Titelbild zum Artikel ASUS Crosshair II Formula


3. September 2004 - auf Planet 3DNow! wird ein Artikel über das ASUS A8V Deluxe WiFi-G veröffentlicht. Was zu diesem Zeitpunkt noch keiner ahnte: Es sollte für lange Zeit der letzte Artikel über ein ASUS-Mainboard sein, welcher auf Planet 3DNow! das Licht der Welt erblickt. Aufgrund verschiedener Umstände brach der Kontakt zu ASUS in den folgenden Monaten und Jahren ab, sodass es mehr als dreieinhalb Jahre keine Mainboardtests von ASUS-Produkten gab. Doch das soll sich nun wieder ändern.

Auf der diesjährigen CeBIT bekamen wir die Möglichkeit, längst verloren geglaubte Kontakte mit ASUS-Mitarbeitern wieder aufleben zu lassen. In angenehmer Atmosphäre führte man uns über den ASUS-Stand und zeigte uns die Produktvielfalt, zu welcher auch ein ASUS Crosshair II Formula gehörte. Wie der Name dieses Mainboards bereits andeutet, ist es nicht die erste Hauptplatine, die den Zusatz "Crosshair" im Namen trägt. Denn bereits mit Einführung des Sockel AM2 von AMD gab es ein ASUS-Mainboard, welches auf den Namen Crosshair hörte. Die damalige Variante - sozugagen das Crosshair I - wurde mit einem NVIDIA nForce 590 SLI bestückt.

Auch auf dem neuen Crosshair II Formula findet ein NVIDIA-Chipsatz sein zu Hause: Der brandneue nForce 780a SLI. Mit einer integrierten Grafikeinheit ausgestattet, bringt der 780a SLI Features wie 3-way-SLI, Hybrid-SLI und Hybrid Power für den Sockel AM2+. Noch unter NDA stehend, hat uns ASUS freundlicherweise ein Exemplar der neuen Hauptplatine im Vorfeld zur Verfügung gestellt, um Mainboard und Chipsatz auf Herz und Nieren zu testen. Das Crosshair II Formula gehört zu ASUS' ROG - Republic Of Gamers-Serie, welche speziell auf Gamer und Enthusiasten abzielt.

Wir haben das Sample in gewohnter Planet 3DNow!-Manier durch unseren Test-Parcours geschickt. Dank der Tatsache, dass NVIDIA den ursprünglich geplanten NDA-Ablauf um über einen Monat auf Anfang Mai verschoben hat, konnten wir uns die ASUS-Hauptplatine in aller Ruhe ansehen (sonst hätten uns dazu nur ganze 4 Tage zur Verfügung gestanden). Selbstverständlich gehörte auch - wie bei Planet 3DNow! mittlerweile üblich - ein Blick auf die Performance der integrierten Grafikeinheit dazu.

Herausgekommen ist dabei nicht nur das erste Review eines ASUS-Mainboards seit mehr als dreieinhalb Jahren sondern ebenfalls erste Eindrücke des neuen NVIDIA-Flaggschiffs 780a für AMDs Sockel AM2+.

Wir wünschen viel Vergnügen beim Lesen!
[break=Testsystem und Testaufbau]
Testsystem

Die Referenzhardware auf einen Blick:

  • AMD Athlon64 X2 4000+
  • AMD Phenom ES (2,4 GHz Kerntakt, 2,0 GHz Northbridgetakt)
  • 2 x 512 MB Corsair XMS2 8500 (5-5-5-15 1T)
  • SAPPHIRE X1800 XT
  • Maxtor 6E040L0 IDE (40 GB, 7.200 u/min)
  • Maxtor 6Y080M0 SATA (80 GB, 7.200 u/min)
  • Hitachi 7K250 SATA (80 GB, 7.200 u/min, über USB angeschlossen)
  • 2 x Maxtor 4D080H4 IDE (80 GB, 5.400 u/min)
  • STLab PCI RaidController mit SiliconImage 0680Av
  • S3 Trio64V PCI-Grafikkarte
  • bequiet Dark Power Pro 530 Watt
  • Chieftec Mesh CH-01 Midi-Tower


Nach dem Einbau des Mainboards installieren wir Windows XP Professional mit Service Pack 2, DirectX 9.0c Dezemberupdate 2005 sowie Catalyst 6.4. Für den NVIDIA nForce 780a SLI sowie die Onboardkomponenten kommen die Treiber auf der mitgelieferten Mainboard-DVD zum Einsatz.

Für die Tests der Onboard-Grafik des NVIDIA nForce 780a SLI griffen wir auf den ForceWare-Treiber 174.74 WHQL zurück. Beim ForceWare 174.74 handelt es sich um das zum Zeitpunkt des Mainboardtests aktuellste Treiberpaket von NVIDIA (das war auch der Grund für die Wahl des Treibers). Zwar unterstützt dieses Paket von Hause aus die Onboard-Grafik nicht, mit einer kleinen Modifikation der Datei "nv4_disp.inf" wird der Grafikbeschleuniger hingegen erkannt und kann mit dem Treiberpaket genutzt werden.

Verwendete Software

In der folgenden Tabelle sind die grundlegendsten Anwendungen aufgeführt, die bei uns zum Einsatz kommen.

verwendete Software / TreiberVersion / Bemerkungen
Windows XP Professional
32 Bit, Service Pack 2
DirectX
9.0c, Dezemberupdate 2005
Grafikkartentreiber
Catalyst 6.4 + Control Center
Prozessortreiber
Version 1.3.2.16
SiSoft Sandra
2007 lite SP1
Sciencemark2
32 Bit
XMPEG
5.03
Xvid
1.0.3
WinRAR
3.60 Beta 6
Cinebench
2003
3DMark01
Build 3.3.0, ohne Feature Tests
3DMark03
3.6.0 Professional Edition, ohne Feature Tests
3DMark05
1.2.0 Advanced Edition, ohne Feature Tests
3DMark06
1.0.2 Advanced Edition, ohne Feature Tests
PCMark05
1.1.0 Advanced Edition
Aquamark3
1024x768x32
Quake3
640x480x16, Low Details
Quake3
1024x768x16, High Details
UT2004
1024x768x32, High Details
UT2004
1280x1024x32, High Details
UT2004
1600x1200x32, High Details
Doom3 Demo
1024x768x32, Ultra Details
Doom3 Demo
1280x1024x32, Ultra Details
Doom3 Demo
1600x1200x32, Ultra Details
SuperPI
1M, Mod 1.4
HDTach
3.0.1.0
Rightmark Audio Analyzer
5.3


Das Betriebssystem wird bei jedem Mainboard frisch installiert. So können wir sicherstellen, dass alle Testkandidaten beim gleichen Stand beginnen. Nach der Windows- und Softwareinstallation werden die Festplatten defragmentiert, die Auslagerungsdatei auf 512 MB festgesetzt und alle unnötigen Einträge aus dem automatischen Systemstart gelöscht.
[break=Informationen zum NVIDIA nForce 780a SLI]
Bild des nForce 780a SLI


Bei NVIDIAs neuem Flaggschiff für den Sockel AM2+ handelt es sich um einen Chipsatz mit einigen interessanten Features. Doch bevor wir uns diese etwas genauer anschauen, wollen wir erst einen Blick auf das Blockdiagramm des 780a SLI werfen.


(Klick auf das Bild öffnet eine größere Darstellung)


Der 780a SLI oder auch MCP72XE, ist im Grunde genommen ein Chipsatz im Single-Chip-Design. Nichts desto trotz kommt NVIDIA der klassischen North-/Southbridge-Trennung zumindest optisch recht nahe.

Die MCP72XE (Media and Communication Processor) ist mit dem Prozessor via HyperTransport 3 verbunden ist und dort finden nahezu alle Features des Chipsatzes ihr zu Hause. Dazu gehören 6 SATA-Ports, 12 USB-Ports, ein Gigabit-Ethernet sowie eine High Definition Audio-Schnittstelle.

Zusätzlich setzt NVIDIA einen Chip mit der Bezeichnung nForce 200 ein. Dieser Chip - optisch die Southbridge des Systems - beschert dem 780a die PCIe 2.0-Fähigkeit. Über die Art und Weise, wie die beiden Chips miteinander verbunden sind, schweigen sich die technischen Dokumentationen leider aus. Da der nForce 200 jedoch auch beim nForce 780i zum Einsatz kommt und die Anbindung an den Chipsatz dort per PCI Express x16 realisiert wird, gehen wir von der gleichen Konstellation auch beim 780a SLI aus.

Das hat jedoch zur Folge, dass der Einsatz des nForce 200 sehr zweifelhaft erscheint. Da der 780a selbst "nur" PCIe in der Spezifikation 1.1 bereitstellen kann, fällt die Verbindung zum nForce 200 auch dementsprechend mit dieser Spezifikation aus. Zwar kann der nForce 200 mit den angeschlossenen Grafikkarten per PCIe 2.0 und somit doppelter Bandbreite gegenüber PCIe 1.1 kommunizieren, die Daten müssen jedoch auf dem "Rückweg" zum Chipsatz über ein 16 Lanes breites PCIe 1.1-Interface. Der Bandbreitenvorteil von PCIe 2.0 verpufft somit.

Verbesserte CPU- und GPU-Kommunikation

Mit dem nForce 780a SLI halten zusätzlich noch zwei Verbesserungen in der CPU-zu-GPU- bzw. in der GPU-zu-GPU-Kommunikation Einzug. Dadurch sollen Latenzen verkürzt, Bandbreiten optimiert und somit die Gesamtperformance des Systems verbessert werden. Namentlich handelt es sich dabei um folgende beiden Features:
  • direkte GPU-zu-GPU-Kommunikation (PWShort)
  • Broadcast


PWShort

PWShort - oder auch Posted-Write Shortcut - bezeichnet die Fähigkeit des PCIe-Controllers des Chipsatzes, eine Nachricht einer GPU direkt zum Adressaten (in diesem Falle eine andere GPU) zu schicken - ohne den bisherigen Umweg über Chipsatz, CPU und Ram. Dieses Feature kommt Multi-GPU-Umgebungen zu Gute, da dadurch der Datenverkehr, welcher im Normalfall zur Synchronisation der einzelnen Framebuffer notwendig ist, drastisch reduziert werden kann. Somit wird auch der Flaschenhals zwischen nForce 780a und nForce 200 in Form des PCIe 1.1-Interfaces entlastet, da im SLI-Betrieb die Datenpakete nicht zwingend durch dieses Nadelöhr geschleust werden müssen.

Broadcast

Unter Broadcast versteht man die Fähigkeit des Systems, einzelne Datenpakete gleichzeitig an mehrere GPUs zu schicken. Im herkömmlichen Verfahren wurde bisher für jede GPU ein separates Datenpaket geschickt, was in einer Multi-GPU-Umgebung zu einem erhöhten Datenverkehr führt. Da dabei die Daten je GPU aber sehr ähnlich bzw. teilweise gleich sind, verpufft Bandbreite, da jedes Paket faktisch mehrfach verschickt werden muss.

Mittels Broadcast gehört dies der Vergangenheit an. Daten, die an alle Grafikprozessoren gesendet werden müssen, können nun in einem Paket an alle Adressaten verschickt werden. Die Verteilung auf die einzelnen GPUs erfolgt anschließend durch den Zusatzchip nForce 200.
[break=Hybrid Power / Hybrid SLI]
Hybrid Power

In Zeiten, in denen jeder über Energieeinsparungen und Umweltschutz diskutiert, passen Grafikkarten mit einer Leistungsaufnahme weit jenseits der 100 Watt nicht so recht ins Bild. Auch bei diesem Thema bietet der nForce 780a eine Lösung, welche zumindest ein Schritt in die richtige Richtung ist. Gemeint ist hier das Feature Hybrid Power.

Wer kennt das nicht: Man checked seine E-Mails, surft im Internet, frönt einem Spielchen Solitär oder schreibt einen Brief - immer dann wird die geballte Power eines verbauten 3D-Beschleunigers nicht genutzt. Dennoch verbraucht die diskrete Grafikkarte Strom - und davon nicht gerade wenig. Hybrid Power macht es nun möglich, eine nicht genutzte GPU abzuschalten und somit im Idle-Betrieb Strom zu sparen. Die Bildberechnung sowie die Bildausgabe übernimmt in diesen Situationen die Onboard-Grafik, welche in Sachen Performance zwar keine Bäume ausreisst, für den 2D-Betrieb jedoch völlig ausreicht.

Dank dieses Features, welches aber (vorerst?) nur Windows Vista-Usern vorenthalten bleibt, ist es somit kein Widerspruch mehr, eine schnelle Grafikkarte im System zu verbauen und dennoch einen niedrigen Stromverbrauch im Idle-Betrieb zu genießen.

NVIDIA hat uns kurz vor der Veröffentlichung des Artikels freundlicherweise eine GeForce 9800 GTX bereitgestellt. Obwohl die Tests für den heutigen Artikel eigentlich schon abgeschlossen waren, haben wir uns mit der überraschend eingetroffenen 9800 GTX den praktischen Nutzwert von Hybrid Power näher angesehen. Mehr dazu im weiteren Verlauf dieses Reviews.

Hybrid SLI

Die Namensähnlichkeit mit Hybrid Power impliziert es bereits: Auch bei Hybrid SLI spielt die Onboard-Grafik des 780a SLI eine große Rolle. Genau genommen sind Hybrid SLI sowie - Power untrennbar miteinander zusammen.

Während im Stromsparmodus die diskrete Grafik komplett deaktiviert wird, wird diese im Hybrid SLI-Modus kurzerhand wieder aktiviert. Die berechneten Bilddaten werden an die IGP des Mainboards übergeben und von dort aus an den Monitor gesendet. Dadurch entfällt das Umstecken des Monitoranschlusses.

Dank der 9800 GTX von NVIDIA werden wir uns auch kurz mit dem Thema Hybrid SLI beschäftigen und dieses Thema auf den praktischen Nährwert untersuchen.
[break=Lieferumfang]
Lieferumfang ASUS Crosshair II Formula


In der Verpackung finden wir neben unserem Testsample noch folgendes Zubehör:
  • 1x Handbuch (englisch)
  • 1x Treiber-DVD
  • 6x SATA-Datenkabel (3x gewinkelt)
  • 1x SATA-Stromadapter (für 2 Geräte)
  • 1x IDE-Kabel
  • 1x Floppy-Kabel
  • 1x Multifunktions-Bracket (USB 2.0 + FireWire)
  • SupremeFX II Audiomodul
  • LCD Poster
  • HDMI-zu-DVI-Adapter
  • 3-Way-SLI-Brücke
  • SLI-Brücke
  • Heatpipe-Lüfter
  • Kabelbinder
  • ASUS Q-Connector (Frontpanel, USB, FireWire)
  • 1x ASUS ROG-Casebadge

Auch interessante Software liegt dem ASUS-Mainboard bei:
  • Company Of Heroes - Opposing Fronts
  • Kaspersky Anti-Virus
  • 3DMark06 Advanced Edition
  • Cyberlink PowerBackup
  • Ulead PhotoImpact 12 SE

Insgesamt ein sehr üppiges Zubehör, welches wir nicht alle Tage vorfinden. Es fehlt nahezu an Nichts, lediglich ein mehrsprachiges Manual wäre das I-Tüpfelchen.
[break=Spezifikationen]
Prozessor
  • Sockel AM2 / AM2+
  • unterstützt AMD Athlon 64, Athlon 64 X2, Athlon 64 FX und Sempron
  • unterstützt AMD Phenom
  • unterstützt Cool'n'Quiet
Chipsatz
  • NVIDIA nForce 780a SLI
  • MCP72XE
  • unterstützt Hybrid-SLI (SLI von IGP und diskreter Grafik)
  • unterstützt Hybrid Power (Abschaltung der diskreten Grafik im 2D-Modus)
Speicher
  • 4x 240 Pin DDR2-Speicherslots (maximal 8 GByte)
  • 128 Bit Dual-Channel-Architektur
  • unterstützt DDR2 400 / 533 / 667 / 800 / 1066 DIMMs
VGA
  • integrierter NVIDIA-Grafikchip
  • NUMA-Technologie (maximal 512 MByte shared RAM)
  • unterstützt HDMI / DVI
  • unterstützt Multi-Monitoring (D-Sub & HDMI / DVI)
  • unterstützt DirectX 10
  • unterstützt Pixel Shader 4.0
PCI/PCIe Slots
  • drei PCIe 2.0 x16-Steckplätze (unterstützt 3-way-SLI mit 16 + 8 + 8 PCIe-Lanes oder SLI mit 16 + 16 PCIe-Lanes)
  • zwei PCIe x1-Steckplätze
  • zwei PCI-Steckplätze
Serial ATA
  • 6x SATA 300 Mbyte/s
  • unterstützt Raid 0 / 1 / 0+1 / 5 / JBOD
IDE
  • ein IDE-Anschluss
  • bis zu 2 Geräte mit UDMA 133 / 100 / 66 / 33
IEEE 1394
  • VIA VT6308P
  • unterstützt bis 400 Mbit/s
  • unterstützt bis zu zwei Geräte (1 Anschluss am I/O-Panel, 1 Anschluss via pinheader)
Netzwerkadapter
  • Marvell Yukon 88E8056
    • über PCIe angebunden
    • unterstützt 10 / 100 / 1000 Mbit/s
  • Marvell Yukon 88E1118 (PHY)
    • über PCIe angebunden
    • unterstützt 10 / 100 / 1000 Mbit/s
Audio
  • SupremeFX II Audiomodul
  • ADI 1988B 8-Kanal HD Audio-Codec
Lüfteranschlüsse
  • CPU-Lüfter
    • 1 Anschluss
    • 4 Pin PWM
    • regelbar (auch mit 3 Pin-Anschluss)
  • Gehäuselüfter
    • 7 Anschlüsse
    • 3 Pin
    • regelbar
Interne I/O-Anschlüsse
  • 3x PCIe x16
  • 2x PCIe x1
  • 2x PCI
  • 1x Floppy
  • 6x SATA
  • 1x IDE
  • 3x USB 2.0 pinheader (für 6 Ports)
  • 1x IEEE1394 pinheader
  • 1x SPDIF out
  • 3x Anschluss für Temperatursensor
  • 1x Anschluss für LCD-Poster
  • 1x Chassis Intrusion
  • 1x Frontpanel pinheader
Backpanel-Anschlüsse
  • 1x PS/2 Tastaturanschluss
  • 1x HDMI
  • 1x VGA
  • 2x RJ-45 LAN
  • 6x USB 2.0
  • 1x S/PDIF out (coaxial + optisch)
  • 1x IEEE1394
  • 1x Clear CMOS-Schalter
Formfaktor
  • ATX 305 x 245 mm
RoHS*
  • RoHS-konform

*RoHS steht für "Restriction of the use of certain Hazardous Substances in electrical and electronic equipment". Diese Direktive verhindert innerhalb der EU den Einsatz von neuer elektrischer und elektronischer Hardware, welche über erhöhte Mengen an Chrom, Blei, Kadmium, Quecksilber, PBB und PBDE verfügen. Die RoHS-Direktive ist am 01.07.2006 in Kraft getreten.
[break=Layout]
Sehen wir uns nun das Layout des Crosshair II etwas genauer an.

Bild zum Layout ASUS Crosshair II Formula


ASUS verwendet - wie bei allen Mainboards der ROG-Serie - ein schwarzes PCB. Das Hauptaugenmerk fällt auf den ersten Blick auf die Heatpipekonstruktion zwischen Chipsatz und Mosfets.

Bild zum Layout ASUS Crosshair II Formula


Wie gewohnt befinden sich im oberen rechten Teil des Mainboards die Speicherslots. ASUS verdeutlicht die Dual-Channel-Konfiguration auch bei der Farbwahl der Slots. Bestückt man jeweils die gleichfarbigen Steckplätze, erhält man eine Dual-Channel-Kombination.

Zudem sind auf diesem Bild 3 der insgesamt 8 verbauten Lüfteranschlüsse zu sehen.

Bild zum Layout ASUS Crosshair II Formula


Zwischen Prozessorsockel und I/O-Panel verbaut ASUS Solid State-Kondensatoren. Die Kondensatoren sind ungefähr so hoch wie das Retentionmodul des Prozessorsockels, wodurch es zu keinerlei Komplikationen mit ausladenden CPU-Kühlern kommt.

Womit es aber sehr wohl zu Problemen kommen kann, ist die Heatpipekonstruktion selbst. Die Höhe der Kühlfinnen auf den Mosfets übersteigt die Kondensatorhöhe deutlich, wodurch es bei breiten Prozessor-Kühlern durchaus zu Inkompatibilitäten kommen kann. Damit ist ASUS jedoch nicht allein, die potenzielle Gefahr besteht ebenso bei allen bisher getesteten Mainboards mit AMD 790FX.

Einigen Lesern wird vielleicht das Kabel am ROG-Logo in der rechten unteren Ecke des Bildes aufgefallen sein. Dabei handelt es sich jedoch nicht um das Stromkabel für einen Lüfter. Hier wird lediglich das Logo selbst mit Strom versorgt, damit es bei eingeschaltetem PC beleuchtet wird. Wer dieses Gimmick nicht nutzen will, kann die Logobeleuchtung im BIOS abschalten.

Bild zum Layout ASUS Crosshair II Formula


Auf dem Crosshair II finden 3 PCIe x16-Slots Platz, die so angeordnet sind, dass jeweils eine Grafikkarte mit Dual-Slot-Kühler verwendet werden kann. Wer sich ein 3-Way-SLI-System aufbaut und die dafür fähigen Grafikkarten 8800 GTX, 8800 Ultra oder 9800 GTX mit dem originalen Kühler verwendet, muss jedoch auf die Nutzung der restlichen Erweiterungsslots verzichten.

In diesem Fall bleibt lediglich der obere PCIe x1-Slot frei, welcher aber für das SupremeFX II Audio-Modul verwendet werden muss. Es sei denn, der geneigte User möchte ganz auf die Audioausgabe verzichten. Denn da ASUS am I/O-Panel keine Audiojacks verbaut, ist das SupremeFX-Modul die einzige Möglichkeit, den Onboard-Sound des Crosshair II zu nutzen - eine Anschlussmöglichkeit für Front Audio besteht ebenfalls nicht.

Bild zum Layout ASUS Crosshair II Formula


In der rechten unteren Ecke befinden sich einige wichtige Anschlussmöglichkeiten. So verbaut ASUS hier die Frontpanel-Anschlüsse, weitere USB-pinheader, einen Lüfteranschluss sowie die SATA- und IDE-Festplattenanschlüsse.

Bild zum Layout ASUS Crosshair II Formula


Unter dem hier gezeigten Kühler versteckt sich der nForce200. Dieser Chip gewährleistet die PCIe 2.0-Funktionalität für den nForce 780a SLI.

Unterhalb der CMOS-Batterie ist ein kleiner Schiebeschalter zu sehen, welcher für den CMOS-Clear zuständig ist.

Bild zum Layout ASUS Crosshair II Formula


Auch ein Rücken kann entzücken: Auf der Rückseite des Mainboards platziert ASUS in Höhe des nForce 780a sowie des nForce200 jeweils eine kleine Kühlerplatte, die für zusätzliche Kühlung sorgen soll.
[break=Layout - Fortsetzung]
Und weiter geht's.

Bild zum Layout ASUS Crosshair II Formula


Auf dem Crosshair II finden sich an insgesamt 4 Stellen des PCBs solche Aufschriften wie die hier abgebildeten Worte "BR_Crazy", "BR_High" und "BR_Normal". Die rechts daneben befindlichen LEDs zeigen dem Nutzer durch die Ampelfarben grün, gelb oder rot an, in welchem Bereich eine spezifische Spannung im BIOS eingestellt ist.

Vorhanden ist diese Anzeige für die Prozessorspannung, für die RAM-Spannung, für die Chipsatzspannung und für die Spannung des PWM Boost Regulators.

Bild zum Layout ASUS Crosshair II Formula


Hier haben wir noch einen seitlichen Blick auf das obere Ende der Heatpipekonstruktion. Der Seitenblick verdeutlicht, dass es zu Problemen mit großvolumigen Prozessorkühlern kommen kann.

Bild zum Layout ASUS Crosshair II Formula


Auf dem Crosshair II findet ein VIA VT6308P sein zu Hause. Der Chip ist für FireWire zuständig und bietet die Möglichkeit, bis zu zwei IEEE1394a-Geräte an das Board anzuschließen. Zusätzlich sind hier die beiden Netzwerkchips aus dem Hause Marvell zu sehen. Ein Chip davon agiert als Phyceiver und stellt die Netzwerkfunktionalität des nForce-Chipsatzes zur Verfügung (und meldet sich deshalb im Windows als nForce Netzwerk-Controller), der andere fungiert als eigenständiger Netzwerkanschluss. Die Anbindung des Marvell-Chips erfolgt via PCIe.

Bild zum Layout ASUS Crosshair II Formula


Die 6 vorhandenen SATA-Anschlüsse sowie der einzig verbliebene IDE-Port sind um 90 Grad gewinkel angebracht. Durch die Art der verbauten SATA-Anschlüsse ist es jedoch nicht möglich, SATA-Datenkabel mit Halteklammer zu verwenden, da sie schlichtweg nicht in die Ports passen.

ASUS trennt die 6 SATA-Ports zudem farblich voneinander ab. Dies hat auch einen Grund: Das Handbuch verrät dem Nutzer, dass SATA 1 bis 4 (blaue Anschlüsse) für den Betrieb im IDE-Modus genutzt werden müssen. Wer seine SATA-Geräte also im IDE-Kompatibilitätsmodus betreiben will, dem stehen somit nur 4 Ports zur Verfügung.

Ob es sich dabei um eine Limitierung seitens des Chipsatzes oder des Mainboards handelt, ist bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht klar.

Bild zum Layout ASUS Crosshair II Formula


Noch ein kurzer Blick auf das SupremeFX II Audio-Modul. Es besitzt ein PCIe x1-Interface und basiert auf dem ADI 1988B HD Audio-Codec.

Bild zum Layout ASUS Crosshair II Formula


Bild zum Layout ASUS Crosshair II Formula


Etwas verwundert sind wir über die Verwendung von gleich zwei Taktgeneratoren auf dem Crosshair II. Beide sind aus dem Hause ICS, werden jedoch von einschlägigen OC-Tools ála ClockGen und setFSB (noch) nicht erkannt.

Bild zum Layout ASUS Crosshair II Formula


Last but not least der obligatorische Blick auf das I/O-Panel vom heutigen Testkandidaten. Dabei bekommt der geneigte User eine nicht ganz alltägliche Kombination der Anschlussmöglichkeiten zu Gesicht.

ASUS verbaut 6x USB 2.0, 2x RJ45, 1x FireWire, 1x PS/2 für die Tastatur, S/PDIF out (optisch sowie coaxial), VGA out sowie HDMI. Als Schmankerl für alle Enthusiasten, die das Mainboard an seine Grenzen treiben wollen, bietet der Hersteller einen CMOS-Clear-Schalter am I/O-Panel an. Dadurch ist es möglich, das BIOS auf Default-Werte zurückzusetzen, ohne das Gehäuse zu öffnen.
[break=BIOS]
Nachdem wir uns nun das Layout näher angeschaut haben, folgt der Sprung ins BIOS unseres heutigen Probanden.

Bild zum BIOS ASUS Crosshair II Formula


Wie man unschwer erkennen kann, setzt ASUS auf ein AMI-BIOS. Zudem kommt man ohne Umwege direkt zur Sache, da der User beim Aufruf des BIOS direkt im Extreme Tweaker-Menü landet. Hier lässt sich alles einstellen, was Rang und Namen hat.

Das das Crosshair II die Enthusiasten als Zielgruppe hat, kann man auch an den umfangreichen Takt- und Spannungsoptionen erkennen. Die wichtigsten Optionen lassen sich in diesem Spektrum einstellen:
  • Kernspannung Prozessor: 0,9 bis 2,0 Volt
  • Speicherspannung: 1,8 bis 3,4 Volt
  • Referenztakt: 200 bis 600 MHz

Hinzu kommen 8 weitere Optionen für Spannungen, die beim Crosshair II einstellbar sind. Jeder Übertakter wird sich darüber freuen, lässt sich das System doch dadurch noch gezielter an die eigenen Bedürfnisse anpassen.

Bild zum BIOS ASUS Crosshair II Formula


Im Untermenü DRAM Configuration finden wir - wie soll es anders sein - die Speichertimings vor. Wer aber denkt, dass Tcl, Trcd, Trp, Tras und die Command Rate alles sind, was das Crosshair II zu bieten hat, der sollte einmal eine Menüebene tiefer gehen: In die Advanced Memory Settings.

Zusätzlich stehen noch zwei weitere Untermenüs zur Verfügung. Darin lassen sich noch mehr Speichereinstellungen vornehmen, so zum Beispiel die für Übertakter wichtige Signalstärke.

Bild zum BIOS ASUS Crosshair II Formula


In den Advanced Memory Settings angekommen, offenbart sich eine große Vielfalt an weiteren Speichertimings. Es ist alles vorhanden, was sich das Overclocker-Herz wünscht, wodurch sich maximale Performance erreichen lässt.

Bild zum BIOS ASUS Crosshair II Formula


Auch noch im Extreme Tweaker-Bereich zu finden: Das Untermenü CPU Configuration. Die drei hier eingeblendeten Optionen erweitern sich bei Einsatz eines AMD Phenom um weitere 3 Einträge: Tweak CPU, Cache Mapping Cycle (gleichbedeutend mit dem TLB-Fix) sowie der Option Processor Downcore.

Processor Downcore ist eine interessante aber zugleich auch irritierende Option. Damit lassen sich Kerne des Phenom deaktivieren, sodass man nach Wunsch 1, 2, 3 oder 4 Kerne nutzen kann. Ob die Möglichkeit zur Deaktivierung von Cores einen hohen Praxisnutzen hat, wird sich zeigen müssen. Denn im Normalfall beschneidet der User dadurch seinen Rechner in der Gesamtperformance, da entsprechend weniger Kerne arbeiten können.

Mögliche Szenarien für einen sinnvollen Einsatz der Option sind in unseren Augen zwei Dinge:

1. Wer einen Phenom besitzt und die Leistung nicht ständig benötigt, kann einen oder mehrere Kerne deaktivieren, um ein paar Watt Energie zu sparen.
2. Wer seine CPU übertaktet aber das Problem hat, dass ein Kern bereits sehr früh am Taktlimit ist, die anderen hingegen nicht, kann mit Hilfe dieser Option (und etwas Glück) genau diesen Kern deaktiveren.

Zumindest bei Variante 2 ist noch Glück von Nöten. Denn mit Processor Downcore wählt man nicht die zu deaktivierenden Kerne, sondern man wählt aus, wieviele Kerne deaktiviert werden sollen. Welche Cores letzendlich abgeschaltet werden, obliegt der BIOS-Programmierung.

Beide Anwendungs-Szenarien haben jedoch den unumwindlichen Nachteil, dass bei geändertem Anforderungsprofil ein Reboot mit BIOS-Besuch notwendig wird. On-The-Fly lassen sich die Kerne nicht wieder aktivieren.

Wichtig ist an dieser Stelle noch zu erwähnen, dass bei aktiviertem Cool'n'Quiet die Veränderung des Northbridge-Multiplikators nicht möglich ist. Die entsprechenden Optionen werden im Extreme Tweaker zwar angezeigt, sind jedoch grau hinterlegt und nicht konfigurierbar.

Bild zum BIOS ASUS Crosshair II Formula


Nachdem man sich durch das sehr umfangreiche Extreme Tweaker-Menü "gekämpft" hat, geht es im Hauptmenü mit dem Reiter "Main" weiter. Hier werden alle angeschlossenen Laufwerke angezeigt, zudem lassen sich Datum und Uhrzeit einstellen.

Vorbildlich: SATA-Geräte werden auch als solche erkannt, trotz Native IDE-Betrieb.

Bild zum BIOS ASUS Crosshair II Formula


In den Advanced Settings, genauer gesagt im Untermenü Onboard Device Configuration, lassen sich alle Onboardgeräte konfigurieren. Da der 780a SLI ein Chipsatz mit integrierter Grafik ist, lässt sich die IGP auch an dieser Stelle einstellen.
[break=BIOS - Fortsetzung]
Bild zum BIOS ASUS Crosshair II Formula


Wie es sich für aktuelle Mainboards gehört, ist auch beim Crosshair II der Betrieb der SATA-Geräte im AHCI-Modus möglich. Wer hingegen den IDE-Modus bevorzugt, muss sich laut ASUS auf die ersten 4 von insgesamt 6 SATA-Ports beschränken. Nur in diesen ist der Betrieb als Native IDE möglich.

Bild zum BIOS ASUS Crosshair II Formula


Die Beleuchtung des ROG-Logos auf dem Northbridge-Kühler sowie die Beleuchtung der "Spannungsanzeiger", auf die wir bereits bei den Bildern des Layouts eingegangen sind, lassen sich im BIOS komfortabel deaktivieren.

Bild zum BIOS ASUS Crosshair II Formula


Kurz und knapp lassen sich im Menü APM Configuration Einstellungen für den Start und den Shut Down des PCs vornehmen.

Bild zum BIOS ASUS Crosshair II Formula


Die Liste der zur Verfügung stehenden Spannungsoptionen ist so groß, dass die Übersicht über die aktuell genutzten Spannungen mehr als eine halbe Bildschirmseite einnimmt. In diesem Menü hat der User zudem kein Mitspracherecht, hier lässt sich nichts verändern.

Bild zum BIOS ASUS Crosshair II Formula


Ähnlich umfangreich stellt sich das Menü Temperature Monitor dar. Hier sind die wichtigsten Temperaturen auf einen Blick verfügbar, zudem lassen sich Einstellungen für einen Überhitzungsschutz vornehmen.

Bild zum BIOS ASUS Crosshair II Formula


Ein großes Lob müssen wir ASUS für die Lüftersteuerung des Mainboards aussprechen. Auf dem Crosshair II werden insgesamt 8 Lüfteranschlüsse verbaut, bei denen es sich um eine bunte Mischung aus Anschlüssen mit 4 Pins und Anschlüssen mit 3 Pins handelt. Trotz der Mischung war es uns jederzeit möglich, die Lüfter zu drosseln - und das unabhängig vom verwendeten Lüfter. Ob es sich dabei um einen 4 Pin PWM-Lüfter oder einen "normalen" mit 3-poligem Anschluss handelt, ist egal.

Bild zum BIOS ASUS Crosshair II Formula


ASUS bietet zwei Speicherplätze für BIOS-Einstellungen an. Damit lässt sich das BIOS in puncto Einstellungen jederzeit in den Zustand zurückversetzen, in dem es zum Zeitpunkt des Abspeicherns war. Somit muss man sich nicht alle vorgenommenen Settings mühsam merken sondern kann diese "auf Knopfdruck" wieder gesammelt einstellen.

Ein Phänomen ist uns beim Einsatz unseres Phenom-Prozessors noch aufgefallen, welches Nutzern von Mainboards mit Intel-Chipsätzen vielleicht bekannt vorkommt: Sobald man im BIOS Änderungen vornimmt und das BIOS mittels Save & Exit verlässt, schaltet sich der PC komplett ab - ähnlich wie bei vielen Mainboards mit Intel P965 / P35 / X38-Chipsätzen. Nach ein bis zwei Sekunden fährt das System dann ohne weitere Komplikationen hoch.

Das "Problem" tritt wie bereits genannt nur mit einem AMD Phenom auf, wenn man das BIOS mittels Save & Exit verlässt. Beim Kaltstarts bzw. Neustarts aus dem Betriebssystem heraus bootet das System wie gewohnt ohne Umwege.
[break=Stabilitätstests]
Jedes Mainboard muss umfangreiche Stabilitätstests durchlaufen. Nur so können wir sicher sein, dass der jeweilige Kandidat auch im realen Leben alle Anforderungen bewältigt. Wir achten bei den Tests darauf, dass so viele Komponenten wie möglich belastet werden. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die wichtigsten Stabilitätstests.

StabilitätstestVersion/Bemerkungen
X2: Orthos (SP2004)2 Instanzen, ca. 8 Stunden über Nacht
X2: 3DMark03 im LoopDemo-Loop ca. 4 Stunden mit Sound
X2: großes Archiv von SATA zu IDEverschieben mit anschließender CRC-Prüfung
X2: großes Archiv von IDE zu PCI-Raidverschieben mit anschließender CRC-Prüfung
X2: großes Archiv von PCI-Raid zu SATAverschieben mit anschließender CRC-Prüfung
X2: großes Archiv von SATA zu USBverschieben mit anschließender CRC-Prüfung
X2: großes Archiv von USB zu SATAverschieben mit anschließender CRC-Prüfung
X4: Prime954 Instanzen, ca. 8 Stunden über Nacht
X4: 3DMark03 im LoopDemo-Loop ca. 4 Stunden mit Sound
X4: großes Archiv von SATA zu IDEverschieben mit anschließender CRC-Prüfung
X4: großes Archiv von IDE zu PCI-Raidverschieben mit anschließender CRC-Prüfung
X4: großes Archiv von PCI-Raid zu SATAverschieben mit anschließender CRC-Prüfung
X4: großes Archiv von SATA zu USBverschieben mit anschließender CRC-Prüfung
X4: großes Archiv von USB zu SATAverschieben mit anschließender CRC-Prüfung


Orthos setzt auf das allseits bekannte Prime95. Hier werden Arbeitsspeicher und CPU starken Belastungen ausgesetzt. Da wir den Programminstanzen nicht explizit einen Kern zuordnen, erhöhen wir den Schwierigkeitsgrad für unsere Hardware. Hard- und Software müssen die Verteilung selbst koordinieren und eventuelle Fehler werden gnadenlos aufgedeckt.

3DMark03 lassen wir etwa 4 Stunden im Demo-Loop laufen. Das belastet hauptsächlich die Grafikkarte, jedoch haben CPU und RAM ebenfalls jede Menge zu tun. Zusätzlich wird die Soundausgabe aktiviert, was den onboard verbauten Soundchip belastet. Insgesamt ist dieser Test der kritischste für das Gesamtsystem, da die meisten Komponenten gleichzeitig belastet werden.

Das Kopieren von Rar-Archiven soll möglichen Datenverlust zwischen den beteiligten Controllern aufdecken. Dazu wird ein etwa 4 Gigabyte großes Rar-Archiv von SATA über IDE zum PCI-Raidverbund verschoben und zwischendurch immer wieder überprüft. Zum Schluss wird der Weg umgekehrt vollzogen. Treten bei der CRC-Prüfung keine Fehler auf, gilt der Test als bestanden.

Ähnlich verhält es sich auch beim Verschieben eines Archivs von SATA zu USB. Hier ist das Archiv jedoch etwas kleiner, mit über 100 MB aber noch immer stattlich. Der Weg führt von SATA zu USB und wieder zurück.

Stabilität bei unseren Testkandidaten

Die Stabilität des Crosshair II Formula haben wir auch für das heutige Review wieder besonders sorgfältig unter die Lupe genommen. Dabei sind uns allerdings keine Probleme untergekommen. Kurzum: Mit der Stabilität des Samples sind wir restlos zufrieden. Dabei spielte es keine Rolle, ob wir "nur" einen Athlon 64 X2 oder einen stromhungrigen AMD Phenom 9700 ES eingesetzt haben - ohne mit der Wimper zu zucken wurden alle Tests gemeistert.

Daumen hoch!
[break=Cool’n’Quiet]
Als nächster Punkt steht die Überprüfung der korrekten Funktionsweise von Cool'n'Quiet auf dem Plan. Hier trat jedoch unerwartet ein kleines Problem auf:

Cool’n’Quiet ASUS Crosshair II Formula - X2 load


Cool’n’Quiet ASUS Crosshair II Formula - Phenom load


Wie man auf den beiden Screenshots sieht, zeigt CPU-Z jeweils eine Prozessorspannung von 1,232 Volt an - und das stur und ohne Veränderung.

Das Problem ist nicht zum ersten Mal während eines Mainboard-Reviews aufgetreten. Bereits beim Test des SAPPHIRE PURE Innovation PI-A9Rx480 hatten wir ein ähnliches Phänomen. Dort wurde von allen Tools jeweils der falsche Spannungswert ausgelesen, was auch im heutigen Review der Fall ist. Allem Anschein nach liest CPU-Z den Wert der im BIOS zugänglichen SB_Voltage aus, weshalb wir für die Spannungskontrolle auf das von ASUS mitgelieferte Tool PC Probe zurückgegriffen haben.

Zur Kontrolle, dass unser "Ausweichtool" auch korrekt ausliest, wollten wir die Spannung im laufenden Betrieb nachmessen. Leider war es uns nicht möglich, den VCore-Messpunkt zu finden. Höchstwahrscheinlich liegt der Punkt unter der Mainboard-Heatpipe verborgen, wo man widerum im laufenden Betrieb nicht herankommt. Daher müssen wir notgedrungen PC Probe Glauben schenken.

Cool’n’Quiet ASUS Crosshair II Formula - X2 idle


Cool’n’Quiet ASUS Crosshair II Formula - Phenom idle


Mit aktiviertem Cool'n'Quiet takten beide Prozessoren korrekt nach unten. Auch PC Probe suggeriert eine Spannungsabsenkung auf einen realistischen Wert, sodass wir davon ausgehen, dass CnQ auf dem Crosshair II korrekt funktioniert.
[break=Onboard Sound Signal]
Werfen wir nun einen Blick auf die Soundqualität des Onboard-Sounds. Wobei die Bezeichnung "Onboard-Sound" beim Crosshair II kaum noch zutrifft, schließlich liefert ASUS eine nahezu vollwertige Soundkarte mit, die zudem per PCIe x1-Slot in den PC integriert wird. Dennoch haben wir den "Sound-Check" gemacht und das SupremeFX II Audio-Modul auf die Signalqualität hin untersucht.

Gerade die vom Mainboardhersteller verwendeten Bauteile sind nicht selten für eine gute oder auch schlechte Signalqualität verantwortlich. Des Öfteren kommen billigere Digital-Analog Wandler zum Einsatz. Auch der verwendete Treiber spielt eine nicht unerhebliche Rolle.

Wir haben unser Testsample mit Hilfe des RightMark Audio Analyzer überprüft. Die Ergebnisse lassen allerdings nur ein Fazit in Bezug auf die Signalqualitäten der Onboard Sounds zu - weitere Features wie 5.1 Sound, EAX etc. sind nicht Gegenstand dieser Prüfung.

Als Referenz dient uns auch heute wieder die Sound-Lösung des EPoX EP-8RDA+. Die NVIDIA APU der MCP-T Southbridge zählt zu den qualitativ hochwertigeren Onboard-Lösungen.

TestNVIDIA(R) nForce(TM) AudioSoundMAX HD Audio
Frequency response (from 40 Hz to 15 kHz), dB:+0.30, -0.78+0.26, -0.07
Noise level, dB (A):-80.6-92.3
Dynamic range, dB (A):80.191.4
THD, %:0.00750.0100
IMD, %:0.0400.046
Stereo crosstalk, dB:-77.7-91.9


Frequency response

Soundqualität ASUS Crosshair II Formula: Frequency Response

Noise level

Soundqualität ASUS Crosshair II Formula: Noise Level

Dynamic range

Soundqualität ASUS Crosshair II Formula: Dynamic Range


Die Bewertungen im Einzelnen:

Frequency response (from 40 Hz to 15 kHz), dB:+0.26, -0.07Very good
Noise level, dB (A):-92.3Very good
Dynamic range, dB (A):91.4Very good
THD, %:0.0100Very good
IMD, %:0.046Good
Stereo crosstalk, dB:-91.9Excellent


Das von ASUS mitgelieferte Soundmodul kann in unserem Test durchaus überzeugen. Zwar ist noch ein wenig Verbesserungspotenzial vorhanden, die Ergebnisse sind jedoch sehr zufriedenstellend.

Eine ausführliche Erklärung der in der Messung verwendeten Begriffe findet der Interessierte bei unserer Partner-Site Hard Tecs 4U.
[break=Benchmarks: SiSoft Sandra, Netzwerk]
Wenden wir uns nun der Performance unseres heutigen Probanden - dem ASUS Crosshair II Formula - zu. Alle Benchmarks auf den folgenden Seiten wurden in verschiedenen Konfigurationen durchlaufen. Zur besseren Orientierung wurden die Ergebnisse in den Diagrammen farblich getrennt dargestellt. Hierzu eine kleine Legende:

  • grün: Benchmarkergebnisse bei Verwendung eines Athlon 64 X2
  • rot: Benchmarkergebnisse des aktuellen Mainboards bei Verwendung eines Athlon 64 X2
  • grau: Benchmarkergebnisse bei Verwendung eines AMD Phenom ES
  • blau: Benchmarkergebnisse des aktuellen Mainboards bei Verwendung eines AMD Phenom ES

Da es sich beim nForce 780a SLI um einen Chipsatz mit integrierter Grafikeinheit - kurz IGP - handelt, haben wir alle Benchmarks zusätzlich noch mit aktivierter Grafikeinheit unter Verwendung eines AMD Athlon 64 X2 durchgeführt und mit dem Zusatz "IGP" in den Ergebnisdiagrammen gekennzeichnet.

Sandra 2007
  • Hersteller: SiSoftware
  • Webseite: www.sisoftware.co.uk
  • Bereich: Synthetisch
  • Schwerpunkt: Speicher- und Netzwerkbandbreite
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Sandra CPU Streaming

Benchmarkergebnis ASUS Crosshair II Formula: Sandra CPU Streaming


Sandra FPU Streaming

Benchmarkergebnis ASUS Crosshair II Formula: Sandra FPU Streaming


In Sachen Speicherbandbreite platzieren sich alle Konfigurationen im jeweiligen Mittelfeld.

Einmal mehr muss zu diesem Test erwähnt werden, dass wir hierbei aus Vergleichsgründen eine ältere SiSoft Sandra-Version verwenden. Daher fällt die Bandbreite mit unserem AMD Phenom bescheiden aus. Ursache hierfür ist schlichtweg die Programmierung des Benchmarks. Mit aktuellen Versionen kommen die Vorteile des Phenom zur Geltung.

Sandra Netzwerkbandbreite

Benchmarkergebnis ASUS Crosshair II Formula: Sandra Netzwerkbandbreite


Das Crosshair II liefert gute bis sehr gute Werte bei der Netzwerk-Transferleistung ab. Interessant ist dabei jedoch, dass der obere Anschluss am I/O-Panel die konstant besseren Ergebnisse liefert.

Der obere RJ45-Anschluss wird durch einen Marvell 88E1118 zur Verfügung gestellt. Dabei handelt es sich um einen Netzwerk-PHY, welcher die LAN-Funktionalität des 780a SLI nach außen führt. Der untere Anschluss wird widerum durch einen waschechten Marvell 88E8052 zur Verfügung gestellt, der aber die etwas niedrigere Leistung bringt.

Sandra Netzwerklatenz

Benchmarkergebnis ASUS Crosshair II Formula: Sandra Netzwerklatenz


Das gleiche Bild zeigt sich auch bei der Netzwerklatenz. Oben hopp, unten flopp.

Prozessorlast Netzwerkverkehr

Benchmarkergebnis ASUS Crosshair II Formula: Prozessorlast Netzwerkverkehr


Die Prozessorlast bei Netzwerk-Datenverkehr fällt in allen Fällen zufriedenstellend aus. Zwar würden wir uns beim X2 noch das eine oder andere Prozent weniger wünschen, Werte unter 10 Prozent CPU-Last sind jedoch absolut in Ordnung.

Die Verringerung der Last mit Verwendung eines Phenom gegenüber einem X2 resultiert aus einer gesteigerten IPC des K10, mehr Prozessortakt sowie der Verdoppelung der Kernanzahl.
[break=Benchmarks: Sciencemark, XMPEG, WinRAR]
Sciencemark
  • Hersteller: Dr. Timothy Wilkens & Alex Goodrich
  • Webseite: www.sciencemark.de
  • Bereich: Synthetisch
  • Schwerpunkt: Memory-Controller Performance
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Benchmarkergebnis ASUS Crosshair II Formula: Sciencemark Speicherbandbreite


Auch im Sciencemark-Bandbreitentest platziert sich das heutige Testsample im vorderen Feld. Dabei spielt es keine Rolle, in welcher Konfiguration der Test durchgeführt wird, es stehen immer gute Ergebnisse zu Buche.

Benchmarkergebnis ASUS Crosshair II Formula: Sciencemark Speicherlatenz


Gleiches gilt für die Speicherlatenz. Auch hier gibt es nichts zu meckern.

XMPEG + XviD

Benchmarkergebnis ASUS Crosshair II Formula: XMPEG + XviD


Während der Athlon 64 unser Referenzvideo in normaler Geschwindigkeit umrechnet, geschieht dies beim Phenom in neuer Rekordgeschwindigkeit. So schnell, dass das Ergebnis im ersten Moment zweifelhaft aussieht - wenn, ja wenn - wir den Test nicht mehrfach wiederholt hätten. Bei jedem einzelnen Durchlauf erhielten wir 32 Sekunden als Ergebnis, weshalb wir den Fakt als gegeben hinnehmen. XMPEG scheint dem Crosshair II also zu liegen.

WinRAR
  • Hersteller: Rarsoft
  • Webseite: www.winrar.de
  • Bereich: Anwendungen
  • Schwerpunkt: ALU, Speicherlatenzen
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Benchmarkergebnis ASUS Crosshair II Formula: WinRAR


WinRAR hält hingegen keine Überraschungen für uns bereit. Der X2 durchbricht jeweils die Schallmauer von 1.000 KByte/s während es sich der Phenom auf Platz 3 mit denkbar knappem Rückstand gemütlich macht.
[break=Benchmarks: Cinebench, SuperPI]
Cinebench
  • Hersteller: Maxon
  • Webseite: www.maxon.net
  • Bereich: Anwendungen
  • Schwerpunkt: CPU-Performance
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Benchmarkergebnis ASUS Crosshair II Formula: Cinebench


Platz 3 auch für den Phenom im Cinebench. Der X2 muss hier hingegen leicht Federn lassen und platziert sich nur am Tabellenende.

SuperPI

Benchmarkergebnis ASUS Crosshair II Formula: SuperPI


Der 1M-Test von SuperPI liegt dem Mainboard hingegen wieder sehr. Einen neuen absoluten Bestwert setzt unser Phenom, der X2 spielt aber ebenfalls vorne mit.
[break=Benchmarks: 3DMark 01/03/05/06, PCMark05, Aquamark]
3DMark01/03/05/06 + PCMark05

3DMark01

Benchmarkergebnis ASUS Crosshair II Formula: 3DMark01


Mit unserer Referenz-Grafikkarte X1800XT platziert sich das 780a-Mainboard jeweils im Mittelfeld. Bei Verwendung der IGP wachsen dem Mainboard aber Flügel. Mehr als 20 Prozent Vorsprung gegenüber der bisher schnellsten IGP deuten an, dass der integrierte Grafikchip des nForce 780a SLI einiges an 3D-Potenzial hat.

3DMark03

Benchmarkergebnis ASUS Crosshair II Formula: 3DMark03


Gleiches Bild auch im 3DMark03, Mittelfeld jeweils für X2 und X4. Die Onboard-Grafik lässt widerum ihre Muskeln spielen und sichert sich mit mehr als 50 Prozent Performance-Vorsprung Platz 1 unter den IGPs.

3DMark05

Benchmarkergebnis ASUS Crosshair II Formula: 3DMark05


Auch im 3DMark05 erzielt die IGP eine um 50 Prozent höhere Performance als bisherige Onboard-Lösungen. Bei Verwendung unserer Referenz-Grafikkarte gibt es hingegen keine Überraschungen.

3DMark06

Benchmarkergebnis ASUS Crosshair II Formula: 3DMark06


Der 3DMark06 zeigt erneut die Performance-Überlegenheit der IGP gegenüber bisherigen Lösungen. Fast 3x so schnell wie der zweiplatzierte stehen insgesamt knapp 900 Punkte zu Buche.

Unsere Standard-Konfigurationen tummeln sich hingegen einmal mehr im Mittelfeld.

PCMark05

Benchmarkergebnis ASUS Crosshair II Formula: PCMark05


Im PCMark05 muss die IGP des nForce 780a erstmals eine Niederlage hinnehmen. Das ist jedoch halb so wild, da im PCMark die Grafikleistung eine zwar nicht unbedeutende, aber weniger wichtige Rolle spielt. Das ALiveNF6G-VSTA scheint in diesem Test jedenfalls das bessere Gesamtpaket zu schnüren, weshalb das Crosshair II knapp auf den zweiten Platz verwiesen wird.

Mit unserem X2 bzw. unserem Phenom erzielt das ASUS-Mainboard gute Ergebnisse und reiht sich im Mittelfeld ein.

Aquamark 3
  • Hersteller: Massive Development
  • Webseite: www.aquamark3.com
  • Bereich: Grafik-Performance
  • Schwerpunkt: CPU-, FPU- und Speicher-Performance
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Benchmarkergebnis ASUS Crosshair II Formula: Aquamark


Im Aquamark kann unser heutiger Proband wieder glänzen. Zwar reiht sich das Mainboard mit X2 einmal mehr im Mittelfeld ein, unter Nutzung der IGP bzw. eines Phenom stehen jedoch erneut neue Bestwerte zu Buche.
[break=Benchmarks: Quake III, Doom3]
Quake III Arena

Benchmarkergebnis ASUS Crosshair II Formula: Quake 3 640x480


Benchmarkergebnis ASUS Crosshair II Formula: Quake 3 1024x768


Die Quake 3-Benchmarks zeigen ein sehr differenziertes Bild. In unserer Referenz-Konfiguration mit X2 und 1800 XT ist das Crosshair II sehr gut aufgestellt. Baut man eine Phenom ein, fallen die Ergebnisse auf mittlere Werte zurück. Und auch die IGP hat ihre liebe Mühe und muss sich - teils deutlich - geschlagen geben.

Doom 3
  • Hersteller: id Software
  • Infoseite: auf Planet 3D Games
  • Bereich: Gaming
  • Schwerpunkt: Grafik-Performance (Grafikkarten lastig)
  • Referenzen auf Planet 3DNow!: Suche...
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Benchmarkergebnis ASUS Crosshair II Formula: Doom 3 1024x768


Benchmarkergebnis ASUS Crosshair II Formula: Doom 3 1280x1024


Benchmarkergebnis ASUS Crosshair II Formula: Doom 3 1600x1200


Wesentlich besser sieht es bei Doom3 aus. Hier platziert sich der X2 weit vorn, die Ergebnisse des Phenom sehen ebenfalls sehr gut aus und die IGP zieht einmal mehr allen anderen Onboard-Lösungen davon.
[break=Benchmarks: UT2004]
Unreal Tournament 2004
  • Hersteller: Digital Extremes
  • Infoseite: auf Planet 3D Games
  • Bereich: Gaming
  • Schwerpunkt: Grafik-Performance (CPU-Lastig)
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Benchmarkergebnis ASUS Crosshair II Formula: UT 2004 1024x768


Benchmarkergebnis ASUS Crosshair II Formula: UT 2004 1280x1024


Benchmarkergebnis ASUS Crosshair II Formula: UT 2004 1600x1200


Als Abschluss der 3D-Benchmarks zeigt UT2004 noch einmal, dass das Crosshair II Formula durchaus performant ist. Der X2 ist im vorderen Feld zu finden, der X4 setzt durchweg neue Spitzenwerte und auch die IGP setzt ein letztes Ausrufezeichen.
[break=Benchmarks: HDTach]
Wenden wir uns nun der Schnittstellenperformance des 780a-Mainboards zu.

HDTach

IDE-Performance

Benchmarkergebnis ASUS Crosshair II Formula: HDTach IDE Average


Durchweg 52,6 Mbyte/s stehen als durchschnittliche IDE-Transferleistung zu Buche. Und das ungeachtet der Systemkonfiguration.

Benchmarkergebnis ASUS Crosshair II Formula: HDTach IDE Burst


Beim IDE-Burst zeigen sich unterschiedliche Ergebnisse, wenngleich alle 3 Konfigurationen oberhalb von 120 Mbyte/s liegen. Sehr gute Ergebnisse!

Benchmarkergebnis ASUS Crosshair II Formula: HDTach IDE Prozessorlast


Keine Auffälligkeiten gibt es bei der Prozessorlast bei IDE-Verkehr zu beobachten.

SATA-Performance

Benchmarkergebnis ASUS Crosshair II Formula: HDTach SATA Average


Auch bei der durchschnittlichen SATA-Transferleistung sind sich die heutigen Testergebnisse einig.

Benchmarkergebnis ASUS Crosshair II Formula: HDTach SATA Burst


Beim SATA-Burst zeigt sich ein fast identisches Bild, zwischen den einzelnen Ergebnissen liegen nur minimale Unterschiede. Auch hier gilt: Über 120 Mbyte/s stellen einen ausgezeichneten Wert dar.

Benchmarkergebnis ASUS Crosshair II Formula: HDTach SATA Prozessorlast


Gute Ergebnisse stehen auch bei der Prozessorlast auf der Habenseite.

PCI-Performance

Benchmarkergebnis ASUS Crosshair II Formula: HDTach PCI Burst


Mit über 112 Mbyte/s fällt die PCI-Bandbreite im normalen Bereich aus.

Benchmarkergebnis ASUS Crosshair II Formula: HDTach PCI Prozessorlast


Die Prozessorlast könnte ruhig etwas besser ausfallen, wenngleich alle Werte auf normalem Niveau liegen.

Dass wir im heutigen Artikel überhaupt Ergebnisse zur PCI-Performance präsentieren können, verdanken wir unserem Forenmitglied Laubgaenger. Denn im Vorfeld der Tests verweigerte eine der verwendeten Maxtor-Festplatten des Raidverbundes ihren Dienst. Da es sich um mittlerweile betagte Festplatten handelt (welche aber für den Einsatzzweck absolut ausreichend sind), kann man die Datenspeicher nicht mehr ohne weiteres käuflich erwerben.

Hier kam Laubgaenger ins Spiel, der uns völlig unkompliziert und schnell Hilfe anbot und uns eine baugleiche Maxtor-Platte zukommen ließ. Dank seiner Hilfe konnte der Raidverbund wieder in Betrieb genommen und alle Tests wie gewohnt durchgeführt werden. An dieser Stelle einen herzlichen Dank an Laubgaenger für sein Engagement.

USB-Performance

Benchmarkergebnis ASUS Crosshair II Formula: HDTach USB Burst


Ganz reicht es nicht für einen neuen Bestwert beim USB-Burst, das Crosshair II platziert sich jedoch in der Spitzengruppe.

Benchmarkergebnis ASUS Crosshair II Formula: HDTach USB Prozessorlast


Über die Prozessorlast können wir nicht meckern. Mit einem X4 steht ein neuer absoluter Spitzenwert zu Buche und auch mit dem X2 kommt das System nicht ins Schwitzen. Lediglich bei Verwendung der IGP würden wir uns etwas weniger CPU-Last wünschen, 8 Prozent liegen jedoch noch im Rahmen.
[break=Leistungsaufnahme]
Wenden wir uns nun der Leistungsaufnahme unseres Testsystems zu. Zuerst führen wir einen 3DMark06-Durchlauf durch und messen dabei den durchschnittlichen Stromverbrauch des Systems (ohne Monitor sowie IDE-Raid).

Benchmarkergebnis ASUS Crosshair II Formula: Leistungsaufnahme 3DMark06 (gemittelt)


Die Verbrauchswerte während eines 3DMark-Durchlaufes fallen nicht berauschend aus. Während man bei der integrierten Grafikeinheit aufgrund der Performance selbiger noch beide Augen zudrücken kann, fällt die Leistungsaufnahme in den beiden Konfigurationen mit unserer X1800 XT nicht zufriedenstellend aus.

Hier zeigt sich, dass erneut ein Mainboard mit Sockel AM2+ nicht in der Lage ist, in puncto Stromverbrauch mit den besten AM2-Vertretern mitzuhalten.

Für die folgenden Tests verzichten wir auf die PCIe-Grafikkarte und nutzen statt dessen die Onboard-Grafik.

Benchmarkergebnis ASUS Crosshair II Formula: Leistungsaufnahme Orthos (gemittelt)


Unter 100 Prozent Prozessorlast zeigt sich das Crosshair II von seiner besseren Seite. Mit einem Phenom wird ein neuer Bestwert gesetzt, mit X2 platziert sich der AM2+ -Proband im Mittelfeld.

Benchmarkergebnis ASUS Crosshair II Formula: Leistungsaufnahme während S3


Keine Auffälligkeiten gibt es im StandBy-Betrieb.

Benchmarkergebnis ASUS Crosshair II Formula: Leistungsaufnahme Idle mit CnQ


Benchmarkergebnis ASUS Crosshair II Formula: Leistungsaufnahme Idle ohne CnQ


Mit den Ergebnissen des Idle-Betriebs können wir nicht zufrieden sein. Bereits mit einem X2 stehen neue Negativrekorde zu Buche, vom Phenom ganz zu schweigen.

Die Leistungsaufnahme in Verbindung mit einem K10 im Leerlauf ist derart weit ab von der Norm, dass hier etwas nicht mit rechten Dingen zugegangen sein kann. Nur leider lässt sich nicht sagen, was hier in das Ergebnis mit eingewirkt hat. Wir haben beide Messungen wieder und wieder durchgeführt - immer mit gleich hohen Werten. Möglicherweise ist dies jedoch ein Tribut an die Konstellation des Chipsatzes an sich. Viele PCIe-Lanes und ein zusätzlicher "Brückenchip" in Form des nForce 200 für die PCIe 2.0-Fähigkeit sind schließlich zwei Aspekte, die ungeahnte Auswirkungen haben können.

Benchmarkergebnis ASUS Crosshair II Formula: Leistungsaufnahme heruntergefahrener PC


Bei heruntergefahrenem PC bietet sich wieder ein gewohntes Bild ohne Auffälligkeiten.

Die Messungen zur Leistungsaufnahme zeigen erneut, dass Mainboards für den Sockel AM2+ nicht unbedingt als stromsparender Unterbau geeignet sind. Dies zeigt sich chipsatzübergreifend und liegt womöglich zum Teil in den gestiegenen Anforderungen an die Spannungsversorgung des Sockel AM2+ begraben.
[break=Erkenntnisse]
AspektErgebnis
KondensatorenherstellerSolid State (Hersteller nicht erkennbar)
funktioniert S3ja
funktioniert S1ja
funktioniert S1 & S3ja
funktioniert Ruhezustandja
Bootmanager vorhandenja (Aufruf mit F8)
PCIe x16 anders nutzbar (getestet mit Broadcom NetXtreme PCIe x1)ja
funktioniert Wake-On-LAN (Marvell E88E1118)ja
funktioniert Wake-On-LAN (Marvell E88E8056)ja (nur aus StandBy)
funktioniert AHCIja
Default-Einstellung USB Legacy-Supportenabled
verwendeter TaktgeneratorICS9DB803DGLF
ICS9P960AFLF
zum Test verwendete BIOS-Version0502
v. 20.03.2008
Produktseitewww.ASUS.de
Preisab ca. 205 Euro


Overclocking

Selbstverständlich haben wir uns auch bei der High End-Hauptplatine von ASUS mit dem Thema OC beschäftigt.

ASUS Crosshair II Formula: OC-Ergebnis


Mit maximal 250 MHz Referenztakt fällt das Ergebnis jedoch nicht sonderlich hoch aus und der Aha-Effekt bleibt aus. Unser Referenz-Phenom hat auf anderen Mainboards bereits 20 MHz mehr erreicht.

Zur Ehrenrettung von ASUS müssen wir jedoch zugestehen, dass wir uns nicht stundenlang in die vielen verschiedenen BIOS-Settings eingearbeitet haben. Für Übertakter stehen derart viele Optionen für das Finetuning zur Verfügung, dass tiefgründige Tests den Zeitrahmen des Reviews locker gesprengt hätten. Da dies jedoch nicht zielführend für unsere Reviews ist, haben wir uns auf die "üblichen Verdächtigen" Optionen beschränkt und obiges Ergebnis erzielt. Mit mehr Finetuning wäre hier sicher noch das eine oder andere MHz mehr möglich.

DDR2-1066

Da der Phenom offiziell eine DDR2-1066-Unterstützung mitbringt, überprüfen wir während unserer Reviews natürlich auch die korrekte Funktion der entsprechenden Einstellung.

ASUS Crosshair II Formula: DDR2-1066


ASUS liefert gute Arbeit ab und stellt dem Mainboard-Käufer eine funktionierende Option zur Verfügung - was man auch fast ein halbes Jahr nach Einführung des AM2+ bei weiten noch nicht von allen Herstellern sagen kann.

Während der Tests mit DDR2-1066 fiel uns ein kleiner Bug im BIOS des Crosshair II auf. Da wir für alle vorangegangenen Tests DDR2-800 mit 5-5-5-15 1T bzw. 2T genutzt haben, waren Takt und Timings auch dementsprechend eingestellt. Als wir nun den Takt auf DDR2-1066 anhoben, blieben die Timings vor unseren Augen weiterhin bei 5-5-5-15 2T. Im Windows angekommen, nannte uns CPU-Z aber Timings von 5-7-7-30 2T. Ein Kontrollbesuch des entsprechenden Menüs im BIOS bestätigte uns plötzlich die "schlechten" Timings.

Letztendlich ließ sich der Bug folgendermaßen reproduzieren: Während man sich im Menü mit den Haupt-Timings befindet und den Speichertakt auf DDR2-1066 ändert, bleiben die Timings zunächst unverändert. Sobald man das Menü aber verlässt, schaltet das Mainboard auf die langsameren Latenzen um. Geht man widerum züruck und ändert die Timings manuell auf 5-5-5-15 zurück, werden diese auch bei Save & Exit korrekt übernommen.

Vielleicht lässt sich hier mit einem zukünftigen BIOS noch eine Verbesserung herbeiführen.

simulierter TripleCore

In den Erläuterungen zu den BIOS-Bildern sind wir bereits näher auf die Option "Processor DownCore" eingegangen. Damit ist es möglich, einen oder mehrere Kerne des Prozessors zu deaktivieren. Wir haben die Einstellung kurz auf die korrekte Funktion überprüft, indem wir einen Kern unseres Phenom abgeschalten und so einen TripleCore simuliert haben.

ASUS Crosshair II Formula: deaktivierter Prozessorkern


IRQ

ASUS Crosshair II Formula: IRQ-Belegung


Ein Blick auf die IRQ-Vergabe beim Crosshair II zeigt, dass das System einzelne IRQs in schöner Regelmäßigkeit doppelt belegt.

Trotz allem kam es während der gesamten Tests zu keinen Schwierigkeiten, die auf die IRQ-Vergabe zurückzuführen wären.
[break=Wenn die IGP einen Schluckauf hat...]
Jeder interessierte Leser von Planet 3DNow! wird das Stichwort "Mikroruckler" kennen. So bezeichnet man die zeitlich unregelmäßige Bildausgabe, die in Multi-GPU-Konfigurationen auftritt. Dabei sind die Zeitabstände zwischen den einzelnen ausgegebenen Frames so verschieden, dass man trotz hohen Framezahlen ein Ruckeln auf dem Bildschirm wahrnehmen kann.

Dass dieses Phänomen ausschließlich in Multi-GPU-Umgebungen auftritt, ist dabei nur die halbe Wahrheit. Schließlich werden in einzelnen aktuellen GPUs viele Arbeiten parallel erledigt, sodass es auch hier zu Zeitunterschieden in der Bildausgabe kommen kann.

Während unserer Tests mit der Onboard-Grafik des Crosshair II Formula fiel uns im 3DMark06 ein ungewöhnliches Problem auf: Eine Art "Bildnachlauf". Dass die IGP des 780a keine flüssige Bildwiedergabe im 3DMark06 erreichen kann, war uns im Vorfeld klar und wir bereiteten uns auf eine Slideshow vor. Doch die Art und Weise der Slideshow erinnerte uns spontan an das Phänomen der Mikroruckler in einer Multi-GPU-Umgebung: Zwischen zwei Frames kommt es zu einem langen Zwischenraum, der nächste Frame wird aber widerum nach wenigen Millisekunden ausgegeben. Damit sich unsere Leser ein Bild des Beschriebenen machen können, haben wir ein kleines Video angefertigt, was die Problematik sehr gut zeigt.



Download:


Leider ist das Video von relativ schlechter Qualität. Das ist der Tribut daran, dass wir eine Kamera nutzen, die lediglich zum Fotografieren geeignet ist. Dennoch ist alles Wichtige erkennbar.

Wie Eingangs des Reviews beschrieben, haben wir für unsere Tests einen Treiber verwendet, welcher offziell nicht für die Onboard-Grafik freigegeben ist. Daher lag zuerst die Vermutung nahe, dass es sich um ein Treiberproblem handelt. Doch auch mit dem Wechsel des Treibers blieb das Stottern bestehen.

Insgesamt verwendeten wir 3 Treiber für die Onboard-Grafik: NVIDIAs zum Testzeitpunkt aktuellstes ForceWare-Paket 174.74 WHQL (für die IGP des nForce 780a SLI angepasst), anschließend den auf der ASUS-CD mitgelieferten ForceWare-Treiber 171.23 und abschließend den ForceWare 174.20 Beta (letztere unterstützen die IGP des 780a offiziell). Bei allen 3 Treibern konnten wir die gleichen Beobachtungen im 3DMark06 machen.

Visuell betrifft das Ruckeln tatsächlich ausschließlich den 3DMark06. Alle anderen Anwendungen wirkten auf den ersten Blick insofern flüssig, als dass keine ungewöhlichen Bildfolgen auftraten. Eine Messung der Zeiten zwischen zwei Frames mittels Fraps belehrte uns jedoch eines Besseren. Denn auch im 3DMark03 traten unterschiedliche Zeitabstände zwischen den ausgegebenen Bildern auf, bei Doom3 hingegen nicht.

Für eine umfassende Untersuchung aller unserer verwendeten 3D-Anwendungen fehlte leider die Zeit. Daher lässt sich momentan noch kein abschließendes Fazit ziehen. User, die über den Kauf eines 780a SLI-Mainboards und die Verwendung der Onboard-Grafik nachdenken, sollten allerdings anfangs auf etwaige Probleme bei der Bildausgabe unter 3D gefasst sein.

In den nächsten Wochen werden wir uns noch ein weiteres Mainboard mit NVIDIAs nForce 780a SLI anschauen. Dann wird sich zeigen, ob es sich bei den Rucklern um ein Mainboardproblem handelt oder ob es womöglich ein generelles Problem mit dem 780a darstellt. Es ist zudem nicht auszuschließen, dass die Problematik mit für den verschobenen Launch des nForce 780a SLI verantwortlich ist.
[break=Praxistest Hybrid Power & Hybrid SLI]
Wie bereits angekündigt, möchten wir den beiden Features Hybrid Power und Hybrid SLI des neuen nForce 780a SLI noch ein paar Worte und Diagramme widmen. Denn dabei handelt es sich in der Tat um zwei interessante Fähigkeiten, die einen Blick auf den Praxisnutzen wert sind. Here we go.

Vor dem Genuss der Hybrid-Features gilt es jedoch ein paar Dinge zu beachten. Zuerst wird dafür ein Besuch des BIOS notwendig. Genauer gesagt muss der geneigte User ins Advanced Menü und dort in das Untermenü Onboard Device Configuration.

Bild zum BIOS ASUS Crosshair II Formula


Der auf diesem Bild noch ausgegraute Hybrid Support muss auf Enabled gesetzt werden, iGPU Frame Buffer Control sollte auf AUTO stehen, Onboard GPU auf Enabled und Primary Display Adapter ebenfalls auf Onboard. Et Voila, schon sind die Voraussetzungen im BIOS geschaffen.

Daneben muss jedoch auch noch die passende Grafikkarte im PCIe x16-Slot stecken. Derzeit bedarf es dafür einer 9800 GTX oder einer 9800 GX2, andere NVIDIA-Grafikkarten unterstützen die Hybrid-Technik nicht. Es ist aber davon auszugehen, dass zukünftige Pixelbeschleuniger aus dem Hause NVIDIA auch über die Hybrid-Fähigkeit verfügen werden.

Sind alle Hardware-Voraussetzungen erfüllt, geht es ab ins Windows. Wie bereits erwähnt, ist für die Nutzung von Hybrid Power Windows Vista Grundvoraussetzung - neben einer äußerst übersichtlichen Zahl an nutzbaren Grafikkarten ein weiterer Punkt, der den potenziellen Nutzerkreis ausdünnt.

Screenshot zu Hybrid Power


Startet man Vista mit den genannten BIOS-Einstellungen und passender 3D-Hardware zum ersten Mal, vergehen einige Sekunden mehr als normal, bis der Desktop erscheint. Dann aber findet man sofort im Tray ein neues Symbol vor, welches per Mouseover-Effekt den aktuellen Hybrid-Modus anzeigt. Werksseitig ist das der Energiespar-Modus.

Screenshot zu Hybrid Power


Klickt man auf das Symbol, öffnet sich ein kleines Fenster, welches das einfache Umschalten der verschiedenen Modi erlaubt.

Screenshot zu Hybrid Power


Der Wechsel zwischen Boost Performance zu Save Power oder umgekehrt funktioniert nur, wenn keine 3D-Anwendung gestartet ist. Sollte dies der Fall sein, erscheint ein Hinweis auf die Anwendung, welche erst geschlossen werden muss - in unserem Falle der 3DMark06.

Allen potenziellen Hybrid-Usern möchten wir noch eine Empfehlung mit auf den Weg geben, bevor wir uns ans Eingemachte - die Ergebnisse - wagen. Vor der Hybrid-Einrichtung sollte ein Windowsbesuch jeweils mit diskreter Grafik und Onboard-Grafik als primärem und einzigem Ausgabegerät erfolgen. Dabei sollte dann jeweils der passende Bildschirmtreiber installiert werden, damit Windows die Geräte samt Treiber kennt. Andernfalls kann es vorkommen, dass Windows einen Standardtreiber installiert, gleichzeitig aber bereits Hybrid Power greift. Als Folge davon funktioniert die Umschaltung der Hybrid-Stati überhaupt nicht. Also lieber im Vorfeld ein paar Minuten mehr einplanen, als blindlings in die gleiche Situation zu laufen wie wir während unserer Tests.

Doch nun wie versprochen zu den Ergebnissen der verschiedenen Grafik-Konfigurationen, wobei ein Blick auf die Performance den Anfang macht. Verwendet haben wir für unsere Tests folgende Komponenten:

  • ASUS Crosshair II Formula
  • AMD Phenom X3 8750
  • 2x 1024 MB Corsair PC2-8500
  • NVIDIA 9800 GTX
  • Seasonic S12-380
  • 160 GB Seagate ST3160811AS
  • Windows Vista Ultimate 64 Bit mit SP1
  • ForceWare 175.14


Diagramm zu Hybrid Power


Hybrid SLI bringt gegenüber einer einzelnen 9800 GTX keinen Performancevorteil, obwohl die IGP mit von der Partie ist. Doch das ist nicht überraschend, da die berechneten Daten den Umweg über den Chipsatz bzw. die IGP machen müssen und erst von dort ausgegeben werden können. Es kommt prinzipbedingt zu einem Mehraufwand, der die Performance der IGP aufbraucht.

Diagramm zu Hybrid Power
(Loadwerte gemittelt, Durchschnittsverbrauch während 3DMark06)


Sehr interessant ist hingegen ein Blick auf den Stromverbrauch unseres Testsystems. Der Vergleich des Idle-Verbrauchs mit IGP allein sowie mit installierter 9800 GTX samt Power Save-Modus zeigt, dass die diskrete Grafik komplett abgeschalten wird und keinen Strom mehr verbraucht. Nutzt man den Boost Performance-Mode, so hat man ebenfalls keinen Nachteil in Sachen Stromverbrauch gegenüber der Verwendung einer 9800 GTX.

Es zeigt sich, dass Hybrid Power in Sachen Stromverbrauch ein großer Schritt in die richtige Richtung ist. Doch leider ist auch hier nicht alles Gold, was glänzt. Derzeit ist das Feature noch zu unflexibel. Die technischen Voraussetzungen in puncto Grafikkarte sowie Windows Vista schränken den potenziellen Nutzerkreis auf eine sehr überschaubare Anzahl ein. Hinzu kommt, dass in unserem Falle das Umschalten der einzelnen Hybrid-Modi nicht immer korrekt funktionierte. Meist ließ sich der Modus im laufenden Betrieb in eine Richtung verändern, zurück konnte man dann aber nicht mehr. Hierfür war anschließend ein Reboot nötig.

Es gibt aber noch weitere Überlegungen, die hierfür eine Rolle spielen. Da die berechneten 3D-Daten an die Onboard-Grafik übergeben und von dort an den Monitor gesendet werden, ist der geneigte User auf Gedeih und Verderb dem Mainboardhersteller ausgeliefert, was die Bildqualität anbelangt. Denn noch allzu oft werden keine DVI-Ports verbaut, was im ungünstigsten Falle (wenn auch HDMI fehlt) dazu führt, dass das Bild über den analogen VGA-Ausgang geschickt wird. Zwar besitzt das NVIDIA-Referenz-Mainboard eine DVI-Schnittstelle, Ausnahmen bestätigen hier aber noch immer die Regel.

NVIDIA Referenzmainboard


Unschön ist ebenfalls die Tatsache, dass der User eines Hybrid Power-Systems bei jedem Moduswechsel per Hand eingreifen muss. Eine automatische Umschaltung wäre deutlich sinnvoller, da man den Moduswechsel so nicht mehr vergessen kann (beispielsweise, wenn man gerade ein Spiel beendet hat).

Wie dem auch sei: Hybrid Power ist ein Feature, welches durchaus seine Daseinsberechtigung hat und ein großer Schritt in die richtige Richtung ist. Derzeit ist es aber noch weit davon entfernt, massentauglich zu sein. Und auch Eines sollte man nicht vergessen: Die Ursache für den hohen Stromverbrauch, nämlich sehr stromdurstige Pixelbeschleuniger, beseitigt man dadurch nicht.
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Titelbild zum Artikel ASUS Crosshair II Formula


Vor fast zwei Jahren stellte NVIDIA den nForce 590 SLI vor. Seither musste dieser Chipsatz herhalten, wenn es um High-End-Mainboards mit nForce-Bestückung ging. Doch der nForce 590 SLI ist technisch nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit. Fehlende AHCI-Unterstützung und fehlende Hybrid-Power-Unterstützung sind zwei Punkte, die dabei genannt werden sollten. Höchste Zeit also für NVIDIA, ein neues Flaggschiff vorzustellen. Und genau das hat das Unternehmen mit Sitz in Santa Clara getan.

Das Crosshair II Formula, welches auf dem besagten nForce 780a SLI basiert, ist ein kompromissloses High-End-Mainboard durch und durch. Das fängt beim Lieferumfang an, zieht sich durch extrem umfangreiche BIOS-Optionen und endet schließlich in Details wie beispielsweise der Visualisierung von eingestellten Spannungen mittels LEDs auf dem Mainboard selbst.

Den wohl positivsten Eindruck hat jedoch ein Aspekt hinterlassen, den man nicht unbedingt an erster Stelle mit einem Premium-Produkt in Verbindung bringen würde: Die Lüftersteuerung. Das Crosshair II ist in der Lage, alle 8 verbauten Lüfteranschlüsse zu regeln, unabhängig vom verwendeten Lüfter (ob 3 Pin oder 4 Pin). Und genau das ist der Punkt, den es von vielen anderen Mainboards unterscheidet. Die letzten Mainboard-Reviews haben diesen Sachverhalt bestätigt. Mal gibt es überhaupt keine Lüftersteuerung, mal nur bei Verwendung eines PWM-Lüfters, mal lässt sich ausschließlich der Prozessorlüfter regeln - nicht so beim Crosshair II.

Ein weiterer positiver Aspekt ist die Performance der Onboard-Grafik. In fast allen 3D-Anwendungen lässt die IGP des 780a SLI die bisher getesteten Onboard-Lösungen im Regen stehen und distanziert sie deutlich. Doch der Vergleich ist nicht ganz fair, schließlich ist der 780a brandneu während die ein oder andere verglichene Onboard-Lösung bereits ein paar Jährchen auf dem Buckel hat. Hier wird sich erst in den nächsten Mainboard-Reviews zeigen, ob die 3D-Performance relativ gesehen gut oder schlecht ist. Nämlich dann, wenn Gleiches mit Gleichem verglichen wird und sich der 780a gegen den 780G von AMD behaupten muss (ein Schelm, wer böses bei der Bezeichnung denkt).

Doch auch die beste 3D-Performance der IGP nutzt nichts, wenn es der geneigte User mit dem Phänomen zu tun bekommt, mit welchem wir konfrontiert wurden: Bildstotterer. In einigen 3D-Anwendungen kam es zu unterschiedlichen Zeitabständen bei der Bildausgabe, sodass eine Art "Bildnachlauf" entstand. Zwischen zwei Frames kam es dabei zu einem relativ großen Zeitabstand, während das nächste Bild nur wenige Millisekunden später ausgegeben wurde, gefolgt widerum von einem großen Zeitabstand. Da wir diesen Sachverhalt mit insgesamt 3 Treibern nachvollziehen konnten, gehen wir momentan von generellen Problemen mit der IGP des nForce 780a aus.

Verbesserungsbedarf gibt es ebenfalls noch bei der Nutzung von Hybrid Power. Im aktuellen Stadium ist diese Technik noch zu unflexibel. Bisher unterstützen ganze zwei Grafikkarten diese Technik (namentlich 9800 GTX sowie 9800 GX2), der Einsatz von Windows Vista ist vonnöten und die Umschaltung der einzelnen Betriebsmodi muss manuell erfolgen. Kurzum: Ein Schritt in die richtige Richtung, es gibt aber noch erhebliches Verbesserungspotenzial. Hierfür zeichnet jedoch NVIDIA verantwortlich, da es sich um ein Chipsatzfeature handelt.

Während der Messungen zur Leistungsaufnahme trafen wir auf ein weiteres Phänomen, was uns fragend die Stirn runzeln ließ. Unter Verwendung eines AMD Phenom und der Onboard-Grafik kam es im Idle-Betrieb zu einer ungewöhnlich hohen Leistungsaufnahme. Trotz zahlreicher Wiederholungsmessungen mussten wir letztendlich das Ergebnis als gegeben hinnehmen, obwohl es dafür keine eindeutige Erklärung gibt.

Insgesamt wird uns die Arbeit mit dem ASUS Crosshair II Formula in guter Erinnerung bleiben. Selten hatten wir es bisher mit einem Mainboard zu tun, was derart kompromisslos auf den Enthusiasten abzielt. Doch die Hauptplatine konnte nicht nur durch Schein sondern vor allem durch Sein überzeugen. Auch alle BIOS-Einstellungen funktionierten korrekt, was man bei weitem nicht von allen AM2+ -Mainboards behaupten kann.

Das fanden wir gut :)
  • sehr umfangreiches Zubehör
  • sehr gute Performance der integrierten Grafikeinheit
  • sehr umfangreiche BIOS-Optionen
  • umfangreiche und problemlos funktionierende Lüftersteuerung

Das fanden wir nicht so gut :(
  • Bildstottern im 3D-Betrieb bei Verwendung der IGP (womöglich chipsatz-/treiberbedingt)
  • ungewöhnlich hohe Leistungsaufnahme im Idle-Betrieb mit K10 und IGP
  • kompletter Shutdown des PCs beim Verlassen des BIOS, wenn ein K10 verbaut ist

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