergehalt ist sicher nicht schlecht.

aber ich glaube eher, daß doch viel zu viel deiner phantasie entspringt um wirklich vernünftige ansätze daraus lesen zu können.

;D :]

gast_003
23.04.2007, 20:39
Och na ja, da er keinen blassen davon hat was wirklich abgeht kann er ruhig spekulieren....da seh ich gerade hier kein Problem.

Hat was von all den Fussballmanagern vor den Fernsehern mit nem Bier in der einen und der Fernbedienung in der anderen Hand. ;)

rkinet
23.04.2007, 23:33
rkinet, eine frage musst du mir jetzt mal erlauben:

nachdem du ja augenscheinlich, der einzige bist, der die wahre lösung bei amd weiß, wieso bewirbst du dich nicht dort und bringst "alles wieder auf schiene". ein paar jahre ein managergehalt ist sicher nicht schlecht.
AMD sucht Leute mit Geld - so in der Preislage ALDI-Brüder oder Bill Gates
(vgl. http://www.planet3dnow.de/vbulletin/showthread.php?t=306023 )

Zudem sieht es mir danach aus, daß AMD ein von H.Ruiz autoritär geführter 'Laden' ist der Widerspruch längst klein gehackt hat.
Was verblüfft ist der kurzfristige Kollaps bei AMD obwohl Q4'06 noch rel. baruchbar ausfiel. Auch ist es sehr ungewöhnlich, daß Kapitalgeber im Milliardenbereich bei Telefoninterviews gesucht werden.Normalerweise werden da diskrete Sondierungen unternommen.
Das sind einiges nicht - mal abwarten, was die Aktionärsversammlung vom 3. Mai 2007 bringt.

gast_003
24.04.2007, 00:46
Was soll an dem kollaps verblüffend sein?
Mal die letzten Monate den Preisverfall der Prozessoren beobachtet? Eine Preissenkung jagt da die nächste und das ist schließlich nicht auf dem Mist von AMD gewachsen.
Intel versucht halt mit aller Macht Marktanteile zurückzugewinnen und drückt dabei die Preise ins bodenlose. Was das bei der derzeitigen Produktsituation bedeutet kann sich wohl jeder an seinen Fingern abzählen.

rkinet
24.04.2007, 09:58
Was soll an dem kollaps verblüffend sein?
Mal die letzten Monate den Preisverfall der Prozessoren beobachtet? Eine Preissenkung jagt da die nächste und das ist schließlich nicht auf dem Mist von AMD gewachsen.
Intel versucht halt mit aller Macht Marktanteile zurückzugewinnen und drückt dabei die Preise ins bodenlose. Was das bei der derzeitigen Produktsituation bedeutet kann sich wohl jeder an seinen Fingern abzählen.
http://www.heise.de/newsticker/meldung/88696

Da sind bei Intel natürlich 'traumhafte Schnäppchen' wie Pentium D 925 / $84 dabei.
Aber es gibt auch deutlich teurere CPUs, die auch gekauft werden.
Auch hier im Forum bzw. im Handel klagt man nicht über niedrige Preise sondern Versorgungsprobleme beim X2 6000+.
Wer sich einen Computer zusammenstellt mit leistungsfähiger Grafik, RAID-Festplattensysteme und anderen Features der wird sich um $84 oder $200 CPUs kaum kümmern.
Aber bei AMD fehlt die obere Klasse, einfach weil der K10 nicht primär als Dual-Core entwickelt wurde und so viel Zeit für Umarbeitungen der CrossBar und L3 vergeudet wurde.
1-2 Mill. X2-K10 / je Quartal in der $300++ Klasse würden heute zusätzliche Umsätze bringen und AMD auf eine schwarze Null in Q2 bringen können.

Wenn man sich die übersichtliche Preisliste bei Intel ansieht dann ist auch die Modellflut bei AMD nicht einsehbar. Dies erhöht Lagerhaltung bei den Händlern und verteuert so etwas die Produkte, was AMD sonst für etwas höhere Abgabepreise zur Verfügung hätte.
Wieder ein Indiz für Organisationsprobleme bei AMD.

Bodenlose CPU-Preise ?
Im Vergleich zu früher = kein Pentium unter $178 sind die Preise enorm tief.
Aber die Nachfrage beim Desktop erlahmt und neue Kunden sind nicht mehr im Performance-Bereich sondern Mainstream/Budget zu suchen und durch Verkürzung von Neuanschaffungen bei Computern. Da wäre es weltfremd hohe erzielbare Preise zu erwarten. Intel senkt aktiv die Preise, aber ohne diese Tat würde wohl der Markt ähnliches einfach erzwingen.
Intel verstärkt diese Tendenz natürlich auch um Lagerbestände zzgl. laufender Fertigung an Netburst noch unter zu bekommen. Aver AMD durch die Zuwächse an Marktanteilen ja indirekt die Läger bei Intel gefüllt, was eben mit Verzögerung zum Abverkauf führte. Das war absehbar als Reaktion von Intel, hätte aber AMD nicht so unvorbereitet treffen dürfen.

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http://www.marketwatch.com/news/story/ti-shares-advance-nearly-10/story.aspx?guid=%7BC6CEFE1A%2DEE1F%2D4C6A%2DA8CE%2DD6046C37E5F5%7D&tool=1&dist=bigcharts&symb=AMD&sid=373

http://www.marketwatch.com/news/story/amd-offer-18-bln-convertible/story.aspx?guid=%7B6C97EDDE%2D7A03%2D4BAB%2D8C90%2D24EEBD5DD552%7D&tool=1&dist=bigcharts&symb=AMD&sid=373

AMD sucht jetzt privaten Investor für $1,8 Milliarden

Davon dienen $500 Millionen der Tilgung eines langfristigen Kredites im Zusammenhang mit dem ATI-Kauf - Probleme mit dem Kreditgeber ?

gast_003
24.04.2007, 10:58
Und alles was du schriebst hängt doch unterm Strich nur mit einer mehr als bekannten Tatsache zusammen....der Core2Duo wurde schlicht und ergreifend unterschätzt und diesen Rückstand aufzuholen ist nun das Problem. Der X2 6000+ ist wohl mehr nen ein Schnellschuss gewesen und durch die Tatsache das es das derzeitige Top Modell ist auch nicht für allso grosse Stückzahlen geeignet sein. L2 Grösse und die Taktfrequenz fordern ebend ihren Tribut.
Mich würde an der Stelle interessieren in wieweit die Verkaufspreise der P4 Produkte noch kostendeckend ist.

rkinet
24.04.2007, 11:12
Und alles was du schriebst hängt doch unterm Strich nur mit einer mehr als bekannten Tatsache zusammen....der Core2Duo wurde schlicht und ergreifend unterschätzt und diesen Rückstand aufzuholen ist nun das Problem.

Mich würde an der Stelle interessieren in wieweit die Verkaufspreise der P4 Produkte noch kostendeckend ist.
AMD konnte schon vor Jahren aus den Eigenschaften des Dothan (wie OC), dessen TDP, wahrscheinlicher weiterer Vorteile per 65nm Skrink und Potential bei der SSE wenn nicht auf low power optiomiert wird schon den Conroe erahnen.
Er ist besser geworden als erwartet, aber er war als besser wie K8 schon abschätzbar.
AMD konnte nie damit rechnen per 3 GHz K8 ihn zu schlagen und dies schon weit vor Sommer 2005.
Einfach mal die User-Erfahrungen und Berichte zum P-M nachlesen. Es gab nun wirklich genügend Warnungen im Vorfeld über kommende Probleme in der Konkurrenz zum K8.
Dazu ein 'uraltes' Basisdesign K8, das seit 2002 so definiert war. Es wird einfach zu lange gefertigt, das war reine Illusion bis Ignoranz sich solange daruf zu verlassen.


Intel dürfte die 65nm Netburst recht günstig herstellen können, aber die jetzigen D 9xx Preise sind eher Ausverkauf.
Dazu noch unbekannte Mengen an Lagerware auch im Zusammenhang mit dem 90nm Celeron. Die Lagerräumung rechnet sich aber für Intel.

gast_003
24.04.2007, 11:34
Zum Thema zu lange gefertigt....wie lange lief das Pentium Pro Design? ;)
Böse Zungen mögen gar behaupten das es in veränderter Form noch im P4 weiterlebte.

Die Core2 Geschichte brauch man allerdings nicht schonwieder durchkauen... :]

Nightshift
24.04.2007, 12:51
AMD plant Wandelanleihen auszugeben. (http://www.heise.de/newsticker/meldung/88734)
Hört sich soweit schon mal ganz vernünftig an.
Das was irgendwelche Leute von AMD sagen sollte nicht immer so überbewertet werden. Reden kann man viel, was nachher gemacht wird ist nicht selten eine andere Sache.
Vor allem wenn von Möglichkeiten oder Optionen gesprochen wird.


@ rkinet: Es gibt eine Zeitung, die hat zeitweise mit einem passenden Spruch geworben: "Hinterher, weiss man immer mehr."

rkinet
25.04.2007, 16:53
AMD plant Wandelanleihen auszugeben. (http://www.heise.de/newsticker/meldung/88734)
Hört sich soweit schon mal ganz vernünftig an.
Das was irgendwelche Leute von AMD sagen sollte nicht immer so überbewertet werden. Reden kann man viel, was nachher gemacht wird ist nicht selten eine andere Sache.
Vor allem wenn von Möglichkeiten oder Optionen gesprochen wird.


@ rkinet: Es gibt eine Zeitung, die hat zeitweise mit einem passenden Spruch geworben: "Hinterher, weiss man immer mehr."
http://www.eetimes.com/news/latest/showArticle.jhtml;jsessionid=21OGOI5PC0CNIQSNDLPSKHSCJUNN2JVN;?articleID=199200545

http://xbitlabs.com/news/cpu/display/20070424122403.html

AMD’s Future to Be Set by Q4 2007?

AMD hat selbst bei erfolgreichen neuen Produkten Probleme.
Was 1 Jahr an Zuwachs beim Marktanteil benötigt hat ist jetzt innerhalb von einem Quartal wieder vollständig vernichtet worden.

Der Athlon 64 war lange Jahre vor Netburst und AMD mußte stramplen um Zuwächse und neue Kunden zu gewinnen. Beim K10 wird es auch eine längere Phase werden, bis wieder mehr Kunden zu AMD gehen - wenn technisch alles gut läuft bei AMD.

Wenn AMD tatsächlich auf -$1,5 Milliarden Minus in 2007 kommt dann müssen zukünftige AMD-Kunden das abbezahlen, denn es geht echtes Geld verloren.
Die Lösung per Wandelanleihe könnte dies noch teilweise verhindern, wobei es ein Glückspiel auf die nächsten Jahre wird.
AMD/ATI ist noch nicht unter gegangen, aber es hängt alles an einem seidenen Faden.

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http://www.computerbase.de/news/allgemein/studien/2007/april/mercury_research_amd_marktanteile/

Insiderwissen von Mercury Research:
- Viele Marktanteilverluste bei den OEMs
- Barcelona kann mangels Marktbedeutung AMD nur wenig helfen

Merkwürdig, daß Intel viele CPUs an OEMs lieferte, die aber dann nicht am Markt auftauchten.
Diese dürften also Lagerware sein, den andere Hersteller wie die von DRAMs haben nur mäßigen Absatz.
Etwas Lichtblick, denn scheinbar verkaufen sich die AMD-Systeme noch verhältnismäßig gut im Vergleich zu denen von Intel.
Wäre natürlich frustierend, wenn AMD in Q1 schon auf Tiefpreislinie bei den OEMs war.

Gravierend, daß der Barcelona lt. Analyst als 'Heilsbringer' für Umsatz & Erlös ausfällt.
Alles wie gehabt, C2D und Desktop sind die Liga, in der AMD Geld verdienen muss.

gast_003
26.04.2007, 03:37
Wenn AMD tatsächlich auf -$1,5 Milliarden Minus in 2007 kommt dann müssen zukünftige AMD-Kunden das abbezahlen, denn es geht echtes Geld verloren.

Ich sage jetzt einfach mal falsch, denn AMD und ATI müssen dies sozusagen ausgleichen.
Was vorher nur durch Prozessoren erwirtschaftet wurde kann nun aus Prozessoren, Chipsätze, Grafikchips usw. wieder erwirtschaftet werden.

rkinet
26.04.2007, 23:08
Ich sage jetzt einfach mal falsch, denn AMD und ATI müssen dies sozusagen ausgleichen.
Was vorher nur durch Prozessoren erwirtschaftet wurde kann nun aus Prozessoren, Chipsätze, Grafikchips usw. wieder erwirtschaftet werden.
http://www.planet3dnow.de/vbulletin/showthread.php?t=297055

Nun das sind 1,3 Milliarden vs. 0,4 Milliarden - in damals noch rel. guten Zeiten.

Dazu hat der ATI-Anteil hohe Fremdkosten, da ja nicht nur die Betriebskosten der genutzen Fabs zu zahlen sind, sondern deren Eigentümer auch Gewinne erwirtschaften wollen.

Bei den CPUs sind die Desktop-Systeme der entscheidende Anteil - nur 5% aller AMD-CPUs sind Opterone: http://www.computerbase.de/news/allgemein/studien/2007/april/mercury_research_amd_marktanteile/
Natürlich könnte es sein, daß diese 5% normalerweise 50% des Gewinns erwirtschaften können, aber ohne die 95% Desktop kann AMD die Opterone weder fertigen nur die Core-Entwicklung bezahlen.

gast_003
27.04.2007, 01:46
http://www.planet3dnow.de/vbulletin/showthread.php?t=297055

Nun das sind 1,3 Milliarden vs. 0,4 Milliarden - in damals noch rel. guten Zeiten.

Dazu hat der ATI-Anteil hohe Fremdkosten, da ja nicht nur die Betriebskosten der genutzen Fabs zu zahlen sind, sondern deren Eigentümer auch Gewinne erwirtschaften wollen.

Bei den CPUs sind die Desktop-Systeme der entscheidende Anteil - nur 5% aller AMD-CPUs sind Opterone: http://www.computerbase.de/news/allgemein/studien/2007/april/mercury_research_amd_marktanteile/
Natürlich könnte es sein, daß diese 5% normalerweise 50% des Gewinns erwirtschaften können, aber ohne die 95% Desktop kann AMD die Opterone weder fertigen nur die Core-Entwicklung bezahlen.

Nun kann man aber für die Fertigung der Chipsätze, GPUs usw. anders Verhandeln, da ja bekanntlich nicht alle Prozessoren von AMD selbst gefertigt werden und es sich dabei um ganz andere Stückzahlen handelt.
Des weiteren mußt du mir mal erklären was die Opterons mit den Desktop CPUs zu tuen haben und wo in deiner "Rechnung" die Mobile CPUs stecken....von den Embedded Prozessoren sehe ich jetzt einfach mal ab.

Komm mir jetzt bitte nicht mit der Stammtischweißheit der Selektierung ohne darüber wirklich was zu wissen... :]
Wenn es vielleicht zu K7 Zeiten so war, dann heißt es noch lange nicht das es so geblieben ist.

rkinet
27.04.2007, 12:32
Nun kann man aber für die Fertigung der Chipsätze, GPUs usw. anders Verhandeln, da ja bekanntlich nicht alle Prozessoren von AMD selbst gefertigt werden und es sich dabei um ganz andere Stückzahlen handelt.

Des weiteren mußt du mir mal erklären was die Opterons mit den Desktop CPUs zu tuen haben und wo in deiner "Rechnung" die Mobile CPUs stecken....von den Embedded Prozessoren sehe ich jetzt einfach mal ab.
Auftragsfertiger wie Chartered oder TMSC haben ja nicht substantiell niedrigere Kosten als AMD bei den eigenen Fabs.
Und das Defizit der ATI-Sparte zeigt ja, daß auch eine reine Ideen-Schmiede nicht gewinnträchtig arbeiten kann.


Es fehlen tatsächlich die Mobile CPUs. Da jene aber lt. Preisliste ähnlich den Desktop sind und praktisch nur an die OEMS (wohl mit etwas Rabatt ) gehen keine Verschiebung der Erlöse. Die embedded CPUs sind ggf. genauso profitabel wie die Opterone, dafür aber auch mengenmäßig gering (wurde ja nicht einmal vom Analysten mit Insider-Ifos - da Kreditgeber für AMD - aufgeführt).

Nachdem also selbst Analysten die alle AMD-Zahlen vertraulich vorliegen haben, da als Kreditgeber für AMD tätig, nicht vom 'Barcelona-Wunder' reden sollte man es sich nicht herbei reden.
Zuletzt das Vergleichbeispiel Intel. Statt den Quad nur beim Xeon einzustetzen und teuer zu halten ist er jetzt im Desktop und als Xeon im Einstieg sogar 'budget' / 400 Euro - http://www.computerbase.de/news/hardware/prozessoren/intel/2007/april/intel_quad-core_sockel_775_380_euro/

Im Serverbereich entfallen natürlich auch echte low cost CPUs,
aber ein 'Wundermarkt' ist das auch nicht.
Besonders die OEM-Abnehmer wie IBM, SUN, Google, HP oder Dell dürften kaum ohne Widerspruch einfach die Listenpreise an AMD zahlen.
Besonders seit es die Konkurrenz durch Intel gibt.

Natürlich würde Intel ohne den Konkurrenten AMD beim Xeon dicke an der Preisschraube nach oben drehen. Aktuelle leistet sich Intel aber den teurer Luxus nur Preiskampf statt Erlösoptimierung zu betreiben. Dies zeigt, daß der Desktop Geld bringt und der Serverbereich nicht die alleinige Erlösstütze ist.



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