Partitionen nur noch für Geeks und Nerds
10.12.2009 um 23:51 von Nero24
Irgendwann einmal war jeder von uns ein Neuling, einer, der gerade erst in die Materie eingestiegen ist und dabei von einem Fettnäpfchen ins nächste tappt. Das ist mir durchaus bewusst und ich will nicht unnötig meckern. Aber!
Zu meiner Zeit - wir schreiben DOS 3.3 - bekam man ein paar Regeln gleich zu Beginn mit auf den Weg: eine Festplatte (sofern das System nur eine hat) gehört partitioniert: C: für das System, D: für die Programme und E: für die Daten. Sollte man das System mal wieder neu aufsetzen müssen (was damals durchaus öfter vorkam), brauchte man so nur C: zu formatieren und neu zu installieren, ohne dass die Programme auf D: und die Daten auf E: davon behelligt wurden. Das klang logisch und man verinnerlichte es..
Seit Windows macht die separate Partition für Programme nur noch wenig Sinn, da der Großteil der Windows-Programme mit Ausnahme von ein paar Spielen und Freeware-Tools ohnehin installiert werden muss. Wer also C: neu installiert, kann die Programme (z.B. MS Office) auf D: trotzdem nicht mehr so einfach starten. Bleiben in der Windows-Welt für den Privat-User also noch als Minimum C: für System und Programme, D: für Daten. Und so partitioniere ich in der Regel auch die Systeme für meine Privat-Kunden.
Allerdings ist das Thema "Partitionierung" dem durchschnittlichen Anwender offenbar nicht mehr so ohne weiteres nahe zu bringen. Trotz Hinweis bei der Auslieferung "C: für System und Programme, D: für den Rest" und Benennung der Partitionen mit entsprechenden Namen habe ich allein in den letzten 4 Wochen fünf Notrufe von Kunden erhalten, die sich C: so zugemüllt hatten, dass das System nicht einmal mehr booten wollte. D: war natürlich komplett leer.
Einem hatte es das Profil so zerlegt, dass ein neues angelegt werden musste. Bei den anderen ließ sich das System mit einer Live-CD so weit säubern, dass es anschließend wieder nutzbar war.
Es waren 2 Männer und 3 Frauen. "Typisch Weiber" als Fehlerquelle vor dem Bildschirm wäre also zu einfach. Allerdings waren es allesamt User, die das Gerät zwar teils sogar exzessiv im Alltag nutzten (ICQ, Live Messenger, Facebook, StudiVZ, Lokalisten, Youtube, etc. etc. etc.) und kaum eine Stunde mehr ohne den PC (die Männer) oder den Laptop (die Frauen) auskommen, aber eben als reine Inhalte-Konsumenten, nicht als "Computer-Freaks".
Vielleicht bin ich da zu altmodisch, aber wenn ich mit dem Auto täglich unterwegs sein muss oder will, weiß ich doch auch wenigstens wo ich den Ölstand messen, den Scheibenreiniger nachfüllen oder den Tankstutzen ansetzen muss. In der Rund-um-Sorgloswelt des PCs/Laptops/Internets dagegen genügt es vielen offenbar zu wissen wie man fährt (im übertragenen Sinne).
Die Lehre, die ich daraus ziehe, lautet jedenfalls: Partitionen nur noch für Geeks, die damit umzugehen wissen. Ansonsten ein großes C: - und wenns 1 TB ist! Alles andere ist offenbar zu viel verlangt
Zu meiner Zeit - wir schreiben DOS 3.3 - bekam man ein paar Regeln gleich zu Beginn mit auf den Weg: eine Festplatte (sofern das System nur eine hat) gehört partitioniert: C: für das System, D: für die Programme und E: für die Daten. Sollte man das System mal wieder neu aufsetzen müssen (was damals durchaus öfter vorkam), brauchte man so nur C: zu formatieren und neu zu installieren, ohne dass die Programme auf D: und die Daten auf E: davon behelligt wurden. Das klang logisch und man verinnerlichte es..
Seit Windows macht die separate Partition für Programme nur noch wenig Sinn, da der Großteil der Windows-Programme mit Ausnahme von ein paar Spielen und Freeware-Tools ohnehin installiert werden muss. Wer also C: neu installiert, kann die Programme (z.B. MS Office) auf D: trotzdem nicht mehr so einfach starten. Bleiben in der Windows-Welt für den Privat-User also noch als Minimum C: für System und Programme, D: für Daten. Und so partitioniere ich in der Regel auch die Systeme für meine Privat-Kunden.
Allerdings ist das Thema "Partitionierung" dem durchschnittlichen Anwender offenbar nicht mehr so ohne weiteres nahe zu bringen. Trotz Hinweis bei der Auslieferung "C: für System und Programme, D: für den Rest" und Benennung der Partitionen mit entsprechenden Namen habe ich allein in den letzten 4 Wochen fünf Notrufe von Kunden erhalten, die sich C: so zugemüllt hatten, dass das System nicht einmal mehr booten wollte. D: war natürlich komplett leer.
Einem hatte es das Profil so zerlegt, dass ein neues angelegt werden musste. Bei den anderen ließ sich das System mit einer Live-CD so weit säubern, dass es anschließend wieder nutzbar war.Es waren 2 Männer und 3 Frauen. "Typisch Weiber" als Fehlerquelle vor dem Bildschirm wäre also zu einfach. Allerdings waren es allesamt User, die das Gerät zwar teils sogar exzessiv im Alltag nutzten (ICQ, Live Messenger, Facebook, StudiVZ, Lokalisten, Youtube, etc. etc. etc.) und kaum eine Stunde mehr ohne den PC (die Männer) oder den Laptop (die Frauen) auskommen, aber eben als reine Inhalte-Konsumenten, nicht als "Computer-Freaks".
Vielleicht bin ich da zu altmodisch, aber wenn ich mit dem Auto täglich unterwegs sein muss oder will, weiß ich doch auch wenigstens wo ich den Ölstand messen, den Scheibenreiniger nachfüllen oder den Tankstutzen ansetzen muss. In der Rund-um-Sorgloswelt des PCs/Laptops/Internets dagegen genügt es vielen offenbar zu wissen wie man fährt (im übertragenen Sinne).
Die Lehre, die ich daraus ziehe, lautet jedenfalls: Partitionen nur noch für Geeks, die damit umzugehen wissen. Ansonsten ein großes C: - und wenns 1 TB ist! Alles andere ist offenbar zu viel verlangt

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11.12.2009 um 01:47 von Zidane
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11.12.2009 um 03:14 von Dalai
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11.12.2009 um 11:40 von Ventus2cx
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11.12.2009 um 15:50 von TiKu
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11.12.2009 um 18:16 von Desti
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