In den letzten Mainboard-Reviews haben wir uns bereits zwei Mainboards mit AMDs 690G angeschaut. Dieser Chipsatz hat noch einen kleinen Bruder - den 690V. Mit ein paar weniger Features ausgestattet (unter anderem kein HDMI sowie ein schwächerer Grafikchip) findet sich der Chipsatz vor allem auf Micro-ATX-Mainboards wieder.

Foxconn stellte uns mit dem A690VM2MA-RS2H (so der komplette Name) ein Micro-ATX-Mainboard zur Verfügung, welches auf dem besagten 690V basiert.

Im heutigen Artikel wollen wir uns anschauen, wie sich der kleine Bruder des 690G im Alltag schlägt.

Viel Spaß beim Lesen!
[break=Testsystem und Testaufbau]
Testsystem

Die Referenzhardware auf einen Blick:


  • AMD Athlon64 X2 4000+
  • 2 x 512 MB Corsair XMS2 8500 (5-5-5-15 1T)
  • SAPPHIRE X1800 XT
  • Maxtor 6E040L0 IDE (40 GB, 7.200 u/min)
  • Maxtor 6Y080M0 SATA (80 GB, 7.200 u/min)
  • Hitachi 7K250 SATA (80 GB, 7.200 u/min, über USB angeschlossen)
  • 2 x Maxtor 4D080H4 IDE (80 GB, 5.400 u/min)
  • STLab PCI RaidController mit SiliconImage 0680Av
  • S3 Trio64V PCI-Grafikkarte
  • bequiet Dark Power Pro 530 Watt
  • Chieftec Mesh CH-01 Midi-Tower


Nach dem Einbau des Mainboards installieren wir Windows XP Professional mit Service Pack 2, DirectX 9.0c Dezemberupdate 2005 sowie Catalyst 6.4. Für den AMD 690V sowie die Onboardkomponenten kommen die aktuellsten, downloadbaren Treiber der Foxconn-Homepage zum Einsatz.

Verwendete Software

In der folgenden Tabelle sind die Anwendungen aufgeführt, die bei uns zum Einsatz kommen.



verwendete Software/TreiberVersion/Bemerkungen
Windows XP Professional32 Bit, Service Pack 2
DirectX9.0c, Dezemberupdate 2005
GrafikkartentreiberCatalyst 6.4 + Control Center
ProzessortreiberVersion 1.3.2.16
SiSoft Sandra2007 lite SP1
Sciencemark232 Bit
XMPEG5.03
Xvid1.0.3
WinRar3.60 Beta 6
Cinebench2003
3DMark01Build 3.3.0, ohne Feature Tests
3DMark033.6.0 Professional Edition, ohne Feature Tests
3DMark051.2.0 Advanced Edition, ohne Feature Tests
3DMark061.0.2 Advanced Edition, ohne Feature Tests
PCMark051.1.0 Advanced Edition
Aquamark31024x768x32
Quake3640x480x16, Low Details
Quake31024x768x16, High Details
UT20041024x768x32, High Details
UT20041280x1024x32, High Details
UT20041600x1200x32, High Details
Doom3 Demo1024x768x32, Ultra Details
Doom3 Demo1280x1024x32, Ultra Details
Doom3 Demo1600x1200x32, Ultra Details
SuperPI1M, Mod 1.4
HDTach3.0.1.0
Rightmark Audio Analyzer5.3


Das Betriebssystem wird bei jedem Mainboard frisch installiert. So können wir sicherstellen, dass alle Testkandidaten beim gleichen Stand beginnen. Nach der Windows- und Softwareinstallation werden die Festplatten defragmentiert, die Auslagerungsdatei auf 512 MB festgesetzt und alle unnötigen Einträge aus dem automatischen Systemstart gelöscht.
[break=Lieferumfang]


In der Verpackung finden wir neben unserem Testsample noch folgendes Zubehör:

  • 1x Schnellinstallationsanleitung
  • 1x Treiber-CD
  • 1x I/O-Blende
  • 1x SATA-Kabel
  • 1x SATA Stromadapter
  • 1x Floppy-Kabel
  • 1x IDE-Kabel


Foxconn verzichtet komplett auf die Beigabe eines Handbuches. Auch auf der Foxconn-Homepage wird man leider nicht fündig, hier kann man nur die bereits beiliegende Schnellinstallationsanleitung in PDF-Form herunterladen.
[break=Spezifikationen]
Prozessor
  • Sockel AM2
  • unterstützt AMD Athlon 64, Athlon 64 X2, Athlon 64 FX und Sempron
  • unterstützt Cool´n´Quiet

Chipsatz
  • Northbridge AMD 690V
  • Southbridge AMD SB600

Speicher
  • 4x 240 Pin DDR2-Speicherslots (maximal 8 GB)
  • 128 Bit Dual Channel-Architektur
  • unterstützt DDR2 400/533/667/800 DIMMs

VGA
  • integrierter Xpress 1200 Grafikchip

PCI/PCIe Slots
  • ein PCIe x16-Steckplatz
  • ein PCIe x1-Steckplatz
  • zwei PCI-Steckplätze

Serial ATA
  • 4x SATA 300 Mbyte/s
  • unterstützt Raid 0/1/0+1/JBOD

IDE
  • ein IDE-Anschluss
  • bis zu 2 Geräte mit UDMA 133/100/66/33

IEEE 1394
  • kein Firewire

Netzwerkadapter
  • Realtek RTL8100C
  • über PCI angebunden
  • unterstützt 10/100 Mbit/s
  • unterstützt Wake-On-LAN

Audio
  • Realtek 5.1 High Definition Audio CODEC (ALC883)

Lüfteranschlüsse
  • 1x CPU-Lüfter (4-polig)
  • 1x Gehäuselüfter (4-polig)
  • beide Anschlüsse steuerbar (auch mit 3-poligen Lüftern)

Interne I/O-Anschlüsse
  • 1x PCIe x16
  • 1x PCIe x1
  • 2x PCI
  • 1x Floppy
  • 4x SATA
  • 1x IDE
  • 3x USB 2.0 pinheader (für 6 Ports)
  • 1x Front Audio pinheader
  • 1x CDIn
  • 1x SPDIF out
  • 1x TV Anschluss
  • 1x Infrarot-Header
  • 1x COM

Backpanel-Anschlüsse
  • 1x PS/2 Tastaturanschluss
  • 1x PS/2 Mausanschluss
  • 1x LPT-Port
  • 1x Audio (3 Anschlüsse)
  • 1x RJ-45 LAN
  • 4x USB 2.0
  • 1x VGA

Formfaktor
  • Micro-ATX 244 x 244mm

RoHS*
  • RoHS-konform


*RoHS steht für "Restriction of the use of certain Hazardous Substances in electrical and electronic equipment". Diese Direktive verhindert innerhalb der EU den Einsatz von neuer elektrischer und elektronischer Hardware, welche über erhöhte Mengen an Chrom, Blei, Kadmium, Quecksilber, PBB und PBDE verfügen. Die RoHS-Direktive ist am 01.07.2006 in Kraft getreten.
[break=Layout]
Als nächstes steht ein Blick auf das Layout unseres heutigen Testkandidaten auf dem Plan.



Der Blick auf das Gesamt-Layout hält keine besonderen Überraschungen bereit. Board und Komponenten sind in dezenten Farben gehalten.



Beim Einsatz einer Grafikkarte mit DualSlot-Kühler geht die Möglichkeit zur Nutzung des oberen der beiden PCI-Slots verloren.



In der unteren rechten Ecke des Mainboards befindet sich die Southbridge mit einem flachen Passivkühler. Dieser ist so flach, dass PCBs von langen Grafikkarten problemlos darüber hinweg passen.

Zusätzlich sind die vier verbauten SATA-Ports, die Frontpanel-Anschlüsse sowie die USB-Header zu sehen.



Foxconn verbaut vier Speicherslots, sodass bis zu 8 Gigabyte DDR2-Speicher eingesetzt werden kann.



Zwischen Prozessorsockel und I/O-Panel sind der Anschluss des Prozessorlüfters (4 Pin PWM), der Taktgenerator sowie die Pfostenstecker für einen optionalen COM-Port positioniert.

Auf der Foxconn-Homepage ist von zwei optionalen COM-Ports die Rede, verbaut sind jedoch nur Pfostenstecker für einen Port. Die daneben befindlichen Kontakte für einen zweiten Port sind ungenutzt.
[break=Layout - Fortsetzung]


Für den Netzwerkverkehr wird ein Realtek RTL8100C verbaut. Dieser Chip ist per PCI angebunden, bietet eine Geschwindigkeit von 10/100 Mbit/s und unterstützt Wake-On-LAN.

Die wesentlich bessere Variante wäre hier ein per PCIe angebundener Gigabit-Ethernet-Chip.

Zudem sieht man über dem PCIe x1-Erweiterungsslot den verbauten Taktgenerator vom Typ ICS951464.



Die zwischen CPU-Sockel und I/O-Blende verbauten Kondensatoren sind allesamt von hoher Bauart und behindern unter Umständen die Montage von großvolumigen Kühlern. Die spezifizierte Temperatur der Kondensatoren liegt durchweg bei 105 Grad.



Das PCB von langen PCIe x1-Erweiterungskarten passt ganz knapp am Chipsatzkühler vorbei. Allerdings hat man dann keinen Spielraum mehr, weshalb der Betrieb einer langen Steckkarte mit PCIe x1-Interface mit einem unguten Gefühl behaftet ist.



Noch ein Blick auf das Profil des Chipsatzkühlers.



Zu guter Letzt der obligatorische Blick auf das I/O-Panel. USB, Sound, LAN, P/S2 und LPT sind auf dem Panel zu finden - ebenso, wie der VGA-Ausgang.

Leider verbaut Foxconn kein DVI-Port, welcher bekanntlich mit einem passenden Bildschirm für eine bessere Bildqualität sorgen kann. Da dem Mainboard auch keine zusätzliche DVI-Erweiterungskarte beliegt (wie zum Beispiel dem ASRock ALiveNF6G-DVI), kann der User ohne zusätzliche Grafikkarte kein DVI nutzen. Schade.
[break=BIOS]
Werfen wir nun einen Blick ins BIOS.



Beim Anblick des Eingangsbildschirmes ist man geneigt zu denken, dass es sich um ein Award-BIOS handelt. Dies ist jedoch nicht der Fall. Foxconn setzt auf ein AMI-BIOS, welches in Award-Optik daherkommt.



Unter IDE Configuration - einem Untermenü der Standard CMOS Features - werden die angeschlossenen Laufwerke angezeigt. SATA wird an dieser Stelle einmal mehr als IDE erkannt.



Im Central Control Unit-Menü findet man zwei weitere Untermenüs vor. Zudem werden ein paar Angaben zu den derzeit verwendeten Taktraten eingeblendet. Folgt man dem Punkt Clock Generator Settings, bekommt man in der nächsten Menüebene die Optionen für den Referenz- sowie PCIe-Takt angezeigt. Der Referenztakt lässt sich dort zwischen 200 und 500 MHz einstellen.

Folgt man dem Eintrag Foxconn Feature, so bekommt man die Möglichkeit, Speicher- sowie Chipsatzspannung einzustellen. Beide Werte lassen sich um bis zu 0,6 Volt erhöhen, Verringerungen sind nicht möglich.



In den Advanced BIOS Features findet der User ein Untermenü mit dem Titel CPU Configuration vor. Dieser Titel ist etwas irreführend, lässt sich in diesem Menü doch nichts einstellen. Vielmehr werden einige Prozessorinformationen angezeigt.



Geht man im Hauptmenü in die Advanced Chipset Features, so findet man eine weitere Ebene mit dem Titel AMD 690G/690V Configuration vor. Der Titel deutet darauf hin, dass dieses BIOS unter Umständen auch für ein 690G basiertes Mainboard genutzt wird/werden könnte.



Geht man eine Ebene tiefer, bekommt man alle Einstellmöglichkeiten für die Onboard-Grafik geboten.

Interessant ist die Option zum Verstellen des IGP-Taktes. Hier kann Sync oder Async gewählt werden. Nutzt man Async, kann man die Taktraten 133, 166, 200, 266, 300, 333, 400, 533 sowie 633 MHz nutzen.



Die Einstellmöglichkeiten für die PCIe-Grafikkarte findet der User hier.
[break=BIOS - Fortsetzung]




Dem versierten User werden sehr umfangreiche Einstellungen der Speichertimings sowie des Speichertaktes geboten. Zu finden sind die Optionen unter Advanced Chipset Features, Northbridge Configuration, Memory Configuration.

Insgesamt werden dem Nutzer satte 3 Bildschirmseiten mit Einstellmöglichkeiten präsentiert. Außerdem werden die aktuell genutzten Werte angezeigt, was die Konfiguration sehr einfach macht.

Im Gegensatz zu so manch anderem Board werden alle in diesem Menü getätigten Einstellungen korrekt übernommen.



In den Integrated Periphals lässt sich AHCI aktivieren. An dieser Stelle ist jedoch Vorsicht geboten.

Wie auf dem Foto zu sehen, heißt die Option zur Aktivierung von AHCI explizit IDE->AHCI. Das bedeutete in der Praxis, dass eine nachträgliche Aktivierung (nach einer erfolgten Windowsinstallation) nicht mehr möglich war. Obwohl das Betriebssystem in unserem PC auf einer IDE-Festplatte liegt, konnte es später bei aktiviertem AHCI nicht geladen werden.

Bei Nutzung der Einstellung IDE->AHCI musste selbst bei Verwendung einer IDE-Platte Windows unter Einbindung des entsprechenden Treibers installiert werden.



In den Onboard Devices lassen sich alle Onboard-Komponenten aktivieren bzw. deaktivieren.



Traditionell ist das Power Management Setup die Anlaufstelle für Power On, StandBy und Power Down des PCs.



Das PC Health Status-Menü bietet einen Überblick über Temperaturen und Spannungen sowie zwei Einstellmöglichkeiten zur Lüftersteuerung, welche in unserem Fall problemlos funktioniert haben.

Beide auf dem Mainboard verbaute Lüfteranschlüsse sind vierpolig. Dennoch ließen sich auch Lüfter mit dreipoligem Stecker regeln.


Wer aufmerksam mitgelesen hat, dem wird aufgefallen sein, dass es im BIOS des A690VM2MA keine Option für die Veränderung des HT-Links, des Prozessormultiplikators sowie für Cool´n´Quiet gibt. Ebenso fehlen Einstellmöglichkeiten für die Verringerung der Prozessorspannung. Der ansonsten positive Gesamteindruck leidet daher etwas.

Wir haben dieses kleine Manko bereits Foxconn geschildert. Vielleicht lässt sich an dieser Stelle noch etwas mittels BIOS-Update verbessern. Zumindest würde sich dann ein rundes Bild ergeben.
[break=Stabilitätstests]
Jedes Mainboard muss umfangreiche Stabilitätstests durchlaufen. Nur so können wir sicher sein, dass der jeweilige Kandidat auch im realen Leben alle Anforderungen bewältigt. Wir achten bei den Tests darauf, dass so viele Komponenten wie möglich belastet werden. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die wichtigsten Stabilitätstests.

StabilitätstestVersion/Bemerkungen
Orthos (SP2004)2 Instanzen, ca. 8 Stunden über Nacht
3DMark03 im LoopDemo-Loop ca. 4 Stunden mit Sound
großes Archiv von SATA zu IDEverschieben mit anschließender CRC-Prüfung
großes Archiv von IDE zu PCI-Raidverschieben mit anschließender CRC-Prüfung
großes Archiv von PCI-Raid zu SATAverschieben mit anschließender CRC-Prüfung
großes Archiv von SATA zu USBverschieben mit anschließender CRC-Prüfung
großes Archiv von USB zu SATAverschieben mit anschließender CRC-Prüfung


Orthos setzt auf das allseits bekannte Prime95. Hier werden Arbeitsspeicher und Ram starken Belastungen ausgesetzt. Da wir den Programminstanzen nicht explizit einen Kern zuordnen, erhöhen wir den Schwierigkeitsgrad für unsere Hardware. Hard- und Software müssen die Verteilung selbst koordinieren und eventuelle Fehler werden gnadenlos aufgedeckt.

3DMark03 lassen wir etwa 4 Stunden im Demo-Loop laufen. Das belastet hauptsächlich die Grafikkarte, jedoch haben CPU und Ram ebenfalls jede Menge zu tun. Zusätzlich wird die Soundausgabe aktiviert, was den onboard verbauten Soundchip belastet. Insgesamt ist dieser Test der kritischste für das Gesamtsystem, da die meisten Komponenten gleichzeitig belastet werden.

Das Kopieren von Rar-Archiven soll möglichen Datenverlust zwischen den beteiligten Controllern aufdecken. Dazu wird ein etwa 4 Gigabyte großes Rar-Archiv von SATA über IDE zum PCI-Raidverbund verschoben und zwischendurch immer wieder überprüft. Zum Schluss wird der Weg umgekehrt vollzogen. Treten bei der CRC-Prüfung keine Fehler auf, gilt der Test als bestanden.

Ähnlich verhält es sich auch beim Verschieben eines Archivs von SATA zu USB. Hier ist das Archiv jedoch etwas kleiner, mit über 100 MB aber noch immer stattlich. Der Weg führt von SATA zu USB und wieder zurück.

Stabilität bei unseren Testkandidaten

Unsere hohen Anforderungen wurden vom Foxconn-Mainboard problemlos gemeistert. Während des gesamten Testzeitraumes kam es zu keinem Absturz.
[break=Cool´n´Quiet]


Das Foxconn A690VM2MA schummelt etwas beim Takt. 0,9 MHz mehr Referenztakt bedeuten im Ergebnis 9 MHz mehr Prozessortakt.

Die Prozessorspannung liegt hingegen sehr nah an der Vorgabe von 1,35 Volt.



Da es im BIOS keine Option für Cool´n´Quiet gibt, waren wir natürlich gespannt, ob sich unser Prozessor überhaupt zum Heruntertakten überreden lässt.

Nach der Installation des Prozessortreibers sowie der Einstellung des Energieschemas minimaler Stromverbrauch taktete sich unsere CPU erfreulicherweise korrekt herab. Zwar liegt der Referenztakt auch im idle einen Tick zu hoch, die Prozessorspannung ist hingegen nahezu perfekt.

Dadurch ist klar, dass Foxconn die BIOS-Option für Cool´n´Quiet zwar nicht zugänglich macht, Cool´n´Quiet jedoch stets aktiviert ist.
[break=Onboard Sound Signal]
Werfen wir nun einen Blick auf die Soundqualität des Onboardsounds.

Gerade die vom Mainboardhersteller verwendeten Bauteile sind nicht selten für eine gute oder auch schlechte Signalqualität verantwortlich. Des Öfteren kommen billigere Digital-Analog Wandler zum Einsatz. Auch der verwendete Treiber spielt eine nicht unerhebliche Rolle.

Wir haben unser Testsample mit Hilfe des RightMark Audio Analyzer überprüft. Die Ergebnisse lassen allerdings nur ein Fazit in Bezug auf die Signalqualitäten der Onboard Sounds zu - weitere Features wie 5.1 Sound, EAX etc. sind nicht Gegenstand dieser Prüfung.

Als Referenz dient uns auch heute wieder die Sound-Lösung des EPoX EP-8RDA+. Die NVIDIA APU der MCP-T Southbridge zählt zu den qualitativ hochwertigeren Onboard-Lösungen.

TestNVIDIA(R) nForce(TM) AudioRealtek HD Audio output
Frequency response (from 40 Hz to 15 kHz), dB:+0.30, -0.78+0.25, -0.32
Noise level, dB (A):-80.6-87.5
Dynamic range, dB (A):80.187.3
THD, %:0.00750.015
IMD, %:0.0400.024
Stereo crosstalk, dB:-77.7-87.2


Frequency response



Noise level



Dynamic range



Die Bewertungen im Einzelnen:

Frequency response (from 40 Hz to 15 kHz), dB:+0.25, -0.32Good
Noise level, dB (A):-87.4Good
Dynamic range, dB (A):87.5Good
THD, %:0.015Good
IMD, %:0.024Good
Stereo crosstalk, dB:-87.2Excellent


Die Soundqualität des Foxconn A690VM2MA ist durchweg als gut einzustufen. Zwar könnte man es noch besser machen, bei den gezeigten Ergebnissen gibt es jedoch nichts zu meckern.

Eine ausführliche Erklärung der in der Messung verwendeten Begriffe findet der Interessierte bei unserer Partner-Site Hard Tecs 4U.
[break=Benchmarks: SiSoft Sandra, Netzwerk]
Auf den nun folgenden Seiten beschäftigen wir uns mit der Performance des heutigen Testkandidaten - dem Foxconn A690VM2MA.

Die in den Diagrammen rot markierte Balken stellen die Ergebnisse unter Verwendung unserer Referenzgrafikkarte X1800XT dar. Blau steht für die Ergebnisse, die unter Nutzung der Onboard-Grafik Xpress X1200 erreicht wurden.

Sandra 2007
  • Hersteller: SiSoftware
  • Webseite: www.sisoftware.co.uk
  • Bereich: Synthetisch
  • Schwerpunkt: Speicher- und Netzwerkbandbreite
  • Referenzen auf Planet 3DNow!: Suche...
  • Referenzen im Forum: Suche...

Sandra CPU Streaming



Sandra FPU Streaming



In Normalkonfiguration platziert sich unser Sample im Mittelfeld. Bei Aktivierung der bandbreitenabhängigen Onboard-Grafik erzielt das Foxconn hingegen sehr gute Ergebnisse und muss sich nur dem MSI K9AGM2-FIH geschlagen geben.

Sandra Netzwerkbandbreite



Erstmals können wir ein Ergebnis von 11 MB/s bei einem Fast Ethernet-Chip verzeichnen.

Sandra Netzwerklatenz



Zwar könnte die Netzwerklatenz besser sein, sie liegt jedoch auf einem akzeptablen Niveau.

Prozessorlast Netzwerkverkehr



Auch hier hätten wir uns ein etwas besseres Ergebnis gewünscht, 10,5 % Prozessorlast bei Netzwerkverkehr bedeuten aber immerhin einen Platz im Mittelfeld.
[break=Benchmarks: Sciencemark, XMPEG, WinRAR]
Sciencemark
  • Hersteller: Dr. Timothy Wilkens & Alex Goodrich
  • Webseite: www.sciencemark.de
  • Bereich: Synthetisch
  • Schwerpunkt: Memory-Controller Performance
  • Referenzen auf Planet 3DNow!: Suche...
  • Referenzen im Forum: Suche...



Die Ergebnisse des SiSoft Sandra-Speicherbandbreitentests bestätigen sich im Sciencemark-Bandbreitentest.



Gleiches gilt für die Speicherlatenz: In Normalkonfiguration im Mittelfeld angesiedelt, unter den IGPs ganz vorn dabei.

XMPEG + XviD



Auch bei XMPEG können wir gute Ergebnisse verzeichnen.

WinRAR
  • Hersteller: Rarsoft
  • Webseite: www.winrar.de
  • Bereich: Anwendungen
  • Schwerpunkt: ALU, Speicherlatenzen
  • Referenzen auf Planet 3DNow!: Suche...
  • Referenzen im Forum: Suche...



Das Bild bestätigt sich abermals beim speicherintensiven WinRAR.
[break=Benchmarks: Cinebench, SuperPI]
Cinebench
  • Hersteller: Maxon
  • Webseite: www.maxon.net
  • Bereich: Anwendungen
  • Schwerpunkt: CPU-Performance
  • Referenzen auf Planet 3DNow!: Suche...
  • Referenzen im Forum: Suche...



Beim prozessorlastigen Cinebench siegt unser Sample von Foxconn auf ganzer Linie. In beiden Konfigurationen lässt es alle bisherigen Kandidaten hinter sich.

SuperPI



SuperPI liefert ebenfalls hervorragende Ergebnisse.
[break=Benchmarks: 3DMark 01/03/05/06, PCMark05, Aquamark]
3DMark01/03/05/06 + PCMark05

3DMark01



Im 3DMark01 gibt es einen neuen Spitzenwert zu verzeichnen.

Interessant ist auch der Blick auf das Ergebnis mit IGP: Zwar reicht es nicht zu Platz 1 unter den Onboard-Chips, der 690G-Konkurrent aus dem Hause MSI mit Namen K9AGM2-FIH wird jedoch deutlich überflügelt.

3DMark03



In diesem Test mausert sich der Xpress 1200 sogar zur schnellsten Onboard-Grafik.

3DMark05



Gleiches Bild auch im 3DMark05.

3DMark06



Und weil es uns so gut gefiel, noch einmal das selbe Spiel.

PCMark05



Die Ergebnisse im PCMark zeigen erneut das gleiche Bild.

Aquamark 3
  • Hersteller: Massive Development
  • Webseite: www.aquamark3.com
  • Bereich: Grafik-Performance

  • Schwerpunkt: CPU-, FPU- und Speicher-Performance
  • Referenzen auf Planet 3DNow!: Suche...
  • Referenzen im Forum: Suche...



Aquamark verhält sich ähnlich wie 3DMark01. Nicht überraschend, dass es auch in diesem Test einen neuen Spitzenwert gibt - sowohl in Normalkonfiguration als auch unter den IGPs.
[break=Benchmarks: Quake III, Doom3]
Quake III Arena





Nicht ganz so gut läuft es für die Onboard-Grafik im Quake3-Benchmark. Der Rückstand zur IGP des ASRock ALiveNF6G-VSTA ist in der Auflösung von 640x480 sehr deutlich, dennoch bedeutet das Ergebnis Platz zwei unter den IGPs. Bei einer Auflösung von 1024x768 platziert sich der Xpress 1200 "nur" auf dem 3. Rang bei den integrierten Grafik-Lösungen.

Insgesamt aber gute Ergebnisse für den kleinen Bruder des 690G.

Doom 3
  • Hersteller: id Software
  • Infoseite: auf Planet 3D Games
  • Bereich: Gaming
  • Schwerpunkt: Grafik-Performance (Grafikkarten lastig)
  • Referenzen auf Planet 3DNow!: Suche...
  • Referenzen im Forum: Suche...







Bei Doom3 findet der Xpress 1200 zu "alter" Stärke zurück und platziert sich jeweils hinter der IGP vom ASRock ALiveNF6G-VSTA auf Rang 2 (mit jeweils einem denkbar knappen Rückstand).
[break=Benchmarks: UT2004]
Unreal Tournament 2004
  • Hersteller: Digital Extremes
  • Infoseite: auf Planet 3D Games
  • Bereich: Gaming
  • Schwerpunkt: Grafik-Performance (CPU-Lastig)
  • Referenzen auf Planet 3DNow!: Suche...
  • Referenzen im Forum: Suche...







Als Abschluss der 3D-Benchmarks kommt Unreal Tournament 2004 zum Einsatz. Auch hier platziert sich die IGP des A690VM2MA im schlechtesten Fall auf Platz 2 unter den Onboard-Lösungen.

Insgesamt können wir dem Mainboard eine hervorragende 3D-Performance bescheinigen - allen voran unter Verwendung der IGP. Zwar kommt der Xpress 1200 bei weitem nicht an die Leistung einer zusätzlichen Grafikkarte heran, im direkten Vergleich der Onboard-Lösungen hingegen sehen fast alle anderen Grafikchips alt aus. Am interessantesten daran ist, dass selbst der Xpress 1250 des MSI K9AGM2-FIH deutlich überflügelt wird.

Zum Einen hat Foxconn hier sehr gute Arbeit geleistet. Zum Anderen bestärken uns diese Ergebnisse in der Ansicht, dass die bisher getesteten Mainboards mit 690G-Chipsatz noch nicht ihr volles Potenzial ausgeschöpft haben.
[break=Benchmarks: HDTach]
HDTach

IDE-Performance



Die durchschnittliche Transferrate der IDE-Festplatte liegt im grünen Bereich.



Beim IDE-Burst gibt es die bereits bekannte Trennung zwischen Mainboards mit und ohne SB600.



Keine Auffälligkeiten bei der Prozessorlast bei IDE-Datenverkehr.

SATA-Performance







Über die Ergebnisse der SATA-Tests lässt sich absolut nichts Negatives berichten.

PCI-Performance



Auch beim PCI-Burst gibt es eine Trennung zwischen Mainboards mit und ohne SB600.



Die Prozessorlast bei PCI-Datenverkehr könnte zwar einen Tick besser sein, sie fällt jedoch nicht aus dem Rahmen.

USB-Performance





Ebenfalls keine Auffälligkeiten beim USB-Test.
[break=Leistungsaufnahme]
Wenden wir uns nun der Leistungsaufnahme unseres Testsystems zu. Zuerst führen wir einen 3DMark06-Durchlauf durch und messen dabei den durchschnittlichen Stromverbrauch des Systems (ohne Monitor sowie IDE-Raid).



Sowohl mit X1800XT als auch mit der Onboard-Grafik können wir neue Spitzenwerte in puncto Leistungsaufnahme verzeichnen.



Auch unter 2D-Last platziert sich das Foxconn-Mainboard im vorderen Feld.



Während des S3-StandBy genehmigt sich unser Sample eindeutig zuviel aus der Steckdose. Satte 12 Watt liegen 50 Prozent über dem bisher schlechtesten Wert.

Wir haben Foxconn die Situation geschildert, bisher konnte jedoch noch keine Ursache genannt werden.





Bei der Leistungsaufnahme im Idle-Betrieb zeigt sich das Mainboard wieder von seiner besten Seite.



Ähnlich wie beim S3 zieht das Mainboard auch abgeschalten zuviel aus der Steckdose.

Möglicherweise handelt es sich in beiden Fällen um einen oder mehrere Onboard-Devices, welche(r) nicht korrekt abgeschalten wurde(n).
[break=Erkenntnisse]
Hier wieder einige Punkte, die in keinen anderen Bereich passen.

AspektErgebnis
KondensatorenherstellerRubycon, 3M und OST
spezifizierte Kondensatorentemperatur105 Grad
funktioniert S3ja
funktioniert S1ja
funktioniert S1 & S3nicht einstellbar
funktioniert Ruhezustandja
Bootmanager vorhandenja (Aufruf mit F11)
PCIe x16 anders nutzbar (getestet mit Broadcom NetXtreme PCIe x1)ja
funktioniert Wake-On-LAN (Realtek RTL8100C)ja
Produktseitewww.Foconnchannel.com
Preisab ca. 46 Euro


Overclocking

Wie wir bereits beim Blick ins BIOS erwähnt haben, gibt es keine Möglichkeit zur Verringerung des HT-Links und des Prozessormultiplikators. Hinzu kommt, dass Foxconn mit dem ICS951464 einen Taktgenerator verwendet, der von gängiger Übertaktungs-Software ála ClockGen und Co. nicht erkannt wird. Somit waren wir bei unseren Overclocking-Tests auf das Anheben des Referenztaktes beschränkt.



Unter den genannten Umständen sind 275 MHz Referenztakt ein sehr respektables Ergebnis. Ob dies nun das Limit des Referenztaktes oder des HT-Links darstellt, können wir nicht abschließend sagen.

Falls Foxconn in Sachen BIOS-Optionen beim nächsten BIOS-Update nachlegt, könnte sich das A690VM2MA durchaus zum Budget-Overclocker mausern.

IRQ



Einige IRQs sind beim Foxconn A690VM2MA mehrfach belegt. Dennoch kam es während des Testzeitraums zu keinerlei Problemen.
[break=Fazit]


Nachdem wir bereits in zwei Artikeln AMDs 690G näher betrachtet haben, liegt nun auch das erste Review eines Mainboards mit dessen kleinen Bruder - dem AMD 690V - hinter uns. Das getestete Foxconn A690VM2MA konnte in fast allen Belangen überzeugen. Für unter 50 Euro bekommt der interessierte User ein durchweg solides und flottes Mainboard.

In erster Linie fällt die hervorragende Performance des Mainboards auf. Bis auf die bereits hinlänglich diskutierte Schwäche der SB600 bei IDE- sowie PCI-Datentransfer setzt sich das Foxconn-Board überall gekonnt in Szene - allen voran unter Verwendung der Onboard-Grafik Xpress 1200.

Die IGP - auf dem Papier schwächer als der große Bruder Xpress 1250 des AMD 690G - zeigte sich von ihrer besten Seite und überflügelte in fast allen Tests die Onboard-Lösungen der bisher getesteten 690G-basierten Mainboards - teilweise sogar sehr deutlich (über 10 Prozent). Das bestärkt uns in der Ansicht, dass der 690G in den beiden vergangenen Tests noch nicht sein ganzes Potenzial gezeigt hat. Aber auch andere Onboard-Lösungen sehen gegen den Xpress 1200 auf dem Foxconn A690VM2MA ziemlich blass aus.

Einziger großer Kritikpunkt am Mainboard ist die deutlich zu hohe Leistungsaufnahme während des S3-StandBy sowie in heruntergefahrenem Zustand. Mit 12 bzw. 11 Watt liegt die Leistungsaufnahme über den sonst üblichen Werten von etwa 5 Watt. In der heutigen Zeit eindeutig zuviel. Dieses Manko lässt sich derzeit nur durch einen oder mehrere nicht korrekt abgeschaltene Onboard-Devices erklären. Foxconn ist über dieses Manko informiert. Vielleicht lässt sich dieser Punkt noch durch ein passendes BIOS-Update verbessern.

Sucht man in Sachen Ausstattung das Haar in der Suppe, so können zwei Punkte angeführt werden. Zum Einen verbaut Foxconn einen Fast Ethernet-Chip, welcher über PCI angebunden ist. Das ist nicht mehr ganz zeitgemäß und kann nur einen möglichst günstigen Mainboard-Preis als Grund haben. Gigabit-LAN per PCIe wäre hier die bessere Variante. Nichts desto trotz funktioniert der verbaute Realtek-Chip sehr gut und liefert gute Ergebnisse ab.

Der zweite Punkt betrifft das Fehlen eines DVI-Ports. User des Foxconn A690VM2MA können ohne zusätzliche Grafikkarte lediglich einen analogen VGA-Ausgang nutzen, was unter Umständen eine etwas schlechtere Bildqualität nach sich zieht. Hier hätten wir uns statt des VGA- einen DVI-Port gewünscht. Aber auch hier gilt: Der verbaute VGA-Ausgang bringt das, was man von ihm verlangt - nämlich ein Bild auf den Monitor.

Das fanden wir gut :)
  • sehr gute Performance
  • sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis
  • gute Transferleistung des Netzwerkchips (im Vergleich zu anderen Fast Ethernet-Chips)


Das fanden wir nicht so gut :(
  • kein beiliegendes Handbuch
  • zu hohe Leistungsaufnahme während S3-StandBy sowie im abgeschaltenen Zustand
  • kein Gigabit-LAN
  • keine Option für Cool´n´Quiet, HT-Link sowie Prozessor-Multiplikator und -Spannung im BIOS
  • kein DVI-Ausgang


Editor´s Choice Award

Wie man dem bisherigen Fazit entnehmen kann, waren wir mit dem getesteten Mainboard sehr zufrieden. Nur selten haben wir es mit Samples zu tun, die derart problemlos unseren Parcours absolvieren.

Einziger großer Kritikpunkt ist die bereits angesprochene hohe Leistungsaufnahme während des S3-StandBy sowie in heruntergefahrenem Zustand. Die Mehraufnahme gegenüber anderen Testsamples - auch aus gleichem Hause - lässt stark zu wünschen übrig und ist im aktuellen Geschehen, in dem Umwelt- und Klimaschutz eine große Rolle spielen, nicht zeitgemäß.

Sollte Foxconn an dieser Stelle mit einem BIOS-Update für Verbesserung sorgen können, dann ist das A690VM2MA ein heißer Kandidat für einen Award.

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