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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Auto-Hifi: Mini-Subwoofer für den Beifahrersitz: Selbstbau?


Maxefix
03.08.2009, 16:32
Hallo zusammen,

ich hab vor kurzem einen Mercedes W124 (alte E-Klasse) gekauft. Die serienmässige Hifi-Anlage ist, gelinde gesagt, großer Mist.. Die 12cm Breitbänder im Amaturenbrett und in der Hutablage klingen total dünn und Bass ist quasi nicht vorhanden. Deshalb würde ich da gern etwas ändern.

Meine Ansprüche sind jetzt nicht so extrem hoch. Die Serienanlage vom 3er BMW (E46) meines Vaters fand ich eigentlich ganz passabel. Zwar nicht HighEnd, aber das ist weder finanziell drin, noch bin ich gewillt da einen so großen Aufwand reinzustecken (ich will weder sägen noch bohren müssen...).

Deshalb will ich einfach die Lautsprecher austauschen (wahrscheinlich Rainbow IQ 120 CX) und im zweiten Schritt einen kleinen Subwoofer unter den Beifahrersitz verbauen. Der Pioneer TS-WX11A (http://geizhals.at/deutschland/a199902.html) soll dafür ganz gut geeignet sein. Allerdings frag ich mich ob man sowas nicht günstiger selberbauen könnte. So könnte man auch den Verstärker z.B. unter den Fahrersitz verbauen um mehr Volumen für den Subwoofer zu schaffen.

Hat da schon jemand Erfahrungen? Was für "Hardware" könnt ihr empfehlen? Passen unter einen Sitz zwei Verstärker (4 Kanal für normale Lautsprecher + Mono für den Sub)?

Gruß,
Max

Sway Dizzle
03.08.2009, 16:36
Also wer für sowas Geld ausgibt ist selber schuld.Bau was richtiges fürn Kofferraum und sei zufrieden.

Maxefix
03.08.2009, 16:50
Der Kofferraum is so gut vom Rest abgeschirmt das da was richtig großes rein muss damit überhaupt was im Innenraum ankommt.... Und den Platz im Kofferraum möcht ich ungern opfern.

Gruß,
Max

Sway Dizzle
03.08.2009, 16:54
Aber das wird so nix bringen,denn Bass entsteht entweder durch Membranfläche,Membranhub oder ein Kompromiss aus beidem und das geht halt unter dem Sitz nichts.Desweiteren sollte man auch bedenken das eine Sinuswelle bei tiefen Tönen sehr lang ist und der Weg unter dem Beifahrersitz zu dir dadurch viel zu kurz ist.Wie siehts denn mit einer Siksackdurchführung aus?

Maxefix
03.08.2009, 16:57
Hat er nicht. Zwischen Kofferraum und Innenraum ist der Tank. Einzige Möglichkeit im Kofferraum was zu reißen ist nen Bandpass-Subwoofer, wobei man aber wieder rumsägen muss...

Gruß,
Max

Sway Dizzle
03.08.2009, 17:01
Jetzt bleibt die Frage,willste was spüren oder einfach nur den Tiefton einfach ein wenig aufwerten?

Maxefix
03.08.2009, 17:08
Ich will einen "vollen" Sound haben ohne was zu vermissen. Wie gesagt, die Anlage im BMW find ich voll OK, und die hat keinen Subwoofer sondern nur zwei 13er in den Türen.

Für 150€ krieg ich glaub eh keinen richtigen Subwoofer, der gut klingt und so laut ist, das man was spürt...

Gruß,
Max

Sway Dizzle
03.08.2009, 17:13
Na dann mach doch das Gleiche,vorne halt 13er und hinten über Adapterringe 16er.Ist zwar nicht perfekt,aber besser als jetzt.

Fl3X
03.08.2009, 17:24
Verbau doch erstmal das neue System bevor zwei Schritte weiter planst. Vielleichts tuts das schon. Ansonsten musst du dir einen Ort aussuchen der mind.15l (besser mehr) Volumen bereitstellt. Diese kleinen "Untersitzwoofer" sind jedenfalls nicht zu empfehlen. Für den Bassbereich benötigt man wie schon von Sway Dizzle Membranfläche und Hub, ersteres bevorzugt!

Desweiteren sollte man auch bedenken das eine Sinuswelle bei tiefen Tönen sehr lang ist und der Weg unter dem Beifahrersitz zu dir dadurch viel zu kurz ist.
Die Entfernung spielt keine Rolle. Die Sinuswelle kannst du auch 5cm vorm Subwoofer hören. Spielt im Auto aber auch keine Rolle da hier der Druckkammereffekt sehr früh greift.

Sway Dizzle
03.08.2009, 17:30
Die Entfernung spielt keine Rolle. Die Sinuswelle kannst du auch 5cm vorm Subwoofer hören. Spielt im Auto aber auch keine Rolle da hier der Druckkammereffekt sehr früh greift.

Na dann verschieb mal den Sub und du wirst merken wie der Bass zu- bzw abnimmt.

PS: Der Druckkammereffekt ist immer vorhanden.

Fl3X
03.08.2009, 18:17
Das was du meinst hat aber nichts mit der Welle zu tun. Das sind Raummoden (stehende Wellen) haben aber nichts mit dem Abhörabstand zu tun. Stell mal einen Sub auf eine freie Wiese (ohne Wandeinflüsse) und schon fehlt dieser Effekt, es ist im Gegensatz zum geschlossenen Abhörraum überall der gleiche Pegel vorhanden (den Entfernungsverlust mal ausgenommen).
Der Druckkammereffekt stellt sich erst unterhalb der niedrigsten Raumode ein, daher auch der Begriff Druckkammer .. wenn sich eine Welle nicht mehr voll ausbilden kann und somit die Luft nur noch komprimiert wird.

Sway Dizzle
03.08.2009, 18:37
Also ich hab mich damals beim Europa und Weltmeister(the Big Oki) im DB Drag informiert und dieser hat gesagt,man soll erstmal den Verstärkungseffekt des Fahrzeuges mit einem linearen Sub ausmessen,danach wird das Gehäuse gebaut und der Aufstellungsort festgelegt.Das gehäuse für die zusätzliche Verstärkung und der Aufstellungsort für die Frequenz--> großes Fahrzeug tiefe Frequenz bei der Verstärkung und Sub weiter hinten positionieren,kleines Fahrzeug hohe Frequenz und Sub weiter vorne.

Fl3X
03.08.2009, 19:08
Ich denke nicht das Maxefix bei einem db-Drag teilnehmen möchte von daher sollte man doch lieber auf Hifi-Grundlagen planen wenn man keinen OneNote-Bass haben möchte. Darauf zielen diese db-Wettbewerbe ab. Er werden bestimmte Frequenzen erzeugt und wenn das möglichst laut am Mikrofon ankommen soll nutzt man die Raummoden aus um ein Schellenmaximum am Mikrofon zu platzieren.

Sway Dizzle
03.08.2009, 19:22
Das hab ich auch nicht gesagt,ich wollte nur damit zum Ausdruck bringen das der Standort vom Sub sehr wichtig sein kann,in Bezug auf Fahrzeugart und tiefe des Tones.

Backfire
04.08.2009, 06:48
du zerstörst mit solchen akustischen selbstmordanschlägen jegliche ausgemessene akustik des autos.
die fraktion "ich hau mir knallige Bässe und fiepende Hochtöner rein" gabs zu c-kadett zeiten.

Cashran
04.08.2009, 07:33
Ich halte das Vorhaben, einen eigenen Untersitzbass selber zu bauen, nicht für indiskutabel. Doch bevor man sich an dieses Projekt wagt, sind die Rahmenbedingungen aufzunehmen. Bedeutet: Wie hoch darf der finanzielle Aufwand sein? Welcher Verstärker steht zur Verfügung? Wie groß ist das Volumen, das die "Kiste" in Anspruch nehmen kann? Wie schon von Vorrednern gesagt, ist für den erzielbaren maximalen Schallpegel entweder die Membranfäche und/oder der Hub von Bedeutung. Aus beiden Parametern errechnet sich das Verschiebevolumen - was letztlich für den maximalen Pegel bei einer bestimmten Frequenz ausschlaggebend ist. Treiber, die Bass machen sollen, besitzen zur Berechnung des erforderlichen Geäusevolumens bestimmte Parameter, Thiele-Small Parameter genannt. Diese sind für die Gehäuseberechnung und der unteren Grenzfrequenz (fu) wichtig. In diesem Fall wird also von einem gegebenen (vom TE noch zu ermittelnden) Volumen ausgegangen und danach der entsprechende Treiber ausgesucht, denn alle Treiber (auch Lautsprecher oder Chassis genannt) haben unterschiedliche Parameter. Sind die Parameter (stehen in den Datenblättern, selber messen, oder in Selbstbaumagazinen wie HobbyHifi oder Klang&Ton nach zu lesen) bekannt, rechnet man mit Hilfe von (auch als Freeware erhältlichen) Computersimulationsprogrammen das Volumen und die Übertragungskurve aus. Wichtig ist, dass man sich mit einer nicht zu niedrigen unteren Grenzfrequenz (fu, die niedrigste, linear wiedergegebene Frequenz) zufriedengibt. Denn grade diese tiefen Frequenzen erfordern/produzieren mit fallender Hz mehr Hub bei gegebener Membranfäche (Sd). Und der Hub ist bei allen Chassis (Richtwert linearer Schwingspulenüberhang) mechanisch begrenzt, mal mehr, mal weniger. Die Membranfläche wiederum durch die Abmaße des Chassis. Fazit: Oben gestellte Fragen beantworten, dann suchen wir das Chassis aus und (be)rechnen das Volumen.

Sway Dizzle
04.08.2009, 08:01
Ich bleib dabei,laß es und kauf dir von dem gesparten Geld ein paar bessere Lautsprecher,davon haste am Schluß mehr.Zum Thema Volumenberechnung,solche Programme(WinIsd usw.) kannste vergessen,die geben nur einen sehr groben Anhalt.

Cashran
04.08.2009, 08:25
Ich bleib dabei,laß es und kauf dir von dem gesparten Geld ein paar bessere Lautsprecher,davon haste am Schluß mehr.Zum Thema Volumenberechnung,solche Programme(WinIsd usw.) kannste vergessen,die geben nur einen sehr groben Anhalt.
Einen sehr groben Anhalt? Nö, das stimmt so nicht. Ich baue Lautsprecher seit über 20 Jahren und berechne mit verschiedenen Programmen seit 10 Jahren. Und die meisten (90%) Berechnungen entsprechen in ausreichendem Maße den danach ausgeführten Messungen. Mit welchen Systemen arbeitest Du denn?

Fl3X
04.08.2009, 08:55
WinISD ist im Bereich Subwoofer neben AJHorn eines der führenden Programme die einen Subwoofer sehr genau simulieren können.
Erst bei Mehrwegesystemen stoßen die meisten Simulationsprogramme an ihre Grenzen. Afaik ist nur Boxsim in der Lage solche Systeme sehr genau zu simulieren (inkl. Phasenlage, Abstrahlkeule u. Belastung) da Visaton ihre Chassis dafür eingemessen und an die Simulationssoftware angepasst haben.

Cashran
04.08.2009, 09:42
Ich simuliere auch primär mit AJHorn, davon gibt es eine Demoversion im Internet. Boxsim kann man ebenfalls kostenfrei laden -> www.visaton.de

Sway Dizzle
04.08.2009, 10:11
Ich nehm die Programme nur als groben Richtwert da sie zwar so(Freifeld) vielleicht genau sind,aber dann im Fahrzeug ganz schnell daneben sein können,deshalb geht nichts über probieren,denn dadurch bekommt man nur das beste Ergebnis für sich.



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