Titelbild zum Artikel ASRock A780FullDisplayPort


Heute möchten wir mit dem ASRock A780FullDisplayPort bereits das zweite Mainboard näher vorstellen, welches auf AMDs 780G-Chipsatz basiert. Besagter Chipsatz hatte es seit seiner Vorstellung auf der diesjährigen CeBIT nicht einfach: Interessant vor allem für den Einsatz in HTPCs gab (und gibt) es bei vielen Mainboards Schwierigkeiten, wenn AMDs Phenom-CPUs mit einer Thermal Design Power von mehr als 95 Watt zum Einsatz kommen (wir berichteten).

Die Problematik bezieht sich jedoch nicht auf den Chipsatz. Ursache für die vielen Schwierigkeiten ist die unzureichende Dimensionierung der Spannungsversorgung auf vielen 780G-Mainboards, die letztendlich im schlimmsten Fall zum Defekt der Hauptplatine führen kann.

Unser heutiger Testkandidat von ASRock kann über derlei Negativ-Schlagzeilen nur lachen: Auf der offiziellen CPU-Support-Liste von ASRock finden sich alle bisher erhältlichen Prozessoren der TDP-Klasse von 125 Watt wieder - Punkt für ASRock.

Nachdem das größte Fragezeichen beim Test des A780FullDisplayPort bereits im Vorfeld in ein Ausrufezeichen umgewandelt werden konnte, kann für den Rest des Reviews eigentlich nichts mehr schiefgehen - oder doch? Diese Frage werden wir auf den nächsten Seiten beantworten.

Viel Vergnügen beim Lesen!
[break=Testsystem und Testaufbau]
Testsystem

Die Referenzhardware auf einen Blick:

  • AMD Athlon 64 X2 4000+ (2,0 GHz Kerntakt, 2x 1024 Kbyte L2-Cache, F2-Stepping)
  • AMD Phenom ES (2,4 GHz Kerntakt, 2,0 GHz Northbridgetakt, 4x 512 Kbyte L2-Cache, B2-Stepping)
  • 2 x 512 MB Corsair XMS2 8500 (5-5-5-15 1T)
  • SAPPHIRE X1800 XT
  • Maxtor 6E040L0 IDE (40 GB, 7.200 u/min)
  • Maxtor 6Y080M0 SATA (80 GB, 7.200 u/min)
  • Hitachi 7K250 SATA (80 GB, 7.200 u/min, über USB angeschlossen)
  • 2 x Maxtor 4D080H4 IDE (80 GB, 5.400 u/min)
  • STLab PCI RaidController mit SiliconImage 0680Av
  • S3 Trio64V PCI-Grafikkarte
  • bequiet Dark Power Pro 530 Watt
  • Chieftec Mesh CH-01 Midi-Tower


Nach dem Einbau des Mainboards installieren wir Windows XP Professional mit Service Pack 2, DirectX 9.0c Dezemberupdate 2005 sowie Catalyst 6.4. Für den AMD 780G sowie die Onboardkomponenten kommen die aktuellen Treiber der ASRock-Homepage zum Einsatz. Die 3D-Benchmarks der Onboard-Grafik werden mit dem Catalyst 8.4 absolviert.

Verwendete Software

In der folgenden Tabelle sind die grundlegendsten Anwendungen aufgeführt, die bei uns zum Einsatz kommen.

verwendete Software / TreiberVersion / Bemerkungen
Windows XP Professional
32 Bit, Service Pack 2
DirectX
9.0c, Dezemberupdate 2005
Grafikkartentreiber
Catalyst 6.4 + Control Center
Prozessortreiber
Version 1.3.2.16
SiSoft Sandra
2007 lite SP1
Sciencemark2
32 Bit
XMPEG
5.03
Xvid
1.0.3
WinRAR
3.60 Beta 6
Cinebench
2003
3DMark01
Build 3.3.0, ohne Feature Tests
3DMark03
3.6.0 Professional Edition, ohne Feature Tests
3DMark05
1.2.0 Advanced Edition, ohne Feature Tests
3DMark06
1.0.2 Advanced Edition, ohne Feature Tests
PCMark05
1.1.0 Advanced Edition
Aquamark3
1024x768x32
Quake3
640x480x16, Low Details
Quake3
1024x768x16, High Details
UT2004
1024x768x32, High Details
UT2004
1280x1024x32, High Details
UT2004
1600x1200x32, High Details
Doom3 Demo
1024x768x32, Ultra Details
Doom3 Demo
1280x1024x32, Ultra Details
Doom3 Demo
1600x1200x32, Ultra Details
SuperPI
1M, Mod 1.4
HDTach
3.0.1.0
Rightmark Audio Analyzer
5.3


Das Betriebssystem wird bei jedem Mainboard frisch installiert. So können wir sicherstellen, dass alle Testkandidaten beim gleichen Stand beginnen. Nach der Windows- und Softwareinstallation werden die Festplatten defragmentiert, die Auslagerungsdatei auf 512 MB festgesetzt und alle unnötigen Einträge aus dem automatischen Systemstart gelöscht.
[break=Lieferumfang]
Lieferumfang ASRock A780FullDisplayPort


In der Verpackung finden wir, neben unserem Testsample noch folgendes Zubehör:

  • 1x Handbuch (mehrsprachig)
  • 2x Treiber-CD (Windows XP, Windows Vista)
  • 1x DisplayPort-Erweiterungskarte
  • 1x SATA Datenkabel
  • 1x SATA Stromkabel
  • 1x Floppy-Kabel
  • 1x IDE-Kabel
  • 1x I/O-Blende
  • 1x DVI-zu-HDMI-Adapter
  • 1x HDMI_SPDIF-Kabel


Der Lieferumfang fällt typisch für ASRock aus. Es liegt kein unnötiger Schnickschnack bei, dennoch ist alles Wichtige vorhanden. Angesichts des Preises von ca. 57 Euro für das A780FullDisplayPort kann man jedenfalls nicht meckern.
[break=Spezifikationen]
Prozessor
  • Sockel AM2 / AM2+
  • unterstützt AMD Athlon 64, Athlon 64 X2, Athlon 64 FX und Sempron
  • unterstützt AMD Phenom
  • unterstützt Cool'n'Quiet
  • unterstützt Prozessoren mit einer TDP von 125 Watt
  • offizielle CPU-Support-Liste des Herstellers
Chipsatz
  • Northbridge: AMD 780G
  • Southbridge: AMD SB700
Speicher
  • 4x 240 Pin DDR2-Speicherslots (maximal 8 Gbyte)
  • 128 Bit Dual Channel-Architektur
  • unterstützt DDR2 400 / 533 / 667 / 800 / 1066 DIMMs
VGA
  • integrierter ATI Radeon HD 3200 Grafikchip
  • bis zu 512 Mbyte shared Memory
  • Bildausgabe via D-Sub, DVI-D, HDMI (mittels Adapter) sowie DisplayPort möglich
  • unterstützt Hybrid CrossFire
PCI/PCIe Slots
  • ein PCIe x16-Steckplatz
  • ein PCIe x1-Steckplatz
  • zwei PCI-Steckplätze
Serial ATA
  • 6x SATA 300 Mbyte/s
  • unterstützt Raid 0 / 1 / 10 / JBOD
IDE
  • ein IDE-Anschluss
  • bis zu 2 Geräte mit UDMA 133 / 100 / 66 / 33
IEEE 1394
  • Via VT6308S
  • unterstützt bis 400 Mbit/s
  • Anschlussmöglichkeiten für 2 Geräte vorhanden
Netzwerkadapter
  • Realtek RTL8111C
  • über PCIe angebunden
  • unterstützt 10 / 100 / 1000 Mbit/s
  • unterstützt Wake-On-LAN
Audio
  • Realtek 5.1 Audio CODEC ( ALC662 )
Lüfteranschlüsse
  • CPU-Lüfter
    • 1 Anschluss
    • 4 Pin PWM
    • regelbar (nur bei Lüfter mit 4 Pin-Anschluss)
  • Gehäuselüfter
    • 1 Anschluss
    • 3 Pin
    • nicht regelbar
Interne I/O-Anschlüsse
  • 1x PCIe x16
  • 1x PCIe x1
  • 2x PCI
  • 1x Floppy
  • 6x SATA
  • 1x IDE
  • 2x USB 2.0 Pin-Header (für 4 Ports)
  • 1x Front Audio Pin-Header
  • 1x IEEE1394 Pin-Header
  • 1x CDIn
  • 1x HDMI_SPDIF Pin-Header
  • 1x COM Pin-Header
  • 1x WiFi/E Pin-Header
Backpanel-Anschlüsse
  • 1x PS/2 Tastaturanschluss
  • 1x PS/2 Mausanschluss
  • 1x VGA
  • 1x DVI
  • 6x USB 2.0
  • 1x RJ-45 LAN
  • 1x IEEE1394
  • 1x Audio (3 Anschlüsse)
Formfaktor
  • Micro-ATX 244 x 244 mm
RoHS*
  • RoHS-konform

*RoHS steht für "Restriction of the use of certain Hazardous Substances in electrical and electronic equipment". Diese Direktive verhindert innerhalb der EU den Einsatz von neuer elektrischer und elektronischer Hardware, welche über erhöhte Mengen an Chrom, Blei, Kadmium, Quecksilber, PBB und PBDE verfügen. Die RoHS-Direktive ist am 01.07.2006 in Kraft getreten.
[break=Layout]
Auf dieser und der folgenden Seite wollen wir uns das Layout unseres heutigen Probanden näher anschauen.

Bild zum Layout ASRock A780FullDisplayPort


Das ASRock A780FullDisplayPort wird mit einem ASRock-typischen blauen PCB geliefert. Die darauf befindlichen Anbauteile decken hingegen nahezu die komplette Farbpalette ab.

Bild zum Layout ASRock A780FullDisplayPort


Wie bei fast allen Mainboards befinden sich in der rechten oberen Ecke die Speicherslots, direkt daneben ist der einzig verbliebene IDE-Kanal zu sehen.

Bild zum Layout ASRock A780FullDisplayPort


Zwischen Prozessorsockel sowie I/O-Panel platziert ASRock sowohl den 12V ATX-Anschluss, als auch den 24-poligen ATX-Anschluss. Während die Position des zusätzlichen 12 Volt-Anschlusses nicht ungewöhnlich ist, gilt dies für den ATX-Anschluss umso mehr. Aufgrund dieser Positionierung muss das ATX-Kabel im ungünstigen Fall über den CPU-Kühler, bzw. um ihn herum geführt werden. Dieser Punkt ist also nicht optimal gelöst.

Bild zum Layout ASRock A780FullDisplayPort


Die Aufteilung der Erweiterungsslots erlaubt selbst beim Einsatz einer Grafikkarte mit Dual Slot-Kühlung die Nutzung von 2 PCI-Steckkarten.

Bild zum Layout ASRock A780FullDisplayPort


Der Anblick der rechten unteren Ecke des Mainboards wird durch den flachen Southbridge-Kühler dominiert. Durch seine flache Bauform, die etwa der Höhe der SATA-Ports entspricht, gibt es keinerlei Kompatibilitätsprobleme.

Neben dem Southbridge-Kühler platziert ASRock in dieser Ecke des Boards die BIOS-Batterie samt CMOS-Clear-Jumper, weitere USB Pin-Header, die Frontpanel-Anschlüsse, 6 SATA-Ports, sowie den gesockelten BIOS-Chip (auf dem Bild durch einen Aufkleber verdeckt).

Bild zum Layout ASRock A780FullDisplayPort


Der Platz unterhalb des untersten PCI-Slots wird von ASRock gut genutzt. Hier finden sich Pfostenstecker für weitere Geräte. Von links nach rechts:
  • CD In
  • IR
  • Front Audio
  • HDMI_SPDIF
  • WiFi/E
  • IEEE1394
  • Floppy

[break=Layout - Fortsetzung]
Bild zum Layout ASRock A780FullDisplayPort


Für die Netzwerk-Funktionalität kommt auf dem A780FullDisplayPort ein Realtek RTL8111C zum Einsatz. Dieser Chip ist per PCI Express an die restliche Infrastruktur angebunden und unterstützt Wake-On-LAN. Der RTL8111C wird nötig, da der verbaute Chipsatz über keine integrierte Netzwerkfunktionalität verfügt.

Die Audio-Ausgabe übernimmt ebenfalls ein Chip aus dem Hause Realtek - ein ALC662.

Bild zum Layout ASRock A780FullDisplayPort


VIA liefert mit dem VT6308S den Chip, welcher die FireWire-Funktionalität bereitstellt.

Bild zum Layout ASRock A780FullDisplayPort


Hier ein seitlicher Blick auf die Struktur des Chipsatzkühlers. Der Kühler kommt in nahezu identischer Bauform auch auf dem Foxconn A690VM2MA sowie dem MSI K9AGM2-FIH zum Einsatz.

Bild zum Layout ASRock A780FullDisplayPort


Der Southbridge-Kühler von der Seite: Durch die kompakte Bauweise gibt es keine Platzprobleme.

Bild zum Layout ASRock A780FullDisplayPort


Ein seitlicher Blick auf den Bereich zwischen Prozessorsockel und I/O-Panel offenbart, dass ASRock herkömmliche Elektrolyt-Kondensatoren verwendet, die relativ hoch sind und zudem sehr nah am CPU-Sockel platziert werden. Unter Umständen kommt es dadurch zu Kompatibilitätsproblemen mit großen Prozessorkühlern.

Bild zum Layout ASRock A780FullDisplayPort


Hier sehen wir den Namensgeber für das ASRock A780FullDisplayPort: Eine Erweiterungskarte mit PCI Express x4-Interface, welche die Möglichkeit bietet, das erzeugte Bild via "DisplayPort" auszugeben.

"DisplayPort" ist ein universeller Verbindungsstandard für die digitale Übertragung der erzeugten Bild- und Tonsignale. Wer genaueres über diesen Verbindungsstandard erfahren möchte, der kann sich gern den entsprechenden Wikipedia-Eintrag sowie dessen weiterführende Links anschauen.

Bild zum Layout ASRock A780FullDisplayPort


Last but not least der obligatorische Blick auf das I/O-Panel unseres Mainboards. Erfreut nehmen wir zur Kenntnis, dass ASRock neben einem analogen VGA-Ausgang auch einen DVI-Port verbaut. Da interessierte User das Videosignal des DVI-Ports mittels beiliegendem Adapter sogar per HDMI übertragen können, stehen insgesamt 4 Möglichkeiten zur Verfügung, das Bild der Onboard-Grafik auszugeben.

Die restlichen Anschlussmöglichkeiten des Backpanels teilen sich wie folgt auf:
  • PS/2 Mausanschluss
  • PS/2 Tastaturanschluss
  • 6x USB 2.0
  • 1x IEEE1394
  • 1x RJ-45 LAN
  • Audio (3 Anschlüsse)

[break=BIOS]
Ein Blick ins BIOS darf natürlich auch nicht fehlen.

Bild zum BIOS ASRock A780FullDisplayPort


Wie bei ASRock üblich kommt ein AMI-BIOS zum Einsatz. Der Eingangsbildschirm hält dabei gleich die wichtigsten Informationen über Prozessor und RAM bereit.

Bild zum BIOS ASRock A780FullDisplayPort


Das "Advanced"-Menü ist lediglich das Tor zu weiteren Untermenüs, von welchen wir uns nun einige genauer ansehen werden.

Bild zum BIOS ASRock A780FullDisplayPort


Wie der Name "CPU Configuration" andeutet, lassen sich hier alle Einstellungen rund um den Prozessor vornehmen.

Bild zum BIOS ASRock A780FullDisplayPort


Wird die Option "Multiplier/Voltage Control" von AUTO auf Manual gesetzt, verschwindet die Option für Cool'n'Quiet. Somit ist es nicht möglich, Cool'n'Quiet zu benutzen, wenn die CPU außerhalb ihrer Standard-Werte betrieben wird.

Takt- und Spannungsoptionen können in diesem Rahmen eingestellt werden:
  • Referenztakt: 150 bis 500 MHz
  • PCIe-Takt: 75 bis 200 MHz
  • Prozessorspannung: 0,00 bis 1,55 Volt
  • Northbridgespannung: 0,00 bis 1,55 Volt
  • Multiplikator: 16 bis 63 (entspricht dank CPU DID 8 bis 31,5)

Dank der zur Verfügung stehenden Optionen ist genügend Spielraum sowohl zum Über- als auch zum Untertakten vorhanden.

Bild zum BIOS ASRock A780FullDisplayPort


Der Speichertakt sowie die Speichertimings werden ebenfalls im Menü "CPU Configuration" eingestellt.

Bild zum BIOS ASRock A780FullDisplayPort


In den "Chipset Settings" lassen sich einige Onboard-Geräte aktivieren bzw. deaktivieren sowie noch einige Spannungen einstellen.
  • Speicherspannung: 1,80 bis 2,20 Volt
  • Chipsatzspannung: 1,1 bis 1,2 Volt
  • PCIe Spannung: 1,8 bis 1,9 Volt

Der Onboard-Grafik kann in diesem Menü auch der maximal verfügbare RAM vorgegeben werden. Zudem lässt sich der Takt der HD 3200 GPU zwischen 450 und 1000 MHz einstellen.
[break=BIOS - Fortsetzung]
Bild zum BIOS ASRock A780FullDisplayPort


Bei den "ACPI Settings" lassen sich Einstellungen zum Start, zum Standby sowie zum Abschalten des PCs vornehmen.

Bild zum BIOS ASRock A780FullDisplayPort


Im Menü "IDE Configuration" bekommt man einen Überblick über die angeschlossenen Laufwerke. Dabei wird vorbildlich getrennt, ob es sich um ein IDE- oder ein SATA-Laufwerk handelt.

Bild zum BIOS ASRock A780FullDisplayPort


Die SATA-Ports der SB700 lassen sich für den Betrieb im IDE-, Raid- oder AHCI-Modus konfigurieren.

Bild zum BIOS ASRock A780FullDisplayPort


Einen Überblick über Spannungen, Temperaturen und die Lüfterdrehzahlen gibt es im "Hardware Health Event Monitoring"-Menü. Hier lässt sich zudem die Steuerung des CPU-Lüfters einstellen - leider funktioniert diese nur bei Verwendung eines Lüfters mit 4-poligem PWM-Anschluss.

Bild zum BIOS ASRock A780FullDisplayPort


Die Bootreihenfolge bekommt ein eigenes Menü spendiert.

Wie bereits bei einigen anderen Mainboards fehlt auch beim ASRock A780FullDisplayPort eine Option zur Deaktivierung des TLB-Fixes, welcher bei Einsatz eines Phenom im B2-Stepping automatisch von der ASRock-Platine aktiviert wird. Wer trotz allem seine CPU ohne TLB-Bremse benutzen möchte, der kann entweder auf das auf der Support-CD mitgelieferte "ASRock TLB-Utility" zurückgreifen oder eine der Möglichkeiten unseres Artikels "AMD Phenom ohne TLB-Fix - so geht´s" nutzen.
[break=Stabilitätstests]
Jedes Mainboard muss umfangreiche Stabilitätstests durchlaufen. Nur so können wir sicher sein, dass der jeweilige Kandidat auch im realen Leben alle Anforderungen bewältigt. Wir achten bei den Tests darauf, dass so viele Komponenten wie möglich belastet werden. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die wichtigsten Stabilitätstests.

StabilitätstestVersion/Bemerkungen
X2: Orthos (SP2004)2 Instanzen, ca. 8 Stunden über Nacht
X2: 3DMark03 im LoopDemo-Loop ca. 4 Stunden mit Sound
X2: großes Archiv von SATA zu IDEverschieben mit anschließender CRC-Prüfung
X2: großes Archiv von IDE zu PCI-Raidverschieben mit anschließender CRC-Prüfung
X2: großes Archiv von PCI-Raid zu SATAverschieben mit anschließender CRC-Prüfung
X2: großes Archiv von SATA zu USBverschieben mit anschließender CRC-Prüfung
X2: großes Archiv von USB zu SATAverschieben mit anschließender CRC-Prüfung
X4: Prime954 Instanzen, ca. 8 Stunden über Nacht
X4: 3DMark03 im LoopDemo-Loop ca. 4 Stunden mit Sound
X4: großes Archiv von SATA zu IDEverschieben mit anschließender CRC-Prüfung
X4: großes Archiv von IDE zu PCI-Raidverschieben mit anschließender CRC-Prüfung
X4: großes Archiv von PCI-Raid zu SATAverschieben mit anschließender CRC-Prüfung
X4: großes Archiv von SATA zu USBverschieben mit anschließender CRC-Prüfung
X4: großes Archiv von USB zu SATAverschieben mit anschließender CRC-Prüfung


Orthos setzt auf das allseits bekannte Prime95. Hier werden Arbeitsspeicher und CPU starken Belastungen ausgesetzt. Da wir den Programminstanzen nicht explizit einen Kern zuordnen, erhöhen wir den Schwierigkeitsgrad für unsere Hardware. Hard- und Software müssen die Verteilung selbst koordinieren und eventuelle Fehler werden gnadenlos aufgedeckt.

3DMark03 lassen wir etwa 4 Stunden im Demo-Loop laufen. Das belastet hauptsächlich die Grafikkarte, jedoch haben CPU und Ram ebenfalls jede Menge zu tun. Zusätzlich wird die Soundausgabe aktiviert, was den onboard verbauten Soundchip belastet. Insgesamt ist dieser Test der kritischste für das Gesamtsystem, da die meisten Komponenten gleichzeitig belastet werden.

Das Kopieren von Rar-Archiven soll möglichen Datenverlust zwischen den beteiligten Controllern aufdecken. Dazu wird ein etwa 4 Gigabyte großes Rar-Archiv von SATA über IDE zum PCI-Raidverbund verschoben und zwischendurch immer wieder überprüft. Zum Schluss wird der Weg umgekehrt vollzogen. Treten bei der CRC-Prüfung keine Fehler auf, gilt der Test als bestanden.

Ähnlich verhält es sich auch beim Verschieben eines Archivs von SATA zu USB. Hier ist das Archiv jedoch etwas kleiner, mit über 100 MB aber noch immer stattlich. Der Weg führt von SATA zu USB und wieder zurück.

Stabilität bei unseren Testkandidaten

Obwohl alle Stabilitätstests vom ASRock A780FullDisplayPort bestanden wurden, war es ein unerwartet steiniger Weg bis dahin.

Seit jeher betreiben wir unseren Referenz-RAM mit Timings von 5-5-5-15 1T, wohl wissend, dass AMD 1T Command beim AM2 bzw. AM2+ nur bis DDR2-667 spezifiziert. Im Grunde genommen betreiben wir unser System damit (DDR2-800 bei 1T Command) regelmäßig außerhalb der Spezifikation, wenngleich wir dies natürlich nicht aus Spaß tun. 1T stellt eine hohe Hürde in Bezug auf die Stabilität dar, die natürlich jedes Mainboard möglichst bestehen sollte. Zudem hat sich das Zusammenspiel unserer CPU, dem integrierten Speichercontroller und unserem Corsair-RAM bei vielen Tests bewährt, sodass wir davon nicht abrücken.

1T Command stellte jedoch für unseren heutigen Probanden eine zu große Hürde dar. Während der Betrieb von 1T beim AMD Phenom überhaupt nicht möglich war (auch nicht bei erhöhter Speicherspannung), gelang dies beim AMD Athlon 64 X2 relativ problemlos durch Anhebung der VDimm von 1,8 auf 2,0 Volt.

In Summe bedeutet dies, dass ASRock innerhalb der Spezifikationen AMDs sämtliche Tests bestanden hat. Unter erschwerten Bedingungen von 1T bei DDR2-800 musste das Mainboard jedoch kapitulieren. 1T war mit unserem X2 bei erhöhter Speicherspannung stabil, mit unserem K10 half auch das nicht mehr.
[break=Cool'n'Quiet]
Überprüfen wir nun, wie sich das Mainboard bei Verwendung von Cool'n'Quiet verhält.

Cool'n'Quiet ASRock A780FullDisplayPort - X2 load


Cool'n'Quiet ASRock A780FullDisplayPort - Phenom load


Sowohl K8 als auch K10 werden jeweils mit fast perfekten 200,0 MHz Referenztakt betrieben. Eines fällt hingegen auf: Die ausgelesene Betriebsspannung beider CPUs liegt relativ deutlich über den Vorgaben von 1,35 Volt beim X2 bzw. 1,25 Volt beim X4.

Cool'n'Quiet ASRock A780FullDisplayPort - X2 idle


Cool'n'Quiet ASRock A780FullDisplayPort - Phenom idle


Das A780FullDisplayPort taktet beide CPUs im Idle-Modus korrekt herunter. Die erhöhte Betriebsspannung wird aber auch hier beibehalten.
[break=Onboard Sound Signal]
Werfen wir nun einen Blick auf die Soundqualität des Onboardsounds.

Gerade die vom Mainboardhersteller verwendeten Bauteile sind nicht selten für eine gute oder auch schlechte Signalqualität verantwortlich. Des Öfteren kommen billigere Digital-Analog Wandler zum Einsatz. Auch der verwendete Treiber spielt eine nicht unerhebliche Rolle.

Wir haben unser Testsample mit Hilfe des RightMark Audio Analyzer überprüft. Die Ergebnisse lassen allerdings nur ein Fazit in Bezug auf die Signalqualitäten der Onboard Sounds zu - weitere Features wie 5.1 Sound, EAX etc. sind nicht Gegenstand dieser Prüfung.

Als Referenz dient uns auch heute wieder die Sound-Lösung des EPoX EP-8RDA+. Die NVIDIA APU der MCP-T Southbridge zählt zu den qualitativ hochwertigeren Onboard-Lösungen.

TestNVIDIA(R) nForce(TM) AudioRealtek HD Audio output
Frequency response (from 40 Hz to 15 kHz), dB:+0.30, -0.78+0.25, -0.32
Noise level, dB (A):-80.6-80.3
Dynamic range, dB (A):80.180.1
THD, %:0.00750.0032
IMD, %:0.0400.033
Stereo crosstalk, dB:-77.7-78.8


Frequency response

Soundqualität ASRock A780FullDisplayPort: Frequency Response

Noise level

Soundqualität ASRock A780FullDisplayPort: Noise Level

Dynamic range

Soundqualität ASRock A780FullDisplayPort: Dynamic Range


Die Bewertungen im Einzelnen:

Frequency response (from 40 Hz to 15 kHz), dB:+0.25, -0.32Good
Noise level, dB (A):-80.3Good
Dynamic range, dB (A):80.1Good
THD, %:0.0032Very good
IMD, %:0.033Good
Stereo crosstalk, dB:-78.8Very good


Unser heutiger Proband liefert gleichmäßige und durchweg gute Ergebnisse ab. Allerdings darf das nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir auch schon wesentlich bessere Ergebnisse anderer Platinen gesehen haben. Alles in allem sind die gezeigten Bewertungen akzeptabel, Luft nach oben für Verbesserungen ist jedoch noch vorhanden.

Eine ausführliche Erklärung der in der Messung verwendeten Begriffe findet der Interessierte bei unserer Partner-Site Hard Tecs 4U.
[break=Benchmarks: SiSoft Sandra, Netzwerk]
Wenden wir uns nun der Performance unseres heutigen Probanden - dem ASRock A780FullDisplayPort - zu. Alle Benchmarks auf den folgenden Seiten wurden in verschiedenen Konfigurationen durchlaufen. Zur besseren Orientierung wurden die Ergebnisse in den Diagrammen farblich getrennt dargestellt. Hierzu eine kleine Legende:

  • grün: Benchmarkergebnisse bei Verwendung eines Athlon64 X2
  • rot: Benchmarkergebnisse des aktuellen Mainboards bei Verwendung eines Athlon64 X2
  • grau: Benchmarkergebnisse bei Verwendung eines AMD Phenom ES
  • blau: Benchmarkergebnisse des aktuellen Mainboards bei Verwendung eines AMD Phenom ES


Da es sich beim AMD 780G um einen Chipsatz mit integrierter Grafikeinheit - kurz IGP - handelt, haben wir alle Benchmarks zusätzlich noch mit aktivierter Grafikeinheit unter Verwendung eines AMD Athlon 64 X2 durchgeführt und mit dem Zusatz "IGP" in den Ergebnisdiagrammen gekennzeichnet.

Sandra 2007
  • Hersteller: SiSoftware
  • Webseite: www.sisoftware.co.uk
  • Bereich: Synthetisch
  • Schwerpunkt: Speicher- und Netzwerkbandbreite
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  • Referenzen im Forum: Suche...

Sandra CPU Streaming

Benchmarkergebnis ASRock A780FullDisplayPort: Sandra CPU Streaming


Sandra FPU Streaming

Benchmarkergebnis ASRock A780FullDisplayPort: Sandra FPU Streaming


Im Bandbreiten-Test platziert sich unser heutiges Sample in der Spitzengruppe. Lediglich der K10 wird durch den aktivierten TLB-Fix ausgebremst.

Einmal mehr muss zu diesem Test erwähnt werden, dass wir hierbei aus Vergleichsgründen eine ältere SiSoft Sandra-Version verwenden. Daher fällt die Bandbreite mit unserem AMD Phenom bescheiden aus. Ursache hierfür ist schlichtweg die Programmierung des Benchmarks. Mit aktuellen Versionen kommen die Vorteile des Phenom zur Geltung.

Sandra Netzwerkbandbreite

Benchmarkergebnis ASRock A780FullDisplayPort: Sandra Netzwerkbandbreite


Sandra Netzwerklatenz

Benchmarkergebnis ASRock A780FullDisplayPort: Sandra Netzwerklatenz


Mittelfeld heißt es in puncto Netzwerkperformance.

Prozessorlast Netzwerkverkehr

Benchmarkergebnis ASRock A780FullDisplayPort: Prozessorlast Netzwerkverkehr


Die Prozessorlast bei Netzwerkverkehr fällt für unseren Geschmack etwas zu hoch aus. Interessant ist hierbei vor allem, dass die Prozessorlast beim Phenom gegenüber dem X2 kaum niedriger ausfällt, obwohl diese eigentlich durch die Verdopplung der Kernanzahl beim K10, dessen höheren Takt sowie der generell besseren IPC weitaus geringer ausfallen sollte.
[break=Benchmarks: Sciencemark, XMPEG, WinRAR]
Sciencemark
  • Hersteller: Dr. Timothy Wilkens & Alex Goodrich
  • Webseite: www.sciencemark.de
  • Bereich: Synthetisch
  • Schwerpunkt: Memory-Controller Performance
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Benchmarkergebnis ASRock A780FullDisplayPort: Sciencemark Speicherbandbreite


Die Bandbreite im Sciencemark-Test spiegelt nicht ganz das Ergebnis des Sandra-Tests wieder. Dennoch fällt die Bandbreite gut aus. Aber auch hier wird der Phenom durch den aktivierten TLB-Fix künstlich eingebremst.

Benchmarkergebnis ASRock A780FullDisplayPort: Sciencemark Speicherlatenz


Mittelfeld heißt es auch in puncto Speicherlatenz. Wobei auch hier der Phenom zu kämpfen hat - Erratum 298 sei Dank.

XMPEG + XviD

Benchmarkergebnis ASRock A780FullDisplayPort: XMPEG + XviD


In guter Gesellschaft befindet sich das A780FullDisplayPort auch beim Encoding-Test mit XMPEG.

WinRAR
  • Hersteller: Rarsoft
  • Webseite: www.winrar.de
  • Bereich: Anwendungen
  • Schwerpunkt: ALU, Speicherlatenzen
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Benchmarkergebnis ASRock A780FullDisplayPort: WinRAR


Bei WinRAR steht mit 987 Kbyte/s ebenfalls ein Ergebnis im Mittelfeld zu Buche.
[break=Benchmarks: Cinebench, SuperPI]
Cinebench
  • Hersteller: Maxon
  • Webseite: www.maxon.net
  • Bereich: Anwendungen
  • Schwerpunkt: CPU-Performance
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Benchmarkergebnis ASRock A780FullDisplayPort: Cinebench


Keine Auffälligkeiten bei Cinebench.

SuperPI

Benchmarkergebnis ASRock A780FullDisplayPort: SuperPI


Wieder einmal Mittelfeld heißt es im SuperPI 1M.
[break=Benchmarks: 3DMark 01/03/05/06, PCMark05, Aquamark]
3DMark01/03/05/06 + PCMark05

3DMark01

Benchmarkergebnis ASRock A780FullDisplayPort: 3DMark01


Mit knapp über 26.700 Punkten steht auch im 3DMark01 ein Mittelwert zu Buche. Die Onboard-Grafik kann hingegen einen neuen Bestwert setzen.

3DMark03

Benchmarkergebnis ASRock A780FullDisplayPort: 3DMark03


Nicht ganz so gut läuft es im 3DMark03. Während der X2 ins hintere Feld zurückfällt, muss sich auch die IGP mit Platz 2 zufrieden geben. Dennoch eine sehr gute Platzierung für die HD 3200, da der 3DMark03 eher den NVIDIA-Lösungen liegt.

3DMark05

Benchmarkergebnis ASRock A780FullDisplayPort: 3DMark05


Ein ähnliches Bild zeigt der 3DMark05. Hinteres Mittelfeld für unseren X2 mit X1800XT, Platz 1 unter den Onboard-Lösungen. Der 780a SLI wird hier förmlich deklassiert, was daran liegt, dass der 3DMark05 eher den ATI-Lösungen liegt.

3DMark06

Benchmarkergebnis ASRock A780FullDisplayPort: 3DMark06


Gleiches Bild auch im 3DMark06.

PCMark05

Benchmarkergebnis ASRock A780FullDisplayPort: PCMark05


Im PCMark05 werden die vorangegangenen Ergebnisse ein weiteres Mal bestätigt.

Aquamark 3
  • Hersteller: Massive Development
  • Webseite: www.aquamark3.com
  • Bereich: Grafik-Performance
  • Schwerpunkt: CPU-, FPU- und Speicher-Performance
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Benchmarkergebnis ASRock A780FullDisplayPort: Aquamark


Aquamark reagiert sehr stark auf die Aktivierung des TLB-Fixes. Kein Wunder, dass das Ergebnis des 400 MHz schnelleren Phenoms hinter dem Ergebnis des X2 zurückbleibt. Die HD 3200 muss sich bei den IGPs den beiden zuletzt getesteten nForce-Platinen geschlagen geben.
[break=Benchmarks: Quake III, Doom3]
Quake III Arena


Wie wir schon häufig klargestellt haben: kein Mensch spielt mehr Quake 3! Diesen Test haben wir lediglich deshalb noch im Parcours, da er so sensibel und deutlich wie kaum ein anderer Praxistest auf Speicher-Performance und Durchsatz der Infrastruktur im Allgemeinen reagiert.

Benchmarkergebnis ASRock A780FullDisplayPort: Quake 3 640x480


Während sich das A780FullDisplayPort in Normalkonfiguration im hinteren Feld platziert, deklassiert es das Feld förmlich bei Verwendung der IGP. Mit 66 Frames pro Sekunde mehr als die zweitplatzierte Onboard-Lösung kommt die HD 3200 bereits fast an die hinteren Ergebnisse der X1800 XT heran.

Benchmarkergebnis ASRock A780FullDisplayPort: Quake 3 1024x768


Nicht ganz so krass fällt der Unterschied in der Auflösung von 1024x768 aus. Dennoch legt der 780G weitere 5 Frames zwischen sich und die Konkurrenz. Quake 3 scheint der Onboard-Lösung des A780FullDisplayPort also zu liegen.

Doom 3
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Benchmarkergebnis ASRock A780FullDisplayPort: Doom 3 1024x768


Benchmarkergebnis ASRock A780FullDisplayPort: Doom 3 1280x1024


Benchmarkergebnis ASRock A780FullDisplayPort: Doom 3 1600x1200


Etwas gleichmäßiger gestaltet sich das Bild im Doom 3-Benchmark. In allen 3 Auflösungen platziert sich die Standardkonfiguration im hinteren Mittelfeld, während sich die IGP jeweils Platz 1 unter den Onboard-Lösungen holt.
[break=Benchmarks: UT2004]
Unreal Tournament 2004
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Benchmarkergebnis ASRock A780FullDisplayPort: UT 2004 1024x768


Benchmarkergebnis ASRock A780FullDisplayPort: UT 2004 1280x1024


Benchmarkergebnis ASRock A780FullDisplayPort: UT 2004 1600x1200


Auch in UT 2004 erreicht das ASRock-Mainboard Ergebnisse im Mittelfeld. Die IGP zeigt sich noch einmal von ihrer besten Seite und sichert sich Platz 1 in den beiden kleineren Auflösungen und muss sich lediglich bei 1600x1200 mit denkbar knappem Rückstand mit Platz 3 zufrieden geben.
[break=Benchmarks: HDTach]
Nun folgt die Betrachtung der Schnittstellenperformance unseres heutigen Testkandidaten.

HDTach

IDE-Performance

Benchmarkergebnis ASRock A780FullDisplayPort: HDTach IDE Average


Alle 3 Konfigurationen sind sich bei der durchschnittlichen IDE-Transferrate einig.

Benchmarkergebnis ASRock A780FullDisplayPort: HDTach IDE Burst


Der IDE-Burst liegt auf dem Niveau, welches wir von einem Mainboard mit AMD-Chipsatz kennen.

Benchmarkergebnis ASRock A780FullDisplayPort: HDTach IDE Prozessorlast


Auch die Prozessorlast liegt im bekannten Rahmen.

SATA-Performance

Benchmarkergebnis ASRock A780FullDisplayPort: HDTach SATA Average


Einigkeit auch bei der durchschnittlichen SATA-Transferrate.

Benchmarkergebnis ASRock A780FullDisplayPort: HDTach SATA Burst


Die Burst-Rate fällt mit jeweils rund 117 Mbyte je Sekunde ebenfalls auf normalem Niveau aus.

Benchmarkergebnis ASRock A780FullDisplayPort: HDTach SATA Prozessorlast


In puncto Prozessorlast gibt es ebenfalls keine Auffälligkeiten.

PCI-Performance

Benchmarkergebnis ASRock A780FullDisplayPort: HDTach PCI Burst


Von der Burst-Rate unseres Raid-Verbundes waren wir etwas überrascht. Diese liegt nämlich in einem Bereich, den wir bisher ausschließlich von Gigabyte-Mainboards gewohnt sind. Hier darf gern bei kommenden BIOS-Updates nachgebessert werden.

Benchmarkergebnis ASRock A780FullDisplayPort: HDTach PCI Prozessorlast


Die Prozessorlast liegt hingegen wieder auf dem von uns erwarteten Niveau.

USB-Performance

Benchmarkergebnis ASRock A780FullDisplayPort: HDTach USB Burst


Gute Ergebnisse können wir beim USB-Burst verzeichnen.

Benchmarkergebnis ASRock A780FullDisplayPort: HDTach USB Prozessorlast


Die Auslastung der CPU darf jedoch gern etwas niedriger ausfallen.
[break=Leistungsaufnahme]
Wenden wir uns nun der Leistungsaufnahme unseres Testsystems zu. Zuerst führen wir einen 3DMark06-Durchlauf durch und messen dabei den durchschnittlichen Stromverbrauch des Systems (ohne Monitor sowie IDE-Raid).

Benchmarkergebnis ASRock A780FullDisplayPort: Leistungsaufnahme 3DMark06 (gemittelt)


Durchaus akzeptable Ergebnisse liefert unser heutiger Proband im 3DMark06 ab. Zwar sind keine neuen Bestwerte zu verzeichnen, die gelieferten Werte sind für ein AM2+ -Mainboard jedoch nicht schlecht. Sie könnten allerdings noch besser ausfallen, würde das Mainboard die Betriebsspannung der CPU näher an der Vorgabe halten.

Für die folgenden Messungen haben wir zusätzlich die diskrete Grafikkarte entfernt und statt dessen die IGP des A780FullDisplayPort genutzt.

Benchmarkergebnis ASRock A780FullDisplayPort: Leistungsaufnahme Orthos (gemittelt)


Auch unter 2D-Last liefert das Mainboard ordentliche Ergebnisse ab.

Benchmarkergebnis ASRock A780FullDisplayPort: Leistungsaufnahme während S3


Im Standby gehört das A780FullDisplayPort zu den genügsamsten Hauptplatinen.

Benchmarkergebnis ASRock A780FullDisplayPort: Leistungsaufnahme Idle mit CnQ


Im Idle-Betrieb zeigt sich die Hauptplatine von ihrer besten Seite. Zwar muss sie sich mit unserem X2 noch knapp geschlagen geben, mit unserem X4 hingegen steht ein neuer Bestwert zu Buche.

Benchmarkergebnis ASRock A780FullDisplayPort: Leistungsaufnahme Idle ohne CnQ


Gleiches Bild auch im Idle-Betrieb ohne Cool'n'Quiet.

Benchmarkergebnis ASRock A780FullDisplayPort: Leistungsaufnahme heruntergefahrener PC


Ebenfalls sehr gute Werte stehen bei abgeschaltetem PC zu Buche.
[break=Erkenntnisse]
AspektErgebnis
KondensatorenherstellerTK und OST
spezifizierte Kondensatorentemperatur105 Grad
funktioniert S3ja
funktioniert S1ja
funktioniert S1 & S3nicht einstellbar
funktioniert Ruhezustandja
Bootmanager vorhandenja (Aufruf mit F11)
PCIe x16 anders nutzbar (getestet mit Broadcom NetXtreme PCIe x1)ja
funktioniert Wake-On-LAN (Realtek RTL8111C)ja
funktioniert AHCInein (Fehlercode 39)
Default-Einstellung USB Legacy-SupportEnabled
verwendeter TaktgeneratorICS9LPRS485CGLF
zum Test verwendete BIOS-Version1.40
v. 28.04.2008
Produktseitewww.ASRock.com
Preisab ca. 57 Euro


Overclocking



Mit 244 MHz Referenztakt konnten wir zwar ein passables Ergebnis verzeichnen, andere Mainboards (selbst aus gleichem Hause) konnten in dieser Disziplin jedoch bereits bessere Ergebnisse abliefern.

DDR2-1066

Im Normalfall zeigen wir an dieser Stelle einen Screenshot, auf dem wir die Funktion der Einstellung für DDR2-1066 nachweisen. Leider müssen wir diesen Screenshot im heutigen Artikel schuldig bleiben, da es uns nicht gelang, die Funktion zum Arbeiten zu bewegen.

Für den Test von DDR2-1066 nutzen wir Timings von 5-5-5-15 2T bei eingestellten 2,2 Volt. Damit läuft der Speicher von Corsair innerhalb seiner Spezifikationen und hat die Stabilität dabei bereits mehrfach unter Beweis gestellt (auch in Verbindung mit dem heute verwendeten Phenom).

Das ASRock A780FullDisplayPort bootet mit diesen Einstellungen zwar, bleibt jedoch sofort beim Postscreen hängen, sodass lediglich ein Hardware-Reset hilft. Weitere Tests haben gezeigt, dass die Speicherspannung möglicherweise nicht ausreicht, da das System mit 2,1 Volt VDimm (was für den Speicher auf anderen Mainboards für DDR2-1066 genügt) überhaupt nicht bootet.

Da es immer wieder Gerüchte um defekte Phenom-Prozessoren gibt, wenn der verbaute RAM mit mehr als 2 Volt betrieben wird, haben wir zur Kontrolle noch kurz den Prozessor gegen einen Phenom X4 9850 Black Edition getauscht - schließlich könnte auch unser Phenom ES 9700 vom besagten Problem betroffen sein. Doch auch dieser Wechsel half nichts, weiterhin verweigerte das A780FullDisplayPort von ASRock den Dienst mit DDR2-1066. Somit wurde dieser Test nicht bestanden.

AHCI

Die Überprüfung der korrekten Funktionsweise von AHCI gehört mittlerweile auch zum Standardparcours auf Planet 3DNow! dazu. Da wir Windows auf einer IDE-Festplatte installiert haben, lässt sich AHCI im Normalfall bequem nachträglich aktivieren und nach erfolgter Treiberinstallation kann die korrekte Funktion überprüft werden. Doch auch dies gelang uns im Zuge des heutigen Reviews nicht.

Zwar war die Aktivierung von AHCI samt Treiberinstallation problemlos möglich, eine Nutzung der angeschlossenen SATA-Festplatte war anschließend aber nicht mehr möglich. Der Gerätemanager von Windows meldete Errorcode 39, für welchen wir auch in der Microsoft Knowledge-Base keine Lösung fanden. Die empfohlende Neuinstallation des Treibers und auch ein Treiberwechsel führten jeweils zum gleichen Ergebnis. AHCI ist mit unserem Sample also nicht möglich.

IRQ

ASRock A780FullDisplayPort: IRQ-Belegung


Zu guter Letzt noch der obligatorische Blick auf die IRQ-Verteilung beim Probanden. Ins Auge sticht IRQ Nummer 18, welcher gleich 7 Mal verwendet wird. Eine andere Aufteilung wäre hier wünschenswert, genügend Reserven in Form von unverwendeten IRQs sind vorhanden.
[break=Fazit]
Titelbild zum Artikel ASRock A780FullDisplayPort


Mit dem ASRock A780FullDisplayPort hatten wir heute bereits das zweite Mainboard im Test, welches auf AMDs 780G-Chipsatz basiert. Dabei kann der Proband von ASRock, im Gegensatz zum ECS A780GM-A, mit der Unterstützung von Prozessoren der TDP-Klasse von 125 Watt punkten - somit war einer der größten Kritikpunkte aus dem ersten Review eines 780G-Mainboards bereits im Vorfeld ausgeräumt. Eigentlich ideale Voraussetzungen für einen Siegeszug der ASRock-Hauptplatine.

In der Praxis zeigte sich jedoch recht schnell, dass wir es beim A780FullDisplayPort nicht nur mit eitel Sonnenschein zu tun hatten. Es traten einige Probleme auf, die wir in keiner Weise erwartet hätten - vor allem nicht bei einer ASRock-Platine. Denn vor allem der Test des ASRock ALiveDual-eSATA2 hatte gezeigt, dass sich die Konkurrenz vor allem von der BIOS-Programmierung eine Scheibe abschneiden konnte. Insofern waren wir überrascht, als wir uns im Rahmen des heutigen Reviews mit einigen unschönen Aspekten konfrontiert sahen.

Punkt 1 auf unserer "Mängelliste" ist zugleich der heikelste: Alle Stabilitätstests wurden im Rahmen der Spezifikationen erfüllt. Doch wir stellen die zu testenden Mainboards immer vor eine wesentlich größere Herausforderung: Den Betrieb von DDR2-800 mit einer Command Rate von 1T - obwohl dies nicht den Spezifikationen entspricht. Bisher wurde diese auferlegte Hürde von allen AM2 bzw. AM2+ -Mainboards überwunden. Beim ASRock A780FullDisplayPort funktionierte dies hingegen nur bedingt - durch Anhebung der Speicherspannung von 1,8 auf 2,0 Volt. Dadurch ließ sich das Testsystem mit unserem X2 vollends stabil betreiben, bei unserem Phenom half auch das nicht und wir mussten uns mit 2T Command zufrieden geben. Aufgrund des nicht spezifikationsgerechten Betriebs bedeutet dieser Aspekt "Jammern auf hohem Niveau".

Zwei andere Aspekte sollten unserer Meinung nach noch verbessert werden: Zum Einen konnten wir das Mainboard in Verbindung mit einem AMD Phenom nicht mit DDR2-1066 betreiben (das System blieb beim Postscreen stehen) und zum Anderen wollte AHCI nicht funktionieren. Zumindest im Fall von AHCI ist nicht sicher, ob es sich um ein BIOS- oder ein Treiber-Problem handelte - sicher ist jedoch, dass die Situation nicht zufriedenstellend ist.

Die Performance des heutigen Testkandidaten fällt hingegen durchweg auf dem Niveau aus, welches wir erwartet haben. Das A780FullDisplayPort liefert solide Ergebnisse ab, ohne dabei negative Ausrutscher zu haben (sieht man einmal von der PCI Burst-Rate ab). Positiv kann in puncto Performance auch die Leistung der IGP genannt werden. Die Ergebnisse der HD 3200 auf dem ECS A780GM-A werden bestätigt und zum Teil sogar übertroffen.

Insgesamt konnte uns das ASRock A780FullDisplayPort jedoch nicht vollends überzeugen. Möglicherweise kann das eine oder andere Problem aber durch BIOS-Updates behoben werden.

Das fanden wir gut :)
  • 4 Möglichkeiten der Bildausgabe (VGA, DVI, HDMI (per mitgeliefertem Adapter), DisplayPort)
  • Unterstützung von Prozessoren mit 125 Watt TDP
  • gute Performance der Onboard-Grafik

Das fanden wir nicht so gut :(
  • Probleme beim Betrieb mit 1T Command (außerhalb der Spezifikation)
  • DDR2-1066 funktioniert nicht
  • AHCI funktioniert nicht


Ein Hinweis in eigener Sache: Auch die besten Freunde gehen einmal auseinander

Planet 3DNow! verfolgt die Philosophie, die vorgestellten Mainboards in puncto Performance mit möglichst vielen anderen Mainboards zu vergleichen. Das ist der Grund, warum ein einmal zusammengestelltes Testsystem durch einen immer gleichen Parcours geschickt wird - nur so lässt sich die Vergleichbarkeit von Platinen über viele Monate hinweg realisieren.

Das für diesen Artikel zum Einsatz kommende Testsystem wurde vor fast zwei Jahren in Dienst gestellt und hat uns seitdem beim Test von 22 Mainboards begleitet. Doch auch die besten Freunde gehen einmal auseinander. Denn schließlich ist auch das beste und solideste Testsystem irgendwann technisch überholt und benötigt eine Frischzellenkur. Daher ist das Review des ASRock A780FullDisplayPort der letzte Test, bei dem unsere bewährte Referenz-Hardware zum Einsatz kam.

In den nächsten Tagen werden wir mit unserem neu zusammengestellten Review-System die Referenzergebnisse des ebenfalls neu zusammengestellten Benchmark-Parcours ermitteln. Anschließend wird das neue Testsystem samt Hard- und Software vorgestellt. Wir hoffen, dass es uns genauso zuverlässig begleiten wird.

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