RSS-Feed anzeigen

Nero24.

Wann kommt AMDs 16-Core Steamroller?

Bewertung: 2 Stimmen mit einer durchschnittlichen Bewertung von 5,00.
Unser Leser 'Crashtest' hat mit seinen Adleraugen im seit kurzem erhältlichen AMD Programmierleitfaden einen „echten” 8-Modulprozessor mit 16 Kernen entdeckt. „Echt” deshalb, da AMD bei den Opterons zwar schon Modelle mit 8 Modulen im Angebot hat, diese aber aus zwei Siliziumchips bestehen, die auf einem Träger per Hypertransport zusammengeschaltet sind. Da im obigen Schema aber alle Kerne an einem System-Request-Interface (SRI) hängen, beschreibt das Schema zweifelsohne ein einziges Die. Ergo einen echten Nachfolger der mittlerweile uralten Prozessoren auf Piledriver-Basis.

Gott, wie würde ich so einen Vorstoß begrüßen!

Ich installiere meinen Kunden seit über 10 Jahren Server auf AMD-Basis; eigentlich seit AMD mit dem K8 den Prototypen eines idealen Server-Prozessors vorgestellt hat.

In den letzten 2 Jahren jedoch fiel es mir zunehmend schwerer, Argumente für Server auf AMD-Basis glaubhaft zu vermitteln. Die meisten Mittelständler und Kleinunternehmer brauchen keine Multi-Sockel Lösungen, und die Single-Sockel Systeme hat AMD schon seit Jahren sträflich vernachlässigt. Allein die Server-Chipsätze ohne PCIe 3.0, ohne SATA6Gbps und ohne USB 3.0 wurden zunehmend zum Problem.

Bei Kleinstlösungen habe ich zuletzt auf Desktop-Plattformen gesetzt, z.B. Athlon II X4 mit ECC-RAM, RAID-1 SATA-HDDs und zuverlässigen NTs als Server. Aber selbst hier stellt sich AMD ja zunehmend ein Bein, indem immer weniger Desktop-Plattformen überhaupt ECC unterstützen und damit als Quasi-Server ausscheiden.

So kommt es, dass ich Unternehmern in diesem Jahr Intel-Server andrehen musste, weil AMD nichts brauchbares mehr im Sortiment hatte.

Dieses Fundstück - found by Crashtest - lässt mich wieder etwas hoffen...

... und natürlich würden sich auch meine Enthusiasten-Kunden über einen Steamroller 12-16 Core Prozessor freuen. Die Nachfrage ist da - diese Kunden kaufen auch Sockel LGA2011-Plattformen, wo allein Mainboard+Prozessor >800 EUR kosten. Da muss AMD auch wieder hin. Nicht unbedingt, weil dieser Umsatz das Unternehmen retten würde, sondern weil allein das Image einer solchen Plattform Wunder bewirken könnte!
Stichworte: AMD, Server, Steamroller
Kategorien
Pleiten, Pech und Pannen

Kommentare

  1. Avatar von bbott
    Für den Serverbereich sind acht Module bzw. 16 Kerne bestimmt nicht verkehrt. Allerdings sind die Taktraten bei fünf und mehr Modulen wohl so niedrig, dass im Privaten Bereich im Highend Segment AMD auch weiterhin kein attraktives Angebot machen kann und scheinbar auch keins machen möchte.
    Das ist echt schade das AMD das Server- und Private-Highend-Segment so fahrlässig vernachlässigt.

    Das AMDs APU Konzept es im Markt sehr schwer haben wird habe ich von Anfang an Prognostiziert. AMD setzt sich mit seinem weder Fleisch noch Fisch Produkt zwischen die Stühle, ich hatte gehofft das man weiterhin CPUs anbieten wird. Die Roadmaps sprachen Anfangs auch immer davon das die Updates der APU in die CPUs fließen werden. Seit längerem wissen wir das es nur neue Steppings aber keine wirklichen Verbesserungen gibt.
    Nun hoffe ich das AMD sich mit dem 16-Core Steamroller(?) endlich von dieser Produktpolitik endlich verabschiedet. Oder sehen wird doch wieder nur ein neues Stepping als Steamroller betitelt?!
  2. Avatar von Zidane
    Da der AM4 Sockel gestrichen wurde, wäre es sehr unwahrscheinlich das dieser Prozessor jemals auf einem Desktopboard zu finden sein wird. Aus älteren News die man bei Google so findet, wurde dieser Plan verworfen.

    Hier sah es danach aus das AMD genau das liefern wollte, was wir erwartet hätten
    Aktualisiert: 12.07.2014 um 00:10 von Zidane

Trackbacks