Titelbild zum Artikel MSI K9A2 Platinum


In den letzten Wochen haben wir bereits 3 Mainboards mit AMDs 790FX-Chipsatz getestet. Heute möchten wir uns eine weitere Hauptplatine mit diesem Chipsatz ansehen: Das MSI K9A2 Platinum.

Bereits beim Review des AMD Phenom im November hatten wir damit zu tun, da wir alle Phenom-Benchmarks mit Hilfe dieses Mainboard-Exemplars durchgeführt haben. Dabei ging es jedoch nicht um das Mainboard, sondern um den AMD Phenom.

Heute, über 8 Wochen nach diesem Review, ist es endlich Zeit für ein Mainboard-Review im Planet 3DNow!-Stil. Wir haben das MSI mit dem neuesten offiziellen BIOS ausgestattet und durch unseren Testparcours manövriert. Auf den nächsten Seiten wird sich zeigen, wie sich die Hauptplatine schlägt.

Viel Spaß beim Lesen!
[break=Testsystem und Testaufbau]
Testsystem

Die Referenzhardware auf einen Blick:

  • AMD Athlon64 X2 4000+
  • AMD Phenom ES (2,4 GHz, 2,0 GHz Northbridgetakt)
  • 2 x 512 MB Corsair XMS2 8500 (5-5-5-15 1T)
  • SAPPHIRE X1800 XT
  • Maxtor 6E040L0 IDE (40 GB, 7.200 u/min)
  • Maxtor 6Y080M0 SATA (80 GB, 7.200 u/min)
  • Hitachi 7K250 SATA (80 GB, 7.200 u/min, über USB angeschlossen)
  • 2 x Maxtor 4D080H4 IDE (80 GB, 5.400 u/min)
  • STLab PCI RaidController mit SiliconImage 0680Av
  • S3 Trio64V PCI-Grafikkarte
  • bequiet Dark Power Pro 530 Watt
  • Chieftec Mesh CH-01 Midi-Tower


Nach dem Einbau des Mainboards installieren wir Windows XP Professional mit Service Pack 2, DirectX 9.0c Dezemberupdate 2005 sowie Catalyst 6.4. Für den AMD 790FX sowie die Onboardkomponenten kommen die aktuellsten, downloadbaren Treiber der MSI-Homepage zum Einsatz.

Verwendete Software

In der folgenden Tabelle sind die grundlegendsten Anwendungen aufgeführt, die bei uns zum Einsatz kommen.

verwendete Software / TreiberVersion / Bemerkungen
Windows XP Professional
32 Bit, Service Pack 2
DirectX
9.0c, Dezemberupdate 2005
Grafikkartentreiber
Catalyst 6.4 + Control Center
Prozessortreiber
Version 1.3.2.16
SiSoft Sandra
2007 lite SP1
Sciencemark2
32 Bit
XMPEG
5.03
Xvid
1.0.3
WinRAR
3.60 Beta 6
Cinebench
2003
3DMark01
Build 3.3.0, ohne Feature Tests
3DMark03
3.6.0 Professional Edition, ohne Feature Tests
3DMark05
1.2.0 Advanced Edition, ohne Feature Tests
3DMark06
1.0.2 Advanced Edition, ohne Feature Tests
PCMark05
1.1.0 Advanced Edition
Aquamark3
1024x768x32
Quake3
640x480x16, Low Details
Quake3
1024x768x16, High Details
UT2004
1024x768x32, High Details
UT2004
1280x1024x32, High Details
UT2004
1600x1200x32, High Details
Doom3 Demo
1024x768x32, Ultra Details
Doom3 Demo
1280x1024x32, Ultra Details
Doom3 Demo
1600x1200x32, Ultra Details
SuperPI
1M, Mod 1.4
HDTach
3.0.1.0
Rightmark Audio Analyzer
5.3


Das Betriebssystem wird bei jedem Mainboard frisch installiert. So können wir sicherstellen, dass alle Testkandidaten beim gleichen Stand beginnen. Nach der Windows- und Softwareinstallation werden die Festplatten defragmentiert, die Auslagerungsdatei auf 512 MB festgesetzt und alle unnötigen Einträge aus dem automatischen Systemstart gelöscht.
[break=Lieferumfang]
Lieferumfang MSI K9A2 Platinum


In der Verpackung des MSI-Mainboards finden wir neben unserem Testsample noch folgendes Zubehör:

  • 1x Handbuch (englischsprachig)
  • 1x Schnellinstallationsanleitung
  • 1x Treiber-CD für Windows XP
  • 1x Treiber-CD für Windows Vista
  • 1x IDE-Kabel
  • 1x Floppy-Kabel
  • 4x SATA Datenkabel (gerade, mit Halteclip)
  • 2x SATA Stromadapter (für je ein Gerät)
  • 1x I/O-Blende
  • 1x USB Slotblende (2 Anschlüsse)
  • 1x IEEE1394 Slotblende (1 Anschluss)
  • 2x CrossFire-Brücke (lang)
  • 1x M-Connector (6 Stück)


Insgesamt ein recht umfangreiches Zubehör. Der I-Punkt wäre noch ein mehrsprachiges Manual.
[break=Spezifikationen]
Prozessor
  • Sockel AM2 / AM2+
  • unterstützt AMD Athlon 64, Athlon 64 X2, Athlon 64 FX und Sempron
  • unterstützt AMD Phenom
  • unterstützt Cool´n´Quiet

Chipsatz
  • Northbridge AMD 790FX
  • Southbridge AMD SB600

Speicher
  • 4x 240 Pin DDR2-Speicherslots (maximal 8 GB)
  • 128 Bit Dual Channel-Architektur
  • unterstützt DDR2 400/533/667/800/1066 DIMMs

PCI/PCIe Slots
  • vier PCIe x16-Steckplätze (im CrossFire-Modus 2x x16 + 2x x0 oder 4x x8)
  • ein PCIe x1-Steckplatz
  • zwei PCI-Steckplätze

Serial ATA
  • AMD SB600
    • 4x SATA 300 Mbyte/s
    • unterstützt Raid 0 / 1 / 0+1
  • Promise T3
    • 2x SATA 300 Mbyte/s (nur für Massenspeicher)
    • 2x eSATA (nur für Massenspeicher)
    • unterstützt Raid 0 / 1 / 0+1
    • unterstützt SAS-Geräte

IDE
  • ein IDE-Anschluss
  • bis zu 2 Geräte mit UDMA 133/100/66/33

IEEE 1394
  • Via VT6308P
  • unterstützt bis 400 Mbit/s

Netzwerkadapter
  • Realtek RTL8111B
  • über PCIe angebunden
  • unterstützt 10/100/1000 Mbit/s

Audio
  • Realtek 7.1 Audio CODEC ( ALC888T )

Lüfteranschlüsse
  • CPU-Lüfter
    • 1 Anschluss
    • 4 Pin PWM
    • regelbar (nur mit PWM-Lüfter)
  • Gehäuselüfter
    • 3 Anschlüsse
    • 3 Pin
    • 1 Anschluss regelbar

Interne I/O-Anschlüsse
  • 4x PCIe x16
  • 1x PCIe x1
  • 2x PCI
  • 1x Floppy
  • 6x SATA
  • 1x IDE
  • 3x USB 2.0 pinheader (für 6 Ports)
  • 1x Front Audio pinheader
  • 1x IEEE1394 pinheader (optional)
  • 1x CDIn
  • 1x SPDIF out (optional)
  • 1x COM pinheader (optional)
  • 1x VoIP-Card pinheader(optional)

Backpanel-Anschlüsse
  • 1x PS/2 Tastaturanschluss
  • 1x PS/2 Mausanschluss
  • 1x Audio (6 Anschlüsse)
  • 1x RJ-45 LAN
  • 4x USB 2.0
  • 1x IEEE1394
  • 1x SPDIF out (optisch)
  • 2x eSATA

Formfaktor
  • ATX 305 x 245mm

RoHS*
  • RoHS-konform


*RoHS steht für "Restriction of the use of certain Hazardous Substances in electrical and electronic equipment". Diese Direktive verhindert innerhalb der EU den Einsatz von neuer elektrischer und elektronischer Hardware, welche über erhöhte Mengen an Chrom, Blei, Kadmium, Quecksilber, PBB und PBDE verfügen. Die RoHS-Direktive ist am 01.07.2006 in Kraft getreten.
[break=Layout]
Es folgt der obligatorische Blick auf das Layout des Kandidaten.

Bild zum Layout MSI K9A2 Platinum


Der erste Anblick wird durch die wuchtige Heatpipekonstruktion beherrscht.

Bild zum Layout MSI K9A2 Platinum


Direkt neben den Speicherslots verbaut MSI einen 24 Pin-ATX-Stecker sowie zwei Lüfteranschlüsse (1x CPU sowie 1x Gehäuselüfter).

Bild zum Layout MSI K9A2 Platinum


Zwischen Prozessorsockel und I/O-Panel finden einige Solid State-Kondensatoren, Spannungswandler sowie das obere Ende der Heatpipe Platz. Die Kondensatoren besitzen etwa die Höhe des Retention-Moduls, sodass es zu keinen Kompatibilitätsproblemen mit ausladenden Kühlkonstruktionen kommen wird.

Der 12 Volt-ATX-Stecker wird etwas unglücklich zwsichen Heatpipe und I/O-Panel platziert.

Bild zum Layout MSI K9A2 Platinum


MSI verbaut 4 PCIe x16-Slots. Dabei gehören der erste und dritte sowie der zweite und vierte Slot jeweils zu einem Paar zusammen. Durch den relativ großen Abstand ist MSI auf extra lange CrossFire-Brücken angewiesen, wovon zwei Stück zum Lieferumfang gehören.

Bild zum Layout MSI K9A2 Platinum


In der rechten unteren Ecke finden wir einige nützliche Komponenten vor. Neben dem Southbridgekühler entdeckt das geschulte Auge einen gewinkelten IDE-Port, einen Power- sowie Reset-Button, Frontpanel- und USB-Pinheader, den für Firewire zuständigen Chip VIA VT6308P, zwei Lüfteranschlüsse sowie 6 SATA-Ports.

Bild zum Layout MSI K9A2 Platinum


Die "üblichen Verdächtigen" Realtek RTL8111B (Netzwerk, über PCIe angebunden) sowie Realtek ALC888 (Audio) sind einmal mehr auf dem heutigen Testkandidaten verbaut.
[break=Layout - Fortsetzung]
Bild zum Layout MSI K9A2 Platinum


Noch ein genauerer Blick auf die rechte untere Ecke des Mainboards. Hier ist die Struktur des Southbridgekühlers gut zu erkennen. Durch seine flache Bauform kommt es zu keinen Komplikationen mit Grafikkarten mit langem PCB.

Bild zum Layout MSI K9A2 Platinum


Neben den 4 SATA-Ports der SB600 liefert der hier gezeigte Promis T3-Chip 2 zusätzliche SATA-Ports sowie 2 eSATA-Ports. Der Clou an diesem Promise-Chip: Er unterstützt den Betrieb von SAS-Massenspeicher, was im Desktop-Bereich ein sehr seltenes Feature ist.

Auf der MSI-Homepage tauchten vor kurzem Informationen zu einem MSI K9A2 Platinum V2 auf. Dabei handelt es sich um ein zum K9A2 Platinum nahezu identisches Mainboard. User, die auf die neue Version spekulieren, müssen allerdings auf den Promise T3-Chip und dessen Funktionalitäten verzichten.

Bild zum Layout MSI K9A2 Platinum


Das obere Ende der Heatpipe ist mit dünnen Kupferlamellen ausgestattet. Leider sind diese Lamellen sehr labil, bereits eine unbedarfte Berührung reicht aus, um die Lamellen zu verbiegen.

Bild zum Layout MSI K9A2 Platinum


Ähnliches gilt für den wuchtigen, kreisrunden Northbridgekühler. Auch hier können die Lamellen leicht verbogen werden.

Bild zum Layout MSI K9A2 Platinum


Dieses Bild verdeutlich eine Unzulänglichkeit im Layout des K9A2 Platinum. Bei Grafikkarten mit langem PCB stösst das PCB der Grafikkarte an den abgeschrägten Teil der Heatpipe.

Bild zum Layout MSI K9A2 Platinum


Ebenfalls ein Manko ist die Platzierung des hier abgebildeten zusätzlichen Stromanschlusses sowie des Lüfteranschlusses. Bei eingebauter Grafikkarte sind beide Anschlüsse nur sehr schwer zu erreichen.

Bild zum Layout MSI K9A2 Platinum


Last but not least der gewohnte Blick auf das I/O-Panel. Verbaut werden neben PS/2 für Maus und Tastatur 1x FireWire, 1x SPDIF out (optisch), 2x eSATA (über Promise T3), 4x USB 2.0, 1x RJ45 sowie 6 Audio-Anschlüsse.
[break=BIOS]
Nach dem Zusammenbau des Testrechners folgt der Weg ins BIOS.

Bild zum BIOS MSI K9A2 Platinum


Optisch als Award-BIOS getarnt, verwendet MSI beim K9A2 Platinum ein AMI-BIOS.

Bild zum BIOS MSI K9A2 Platinum


SATA-Geräte werden auch als solche erkannt, bisher leider noch immer kein Standard.

Bild zum BIOS MSI K9A2 Platinum


Im Untermenü Integrated Periphals können alle Onboardgeräte aktiviert bzw. deaktiviert werden.

Bild zum BIOS MSI K9A2 Platinum


Die SATA-Ports auf dem MSI K9A2 Platinum unterstützen den AHCI-Modus.

Obwohl das Betriebssystem im verwendeten Testrechner auf einer IDE-Festplatte installiert ist und die Umschaltung des Betriebsmodus der SATA-Ports von Native IDE auf AHCI kein Problem darstellen dürfte, wollte unser Betriebssystem anschließend nicht mehr booten. AHCI muss somit bereits bei der Installation des Betriebssystems aktiviert werden.

Bild zum BIOS MSI K9A2 Platinum


Das Menü Power Management Setup ist die klassische Anlaufstelle für alle Optionen rund um Start, StandBy sowie PowerDown des PCs.

Bild zum BIOS MSI K9A2 Platinum


Einen Überblick über Temperaturen und Spannungen sowie einige Einstellmöglichkeiten zur Lüftersteuerung sind im H/W Monitor-Menü zu finden.

Leider mussten wir feststellen, dass die Steuerung des Prozessorlüfters in unserem Fall nur bei Verwendung eines 4 Pin PWM-Lüfters funktionierte.
[break=BIOS - Fortsetzung]
Bild zum BIOS MSI K9A2 Platinum


Bild zum BIOS MSI K9A2 Platinum


Das Cell Menu ist die zentrale Anlaufstelle für alle Einstellungen rund um Takt, Timings und Spannungen. Folgende Werte können eingestellt werden:
  • Referenztakt bis 600 MHz
  • Prozessorspannung bis zu 1,66 Volt
  • Speicherspannung zwischen 1,80 und 3,10 Volt
  • Northbridgespannung zwischen 1,125 und 1,525 Volt
  • Hypertransport Spannung zwischen 1,175 und 1,525 Volt


Während es bei Verwendung eines AMD Athlon möglich ist, den Prozessormultiplikator zu verändern, ist die entsprechende Option bei Nutzung eines AMD Phenom ausgegraut. Statt dessen findet man in diesem Fall an gleicher Stelle das Untermenü Adjust AM2+ CPU Ratio vor.

Bild zum BIOS MSI K9A2 Platinum


Beim ersten Betreten des Menüs findet der User nur die Option "Custom P-States" vor, welche auf Disabled steht. Setzt man hingegen den Wert auf Enabled, erscheinen 6 weitere Optionen, mit Hilfe derer sich der Prozessormultiplikator, der Multiplikator des Northbridgetaktes sowie die Spannungen für CPU und Northbridge einstellen lassen.

Die hier gezeigten Werte ergeben 2,4 GHz CPU-Takt, 2,0 GHz Northbridgetakt sowie 1,2 Volt für den Prozessor. Leider sind die vorzunehmenden Einstellungen im Hexcode angegeben und entsprechen dadurch nicht den realen Werten. Eine genaue Erklärung, wie und warum die Werte so eingestellt werden, wie auf dem Bild gezeigt, würde den Rahmen dieses Mainboard-Reviews sprengen. Interessierten Lesern sei daher der AMD Phenom (K10) Overclocking Guide ans Herz gelegt, in welchem auf diesen Sachverhalt näher eingegangen wird.

Bild zum BIOS MSI K9A2 Platinum


Bild zum BIOS MSI K9A2 Platinum


Alle Einstellungen rund um den Arbeitsspeicher findet der User im Untermenü Advance DRAM Configuration vor. Bis auf eine Möglichkeit zur Abschaltung des TLB-Fixes sind alle Optionen vorhanden, die das Herz begehrt.

Unter Verwendung des AMD Phenom mussten wir leider feststellen, dass die Vergabe von 1T Command bei DDR2-800 nicht übernommen wurde und der PC nach wie vor mit 2T Command startete.

Bild zum BIOS MSI K9A2 Platinum


Hat ein MSI K9A2 Platinum-Besitzer sein BIOS bedarfsgerecht eingestellt, so kann er diese Einstellungen als Profil im BIOS abspeichern. Zwei Profile stehen dabei zur Verfügung, die bei Bedarf alle Optionen auf Knopfdruck wieder auf die "Lieblingswerte" setzen.
[break=Stabilitätstests]
Jedes Mainboard muss umfangreiche Stabilitätstests durchlaufen. Nur so können wir sicher sein, dass der jeweilige Kandidat auch im realen Leben alle Anforderungen bewältigt. Wir achten bei den Tests darauf, dass so viele Komponenten wie möglich belastet werden. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die wichtigsten Stabilitätstests.

StabilitätstestVersion/Bemerkungen
X2: Orthos (SP2004)2 Instanzen, ca. 8 Stunden über Nacht
X2: 3DMark03 im LoopDemo-Loop ca. 4 Stunden mit Sound
X2: großes Archiv von SATA zu IDEverschieben mit anschließender CRC-Prüfung
X2: großes Archiv von IDE zu PCI-Raidverschieben mit anschließender CRC-Prüfung
X2: großes Archiv von PCI-Raid zu SATAverschieben mit anschließender CRC-Prüfung
X2: großes Archiv von SATA zu USBverschieben mit anschließender CRC-Prüfung
X2: großes Archiv von USB zu SATAverschieben mit anschließender CRC-Prüfung
X4: Prime954 Instanzen, ca. 8 Stunden über Nacht
X4: 3DMark03 im LoopDemo-Loop ca. 4 Stunden mit Sound
X4: großes Archiv von SATA zu IDEverschieben mit anschließender CRC-Prüfung
X4: großes Archiv von IDE zu PCI-Raidverschieben mit anschließender CRC-Prüfung
X4: großes Archiv von PCI-Raid zu SATAverschieben mit anschließender CRC-Prüfung
X4: großes Archiv von SATA zu USBverschieben mit anschließender CRC-Prüfung
X4: großes Archiv von USB zu SATAverschieben mit anschließender CRC-Prüfung


Orthos setzt auf das allseits bekannte Prime95. Hier werden Arbeitsspeicher und CPU starken Belastungen ausgesetzt. Da wir den Programminstanzen nicht explizit einen Kern zuordnen, erhöhen wir den Schwierigkeitsgrad für unsere Hardware. Hard- und Software müssen die Verteilung selbst koordinieren und eventuelle Fehler werden gnadenlos aufgedeckt.

3DMark03 lassen wir etwa 6 Stunden im Demo-Loop laufen. Das belastet hauptsächlich die Grafikkarte, jedoch haben CPU und Ram ebenfalls jede Menge zu tun. Zusätzlich wird die Soundausgabe aktiviert, was den onboard verbauten Soundchip belastet. Insgesamt ist dieser Test der kritischste für das Gesamtsystem, da die meisten Komponenten gleichzeitig belastet werden.

Das Kopieren von Rar-Archiven soll möglichen Datenverlust zwischen den beteiligten Controllern aufdecken. Dazu wird ein etwa 4 Gigabyte großes Rar-Archiv von SATA über IDE zum PCI-Raidverbund verschoben und zwischendurch immer wieder überprüft. Zum Schluss wird der Weg umgekehrt vollzogen. Treten bei der CRC-Prüfung keine Fehler auf, gilt der Test als bestanden.

Ähnlich verhält es sich auch beim Verschieben eines Archivs von SATA zu USB. Hier ist das Archiv jedoch etwas kleiner, mit über 400 MB aber noch immer stattlich. Der Weg führt von SATA zu USB und wieder zurück.

Stabilität bei unseren Testkandidaten

Unsere Stabilitätstests stellten für das MSI K9A2 Platinum unerwartet eine harte Nuss dar. Während mit dem Athlon64 X2 noch alles rund lief, bestand das Mainboard mit einem AMD Phenom den Härtetest von 4 Prime95-Instanzen mit gleichzeitigem 3DMark03-Loop erst im zweiten Anlauf.

Beim ersten Versuch wurden beide Programme mit Fehlermeldungen geschlossen. Nachdem wir anschließend alle BIOS-Optionen zu Takten und Spannungen auf AUTO gesetzt hatten (vorher manuell gesetzt), verlief der Test reibungslos.

Zwar wurden insgesamt alle Stabilitätstests bestanden, durch die aufgetretenen Abbrüche bei manueller Vergabe von BIOS-Option bleibt ein bitterer Beigeschmack.
[break=Cool´n´Quiet]
Sehen wir uns nun an, wie sich unser heutiger Testkandidat bei Cool´n´Quiet verhält.

Cool´n´Quiet MSI K9A2 Platinum - X2 load


Cool´n´Quiet MSI K9A2 Platinum - X4 load


MSI hält sich beim Referenztakt ziemlich genau an die Spezifikation von 200 MHz. In puncto Spannung liegt unser Sample ganz leicht unter der Vorgabe.

Cool´n´Quiet MSI K9A2 Platinum - X2 idle


Cool´n´Quiet MSI K9A2 Platinum - X4 idle


Cool´n´Quiet funktioniert beim K9A2 Platinum tadellos. Sowohl Takt als auch Spannung werden korrekt verringert, unabhängig vom verwendeten Prozessor.
[break=Onboard Sound Signal]
Werfen wir nun einen Blick auf die Soundqualität des Onboardsounds.

Gerade die vom Mainboardhersteller verwendeten Bauteile sind nicht selten für eine gute oder auch schlechte Signalqualität verantwortlich. Des Öfteren kommen billigere Digital-Analog Wandler zum Einsatz. Auch der verwendete Treiber spielt eine nicht unerhebliche Rolle.

Wir haben unser Testsample mit Hilfe des RightMark Audio Analyzer überprüft. Die Ergebnisse lassen allerdings nur ein Fazit in Bezug auf die Signalqualitäten der Onboard Sounds zu - weitere Features wie 5.1 Sound, EAX etc. sind nicht Gegenstand dieser Prüfung.

Als Referenz dient uns auch heute wieder die Sound-Lösung des EPoX EP-8RDA+. Die NVIDIA APU der MCP-T Southbridge zählt zu den qualitativ hochwertigeren Onboard-Lösungen.

TestNVIDIA(R) nForce(TM) AudioRealtek HD Audio output
Frequency response (from 40 Hz to 15 kHz), dB:+0.30, -0.78+0.02, -0.09
Noise level, dB (A):-80.6-88.5
Dynamic range, dB (A):80.188.4
THD, %:0.00750.0029
IMD, %:0.0400.019
Stereo crosstalk, dB:-77.7-84.6


Frequency response

Soundqualität MSI K9A2 Platinum: Frequency Response

Noise level

Soundqualität MSI K9A2 Platinum: Noise Level

Dynamic range

Soundqualität MSI K9A2 Platinum: Dynamic Range


Die Bewertungen im Einzelnen:

Frequency response (from 40 Hz to 15 kHz), dB:+0.02, -0.09Excellent
Noise level, dB (A):-88.5Good
Dynamic range, dB (A):88.4Good
THD, %:0.0029Excellent
IMD, %:0.019Very good
Stereo crosstalk, dB:-84.6Very good


Die Bewertungen der Signalqualität zeigen es deutlich: MSI liefert beim K9A2 Platinum gute Arbeit ab.

Eine ausführliche Erklärung der in der Messung verwendeten Begriffe findet der Interessierte bei unserer Partner-Site Hard Tecs 4U.
[break=Benchmarks: SiSoft Sandra, Netzwerk]
Kommen wir nun zur Performance des Testexemplars. Wir haben auch heute alle Benchmarks sowohl mit einem Athlon64 X2 sowie einem AMD Phenom durchgeführt. Die roten Balken in den Diagrammen stehen dabei für die Ergebnisse mit unserem DualCore, die dunkelblauen Balken für die Ergebnisse mit unserem QuadCore.

Alle Phenom-Benchmarks wurden aus Vergleichsgründen mit DDR2-800, 2T Command Rate sowie im Unganged Modus durchgeführt. Diese Einstellungen wurden bereits bei den letzten beiden Mainboard-Reviews genutzt, weshalb wir auch im heutigen Artikel darauf zurückgreifen.

Das aktuellste BIOS des MSI K9A2 Platinum enthält einen Fix für das TLB-Erratum 298. Dieser Fix ist nicht im BIOS abschaltbar, weshalb alle Benchmarks mit aktiviertem Patch durchgeführt wurden. Usern, die trotz nicht abschaltbarem Fix die volle Performance ihres Systems nutzen wollen, sei ein Blick in unseren Artikel "AMD Phenom ohne TLB-Fix - so geht´s" ans Herz gelegt.

Sandra 2007
  • Hersteller: SiSoftware
  • Webseite: www.sisoftware.co.uk
  • Bereich: Synthetisch
  • Schwerpunkt: Speicher- und Netzwerkbandbreite
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  • Referenzen im Forum: Suche...

Sandra CPU Streaming

Benchmarkergebnis MSI K9A2 Platinum: Sandra CPU Streaming


Sandra FPU Streaming

Benchmarkergebnis MSI K9A2 Platinum: Sandra FPU Streaming


Während sich die MSI-Hauptplatine mit X2 im vorderen Feld platzieren kann, wird sie beim Phenom durch den TLB-Patch stark ausgebremst. Hinzu kommt, dass wir aus Vergleichsgründen eine ältere SiSoft Sandra-Version nutzen, in der AMDs Phenom aufgrund der Benchmarkprogrammierung ohnehin einen Nachteil gegenüber dem AMD Athlon64 hat.

Sandra Netzwerkbandbreite

Benchmarkergebnis MSI K9A2 Platinum: Sandra Netzwerkbandbreite


Sandra Netzwerklatenz

Benchmarkergebnis MSI K9A2 Platinum: Sandra Netzwerklatenz


Netzwerkbandbreite und -latenz liegen auf einem guten Niveau. Im Gegensatz zum SAPPHIRE PURE CrossFireX PC-AM2RD790 konnten wir beim MSI-Mainboard keine Verschlechterung der Netzwerk-Transferrate beim Einsatz unseres Phenom beobachten.

Prozessorlast Netzwerkverkehr

Benchmarkergebnis MSI K9A2 Platinum: Prozessorlast Netzwerkverkehr


Über 10 Prozent Prozessorlast bei Netzwerkverkehr mit einem X2 sind nicht unbedingt ein guter Wert. Vergleicht man hingegen die Ergebnisse mit anderen Mainboards mit gleichem Netzwerkadapter (Realtek RTL8111B), so platziert sich das K9A2 Platinum unter diesen Hauptplatinen auf Platz 1.

Aufgrund des höheren Taktes, der besseren IPC sowie der doppelten Anzahl an Kernen unseres Phenoms gegenüber des X2 ist die Halbierung der Prozessorlast beim X4 eine logische Konsequenz.
[break=Benchmarks: Sciencemark, XMPEG, WinRAR]
Sciencemark
  • Hersteller: Dr. Timothy Wilkens & Alex Goodrich
  • Webseite: www.sciencemark.de
  • Bereich: Synthetisch
  • Schwerpunkt: Memory-Controller Performance
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Benchmarkergebnis MSI K9A2 Platinum: Sciencemark Speicherbandbreite


Benchmarkergebnis MSI K9A2 Platinum: Sciencemark Speicherlatenz


Die Ergebnisse im Sciencemark-Test bewegen sich mit X2 im Mittelfeld. Dank TLB-Fix bleibt mit einem K10 in diesem Test nur ein Platz im hinteren Feld.

XMPEG + XviD

Benchmarkergebnis MSI K9A2 Platinum: XMPEG + XviD


Durchaus interessant ist das Ergebnis des Phenom im XMPEG-Test: Trotz aktiviertem TLB-Fix fällt das Ergebnis besser aus als beim SAPPHIRE PURE CrossFireX PC-AM2RD790 ohne diesen Fix.

Unser X2 liefert eine Zeit im gewohnten Rahmen ab.

WinRAR
  • Hersteller: Rarsoft
  • Webseite: www.winrar.de
  • Bereich: Anwendungen
  • Schwerpunkt: ALU, Speicherlatenzen
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Benchmarkergebnis MSI K9A2 Platinum: WinRAR


Iim WinRAR schlägt der Erratum 298-Fix einmal mehr gnadenlos zu. Durch den Patch eingebremst reicht es für unser Sample nur zum vorletzten Platz in Verbindung mit unserem K10-Sample. Mit X2 durchbricht das MSI die Marke von 1.000 KB/s und reiht sich ins vordere Teilnehmerfeld ein.
[break=Benchmarks: Cinebench, SuperPI]
Cinebench
  • Hersteller: Maxon
  • Webseite: www.maxon.net
  • Bereich: Anwendungen
  • Schwerpunkt: CPU-Performance
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Benchmarkergebnis MSI K9A2 Platinum: Cinebench


Im Cinebench hat der TLB-Fix zwar Auswirkungen, allerdings halten sich diese in Grenzen. Der X2 hält schlägt sich wacker und erzielt ein Ergebnis im Mittelfeld.

SuperPI

Benchmarkergebnis MSI K9A2 Platinum: SuperPI


Im SuperPI stehen sowohl mit K8 als auch mit K10 Zeiten im Mittelfeld zu Buche.
[break=Benchmarks: 3DMark 01/03/05/06, PCMark05, Aquamark]
3DMark01/03/05/06 + PCMark05

3DMark01

Benchmarkergebnis MSI K9A2 Platinum: 3DMark01


Im 3DMark01 platziert sich das MSI in Verbindung mit einem Phenom durch den aktivierten TLB-Fix noch hinter einem Athlon64 X2. Gegenüber dem SAPPHIRE-Pendant mit aktiviertem Patch kann sich das MSI hingegen gekonnt in Szene setzen.

3DMark03

Benchmarkergebnis MSI K9A2 Platinum: 3DMark03


3DMark03 ist weniger anfällig gegenüber dem berüchtigten Patch. Nutzt man einen X2, fällt das Ergebnis mittelprächtig aus.

3DMark05

Benchmarkergebnis MSI K9A2 Platinum: 3DMark05


Im 3DMark05 erhalten wir ein sehr ähnliches Bild wie im 3DMark03.

3DMark06

Benchmarkergebnis MSI K9A2 Platinum: 3DMark06


Einmal mehr zeigt sich ein ähnliches Bild wie in den beiden vorangegangenen Tests.

PCMark05

Benchmarkergebnis MSI K9A2 Platinum: PCMark05


Im PCMark05 platziert sich das MSI im vorderen Feld.

Aquamark 3
  • Hersteller: Massive Development
  • Webseite: www.aquamark3.com
  • Bereich: Grafik-Performance
  • Schwerpunkt: CPU-, FPU- und Speicher-Performance
  • Referenzen auf Planet 3DNow!: Suche...
  • Referenzen im Forum: Suche...

Benchmarkergebnis MSI K9A2 Platinum: Aquamark


Im Aquamark erzielt das K9A2 Platinum in Verbindung mit einem X2 ein respektables Ergebnis. Mit unserem K10 fällt das Ergebnis nur unwesentlich höher aus, aktiviertem TLB-Fix sei Dank..
[break=Benchmarks: Quake III, Doom3]
Quake III Arena

Benchmarkergebnis MSI K9A2 Platinum: Quake 3 640x480


Benchmarkergebnis MSI K9A2 Platinum: Quake 3 1024x768


Quake3 reagiert recht deutlich auf die Abschaltung des L2-TLBs. Mit unserem X2 stehen erneut Ergebnisse im Mittelfeld zu Buche.

Doom 3
  • Hersteller: id Software
  • Infoseite: auf Planet 3D Games
  • Bereich: Gaming
  • Schwerpunkt: Grafik-Performance (Grafikkarten lastig)
  • Referenzen auf Planet 3DNow!: Suche...
  • Referenzen im Forum: Suche...

Benchmarkergebnis MSI K9A2 Platinum: Doom 3 1024x768


Benchmarkergebnis MSI K9A2 Platinum: Doom 3 1280x1024


Benchmarkergebnis MSI K9A2 Platinum: Doom 3 1600x1200


In den Benchmarks von Doom3 gibt es dank TLB-Patch kaum einen Unterschied zwsichen X2 und X4. Während die Ergebnisse vom X2 im Mittelfeld liegen, fällt der K10 bei höheren Auflösungen sogar hinter den langsamer getakteten X2 4000+ zurück.
[break=Benchmarks: UT2004]
Unreal Tournament 2004
  • Hersteller: Digital Extremes
  • Infoseite: auf Planet 3D Games
  • Bereich: Gaming
  • Schwerpunkt: Grafik-Performance (CPU-Lastig)
  • Referenzen auf Planet 3DNow!: Suche...
  • Referenzen im Forum: Suche...

Benchmarkergebnis MSI K9A2 Platinum: UT 2004 1024x768


Benchmarkergebnis MSI K9A2 Platinum: UT 2004 1280x1024


Benchmarkergebnis MSI K9A2 Platinum: UT 2004 1600x1200


Auch bei UT 2004 zeigen sich keine nennenswerte Unterschiede zwischen X2 und X4, einmal mehr durch den TLB-Fix verursacht.
[break=Benchmarks: HDTach]
HDTach

IDE-Performance

Benchmarkergebnis MSI K9A2 Platinum: HDTach IDE Average


Benchmarkergebnis MSI K9A2 Platinum: HDTach IDE Burst


Benchmarkergebnis MSI K9A2 Platinum: HDTach IDE Prozessorlast


Die IDE-Performance hält keinerlei Überraschungen bereit. Alle Ergebnisse liegen auf dem Niveau eines Mainboards mit Southbridge SB600.

SATA-Performance

Benchmarkergebnis MSI K9A2 Platinum: HDTach SATA Average


Benchmarkergebnis MSI K9A2 Platinum: HDTach SATA Burst


Benchmarkergebnis MSI K9A2 Platinum: HDTach SATA Prozessorlast


Gleiches gilt für die SATA-Performance. Auch hier liegt alles im Bereich dessen, was wir erwartet haben.

PCI-Performance

Benchmarkergebnis MSI K9A2 Platinum: HDTach PCI Burst


Benchmarkergebnis MSI K9A2 Platinum: HDTach PCI Prozessorlast


Ebenfalls ohne Überraschung - weder in positiver noch negativer Hinscht - fallen die Benchmarkergebnisse der PCI-Performance aus. Alle Ergebnisse liegen im normalen Bereich eines SB600-basierten Mainboards.

USB-Performance

Benchmarkergebnis MSI K9A2 Platinum: HDTach USB Burst


Die USB-Bandbreite liegt ebenfalls auf dem normalen Niveau eines Mainboards mit SB600.

Benchmarkergebnis MSI K9A2 Platinum: HDTach USB Prozessorlast


Die Prozessorlast bei USB-Datenverkehr fällt mit einem X2 relativ hoch aus, liegt jedoch noch im Rahmen.
[break=Leistungsaufnahme]
Wenden wir uns nun der Leistungsaufnahme unseres Testsystems zu. Zuerst führen wir einen 3DMark06-Durchlauf durch und messen dabei den durchschnittlichen Stromverbrauch des Systems (ohne Monitor sowie IDE-Raid).

Benchmarkergebnis MSI K9A2 Platinum: Leistungsaufnahme 3DMark06 (gemittelt)


Einmal mehr zeigt sich, dass Mainboards mit 790FX-Chipsatz eine wesentlich höhere Leistungsaufnahme haben als Mainboards mit den etwas älteren Chipsätzen AMD 690V/G. Vergleicht man die 4 bisher getesteten Mainboards mit 790FX, so liefert das MSI K9A2 Platinum dabei noch das bisher beste Ergebnis ab.

Für die nächsten Tests tauschen wir die PCIe-Grafikkarte gegen eine ältere PCI-Grafikkarte aus.

Benchmarkergebnis MSI K9A2 Platinum: Leistungsaufnahme Orthos (gemittelt)


Ergebnisse im Mittelfeld liefert das heutige Testsample bei Prime95/Orthos ab. Hier reicht es nicht ganz zu Platz 1 unter den 790FX-Mainboards, das Foxconn A79A-S ist hier noch einen Tick besser.

Benchmarkergebnis MSI K9A2 Platinum: Leistungsaufnahme während S3


Mit jeweils 4 Watt Leistungsaufnahme im S3-Standby stehen beim MSI hervorragende Werte zu Buche.

Benchmarkergebnis MSI K9A2 Platinum: Leistungsaufnahme Idle mit CnQ


Benchmarkergebnis MSI K9A2 Platinum: Leistungsaufnahme Idle ohne CnQ


Im Idle-Betrieb liegt das K9A2 Platinum sowohl mit X2 als auch mit X4 hinter dem Foxconn A79A-S - im Idle-Betrieb einschließlich Cool´n´Quiet mit X4 sogar recht deutlich.

Benchmarkergebnis MSI K9A2 Platinum: Leistungsaufnahme heruntergefahrener PC


Bei heruntergefahrenem PC zeigt sich das MSI K9A2 Platinum von seiner besten Seite.
[break=Erkenntnisse]
AspektErgebnis
KondensatorenSolid State (Hersteller nicht erkennbar)
funktioniert S3ja
funktioniert S1ja
funktioniert S1 & S3nicht einstellbar
funktioniert Ruhezustandja
Bootmanager vorhandenja (Aufruf mit F11)
PCIe x16 anders nutzbar (getestet mit Broadcom NetXtreme PCIe x1)ja (alle 4)
funktioniert Wake-On-LAN (Realtek RTL8111B)ja (nur aus dem StandBy heraus)
funktioniert AHCIja (nur bei Neuinstallation)
verwendete BIOS-Version1.2 (07.01.2008)
Produktseitewww.MSI.com
Preisab ca. 126 EUR (Preisvergleich starten)


Overclocking

Natürlich haben wir uns auch mit dem Thema Overclocking beschäftigt.

MSI K9A2 Platinum: OC-Ergebnis


Mit 265 MHz Referenztakt konnten wir beim MSI K9A2 Platinum ein sehr gutes Ergebnis verbuchen.

IRQ

Zu guter Letzt noch ein Blick auf die IRQ-Verteilung beim K9A2 Platinum.

MSI K9A2 Platinum: IRQ-Belegung


Einige IRQs sind mehrfach belegt, besonders IRQ 17 fällt hierbei auf. Hier müssen sich der Netzwerkchip, der Promise-Chip sowie ein USB-Hostcontroller die Ressource teilen. Dennoch kam es im gesamten Testzeitraum zu keinen Problemen.
[break=Fazit]
Titelbild zum Artikel MSI K9A2 Platinum


Von einigen unserer Foren-User lange erwartet, hatten wir heute die Gelegenheit, einen Blick auf das MSI K9A2 Platinum zu werfen. Bereits seit Mitte November aufgrund unseres AMD Phenom Reviews in unseren Händen, wurde es nun endlich Zeit, die Hauptplatine einem genauen Check in Planet 3DNow!-Manier zu unterziehen.

Was wir im heutigen Review gesehen haben, hatte Höhen und Tiefen. Angefangen bei einem im BIOS integrierten TLB-Fix, welcher nicht abschaltbar gestaltet wurde, über zwei kleinere Layout-Schwächen sowie Schwierigkeiten während der Stabilitätstests bis hin zu einer sehr guten Signalqualität des Onboard-Sounds war während der Tests für jede Gefühlslage etwas dabei.

Während es bei Verwendung eines AMD Athlon64 X2 während der Stabilitätstests zu keinen Problemen kam, bestand das System bei Verwendung eines AMD Phenom den Prime95-Test in Verbindung mit gleichzeitigem 3DMark03-Loop erst im zweiten Anlauf. Beim ersten Versuch waren Takte und Spannungen im BIOS manuell eingestellt, was das System mit Programmabbrüchen quittierte. Anlauf zwei erfolgte mit Takt- und Spannungseinstellungen auf AUTO und lief erfolgreich durch. Zwar wurden letztendlich alle Tests bestanden, es verbleibt dabei aber ein bitterer Beigeschmack.

Ebenso schade ist die Tatsache, dass MSI keinen Schalter für die Deaktivierung des TLB-Fixes ins BIOS einbaut. User haben also nur die Möglichkeit, den TLB-Fix per Softwarelösung zu umgehen. Wer sich mit dem Gedanken trägt, sollte einen Blick in unseren Artikel "AMD Phenom ohne TLB-Fix - so geht´s" werfen. Darin werden entsprechende Wege beschrieben.

Punkten kann unser heutiger Review-Kandidat bei der Signalqualität des Onboard-Sounds. Hier werden durchweg gute bis sehr gute Ergebnisse erzielt, was auf eine hochwertige Verarbeitung hindeutet. Ebenso positiv fällt der Lieferumfang des Mainboards auf. Hier bleibt kein Wunsch unerfüllt, was man beim relativ humanen Preis dieses 790FX-Mainboards nicht unbedingt erwartet. Hier bieten andere Hersteller für mehr Geld weniger Zubehör.

Als letzten Punkt möchten wir noch kurz auf die Leistungsaufnahme des MSI K9A2 Platinum eingehen. Ein weiteres Mal hat sich gezeigt, dass ein Mainboard mit AMD 790FX-Chipsatz deutlich mehr Leistung aus der Steckdose zieht, als Mainboards mit den etwas älteren Chipsätzen 690V/G. Positiv fällt am MSI jedoch auf, dass sich die Werte der Leistungsaufnahme im Vergleich zu den anderen getesteten 790FX-Platinen auf einem guten Niveau bewegen. Im Standby sowie bei heruntergefahrendem PC stehen sogar absolute Spitzenwerte zu Buche.

Das fanden wir gut :)
  • umfangreiches Zubehör
  • im Vergleich zu anderen 790FX-Mainboards recht gute Leistungsaufnahme
  • ein für ein AMD 790FX-Mainboards humaner Preis


Das fanden wir nicht so gut :(
  • Stabilitätstests mit AMD Phenom erst im 2. Anlauf bestanden
  • TLB-Fix im BIOS nicht abschaltbar (entspricht jedoch der Vorgabe seitens AMD)
  • 1T Command bei DDR2-800 mit AMD Phenom zwar einstellbar, wird jedoch nicht übernommen


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