Planet 3DNow! Forum    
  Fantastic Zero Logo


Zurück   Planet 3DNow! Forum > Offtopic > Sonstiges
Hilfe Registrieren Blogs Mainboarddatenbank Galerie Extras Suchen Heutige Beiträge Alle Foren als gelesen markieren

Gehe zu
Antwort
 
Themen-Optionen Ansicht
Alt 28.03.2006, 15:47   Posting #1 (im Thread / einzeln)
gheddo
Grand Admiral
Special
Grand Admiral
 
Benutzerbild von gheddo
 
Registriert seit: 11.11.2001
Ort: Schleswig-Holstein
Beiträge: 2.313
Leute um die 30, "Reformverlierer"?

Ich habe hier einen Link zu einem Artikel auf FAZ.Net, ist wirklich lesenswert. Die Missstände innerhalb Deutschlands werden zumindest ansatzweise versucht aufzuzeigen. Lest euch auch mal die Kommentare durch.

Ein wenig spricht mir das ganze aus der Seele...

Link zum Artikel
 
Alt 29.03.2006, 15:12   Posting #2 (im Thread / einzeln)
The Ripper
Gesperrt
 
Registriert seit: 26.04.2005
Beiträge: 358
ich gehöre zu den betroffenen...

allerdings sehe ich nur bei mir die lösung, nicht innerhalb unserer generation.

ich fühle mich ohmächtig gegenüber diesen zuständen, geb ich zu. ich habe keine erwartungen an deutschland. für mich ist dieser staat eigentlich schon tot. ich mag die deutschen nicht... und ich erwarte nichts von ihnen. rein garnichts. ich find sie lächerlich, einst ein völlig übertrieben "stolzes" volk und heute völlig lethargisch.

ich hoffe noch 2 (eigentlich nur 1) "asse" im ärmel zu haben um abzuhauen :

1. ein studium, welches mir wenn schon keine gut bezahlte so aber wenigstens überhaupt eine arbeit "garantiert"(gern auch branchenfremd, hauptsache studium im lebenslauf)

2. mache ich ohne zu übertreiben fortschritte an der börse( mein ziel ist, davon zumindest überdurchschnittlich gut zu leben)


wenn das nicht funzt... ka.

durchwursteln, bis zur rente, die dann auch net reicht?

selbstmord? keine ahnung, aber ich erachte selbstmord nicht als grundsätzlich abwegig. wer denkt, er habe seine ziele im leben endgültig verfehlt, dem soll es freigestellt sein, selbst darüber zu entscheiden. ich bedaure viel mehr jene die bis zum tod als verlierer hier rumeiern. so besonders ist leben nun wirklich nicht.

als ein verfehltes leben erachte ich bspw. 8h am tag für einen x-beliebigen arbeitgeber fürn hungerlohn (2000,- brutto) zu arbeiten. ich weiss, das klingt verrückt, aber das ist ein hundsleben, und jeder sich nicht selbst eingestehende betroffene belügt sich in meinen augen selbst.


ich gehe davon aus, dass die börse funzt. sonst is bei mir ganz persönlich und ehrlich land unter. ich kann alle ehrlichen arbeiter eigentlich nur bedauern... wenn ich die wohnung verlasse, hab ich häufig "nasse" augen und schüttel nur den kopf über diese menschen. es ist erbärmlich, so will ich nicht leben. hier gibts keinen gemeinschaftssinn, alles tot. hier definiert man sich über den verkaufswert des autos, den besitz eines eigenheims (tschuldigung, aber dass ist so lächerlich...),überhaupt über materielles.


wie gesagt, ich hoffe, aus dem betroffenenkreis ausbrechen zu können. den letzten beissen die hunde. schön, dass darüber geredet wird. nur reden ist in dt. eine tugend ohne folgen, lächerlich das ganze.


maybe wärs interssant zu sehen, welche ziele, träume hier im forum gepflegt werden. besonders vor dem hintergrund wachsender armut. studium und danach arbeit, bestenfalls im gelernten job, damit die kohle stimmt, ist eigentlich schon worst case. sry, dalls ich hier den einen oder anderen damit auf die füsse trete.
 
Alt 29.03.2006, 15:37   Posting #3 (im Thread / einzeln)
Crashman
Vice Admiral
Special
Vice Admiral
 
Benutzerbild von Crashman
 
Registriert seit: 12.06.2002
Ort: derzeit München
Beiträge: 933
Sehr seltsame Einstellung, aber ich nehme es mal hin ohne eine dicke Diskussion loszutreten

Was diese "Sandwich"-Generation angeht:

Die Altersversorgung haben die heute 20-35 jährigen selbst in der Hand (oder besser gesagt in der Hüfte). Was die Einstellung angeht: Wenn Rippers Einstellung von den anderen Betroffenen geteilt wird, dann haben die in dem Artikel wohl Recht

MfG
 
Alt 29.03.2006, 15:47   Posting #4 (im Thread / einzeln)
gast0972
Gast
 
Beiträge: n/a
Auch ich gehöre zu den "Reform-Verlierern". Doch bedauerlicherweise habe ich nicht die Zeit, mich damit zu befassen, da ich lieber Geld verdiene und meine Familie ernähre... ;-)

EDIT:
Toll..., einige Personen stinken praktisch vor Selbstmitleid. Mensch, dann fahre nach Berlin, stelle Dich vor den Berliner Reichstag und demonstriere! Aber nein, die Couch-Potatoes bleiben lieber in ihrem TV-Sessel sitzen, haben in einer Hand ein Bier und stecken sich die andere Hand in die Hose und lassen sich durch TV berieseln... *hust*
 
Alt 29.03.2006, 15:53   Posting #5 (im Thread / einzeln)
The Ripper
Gesperrt
 
Registriert seit: 26.04.2005
Beiträge: 358
die betroffenen haben die finanzierung ihrer rente ZUSÄTZLICH in ihrer hand. rentenbeiträge zahlens ja trotzdem weiter. also ist es eine zusätzliche BELASTUNG.

ein stück weniger vom lohn. und so wirds weiter gehn. ich hätte auch gern nachwuchs und bekomms hoffentlich noch gebacken. keine frage, sone family gibt halt und orientierung. dumm ist nur, dass man dann so ziemlich jedem aus der hand frisst. (ja, du hastn i-net caffee, is aber net jeder in der lage. und ob du überdurchschnittlich verdienst is auch net raus. fakt ist, du hasts, wenns halbwegs läuft, besser als viele andere. eben weils dein eigener laden ist.)

sparen fürs alter oder was? ich lebe jetzt, im alter bin ich häufiger krank, habe gebrechen... jetzt leben einschränken um im alter dahin zu vegitieren? wasn das für ne option? im grunde sind hier zu lande die lebensplanungen doch nur spiessig.
 
Alt 29.03.2006, 22:37   Posting #6 (im Thread / einzeln)
gheddo
Grand Admiral
Special
Grand Admiral
 
Benutzerbild von gheddo
 
Registriert seit: 11.11.2001
Ort: Schleswig-Holstein
Beiträge: 2.313
Also in vielen Punkten kann ich mich dieser Blickrichtung schon ein wenig anschliessen. Leistung wird in Deutschland einfach nicht honoriert. Das fängt schon beim Studium an. Jeder der Abi hat kann im Prinzip studieren...Klasse, nur das nicht wenige davon es tun um Zeit zu überbrücken oder eigentlich gar nicht wissen was sie wollen. Wie kann man es zulassen jemandem ein Studium ins blaue zu finanzieren? Private Universitäten sind den staatlichen in Puncto Finanzierung und Studentenauswahl leider weit voraus.

Stipendien? Wenn man nicht im Kirchenchor singt und am besten noch Parteisoldat ist, kriegt man in Deutschland kaum ein solches. Und wenn doch, dann übernehmen sie höchsten die Bücherkosten

Es gibt so einige Studienfächer vor allem im Geisteswissenschaftlichen Bereich, wo die anschliessende Jobsuche noch schwerer ist als das Studium selbst. Warum wird so etwas nicht quotiert? Freie Persönlichkeitsentfaltung auf Kosten anderer ist doch auch in Deutschland nicht erlaubt? Innnerhalb von 10 Jahren bin ich hier jedenfalls weg. Zeit ist kostbar.
 
Alt 29.03.2006, 22:51   Posting #7 (im Thread / einzeln)
Thunderbird 1400
Grand Admiral
Special
Grand Admiral
 
Benutzerbild von Thunderbird 1400
 
Registriert seit: 11.11.2001
Ort: Hannover
Beiträge: 11.043
@The Ripper:

Du kannst einem einfach nur schrecklich Leid tun, wenn das deine Lebenseinstellung und deine Meinung über deine (deutschen) Mitmenschen ist. Zum Glück gibt es auch noch genug Menschen, die anders denken als du, und nicht überall hinter allem nur das Materielle sehen und einfach nur glücklich und zufrieden leben können mit dem, was sie haben.

Ich sag nur, jeder ist seines Glückes Schmied!
 
Alt 30.03.2006, 00:20   Posting #8 (im Thread / einzeln)
gast0972
Gast
 
Beiträge: n/a
Zitat:
Zitat von Thunderbird 1400 Beitrag anzeigen
Ich sag nur, jeder ist seines Glückes Schmied!
Hey, Heute hast Du zur Abwechslung ja mal richtig GUTE Einstellungen!!!
 
Alt 30.03.2006, 00:40   Posting #9 (im Thread / einzeln)
boidsen
Grand Admiral
Special
Grand Admiral
 
Benutzerbild von boidsen
 
Registriert seit: 21.11.2004
Ort: Negnidürtressaw
Beiträge: 13.947
Nur braucht ein Schmied guten Stahl, gute Holzkohle und gutes Werkzeug... Ansonsten kanner sich abmühen wie er will - es wird einfach nix!
Und genauso gehts leider sehr vielen "Glücksschmieden" hierzulande - wer bei uns Initiative ergreifen will, um sich was aufzubauen, der macht erstmal mit der Bürokratie Bekanntschaft... Und die verweigert den "Schmieden" nich nur gutes "Werkzeug" und ebensolche "Rohstoffe", sondern sperrt ihnen oft gleich noch die Werkstatt zu!
Und solang sich da nich was ändert (aber um 180°!), gehts mit Deutschland weiter bergab - aber im freien Fall...!!!
 
Alt 30.03.2006, 01:10   Posting #10 (im Thread / einzeln)
Luzypher
Grand Admiral
Special
Grand Admiral
 
Benutzerbild von Luzypher
 
Registriert seit: 11.11.2001
Ort: "Stadt der 1000 Feuer"
Beiträge: 2.075
Hi folks!

Betrachtet man so die europäische und auch deutsche Geschichte der letzten 150 Jahre, so hat es eigentlich im Abstand von gut 20 bis 40 Jahren immer mal nen Krieg gegeben. Egal wie man daraus hervorgegangen ist, es war immer ein Aufschwung danach zu beobachten und herausragende Leistungen sind in den Nachkriegsjahren gemacht worden.

Die preussischen Kriege von 1864 bis 1871:
Deutschland wurde zu einem Kaiserreich vereint. Bildungsbürgertum und wirtschaftlich-technologisches und wissenschaftliches Wachstum begann.

Der erste Weltkrieg 1914 bis 1918:
Ein altes, monarchisches System wurde durch eine moderne Republik ersetzt. Wissenschaftliche und technologische Erfolge. Wirtschaftlicher Aufschwung in den 30er Jahren.

Der zweite Weltkrieg 1939 bis 1945:
Aufbau des Landes, Einführung einer "verbesserten" demokratischen Republik. Wirtschaftswunder, allgemeiner Wohlstand und "sichere Renten" (ach was). Die Menschen zeigten noch aktives Interesse an der Politik.

Nunja ... vor den Kriegen ging es eigentlich entweder gesellschaftlich und/oder wirtschaftlich besonders dreckig Fehlt uns vielleicht etwas? Brauchen wir vielleicht eine Art "Anstoß", um aus diesem allgemeinen "Mißstand" in diesem Land herauszukommen? Vielleicht ist unsere Gesellschaft ob der ganzen Errungenschaften und des Friedens und des Wirtschaftswachstums und der Bildungsreform und der Demokratie irgendwie müde und lustlos geworden? So nach dem Motto. "Ist ja alles ganz fein, doch irgendwie fehlt mir der Antrieb, der Anreiz."

Sind "wir" ob der Errungenschaften der Nachkriegsgeneration einfach zu faul und zu unflexibel geworden, den Erfolg selbst fortzusetzen und unsere Zukunft selbst zu sichern? Sind wir zu gierig, aber nicht gewillt, für unseren Lebensstil und unsere Gesellschaft politisch wie sozial einzustehen? SInd wir sozial so weit abgestiegen, daß uns die Schicksale der "anderen" - unserer deutschen Mitmenschen - völlig egal ist, solange wir unseren Lebensstil sichern können?

Dennoch sitzen wir, uns in unserer eigenen Ohnmacht bemitleidenden, armen Deutschen, zuhause auf dem Sofa mit der Flasche Bier und der Vesperplatte vor dem Fernseher und ärgern uns schwarz über die Politiker mit ihren Reformen, Plänen, Steuererhöhungen und Sozialleistungskürzungen, usw.

Erstaunlich wie leidensfähig wir geworden sind, wie viel wir ertragen und wie lange wir jammern können ohne selbst aus unserem bequemen Sofa aufzustehen und auf die Straße zu gehen. Nun werden die ganz Schlauen sagen: "Ja was nutzt es denn zu demonstrieren und irgendwelche Banner zu mit Sprüchen zu schwingen?"

Nun, was kann man machen, wenn der Würgegriff eines Stärkeren einem langsam die Luft abdreht? Schreien und auf die Hilfe anderer warten oder das Erbarmen und Einsehen des Stärkeren "Würgers" hoffen? Evtl. sogar, bis einem die Luft ganz wegbleibt und man nicht mal mehr in der Lage ist zu schreien ... bis es zu spät ist? Oder eben sich mit den verbliebenen Kräften zu wehren, sich zu winden und zu treten ... bis man in einer Position ist, wo man einen günstigen Ausgangspunkt hat um den Stärkeren zu überraschen?

Wie lange könnt Ihr die Luft anhalten?

cu ...
Luzy
 
Alt 30.03.2006, 12:18   Posting #11 (im Thread / einzeln)
The Ripper
Gesperrt
 
Registriert seit: 26.04.2005
Beiträge: 358
Zitat:
@The Ripper:

Du kannst einem einfach nur schrecklich Leid tun, wenn das deine Lebenseinstellung und deine Meinung über deine (deutschen) Mitmenschen ist. Zum Glück gibt es auch noch genug Menschen, die anders denken als du, und nicht überall hinter allem nur das Materielle sehen und einfach nur glücklich und zufrieden leben können mit dem, was sie haben.

Ich sag nur, jeder ist seines Glückes Schmied!

ach komm...man braucht sich doch nur mit den leuten zu unterhalten. die stimmung is einfach mies mies mies. ich kann reden mit wem ich will, die große mehrheit ist unzufrieden und verfluchen die dt. politiker, verfluchen die globalisierung, verfluchen den kapitalisten. verfluchen die zustände in unserem(ja, unserem) land.

das ist die wahre stimmung. natürlich gibts nen alltag der ablenkt. und natürlich sollte man versuchen so viel wie möglich frohe stunden zu haben. die hab ich auch. weniger als andere, aber ich habe sie.
im großen und ganzen seh ich nur land unter. jeder weiss, dass der dt. staat pleite ist und jeder weiss, das nur wenige wirklich aus dem alltagstrott rauskommen. und das heisst für 95% bestenfalls ein lebenlang die zinsen vom haus und wenn das geschafft ist den eigentlichen kredit abstottern. viele sagen selbst, dass die urlaube für die nächsten jahre gestrichen sind.

du bist jung und bist maybe in einer wg, hast dein mädel und verlebst wohl mit die schönste zeit deines lebens. gönn ich jedem. nur irgendwann muss man auch mal versuchen über den tellerrand hinaus zu schauen. und da ziehen dunkle wolken auf. im bestenfall hast du eben den job und läufst 5tage die woche auf arbeit.

WOW ! ! !

ich kenne deine eltern nicht, aber wenn ich mir so diese generation anschaue, dann weiss ich eins gewiss: die leute tun mir alle leid, weil sie von ihrem leben NICHTS hatten. eine verratene generation, die eine ablösend um von der nächstzen abgelöst zu werden.
da werden träume wie ne küche für 10k,- oder nen dicker urlaub oder nen neuwagen gepflegt. das haus ist wie gesagt, wenn überhaupt finanzierbar, ein lebenswerk.

mit dem wagen fährst dann auf arbeit und verlfuchst die spritpreise und in zukunft die pkw maut. die küche ist und bleibt ne küche... da machst dann dein essen. der urlaub ist, wenn er dick ist, nach 4 wochen vorbei und nicht sofort wiederholbar. dafür gehst dann abends mal in die kneipe einer großstadt und versuchst dich mal wieder selbst zu belügen indem du dich im ganzen mist wohlzufühlen versuchst.

kinder..., freunde mit denen man sich trifft um den alltag zu vergessen(zumindest für nen abend).... was du "glücklich sein mit dem was man hat" nennst ist wirklich nicht viel. erkauft mit einer fessel an einen arbeitsplatz. eben das, was nunmal der fortschritt der breiten masse ermöglicht, nix besonders und viel zu teuer.

und dann schaut man abends nachrichten und die erste meldung handelt vom iran und dem ganzen unnötigen geaffe. zweite und folgende meldungen handeln von toten, verletzten, entführten und was nicht noch. ach ist alles ganz schrecklich, aber wir haben uns daran gewöhnt. man fühlt sich ja netmal mehr hier auf diesem planeten wohl.

dann kommen da noch stumpfsinnige, die menschen verblödende oder ablenkende filme.

in den besseren zeitungen wird geredet und analysiert...(obwohl jeder weiss, das es die schwächsten am härtesten treffen wird. wozu also gross reden, wenn die erzeugte spannung(hoffnung) nur täuscht.

ein andere zockt abends oder liest nen buch.

die affen in berlin erhöhen ihre diäten, während der kleene malocher net mal die inflation im zehnten jahr ausgeglichen bekommt usw. usw. usf.

jetzt sag mir mal, wie man sich da als etwas interessierter mensch noch wohlfühlen soll? sich im kleinen glück einzugraben ist wohl teil des problems und nicht die lösung.

und ja, ich halte es net mehr lang aus...aber rettung ist in sicht. ich muss unbedingt aus diesem land für längere zeit raus, das is mal fakt. weg von dieser maschine, dieser einzigen fabrik. ich wäre so froh, wenn es dt. besser gehen würde, wirklich. ich bin nur dermaßen von der wirklichkeit enttäuscht, dass ich nur schwer in etwas wieder hoffnung und vertrauen setze. da ist mit mir nicht verhandelbar. ich denke, von uns beiden habe ich die objektivere sichtweise. glücklicher macht das allerdings nicht.


und tb1400: ich habe mich absichtlich ins abseits gesetzt. da sehe ich mehr.
 
Alt 30.03.2006, 12:36   Posting #12 (im Thread / einzeln)
Thunderbird 1400
Grand Admiral
Special
Grand Admiral
 
Benutzerbild von Thunderbird 1400
 
Registriert seit: 11.11.2001
Ort: Hannover
Beiträge: 11.043
Ich bin eben ein Optimist und bin der festen Überzeugung, dass es mir nach dem Studium auch in Deutschland ganz gut gehen wird (wenn auch nicht mehr so gut, wie das noch vor 10 oder 20 Jahren der Fall gewesen wäre). Schließlich studiert meine Freundin ebenfalls einen ganz guten Studiengang und ist auch bald fertig. Mit zwei überdurchschnittlichen Einkommen lässt es sich schon ganz gut leben, würde ich mal sagen. Und da nagt man auch nicht gleich am Hungertuch, wenn einer mal vorübergehend nicht arbeiten sollte. Steht ja jedem offen, das genauso zu machen.
Und wenn's da irgendwelche Probleme in Deutschland gibt, dann gehe ich halt in die Schweiz oder sonstwo hin. Aber alles schwarz sehen bringt mir nichts, man muss einfach das Beste draus machen. Ich wüsste auch garnicht, warum ich alles so schwarz sehen sollte, denn soo schwarz ist es auch garnicht.

Klar, unsere Generation hat das Problem der Rente...aber mal ehrlich, über meine Rente mache ich mir am wenigsten Gedanken, ich sch*** auf die Staatsrente. Ok, es mag genug Leute geben, die nichts erben etc, aber man kriegt es doch wohl in 30-40 Jahren des Berufslebens locker hin, wenigstens eine Eigentumswohnung abzubezahlen, oder? Das geht auch wesentlich schneller, wenn beide verdienen. Dann noch ein kleines finanzielles Polster + die mickrige Staatsrente und man braucht sich vor dem Lebensabend nicht zu fürchten.
Ganz ehrlich, so hart es auch klingen mag, wer im Rentenalter am Hungertuch nagt, hat im Leben in meinen Augen irgendwas falsch gemacht.
 
Alt 30.03.2006, 12:41   Posting #13 (im Thread / einzeln)
Crashman
Vice Admiral
Special
Vice Admiral
 
Benutzerbild von Crashman
 
Registriert seit: 12.06.2002
Ort: derzeit München
Beiträge: 933
Nur glaube ich, dass du das was du suchst nirgendwo finden wirst.

Ohne die "Fessel" der Arbeit wird ein bequemes, spannendes & ereignisreiches Leben nirgendwo möglich sein. Ich weiß was du dir denkst, aber die Arbeit gehört irgendwo zum Leben dazu.

MfG
 
Alt 30.03.2006, 12:47   Posting #14 (im Thread / einzeln)
Thunderbird 1400
Grand Admiral
Special
Grand Admiral
 
Benutzerbild von Thunderbird 1400
 
Registriert seit: 11.11.2001
Ort: Hannover
Beiträge: 11.043
Das war jetzt wohl an The Ripper gerichtet. Passt nämlich genau zu diesem Satz:
Zitat:
Zitat von The Ripper Beitrag anzeigen
im bestenfall hast du eben den job und läufst 5tage die woche auf arbeit.

WOW ! ! !
Wo ist da das Problem? Mussten die Leute nicht schon immer 5 Tage die Woche arbeiten? In anderen Ländern ist auch kein Schlaraffenland.
 
Alt 30.03.2006, 13:02   Posting #15 (im Thread / einzeln)
Pizzaesser
Vice Admiral
Special
Vice Admiral
 
Registriert seit: 20.02.2002
Ort: Norden
Beiträge: 502
Als Arbeitsloser oder Student ist man doch quasi im Schlaraffenland. Die wahre Hölle ist ein Leben als Servicetechniker für Bürotechnik, immer on the Road als Spielball gelangweilter Sekretärinnen oder alter Säcke die nach Knoblauch stinken und von nix ne Ahnung haben. Ständig gezwungen sich mit mit Blödheit gepaarter Ignoranz auseinander zu setzen. Das mit Überstunden und am Monatsende is nich viel mehr über als du mit H4 auch hättest
Der Einzige Vorteil ist das man keine Angst vor der Kündigung haben muss, weil Kündigung=Erlösung
Ich kann mich nur noch weglollen und denke manchmal hätt ich nur studiert, aber mein Kumpel als gerade mit Note 2 diplomierter Wirtschaftsmathematiker findet seit nem halben Jahr ja auch nix hihi
 
Alt 30.03.2006, 13:02   Posting #16 (im Thread / einzeln)
The Ripper
Gesperrt
 
Registriert seit: 26.04.2005
Beiträge: 358
Zitat:
Wo ist da das Problem? Mussten die Leute nicht schon immer 5 Tage die Woche arbeiten? In anderen Ländern ist auch kein Schlaraffenland.
es geht nicht grundsätzlich um arbeit. selbstverständlich ist sie lebensgrundlage. einer kuh fliegt das gras schliesslich auch nicht ins maul.

es geht ums wie. es macht keinen spass, gegen den rest der menschheit zu konkurieren und auf einem schleudersitz zu sitzen, auf dem du nur bleibst, wenn du 110% leistung bringst. und während du locker 1/3 DEINER lebenszeit arbeitest, machen sich andere ein schönes leben davon und bekommen pickel bei dem gedanken mit dir tauschen zu müssen. viele werden ausbluten und nicht viel davon wird übrig bleiben.

aber ich will hier nicht übertreiben, soo schwarz ist es nicht. es ist nur traurig, dass so viele auf der strecke bleiben, obwohl es garnicht sein müsste. jeder muss selber sehn, wo er bleibt. einfach traurig...am traurigsten ist, dass mir selber auch keine wahl bleibt. ich jetzt selber das glück suchen gehen werde müssen. aber es wird immer ein schaaler nachgeschmack bleiben... ich empfinde es als dekadent, das leben in heutiger zeit geniessen zu wollen und nicht nach links und rechts zu schaun.

wer da keinerlei skrupel hat...., ich weiss nicht. da kann man einen faz journalisten echt beneiden. der kann sich sein schlechtes gewissen wenigstens von der seele schreiben und alle könnten es lesen, diesen stein des anstosses. nein, mir is das alles nix. ich hab ne seele, und die wird nicht verkauft(atheist ist).
 
Alt 30.03.2006, 16:08   Posting #17 (im Thread / einzeln)
Emperor
Commodore
Special
Commodore
 
Benutzerbild von Emperor
 
Registriert seit: 11.11.2001
Beiträge: 471
Zitat:
Zitat von The Ripper Beitrag anzeigen
es geht nicht grundsätzlich um arbeit. selbstverständlich ist sie lebensgrundlage. einer kuh fliegt das gras schliesslich auch nicht ins maul.

es geht ums wie. es macht keinen spass, gegen den rest der menschheit zu konkurieren und auf einem schleudersitz zu sitzen, auf dem du nur bleibst, wenn du 110% leistung bringst. und während du locker 1/3 DEINER lebenszeit arbeitest, machen sich andere ein schönes leben davon und bekommen pickel bei dem gedanken mit dir tauschen zu müssen. viele werden ausbluten und nicht viel davon wird übrig bleiben.
Es ist imo die Sache welche Einstellung man zur Arbeit hat. Wenn man sie nur als
Zweck zum Geldverdienen sieht, dann sieht die Sache vermutlich eher düster aus.

Zum FAZ Artikel: Es ist klar, daß Abstriche kommen werden, aber imo ist das schon ne ganze Weile absehbar gewesen, denn die Wirtschaftswunderzeiten sind schon lange vorbei.

Gruß Emperor
 
Alt 30.03.2006, 21:04   Posting #18 (im Thread / einzeln)
Luanne
Grand Admiral
Special
Grand Admiral
 
Benutzerbild von Luanne
 
Registriert seit: 11.11.2001
Ort: Dortmund
Beiträge: 5.689
Zitat:
Zitat von Emperor Beitrag anzeigen
Es ist imo die Sache welche Einstellung man zur Arbeit hat. Wenn man sie nur als
Zweck zum Geldverdienen sieht, dann sieht die Sache vermutlich eher düster aus.
...
Naja, das wird im Allgemeinen etwas anders gesehen:
Mehr oder weniger zwangsweise gibst Du dem Arbeitgeber (oder dem "Broterwerb"
allgemein) das Wertvollste, was Du hast:
Deine Zeit.
Das ist nun mal so und basiert aus der quasi natürlichen Notwendigkeit,
seinen Lebensunterhalt bestreiten (man beachte be"streiten") zu müssen.
Daraus ergibt sich ein ebenso natürlicher Drang nach Sicherheit, im Fachjargon
spricht man von Hygienebedürfnissen. Diese werden entweder vorausgesetzt oder
aber, nachdem sie gewährt wurden in kurzer Zeit als Besitzstand angesehen.
Motivation ensteht dadurch in keinem Fall (anerkannte Lehrmeinung).

Motivation entsteht durch andere Umstände wie Karrieremöglichkeiten,
Anspruch der gestellten Aufgaben, Macht, Entwicklungspotential,
Interessantheit der Aufgaben, Erfolg und auch Anerkennung.

So kann beispielsweise auch ein unterbezahlter Krankenhausarzt kann hoch motiviert sein.
 
Alt 03.04.2006, 10:34   Posting #19 (im Thread / einzeln)
The Ripper
Gesperrt
 
Registriert seit: 26.04.2005
Beiträge: 358
dann hab ich diesbezüglich ein zu starkes konkurrenzdenken. ich sehe mich einfach auf der verliererseite, wenn ich einen angestelltenjob mache. das kleine dumme würstchen, welches immer draufzahlt. allein das genügt mir, um die nase gestrichen voll zu haben. den cheff möchte ich am liebsten als alphatierchen ablösen...

dass mir etwas spass macht, verbiete ich mir selbst. es führt zu verzerrter wahrnehmung.
ich bin mir der beeinflussung des menschen bewusst und möchte nicht zu voreiligen entscheidungen verleiten sein. klar isses ein natürlicher mechanismus, der uns da leitet. aber eben genau den, machen sich andere zu nutze.

maln bsp.: der bauarbeiter hat statistisch 12!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! jahre weniger lebenszeit als ein büroler. zudem bekommt er häufig weniger im monat und ist in der rente körperlich stärker gezeichnet. aber klar, macht spass, wenn man paar kumpels aufm bau hat ... naja, ich weiss net. da verbietet sich spass doch von selbst, oder? selbst wenn er davon nichts weiss, würde ihn sein selbstschutz (so schizophren und paranoid das auch sein mag) möglicherweise nach einer anderen betätigungen ausschau halten lassen.

eben weil man nicht alles wissen kann, sollte man sich selbst am kritischsten gegenüberstehn. wenn du erstmal dir selbst glaubst, dann hast du, denke ich zumindest, gut und gerne verloren. ist ein schmaler grad, keine frage. aber der feind steckt schon in unseren gedanken, gewohnheiten ect. und da man gerne dem folgt, was am meisten spass macht, bin ich dort am kritischsten, weil beeinflussbarsten.

is traurig, aber ich versuche, spass, gefühle ect. größtenteils zu vermeiden und zwar aus überlebenstechnischen erwägungen heraus.
 
Alt 03.04.2006, 10:45   Posting #20 (im Thread / einzeln)
Rhoenschaf
Vice Admiral
Special
Vice Admiral
 
Benutzerbild von Rhoenschaf
 
Registriert seit: 27.05.2003
Beiträge: 591
The Ripper, keine Panik, bis du im Alter für die Rente bist hat der Staat schon lange die Zahlungsunfähigkeit eingestanden und die daraus resultierenden bewaffneten Aufstände in den Problembezirken der Großstadt haben eine kompltte neue Ordnung in deutschland nötig gemacht.......nicht das ich mir das wünsche aber es wird kommen da bin ich mir sicher......
 
Alt 03.04.2006, 20:05   Posting #21 (im Thread / einzeln)
gheddo
Grand Admiral
Special
Grand Admiral
 
Benutzerbild von gheddo
 
Registriert seit: 11.11.2001
Ort: Schleswig-Holstein
Beiträge: 2.313
Du verschweigst in deiner Rechnung dass jemand vom Bau bei 12 Jahren weniger Rentenzeit bei der durchschnittlichen Lebenserwartung von seiner Rente erheblich mehr hat
Aber im Grunde könnte ich mir eine Lösung á la Rhoenschaf vorstellen^^ nur bin ich dann auf jeden Fall nicht mehr hier
 
Alt 03.04.2006, 20:44   Posting #22 (im Thread / einzeln)
tam tam
Fleet Captain
Special
Fleet Captain
 
Benutzerbild von tam tam
 
Registriert seit: 02.07.2002
Ort: rosenheim
Beiträge: 311
zitat:
"Der Freiburger Professor für Finanzwirtschaft Bernd Raffelhüschen sieht es sogar als eine Art Gerechtigkeit, daß wir, die heute Dreißig- bis Fünfzigjährigen, bei der Rente das traurigste Los gezogen haben: weil wir durch unsere freiwillige Kinderlosigkeit „die Ursache des Problems” seien. Die ältere Generation, argumentiert er, habe ihre Pflicht getan, Kinder in die Welt gesetzt, Wachstum produziert und jahrzehntelang eingezahlt. Die zukünftige Generation hingegen soll entlastet werden. Daß wir bei allen Reformen - beim Nachhaltigkeitsfaktor, der Rente mit siebenundsechzig, bei den Vorschlägen zur Gesundheit oder zur Pflege - die stärksten Lasten aufgebürdet bekommen, findet Raffelhüschen deshalb richtig."

solche charaktere haben eine professur?

letztendlich entziehen sich wie schon immer unsere gewählten und von uns bezahlten politiker ihrer verantwortung, den mist, den sie jahrzehntelang verzapfen, darf unsereins (der einfache unmündige bürger) brav auslöffeln? auch typisch deutsche mentalität, solang wir einen fernseher, auto und fahrrad als unser eigen nennen dürfen, verharren wir in beinah endloser apathie?!

gruß @tam tam
 
Alt 04.04.2006, 09:32   Posting #23 (im Thread / einzeln)
gheddo
Grand Admiral
Special
Grand Admiral
 
Benutzerbild von gheddo
 
Registriert seit: 11.11.2001
Ort: Schleswig-Holstein
Beiträge: 2.313
Naja im Grunde genommen hat er so unrecht ja gar nicht. Gäbe es mehr Kinder, gäbe es auch mehr potenzielle Kräfte die unsere ältere Generation tragen würden.

Nur halte ich diese Wachstumstheorie generell für schwachsinn. Wohin soll den das führen? zu 10 Milliarden Menschen? 15 Milliarden? Ich denke man sollte sich lieber darüber gedanken machen wie man das Bevölkerungswachstum ein wenig in den Griff bekommt. Ich sag nur Ressourcenverbrauch etc. Sonst wird es sich irgendwann natürlich regeln.
 
  Antwort
 

Themen-Optionen
Ansicht

Gehe zu


Alle Zeitangaben in WEZ +1. Es ist jetzt 15:34 Uhr.



Powered by vBulletin® Version 3.8.7 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2013, vBulletin Solutions, Inc.
Inhalte und Bilder - Copyright ©1999 - 2013 - Planet 3DNow!