Die Chipsatz-Rundreise von Planet 3DNow! geht weiter. Nachdem wir in den letzten vier Mainboardtests vier verschiedene Chipsätze näher betrachtet haben, kommt heute ein fünfter hinzu: Der nForce 430 mit integrierter Grafikeinheit GeForce 6150SE.

Der nForce 430 ist nicht ganz neu, schließlich wurde er bereits im Jahr 2005 vorgestellt. Damals hatte der Chipsatz die Bezeichnung MCP51 (Media and Communication Processor). Wir haben es heute zwar noch immer mit dem nForce 430 zu tun, seine offizielle Bezeichnung lautet hingegen MCP61. Der "Refresh" des nForce 430 wurde im August letzten Jahres vorgestellt.

Das ASRock ALiveNF6G-VSTA basiert auf besagtem Chipsatz und ist mit einem Preis von unter 50 Euro sehr interessant. Auf den nächsten Seiten wollen wir uns anschauen, wie sich das Mainboard und auch die integrierte Grafikeinheit gegen die Konkurrenz schlägt.

Viel Vergnügen beim Lesen!

[break=Testsystem und Testaufbau]
Testhardware

Die Referenzhardware auf einen Blick:


  • AMD Athlon64 X2 4000+

  • 2 x 512 MB Corsair XMS2 8500 (5-5-5-15 1T)

  • SAPPHIRE X1800 XT

  • Maxtor 6E040L0 IDE (40 GB, 7.200 u/min)

  • Maxtor 6Y080M0 SATA (80 GB, 7.200 u/min)

  • Hitachi 7K250 SATA (80 GB, 7.200 u/min, über USB angeschlossen)

  • 2 x Maxtor 4D080H4 IDE (80 GB, 5.400 u/min)

  • STLab PCI RaidController mit SiliconImage 0680Av

  • S3 Trio64V PCI-Grafikkarte

  • bequiet Dark Power Pro 530 Watt

  • Chieftec Mesh CH-01 Midi-Tower



Nach dem Einbau des Mainboards installieren wir Windows XP Professional mit Service Pack 2, DirectX 9.0c Dezemberupdate sowie Catalyst 6.4. Für den nForce 430 sowie die Onboardkomponenten kommen die aktuellsten, downloadbaren Treiber der ASRock-Homepage zum Einsatz.

Verwendete Software

In der folgenden Tabelle sind die grundlegendsten Anwendungen aufgeführt, die bei uns zum Einsatz kommen.


verwendete Software/TreiberVersion/Bemerkungen
Windows XP Professional32 Bit, Service Pack 2
DirectX9.0c, Dezemberupdate 2005
GrafikkartentreiberCatalyst 6.4 + Control Center
ProzessortreiberVersion 1.3.2.16
SiSoft Sandra2007 lite SP1
Sciencemark232 Bit
XMPEG5.03
Xvid1.0.3
WinRar3.60 Beta 6
Cinebench2003
3DMark01Build 3.3.0, ohne Feature Tests
3DMark033.6.0 Professional Edition, ohne Feature Tests
3DMark051.2.0 Advanced Edition, ohne Feature Tests
3DMark061.0.2 Advanced Edition, ohne Feature Tests
PCMark051.1.0 Advanced Edition
Aquamark31024x768x32
Quake3640x480x16, Low Details
Quake31024x768x16, High Details
UT20041024x768x32, High Details
UT20041280x1024x32, High Details
UT20041600x1200x32, High Details
Doom3 Demo1024x768x32, Ultra Details
Doom3 Demo1280x1024x32, Ultra Details
Doom3 Demo1600x1200x32, Ultra Details
SuperPI1M, Mod 1.4
HDTach3.0.1.0
Rightmark Audio Analyzer5.3


Das Betriebssystem wird bei jedem Mainboard frisch installiert. So können wir sicherstellen, dass alle Testkandidaten beim gleichen Stand beginnen. Nach der Windows- und Softwareinstallation werden die Festplatten defragmentiert, die Auslagerungsdatei auf 512 MB festgesetzt und alle unnötigen Einträge aus dem automatischen Systemstart gelöscht.

[break=Lieferumfang]


Neben dem Mainboard finden wir in der Verpackung noch folgendes Zubehör vor:


  • 1x Handbuch

  • 1x SATA-Kabel

  • 1x SATA-Stromadapter

  • 1x I/O-Blende

  • 1x IDE-Kabel

  • 1x Floppy-Kabel

  • 1x Treiber-CD

  • 1x COM-Bracket

  • 1x Lüfterkabel



Für die Preisklasse bietet das ASRock-Mainboard ein durchaus umfangreiches Zubehör.

[break=Spezifikationen]
Prozessor

  • Sockel AM2

  • unterstützt AMD Athlon 64, Athlon 64 X2, Athlon 64 FX und Sempron

  • unterstützt Cool´n´Quiet


Chipsatz

  • NVIDIA nForce 430 (MCP61)

  • NVIDIA GeForce 6150SE


Speicher

  • 4x 240 Pin DDR2-Speicherslots (maximal 8 GB)

  • 128 Bit Dual Channel-Architektur

  • unterstützt DDR2 400/533/667/800 DIMMs


VGA

  • integrierter Grafikchip der GeForce 6-Klasse

  • DirectX 9 VGA

  • Pixel Shader 3.0

  • shared Memory, maximal 256 MB


PCI/PCIe Slots

  • ein PCIe x16-Steckplatz

  • ein PCIe x1-Steckplatz

  • zwei PCI-Steckplätze

  • ein HDMR-Steckplatz


Serial ATA

  • 4x SATA 3 Gbit/s

  • unterstützt Raid 0/1/0+1/5/JBOD

  • unterstützt Hot Plug

  • unterstützt NCQ


IDE

  • 1 IDE-Anschlss

  • bis zu 2 Geräte mit UDMA 133/100/66/33


IEEE 1394

  • kein FireWire


Netzwerkadapter

  • Realtek RTL8201CL

  • unterstützt 10/100 Mbit/s

  • unterstützt Wake-On-LAN


Audio

  • onboard 7.1 HD Audio CODEC (ALC888)


Interne I/O-Anschlüsse

  • 1x PCIe x16

  • 1x PCIe x1

  • 2x PCI

  • 1x HDMR

  • 1x Floppy

  • 4x SATA

  • 1x IDE

  • 1x IrDA pinheader

  • 1x Gameheader

  • 1x COM-Port Header

  • 1x HDMI SPDIF Header

  • 3x USB 2.0 pinheader (für 4 Ports)

  • 1x Front Audio pinheader

  • 1x CDIn


Backpanel-Anschlüsse

  • 1x PS/2 Tastaturanschluss

  • 1x PS/2 Mausanschluss

  • 1x LPT-Port

  • 1x Audio (6 Anschlüsse)

  • 1x RJ-45 LAN

  • 4x USB 2.0

  • 1x VGA


Lüfteranschlüsse

  • 1x Prozessorlüfter (für 3- und 4-polige Lüfter)

  • 1x Gehäuselüfter (für 3-polige Lüfter)


Formfaktor

  • Micro-ATX 245 x 245mm


RoHS*

  • RoHS-konform



*RoHS steht für "Restriction of the use of certain Hazardous Substances in electrical and electronic equipment". Diese Direktive verhindert innerhalb der EU den Einsatz von neuer elektrischer und elektronischer Hardware, welche über erhöhte Mengen an Chrom, Blei, Kadmium, Quecksilber, PBB und PBDE verfügen. Die RoHS-Direktive ist am 01.07.2006 in Kraft getreten.
[break=Layout]
Als nächster Schritt steht ein Blick auf das Layout unseres heutigen Testsamples auf dem Programm.



Auf den ersten Blick sieht das Mainboard sehr vollgepackt aus. Hier hat jedoch die bei ASRock typische Mainboardbeschriftung einen großen Anteil, denn so wirkt der freie Platz auf dem PCB wesentlich geringer als er in Wirklichkeit ist.

Interessant ist die Positionierung des Chipsatzes. Der nForce 430 sitzt an einer Stelle, an der bei der klassischen North-/Southbridge-Lösung die Southbridge sitzt. Dadurch kann ASRock den PCIe x16-Slot nach oben setzen. Dies hat jedoch den Nachteil, dass sich bei eingebauter Grafikkarte die Speicherriegel nur sehr schwer wechseln lassen, da die Halteklammern einen eingeschränkten Bewegungsspielraum besitzen.



In der unteren rechten Ecke des Mainboards befinden sich die SATA- sowie die Frontpanel-Anschlüsse. Zusätzlich findet der Benutzer die Pfostenstecker für weitere USB-Ports vor.



Unter den PCI-Slots befindet sich die BIOS-Batterie sowie der CMOS-Clear-Jumper. Der Jumper ist auch bei eingebauten Erweiterungskarten recht gut zu erreichen.

Aber auch beim ALiveNF6G ist der obere PCI-Slot nicht nutzbar, wenn eine Grafikkarte mit DualSlot-Kühler verwendet wird.



In der oberen rechten Ecke des Mainboard befinden sich die Speicherslots. Rechts daneben finden IDE- und Floppy-Port Platz.



Um den Prozessorsockel herum zeigt sich ein aufgeräumtes Bild. Doch wie so oft können die benachbarten Kondensatoren bei großvolumigen Kühlern zu Problemen führen.

[break=Layout – Fortsetzung]


An dieser Stelle ein genauerer Blick auf die verbauten Kondensatoren, allesamt für 105 Grad spezifiziert.



Zwischen den Prozessorsockel und das I/O-Panel platziert ASRock einen 20-Pin-Stromanschluss. Neben der Tatsache, dass die Positionierung nicht ideal ist (das ATX-Kabel muss unter Umständen über den Prozessorkühler geführt werden) entspricht das Mainboard somit nicht der ATX-2.0-Spezifikation.



Hier sind die beiden verbauten Realtek-Chips zu sehen. Links befindet sich der Audio-Codec RTL888, in der Mitte blicken wir auf den Netzwerkchip RTL8201CL.

Beim Netzwerkchip handelt es sich um einen sogenannten PHYceiver, welcher lediglich den Kontakt des im Chipsatz integrierten NV-LAN mit der Außenwelt herstellt. Daher meldet sich der Chip im Windows nach der Treiberinstallation mit "NVIDIA nForce Networking Controller".

Unverständnis bereitet uns die Tatsache, dass ASRock die Gigabit-Fähigkeit des chipsatzinternen NV-LAN durch die Verwendung des RTL8201CL auf 10/100 einbremst. Diese für die heutige Zeit angestaubt anmutende Lösung lässt sich in unseren Augen lediglich auf eine Kosteneinsparung zurückführen. Einen anderen Grund können wir hierfür nicht erkennen.

Positiv ist, dass der Netzwerkchip beim heutigen Kandidaten nicht über PCI angebunden, was bei vielen anderen Mainboards noch immer üblich ist.



Als letztes der obligatorische Blick auf das I/O-Panel vom ASRock ALiveNF6G-VSTA. Auf eine LPT-Schnittstelle muss der Käufer ebenso wenig verzichten wie auf eine COM-Schnittstelle, die jedoch als zusätzliches Bracket mitgeliefert wird. Sonst befinden sich am I/O-Panel wie gewohnt Sound, USB, PS/2 und LAN.

Normalerweise bemängeln wir an dieser Stelle das Fehlen eines DVI-Ports. Beim heutigen Testobjekt stellt sich die Situation etwas anders dar. Zwar verbaut ASRock keinen DVI-Port, bietet im Gegenzug dazu das getestete Mainboard aber auch mit DVI-Erweiterungskarte an. Der Käufer kann also im Vorfeld entscheiden, ob er DVI nutzen möchte oder nicht und das entsprechende Mainboardmodell kaufen..

[break=BIOS]
Nach der Integration des Mainboards in unseren Testrechner folgt der Weg ins BIOS.



ASRock-Like wird der User vom Menü System Overview begrüßt, welches Informationen über die verbaute Hardware sowie den Speichertakt gibt. Ebenso typisch ist die Verwendung eines AMI-BIOS.



In den Advanced Settings befinden sich ausschließlich weitere Untermenüs.





Wichtigstes Menü für Takt und Timings ist das Menü CPU Configuration. Hier lassen sich Prozessortakt, Speichertakt, Speichertimings und Prozessorspannung einstellen.

Der Einstellbereich der Prozessorspannung eignet sich sehr gut für den stromsparenden Betrieb, da als Minimum 1,025 Volt auswählbar sind. Maximal können 1,4 Volt eingestellt werden. Auch die vorhandenen Einstellungen zum Referenztakt bieten Untertaktungsmöglichkeiten, zwischen 150 und 400 MHz kann der User wählen.

Einen Schönheitsfehler bringt das BIOS jedoch mit sich: Bei Einsatz eines Prozessors, welcher kein Cool´n´Quiet unterstützt (Sempron-Prozessoren bis 1,6GHz), entfällt neben der Option zur Veränderung des Multiplikators auch komplett die Möglichkeit zur Anpassung der Prozessorspannung.



In den Chipset Settings lassen sich einige Einstellungen zu den Onboardkomponenten sowie zum Chipsatz vornehmen. Zudem kann die Speicherspannung verändert werden.
[break=BIOS – Fortsetzung]


Unter ACPI Settings lassen sich Ereignisse für Power On sowie Power Down einstellen.

Zudem finden wir hier den StandBy-Modus Suspend-To-Ram (S3) vor. Interessant daran ist, dass wir in unserer Normalkonfiguration nur diesen einen Suspend-Modus auswählen können. Bei der Verwendung einer PCI-Grafikkarte, welche wir für unsere Messungen zur Leistungsaufnahme verwenden, wurde der PC hingegen nur in den S1-Modus geschickt. Somit wurden Festplatten und CPU-Lüfter weiterhin mit Energie versorgt.



Das Untermenü IDE Configuration zeigt, dass der Betrieb der SATA-Kanäle im AHCI-Modus nicht möglich ist. Lediglich Raid und Non-Raid stehen zur Auswahl. Positiv dagegen ist die korrekte Anzeige unserer SATA-Festplatte als SATA-Gerät - und nicht wie bei vielen Mainboards als IDE-Laufwerk.



Im Hardware Health Event Monitoring-Menü hat der User bis auf die Aktivierung der Lüftersteuerung keine Eingriffsmöglichkeit.

Die angezeigte Lüftersteuerung funktioniert nur bei Verwendung eines 4-Pin-PWM-Lüfters am Anschluss des Prozessorlüfters.



Die Bootreihenfolge wird im Menü Boot Settings festgelegt.
[break=Stabilitätstests]
Jedes Mainboard muss umfangreiche Stabilitätstests durchlaufen. Nur so können wir sicher sein, dass der jeweilige Kandidat auch im realen Leben alle Anforderungen bewältigt. Wir achten bei den Tests darauf, dass so viele Komponenten wie möglich belastet werden. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die wichtigsten Stabilitätstests.


StabilitätstestVersion/Bemerkungen
Orthos (SP2004)2 Instanzen, ca. 8 Stunden über Nacht
3DMark03 im LoopDemo-Loop ca. 4 Stunden mit Sound
großes Archiv von SATA zu IDEverschieben mit anschließender CRC-Prüfung
großes Archiv von IDE zu PCI-Raidverschieben mit anschließender CRC-Prüfung
großes Archiv von PCI-Raid zu SATAverschieben mit anschließender CRC-Prüfung
großes Archiv von SATA zu USBverschieben mit anschließender CRC-Prüfung
großes Archiv von USB zu SATAverschieben mit anschließender CRC-Prüfung


Orthos setzt auf das allseits bekannte Prime95. Hier werden Arbeitsspeicher und CPU starken Belastungen ausgesetzt. Da wir den Programminstanzen nicht explizit einen Kern zuordnen, erhöhen wir den Schwierigkeitsgrad für unsere Hardware. Hard- und Software müssen die Verteilung selbst koordinieren und eventuelle Fehler werden gnadenlos aufgedeckt.

3DMark03 lassen wir etwa 4 Stunden im Demo-Loop laufen. Das belastet hauptsächlich die Grafikkarte, jedoch haben CPU und Ram ebenfalls jede Menge zu tun. Zusätzlich wird die Soundausgabe aktiviert, was den onboard verbauten Soundchip belastet. Insgesamt ist dieser Test der kritischste für das Gesamtsystem, da die meisten Komponenten gleichzeitig belastet werden.

Das Kopieren von Rar-Archiven soll möglichen Datenverlust zwischen den beteiligten Controllern aufdecken. Dazu wird ein etwa 4 Gigabyte großes Rar-Archiv von SATA über IDE zum PCI-Raidverbund verschoben und zwischendurch immer wieder überprüft. Zum Schluß wird der Weg umgekehrt vollzogen. Treten bei der CRC-Prüfung keine Fehler auf, gilt der Test als bestanden.

Ähnlich verhält es sich auch beim Verschieben eines Archives von SATA zu USB. Hier ist das Archiv jedoch etwas kleiner, mit über 100 MB aber noch immer stattlich. Der Weg führt von SATA zu USB und wieder zurück.

Stabilität bei unseren Testkandidaten

Auch heute können wir ausschließlich Positives über das getestete Mainboard berichten. Alle Stabilitätstests wurden problemlos gemeistert, ebenso wie der Rest unseres nicht unerheblichen Testparcours. Daher können wir das Mainboard bedenkenlos empfehlen.
[break=Cool´n´Quiet]


Der Referenztakt des ASRock ALiveNF6G-VSTA zählt mit 200,9 MHz zu den höchsten, mit denen wir es bei AM2-Mainboards bisher zu tun hatten. Die Prozessorspannung liegt hingegen fast exakt auf dem vorgegebenen Wert von 1,350 Volt.



Auch bei aktiviertem Cool´n´Quiet liegt der Referenztakt um 0,9 MHz zu hoch. Die Spannung liegt ebenfalls sehr dicht an der Vorgabe von 1,1 Volt.
[break=Onboard Sound Signal]
Werfen wir nun einen Blick auf die Soundqualität des Onboardsounds.

Gerade die vom Mainboardhersteller verwendeten Bauteile sind nicht selten für eine gute oder auch schlechte Signalqualität verantwortlich. Des Öfteren kommen billigere Digital-Analog Wandler zum Einsatz. Auch der verwendete Treiber spielt eine nicht unerhebliche Rolle.

Wir haben unser Testsample mit Hilfe des RightMark Audio Analyzer überprüft. Die Ergebnisse lassen allerdings nur ein Fazit in Bezug auf die Signalqualitäten der Onboard Sounds zu - weitere Features wie 5.1 Sound, EAX etc. sind nicht Gegenstand dieser Prüfung.

Als Referenz dient uns auch heute wieder die Sound-Lösung des EPoX EP-8RDA+. Die NVIDIA APU der MCP-T Southbridge zählt zu den qualitativ hochwertigeren Onboard-Lösungen.

TestNVIDIA(R) nForce(TM) AudioRealtek HD Audio output
Frequency response (from 40 Hz to 15 kHz), dB:+0.30, -0.78+0.03, -0.08
Noise level, dB (A):-80.6-90.1
Dynamic range, dB (A):80.189.5
THD, %:0.00750.0025
IMD, %:0.0400.024
Stereo crosstalk, dB:-77.7-89.8


Frequency response



Noise level



Dynamic range



Die Bewertungen im Einzelnen:

Frequency response (from 40 Hz to 15 kHz), dB:+0.03, -0.08Excellent
Noise level, dB (A):-90.1Very good
Dynamic range, dB (A):89.5Good
THD, %:0.0025Excellent
IMD, %:0.024Good
Stereo crosstalk, dB:--89.8Excellent


Zwar schwanken die einzelnen Ergebnisse zwischen Gut und Exzellent, im Durchschnitt haben wir es jedoch mit einer sehr guten Signalqualität des Onboardsounds zu tun. Bei diesem Test überflügelt das ALiveNF6G sogar manch teurere Konkurrenten. Daumen hoch.

Eine ausführliche Erklärung der in der Messung verwendeten Begriffe findet der Interessierte bei unserer Partner-Site Hard Tecs 4U.
[break=Benchmarks: SiSoft Sandra, Netzwerk]
Wie gewohnt wollen wir auf den nächsten Seiten die Performance unseres heutigen Samples überprüfen. In den Diagrammen rot dargestellt sind die Benchmarkergebnisse mit unserer Referenzgrafikkarte X1800XT, blau gekennzeichnet sind die Ergebnisse unter Verwendung der Onboard-Grafik GeForce 6150SE.

Sandra 2007

  • Hersteller: SiSoftware

  • Webseite: www.SiSoftware.co.uk

  • Bereich: Synthetisch

  • Schwerpunkt: Speicher- und Netzwerkbandbreite

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Sandra CPU Streaming



Sandra FPU Streaming



Die SiSoft Sandra-Speicherbandbreite hält gleich zu Beginn ein ungewöhnliches Ergebnis für uns bereit. Zwar ist es nichts ungewöhnliches, dass zwischen dem Ergebnis mit externer Grafikkarte und Onboard-Grafik eine Lücke klafft, mit über 2 GB/s Unterschied fällt diese heute jedoch sehr groß aus.

Sandra Netzwerkbandbreite



Die Netzwerkbandbreite fällt mit 10 MB/s typisch für ein Fast Ethernet-Adapter aus.

Sandra Netzwerklatenz



Zwar haben wir bereits deutlich bessere Ergebnisse in puncto Netzwerklatenz gesehen, allerdings auch schon wesentlich schlechtere. Das ALiveNF6G positioniert sich hier im Mittelfeld.

Prozessorlast Netzwerkverkehr



Ein tolles Ergebnis konnten wir bei der Prozessorlast bei Netzwerkverkehr verzeichnen. Pari mit dem aktuellen Spitzenreiter zeigt das heutige Sample, was an dieser Stelle möglich ist.
[break=Benchmarks: Sciencemark, XMPEG, WinRAR]
Sciencemark

  • ;Hersteller: Dr. Timothy Wilkens & Alex Goodrich

  • Webseite: www.sciencemark.de

  • Bereich: Synthetisch

  • Schwerpunkt: Memory-Controller Performance

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Der Bandbreitentest von Sciencemark bestätigt die Ergebnisse vom SiSoft Sandra-Test.



Die Speicherlatenz beider Konstellationen liegt im Mittelfeld.

XMPEG + XviD




Mit aktivierter Onboard-Grafik braucht das ALiveNF6G eine Sekunde länger zur Umwandlung unseres Referenzvideos.

WinRAR

  • Hersteller: Rarsoft

  • Webseite: www.winrar.de

  • Bereich: Anwendungen

  • Schwerpunkt: ALU, Speicherlatenzen

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Bei WinRAR kann unser ASRock-Mainboard vorn mitmischen - sowohl unter Verwendung einer zusätzlichen Grafikkarte als auch mit aktivierter IGP.
[Break=Benchmarks: Cinebench, SuperPI]
Cinebench

  • Hersteller: Maxon

  • Webseite: www.maxon.net

  • Bereich: Anwendungen

  • Schwerpunkt: CPU-Performance

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Cinebench, ein extrem prozessorlastiger Benchmark, fördert nur geringe Unterschiede zu Tage.

SuperPI

  • Hersteller: Kanada Lab. University of Tokyo

  • Webseite: www.ecc.u-tokyo.ac.jp

  • Bereich: Anwendungen

  • Schwerpunkt: CPU-Performance

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Ergebnisse im Mittelfeld konnten wir im SuperPI 1M verzeichnen. Sowohl mit X1800XT als auch mit Onboard-Grafik befindet sich das ALiveNF6G-VSTA in guter Gesellschaft.
[Break=Benchmarks: 3DMark01/03/05/06, PCMark05, Aquamark]
3DMark01/03/05/06 + PCMark05

  • Hersteller: Futuremark

  • Webseite: www.futuremark.com

  • Bereich: Synthetisch

  • Schwerpunkt: System-Performance

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3DMark01



Mit unserer Referenzgrafikkarte X1800XT liefert das ASRock-Mainboard ein durchschnittliches Ergebnis ab. Die integrierte Grafikeinheit belegt jedoch den Spitzenplatz unter den IGPs.

3DMark03



Platz 3 erobert unser heutiger Kandidat mit X1800XT, mit IGP setzt es sich abermals an die Spitze.

3DMark05



Ein ähnliches Bild bietet 3DMark05. Platz 2 mit X1800XT, Platz 1 unter den IGPs.

3DMark06



Ein bereits gewohntes Bild im 3DMark06. Mit dem Unterschied, dass der integrierte Grafikchip sogar eine X300SE überflügeln kann. Ein Grund hierfür ist die Tatsache, dass die X300SE kein SM3 beherrscht.

PCMark05



Auch im PCMark05 setzt sie dich verwendete GeForce 6150SE deutlich in Szene.

Aquamark 3

  • Hersteller: Massive Development

  • Webseite: www.aquamark3.com

  • Bereich: Grafik-Performance

  • Schwerpunkt: CPU-, FPU- und Speicher-Performance

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Zwar reiht sich die Onboard-Grafik im Aquamark wieder hinter der X300SE ein, unter den IGPs bedeutet das dennoch Platz 1.
[break=Benchmarks: Quake III, Doom3]
Quake III Arena

  • Hersteller: id Software

  • Infoseite: auf Planet 3D Games

  • Bereich: Gaming

  • Schwerpunkt: Speicher-Performance

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Quake 3 kann schon fast als Uralt-Egoshooter bezeichnet werden. Dennoch eignet er sich hervorragend, um Unterschiede in der Speicherperformance deutlich zu machen.

In beiden getesteten Auflösungen setzt sich die GeForce 6150SE deutlich gegenüber allen bisher getesteten Onboard-Grafikchips durch.

Doom 3

  • Hersteller: id Software

  • Infoseite: auf Planet 3D Games

  • Bereich: Gaming

  • Schwerpunkt: Grafik-Performance (Grafikkarten lastig)

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Das gleiche Bild bietet auch Doom3. Zusätzlich ringt die Onboard-Grafik des ALiveNF6G auch die X300SE zu Boden.
[break=Benchmarks: UT2004]
Unreal Tournament 2004

  • Hersteller: Digital Extremes

  • Infoseite: auf Planet 3D Games

  • Bereich: Gaming

  • Schwerpunkt: Grafik-Performance (CPU-Lastig)

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Unreal Tournament 2004 bestätigt ein weiteres Mal das Bild der guten 3D-Leistung des Onboard-Grafikchips gegenüber anderen Chipsätzen. Zwar fällt die Leistung so aus, dass viele 3D-Anwendungen mäßig bis überhaupt nicht spielbar wären, gegenüber anderen Onboard-Lösungen ist die verbaute GeForce 6150SE jedoch teilweise um Längen performanter.
[break=Benchmarks: HDTach]

  • Hersteller: Simplisoftware

  • Webseite: www.simplisoftware.com

  • Bereich: Synthetisch

  • Schwerpunkt: IDE-, SATA-, PCI-Performance

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IDE-Performance





Die durchschnittliche Transferrate sowie die Burstrate des IDE-Kanals liegen auf gutem Niveau.



Mit 2 Prozent fällt auch die Prozessorlast erfreulich niedrig aus.

SATA-Performance





Auch die Transferraten der SATA-Schnittstelle bieten keinen Grund für Kritik.



Mit 4 bzw. 5 Prozent fällt die Prozessorlast etwas höher aus.

PCI-Performance



Die Burstrate des PCI-Busses liegt im grünen Bereich.



Wie bereits beim K9AGM2-FIH können wir bei der Prozessorlast ein etwas ungewöhnliches Resultat verbuchen. Mit aktivierter IGP liegt die Prozessorlast 2 Prozent niedriger.

USB-Performance



Die Transferrate der USB-Schnittstellen liegt nicht ganz auf der Höhe anderer Kandidaten. Für das ALiveNF6G bleiben nur die letzten beiden Plätze in diesem Test.



Kurios ist auch das Ergebnis der Prozessorlast bei USB-Datenverkehr. Während unter Verwendung unserer X1800XT unglaubliche 10 Prozent Last zu Buche stehen, sind es mit aktivierter IGP derer 2 Prozent.

Aufgrund der Ergebnisse haben wir die Tests mehrfach durchgeführt - mit gleichbleibenden Ergebnissen. Was diese Unterschiede verursacht können wir leider mangels Anhaltspunkt nicht sagen.
[break=Leistungsaufnahme]
Kommen wir nun zu den Tests der Leistungsaufnahme unseres heutigen Testkandidaten. Zuerst führen wir einen 3DMark06-Durchlauf durch und messen dabei den durchschnittlichen Stromverbrauch des Systems (ohne Monitor sowie IDE-Raid).



Unter Verwendung unserer Referenzgrafikkarte markiert das ASRock ALiveNF6G-VSTA einen neuen Spitzenwert, welcher mit über 4 Watt Unterschied zum bisherigen Spitzenreiter sogar sehr deutlich ausfällt. Mit aktivierter IGP fällt das Mainboard zwar recht deutlich hinter die Grafiklösung des AMD 690G zurück, ist dafür aber auch in allen 3D-Anwendungen schneller.

Für die nächsten Messungen wird zusätzlich noch die X1800XT von SAPPHIRE gegen eine S3 Trio 64V PCI-Grafikkarte getauscht.



Auch die Leistungsaufnahme im Orthos-Test weiß deutlich zu gefallen. Satte 9 Watt weniger als der bisherige Primus sind bei sonst gleichen Voraussetzungen Welten.



Im Normalfall verwenden wir für die Messung der Leistungsaufnahme während des S3-StandBy eine PCI-Grafikkarte. Wie wir jedoch bereits beim Blick ins BIOS erwähnt haben, wurde der PC bei Verwendung unserer PCI-Karte nicht in den S3- sondern in den S1-Modus geschickt. Damit einhergehend blieb die Leistungsaufnahme auf einem wesentlich höheren Niveau.

Aufgrund der Problematik wurde die S3-Messung daher kurzerhand unter Verwendung der Onboard-Grafik durchgeführt.





Auch bei den Idle-Messungen macht das ALiveNF6G eine hervorragende Figur. Mit 6 bzw. 8 Watt geringerer Leistungsaufnahme werden auch hier neue Bestmarken gesetzt.



Mit 5 Watt Verbrauch nach dem Abschalten des PCs befindet sich das heutige Testsample in guter Gesellschaft.
[break=Erkenntnisse]
AspektErgebnis
KondensatorenherstellerTK und OST
spezifizierte Kondensatorentemperatur105 Grad
funktioniert S3ja
funktioniert S1nicht einstellbar
funktioniert S1 & S3nicht einstellbar
funktioniert Ruhezustandja
Bootmanager vorhandenja
PCIe x16 anders nutzbar (getestet mit Broadcom NetXtreme PCIe x1)ja
funktioniert Wake-On-LAN (Realtek RTL8201CL)ja
Produktseitewww.ASRock.com
Preisab ca. 48 Euro


Overclocking

Im Gegensatz zum zuletzt getesteten MSI K9AGM2-FIH konnten wir unseren heutigen Testkandidaten einem kurzen OC-Test unterziehen.



Mit 260 MHz Referenztakt erreicht man heute zwar keine Rekorde, es ist jedoch ausreichend Taktspielraum vorhanden. Für die Preisklasse des Mainboards ein durchaus akzeptables Ergebnis.

IRQ



Der Blick auf die IRQ-Verteilung zeigt die doppelte Nutzung einiger IRQs. Dennoch kam es im gesamten Testzeitraum zu keinerlei Ressourcenkonflikten.
[break=Fazit]


Selten hatten wir ein Mainboard im Test, was als Rundum-Sorglos-Paket bezeichnet werden kann. Das heute vorgestellte ASRock ALiveNF6G-VSTA kommt dieser Bezeichnung jedoch sehr nahe. Für einen Preis ab etwa 48 Euro bekommt der Käufer viel geboten.

Mit Ausnahme der hohen Prozessorlast bei USB-Datenverkehr unter Verwendung unserer X1800XT hat das ALiveNF6G durchweg eine gute bis sehr gute Performance. Die Onboard verbaute GeForce 6150SE macht unter den Onboard-Grafikchips eine sehr gute Figur und lässt in allen 3D-Anwendungen die Grafiklösungen anderer Chipsätze hinter sich. In einigen Tests, wie zum Beispiel Doom 3 und UT2004, schlägt sie sogar die zu Vergleichszwecken getestete X300SE.

Hervorragend sind auch die Messwerte der Leistungsaufnahme des heutigen Kandidaten. Teilweise werden deutliche Bestmarken gesetzt und auch solch stromsparende Lösungen wie die des AMD 690G hinter sich gelassen. Mit einer Leistungsaufnahme von 45 Watt im Idle bei aktiviertem Cool´n´Quiet setzt das NF6G-VSTA einen Spitzenwert, an dem sich kommende Testsamples messen lassen müssen. Wer also auf eine möglichst niedrige Leistungsaufnahme baut, ist mit dem heute getesteten Mainboard gut beraten.

Natürlich hat auch das ASRock ALiveNF6G-VSTA einige Ecken und Kanten. So wird beispielsweise der ATX-Anschluss unvorteilhaft positioniert, sodass es unter Umständen zu einem eingeschränkten Luftstrom im Gehäuse kommen kann. Zudem vermissen wir einen Gigabit-LAN-Anschluss, wobei dieser in der Preisklasse wohl eher selten anzutreffen ist. Zu guter Letzt fehlt uns die Möglichkeit zur Nutzung von AHCI. Dies ist jedoch chipsatzbedingt nicht möglich, sodass ASRock hier kein Vorwurf zu machen ist.

Das fanden wir gut :)

  • sehr gute Performance der Onboard-Grafik (im Vergleich zu anderen Onboard-Lösungen)

  • sehr niedrige Leistungsaufnahme

  • für die Preisklasse guter Zubehörumfang



Das fanden wir nicht so gut :(

  • fehlender Gigabit-LAN (nur 10/100)

  • kein S3 bei Verwendung einer PCI-Grafikkarte

  • hohe Prozessorlast bei USB-Datenverkehr (unter Verwendung einer zusätzlichen Grafikkarte)

  • unvorteilhafte Positionierung des ATX-Stromanschlusses



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