Einleitung

Wir haben es bereits im letzten Mainboardreview geschrieben: Chipsatzalternativen abseits von nVidia und AMD/ATI sind rar gesät. Während wenigstens noch eine handvoll Via-basierende Mainboards für den AM2 bei einschlägigen Preisvergleichen gelistet sind, ist von SiS weit und breit nichts zu sehen. Das heißt aber noch lange nicht, dass es keine SiS-basierende AM2-Boards gibt.

Foxconn hat im aktuellen Produktkatalog ein Integratorenboard gelistet, welches auf dem SiS 761GX basiert. Beim Foxconn 761GXM2MA-KRS2H - so der komplette Name - handelt es sich erneut um ein Micro-ATX-Mainboard mit integriertem Grafikchip. Genau dieses Mainboard bekamen wir von Foxconn für einen Test zugeschickt.

In dem heutigen Artikel wollen wir uns das Mainboard genauer anschauen und überprüfen, ob der verwendete Chipsatz zu unrecht kaum Beachtung findet.

Viel Vergnügen beim Lesen.

[break=Testsystem und Testaufbau]
Testsystem

Die Referenzhardware auf einen Blick:


  • AMD Athlon64 X2 4000+

  • 2 x 512 MB Corsair XMS2 8500 (5-5-5-15 1T)

  • SAPPHIRE X1800 XT

  • Maxtor 6E040L0 IDE (40 GB, 7.200 u/min)

  • Maxtor 6Y080M0 SATA (80 GB, 7.200 u/min)

  • Hitachi 7K250 SATA (80 GB, 7.200 u/min, über USB angeschlossen)

  • 2 x Maxtor 4D080H4 IDE (80 GB, 5.400 u/min)

  • STLab PCI RaidController mit SiliconImage 0680Av

  • S3 Trio64V PCI-Grafikkarte

  • bequiet Dark Power Pro 530 Watt

  • Chieftec Mesh CH-01 Midi-Tower



Nach dem Einbau des Mainboards installieren wir Windows XP Professional mit Service Pack 2, DirectX 9.0c Dezemberupdate sowie Catalyst 6.4. Für den SiS 761GX sowie die Onboardkomponenten kommen die aktuellsten, downloadbaren Treiber der Foxconn-Homepage zum Einsatz.

Verwendete Software

In der folgenden Tabelle sind die grundlegendsten Anwendungen aufgeführt, die bei uns zum Einsatz kommen.

verwendete Software/TreiberVersion/Bemerkungen
Windows XP Professional32 Bit, Service Pack 2
DirectX9.0c, Dezemberupdate 2005
GrafikkartentreiberCatalyst 6.4 + Control Center
ProzessortreiberVersion 1.3.2.16
SiSoft Sandra2007 lite SP1
Sciencemark232 Bit
XMPEG5.03
Xvid1.0.3
WinRar3.60 Beta 6
Cinebench2003
3DMark01Build 3.3.0, ohne Feature Tests
3DMark033.6.0 Professional Edition, ohne Feature Tests
3DMark051.2.0 Advanced Edition, ohne Feature Tests
3DMark061.0.2 Advanced Edition, ohne Feature Tests
PCMark051.1.0 Basic Edition
Aquamark31024x768x32
Quake3640x480x16, Low Details
Quake31024x768x16, High Details
UT20041024x768x32, High Details
UT20041280x1024x32, High Details
UT20041600x1200x32, High Details
Doom3 Demo1024x768x32, Ultra Details
Doom3 Demo1280x1024x32, Ultra Details
Doom3 Demo1600x1200x32, Ultra Details
SuperPI1M, Mod 1.4
HDTach3.0.1.0
Rightmark Audio Analyzer5.3


Das Betriebssystem wird bei jedem Mainboard frisch installiert. So können wir sicherstellen, dass alle Testkandidaten beim gleichen Stand beginnen. Nach der Windows- und Softwareinstallation werden die Festplatten defragmentiert, die Auslagerungsdatei auf 512 MB festgesetzt und alle unnötigen Einträge aus dem automatischen Systemstart gelöscht.

[break=Lieferumfang]



In der Verpackung finden wir neben unserem Testsample noch folgendes Zubehör:


  • 1x Schnellinstallationsanleitung

  • 1x SATA-Kabel

  • 1x SATA-Stromadapter

  • 1x I/O-Blende

  • 1x IDE-Kabel

  • 1x Floppy-Kabel



Der Lieferumfang deckt sich mit dem des vor wenigen Tagen vorgestellten Foxconn K8M890M2MA - bis auf die Treiber-CD. Hier versicherte uns Foxconn, dass es sich um ein Versehen handelt und der Verkaufsversion eine Treiber-CD beiliegt. Auch heute müssen wir wieder auf ein Handbuch in Papierform verzichten. Dieses können wir jedoch auf der Foxconn-Homepage als PDF herunterladen (Motherboard Manual V1.0).

[break=Spezifikationen]

Prozessor

  • Sockel AM2

  • unterstützt AMD Athlon 64, Athlon 64 X2, Athlon 64 FX und Sempron

  • unterstützt Cool´n´Quiet


Chipsatz

  • SiS 761GX Northbridge

  • SiS 966 Southbridge


Speicher

  • 2x 240 Pin DDR2-Speicherslots (maximal 4 GB)

  • 128 Bit Dual Channel-Architektur

  • unterstützt DDR2 400/533/667/800 DIMMs


VGA

  • integrierter Mirage 1 Grafikchip

  • 256 Bit

  • DirectX7-fähig


PCI/PCIe Slots

  • ein PCIe x16-Steckplatz

  • ein PCIe x1-Steckplatz

  • zwei PCI-Steckplätze


Serial ATA

  • 4x SATA 300 Mbit/s

  • unterstützt Raid 0/1/0+1/JBOD


IDE

  • 2 IDE-Anschlüsse

  • bis zu 4 Geräte mit UDMA 133/100/66/33


IEEE 1394

  • kein FireWire


Netzwerkadapter

  • Realtek RTL8110SC

  • unterstützt 10/100/1000 Mbit/s

  • unterstützt Wake-On-LAN

  • über PCI angebunden


Audio

  • onboard 5.1 AC97 Audio CODEC (ALC653)


Interne I/O-Anschlüsse

  • 1x PCIe x16

  • 1x PCIe x1

  • 2x PCI

  • 1x Floppy

  • 4x SATA

  • 2x IDE

  • 1x IrDA pinheader

  • 2x USB 2.0 pinheader (für 4 Ports)

  • 1x Front Audio pinheader

  • 1x CDIn

  • 1x Aux In

  • 1x Speaker

  • 1x SPDIF out


Backpanel-Anschlüsse

  • 1x PS/2 Tastaturanschluss

  • 1x PS/2 Mausanschluss

  • 1x COM-Port

  • 1x LPT-Port

  • 1x Audio (3 Anschlüsse)

  • 1x RJ-45 LAN

  • 4x USB 2.0

  • 1x VGA


Formfaktor

  • Micro-ATX 245 x 245mm


RoHS*

  • RoHS-konform



*RoHS steht für "Restriction of the use of certain Hazardous Substances in electrical and electronic equipment". Diese Direktive verhindert innerhalb der EU den Einsatz von neuer elektrischer und elektronischer Hardware, welche über erhöhte Mengen an Chrom, Blei, Kadmium, Quecksilber, PBB und PBDE verfügen. Die RoHS-Direktive ist am 01.07.2006 in Kraft getreten.

[break=Layout]

Bevor wir das Testsample in die Tiefen unseres Rechners verfrachten, wollen wir uns das Layout näher anschauen.



Das Layout erinnert stark an das des letzten Kandidaten, dem Foxconn K8M890M2MA.



Im Gegensatz zum letzten Testsample wird dem 761GXM2MA ein passiver Kühlkörper für die Southbridge spendiert. Ein mögliches Indiz dafür, dass wir es mit einer höheren Leistungsaufnahme als beim Via-Pendant zu tun haben könnten.



Auch die Northbridge wird passiv gekühlt - der Silentbetrieb ist somit gewährleistet.



Ein kurzer Blick auf die beiden verbauten PCI-Slots: Darunter befindet sich der Anschluss für den Gehäuselüfter sowie ein kleiner Systemlautsprecher.

An den Lüfteranschluss lassen sich sowohl 3-polige Lüfter als auch 4-polige PWM-Lüfter anschließen.



Foxconn verbaut auf dem 761GXM2MA den RTL8110SC (Netzwerk, über PCI angebunden) sowie einen Audio-Codec einfachsten Typs, den Realtek ALC653.

[break=Layout – Fortsetzung]



Wie auch beim Via-Pendant werden lediglich zwei Speicherslots verbaut. Dennoch ist der maximale Speicherausbau laut Herstellerangaben doppelt so groß, nämlich genau 4 GB.



Auch beim 761GXM2MA ist der Platz um den Sockel auf einer Seite durch große Kondensatoren eingegrenzt. Mit Boxed-Kühler kein Hinderniss, wird diese Tatsache bei großvolumigen Kühlern möglicherweise zum Problem.



Noch ein kurzer Blick auf den Platz zwischen Prozessorsockel und I/O-Panel.



Foxconn verfrachtet den 12V ATX-Stecker zwischen die Northbridge und das I/O-Panel. Zudem findet hier der Anschluss für den CPU-Lüfter sowie der Taktgenerator Platz.



Zu guter Letzt noch der obligatorische Blick auf das I/O-Panel. Der Anblick von COM und LPT verzückt. Im Gegenzug fehlt uns jedoch der DVI-Port, werden doch Integratorenboards oft für Bürorechner verwendet, an denen TFTs angeschlossen werden.

[break=BIOS]



Auch beim Foxconn 761GXM2MA kommt wieder ein Award-BIOS zum Einsatz.



IDE wohin das Auge reicht: SATA-Laufwerke werden als IDE erkannt und im BIOS so angezeigt.



Im Menü BIOS Features kann der Referenztakt eingestellt werden. Mit bis zu 350 MHz bietet auch dieses Mainboard genügend Einstellungsspielraum. Inwieweit dieser Spielraum in der Praxis ausgenutzt werden kann, werden wir im weiteren Verlauf des Artikels untersuchen.



In den Advanced BIOS Features findet man ein weiteres Untermenü vor: Die CPU Features. Hier lässt sich der Multiplikator, die Prozessorspannung und Cool´n´Quiet einstellen.





In den Advanced Chipset Features befindet sich das Untermenü DRAM Configuration. Hier lassen sich Speichertakt sowie -timings einstellen.

Wir mussten leider feststellen, dass die hier vorgenommenen Einstellungen der Speichertimings nicht übernommen wurden. Lediglich der Speichertakt wurde nach einem Reboot korrekt übernommen. Um dennoch mit Timings von 5-5-5-15 1T testen zu können, griffen wir im Windows auf das Systool zurück, mit dem wir 1T Command einstellen und problemlos verwenden konnten.

[break=BIOS – Fortsetzung]



Der HyperTransport bekommt ein eigenes Menü spendiert. Leider mussten wir auch hier feststellen, dass Änderungen am Chipsatztakt nicht übernommen wurden und immer die Einstellung 1.000 MHz bzw. 5x gegriffen hat.



Unter SiS OnChip PCI Device lassen sich die via PCI angebundenen Onboardkomponenten konfigurieren.



Die Southbridge 966 von SiS ist des AHCI mächtig. Dementsprechende Einstellmöglichkeiten sind vorhanden.



Im Power Management Setup lassen sich einige Einstellungen in puncto Power On und Power Down vornehmen, ebenso wie die Wahl des StandBy-Modi.



Eine Menüebene tiefer, in den Wake Up Events, lassen sich Einstellungen zum Starten des PCs vornehmen.



Im PC Health Status gibt es für den User nur relativ wenige Eingriffmöglichkeiten, dafür aber einen Überblick über Temperaturen und Spannungen.

[break=Stabilitätstests]

Jedes Mainboard muss umfangreiche Stabilitätstests durchlaufen. Nur so können wir sicher sein, dass der jeweilige Kandidat auch im realen Leben alle Anforderungen bewältigt. Wir achten bei den Tests darauf, dass so viele Komponenten wie möglich belastet werden. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die wichtigsten Stabilitätstests.


StabilitätstestVersion/Bemerkungen
Orthos (SP2004)2 Instanzen, ca. 8 Stunden über Nacht
3DMark03 im LoopDemo-Loop ca. 4 Stunden mit Sound
großes Archiv von SATA zu IDEverschieben mit anschließender CRC-Prüfung
großes Archiv von IDE zu PCI-Raidverschieben mit anschließender CRC-Prüfung
großes Archiv von PCI-Raid zu SATAverschieben mit anschließender CRC-Prüfung
großes Archiv von SATA zu USBverschieben mit anschließender CRC-Prüfung
großes Archiv von USB zu SATAverschieben mit anschließender CRC-Prüfung



Orthos setzt auf das allseits bekannte Prime95. Hier werden Arbeitsspeicher und CPU starken Belastungen ausgesetzt. Da wir den Programminstanzen nicht explizit einen Kern zuordnen, erhöhen wir den Schwierigkeitsgrad für unsere Hardware. Hard- und Software müssen die Verteilung selbst koordinieren und eventuelle Fehler werden gnadenlos aufgedeckt.

3DMark03 lassen wir etwa 4 Stunden im Demo-Loop laufen. Das belastet hauptsächlich die Grafikkarte, jedoch haben CPU und Ram ebenfalls jede Menge zu tun. Zusätzlich wird die Soundausgabe aktiviert, was den onboard verbauten Soundchip belastet. Insgesamt ist dieser Test der kritischste für das Gesamtsystem, da die meisten Komponenten gleichzeitig belastet werden.

Das Kopieren von Rar-Archiven soll möglichen Datenverlust zwischen den beteiligten Controllern aufdecken. Dazu wird ein etwa 4 Gigabyte großes Rar-Archiv von SATA über IDE zum PCI-Raidverbund verschoben und zwischendurch immer wieder überprüft. Zum Schluß wird der Weg umgekehrt vollzogen. Treten bei der CRC-Prüfung keine Fehler auf, gilt der Test als bestanden.

Ähnlich verhält es sich auch beim Verschieben eines Archives von SATA zu USB. Hier ist das Archiv jedoch etwas kleiner, mit über 100 MB aber noch immer stattlich. Der Weg führt von SATA zu USB und wieder zurück.

Stabilität bei unseren Testkandidaten

In puncto Stabilität macht auch das Foxconn 761GXM2MA eine gute Figur. Unsere Stabilitätstests werden problemlos absolviert und auch der Rest unseres nicht unerheblichen Testparcours bringt das Mainboard nicht in Bedrängnis.

[break=Cool´n´Quiet]



Das Foxconn 761GXM2MA hält sich sehr genau an die Spezifikation von 200 MHz Referenztakt. Die Prozessorspannung liegt allerdings leicht über dem Sollwert.



Auch mit aktiviertem Cool´n´Quiet sieht das Bild ähnlich aus. Der Takt wird korrekt angepasst und auch die Betriebsspannung der CPU abgesenkt. Allerdings liegt die VCore noch etwa 0,05 Volt zu hoch. Zwar kein Beinbruch, es könnte aber etwas besser sein.

[break=Onboard Sound Signal]

Werfen wir nun einen Blick auf die Soundqualität des Onboardsounds.

Gerade die vom Mainboardhersteller verwendeten Bauteile sind nicht selten für eine gute oder auch schlechte Signalqualität verantwortlich. Des Öfteren kommen billigere Digital-Analog Wandler zum Einsatz. Auch der verwendete Treiber spielt eine nicht unerhebliche Rolle.

Wir haben unser Testsample mit Hilfe des RightMark Audio Analyzer überprüft. Die Ergebnisse lassen allerdings nur ein Fazit in Bezug auf die Signalqualitäten der Onboard Sounds zu - weitere Features wie 5.1 Sound, EAX etc. sind nicht Gegenstand dieser Prüfung.

Als Referenz dient uns auch heute wieder die Sound-Lösung des EPoX EP-8RDA+. Die NVIDIA APU der MCP-T Southbridge zählt zu den qualitativ hochwertigeren Onboard-Lösungen.


TestNVIDIA(R) nForce(TM) AudioRealtek AC97 Audio
Frequency response (from 40 Hz to 15 kHz), dB:+0.30, -0.78+0.19, -0.60
Noise level, dB (A):-80.6-75.9
Dynamic range, dB (A):80.175.9
THD, %:0.00750.039
IMD, %:0.0400.071
Stereo crosstalk, dB:-77.7-76.7


Frequency response




Noise level




Dynamic range




Die Bewertungen im Einzelnen:


Frequency response (from 40 Hz to 15 kHz), dB:+0.19, -0.60Good
Noise level, dB (A):-75.9Average
Dynamic range, dB (A):75.9Average
THD, %:0.039Good
IMD, %:0.071Good
Stereo crosstalk, dB:-76.7Very Good


Insgesamt liegen die Ergebnisse der Signalqualität des Onboardsounds über denen des kürzlich getesteten K8M890M2MA. Dennoch sind wir nicht ganz zufrieden, schließlich hatten wir bereits Mainboards mit besserer Signalqualität im Test.

In Summe haben wir es mit dem dritten Foxconn-Mainboard zu tun, welches nicht an unsere Erwartungen in puncto Signalqualität herankommt. Foxconn hat hier noch deutliches Verbesserungspotenzial.


Eine ausführliche Erklärung der in der Messung verwendeten Begriffe findet der Interessierte bei unserer Partner-Site Hard Tecs 4U.

[break=Benchmarks – SiSoft Sandra und Netzwerk]

Auf den folgenden Seiten beschäftigen wir uns mit der Performance unseres aktuellen Testkandidaten. Auch heute haben wir die Benchmarks wieder doppelt ausgeführt - einmal mit unserer Referenzgrafikkarte, einer SAPPHIRE X1800XT (rot dargestellt), und einmal mit dem integrierten Grafikchip (blau dargestellt).

Sandra 2007

  • Hersteller: SiSoftware

  • Webseite: www.sisoftware.co.uk

  • Bereich: Synthetisch

  • Schwerpunkt: Speicher- und Netzwerkbandbreite

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Sandra CPU Streaming



Sandra FPU Streaming



Im SiSoft Sandra Speicherbandbreitenbenchmark tritt eine klare Trennung zwischen zusätzlicher Grafikkarte und IGP auf. Dadurch, dass die integrierten Grafikchips auf den Arbeitsspeicher zurückgreifen, verringert sich dessen Bandbreite recht deutlich. Dies lässt jedoch noch keinen genauen Aufschluss auf die Alltagsperformance zu.

Sandra Netzwerkbandbreite



Die Netzwerkbandbreite fällt für einen GbE-Port erschreckend niedrig aus - noch schlechter, als dies beim MSI K9A Platinum der Fall war.

Sandra Netzwerklatenz



Die Netzwerklatenz ist dagegen hervorragend.

Prozessorlast Netzwerkverkehr



Einen Negativrekord stellt das Foxconn 761GXM2MA beim Kopieren eines 4 GB großen Archives über LAN auf. Erstmals über 20 Prozent Prozessorlast sind heutzutage inakzeptabel. Hier hat Foxconn beim K8M890M2MA wesentlich bessere Arbeit geleistet. Bleibt nur zu hoffen, dass sich die Situation durch ein BIOSupdate und/oder neue Treiber verbessern lässt.

[break= Benchmarks – Sciencemark, XMPEG, WinRAR]

Sciencemark


  • Hersteller: Dr. Timothy Wilkens & Alex Goodrich

  • Webseite: www.sciencemark.de

  • Bereich: Synthetisch

  • Schwerpunkt: Memory-Controller Performance

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Im Sciencemark Memory Benchmark erhalten wir ein ähnliches Bild wie im SiSoft Sandra Bandbreitentest. Mit IGP fällt das Mainboard deutlich hinter die Spitze zurück, wenngleich nicht auf den letzten Platz.

XMPEG + XviD




Im XMPEG gibt es keine Auffälligkeiten. Normale Ergebnisse sind an der Tagesordnung.

WinRAR

  • Hersteller: Rarsoft

  • www.winrar.de
  • Bereich: Anwendungen

  • Schwerpunkt: ALU, Speicherlatenzen

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Die Unterschiede von X1800XT zu IGP sind beim 761GXM2MA nicht so groß wie noch beim K8M890M2MA.

[break=Benchmarks -Cinebench, SuperPI]

Cinebench

  • Hersteller: Maxon

  • Webseite: www.maxon.net

  • Bereich: Anwendungen

  • Schwerpunkt: CPU-Performance

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Cinebench skaliert fast ausschließlich mit der CPU-Leistung. Daher ist es kein Wunder, dass die Unterschiede der einzelnen Kandidaten im Bereich der Messungenauigkeit liegen.

SuperPI




Auch im SuperPI 1M sind die Unterschiede von IGP / X1800XT nicht so groß wie beim K8M890-Pendant.

[break=Benchmarks - 3DMark01/03/05/06 + PCMark05]

3DMark01/03/05/06 + PCMark05

  • Hersteller: Futuremark

  • Webseite: www.futuremark.com

  • Bereich: Synthetisch

  • Schwerpunkt: System-Performance

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3DMark01



Mit unserer X1800XT findet sich das 761GXM2MA im vorderen Mittelfeld wieder, mit IGP bleibt hingegen nur der letzte Platz. Hierzu sei erwähnt, dass der Mirage 1 Grafikchip seine Leistung nur aus den ersten 6 Gametests bezieht. Test 7, Nature, wird mangelnder Hardwareunterstützung von DirectX 8 nicht durchgeführt und nicht bewertet.

3DMark03



Auch im 3DMark03 werden nicht alle Tests durchgeführt. Lediglich Gametest 1 wird unterstützt und fließt in die Bewertung ein. Da die Konkurrenz dagegen in allen Tests punkten kann, bleibt auch hier nur der letzte Platz für den Mirage 1-Chip.

3DMark05



3DMark05 unterstützt keine DirectX 7-Hardware, weshalb der IGP komplett passen muss. Unsere X1800XT durchbricht derweil die magische 9.000-Punkte-Grenze.

3DMark06



Auch der 3DMark06 bietet keine Gametests auf DirectX 7-Basis. Daher fehlt auch hier ein Ergebnis des Mirage 1.

PCMark05



Im PCMark05 ist die IGP wieder mit von der Partie - allerdings auch hier nur auf dem letzten Platz. Den Platz an der Sonne holt sich das 761GXM2MA dennoch, allerdings in Verbindung mit unserer Referenzgrafikkarte.

Aquamark 3

  • Hersteller: Massive Development

  • Webseite: www.aquamark3.com

  • Bereich: Grafik-Performance

  • Schwerpunkt: CPU-, FPU- und Speicher-Performance

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Auch im Aquamark bleibt dem integrierten Grafikchip nur der letzte Platz, während mit X1800XT ein Platz im Mittelfeld erreicht wird.

[break=Benchmarks – Quake III, Doom3]

Quake III Arena

  • Hersteller: id Software

  • Infoseite: auf Planet 3D Games

  • Bereich: Gaming

  • Schwerpunkt: Speicher-Performance

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An dieser Stelle blieb uns förmlich der Mund offen stehen. Mehr als 40 Frames über dem bisherigen Topergebnis lassen den Rest des Teilnehmerfeldes alt aussehen. Wer jedoch meint, dass es sich bei den Ergebnissen um Eintagsfliegen handelt, der irrt. Wir haben die Tests ob der Differenz selbstverständlich mehrfach wiederholt - immer mit gleich großem Abstand.

Auch der integrierte Grafikchip schlägt sich an dieser Stelle nicht schlecht. Während bei einer Auflösung von 640x480 noch gleichstand zu Vias Chrome9 IGP besteht, zieht der Mirage 1-Chip bei 1024x768 davon.

Doom 3

  • Hersteller: id Software

  • Infoseite: auf Planet 3D Games

  • Bereich: Gaming

  • Schwerpunkt: Grafik-Performance (Grafikkarten lastig)

  • Referenzen auf Planet 3DNow!: Suche...

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Während die Benchmarkergebnisse von Doom3 mit unserer Referenzgrafikkarte auf normalem Niveau liegen, hat die integrierte Grafikeinheit arge Probleme, überhaupt ein Bild auf den Bildschirm zu zaubern. Und dieses sieht aufgrund fehlender DirectX 8 bzw. DirectX 9-Unterstützung auch nicht besonders schön aus.

[break=Benchmarks - Unreal Tournament 2004]

Unreal Tournament 2004

  • Hersteller: Digital Extremes

  • Infoseite: auf Planet 3D Games

  • Bereich: Gaming

  • Schwerpunkt: Grafik-Performance (CPU-Lastig)

  • Referenzen auf Planet 3DNow!: Suche...

  • Referenzen im Forum: Suche...










Ähnlich wie bei Doom3 verhält es sich bei Unreal Tournament 2004. Erstaunlich ist hier allerdings, dass der Mirage 1-Chip von SiS in allen Auflösungen schneller ist als Vias Chrome9. Und das, obwohl SiS kein DirectX 8 unterstützt.


Nachdem nun alle 3D-Benchmarks hinter uns liegen, können wir ein vorsichtiges Fazit zur integrierten Grafikeinheit des SiS 761GX-Chipsatzes ziehen. Was wir an Ergebnissen gesehen haben, hatte Höhen und Tiefen. Dies hatte jedoch hauptsächlich mit der Beschränkung auf DirectX 7 zu tun. Klar, wenn DirectX 8 oder 9 gefragt war, dass der Mirage 1-Chip an Boden verliert. Interessant ist jedoch, dass der Chip bei OpenGL im Quake3 zeigt, was in ihm steckt.

Auf der anderen Seite fehlt uns die Unterstützung von DirectX 8 bzw. 9. Hier sind wir jedoch hin- und hergerissen. Denn was nutzt die Unterstützung von DirectX 8 und/oder 9, wenn die Performance - wie im Falle der Via Chrome9 IGP - einen Strich durch die Rechnung macht? Hier sehen wir den Verzicht seitens SiS als unschön, allerdings als klugen Schritt an.

[break=Benchmarks – HDTach]

HDTach

  • Hersteller: Simplisoftware

  • Webseite: www.simplisoftware.com

  • Bereich: Synthetisch

  • Schwerpunkt: IDE-, SATA-, PCI-Performance

  • Referenzen auf Planet 3DNow!: Suche...

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IDE-Performance





Durchschnittliche Transferrate und Burst liegen bei unserer IDE-Festplatte auf sehr gutem Niveau.



Auch die Prozessorlast sieht sehr gut aus.

SATA-Performance





Über die Ergebnisse beim SATA-Schnittstellentest können wir uns ebenso freuen.



Die CPU-Last ist auch hier sehr gut.

PCI-Performance



Die Bandbreite des PCI-Busses ist ebenfalls nicht zu verachten.



Durchschnittliche - aber keinesfalls schlechte - Werte bei der Prozessorlast.

USB-Performance



Die Transferraten sind nicht ganz auf der Höhe der Konkurrenz. Zwar fehlt nicht viel, es bleiben jedoch nur die letzten beiden Plätze für unser heutigen Testkandidaten.



Dagegen sieht die Prozessorlast hervorragend aus. Erstmals gelingt es einem Testkandidaten, unter der 6 Prozent-Marke zu bleiben.

[break=Leistungsaufnahme]

Leistungsaufnahme

Auch heute haben wir wieder die Leistungsaufnahme unseres Testrechners gemessen. Zuerst führen wir einen 3DMark06-Durchlauf durch und messen dabei den durchschnittlichen Stromverbrauch des Systems (ohne Monitor sowie IDE-Raid).



Der 761GX reiht sich zwischen den beiden RD580-Mainboards ein.

Für die nächsten Messungen wird zusätzlich noch die X1800XT von SAPPHIRE gegen eine S3 Trio 64V PCI-Grafikkarte getauscht.



Ergebnisse im Mittelfeld bekommen wir bei der Volllastmessung während Orthos 2004 zu sehen.



Ebenso Mittelfeld im S3-StandBy.





Idle scheint dem 761GX nicht zu liegen. Sowohl mit als auch ohne Cool´n´Quiet liegt der Idle-Verbrauch mit 6 bzw. 5 Watt mehr deutlich über denen der Konkurrenz.



Bei heruntergefahrenem PC liegen die Ergebnisse wieder auf normalem Niveau.

[break=Erkenntnisse]

Wie mittlerweile gewöhnt, gibt es hier noch ein paar Erkenntnisse außerhalb unseres Benchmarkparcours.

AspektErgebnis
KondensatorenherstellerNXC und OST
spezifizierte Kondensatorentemperatur105 Grad
funktioniert S3ja
funktioniert S1ja
funktioniert S1 & S3nicht einstellbar
funktioniert Ruhezustandja
Bootmanager vorhandennein
PCIe x16 anders nutzbar (getestet mit Broadcom NetXtreme PCIe x1)ja
funktioniert Wake-On-LAN (Realtek RTL8110SC)ja
Produktseitewww.Foxconnchannel.com
PreisUVP 49 Euro (lt. Angabe von Foxconn)


Overclocking

Wie bereits erwähnt, wurden Veränderungen im BIOS in Bezug auf den HyperTransport nicht übernommen. Daher mussten wir sämtliche Übertaktungsversuche mit der Einstellung für 1.000 MHz HT-Link bzw. 5x durchführen.



Mit 265 MHz Referenztakt ist dennoch ein sehr gutes Ergebnis zu verzeichnen gewesen. Leider können wir aufgrund der Problematik mit dem HyperTransport-Takt nicht eindeutig sagen, ob oberhalb von 265 MHz der Referenztakt oder der HyperTransport-Takt limitiert hat.

AHCI



Wir haben es bei der Vorstellung des BIOS bereits erwähnt: Die Southbridge 966 des SiS 761GX unterstützt AHCI. Aktiviert man diese Option im BIOS und installiert den passenden Treiber, so präsentiert sich im Gerätemanager ein SiS 184 AHCI Controller.

IRQ



Bereits beim Review des Foxconn K8M890M2MA haben wir von massiven Problemen mit unserem Testsystem berichtet. Sobald sich unser PCI-Raidcontroller im unteren PCI-Slot befand, war die gleichzeitige Nutzung von IDE, SATA und PCI-Raid nicht möglich.

Beim Foxconn 761GXM2MA haben wir exakt das gleiche Phänomen feststellen können. Sobald der Raidcontroller im unteren PCI-Slot steckt, streikt unser Test-PC. Allerdings offenbart der obige Screenshot im Gegensatz zum K8M890M2MA einen etwas größeren Ressourcenkonflikt. Beide PCI-Slots sowie die Onboardgrafik müssen sich hier einen IRQ teilen, einen weiteren teilen sich der PCIe x1-Slot sowie ein USB-Controller. Insofern lassen sich die Probleme beim heutigen Testkandidaten mit einem Ressourcenkonflikt erklären.

Wir gehen davon aus, dass wir es sowohl beim K8M890M2MA als auch beim 761GXM2MA mit dem gleichen Problem zu tun haben. Denn wenn man das Layout beider Mainboards miteinander vergleicht, so wird man frappierende Ähnlichkeiten feststellen. Gut möglich, dass dadurch das Phänomen auf beiden Hauptplatinen auftritt.

[break=Fazit]


Fazit Foxconn 761GXM2MA

An dieser Stelle wollen wir die vergangenen 20 Seiten des Reviews zum Foxconn 761GXM2MA kurz Revue passieren lassen. Wie auch beim vorangegangenen Mainboard, dem Foxconn K8M890M2MA, verabschieden wir uns mit einem lachenden und einem weinenden Auge von unserem Testsample.

Das lachende Auge haben wir der Performance unseres heutigen Testkandidaten zu verdanken. Nirgends konnten wir Schwierigkeiten und/oder Schwächen in puncto Performance feststellen (mit Ausnahme der Netzwerktransferleistung). Ganz im Gegenteil, in einigen Tests gab es neue Bestmarken. Allen voran in Quake3, welches dem Mainboard sehr gut liegt. Anders sind 40 Frames pro Sekunde mehr als bei der Konkurrenz nicht zu erklären (es sei nochmals erwähnt, dass die Tests mehrfach durchgeführt wurden). Einzig die Netzwerkleistung lässt arg zu wünschen übrig. Für ein Gigabit-Port ist eine Transferleistung von nur 43 MB/s bei gleichzeitiger Prozessorlast von über 20 Prozent indiskutabel.

Gemischte Gefühle haben wir in Bezug auf die integrierte Grafikeinheit. Der Mirage 1-Chip von SiS wird lediglich mit DirectX 7-Technik ausgestattet. Zwar wirkt dies vorsintflutlich, der Schritt Seitens SiS lässt sich jedoch nachvollziehen. Denn was nutzt das tollste Featureset, wenn die Performance der Grafikeinheit nicht ausreicht, um alle Effekte korrekt darstellen zu können? Denn an genau diesem Aspekt hat Vias Chrome9 IGP zu knabbern. Ausgehend von der sehr änlichen DirectX 7-Performance würde SiS wohl das gleiche Schicksal ereilen, wodurch die Entscheidung gegen DirectX 8 bzw. 9 nachvollziehbar wird.

Abseits von den genannten Aspekten stößt ein erneuter Ressourcenkonflikt bitter auf. Genau wie beim Foxconn K8M890M2MA ließen sich IDE, SATA und unser PCI-Raidcontroller nicht gleichzeitig nutzen, wenn der Raidcontroller im unteren PCI-Steckplatz platziert wurde. In dieser Konstellation verweigerte der PC schlichtweg den Bootvorgang. Da beide Mainboards ein nahezu identisches Layout benutzen, vermuten wir ein Folgefehler. Möglicherweise wurde das entwickelte PCB inklusive Fehler auf das neue Mainboard übernommen.

Zu guter Letzt fällt der relativ hohe Leistungsbedarf im Idle-Betrieb auf. Während die Leistungsaufnahme in allen anderen Punkten im Mittelfeld angesiedelt ist, zieht das 761GXM2MA im Idle-Betrieb satte 6 Watt (mit aktiviertem Cool´n´Quiet) bzw. 5 Watt (ohne Cool´n´Quiet) mehr aus der Steckdose als alle anderen bisher getesteten Mainboards. Betrachtet man zusätzlich den Abstand zum bisherigen Primus, dem Foxconn K8M89M2MA mit Via-Chipsatz, so benötigt unser heutiges Testsample in beiden Situationen satte 13 Watt mehr.

Das fanden wir gut :)

  • gute Performance (unter Verwendung einer zusätzlichen Grafikkarte)

  • geringe Prozessorlast bei USB-Datenverkehr



Das fanden wir nicht so gut :(

  • Einstellungen im BIOS wurden nicht übernommen (Speichertimings sowie HT-Link)

  • Ressourcenkonflikt (bei gleichzeitiger Nutzung von IDE, SATA und PCI-Raid0)

  • nur durchschnittliche Signalqualität des Onboardsounds

  • niedrige Netzwerkbandbreite, hohe CPU-Last bei Netzwerktransfer



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