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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : an die Chip-Experten hab ich mal ne Frage !


Tom24
01.01.1970, 01:00
Hallo alle zusammen<br><br><br>ich hab mir mal ein paar Gedanken zum Overclocking gemacht<br>dazu erstmal das Bild hier, damit ich nich soviel erklären muss<br><br>Bilder sagen mehr als 1000 Worte *;D<br>blödes Geocities funzt net<br>ftp://legion24.mine.nu/elek.gif<br><br>also wo fang ich an<br><br>Das ganze soll den Verlauf einer Spannung, in einer Speicherzelle oder einem Prozessor sein.<br><br>also Soll links die Spannung die anliegende Spannung sein (irgentwie logisch *;D )<br>bei AMD prozzis 1.75 V <br>K(urve)1 hat 1.75V<br>K(urve)2 hat meinetwegen 1.95V<br>beide sind gleich schnell getaktet daher sind die Kurven, daher auch identisch<br><br>bei Zustand 1 liegt der Binärwert 1 an<br>bei Zustand 2 liegt der Binärwert 0 an<br>bei Zustand 3 liegt der Binärwert 1 an<br><br><br>normalerweise ist es ja so, dass man versucht die Spannung zu senken um höhere Taktraten zu bekommen<br>was ja logisch erscheint die Temperatur sinkt (aber das is ja im moment kein problem) und das wichtigere in meinem Fall der Weg der ja kürzer ist weil die Spitze in dem Diagramm niedriger is... wenn diese Spitze allerdings zu niedrig ist würden fehlberechnungen auftreten weil manche Zustände fehlinterpretiert werden könnten und es bei zu niedrigen Spannungen zu Fehlern und Instabilität kommen könnte, muss , wie auch immer<br><br>wenn ich allerdings die geschichte dann betrachte müsste bei steigender Spannung auch die Geschwindigkeit sinken weil das signal oder was auch immer mehr Weg zurücklegen muss oder höher steigen und fallen muss<br><br>Wieso werden die Rechner nicht langsamer bei mehr Spannung *???<br><br>ähm falls ich aufm Weg falsche Schlüsse zog sagts mir <br>is nur ein gedanke am Mittwoch morgen http://www.plaudersmilies.de/rough/smileyshot22.gif

Melbourne, FL
01.01.1970, 01:00
Das ist recht einfach zu erklären. Das Analogon mit dem Weg stimmt nicht. Die Spannung legt keinen Weg zurück. Die Spannung wird angelegt. Es ist egal wie hoch die Spannung ist, das geht immer gleich schnell.<br><br>Außerdem werden Prozessoren glaube ich mit Gleichstrom betrieben. Jedenfalls kann ich mir nicht vorstellen, wie Transistoren mit Wechselspannung funktionieren.<br><br>Alexander

JJFlash
01.01.1970, 01:00
Hm, an sich haste im Rechner doch Gleichstrom, dass heisst entweder 0 oder zB 1,75 V, da werden halt irgendwelche Transistoren auf oder zu gemacht, ob das dann wiie ne Sinuskurve aussieht weiss ich nich...<br><br>Der Grund, warum man CPUs mit kleineren Strukturen schneller *takten kann ist afaik der, dass dann die Leiterbahnen kürzer sind und damit der Widerstand sinkt, die Verlustleistung pro Takt also sinkt und man daher höher takten kann.<br><br>Mit dem bertakten stell ich mir das so vor, dass die Schaltzeiten der Transistoren begrenzt sind, daher haut man ne höhere Spannung drauf, das macht den Transistoren Feuer (bis sie irgendwann die grätsche machen). Klingt nach 2 verschiedenen Ansätzen, die man nicht verwechseln sollte. Wenn du mit deiner Theorie richtig liegen würdest, könnt ich ja die Vcore runterdrehen und dann würd der Prozzi richtig rennen (das wär mal was für Notebooks ;D )<br><br>Habbich mir aber auch grad alles aus den Fingern gesaugt...<br><br>JJ<br><br>modify: Mist, zu langsam ;)

Melbourne, FL
01.01.1970, 01:00
<br><br>Mit dem bertakten stell ich mir das so vor, dass die Schaltzeiten der Transistoren begrenzt sind, daher haut man ne höhere Spannung drauf, das macht den Transistoren Feuer (bis sie irgendwann die grätsche machen).<br><br><br>Genau! Bei höherer Spannung schalten die Transistoren genauer und man kann sie deshalb öfter schalten lassen, also höher takten.<br><br>Alexander

ALT255
01.01.1970, 01:00
Eigentlich hat JJFlash ja schon alles geschrieben ;D<br><br>Aber hier noch ein paar Ergänzungen, man muss sich vorstellen das die Transistoren im Extremfall 1,5 Millarden mal ihren Zustand wechseln (1.5 GHz Proz), wenn man jetzt bedenkt das bei der Hälfte aller Zustandwechsel die anliegende Spannung einfach als Wärme abgegeben wird (beim wechsel von 1 nach 0).Stellt man sich dann noch vor, dass eine höhere Spannung einen größeren Wiederstand im Transistor erzeugt,was zu einer noch höheren Wärmeabgabe führt, versteht man auch warum man versucht die Strukturen und Spannungen der Prozis zu verringern.<br>Das eine CPU mit höheren Spannung stabiler läuft hängt einfach damit zusammen, dass die Differenz in der Transistorladung zwischen 0 und 1 grösser ist.<br><br>Ich hoffe ich hab noch alles zusammen gekriegt. :P<br><br>Keep crunching <br><br>ALT255<br><br>

mj
01.01.1970, 01:00
Deine Überlegung hat einige gravierende Fehler:<br><br>Zum einen wird die Zeit niemals in MHz angegeben. Die Zeit hat eine feste Zeiteinheit, in der Physik und der Mathematik als kleinste Einheit die Sekunde. Das ist schon mal der erste gravierende Fehler.<br><br>Zweitens legt die Spannung, oder auch der Takt einer CPU keinen Weg zurück, wie Alexander schon sagte. Die Spannung wird auch nicht so wie von dir dargestellt behandelt. Je höher die Spannung, desto stabiler ein Signal, wie sich das auswirkt werd ich gleich noch erklären.<br><br>Dritter gravierender Fehler: Eine CPU läuft mit Gleichstrom, setzen wir mal VCPU=1.75V. Deiner Grafik zufolge müßte eine CPU mit Wechselstrom laufen, das würde heißen VCPU={-1.75V,1,75V}<br>Wenn dem so wäre, dann würde deine Kurve beschränkt Sinn machen, aber ein Transistor auf der CPU würde dann dummerweise drei Schaltzustände kennen:<br><br> Schaltzustand 1: 1.75V liegen an, die CPU nimmt den Zustand 1 an<br> Schaltzustand 2: 0V liegen an, die CPU nimmt den Zustand 0 an<br> Schaltzustand 3: -1.75V liegen an, die CPU nimmt den Zustand -1 an<br><br>Eine CPU rechnet jedoch nach dem &quot;von Neumann Prinzip&quot; mit zwei Binären Zuständen: Null und Eins. Ein Transistor kennt nämlich nur diese beiden Zustände, entweder er ist geschaltet oder nicht geschaltet. Stell dir das wie einen Lichtschalter vor: Das Licht ist an, oder das Licht ist Aus. Dazwischen gibt es nichts.<br><br>Kurz noch zur Stabilität des Signals: Liegt mehr Spannung an einem Transistor an, hat das einen Effekt: Der Schaltwiderstand des Transistors wird eher überwunden, das bedeutet der Transistor schaltet früher zwischen den beiden Zuständen Null und Eins hin und her.<br>Hierzu ein kleines Rechenbeispiel (Hoffentlich krieg ich das jetzt ausm Kopf hin...), aber vorsicht, es wird mathematisch:<br><br>Wir setzen der Einfachheit halber folgende Variablen:<br><br>V1=1V<br>V2=2V<br>f1=100 Hz<br>f2=150 Hz<br>tR=Zeitspanne die der Transistor benötigt um den internen Widerstand zu überwinden.<br><br>In Worten: Du hast einen Transistor, der exakt 100 Mal Pro Sekunde zwischen seinen beiden Schaltzuständen hin und herschalten kann. Wobei die 100 Schaltungen das Maximum angeben. Das bedeutet also, du benötigst für eine Schaltung von Null auf Eins eine Zeitspanne t1=1/f1s, also 1/100 Sekunde<br>Bei einer Frequenz von 150 Hz beträgt die benötigte Zeit demzufolge t=2=1/f2=1/150s<br>Soweit einfach.<br>Der Transistor ist jedoch ein Halbleiterelement, hat also Halbleitereigenschaften. Und eine der Halbleitereigenschaften ist ein geringer interner Widerstand den es zu überwinden gilt.<br>Mathematisch ausgderückt:<br><br>t1 &lt; tR<br><br>Ein Problem hast du jedoch bei folgendem Fall:<br><br>t1 &gt; tR<br><br>Denn in solchen Fällen schaltet der Transisor nicht schnell genug. Um diesen Fall zu verhindern mußt du also die anliegende Spannung erhöhen, damit gilt:<br><br>t1 &gt; tR &gt; t2<br><br>Ist dies der Fall, schaltet der Transistor wieder.<br>Durch verringern der Strukturen eines Transistors von 0,18µm auf 0,13µm sinkt auch der interne Widerstand des Transistors. Somit ist eine erfolgreiche Schaltung bereits bei niedrigerer anliegender Spannung möglich.<br><br>Aber da du dir das überlegt hast, gleich mal eine Aufgabe für dich, zu leicht will ich es dir nicht machen: Nehmen wir einfach mal an, die CPU würde mit Wechselspannung betrieben. Auch wenn das technisch nicht möglich ist, wir nehmen es einfach mal an. Wie wäre dann die Effizienz einer solchen CPU, verglichen mit einer die mit Gleichstrom betrieben wird?<br>Und noch eine: Du kennst doch bestimmt den Zusammenhang: R=U/I<br>In welchem Zusammenhäng steht denn diese Formel mit obiger Erlärung?

JJFlash
01.01.1970, 01:00
Moderator := Physiklehrer ??? &nbsp;;D ;D ;D<br><br>Und wenn du morgen nicht die Aufgaben fertig hast musst du das Forum mit ner Zahnbürste putzen ;D ;D<br><br>JJ

mj
01.01.1970, 01:00
<br>Moderator := Physiklehrer ??? *;D ;D ;D<br><br>Und wenn du morgen nicht die Aufgaben fertig hast musst du das Forum mit ner Zahnbürste putzen ;D ;D<br><br>JJ<br><br><br>Nö, bin doch kein Physiklehrer...<br><br>Moderator = ehemaliger Physik-Leistungskursler = Informatikstudent.<br><br>Ist die Gleichung eindeutig? ;-)<br><br>PS: Kann man überhaupt verstehen was ich damit sagen wollte? Ist es verständlich ausgedrückt?

JJFlash
01.01.1970, 01:00
Im Prinzip kann man es schon verstehen, ich hab nur Probleme die Indizes zu erkennen, aber das liegt vielleicht auch an Opera...

mj
01.01.1970, 01:00
Ja, das wird an Opera liegen, bei mir hab ich keine Probleme die zu erkennen.

Tom24
01.01.1970, 01:00
Hallo an alle<br><br>*uff* <br><br>ok<br><br>also:<br><br>zum ersten warum legt der Stromfluss keinen Weg zurück bis die spannung anliegt und wiederum nicht anliegt, genau wie bei D'espice' t1 t2 tR müsste doch zeit vergehen zwar extrem wenig aber hat das heuzutage keinen einfluss ???<br><br>(btw wie funzt dat mit den niedrigstellen der buchstaben)<br><br>2. auf den wechselstrom hab ich nich geachtet mein fehler *also die zweite hälfte muss weg:<br><br>die zeit habe ich absichtlich in Hz angegeben um zu verdeutlichen, dass ich nen rechenschritt meine *:-X<br><br>D'espice aufgabe 1: mmmhhh also erstmal könnten wir uns ein paar (wie heissen die dinger die nur postiv oder negativ durchlassen (also nur eins von beiden)war das ne Diode?<br>und dann ein paar kondesatoren , halt die ganzen geschichten die aus AC&gt;DC machen...<br><br>mmhhh desweiteren würde ich mal drauf tippen, dass vorrausgesetzt -1 würde als 1 interpretiert werden keine veränderung stattfinden wird (ausser dass der fiese gleichstrom weg wär *;D )<br><br>ansonsten sehe ich noch den vorteil wenn man statt 2 zuständen 3 hätte dass man a:speicherzellen mehrere speicherzustände verpassen könnte und<br><br>b:dass mehr möglichkeiten bei der codierung der buchstaben oder ähnlichem hätte *;D 8 &quot;schalter&quot; a' 3 zustände is mehr als 8 &quot;schalter&quot; a' 2 zustände<br><br>aber physikalisch kann ich dazu nix sagen ich hab nich sehr viel wissen über physik<br><br><br>zum ohmschen gesetz<br><br>wenn R=U/I<br>R = elektrischer widerstand<br>U = Spannung hier 1.75V<br>I = Stromstärke<br><br>dann müsste wenn die Spannung ansteigt sich auch der widerständ erhöhen, was nich unbedingt erwünscht ist<br><br>tR müsst dann auch steigen und irgentwann wäre ein punkt erreicht an dem tR einfach größer als tN wäre<br>aber das hier scheint mit dem dann nicht logisch <br>Durch verringern der Strukturen eines Transistors von 0,18µm auf 0,13µm sinkt auch der interne Widerstand des Transistors. Somit ist eine erfolgreiche Schaltung bereits bei niedrigerer anliegender Spannung möglich.<br>mmhhh die folge dessen haben viele hier bestimmt schonmal<br>erlebt *;D<br><br><br><br>danke D'espice *:-*<br><br>ähm ich kann mit Opera auch die dinger erkennen wie auch immer die hiessen *;)

mj
01.01.1970, 01:00
Naja, du hast da nicht ganz recht.<br><br>Würde die CPU plötzlich drei statt zwei Zuständen kennen/können dann hättest du ein großes Problem: Inkompatibel zu jeglicher Software.<br>Und würde man einen Kompatibilitätsmodus schaffen können (was technisch machbar wäre, aber extrem schwierig) dann hätte die CPU eine pro-Taktzyklus Effizienz von 50% weniger.<br>Soll heißen, jedes dritte Taktsignal (-1) würde ignoriert werden.<br>Aber jetzt deprimier ich dich mal: Schon mal etwas vom Quantenrechner gehört? Der verkompliziert das ganze extremst: Denn ein Quantenrechner kennt nicht nur die Zustände 0 und 1 sondern absolut alle Zustände zw. 0 und 1 und das auch noch zur gleichen Zeit ;-)<br><br>Und zum Stromfluß: Du hast da etwas falsch verstanden denke ich, lies nochmal. In dem Fall &quot;fließt&quot; der Strom nicht, er ist einfach da oder nicht da, aber er steigt nicht an und ab (vereinfacht ausgedrückt).<br>Aber ich hab dich glaub ich auch auf die falsche Fährte gelenkt. Vergiß alle meine Zeitaussagen, das ganze kann man noch viel einfacher ausdrücken:<br><br>Ist nicht genug Strom vorhanden, so kann der interne Widerstand nicht überwunden werden.<br>Bei kleineren Strukturen ist der interne Widerstand auch kleiner, also kann bei gleichem oder höherem Takt mit niedrigerer Spannung gearbeitet werden.

Tom24
01.01.1970, 01:00
hhhmm also<br><br>warum wird denn der rechner &nbsp;-50% langsamer wenn man diesen 3. zustand beim anpassen der software usw berücksichtigen dürfte sich dich keine leistungsveränderung bmerkbar machen <br><br>man kann halt nur mehr buchstaben und zeichen schreiben lol<br><br>Stromfluss: naja irgentwo muss doch die Spannung hin damit sie da anliegen kann und bis dahin brauch sie doch auch zeit <br><br>wenn man in einem stromkreis die Stromstärke messen würde an unterschiedlichen stellen dann müsste doch (ok ok so schnell kann man nich messen glaub ich) an einer Stelle spannung anliegen und an einer anderen NOCH keine <br><br>ok damit dem überwinden is klar<br>aber wenn man die spannung erhöht steigt doch auch der widerstand, entsteht da nich ein entgegenwirken<br><br>Spannung steigt &gt;&gt;&gt;&gt;&gt;&gt;&gt; interner widerstand steigt<br>nur so als nebeneffekt???

JJFlash
01.01.1970, 01:00
Zum Stromfluss:<br>Wenn eine Spannung anliegt, kann Strom fliessen, Spannung wird in Volt gemessen, Stromfluss (Stromstärke) in Ampere, Spannung fliesst generell nicht.<br>Spanung ist ein Potentialunterschied zw 2 Punkten, Stromstärke ist der tatsächliche Ladungsfluss auf einer Leitung.<br>Stellt Dir einen Staudamm vor. Durch den Höhenunterschied auf den beisen Seiten des Dammes wird die Spannung symbolisiert. Diese ist vorhanden, obwohl kein Wasser fliesst. Machst du jetz ne Klappe auf, fliesst das nur Wasser (Stromstärke), aber nicht der Niveauunterschied (Spannung). Dieser verringert sich höchstens mit der Zeit.<br><br>Mit der Geschwindigkeit von Strom bin ich mir auch nicht sicher, aber schneller als das Licht kann er nicht sein und bei einem Gigahertz kommt das Licht pro takt nur 30 cm weit...<br><br>Zum Widerstand:<br>Richtig, der Widerstand erhöht sich bei höherer Spannung. Der Widerstand macht sich im Prozzi als Wärme bemerkbar, daher bei höherer Spannung -&gt; mehr Wärme.<br>Setzt du die Spannung zu hoch, kann der Strom irgendwann auch da fliessen, wo er eigentlich nicht lang soll -&gt; Kurzschluss im Prozzi<br><br>JJ

mj
01.01.1970, 01:00
@JJFlash:<br><br>Wunderbare Erklärung, dem brauch ich nix mehr hinzuzufügen außer einer einzigen Sache:<br><br>Der Strom erreicht definitiv keine Lichgeschwindigkeit, denn es handelt sich ja hierbei um Teilchen (Elektronen) die einen bestimmten Weg zurücklesen müssen. Aber da die Elektronen pro Sekunde zur Zeit ja höchstens 0,18µm zurücklegen müssen, denke ich werden wir keine Geschwindigkeitsunterschiede feststellen.

JJFlash
01.01.1970, 01:00
Ja, dass der Strom Lichtgeschwindigkeit erreicht, hätt mich auch gewundert. Aber ich denk schon, dass die Geschwindigkeit irgendwann ein kritischer Faktor wird. die 0,18 mikrometer (wo hast du das Zeichen dafür her?) sind die Struktur_breite_. Ich denke schon das es in Gewissem Maße relevant ist, ob der gesamte Prezessor sich noch im selben Takt befindet. Soll heissen, verschiedene Teile des Prozessors beeinfulssen sich und wenn beim einen der Strom noch gar nicht angekommen ist, der andere aber schon im &quot;nächste&quot; Takt ist, kanns schwierig werden, denke ich. <br>Wie lang ist wohl der längste Weg durch den Prozessor?<br>Das können bestimmt bald 30 cm sein, oder?<br><br>JJ

mj
01.01.1970, 01:00
Das Zeichen &quot;µ&quot; kriegst du über ALT GR+M<br><br>Ich meinte mal irgendwo gelesen haben, das die längste Strecke durch die CPU mehrere Kilometer lang ist... Das ist unter anderem ein Grund warum die CPU mehrere Spannungspins hat, sogar sehr viele dieser Pins, die an unterschiedlichen Stellen den Strom liefern.<br>Aber ehrlich gesagt weiß ich jetzt nicht direkt und auswendig wie das alles zusammenhängt, vielleicht find ich ja irgendwo die Information wenn ich bißchen suche, nur hab ich jetzt keine Zeit dafür leider... aber mal schauen, wenn ich was finde sag ich Bescheid.

JJFlash
01.01.1970, 01:00
Ja da habbichs auch gesucht, aber da is immer die Hotlist von Opera aufgesprungen :P<br><br>JJ

Melbourne, FL
01.01.1970, 01:00
Hier wirds ja richtig physikalisch...<br><br><br>Moderator = ehemaliger Physik-Leistungskursler = Informatikstudent<br><br>Ist die Gleichung eindeutig?<br><br><br>Ich glaub nein und zusätzlich auch noch falsch, denn ehemaliger Physik-Leistungskursler nicht gleich Informatikstudent (z.B. ich bin Physikstudent geworden...na gut mit Informatik als Nebenfach)... &nbsp; ;)<br><br><br>Denn ein Quantenrechner kennt nicht nur die Zustände 0 und 1 sondern absolut alle Zustände zw. 0 und 1 und das auch noch zur gleichen Zeit<br><br><br>Genau und das ist ja auch das eigentlich Spannende. Denn durch diese logisch nicht vorstellbare Tatsache (so ist das mit der Quantenmechanik (QM)...die widerspricht der Logik, so können Katzen in der QM gleichzeitig tot und lebendig sein...für weiterführende Literatur empfehle ich &quot;Schrödingers Katze&quot;...ist glaube ich von Richard Feynmann) kann man vollkommen neue Algorithmen entwerfen, die auf klassischen Computern nicht funktionieren, aber enorme Rechenzeitvorteile bringen. So gibt es für äußerst komplexe Aufgaben (z.B. Faktorisierung großer Zahlen) schon diese Algorithmen nur noch der Quantencomputer fehlt... &nbsp;;D<br><br>Aber jetzt zum Thema, wo ich eigentlich hin wollte: Die Begrenzung der Taktfrequenz. Das Hauptproblem hierbei kommt nämlich noch auf uns zu. Wie bereits oft gesagt, müssen zur Taktsteigerung die Strukturen verkleinert werden. Das geht aber nur bis zu einem gewissen Grad ohne Quanteneffekte. Sobald die Struktur zu klein ist, &nbsp;hat man ein großes Problem, denn dann ist die Tunnelwahrscheinlichkeit nicht mehr null.<br><br>Zuerst eine kurze Einführung zum Tunneleffekt: Nehmen wir einen Hügel, über den eine Straße führt, und wir wollen einen Ball drüber schießen (er soll auf der Straße rollen), so kann mit den Gesetzen der klassischen Physik die mindestens benötigte Abschußgeschwindigkeit ausrechnen. Ist der Ball langsamer, schafft er es nicht. Verkleinert man das Ganze extrem (etwa auf molekulare Ebene), kommt man an die Stelle wo Quanteneffekte anfangen eine Rolle zu spielen. Dann kann es passieren, daß der Ball zu langsam ist, aber trotzdem plötzlich auf der einen Seite verschwindet und ohne Zeitverzögerung (d.h. schneller als Lichtgeschwindigkeit) auf der anderen Seite auftaucht. Der Ball tunnelt durch den Hügel. Das passiert nicht immer. Die Tunnelwahrscheinlichkeit steigt, je kleiner wir das System machen. Wenn man nun aus dem Ball ein Elektron machen, aus dem Hügel die Isolation zwischen Leiterbahnen machen und die Tunnelwahrscheinlichkeit nicht mehr null ist, wird klar daß der Prozessor sich verrechnen kann, wenn man die Strukturen zu weit verkleinert.<br><br>Also wird man irgendwann eine Möglichkeit finden müssen, um dieses Problem zu umgehen. Dann werden revolutionäre neue Techniken nötig sein (z.B. optische Computer, Quantencomputer).<br><br>Alexander

Big Lou
01.01.1970, 01:00
Oh je, alles ein bisschen wirr hier.<br>Nur ein paar kleine Anmerkungen, um das ganze noch weiter zu verwirren. *;)<br>U/I= R bedeutet keinesfalls, dass der Widerstand mit der Spannung steigt. Der Widerstand ist normalerweise ein konstanter Wert (andere Einflussfaktoren mal ausser Acht gelassen wie Temperatur...). Mit der Formel kann man aus den Messwerten Strom und Spannung den Widerstand bestimmen, aber man kann ihn nicht durch die Spannung ändern. Wenn man die Spannung erhöht, erhöht sich einfach und unabänderlich der Strom.<br>Ein wichtiger Punkt, der bisher nicht beachtet wurde, ist die Kapazität.<br>Die Kapazität beschreibt die Stromspeicherfähigkeit von Kondensatoren, Einheit F (Farad), normalerweise picoFarad(pF)-mikroFarad(µF).Oder anders ausgedrückt 1F=1As/V. Leider haben auch die Leitungen im Chip ne Kapazität, und bei jeder Zustandsänderung muss diese umgeladen werden, was den Schaltvorgang verzögert und Energie kostet, die in dem schaltenden Transistor verbraten wird.<br>Deshalb ist Tom´s Idee, dass es bei höheren Spannungen langsamer läuft, auch garnicht so falsch. Oder man muss die höhere Spannung durch mehr Stromfluss kompensieren, was tatsächlich passiert.

mj
01.01.1970, 01:00
@Alexander:<br><br>Also als Physik-Leistungskursler solltest du wissen das meine Gleichung<br><br>Moderator = Physik-Leistungskursler = Informatikstudent<br><br>absolut richtig ist. Es kommt immer nur auf den Bezugspunkt an, und in diesem Falle bin ich der Bezugspunkt. Also ist die Gleichung absolut korrekt ;-)<br><br>Zum Quantenrechner: Ich kenn das Prinzip wie so ein Teil funktioniert, und ich kenn auch die arme Katze von Schrödinger. Das Problem an diesem Quantenrechner ist doch zur Zeit die Tatsache, das es sich bei einem Quantensystem um ein absolut abgeschlossenes System handelt. Das heißt also, ein Eingriff in dieses Systems, und sei es nur um den Zustand des Quants festzustellen bewirkt bereits eine Änderung des gesamten Systems.<br><br>Zum Tunneleffekt: Ich bezweifle das der Tunneleffekt bei über 0,1µm überhaupt auftritt, oder physikalisch ausgedrückt: Die Wahrscheinlichkeit das der Tunneleffekt bei mehr als 0.10µm auftritt ist gleich Null.<br>Und auch bei 0,8µm ist die Wahrscheinlichkeit noch so gering, dass das Eintreten des Effektes extrem unwahrscheinlich ist.<br>Oder irre ich mich da Hr. Physikstudent?

Melbourne, FL
01.01.1970, 01:00
<br><br>@Alexander:<br><br>Also als Physik-Leistungskursler solltest du wissen das meine Gleichung<br><br>Moderator = Physik-Leistungskursler = Informatikstudent<br><br>absolut richtig ist. Es kommt immer nur auf den Bezugspunkt an, und in diesem Falle bin ich der Bezugspunkt. Also ist die Gleichung absolut korrekt ;-)<br><br><br>Also von Bezugspunkten in mathematischen Gleichungen hab ich aber noch nie was gehört... &nbsp;;)<br><br><br>Zum Quantenrechner: Ich kenn das Prinzip wie so ein Teil funktioniert, und ich kenn auch die arme Katze von Schrödinger. Das Problem an diesem Quantenrechner ist doch zur Zeit die Tatsache, das es sich bei einem Quantensystem um ein absolut abgeschlossenes System handelt. Das heißt also, ein Eingriff in dieses Systems, und sei es nur um den Zustand des Quants festzustellen bewirkt bereits eine Änderung des gesamten Systems.<br><br><br>Richtig! Aber beim Quantencomputer ist das glaube ich nicht schlimm (genau wissen tue ich es nicht...habs nur 2 Semester gehört). Die Algorithmen sind darauf ausgelegt, daß man beim reingucken in das System den Ergebniszustand findet. Z.B. gabs den Algorithmus zum Suchen in Datenbanken. Da werden die Zustände x-mal aufeinander projiziert und am Ende findet man mit extrem hoher Wahrscheinlichkeit den Zustand, den man suchte (klingt jetzt irgendwie doof...ich erinnere mich auch nur bruchstückhaft). Das Hauptprobem ist, daß man den Quantencomputer vor jeglichen äußeren Einflüssen abschirmen muß (z.B. Erdmagnetfeld) und das ist technisch nicht ganz so einfach. Wenn man Pech hat muß man sogar den Neutrinostrom der Sonne abschirmen (ich weiß jetzt nicht, ob man das wirklich muß, oder ob die Störungen vernachlässigbar sind) und das ist nahezu unmöglich...schließlich flutschen die problemlos durch die komplette Erde durch... &nbsp; :o<br><br><br>Zum Tunneleffekt: Ich bezweifle das der Tunneleffekt bei über 0,1µm überhaupt auftritt, oder physikalisch ausgedrückt: Die Wahrscheinlichkeit das der Tunneleffekt bei mehr als 0.10µm auftritt ist gleich Null.<br>Und auch bei 0,8µm ist die Wahrscheinlichkeit noch so gering, dass das Eintreten des Effektes extrem unwahrscheinlich ist.<br>Oder irre ich mich da Hr. Physikstudent?<br><br><br>Genaue Zahlen weiß ich auch nicht. Das hängt ja auch von der Höhe der Energiebarriere ab. Der Tunneleffekt kann jedenfalls immer auftreten...die Wahrscheinlichkeit ist bei großen Systemen nur so winzig, daß die Anzahl der Nullen bei Schriftgröße 6 wohl bis zum Mond reichen würde. Aber prinzipiell kann auch ein Fußball durch den Pfosten tunneln... &nbsp; &nbsp;;D<br><br>Das Problem ist, daß bei Prozessoren mit x Mio Takten pro Sekunde man extrem oft ausprobiert, ob's tunnelt oder nicht. Deshalb können schon sehr kleine Tunnelwahrscheinlichkeiten ein Problem darstellen. Wenn man es nur oft genug probiert klappts irgendwann halt trotzdem. Außerdem nimmt die Anzahl der pro Schaltvorgang benötigten Elektronen auch immer mehr ab. Irgendwann wird ein Elektron ausreichen und wenn das tunnelt...BSOD oder noch schlimmer... &nbsp; :-X<br><br>Alexander



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