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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : ATX-Stecker kokelt mir weg! 5V @ 4,5V!


Bimmboo
09.02.2002, 11:30
Mein System ist recht durstig auf der 5V-Schiene:

Der Athlon 600@800 mit 1,7V und eine GeForce DDR @ 150/350 in Zusammenarbeit mit 3 Dimms sowie viele Laufwerke und PCI-Karten ziehen eben sehr viel Strom.

Nun habe ich bemerkt, daß die Spannung der 5V-Schiene seit kurzem von 4,9 auf nun 4,4 bis 4,6V gefallen ist. Der Grund war schnell gefunden: Der ATX-Stecker steckte nicht komplett fest, das ansonsten durchsichtige Plastik ist um die beiden äußeren 5V-Leitungen dunkelbraun, die Kontakte sind dunkel angelaufen.

Nachdem ich den Stecker wieder ganz reingedrückt hatte, verbesserte sich die Situation nicht viel, die Spannung blieb etwa gleich. Gleichzeitig ist die Stelle auf dem ATX-Stecker, die dunkel angelaufen ist, die heißeste im Gehäuse. Man kann einen Finger schätzungsweise eine halbe Sekunde daraufhalten, bis man in schreiend zurückzieht.

Nun meine Fragen:

1. Was hat sich auf den Steckern gebildet, was anscheinend den Widerstand so sehr erhöht? Ich tippe auf Kupferoxid (CuO).

2. Wie entferne ich am besten das Zeug? Wegkratzen funktioniert nicht so toll, ich denke an etwas wie Rostentferner, oder eignen sich solche Sprays nur für Eisenverbindungen?

3. Mit welcher Spannung laufen PC-Systeme noch stabil? Meines läuft noch grundsätzlich rocksolid, bei einem Programm stürzt es jedoch schon bald ab:
die Golfsimulation Links 2001. Da die Grafikkarte und auch der Prozessor hauptsächlich immer nur während des Renders eines neuen Bildes gebraucht werden, finden häufig Änderungen des Stromverbrauchs statt (hoher "Anlaufstrom" der Grafikkarte), weswegen die Spannung kurzzeitig so rapide absinkt, daß der Rechner hängenbleibt. Ich schätze, daß die Spannung kurzzeitig unter 4,3V abfallen kann.

Ich habe bereits Belastungstests mit CPUBurn gemacht, wobei die Spannung bei Beginn und Ende etwa um 0,2V fällt bzw. wieder ansteigt. Dabei stürzt der Rechner jedoch nicht ab.

Anfangs gab es sogar Probleme mit dem Starten des PCs! Nach ca. 5 Versuchen ist er erst angesprungen. Nach den Belastungstests springt er jetzt wieder beim ersten Mal richtig an (d.h., der Bildschirm bekommt ein Grafiksignal und der Lautsprecher piept).

Vielen Dank für Eure Hilfe

Bimmboo

Ethanol
09.02.2002, 12:41
Hallo Bimboo,

an Deiner Stellle würde ich mir ein neues Netzteil kaufen, Dein momentanes NT scheint ein enig zu schwach zu sein.

Ansonsten würde ich mir nen neuen Stecker besorgen und dranfrickeln.

Das einzuige was Du machen kannst ist die Oxidschicht abzukratzen - wovon ich abraten würde

Ray
09.02.2002, 12:45
Hi Bimmboo,
da hast du ja wirklich den wahren Stromfresser!

Der Athlon 600 hat sehr wahrscheinlich den hungrigen 0.25µ Core und du betreibst
ihn mit 800MHz! Die Geforce DDR ist ebenso für hohe Stromaufnahme bekannt.
Dann noch 3 Dimms und sonstiger Vollausbau.
Was für ein Netzteil hast Du denn?

Zum eigentlichen Problem: Da der ATX-Stecker offensichtlich nicht richtig drauf war,
musste der Strom für die 5V Versorgung durch übriggebliebenen Kontakte
fliessen, wegen des höheren Spannungsabfalls hat sich das ganze zu sehr erwärmt
wodurch der Widerstand gestiegen ist, wiederum der Spannungsabfall usw. :o

Am Besten ist es wohl, die betroffenen Leitungen etwas zu kürzen (da reichen vielleicht ein paar cm aus) und mit neuen Kontakten zu versehen. Reinigen wird da nicht viel bringen, da sehr wahrscheinlich die Quetschverbindung(en) und Kupferadern in der Nähe der Kontakte versaut sind.

Oder gleich ein neues, starkes Netzteil besorgen...

Ciao,
Ray

Bimmboo
09.02.2002, 15:51
Danke für Eure Antworten!

Ein neues Netzteil werde ich wohl nicht kaufen, da das aktuelle eigentlich so in Ordnung ist (Gehäuse Orchid 860 mit Netzteil V-Pro CWT-300ATX-A mit 30A auf 5V, siehe c't von letzter Woche). Geld will ich überhaupt nicht mehr investieren, da der Rechner ja nicht mehr der Jüngste ist.

Ich habe heute mehrmals den Rechner mit CPUBurn (super Programm im Zusammenspiel mit Runprio!) "trainiert", und jedes Mal wurden die Ergebnisse besser. Dazu kratze ich mit einem Taschenmesser die Oxidschicht weg, und in ein paar Tagen müßten wieder etwa so 4,75V drin sein, was völlig ausreicht (im Augenblick etwa 4,63 bis 4,65V).

Evtl. löte ich eine Buchse für Laufwerkskabel an das Mainboard an, was eine sicherlich wirksame Methode wäre. Oder ich bastle eine solche Buchse auf meine Graka ala V5-5000.

@Ray666

Es handelt sich zum Glück um einen K75 in 0,18µm-Bauweise. Es handelt sich um eine 700er Core, die mit einem Enermax 431W (leihweise) mit dem mittelgroßen Kühler, den ich verwende, bei 1,8V mit über 950 MHz lief (mit meinem Netzteil stürzt der Rechner ab, sobald die Graka von Windows initialisiert wird)! Da aber die Performancesteigerungen im Zusammenspiel mit dem langsamen Cache trotz der hohen Speicherleistung (153 2-2-2) enttäuschend waren, schone ich diesen kleinen CPU-Schatz.



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