Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : KONDENSATORENSCHROTT nicht nur bei Abit...
BlauPunkt
11.03.2003, 00:09
...auch bei ECS. Hab hier grade ein K7S5A auf dem OP-Tisch liegen. Zwei von drei der großen grünen 2200µF Kondensatoren haben dicke Backen gemacht und die Soße läuft aus. Board läuft allerdings bisher noch ohne Probleme, doch was passiert wenn es die Dinger vollends zerlegt? Meint ihr so ein Totalausfall reißt noch mehr mit ins Grab?
MfG BP
PS Ist das eigentlich ne Standardgröße 2200µF 6,3 V oder ist das so ein Spezialkram?
also bei mir aufm Server (k7s5a + xp1800) ist einer wechgefetzt (also inne luft gesprengt ;) ) und trotzdem läuft das Board seit 116 Tagen ohne einen Fehler ;)
Tigershark78
11.03.2003, 00:17
Original geschrieben von BlauPunkt
...auch bei ECS. Hab hier grade ein K7S5A auf dem OP-Tisch liegen. Zwei von drei der großen grünen 2200µF Kondensatoren haben dicke Backen gemacht und die Soße läuft aus. Board läuft allerdings bisher noch ohne Probleme, doch was passiert wenn es die Dinger vollends zerlegt? Meint ihr so ein Totalausfall reißt noch mehr mit ins Grab?
MfG BP
PS Ist das eigentlich ne Standardgröße 2200µF 6,3 V oder ist das so ein Spezialkram?
Ich würde sofort auslöten und gegen neue tauschen.
2200µF gibts soweit ich weis nicht in Deutschland, ist aber nicht wichtig, nimm einfach die nächst höhere größe (2500µF soweit ich weis). Musst nur auf die 6,3V achten.
Oder du suchst beim Hardwarehändler nach nem Schrottboard wo du dann die Kondensatoren runterlöten kannst.
Neue Kondies kosten eigentlich nicht viel.......im Cent bis 2€ Bereich.
Viel Spass und lass das ECS nicht sterben :-)
BlauPunkt
11.03.2003, 00:18
Hallo schpock,
wo ist bei dir der Kondensator weggeflogen? Bei mir sitzen die aufgeblähten so nah bei der Spannungsregelung. Das macht mir etwas Sorgen...
MfG BP
Original geschrieben von BlauPunkt
Hallo,
wo ist bei dir der Kondensator weggeflogen? Bei mir sitzen die aufgeblähten so nah bei der Spannungsregelung. Das macht mir etwas Sorgen...
MfG BP
genau da ;)
BlauPunkt
11.03.2003, 00:22
Hi Tigershark,
müssen es unbedingt Elkos sein oder könnte ich auch Folientypen nehmen? Davon hätte ich evtl. noch welche rumfliegen. Meinst du ich kann einfach so größere (vom Wert her) reinlöten? Für was sind die eigentlich?
MfG BP
BlauPunkt
11.03.2003, 00:23
@Schpock
Keine Spannungsschwankungen?
EDIT: Seh grade bei Conrad gibts die Dinger in 2200µF...werd also mal den Lötkolben zücken...
MfG BP
Original geschrieben von BlauPunkt
@Schpock
Keine Spannungsschwankungen?
EDIT: Seh grade bei Conrad gibts die Dinger in 2200µF...werd also mal den Lötkolben zücken...
MfG BP
nee nix komischer weise ... als wenn garnix passiert wäre
ich glaub die haben die dinger nur zur Zierde aufgeklebt ;D
Killeroy
11.03.2003, 01:17
Wenn die nicht repariert werden, koennen im schlimmsten Falle die Dioden/Mosfets auf dem Board hochgehen, was gleichzeitig den Tod von PSU und CPU bedeuten kann.
Beim Tausch der Kondensatoren unbedingt darauf achten, nur "Low ESR" Typen mit mindesten 105°C zu verwenden. 08/15 Kondensatoren werden zu heiss und sterben noch eher.
Killeroy.
Alles was die Zahlenfolgen 10, 22 oder 47 hat, sind sowohl bei Widerstaenden als auch bei Kondensatoren bzw. Elkos Standardgroessen wie bei Fahrzeugen Motorraeder, Autos und LKWs.
Das sind die Werte, die man ueberall bekommt. Wer genau hinsieht, merkt, dass immer ungafaehr der Faktor 2,2 dazwischenliegt. Die naechste Reihe ist 10, 15, 22, 33, 47, 68. Das ganze wieder mal Zehnerpotenz. Diese Zwischengroessen sind bei Elkos schon seltener, weil man die meist fuer Spannungsglaettung braucht (kein genauer Wert vonnoeten) bzw. fuer Zeitglieder, wo man den Widerstand genau dimensionieren kann. Sehr selten findet man auch 25 oder 50 (wieder mal 10^x).
Groessere Elkos sind normalerweise unkritisch. Lediglich der Ladestromstoss kann in seltenen Faellen ein Prob sein (fuer die Gleichrichterdioden bzw. die Sicherung). Zu geringe Dimensionierung hat bei hohen Laststroemen schlechtere Siebwirkung zur Folge -->vermeiden.
Hat ein Elko seine Kapazitaet verloren, ergeben sich natuerlich Spannungsschwankungen. Die Spannung ist schlechter gesiebt, hat mehr Restoberwellen. Das kann man natuerlich weder mit MBM noch einem Messgeraet sehen (messen den Effektivwert der Spannung, der natuerlich unveraendert bleibt), sondern nur am Oszillographen.
Durch reinen Betrieb werden Elkos eigentlich nicht sonderlich warm. Die Temperaturangabe ist AFAIK die hoechste Umgebungstemperatur. Trotzdem kanns nicht schaden, welche mit hoeherer Freigabe bzw. hoeherer max. Spannung (also z.B.10V statt 6,3) einzubauen, sofern sie von der Groesse bzw. Loetstellenabstand reinpassen.
Wenn Elkos total hin sind, sollte es gerade bei Mainboards Probs geben, da hier stabile Spannung bei hoehen Stroemen gebraucht wird. Ist also anzunehmen, dass der auslaufende Elko langsam an Kapazitaet verliert und (noch) nur bei sehr hoeher Last Probs auftreten, weil er dann nicht mehr richtig siebt. Irgendwann hat er sie vollkommen verloren oder die Pole haben Kurzschluss.
Gruss Debaser.
BlauPunkt
11.03.2003, 07:12
Danke für die Antworten,
hier werden sie doch immer wieder gut geholfen.. :)
MfG BP
Killeroy
11.03.2003, 13:59
Elkos werden sehr wohl sehr warm. Die Schaltnetzteile auf den Mainboards pumpen Impulsstroeme von zig Ampere durch die Elkos. Selbst Elkos vom "Low ESR" Typ haben hier einen gewissen elektrischen Widerstand, an dem Leistung verbraten, also in Waerme umgewandelt wird. Daher die Forderung nach 105°C Kondensatoren.
Killeroy.
Durch Elkos fiesst kein Strom "durch", sind, von der Kapazitaet mal abgesehen, gleichspannungsmaessig Isolatoren. Sie laden sich auf und entladen sich wieder.
Man kann sich Kondensatoren vorstellen wie 2 sich gegenueberliegende Metallplatten. Erst legt man eine Batterie an, die Platten nehmen das Potential der Batterie an - bis das erreicht ist, fliesst durch die Anschlussdraehte ein Ladestrom. Anschliessend nimmt man die Batterie weg und schliesst die Anschlussdraehte kurz - es fliesst durch diese ein Entladestrom, bis das Potential der Metallplatten wieder identisch ist.
Der Widerstand der Anschlussdraehte zwischen Loetstelle und Wicklung (entspricht den o.g. Metallplatten), an dem Spannung und damit Leistung abfaellt, duerfte vernachlaessigbar sein. Im Idealfall ist die Verlustleistung eines Elkos daher exakt Null. Real koennen sie natuerlich schon handwarm werden, aber Breiche bis zu 105° halte ich fuer ausgeschlossen.
Das ist die maximale Umgebungstemperatur. Zum Beispiel treten im Innern eines Computer-Netzteils recht hohe Temps auf; dort werden wohl welche mit hoeherer Temp-freigabe benoetigt als z.B. in einem Kassettendeck.
Trotzdem hast Du natuerlich grundsaetzlich recht, man sollte schon grosszuegig dimensionieren, was max. Temp und Spannung betrifft. Wie beim Auto: Wenn es 185 Spitze schafft, und ein Hersteller baut Reifen ein, die bis 190 zugelassen sind, und ein anderer welche bis 240, kann man sich ausrechnen, bei welchen die Wahrscheinlichkeit eines Schadens hoeher ist.
Gruss Debaser.
=NP=Igor
11.03.2003, 14:49
Nur kommt es durch den Gleichstrom den ne CPU bekommt ja nicht zur abwechselnden auf udn wieder entladung...
Sollte jetzt in der Spannungsquelle, sagen wir dem NT aber plötzlich die spannung fallen, würde der Kondensator sich entladen, und das somit ausgleichen....oder falls as NT kzrzeitig zu viel spannung aufbaut würde der Kondensator diese aufnehmen....Spannungsglättung halt :)
Zumindest die Elkos auf meinem Board werden nur durch die ja unmittelbar daneben verbauten mosfets erhitzt, die die ganez Platine zum kochen bringen 8)
Absolut richtig, die danebenliegenden Spannungsregler erwaermen die Elkos.
Durch pulsierenden Gleichstrom kommt es allerdings sehr wohl zu einer staendigen Auf- und wieder Entladung. Entweder durch eine gleichgerichtete Wechselspannung aus einem Trafo oder durch "digitale" Impulse von bestimmter Dauer und bestimmtem Abstand (Schaltnetzteil). Der Elko integriert die Spannung auf einen Mittelwert. Idealerweise, also ohne Last, auf den hoechsten Wert der gleichgerichteten Sinusspannung. Unter Last faellt dann die gepufferte Spannung bis zur naechsten Halbwelle, die den Elko wieder neu auflaedt, usw.
Stimmt also genau, was Du schreibst. Der Elko gleicht Lastschwankungen und Primaerspannungsschwankungen aus.
Gruss Debaser.
=NP=Igor
11.03.2003, 15:12
Mhh, das ist ne Pulsspannung ausem PC NT ?
Ok, wusste ich nicht...
Naja, ich glaubs zwar eh nicht solange mir das keiner beweist, aber möglich währe es technisch schon dank Kondensator
Also PC-Netzteile sind Schaltnetzteile. Bei einem normalen braeuchtest Du fuer 400 Watt Sekundaerleistung einen Trafo, der das halbe Gehaeuse ausfuellt;D
Und Gleichrichterdioden wie Walnuesse, die aktiv gekuehlt werden muessen*lol*
Aus dem Ntzteil kommt natuerlich schon eine fertig aufbereitete und je nach Hersteller mehr oder weniger gut geglaettete Spannung (bzw. mehrere).
Da aber die geringsten Spannungen bei ATX 3,3 und 5 Volt sind, der Athlon aber je nach Typ 1,5-1,75 Volt betriebsspannung braucht (und dabei schonmal 40 Ampére ziehen kann...) kann die Spannungsregelung auf dem Mainboard nur durch Pulsung der Ursprungsspannungen und nachfolgende Glaettung bzw. Integrierung per Elko erfolgen. Sonst haettest Du eine gigantische Abwaerme ueber den Spannungsreglern, weit mehr als ueber der CPU.
Diese Spannungsregler (meist in Form von MOSFETS) stellen also nicht einen gewissen Widerstand dar, an dem die Differenzspannung abfaellt, sondern machen impulsmaessig entweder total auf oder zu. In Wirklichkeit noch komplizierter.
Ein Schaltnetzteil arbeit vom Prinzip her aehnlich.
Gruss Debaser.
ElektronikIng. Mode On------>
Also in jedem Post steckt ein Wahres drin:
Aufgeblähte Elkos sind auf alle Fälle auszutauschen! Die Dinger bestehen aus einem Wickel von zwei Metallfolien isoliert mit einem getränkten Zellstoff o.ä..
Das bedeutet wenn der Elko "dicke Backen " macht dann ist zumindest teilweise das Elektrolyt (die Brühe im Isolator) verdampft oder hat sich verändert. Also haben sich auch die elektrische Werte des Elkos verändert. Aus jahrelanger Reparaturerfahrung in der Elektronik heraus kann ich sagen: aufgeblähte Elkos machen es nicht mehr lange. Gehen sie erst richtig kaputt machen sie manchmal Kurzschlüsse und das himmelt dann die Elektronik in der Peripherie, also z.B. die Spannungsregulierung für die CPU etc..
Wenn man diese Bauteile genau anschaut kann man die Sollbruchstellen des Alubechers auf der Oberseite erkennen, da soll im Worstcase halt der Überdruck entweichen. Dies bedeutet in der Praxis meistens aber daß das Elektrolyt sich mehr od. weniger auf dem MoBo ergiesst, und da es recht agressiv ist bleibt dies nicht ohne Folgen für die Peripherie. Ausserdem fliegen oft die kompletten Becher weg!
War ein beliebter Gag in der Ausbildung: Man verpolt einen Elko bis das Ding das Kochen anfängt (man hat noch 1 Minute ) wirft sie dem Stift zu. Boom...
Und auch wenn das Mobo noch ordentl. laeuft mit den angeschlagenen Elkos, so haben die Dinger schon einen Sinn auf dem Brett, die Hersteller bauen nix ein was nicht benötigt würde, da geht es um jeden Cent an Fertigungskosten. Also austauschen!! 2200uF/6,3 V ist in jedem Elektronikladen zu kriegen Stück ~1 Euro.
Wichtig Kapazität (2200uF) mindestens der gleich viel oder ne nummer grösser (3300uF/ 4700uF) aber drauf achten dass die Teile dann noch hinpassen. Wichtiger noch ist die Spannung wie vorher schon gesagt: Mindestens 6,3 Volt auch hier wieder auf die Grösse achten.
Wozu sind die Elkos auf den Brettern verbaut:
Elkos dienen u.a. zum "Sieben von Versorgungsspannungen" Obwohl aus dem PSU Gleichspannungen geliefert werden so werden diese durch hohe Frequenzen erzeugt (Schaltnetzteil o.ä) diese hohen Frequenzen können zu einem geringen Teil auf den Gleichspannungen aufliegen, diese sollen die Elkos gegen Masse kurzschliessen ohne die Gleichsp. zu beeinflussen.
Kann ich auch Folientypen dafür verwenden: NEIN!
Gute Idee eigentlich da diese stabiler sind als die flüssigkeitsgefüllten Elkos, aaaabbber:
Ein Folienkondi mit 2200uF Kapazität hätte ungefähr die Abmessungen vom Northbridgekühler oder so also viel zu gross. Kann man konkret abhaken!
So fettisch..
Klugscheissermode off <--------8)
Ohh.. fast haett ichs vergessen:
Achtet auf die Polung, die Elkos auf den Mobos sind gepolt, haben also plus und minus -- > vorher kucken wie der originale eingebaut war! Sonst Boom!
Also hört auf Papa Debaser und Germo und rettet Eure MoBos. ;D
Super, alle Postings nochmal toll zusammengefasst *massa*
Der arme Stift war bestimmt nah am Herzinfarkt vor Schreck*lol*
Gruss Debaser.
Ja, das mit der Polung ist am allerwichtigsten, habe ich auch ganz vergessen...
Danke, Germo!
--->Papa Debaser*lol* *lol* *lol* *lol* *lol*
Gruss Debaser
Jo Commander Debaser, steht aber auch viel Schrott in dem Thread hier und da isses gut wenn man das klarzieht. Is ja nicht so ohne die Sache.
Hab Deinen letzten Post auch erst danach gelesen.. Sorry dafür!
*kopfkratz
Manchmal macht´s mir Spass, so´n bisschen aus der Vergangenheit zu plaudern...
Bevor ich vor 3 Jahren als Flugbegleiter anfing, und vor meinen 9 langweiligen Jahren Bank war ich eben auch mal Funkmechaniker mit ´ner richtigen Grundausbildung. Die brauchten wir auch, denn wir haben die Geraete in der DDR noch repariert, und nicht nur Module ausgetauscht...
Manchmal hat man den halben Tag gesessen, bis man den hin und wieder prasselnden 10-pF-Kondensator gefunden hatte...
Gruss Debaser.
Ja ... geraten immer mehr in Vergessenheit solche Sachen. ich war auch ma richtig gut in der Rep. von Elektronik. Aber da konnte man einfach nicht so richtig Kohle verdienen. Es ist schon ne Kunst sowas wie nen prasselnden 10 p C zu finden, vorallem wenns um HF geht. Aber die Jungs "von drüübe" hatten das im allgemeinen sehr gut drauf, improvisieren halt. Ich kenn einige ehemalige Teccies die jetz was ganz anderes machen, mich eingeschlossen.
das war jetz offtopic .. aber egal.
Gruss
Killeroy
11.03.2003, 17:22
Ich will ja nicht querschiessen, aber die grossen Elkos auf den Mainboards muessen Impulsstroemen von zig Amps standhalten. Es handelt sich hier um von den MosFets gepulste Gleichspannung mit deren Hilfe verlustarm die 1.6-1.8 Volt fuer die CPU aus den 5 Volt Gleichspannung vom Netzteil gemacht werden.
Deswegen immer Elkos verwenden, die fuer diesen Anwendungzweck geeignet sind (Low ESR Typen).
Killeroy.
=NP=Igor
11.03.2003, 17:47
Original geschrieben von Debaser
Da aber die geringsten Spannungen bei ATX 3,3 und 5 Volt sind, der Athlon aber je nach Typ 1,5-1,75 Volt betriebsspannung braucht (und dabei schonmal 40 Ampére ziehen kann...) kann die Spannungsregelung auf dem Mainboard nur durch Pulsung der Ursprungsspannungen und nachfolgende Glaettung bzw. Integrierung per Elko erfolgen. Sonst haettest Du eine gigantische Abwaerme ueber den Spannungsreglern, weit mehr als ueber der CPU.
Also wenn ich meien MOSFETs anfasse dann könnte ich schwören die verbraten mehr als so mancher Pentium Prozessor.......gab ne Page wo einer sien Epox 8rda mit ner Wärmebildcam fotografiert hatte......MOSFETs @ 78°C wenn ich mich recht erinnere
Hi ihr,
hab die threads mit den Elko probs gelesen find das meiste auch sachkundig (germo und Debaser) erklärt aber eines gibts noch hinzuzufügen:
- vorsichtig die betroffenen Elkos auslöten (am besten geht das natürlich mit einer Entlötstation aber die wird wohl keiner Zuhause haben :] ) weil mit dem falschen Equipment schnell mal die Durchkontaktierungen (Multilayerverbindungen) Futsch sind -----> KURTZSCHLUSSGEFAHR / WACKELKONTAKT oder es reißt eine Leiterbahn ab.
Auch das einlöten der Bauteile sollte mit der selben vorsicht geschehen (lieber die Polung zweimal kontrollieren oder vor dem ausbauen mit einem Filzer die Polung auf dem Board markieren).
Auch sollte man sich mittels eines ESD - Bandes ......naja lassen wir das ich will ja niemand vom Basteln abhalten ;D
mfg Discret
Original geschrieben von =NP=Igor
Also wenn ich meien MOSFETs anfasse dann könnte ich schwören die verbraten mehr als so mancher Pentium Prozessor.......gab ne Page wo einer sien Epox 8rda mit ner Wärmebildcam fotografiert hatte......MOSFETs @ 78°C wenn ich mich recht erinnere
Naja 78°C sind für ein richtig dimensioniertes Bauteil nicht wirklich viel da sollte man sich nicht gleich den Kopf darüber zerbrechen.
Hab da schon ne menge Schrott gelesen wie man die Dinger mittels zersägter Kühlkörper die aufgeklebt wurden "moddet" aber wem's Spass macht ....
*lol*
Hellfire
11.03.2003, 19:27
Ähhm, schonam etwas von umtauschen gehört??? Man hat ja 2 Jahre Garantie und das würde ich dem Fall auf jedenfall machen!
BlauPunkt
11.03.2003, 21:39
Hallo,
ähm das mit der Garantie und umtauschen ist mir schon klar...das Board ist aber soweit ich weiß vom August 2001 und da gabs noch keine 2 Jahre Garantie drauf oder sollte ich mich da täuschen?
MfG BP
Stimmt, da waren es noch 6 Monate.
Ich weiss, ist viel Geld, aber sooo teuer sind die K7S5A doch nicht mehr - unter 50 Euronen! Kauf Dir doch ein neues und vertick das andere als defekt mit genauer Fehlerbeschreibung bei ebay. Dann sparst Du Dir die Loeterei - das was Discret ueber die Multilayergeschichte gesagt und ueber elektrostatische Aufladung angedeutet hat, ist durchaus ernstzunehmen.
@=NP=Igor:
vielleicht mehr als jeder Pentium 66;D
Mal im Ernst: Stell Dir mal vor, was eine 100W-Gluehbirne an Waerme erzeugt. Und jetzt stell Dir diese Waermeentwicklung auf einen Quadratzentimeter vor! Das geben heutige Prozzies an Waerme ab! Mit einem MoBo-Spannungsregler wohl kaum zu vergleichen, oder?
@Killeroy:
Du hast recht, die Impulsstroeme sind enorm hoch. Aber es faellt keine Spannung ab! Und P=U*I ! Damit auch keine Leistung! Elkos koennen nicht aus eigener Kraft so heiss werden. Das man fuer bestimmte Zwecke besonders hochwertige Elkos verwenden soll, ja, natuerlich! Aber nicht wegen geringerer Waermeentwicklung!
Durch den Elko fliesst kein Strom hindurch, sonst wuerde es ja Kurzschluss geben, da sie direkt nach Masse gehen.Er laedt sich nur auf und wieder ab! Er speichert Ladung, und wenn die Betriebsspannung unter seine Spannung sinkt, versorgt er den Verbraucher mit Energie, bis der naechste Impuls bzw. die naechste Halbwelle aus der ihn und den Verbraucher speisenden Spannungsquelle da ist.
Wenn Du in Deiner Wohnung einen Oelradiator, die Waschmaschine und die Geschirrspuelmaschine und ueberall Licht anhast, fliesst durch die Zuleitung in Deine Wohnung auch ein Strom von ueber 40 Ampere. Trotzdem wird, wenn richtig dimensioniert, die Leitung nicht warm! Weil keine Spannung dran abfaellt.
Noch ein Beispiel: Manche Typen bauen sich parallel zu Ihrer Autobatterie einen gigantischen Elko ein (bis zu 10 Farad) - da fliessen noch ganz andere Stroeme, wenn gerade ein Bass-Impuls verstaerkt wird, der fast die Windschutzscheibe rausdrueckt! Und trotzdem bleibt der Elko kuehl! Er wirkt wie ein Akku.
Und was Papa Germo erzaehlt hat, dass der Wechselspannungsanteil nach Masse kurzgeschlossen wird - damit hat er recht, weil Kondensatoren mit hoerer Frequenz immer weniger Widerstand haben. Aber eben auch nur virtuellen, also auch der Wechselstromanteil fliesst nicht durch den Elko "durch". Er wird ganz einfach "glattgebuegelt".
Gruss Debaser.
BlauPunkt
11.03.2003, 22:38
Hi,
also das mit dem Löten hab ich mir so vorgestellt: Ich zwick den alten Elkos die "Mütze" ab und löte an die Stummelbeinchen einfach die neuen dran und fertig. So komm ich der Multilayergeschichte nicht in die Quere.
Das Brett wollte ich eigentlich verkaufen, weil ich auf ein 745 umgestiegen bin. Darauf hab ich einen TBred gesteckt @166FSB und knüppel ihn im Moment mit Prime.
MfG BP
Ehrlich? Wie sind Deine Erfahrungen mit dem 745? Ist es auch ein ECS-Board?
Debaser.
BlauPunkt
11.03.2003, 22:49
Hi,
das 745 Board ist von MSI. Es nennt sich 745ultra. Ist ein SIS 745 Chip verbaut und es bietet zahlreiche OC-Features. Das hab ich seit 1 Tag am Laufen. Bisher astrein. Einfach alles aus dem defekten ECS ausgebaut ins MSI rein, booten fertig. Der 1800 läuft in diesem Moment mit Kingston 333er RAM auf 2400+ (~1914 Mhz). Bin selber ganz erstaunt und kanns noch gar nicht fassen.
MfG BP
Killeroy
11.03.2003, 22:56
Debaser:
http://www.e-insite.net/ecnmag/index.asp?layout=article&articleid=CA202160&filename=ec22ss2.xml
"Low ESR" Teile werden benoetigt, um die Verlust im Kondensator gering zu halten. Zu hohe Verluste fuehren zu einer instabilen Ausgangsspannung der Schaltung und zur Erwaermung des Bauteils. Dies ist stark abhaengig von der Frequenz und die Mainboards arbeiten hier zwischen 100 und 200kHz. Das ist nicht zu vergleichen mit den grossen Elkos fuer KFZ-Hifi. Die sind viel groesser und koennen somit die Verlustwaerme besser abfuehren und ausserdem werden sie im NF Bereich belasted (meist fuer die Baesse bis max. 800Hz).
Killeroy.
Das freut mich fuer Dich.
Aber ich habe was verwechselt - ich dachte, Du haettest ein Board mit dem neuen SiS746. Aber Killeroy, der in diesem Thread auch schon eifrig mitdiskutiert hat, ist stolzer Besitzer und postet seine Erfahrungen in einem Thread, der es sogar schon auf die Hauptseite geschafft hat.
Aber davon abgesehen? Was fuer ein 1800+ und irgendwelche Spannungserhoehungen?
Gruss Debaser.
@ Killeroy:
Das ist hochinteressant, danke fuer den Link! Im uebrigen wusste ich noch nicht, dass die Elkos auf dem Mainboard mit derartig hohen Frequenzen betrieben werden! Donnerwetter! Na bei 100-200 kHz koennen natuerlich Effekte auftreten, die auch Waerme erzeugen.
Man lernt nie aus. In diesem Forum gibt es immer noch einen, der ueber ein Thema noch mehr Ahnung hat...
Gruss Debaser.
BlauPunkt
11.03.2003, 23:13
Hi,
ist ein TBred 1800+, Stepping weiß ich nicht..auf jeden Fall ein "B". Läuft jetzt mit 1,65 Volt.
Das mit dem 746 hab ich mir auch kurz angedacht, aber nach Abwägung aller für mich relevanter Fakten, sah ich keinen Grund der für den 746er sprechen könnte. Zumal die Performance ja nicht der Vorschusslorbeeren gerecht wurde.
MfG BP
Killeroy
12.03.2003, 01:51
Original geschrieben von BlauPunkt
Hi,
ist ein TBred 1800+, Stepping weiß ich nicht..auf jeden Fall ein "B". Läuft jetzt mit 1,65 Volt.
Das mit dem 746 hab ich mir auch kurz angedacht, aber nach Abwägung aller für mich relevanter Fakten, sah ich keinen Grund der für den 746er sprechen könnte. Zumal die Performance ja nicht der Vorschusslorbeeren gerecht wurde.
MfG BP
Nicht?
Wenn Ich daran denke wie Ich mein K7S5A umbauen musste bis es flott lief bei 166MHz da kann Ich nur sagen Hut ab vor dem SIS746. 200MHz FSB so aus der Schachtel ohne zu schwitzen. Nen KT400 haengt der allemal ab.
Um nicht ganz OT zu sein: Beim L7S7A2 verwendet ECS einen anderen Kondensator Lieferanten als beim K7S5A... Vielleicht sind die ja besser.
Killeroy.
@ killeroy:
haste ja mit dem letzten Satz gerade noch die Kurve gekriegt, um wieder beim Thema zu landen;D ;D ;D
Gruss Debaser
N Freund von mir hat auch n K7S5A. Dort werden die Kondensatoren bis 50 C heiß und der Rechner stürtzt ohne aktive Kühlung der Dinger alle halbe Stunde ab, es sei den man lässt ihn mit weniger MHz oder FSB laufen --> ECS is scheiße. Niemals ein Board dieser Firma kaufen. ASUS IST DAS BESTE !!!!!
Immer diese undifferenzierten Markenfanstatements, so langsam krieg´ ich zuviel:[
Du willst allen Ernstes behaupten, alle Boards von ASUS sind super? Woher willst Du das wissen, hast sie wohl alle getestet, oder was?
Wohl eher so, dass Du ein ASUS-Board hast, und deshalb ist es eine tolle Firma.
Oder wie sind denn Deine Erfahrungen mit A7V oder A7A266? Oder mit dem beruehmten ASUS-Support*abgelehnt*, der gar keiner ist?
Ohne Zweifel, ASUS baut auch gute Boards, z.B. das A7N8X. Allerdings muss man hier den zweifelhaften Namen mitbezahlen - andere koennen es genauso gut, nur eben 30% billiger.
Und bestimmt hast Du auch schon selbst alle Boards von ECS durch - na ich will nicht wieder von vorne anfangen. ECS-Boards sind Value- und keine Uebertaktungsplatinen. Wenn ich´s richtig verstehe, laeuft das K7S5A Deines Freundes nur stabil, wenn es nicht uebertaktet ist. Also was willst Du? Dann ist doch alles in Ordnung!
Gruss Debaser.
Also ich weiß nicht weshalb alle immer so über das A7V (KT133) schimpfen weil ich hab das auch in meinem Clan-Server (CS + Bf1942) und das Ding läuft wie eine 1 die ganze Nacht bei unseren Lansessions durch ohne Abzustürtzen :)
Kann das gerede eh nicht verstehen warum der eine Hersteller unbedingt besser sein muss als der andere weil schlechte Mainboards können von allen Herstellern kommen die unter diesem Kostendruck ihre Platinen bestücken müssen.
Klar das da ein renomierter Hersteller (Asus.....) der vieleicht ein Besseres Qualitätsmanagement besitzt und auch noch das glück hat auf dem Weltmarkt gute/hochwertige Bauteile zu erwischen auch automatisch gute Boards herausbringt.
Aber auch so ein Hersteller kann mal Pech haben und schlechte Bauteile erwischen (Chipkondensatoren,SMD-Bauteile allgemein,Elkos usw.)
Da braucht nur ein Bauteil das nicht Optimal ist durch die Qualitätskontrolle durchschlüpfen und schon hat man den Salat :-/ und glaubt bloß nicht die Prüfen jedes Board auf alle erdenklichen Fehlern und eventuallitäten durch, das kann sich auch Asus nicht erlauben ;D
Achja um nochmal auf das Thema mit den Elkos zurückzukommen natürlich erzeugen diese Dinger auch Abwärme .....wie fast alles auf einem Mainboard inclusive der Leiterbahnen.
Oje hoffentlich hab ich jetzt keinen auf die Idee gebracht seine Leiterplatten mit abgesägten Kühler zu modden *lol* um vieleicht das letzte Herzchen herauszuquetschen.
Mit dieser Massnahme wird man wirklich das "Herzchen" - ohne "T" geschrieben - aus seinem Board quetschen*lol*
Gruss Debaser.
Hier gibt es einen Artikel dazu, wie die Spannungswandler (Tiefsetzsteller, Buck-Converter) auf einem Mainboard konstruiert sind: http://www.design-elektronik.de/topics/stromversorgung/fachthemen/2002/0015/index.htm (http://www.design-elektronik.de/topics/stromversorgung/fachthemen/2002/0015/index.htm)
BlauPunkt
13.03.2003, 00:25
Hi SWL,
interessanter Artikel...lässt das Thema Gehäusekühlung unter völlig anderen Aspekten erscheinen...ist mir aber trotzdem noch etwas schleierhaft wieso es diese Elkos gebläht hat...war nichts übertaktet.
MfG BP
@BlauPunkt:
Einen ausführlichen Artikel zur Problematik defekter Kondensatoren gibt es auch bei heise online: http://www.heise.de/ct/aktuell/data/ciw-04.03.03-000/ (http://www.heise.de/ct/aktuell/data/ciw-04.03.03-000/)
Killeroy
13.03.2003, 00:36
Die meisten dieser Elkos sind fuer ca. 5000 Stunden Betrieb ausgelegt.
Das heisst nicht, Sie gehen nach 5000 Stunden kaputt, allerdings setzt der Alterungsprozess ein.
Dabei "zersetzt" sich der fluessige Elektrolyt in den Elkos und kann dabei anfangen, Wasserstoff auszugasen. Dadurch blaehen die Teile auf uns fangen zu lecken an.
In letzter Zeit wurde "versehentlich" minderwertiger Elektrolyt eingesetzt, der diesen Alterungsprozess beschleunigt.
Und schliesslich: Irgendwann geht alles mal kaputt. Diese Computerteile sind nicht fuer lange Lebensdauer konstruiert (Mainboards, CD-Laufwerke, Consumer-Festplatten...)
Killeroy.
BlauPunkt
13.03.2003, 00:45
Yepp,
das Zeug wird immer schlechter...früher hat der Kram irgendwie länger gehalten...hab hier mehrere 10+ Jahre alte Geschichten am Start (MAC Performa, 386, 486...)...die rennen immer noch prima...Sockel A Bretter hingegen sind kurzlebiger...liegt wahrscheinlich auch an den gestiegenen Taktraten...
MfG BP
@ Debaser
Hast du schon mal von nem ASUS Mainboard gehört, wo einfach Kondensatoren explodieren ???? Ich nicht !!!!!!
Betreff Support : Wer sich an seinem Rchner auskennt braucht keinen *angeb*
Dunchaban
13.03.2003, 09:43
Original geschrieben von Debaser
Oder wie sind denn Deine Erfahrungen mit A7V oder A7A266? Oder mit dem beruehmten ASUS-Support*abgelehnt*, der gar keiner ist?
A7A266
es läuft und läuft und läuft. Wenn man das zum Abturz kriegt hat man irgendetwas richtig falsch gemacht. Und da es nicht kaputt geht braucht man kein Support;D
Nen bischen gemütlicher isses und die VCore geht nicht unter 1.75 aber irgendetwas iss ja immer :)
Tenchi Muyo 26
13.03.2003, 12:13
mein Abit-BD7 hat vor zwei wochen den Geist aufgegeben - irgendwie sprangen die Temps. immer von 39 direkt auf 50 Grad, beim zocken waren es schon 65 bei 75 schaltete sich die Kiste immer aus.... 8-(
TheIceMan
13.03.2003, 15:37
meine beiden abits laufen 1a
mein abit kt133 läuft tag und nacht ( saugen / filme encodiern...... )
skelletor
15.03.2003, 16:19
hmm, hab mal bei mir nachgeschaut. (abit KT7 - Raid)
was meint ihr mit "dicke Backen"?
so richtig kein zylinder mehr, sondern zylinder mit bauch, oder nur oben die aluscheibe?
bei mir ist der ein oder andere oben an der aluscheibe nämlich schon etwas gewölbt.
(nicht mehr glatt)
und bei 2 von denen ist so eine offensichtlich angetrocknete rotbraune flüssigkeit zu erkennen (menge: bestimmt weniger als ein tropfen)
sozusagen wie eine hauchdünne rostschicht, ausgehend von der mitte der Aluscheibe (also der Punkt, wo die Sollbruchstelle ist)
muss ich Angst haben?... OK, sagen wir es so: Ich hab schon Angst!
gruss
skell
Killeroy
15.03.2003, 16:24
Kurz vor the Exitus.
Der Alu-Becher woelbt sich meist oben, wo die Sollbruchstelle ist. Wenn da schon was austritt, ist er bereits undicht.
Meist laeuft die Suppe unten aus der Gummidichtung raus...
Also entweder reparieren lassen oder schaun was passiert.
Killeroy.
skelletor
15.03.2003, 16:41
hmm... also wie gesagt, die angesprochene Wölbung erkennt man nur durch die veränderte Lichtspiegelung wenn man mit der Taschenlampe leuchtet, schon komisch, wenn bei so einer geringen wölbung schon was austritt, und: es ist nicht feucht, sondern eher festgetrocknet...
werd das mal abwischen und in ein paar tagen nochmal schauen, und dann evtl. in den sauren Apfel beissen, reparatur... was kostet sowas?
Ich selbst habe keinen Lötkolben und wuerd mich da auch nicht rantrauen glaub ich...
Wenn Elkos sich wölben, sollte man nicht mehr lange mit Gegenmaßnahmen (Austausch) warten. Das Explodieren kann saugefährlich sein, wenn man grad über der Kiste rumfummelt und das Zeug ins Auge kriegt. Außerdem droht Brandgefahr durch Kurzschluß im Wickel, denn bei den Strömen, für die die Wandler ausgelegt sind, wird die Schmorstelle durchaus ein Weilchen bruzzeln, ehe irgendeine Sicherung sich angesprochen fühlt.
Was den "verlustlosen" Stromfluß durch einen Kondensator angeht: sehr wohl entstehen in einem Kondensator, der an Wechselspannung liegt, Verluste, die in thermische Energie umgesetzt werden. Sie werden vom Aufbau des Kondensators bestimmt und steigen mit der Frequenz. Elektrolytkondensatoren haben einen im Vergleich hohen Verlustfaktor, der sich gerade beim Einsatz in getakteten Spannungswandlern auswirkt: hohe Schaltfrequenzen, steile Impulsflanken und hohe Stromflüsse erwärmen den Kondensator von Innen. Erhöhte Umgebungstemperaturen in der Nähe der Schaltdioden und des CPU-Kühlers tun dann ein übriges.
Völlig bescheuert ist es daher, dichtgeschlosse "Wände" aus Kondensatoren auf den Mainboards zu errichten und diese auch noch zwischen Schaltdioden und CPU-Sockel zu platzieren. Das verursacht Wärmestau und wird die Lust der Elkos zum vorzeitigen Ruhestand drastisch erhöhen. Aus elektrotechnischer Sicht wundert man sich sowieso, was für "Kunstwerke" der Mega- und Gigahertz-Manie trotzdem relativ störungsfrei funktionieren.
blurbs
Siehe auch hier:
http://www.heise.de/ct/aktuell/data/ciw-04.03.03-000/
Hier gibt es auch zu bedenken, daß die Höhe der Schaltfrequenz auch die Größe der Speicherdrosseln (im Vergleich Preisintensiv) bestimmt.
Hier wollen einige MB-Hersteller sparen, indem Schaltregler bis zu 2MHz takten, damit möglichst sehr kleine SMD-Drosseln ausreichen - wie lange die Elkos durchalten ist für diese Hersteller nicht sehr relevant (hauptsache verkauft).
Man vergleiche nur mal die Größe der Speicherdrossel ASUS und ECS !
???DC-DC step-down mit 2Mhz das kann ich irgendwie nicht so recht glauben???
Woher hast du den diese infos @StefanG
Original geschrieben von blurbs
Völlig bescheuert ist es daher, dichtgeschlosse "Wände" aus Kondensatoren auf den Mainboards zu errichten und diese auch noch zwischen Schaltdioden und CPU-Sockel zu platzieren. Das verursacht Wärmestau und wird die Lust der Elkos zum vorzeitigen Ruhestand drastisch erhöhen. Aus elektrotechnischer Sicht wundert man sich sowieso, was für "Kunstwerke" der Mega- und Gigahertz-Manie trotzdem relativ störungsfrei funktionieren.
blurbs
Leider ist das nicht so bescheuert wie das aussieht da eine möglichst kompakte Bestückung Layoutechnisch gesehen durchaus sinn macht da lange Leitungswege schlichtweg unerwünscht sind (nähere Erklärungen würden den Rahmen sprengen).
Natürlich schlecht ist das vom Standpunkt der Wärmeverteilung gesehen aber das lässt sich nun mal mit den billigen Mitteln (der Kunde will ja kein Board für 300Euro kaufen) die der Hersteller hat nun mal nicht machen.
Technisch gesehen wäre sicherlich eine bessere Lösung wünschenswert aber da sehe ich bei den Preisen die solch ein Produkt hat keinen ausweg *noahnung*
@Discret
Gibt's von z.B. Linear Technology (LT).
Häufige Verwendung in 'BilligBoards' finden die LT polyphasen-Controller mit fixen 550kHz/600kHz.
Machbar sind auch >1,5MHz, habe ich aber noch nicht selbst erlebt.
Die Problematik bezüglich immer höher werdenden Schaltfrequenzen zur Größenreduzierung der Speicherdrosseln und somit zur Kostenreduzierung (Materialeinkauf, Bestückbarkeit per SMD-Automat) wurde im Spätsommer in der c't beschrieben.
Leider ist der Artikel nicht bei Heise online abzurufen.
Es soll wohl auch Boardhersteller geben, welche aus kostengründen die Standard-Elkos (SMD in ECE-Bauform; mit der üblichen, aufgerauhten Folie zur Oberflächenvergrößerung = mehr Kapazität/Volumen) einsetzen (auch oft bei OEM-GraKa's zu sehen (z.B. MSI und Derivate)) einsetzen, mit parallel geschalteter Folienkapazität, damit der Gesamtverlustfaktor wieder sinkt.
Das wäre die preiswerteste Variante (mit dem höchsten Risiko).
Ui..
550/600Khz finde ich ehrlich gesagt auch schon ein bischen viel da mit steigender Frequenz auch noch andere Effekte auftreten was das Kernmaterial der Speicherdrosseln und die schaltverluste der billigen Transistoren angeht (und erst die armen Elkos)
Jedenfalls glaub ich nicht das man die Taktschraube der Controller immer höher schrauben kann ohne massiv Probleme mit der Temperatur zu bekommen
Ich finde es auch erstaunlich das die Netzteile so klaglos ihren Dienst verrichten da die Dinger ja besonders billig aufgebaut sind (im vergleich zu unseren 8) )
mfg Discret
der_pate
20.03.2003, 16:02
Die defekten Kondensatoren scheinen auch bei Epox aufzutauchen. Bei mir ein 8KHA+.
Der Support meinte ich soll die Platine einsenden. Wird dann repariert bzw. ausgetauscht.
Original geschrieben von Killeroy
Ich will ja nicht querschiessen, aber die grossen Elkos auf den Mainboards muessen Impulsstroemen von zig Amps standhalten. Es handelt sich hier um von den MosFets gepulste Gleichspannung mit deren Hilfe verlustarm die 1.6-1.8 Volt fuer die CPU aus den 5 Volt Gleichspannung vom Netzteil gemacht werden.
Deswegen immer Elkos verwenden, die fuer diesen Anwendungzweck geeignet sind (Low ESR Typen).
Killeroy.
Das sind teilweise bis über 160 A (Dualsysteme) ! Und die müssen immerhin die externe CPU-Taktfrequenz voll abfangen! Schließlich reden wir hier von der Schaltnetzteilen auf den Boards ... . Denn zum Glück sind die extrem überlastungsanfälligen Längsregler auf Boards inzwischen weitgehend ausgestorben. Und da selbst die Schaltnetzteile ihre Lastgrenzen haben, arbeiten ja inzwischen immer mehr gute Boards mit mehreren gleichzeitig parallel arbeitenden Schaltnetzteilen für ein und dieselbe Spannungsschiene ... .
eins vorneweg: ich bin nicht vom fach, hab nur schon viele begriffe aus der elektronik aufgeschnappt und die die mich interessiert haben, erklärt bekommen (wie mans halt nem laien erklärt).
hab mir fast alles durchgelesen, auch den deutschen artikel da wo beschrieben wird das die meisten mobo hersteller die eingangskondensatorbank zu schwach dimensionieren oder ungeeigneite elkos verwenden. auch ist mir klar das so hersteller unter enormem kosten/wettbewerbsdruck stehen. hab da nochn paar fragen:
1)
smd elkos glaube ich zu erkennen, das sind einfach gesagt solche ohne anschlüssdrähten und mit kunststoffsockel? (wo die anschlussdrähte nicht komplett durch die platine gehen).
StefanG hat da was von "SMD in ECE-Bauform - elkos" geschrieben, wenn ich jetzt das auf meiner MSI graka finde.. was heisst das konkret? eher schlecht?
2)
wie erkenne ich eine speicherdrossel? wie sieht eine "gute" aus?
ich hab hier grad mehrere mobo's (sockel a) und graka's rumfliegen, was mir auffällt beim Asus A7V8X (KT400)rev 1.04 fast nix zu sehen von dichten "Kondensatorwänden", das danebenliegende Chaintech CT-7NJL1 (NForce2) hat doch ein paar elkos aneinandergereiht, ca soviel abstand dass man grad noch ein papierschnitzel darein zwängen kann.
würde drum jetzt gerne mal alle boards und grakas anschauen und erkennen wollen wo man besonders gespart hat und wo nicht.
@cos:
zu 1) SMD steht für Surface Mounted Device, das sind also Bauteile die auf die Platinenoberfläche aufgelötet werden, ohne Kontakt durch die Platine durch. Auf dem A7V8X findest du beispielsweise welche rund um die Southbridge. Die mit C... sind Kondensatoren und die mit R... Widerstände.
zu 2) Drosseln sind z.B. die stehenden mit Kupferdraht umwickelten Ringe, die beim A7V8X zwischen Sockel und Parallel/Seriellanschlußfeld aufgelötet sind. Auch der mit Kupferdraht umwickelte Stab rechts bei den 3 Kondensatoren in der Nähe des Sockels ist eine Drossel
Hier das Bild des A7V8X, auf das ich mich beziehe: http://www.planet3dnow.de/artikel/hardware/kt400_p1/6.shtml (http://www.planet3dnow.de/artikel/hardware/kt400_p1/6.shtml)
@SWL:
thx für die infos!
also was SMD bauteile sind wusste ich so halb, nur grad was die abkürzung heisst, hatte ich schon vergessen.
wegen kondensatoren, da ist mir auch klar dass die ganz kleinen in smd form sind, das sind aber keramikkondensatoren und keine elkos oder ? ???
weil hab da grad ne gainward gf4-4800se da vor mir liegen, und glaube SMD-Elkos zu sehen (rundes alugehäuse), aber mit nem kunstoffsockel in smd weise aufgelötet.
da ein auszug aus StefanG's post:
"Es soll wohl auch Boardhersteller geben, welche aus kostengründen die Standard-Elkos (SMD in ECE-Bauform; mit der üblichen, aufgerauhten Folie zur Oberflächenvergrößerung = mehr Kapazität/Volumen) einsetzen (auch oft bei OEM-GraKa's zu sehen (z.B. MSI und Derivate)) einsetzen, mit parallel geschalteter Folienkapazität, damit der Gesamtverlustfaktor wieder sinkt.
Das wäre die preiswerteste Variante (mit dem höchsten Risiko)."
hilfe.. haben die jetzt bei meiner gainward gespart oder hab ich das falsch interprtiert ? ???
Hi Leute,
alle Lötkolbenschwinger können sich freuen.
Geeignete low ESR-Elkos Baureihe KZE von
Europe Chemicon in 6,3V und 10 Volt mit erwitertem
Temperaturbereich gibt es in Darmstadt bei
Zimmermann Electronic GmbH,
http://www.zeg-shop.de
(Siehe auch ct-Artikel zum Thema vom letzten Herbst))
Gut löt!
John
BlauPunkt
25.05.2004, 16:53
...das Brett ist inzwischen abgebrannt...byebye K7S5A Rev.1 *schnief*
;D
MfG BP
War zu erwarten! Aber noch erstaunlich lang durchgehalten...
Normalerweise geht das Exponentuial kaputt, da ein kaputter Elko
die Belastung der anderen Elkos und die Verlusste in den Transistoren
anhebt. Gibt dann mehr Wärme, der nächste Elko stirbt schneller,
noch mehr Last, noch mehr Wärme... *puff*
Meisst dauert das nur 1...2 Wochen bis sich nach dem ersten Leck alles
in Rauch auflöst.
Bei meinem K7S5A sind unglaublicherweise OSTOR Kondensatoren drauf!
Das ist so ziemlich das beste das es gibt :)
Original geschrieben von Ambi
@ Debaser
Hast du schon mal von nem ASUS Mainboard gehört, wo einfach Kondensatoren explodieren ???? Ich nicht !!!!!!
Betreff Support : Wer sich an seinem Rchner auskennt braucht keinen *angeb*
na und ob
sagmal läufst du mit geschlossenen augen durchs forum?
Asus K8V ist das aktuellste beispiel
da haben die aber immerhin öffentlich vor gewarnt, was denen doch ein wenig anzurechnen sein sollte
Schon mal aufs Datum geguckt,wann ich das geschrieben hab?????
wenn du da schon von einem k8v wusstest,würde ich an deiner stelle als wahrsager mein geld verdienen.......
@Ambi: Ein MB kann noch andere Probleme machen als die Elkos explodieren zu lassen. Und Asus hat schon viel Schrott produziert - denk nur an die A7V-Reihe - die Boards waren teilweise so instabil, dass sie vollkommen unbrauchbar waren (eigene Erfahrung). Erst mit dem A7N8X hat dieser Hersteller wieder ein passables MB gebaut.
Ausserdem: Ob Du das nun glaubst oder nicht, aendert nichts an den Fakten. Es gibt nun mal hier ein separates Asus-Unterforum, und das bestimmt nicht, weil die Boards so schoen aussehen. Wenn Asus so gut waere, muesste das ja leer sein. Ist es aber nicht.
Und meinst Du im Ernst, die Leute, die da Probs posten, haben alle weniger Ahnung als Du?
Man muss fair sein. Ich habe manchmal den Eindruck, dass manche mit abgoettischer Liebe an einer bestimmten Marke haengen, unfaehig, einzugestehen, dass auch diese nicht vollkommen ist. Wie Asus haben auch alle anderen Hersteller schon gute und schlechte Boards gebaut. Nur Asus haben ein Preis-/Leistungsverhaeltnis unter dem Durchschnitt und kuemmern sich in hochmuetiger Weise nicht um die Probleme Ihrer Kunden, an denen Asus vielleicht selbst schuld sind - wenn der Kunde kauft, hat er seine Schuldigkeit getan und kann bitte wegtreten und die Fr*sse halten.
Offenbar hast Du ein Asus-Board. Ich kann Dir nur wuenschen, dass Du damit nie Probleme kriegst.
Ja hast,schon Recht.Mein Beitrag von vor nem Jahr war extrem unobjektiv. N Kollege von mir hatte damals nur Probleme mit nem K7S5A un ich war deshalb wohl n bißchen vorschnell und sauer. Ich hatte noch keine Probleme mit Asus aber das kann man natürlich net verallgemeinern. Selbst n teurer Mercedes muss in die Werkstatt....
Ich denke jeder hat mit einer bestimten Firma gute Erfahrungen gemacht und is deshalb völlig überzeugt von ihr. Das hätte mich jedoch nicht vor nem Jahr dazuhinreißen dürfen sowas äähh fanboymäßiges zu schreiben. Ich nehms zurück....
Genug wieder gerade gerückt?
Original geschrieben von Ambi
Genug wieder gerade gerückt? Ueberhaupt kein Problem, ich war doch gar nicht sauer... Brauchtest also gar nichts geraderuecken. Davon abgesehen sehr nettes Posting. Hat man leider selten, dass Leute auch mal selbstkritisch sind.
Was Du geschrieben hast, trifft den Punkt. Auch der Vergleich mit dem Mercedes; ein Freund von mir hat ´ne A-Klasse, bei der sich langsam der Getriebeautomat verabschiedet...
Dann is ja alles ok..
Wegen A-Klasse : Die könnte man auch als Möchtegern-Benz bezeichnen,n Kollege von mir hat die un mein 3er Golf is von der Verarbeitung 10x besser,das Plastik von dem Ding knarzt in jeder Kurve...
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