In den letzten Mainboardtests haben wir verschiedene Chipsätze näher betrachtet. Einer davon war AMDs 690G. Beim Test des MSI K9AGM2-FIH konnte uns die 3D-Performance der integrierten Grafikeinheit Radeon Xpress 1250 nicht überzeugen.

Beim Gigabyte GA-MA69G S3H, welches ebenfalls auf dem 690G basiert, haben wir es heute gleich mit zwei Premieren zu tun. Zum Einen handelt es sich um das erste von Planet 3DNow! getestete Gigabyte-Mainboard, zum Anderen haben wir es zum ersten Mal mit der Kombination aus ATX-Mainboard und integrierter Grafikeinheit zu tun.

Eine zusätzliche Besonderheit des Mainboards ist die CrossFire-Fähigkeit. Da der AMD 690G/690V hauptsächlich auf Micro-ATX-Mainboards verbaut wird und dadurch nur wenige Erweiterungsslots verbaut werden können, bieten die meisten Mainboards keinen CrossFire-Support. Nicht so das Gigabyte GA-MA69G S3H.

Auf den nächsten Seiten wird sich zeigen, ob wir es heute erneut mit einer nicht zufriedenstellenden 3D-Performance der Onboard-Grafik zu tun haben oder ob Gigabyte seine Hausaufgaben besser als MSI erledigt hat.

Viel Vergnügen beim Lesen!

[break=Testsystem und Testaufbau]
Testsystem

Die Referenzhardware auf einen Blick:


  • AMD Athlon64 X2 4000+

  • 2 x 512 MB Corsair XMS2 8500 (5-5-5-15 1T)

  • SAPPHIRE X1800 XT

  • Maxtor 6E040L0 IDE (40 GB, 7.200 u/min)

  • Maxtor 6Y080M0 SATA (80 GB, 7.200 u/min)

  • Hitachi 7K250 SATA (80 GB, 7.200 u/min, über USB angeschlossen)

  • 2 x Maxtor 4D080H4 IDE (80 GB, 5.400 u/min)

  • STLab PCI RaidController mit SiliconImage 0680Av

  • S3 Trio64V PCI-Grafikkarte

  • bequiet Dark Power Pro 530 Watt

  • Chieftec Mesh CH-01 Midi-Tower



Nach dem Einbau des Mainboards installieren wir Windows XP Professional mit Service Pack 2, DirectX 9.0c Dezemberupdate 2005 sowie Catalyst 6.4. Für den AMD 690G sowie die Onboardkomponenten kommen die aktuellsten, downloadbaren Treiber der Gigabyte-Homepage zum Einsatz.

Verwendete Software

In der folgenden Tabelle sind die grundlegendsten Anwendungen aufgeführt, die bei uns zum Einsatz kommen.



verwendete Software/TreiberVersion/Bemerkungen
Windows XP Professional32 Bit, Service Pack 2
DirectX9.0c, Dezemberupdate 2005
GrafikkartentreiberCatalyst 6.4 + Control Center
ProzessortreiberVersion 1.3.2.16
SiSoft Sandra2007 lite SP1
Sciencemark232 Bit
XMPEG5.03
Xvid1.0.3
WinRar3.60 Beta 6
Cinebench2003
3DMark01Build 3.3.0, ohne Feature Tests
3DMark033.6.0 Professional Edition, ohne Feature Tests
3DMark051.2.0 Advanced Edition, ohne Feature Tests
3DMark061.0.2 Advanced Edition, ohne Feature Tests
PCMark051.1.0 Advanced Edition
Aquamark31024x768x32
Quake3640x480x16, Low Details
Quake31024x768x16, High Details
UT20041024x768x32, High Details
UT20041280x1024x32, High Details
UT20041600x1200x32, High Details
Doom3 Demo1024x768x32, Ultra Details
Doom3 Demo1280x1024x32, Ultra Details
Doom3 Demo1600x1200x32, Ultra Details
SuperPI1M, Mod 1.4
HDTach3.0.1.0
Rightmark Audio Analyzer5.3


Das Betriebssystem wird bei jedem Mainboard frisch installiert. So können wir sicherstellen, dass alle Testkandidaten beim gleichen Stand beginnen. Nach der Windows- und Softwareinstallation werden die Festplatten defragmentiert, die Auslagerungsdatei auf 512 MB festgesetzt und alle unnötigen Einträge aus dem automatischen Systemstart gelöscht.

[break=Lieferumfang]



In der Verpackung finden wir neben unserem Testsample noch folgendes Zubehör:


  • 1x Handbuch

  • 2x Treiber-CD (Windows XP sowie Windows Vista)

  • 1x Schnellinstallationsanleitung

  • 2x SATA-Kabel

  • 1x Floppy-Kabel

  • 1x IDE-Kabel

  • 1x HDMI zu DVI-Adapter

  • 1x I/O-Blende



Der Umfang des mitgelieferten Zubehörs ist zwar nicht besonders üppig, reicht aber für den Hausgebrauch aus.
[break=Spezifikationen]

Prozessor

  • Sockel AM2

  • unterstützt AMD Athlon 64, Athlon 64 X2, Athlon 64 FX und Sempron

  • unterstützt Cool´n´Quiet


Chipsatz

  • Northbridge AMD 690G

  • Southbridge AMD SB600


Speicher

  • 4x 240 Pin DDR2-Speicherslots (maximal 16 GB)

  • 128 Bit Dual Channel-Architektur

  • unterstützt DDR2 400/533/667/800 DIMMs


VGA

  • integrierter Xpress 1250 Grafikchip


PCI/PCIe Slots

  • ein PCIe x16-Steckplatz

  • ein PCIe x4-Steckplatz (nach hinten offen, dadurch ist die Installation einer PCIe x16-Grafikkarte und somit CrossFire möglich)

  • drei PCIe x1-Steckplätze

  • zwei PCI-Steckplätze


Serial ATA

  • 4x SATA 300 Mbyte/s

  • unterstützt Raid 0/1/10


IDE

  • ein IDE-Anschluss

  • bis zu 2 Geräte mit UDMA 133/100/66/33


IEEE 1394

  • T.I. TSB43AB23

  • bis zu 3 Geräte (1x per I/O-Panel, 2x intern)

  • unterstützt bis 400 Mbit/s


Netzwerkadapter

  • Realtek RTL8110SC

  • über PCI angebunden

  • unterstützt 10/100/1000 Mbit/s

  • unterstützt Wake-On-LAN


Audio

  • Realtek 7.1 Audio CODEC ( ALC889A )

  • HD Audio

  • unterstützt S/PDIF In/Out


Interne I/O-Anschlüsse

  • 1x PCIe x16

  • 1x PCIe x4

  • 3x PCIe x1

  • 2x PCI

  • 1x Floppy

  • 4x SATA

  • 1x IDE

  • 3x USB 2.0 pinheader (für 6 Ports)

  • 1x Front Audio pinheader

  • 2x IEEE1394 pinheader

  • 1x CDIn

  • 1x S/PDIF In/Out

  • 1x TV Out

  • 1x COM-Header


Backpanel-Anschlüsse

  • 1x PS/2 Tastaturanschluss

  • 1x PS/2 Mausanschluss

  • 1x LPT-Port

  • 1x Audio (6 Anschlüsse)

  • 1x RJ-45 LAN

  • 4x USB 2.0

  • 1x VGA

  • 1x IEEE1394

  • 1x HDMI

  • 1x S/PDIF In/Out


Lüfteranschlüsse

  • 1x Prozessorlüfter (4-PIN)

  • 1x Gehäuselüfter (3-PIN)


Formfaktor

  • ATX 305 x 229 mm


RoHS*

  • RoHS-konform



*RoHS steht für "Restriction of the use of certain Hazardous Substances in electrical and electronic equipment". Diese Direktive verhindert innerhalb der EU den Einsatz von neuer elektrischer und elektronischer Hardware, welche über erhöhte Mengen an Chrom, Blei, Kadmium, Quecksilber, PBB und PBDE verfügen. Die RoHS-Direktive ist am 01.07.2006 in Kraft getreten.

[break=Layout]


Das Layout vom Gigabyte GA-MA69G S3H wirkt mit Ausnahme der vielen verschiedenen Farben recht unauffällig. Allerdings gibt es ein paar interessante Aspekte.



Gigabyte verfrachtet den Floppy-Port unter den untersten PCI-Slot. Nicht gerade der ideale Platz dafür, ist er doch bei eingebauten PCI-Karten so gut wie unerreichbar.



In der unteren rechten Ecke des Mainboards befindet sich die Southbridge inklusive flachem Kühlkörper, IDE- sowie SATA-Ports, Frontpanel-Header sowie dem einzigen verbauten Gehäuselüfter-Anschluss.

Interessant an den SATA-Ports ist das Verdrehen von jeweils zwei Ports um 180 Grad. Im Normalfall wird so verfahren, wenn alle Ports die Möglichkeit bieten sollen, mit abgewinkelten Steckern bestückt zu werden. Bei der Lösung des heute getesteten Mainboards wird dies jedoch schwierig, da abgewinkelte Stecker in der Regel so konstuiert sind, dass sie beim Einsatz auf diesem Mainboard jeweils den gegenüberliegenden Port verdecken.



In der rechten oberen Ecke befinden sich die Speicherslots sowie der ATX-Steckplatz.



Zwischen dem I/O-Panel und dem Prozessorsockel bietet sich uns ein verhältnismäßig aufgeräumtest Bild. Allerdings wird der Bereich des Prozessorsockels nach links durch hohe Kondensatoren eingeengt, wodurch es - wie bei vielen Mainboards - bei Verwendung von großvolumigen Kühlern zu Problemen kommen kann.
[break=Layout - Fortsetzung]


Gigabyte hat sich bei der Verriegelung des PCIe x16-Slots Gedanken über die Praxistauglichkeit gemacht. Herausgekommen ist eine Variante, bei der eine verbaute Karte sowohl von oben als auch von unten entriegelt werden kann.

Zudem sieht man hier sehr schön, wie flach der verbaute Northbridgekühler ist. Da er nicht höher als die verbauten Erweiterungsslots ist, kommt es zu keinerlei Komplikationen mit Zusatzkarten.



Ein Blick auf die Höhe der Kondensatoren, welche neben dem Prozessorsockel verbaut sind. Allesamt für 105 Grad spezifiziert.



Wie bereits erwähnt, ist der verbaute PCIe x4-Slot nach hinten offen. Dadurch ist es möglich, auch PCIe-Erweiterungskarten mit x8- bzw. x16-Interface zu verwenden (sofern diese mit der verringerten Anzahl an PCIe-Lanes funktionieren).

Durch den x4-Slot wird das Mainboard CrossFire-fähig, da zwei Grafikkarten verbaut werden können. Zwar laufen diese im CrossFire-Verbund "nur" mit 16+4 Lanes, der Performanceeinbruch ist jedoch nicht sehr groß. Näheres dazu im Benchmarkteil dieses Artikels.



Ein Blick auf die Realtek-Fraktion des Mainboards: Links der per PCI angebundene Gigabit-Ethernet-Chip RTL8110SC und rechts der Audio-Codec RTL 889A.



Noch ein kurzer Blick auf den Northbridge-Kühlkörper.



Zu guter Letzt ein Blick auf das I/O-Panel des Mainboards.

Zwar verbaut Gigabyte nur einen VGA-Port, DVI lässt sich aber trotzdem nutzen. Durch den mitgelieferten HDMI zu DVI-Adapter ist es möglich, das erzeugte Bild per DVI zu übertragen. Dabei fällt zwar die Möglichkeit von HDMI weg, den Ton mit zu übertragen, der Onboard-Sound bleibt dabei aber normal in Betrieb. Somit kann beim GA-MA69G S3H problemlos DVI ohne zusätzlichen Aufpreis genutzt werden.
[break=BIOS]


Gigabyte nutzt für das GA-MA69G S3H ein Award-BIOS.

Beim normalen Betreten des BIOS ist das nicht unwichtige Menü Advanced Chipset Features nicht eingeblendet. Erst beim Druck der Tastenkombination STRG + F1 erscheint es.



In den Standard CMOS Features werden angeschlossene Laufwerke angezeigt sowie Datum und Uhrzeit eingestellt.



In den Advanced Chipset Features findet der User einige wichte Untermenüs.



Im Untermenü DRAM Configuration findet wir alle Speichertimings, die das Herz begehrt.



Unter HT Link Control kann sowohl die Geschwindigkeit des HT-Links als auch einige Einstellungen zur Signalstärke vorgenommen werden.



Einstellmöglichkeiten für die Grafikkarte finden wir im Menü PCIe Configuration.
[break=BIOS - Fortsetzung]


Im Menü IGX Configuration hat der User keine Einflussmöglichkeit. Hier wird lediglich die Taktrate der Onboard-Grafik sowie der TV-Standard angezeigt.



In den Integrated Periphals lassen sich alle Onboard-Geräte konfigurieren. Die SB600 ist AHCI-fähig, was in der Praxis auch problemlos funktioniert.



Wie gewohnt werden im Power Management Setup Einstellungen zum Start, StandBy und Power Down des PCs vorgenommen.



Im PC Health Menü lassen sich einige Warneinstellungen sowie Einstellungen zur Steuerung des CPU-Lüfters vornehmen.

Die Steuerung des CPU-Lüfters (3-poliger Anschluss) funktionierte in unserem Fall einwandfrei. Der Lüfter wurde auf etwa 50 Prozent seiner normalen Drehzahl geregelt und blieb damit auf einem angenehmen Geräuschniveau. Die Steuerung des einzigen Gehäuselüfter-Anschlusses ist hingegen nicht möglich.



Im M.I.T. - dem MB Intelligent Tweaker - lassen sich Spannungen sowie der Prozessortakt konfigurieren.

Der Referenztakt lässt sich zwischen 200 und 500 MHz einstellen, die CPU-Spannung zwischen 0,8 und 1,55 Volt, der Northbridge kann man bis zu 0,2 Volt hinzugeben und last but noch least lassen sich beim Arbeitsspeicher bis zu 0,6 Volt hinzufügen.

Durch die umfangreichen Spannungs- und Taktoptionen lässt sich das Mainboard sowohl zum über- als auch untertakten bestens verwenden.



Gigabyte spendiert dem GA-MA69G S3H einen Bootmanager. Somit ist das schnelle Umschalten des Boot-Laufwerkes per Knopfdruck möglich, ohne die fest im BIOS eingestellte Reihenfolge verändern zu müssen.
[break=Stabilitätstests]

Jedes Mainboard muss umfangreiche Stabilitätstests durchlaufen. Nur so können wir sicher sein, dass der jeweilige Kandidat auch im realen Leben alle Anforderungen bewältigt. Wir achten bei den Tests darauf, dass so viele Komponenten wie möglich belastet werden. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die wichtigsten Stabilitätstests.

StabilitätstestVersion/Bemerkungen
Orthos (SP2004)2 Instanzen, ca. 8 Stunden über Nacht
3DMark03 im LoopDemo-Loop ca. 4 Stunden mit Sound
großes Archiv von SATA zu IDEverschieben mit anschließender CRC-Prüfung
großes Archiv von IDE zu PCI-Raidverschieben mit anschließender CRC-Prüfung
großes Archiv von PCI-Raid zu SATAverschieben mit anschließender CRC-Prüfung
großes Archiv von SATA zu USBverschieben mit anschließender CRC-Prüfung
großes Archiv von USB zu SATAverschieben mit anschließender CRC-Prüfung


Orthos setzt auf das allseits bekannte Prime95. Hier werden Arbeitsspeicher und Ram starken Belastungen ausgesetzt. Da wir den Programminstanzen nicht explizit einen Kern zuordnen, erhöhen wir den Schwierigkeitsgrad für unsere Hardware. Hard- und Software müssen die Verteilung selbst koordinieren und eventuelle Fehler werden gnadenlos aufgedeckt.

3DMark03 lassen wir etwa 4 Stunden im Demo-Loop laufen. Das belastet hauptsächlich die Grafikkarte, jedoch haben CPU und Ram ebenfalls jede Menge zu tun. Zusätzlich wird die Soundausgabe aktiviert, was den onboard verbauten Soundchip belastet. Insgesamt ist dieser Test der kritischste für das Gesamtsystem, da die meisten Komponenten gleichzeitig belastet werden.

Das Kopieren von Rar-Archiven soll möglichen Datenverlust zwischen den beteiligten Controllern aufdecken. Dazu wird ein etwa 4 Gigabyte großes Rar-Archiv von SATA über IDE zum PCI-Raidverbund verschoben und zwischendurch immer wieder überprüft. Zum Schluss wird der Weg umgekehrt vollzogen. Treten bei der CRC-Prüfung keine Fehler auf, gilt der Test als bestanden.

Ähnlich verhält es sich auch beim Verschieben eines Archivs von SATA zu USB. Hier ist das Archiv jedoch etwas kleiner, mit über 100 MB aber noch immer stattlich. Der Weg führt von SATA zu USB und wieder zurück.

Stabilität bei unseren Testkandidaten

Unseren Stabilitätsparcours hat das Gigabyte GA-MA69G S3H tadellos überstanden. Es kam weder zu Rechenfehlern noch zu Abstürzen. Stabilität auf ganzer Linie - so, wie es sein soll.
[break=Cool´n´Quiet]


Der Referenztakt unseres heutigen Testkandidaten liegt 0,5 MHz über der Spezifikation. Somit taktet der verwendete Prozessor insgesamt knapp 5 MHz über seinem Standardtakt. Die Spannung liegt dagegen einen Tick unter den spezifizierten 1,35 Volt.



Punktlandung in Sachen Spannung bei aktiviertem Cool´n´Quiet. 1,1 Volt entsprechen exakt den Vorgaben. Der Referenztakt liegt dabei nach wie vor um 0,5 MHz über dem Standard.
[break=Onboard Sound Signal]

Werfen wir nun einen Blick auf die Soundqualität des Onboardsounds.

Gerade die vom Mainboardhersteller verwendeten Bauteile sind nicht selten für eine gute oder auch schlechte Signalqualität verantwortlich. Des Öfteren kommen billigere Digital-Analog Wandler zum Einsatz. Auch der verwendete Treiber spielt eine nicht unerhebliche Rolle.

Wir haben unser Testsample mit Hilfe des RightMark Audio Analyzer überprüft. Die Ergebnisse lassen allerdings nur ein Fazit in Bezug auf die Signalqualitäten der Onboard Sounds zu - weitere Features wie 5.1 Sound, EAX etc. sind nicht Gegenstand dieser Prüfung.

Als Referenz dient uns auch heute wieder die Sound-Lösung des EPoX EP-8RDA+. Die NVIDIA APU der MCP-T Southbridge zählt zu den qualitativ hochwertigeren Onboard-Lösungen.

TestNVIDIA(R) nForce(TM) AudioRealtek HD Audio output
Frequency response (from 40 Hz to 15 kHz), dB:+0.30, -0.78+0.03, -0.09
Noise level, dB (A):-80.6-88.5
Dynamic range, dB (A):80.188.3
THD, %:0.00750.0034
IMD, %:0.0400.018
Stereo crosstalk, dB:-77.7-85.5


Frequency response



Noise level



Dynamic range



Die Bewertungen im Einzelnen:

Frequency response (from 40 Hz to 15 kHz), dB:+0.03, -0.09Excellent
Noise level, dB (A):-88.5Good
Dynamic range, dB (A):88.3Good
THD, %:0.0034Very good
IMD, %:0.018Very good
Stereo crosstalk, dB:-85.5Excellent


Eine ausführliche Erklärung der in der Messung verwendeten Begriffe findet der Interessierte bei unserer Partner-Site Hard Tecs 4U.

[break=Benchmarks: SiSoft Sandra, Netzwerk]
Auf den folgenden Seiten werden wir uns die Performance unseres heutigen Testkandidaten anschauen. Wie gewohnt sind die Benchmarkergebnisse in unserer Standardkonfiguration in rot dargestellt, blau gekennzeichnet sind die Ergebnisse unter Verwendung der Onboard-Grafik.

Zusätzlich haben wir in den Diagrammen der 3D-Benchmarks einen weiteren blauen Ergebnisbalken integriert, der die Leistung unserer Standardgrafikkarte X1800 XT bei der Verwendung im PCIe x4-Slot wiederspiegelt.

Sandra 2007

  • Hersteller: SiSoftware

  • Webseite: www.sisoftware.co.uk

  • Bereich: Synthetisch

  • Schwerpunkt: Speicher- und Netzwerkbandbreite

  • Referenzen auf Planet 3DNow!: Suche...

  • Referenzen im Forum: Suche...


Sandra CPU Streaming



Sandra FPU Streaming



Keine Auffälligkeiten gibt es bei der SiSoft Sandra-Speicherbandbreite. Lediglich die, dass für Micro-ATX-Mainboards mit integrierter Grafikeinheit typische Verringerung der Bandbreite diesmal auch beim Full-ATX-Mainboard zugeschlagen hat.

Sandra Netzwerkbandbreite



Die Netzwerkbandbreite ist für einen Gigabit-LAN-Anschluss viel zu gering. Schaut man sich jedoch die Ergebnisse der Mainboards mit gleichem Netzwerk-Chip an, so befindet sich das Gigabyte-Board in guter Gesellschaft. Dennoch: Hier gilt es nachzubessern.

Sandra Netzwerklatenz



Die Netzwerklatenz in absoluten Zahlen sieht gut aus. Unter den Mainboards mit RTL8110SC-Chip bedeutet eine Latenz von 168 µs jedoch nur den letzten Platz.

Prozessorlast Netzwerkverkehr



Eine Prozessorlast von 12 Prozent ist ebenfalls verbesserungswürdig.
[break=Benchmarks: Sciencemark, XMPEG, WinRAR]
Sciencemark

  • Hersteller: Dr. Timothy Wilkens & Alex Goodrich

  • Webseite: www.sciencemark.de

  • Bereich: Synthetisch

  • Schwerpunkt: Memory-Controller Performance

  • Referenzen auf Planet 3DNow!: Suche...

  • Referenzen im Forum: Suche...






Im Sciencemark-Test bestätigt sich das Bild der SiSoft Sandra-Speicherbandbreite. Ergebnisse im Mittelfeld.

XMPEG + XviD



Normale Ergebnisse bei XMPEG.

WinRAR

  • Hersteller: Rarsoft

  • Webseite: www.winrar.de

  • Bereich: Anwendungen

  • Schwerpunkt: ALU, Speicherlatenzen

  • Referenzen auf Planet 3DNow!: Suche...

  • Referenzen im Forum: Suche...




Im WinRAR sichert sich das GA-MA69G S3H den dritten Platz bei Verwendung unserer Standardgrafikkarte. Aber auch unter Verwendung der IGP macht das Mainboard eine gute Figur.
[break=Benchmarks: Cinebench, SuperPI]
Cinebench

  • Hersteller: Maxon

  • Webseite: www.maxon.net

  • Bereich: Anwendungen

  • Schwerpunkt: CPU-Performance

  • Referenzen auf Planet 3DNow!: Suche...

  • Referenzen im Forum: Suche...




Im Cinebench, welcher für seine Prozessorlastigkeit bekannt ist, platziert sich das Board sowohl mit X1800XT als auch mit IGP im vorderen Feld.

SuperPI



Auch die Ergebnisse im SuperPI 1M können sich sehen lassen. Zwar sind einige Kandidaten besser, große Unterschiede treten jedoch nicht auf.
[break=Benchmarks: 3DMark 01/03/05/06, PCMark05, Aquamark]
Wie bereits angekündigt, haben wir alle 3D-Benchmarks mit unserer X1800XT sowohl im PCIe x16- als auch im PCIe x4-Slot durchgeführt. Die Benchmarkergebnisse der Karte im x4-Slot sind neben den beiden gewohnten Ergebnisbalken ebenfalls in blau dargestellt.

3DMark01/03/05/06 + PCMark05

  • Hersteller: Futuremark

  • Webseite: www.futuremark.com

  • Bereich: Synthetisch

  • Schwerpunkt: System-Performance

  • Referenzen auf Planet 3DNow!: Suche...

  • Referenzen im Forum: Suche...


3DMark01



Sowohl im x4- als auch im x16-Modus liefert der heutige Testkandidat sehr ordentliche Ergebnisse ab. Interessant ist auch das Ergebnis unter Verwendung der Onboard-Grafik: Das zweite auf dem 690G-basierende Mainboard von MSI wird mit etwa 6 Prozent überflügelt.

3DMark03



Im 3DMark03 schneidet das Mainboard mit X1800XT nicht ganz so gut ab. Hier reicht es nur zu einem Platz im Mittelfeld. Der Unterschied zwischen x4 und x16 ist aber auch hier nicht sonderlich groß.

Die IGP überflügelt den direkten Konkurrenzen vom MSI K9AGM2-FIH abermals recht deutlich

3DMark05



Ähnliches Bild im 3DMark05 und der verwendeten X1800XT: Ergebnisse im Mittelfeld, welche aber keineswegs schlecht sind.

Extrem fällt jedoch der Unterschied der IGP zum direkten Konkurrenten von MSI aus. Die Onboard-Grafik ist über 50 Prozent schneller als die des MSI-Pendants.

3DMark06



Noch größer fällt der Performanceunterschied im 3DMark06 aus. Hier ist Gigabyte um zwei Drittel schneller als das MSI-Mainboard.

Mit X1800XT werden erneut Ergebnisse im Mittelfeld erreicht.

PCMark05



Die Unterschiede im PCMark05 fallen zwar nicht ganz so extrem aus, das Gigabyte GA-MA69G S3H hat jedoch auch hier mit etwa 4 Prozent die Nase gegenüber dem MSI K9AGM2-FIH in puncto IGP vorn.

Aquamark 3

  • Hersteller: Massive Development

  • Webseite: www.aquamark3.com

  • Bereich: Grafik-Performance

  • Schwerpunkt: CPU-, FPU- und Speicher-Performance

  • Referenzen auf Planet 3DNow!: Suche...

  • Referenzen im Forum: Suche...




Im Aquamark 3 überflügelt unser Gigabyte erneut das MSI-Pendant um etwa ein Drittel.

Die Ergebnisse unter Verwendung der X1800XT liegen erneut im Mittelfeld.
[break=Benchmarks: Quake III, Doom3]

Quake III Arena

  • Hersteller: id Software

  • Infoseite: auf Planet 3D Games

  • li
  • Bereich: Gaming

  • Schwerpunkt: Speicher-Performance

  • Referenzen auf Planet 3DNow!: Suche...

  • Referenzen im Forum: Suche...






Ob x4 oder x16 spielt bei Quake 3 kaum einen Unterschied. Beide Ergebnisse liegen Kopf an Kopf mit einem minimalen Unterschied.

Dagegen setzt sich der Xpress 1250 abermals gegenüber dem MSI in Szene. Während in der Auflösung von 640x480 rund 12 Performanceplus zu buche stehen, sind es bei 1024x768 satte 20 Prozent.

Doom 3

  • Hersteller: id Software

  • Infoseite: auf Planet 3D Games

  • Bereich: Gaming

  • Schwerpunkt: Grafik-Performance (Grafikkarten lastig)

  • Referenzen auf Planet 3DNow!: Suche...

  • Referenzen im Forum: Suche...








Die Ergebnisse von der bisherigen 3D-Benchmarks ziehen sich wie ein roter Faden weiter, auch durch Doom3. Während das System mit X1800XT weiterhin Ergebnisse im Mittelfeld liefert, übertrifft die Performance der IGP die des MSI K9AGM2-FIH bei weitem. Je höher die Auflösung, umso größer der Unterschied: Bei 1600x1200 beträgt die Differenz beider Mainboards über 40 Prozent.
[break=Benchmarks: UT2004]

Unreal Tournament 2004

  • Hersteller: Digital Extremes

  • Infoseite: auf Planet 3D Games

  • Bereich: Gaming

  • Schwerpunkt: Grafik-Performance (CPU-Lastig)

  • Referenzen auf Planet 3DNow!: Suche...

  • Referenzen im Forum: Suche...








In Unreal Tournament bekommen wir abermals die bisherigen Ergebnisse bestätigt. Auch hier liegen zum Teil wieder über 40 Prozent zwischen dem Ergebnis von MSI und Gigabyte.


Alles in allem hat sich bei den 3D-Benchmarks gezeigt, dass der Unterschied zwischen PCIe x4 und x16 nur sehr gering ausfällt. In der Praxis wird davon wahrscheinlich nichts zu spüren sein, wenngleich die Unterschiede bei Benchmarkern schon entscheidend sein werden. Durch eben diese geringen Unterschiede kann der User auch beruhigt seine Grafikkarte im unteren PCIe-Slot verbauen und somit im Bedarfsfall flexibler in puncto Kabelführung und Gehäusekonzept sein.

Auffällig an allen durchgeführten 3D-Benchmarks mit der integrierten Grafikeinheit sind die teils gravierenden Unterschiede zur gleichen Onboardlösung beim MSI K9AGM2-FIH. Bis zu 66 Prozent Unterschied konnten wir messen, was eklatante Werte zwischen zwei gleichwertigen Lösungen sind. Die Schwäche haben wir bereits im Review zum K9AGM2-FIH vermutet, heute wurde sie (leider) bestätigt.

Der heutige Test hat zudem bestätigt, dass auch ein korrekt konfigurierter Xpress 1250 nicht an der Onboardlösung eines nForce 430 in Form der GeForce 6150SE vorbei kommt. In fast allen 3D-Benchmarks war die GeForce schneller, wenn auch oft nur einen Hauch.
[break=Benchmarks: HDTach]
HDTach

  • Hersteller: Simplisoftware

  • Webseite: www.simplisoftware.com

  • Bereich: Synthetisch

  • Schwerpunkt: IDE-, SATA-, PCI-Performance

  • Referenzen auf Planet 3DNow!: Suche...

  • Referenzen im Forum: Suche...


IDE-Performance



Die durchschnittliche IDE-Transferrate hält keinerlei Überraschungen für uns bereit.



Bei der Burst-Rate hat auch heute die leichte Schwäche der SB600 zugeschlagen. Alle bisher getesteten Mainboards mit dieser Southbridge liegen über 10 MB/s hinter anderen Lösungen. Unser heutiger Kandidat schlägt sich dennoch wacker und erkämpft Platz 1 und 3 unter den SB600-Mainboards.



Mit zwei Prozent fällt die CPU-Last erfreulich gering aus.

SATA-Performance



Top-Ergebnisse bei der durchschnittlichen SATA-Transferrate.



In Sachen SATA-Burst bleiben nur die letzten beiden Plätze für unseren heutigen Kandidaten. Die Ergebnisunterschiede fallen hier jedoch denkbar knapp aus.



Die CPU-Last von 4 Prozent liegt zwar noch im Rahmen, wir haben jedoch bereits bessere Ergebnisse verzeichnen können.

PCI-Performance



Die Bandbreite des PCI-Bus fällt bei SB600-basierten Mainboards generell etwas niedriger als bei anderen Chipsätze aus. Beim heutigen Testkandidaten fehlen aber noch weitere 7 MB/s, was den Rückstand zu anderen Lösungen ausdehnt. Dadurch fehlen dem GA-MA69G S3H bis zum ersten Nicht-SB600-Mainboard bereits satte 20 MB/s.

Hier sollte Gigabyte nach Möglichkeit mit Hilfe eines BIOS-Updates versuchen, wenigstens auf Höhe der anderen Mainboards mit SB600 zu kommen.



Die CPU-Last bei Datentransfer über den PCI-Bus fällt erfreulich niedrig aus. Besonders der neue Spitzenwert von einem Prozent CPU-Last fällt ins Auge.

Auch heute konnten wir wieder beobachten, dass die Prozessorlast bei PCI-Datentransfer unter Verwendung der IGP geringer ausfällt als bei Verwendung einer externen Grafikkarte.

USB-Performance





Die Leistungsdaten der USB-Schnittstelle liegen allesamt im mittleren Bereich.
[break=Leistungsaufnahme]

Wenden wir uns nun der Leistungsaufnahme unseres Testsystems zu. Zuerst führen wir einen 3DMark06-Durchlauf durch und messen dabei den durchschnittlichen Stromverbrauch des Systems (ohne Monitor sowie IDE-Raid).



Zwar markiert das Gigabyte GA-MA69G S3H keine neuen Bestwerte, es reiht sich jedoch im vorderen Feld ein.

Für die nachfolgenden Tests wird zusätzlich unsere X1800XT gegen eine PCI-Grafikkarte getauscht.



Platz 2 für unser Testsample unter 2D-Last.



Während des S3-StandBy genehmigt sich unser System 6 Watt aus der Steckdose. Kein Spitzenwert, aber ok.





Jeweils Platz 2 im Idle für das Gigabyte-Board. Die im letzten Test erzielten Spitzenwerte sind jedoch unerreichbar.



Die Leistungsaufnahme bei heruntergefahrenem PC liegt wieder auf Spitzenniveau.
[break=Erkenntnisse]

AspektErgebnis
KondensatorenherstellerNichicon
spezifizierte Kondensatorentemperatur105 Grad
funktioniert S3ja
funktioniert S1ja
funktioniert S1 & S3nicht einstellbar
funktioniert Ruhezustandja
Bootmanager vorhandenja
PCIe x16 anders nutzbar (getestet mit Broadcom NetXtreme PCIe x1)ja
PCIe x4 anders nutzbar (getestet mit Broadcom NetXtreme PCIe x1)ja
funktioniert Wake-On-LAN (Realtek RTL8110SC)ja
Produktseitewww.Gigabyte.com.tw
Preisab ca. 63 Euro


Overclocking

Auch heute haben wir uns wieder kurz mit dem Thema Overclocking beschäftigt. Dabei stießen wir anfangs auf ein kleines Problem.

Um den maximal erreichbaren Referenztakt auszuloten, verringern wir im BIOS den Multiplikator unseres Prozessors. Anschließend wird dann aus dem BIOS heraus der höchstmögliche HTT ermittelt. Auf beim heutigen Testkandidaten wollten wir so vorgehen, konnten es aber anfangs nicht.

Der zuerst gewählte Multiplikator von 7 wurde nicht übernommen, statt dessen fanden wir uns erneut mit dem Standardmulti von 10 im Windows wieder. Nach einigen Tests fanden wir heraus, dass Multi 5 und 6 sowie 9 und 10 problemlos funktionierten. Multi 7 und 8 wurden hingegen nicht ordnungsgemäß übernommen. Nachdem wir diese Erkenntnis erlangt hatten, versuchten wir unser Glück mit Multiplikator 5.



300 MHz Referenztakt waren aus dem BIOS heraus problemlos möglich - ohne Erhöhung von irgendwelchen Spannungen. Interessant dabei dürfte jedoch der Takt des HT-Links sein. Unser Sample machte anstandslos einen HT-Link von 1.500 MHz mit.



Nachdem wir den HT-Multiplikator auf 3 verringert haben, markierte ein Referenztakt von 320 MHz das Ende der Fahnenstange. Da es sich beim GA-MA69G S3H bereits um das 3. Mainboard handelt, was mit unserer Referenzhardware bei exakt 320 MHz sein Limit findet, vermuten wir hier eine Limitierung seitens des Prozessors.

CrossFire

Wie bereits beim Layout erwähnt, verbaut Gigabyte zusätzlich zum PCIe x16-Slot einen PCIe x4-Slot, welcher nach hinten offen ist und somit eine weitere Grafikkarte aufnehmen kann. Natürlich waren wir neugierig, wie es um die Performance steht, wenn ein CrossFire-Verbund mit 16+4 Lanes betrieben wird. Aus diesem Grund haben wir zwei Asus EAX1600 Pro verbaut, Windows gebootet und anschließend im Treibermenü CrossFire aktiviert.



Leider blieb auch nach Aktivierung die Performance auf dem Niveau einer einzelnen im PCIe x16-Slot verbauten Grafikkarte. Nach einigen weiteren Tests mussten wir unverrichteter Dinge aufgeben. Den Grund für das Problem kennen wir leider nicht. Der Sachverhalt wurde Gigabyte geschildert, wo man sich anschließend auf Fehlersuche begab. Leider wurde man bisher nicht fündig.

IRQ



Zwar gab es bei unserem Testsample mehrere IRQs, die durch jeweils zwei Geräte genutzt werden, im gesamten Testzeitraum gab es dadurch jedoch keinerlei Komplikationen.
[break=Fazit]


AMD 690G - Klappe - die Zweite! So oder so ähnlich könnte man den heutigen Test beschreiben. Nachdem der Test des MSI K9AGM2-FIH doch einige Zweifel in Bezug auf den AMD 690G hinterlassen hat, konnten wir heute mit Hilfe des Gigabyte GA-MA69G S3H etwas Licht ins Dunkel bringen.

Das Konzept des getesteten Mainboards weiß zu gefallen. Full ATX mit Onboard-Grafik, CrossFire-Fähigkeit und eine rundum gelungene Ausstattung lassen das Testerherz höher schlagen. Doch auch hier ist nicht alles Gold, was glänzt: Der Teufel liegt im Detail.

Positiv ist die Nutzung eines zusätzlichen PCIe x4-Slots, welcher nach hinten offen ist. Somit hat der User die Möglichkeit, eine einzelne Grafikkarte entweder im x16-Slot oder im weiter unten verbauten x4-Slot zu nutzen. Somit ist man flexibler in seinem Gehäusekonzept und auch bei der Kabelführung. HighEnd-User sind dank der beiden Platzierungsmöglichkeiten für Grafikkarten sogar in der Lage, ein CrossFire-Verbund aufzubauen. Leider funktionierte das in unserem Testsystem nicht. Zwar wurden beide Grafikkarten vom Typ X1600Pro erkannt und CrossFire ließ sich im Treibermenü aktivieren, die Performance blieb jedoch gleich wie die einer einzelnen Karte im PCIe x16-Slot. Gigabyte hat sich der Fehlersuche zwar angenommen, bis heute jedoch noch keine Ursache ergründen können.

Als nächster Punkt sei die ungenügende Netzwerkperformance angemerkt. Für einen Gigabit-LAN-Anschluss sind die gelieferten 47 MB/s an Transferrate viel zu niedrig. Zwar ist die Latenz auf gutem Niveau, die CPU-Last ist dagegen mit 12 Prozent deutlich zu hoch. Auch, wenn die Ergebnisse im Vergleich zu anderen Mainboards mit verbautem RTL8110SC durchaus normal erscheinen, so sind sie für Gigabit-Ethernet eindeutig zu schwach.

Die Bandbreite des PCI-Busses lässt ebenfalls zu wünschen übrig. Die Bandbreite liegt durch die Verwendung der SB600 ohnehin auf einem etwas niedrigeren Niveau, beim Gigabyte GA-MA69G S3H fehlen aber weitere 7 MB/s. Somit fehlen dem Mainboard zum Ergebnis des ersten Nicht-SB600-Mainboards bereits 20 MB/s. Hier sollte Gigabyte nach Möglichkeit durch ein BIOS-Update nachbessern.

Die restlichen Tests absolvierte das Mainboard souverän und leistete sich keine weiteren Schwächen. Die Stabilität stimmt und auch für Übertakter ist ausreichend Spielraum vorhanden. Die Benchmarkergebnisse liegen bis auf die genannten Ausnahmen durchweg auf gutem beziehungsweise sehr gutem Niveau und auch die Leistungsaufnahme macht einen positiven Eindruck.

Auch die Performance der Onboard-Grafik liegt auf einem guten Niveau. Zwar sind Titel wie Doom3 oder UT2004 wie bei allen Onboardlösungen nahezu unspielbar, die Leistung liegt jedoch deutlich über der Performance der IGP des MSI K9AGM2-FIH. Teilweise liegen über 40 Prozent zwischen beiden Kandidaten, im extremsten Fall sogar satte 66 Prozent. Bei ein und der selben IGP sind das eklatante Unterschiede. Somit können wir Gigabyte in Bezug auf die IGP-Performance bescheinigen, dass hier die Hausaufgaben gemacht wurden.

Sollte Gigabyte die drei genannten Probleme (CrossFire, LAN- und PCI-Bandbreite) durch ein BIOS- und/oder Treiberupdate beheben können, so ist das Mainboard uneingeschränkt zu empfehlen. Zum jetzigen Zeitpunkt aber muss jeder User für sich selbst entscheiden, ob er mit den festgestellten Mankos leben kann oder nicht.

Das fanden wir gut :)

  • gutes Gesamtkonzept

  • gute 3D-Performance der Onboard-Grafik (im Vergleich zum bisher getesteten Xpress 1250)

  • umfangreiche Einstellmöglichkeiten im BIOS

  • sehr gute Übertaktungsergebnisse



Das fanden wir nicht so gut :(

  • nicht funktionierendes CrossFire (Ursachenforschung durch Gigabyte)

  • ungenügende Netzwerkbandbreite

  • ungenügende PCI-Bandbreite



...weitere Artikel
...diesen Artikel im Forum diskutieren