Die in England gegründete Firma High Performance Group verspricht mit seiner Type-M Serie moderne Netzteile von qualitativ hohem Standard und ein ideales Produkt für Kunden, die besonders auf Feinheiten im Innern wert legen. Neben dem Wirkungsgrad von bis zu 85% wird mit „20 dBA unter normaler Last“ geworben, während bekannte Features wie aktuelle Grafikkartenanschlüsse das Paket komplett machen sollen. Daher wollen wir uns nun selbst ein Bild des Stromversorgers machen und haben uns das Hiper Type-M mit 630W zukommen lassen, welches das aktuell kleinste Modell der Baureihe darstellt. Hierbei werden wir auf einen alten bekannten treffen, der das Netzteil für dieses Unternehmen gefertigt hat. Ob sich die Investition lohnt und man den hohen Ansprüchen eines zeitgemäßen Systems gerecht werden kann oder die angekündigten Eigenschaften nicht der Wahrheit entsprechen, wird der folgende Test zeigen.

[break=Ersteindruck und Verpackung]



Das Netzteil wird in einem Karton aus recyceltem Papier angeliefert, auf dem wie üblich das Firmenlogo und ein Abbild der PSU zu sehen ist. Man wirbt anbei mit der geringen Lautstärke unterhalb des Firmennamens (Wortlaut: Low Noise Power Suply Unit).

Zusätzlich bestätigt der seitliche Aufdruck die Herkunft aus Großbritannien als auch die erfüllten Voraussetzungen der RoHS Richtlinie. RoHS beschränkt die Auswahl an verwendbaren Stoffen auf umweltfreundliche bzw. ungefährliche Inhalte bei elektronischen Geräten und reduziert Substanzen wie Blei oder Quecksilber auf ein Minimum, deren Grenzwerte einzuhalten sind. Damit hat man den Markt prägend verändert, da die industriellen Einrichtungen entsprechend der Vorgaben umdenken und umstrukturieren mussten, bis man die Ziele der Vorschrift erfüllen konnte.

Die auf einer zusätzlich beigelegten Unterseite aufgeführte Tabelle offenbarte technische Daten im Bezug auf die Leistungsverteilung, während die Kabelvielfalt rechts daneben beschrieben wird.
Die Leistungsverteilung sieht wie folgt aus:



Noch ein interessantes Detail lässt sich erkennen: Die UL-Nummer. Dieser Zahlencode kann oder vielmehr sollte den tatsächlichen Hersteller hinter dem Namen aufzeigen. In dem Fall ist dort die E303928 angegeben, welche uns leider nur auf Hiper selbst zurückführt. Es bleibt also spannend, wer denn nun eigentlich dieses Netzteil produziert hat. Jedoch wird nicht jeder Leser die Möglichkeit haben, die Innereien zu begutachten, weshalb nach dem Auspacken der Ware ein erstes Indiz für die Herkunft zu vermerken ist, was sich von Außen her erkennen lässt. Dazu weiteres im Abschnitt Lieferumfang.


Weitere Spezifikationen im Überblick:

Das Type-M verfügt über eine Gesamtleistung von 630W (870W in der Spitze) mit insgesamt 50 Ampere auf der +12V Leitung. Es entspricht der ATX12V 2.2 und EPS12V 2.91 Spezifikation. Des Weiteren soll ein Wirkungsgrad von 85% erreicht werden und es kommt eine aktive Leistungsfaktorkorrektur zum Einsatz mit einem Weitbereichseingang, der die Verwendung an Stromnetzen mit Spannungen von 100-240V ermöglicht. Die Maße betragen 180 x 150 x 86 mm und Hiper gewährt insgesamt 3 Jahre Garantie auf sein Fabrikat. Gleichermaßen hat man das Nvidia SLI Zertifikat erhalten, welches die Gewissheit geben soll, dass man damit mehrere Grafikkarten im Verbund laufen lassen kann. Wobei sich die Frage stellt, wozu man auch sonst 630W benötigen würde, wenn nicht für diesen Einsatzzweck. Hinzu kommt der 135mm Lüfter mit dem Lagertyp „Sleeve Bearing“ und einer Angabe von 1000 - 1800 rpm.

[break=Lieferumfang]



Nachdem man die Klappe des Paketes geöffnet hat, zeigen sich zunächst zwei Aufkleber und darauf folgend der gesamte Inhalt des Bündels.



Hiper scheint viele Adapterlösungen zu bevorzugen. Für das Ursprungsland hat man nämlich einen Kaltgerätestecker beigelegt, zu dem neben dem Steckerkopf für die Netzanschlüsse in Deutschland ein weiterer für England gehört und sich je nach Bedarf anschließen lässt.
Die Kabelstränge wurden ebenso mit passenden Aufsätzen realisiert, womit man den Kabelbaum um mehrere Stecker erweitern kann. So ermöglichen die t-förmigen Verbindungsstecker, auf die Hiper ein Patent angemeldet hat, weitere Molexstecker und Floppykabel zu integrieren bzw. den 8-pin PEG Anschluss zu einem mit 6-pins umfunktionieren zu können, wenn die Grafikkarte dies erfordert. Das ganze Verbindungssystem lässt sich unter dem Begriff Extender™ zusammenfassen. Konservative Vertreter werden das eher kritisch betrachten, da zumindest in der Theorie Übergangswiderstände bestehen und es zu Kontaktbränden bei von Kunden unzureichend festgesteckten Köpfen kommen kann. Auf der anderen Seite bleiben weniger ungenutzte Kabel im Gehäuse als Luftstromblockade und es sieht schlicht und ergreifend sauberer aus.
Als weiteren Inhalt findet man ein Benutzerhandbuch vor, bei dem allerdings der Name Faltblättchen treffender gewesen wäre mit vergleichbaren Informationen, die bereits die Verpackung ankündigt. Zudem ist natürlich das Netzteil selbst in der Box vorzufinden neben einem Tütchen mit vier Schrauben zur Befestigung. Zusammengefasst verfügt man über folgende Kabelstränge:

  • 1x 24-pin Hauptstecker (600mm
  • 1x P4 Anschluss (600mm)
  • 1x P8 Anschluss (600mm)
  • 4x SATA (550mm + 150mm; 550mm + 150mm)
  • 1x 6-pin PCIe (550mm)
  • 1x 8-pin PCIe + 6-pin Adapter (450mm + 50mm)
  • 7x Molex (350mm; 450mm; 650mm + 3x 150mm Adapter)
  • 2x Floppy (Molex Adapter + 2x 150mm



Die Anschlussmöglichkeiten muss man insofern kritisieren, dass lediglich vier SATA Kabelstränge integriert wurden und der 8-pin Grafikkartenanschluss mit 450mm etwas kurz geraten ist, zumal man auch mehrere hätte bereitstellen können. Einige Vorreiter beweisen, dass in diesem Leistungsbereich bereits viel mehr möglich ist, als manche Hersteller es einem vermitteln wollen.



Das Netzteil selbst präsentiert sich in dem typischen Mesh-Design, wie man es von Hiper zur Gestaltung seiner Waren gewohnt ist. Vor allem an der Oberfläche kann man sich folglich durch die benannten Eigenschaften einen kleinen individuellen Hauch verschaffen. Unterdessen ist die farbliche Gestaltung in einem matten Schwarzton gehalten. An der Oberseite wurde ein 135mm großer Lüfter integriert. Dessen Lüftergitter ragt nicht heraus, was bei der Montage sicherlich vorteilhaft ist und trägt in der Mitte das obligatorische Signet des Anbieters.



Wie versprochen zeigt sich nun das erste Anzeichen für den Produzenten.
Denn in der Front, wo sich der An-/Ausschalter und ein Anschluss für den Kaltgerätestecker befinden, fallen links hinter den wabenförmigen Entlüftungslöchern die mit violetten Schrumpfschläuchen umwickelten Spulen auf. Dieses Zeichen lässt mit hoher Wahrscheinlichkeit auf den weit verbreiteten taiwanesischen Hersteller CWT (Channel Well Technologie) schließen.
Genau das lässt sich nun durch die Öffnung des Netzteils exakt festlegen.

[break=Innenansicht]

Wenn wir nun zu den elektronischen Details übergehen, werden weitere Indizien zum Produzenten gesammelt, deren Verarbeitungsqualitäten und vor allem auch die Wahl der einzelnen Bauelemente beurteilt werden. Bevor ein Netzteil nun aber geöffnet wird, ist der Sicherheitshinweis erforderlich, dass dieser Vorgang lebensgefährlich sein kann und davon abzuraten ist, wenn man ein solches Produkt als Privatkunde erwirbt. In den Kondensatoren kann sich immer noch Restspannung befinden, die sich bei Berührung entlädt. Abhängig von der Kapazität benötigen diese üblicherweise eine Ruhepause von etwas mehr als einem Tag, damit sich die Spannung komplett abbauen kann. Jedoch lässt sich auch einfach der Stromstecker trennen, während man das Netzteil im AN Zustand behält, sodass sich die Restenergie in Richtung der Verbraucher (PC-Komponenten) verteilen kann. Ein sorgfältiger und vorsichtiger Umgang mit dem Gerät ist zudem erforderlich, um keine empfindlichen Bauteile zu beschädigen. Bei einem Eingriff erlischt außerdem die Herstellergarantie, was sich durch den kleinen Aufkleber identifiziert, der über einer Schraube angehaftet ist und bei dem Versuch der Abtrennung beschädigt wird. Um an das Innenleben zu gelangen, müssen insgesamt 4 Schrauben bei diesem Modell gelöst werden.



Bei dem verbauten Lüfter handelt es sich um ein 135mm Modell mit der Produktbezeichnung D14SH-12 von Yate Loon Electronics mit 0.7A. Fast zur Hälfte hat man die Fläche mit einer Luftleitfolie bedeckt, damit der Luftstrom in die vorgesehene Richtung verläuft.



Schon auf den ersten Blick hat sich die Herkunft bestätigt, auch wenn auf dem PCB neben der Schmelzsicherung bzw. neben dem Haupttransformator weiterhin nur „Hiper“ steht, wogegen sich neben den isolierten Spulen weitere markante Punkte finden lassen. Dazu gehören die Form der Kühlkörper, der grüne Transformator mit der tatsächlichen UL-Nummer und die Tatsache, dass dieses Design bei anderen Herstellern sehr verbreitet ist, die diese Herkunft bestätigen. Hierbei zählen vor allem Corsair oder auch Thermaltake zu den Kunden von CWT. Dieses Layout ist von den Ingenieuren für ein sehr breites Leistungsspektrum entworfen worden. So ist die Platine mit der Angabe 630 bis hoch zu 980 Watt versehen, womit man eine sehr große Produktpalette bei Hiper abdeckt. Die angebrachte Schutzfolie ist ein wichtiges Element zur sicheren Abgrenzung zwischen der Gehäusewand und dem Netzteil selbst.



Die erste Filtereinheiten ist mit diversen X-Kondensatoren (4x), Y-Kondensatoren (6x) und Spulen (3x) besetzt, zu denen sich auch ein MOV (Metal Oxide Varistor) gesellt, womit der erste Abschnitt sehr üppig bestückt ist. Ein Teil davon ist nicht unmittelbar auf der Hauptplatine, sondern direkt hinter dem Eingangsbereich angelötet. Anschließend kommt der an einen separaten Kühlkörper angebrachte Halbleiter, welcher als Gleichrichterbücke fungiert, dem eine kleine Extraplatine für den PFC-Kontrollchip gegenübersteht. Im weiteren Verlauf trifft man auf eine weitläufig geschlossene Kühlrippenstruktur der anderen beiden Kühlblöcke, sodass dort die Luftzirkulation nicht ganz optimal ist. Die Konstruktion kann wie ein Schirm wirken und darunter liegende Bereiche werden weniger effektiv erreicht.



Nun folgt der Primärkondensator, bei dem es sich um ein oft gesehenes 85°C Exemplar mit der Bezeichnung HP3 handelt, der mit einer Spannungsfestigkeit von 400V und einer Kapazität von 390µF versehen ist. Ein funktionaler, wenn auch sehr konventioneller Kondensator. Auch bei der großen PFC-Drossel hat man dem Netzteilpfeifen mit entsprechender Verkleidung entgegengewirkt. Das Pfeifen entsteht durch die Erwärmung des Kupferdrahtes auf dem Ferritkern, womit sich dieser ausdehnt und kein Kontakt mehr zur Fläche hergestellt ist, er frei in der Luft vibriert und folglich Geräusche entstehen. Deshalb gibt man den Drähten erst gar keine Chance, sich großartig bewegen zu können. Wobei man aus Abwärmegründen sehr gezielt arbeiten sollte.



Im Sekundärbereich befindet sich eine große Zusatzplatine für die Lüftersteuerung, an die der Yate Loon Lüfter angesteckt wurde.




Die bevorzugte Wahl an Elektrolytkondensatoren ist hier die Marke Samxon bei einer Spezifikation bis 105°C, wie man sie schon zuvor des Öfteren bei CWT angetroffen hat. Weil sich die Lebensdauer pro 10°C Temperaturanstieg um die Hälfte vermindert, lebt ein 105°C vor allem unter schwierigen Bedingungen theoretisch doppelt so lange, wie jene mit 85°C. Der Hersteller scheint mit Samxon jedenfalls gute Erfahrungen gemacht zu haben und das ist bereits eine positive Steigerung gegenüber den Fuhjyyu Kondensatoren vergangener Tage. Bei den Halbleitern hat man sich für STMicroelectronics entschieden. Ergänzend wurden drei Spulen verbaut, wobei die größte davon für +12V zuständig ist. Die Leitungen verlaufen hier sehr nah beieinander und wegen der Komponentendichte, die durch die enge Bestückung ohnehin schon herrscht, wird kaum ein guter Luftstrom entstehen. Bei den ordentlich angelöteten Drähten hat man als Beitrag zur Sicherheit an passende Schrumpfschläuche gedacht. Abschließend wurden auf den vier +12V Schienen der Übersicht halber verschiedene Farben eingesetzt, um diese optisch klar voneinander trennen zu können. Im Überblick macht die Verarbeitungsqualität einen soliden Eindruck und es wurde präzise mit Klebstoffen gearbeitet.
Auch wenn diese Kreation schon recht lang auf dem Markt ist, hat man immerhin die Gewissheit, dass bisher alle Fertigungen auf dieser Basis einwandfrei gearbeitet haben. Um das auch bei diesem Testmuster bestätigen oder gegebenenfalls widerlegen zu können, folgt an folgender Stelle der Praxistest.


[break=Funktionalitätstest]


Um hohe Belastungen zu simulieren und repräsentative Werte messen zu können, wird kein gängiges PC-System zum Einsatz kommen, da sich die dort ermittelten Ergebnisse immer nur unmittelbar auf die Hardwarekombination beziehen lassen, zumal man viele der großen Fabrikate nur selten voll auslasten kann. Und ein Netzteil ist nur dann gut, wenn es die gesamte versprochene Leistung auch zu 100% bereitstellen kann, ohne in irgendeiner Weise Probleme zu verursachen. Hierzu wird die professionelle Teststation Chroma 8000 eingesetzt, um eine detaillierte Belastung in mehreren Stufen zu ermöglichen und wir mit Volllast bzw.10% Überlast alle relevanten Fähigkeiten überprüfen.

Wertestabilität




Besonders die Resultate auf +12 V1-V4 fallen sehr positiv aus, da die Spannung zu keinem Zeitpunkt unter 12.00V fällt.



Die +5V Schiene ist mit Schwankungen innerhalb von 3% innerhalb der Spezifikation.



Der Verlauf der kleinen Spannung +3.3V weiß weniger zu gefallen, da man gegen Ende mit 4.5% Differenz schon einen stärkeren Abfall zwischen dem höchsten und dem niedrigsten Wert feststellen kann. Insgesamt und angesichts der Standfestigkeit auf 5VSB bzw. -12V hat CWT jedoch gute Arbeit geleistet und einen zuverlässigen Betrieb bewerkstelligt.

Wirkungsgrad



Bei 20% Last vermochte man es nicht, die magische 80% Marke zu überschreiten und lag mit 79,78% knapp daneben. Wenigstens wurde von mittlerer Last an die Grenze nicht mehr unterschritten. Die versprochenen 85% konnte man aber leider auch nicht ganz erreichen und lag in der Spitze bei 84,32%. Hier haben wir schon deutlich besseres gesehen. Im Standbybetrieb wurde bei einer Belastung von 3.0A ein Wirkungsgrad von 64,53% ermittelt.

PFC



Im Gegensatz zum amerikanischen Stromnetz werden mit 230VAC meist schlechtere Ergebnisse erzielt, weshalb man dort auch nur eine Korrektur von ca. 0.76 bei 10% Last schafft, während der Spitzenwert mit 0.98 in Ordnung ist.

Lautstärke und Kühlung



Wenn man sich dem Kunden gegenüber attraktiv gestalten möchte, erreicht man das meist durch eine geringe Lautstärke. Hiper folgt dem Kurs und die Angaben in der Produktbeschreibung erweisen sich als wahrheitsgemäß und wurden sogar noch übertroffen. So kann man mit aktuellen Silentnetzteilen wie Enermax oder Be Quiet mithalten und erreicht zunächst 17 dBA mit 900 Umdrehungen, was sich auch fortsetzt. Erst bei höherer Belastung konnten 20 dBA mit 1300rpm überschritten werden. Die Temperaturen bleiben trotz der Kritik am Design noch in einem gesunden Areal bei einer unmittelbaren Umgebungstemperatur von 25°C, wobei gerade der 3. Kühlkörper im hinteren Bereich erwartungsgemäß etwas wärmer als die anderen beiden ist und 69°C das obere Limit bilden.

[break=Fazit]


Hiper hat es geschafft, mit dem Type-M 630W einen verlässlichen Begleiter für High-End Systeme bereit zu stellen, wenn auch nicht mit völlig neuartiger Technik. Das Unternehmen bestätigt hiermit, die aktuellen Trends verfolgen und zweckmäßig umsetzen zu können, um den Erwartungen der Käufer im Wesentlichen gerecht zu werden. Ferner sind 75-80€, vom aktuellen Marktpreis ausgehend, nicht zu viel verlangt für dieses Stück Hardware.

Dank der geringen Lautstärke von nur 17 dBA unter Normallast und dem erst späten Anstieg der Lüfterdrehzahlen erreicht man ein sehr zufriedenstellendes Ergebnis, dass den heutigen Ansprüchen gerecht wird und man sich damit absolut nicht hinter anderen Branchengrößen verstecken muss.

Auf Seiten der elektrontechnischen Aspekte kann man von der Verarbeitungsqualität und der Wahl der Baugruppen keine nennenswerten Mängel feststellen. Die Zuverlässigkeit durch die Wahl des Herstelles ist ein wesentlicher Faktor, der hier zum Erfolg geführt hat. Ebenso konnten wir bei der wichtigsten Schiene +12V eine ansehnliche Stabilität erfassen, die mit einer Schwankung von gerade mal etwas über 1.5% so manchen Konkurrenten wahrlich übertrifft. Als weniger ansprechend erwies sich hingegen die Regulation auf +3,3V mit einer starken Differenz zwischen dem höchsten und niedrigsten Wert.

Auch der Wirkungsgrad konnte nicht wirklich überzeugen, da 85% mittlerweile keine allzu große Hürde darstellen sollten wenn man diese sogar verspricht, während manche Exemplare am Markt bereits an der 90% Schwelle kratzen. Unverständlich ist darüber hinaus die bereitgestellte Anschlussvielfalt von vier SATA Steckern, bei der man ohne Komplikationen mehr hätte integrieren können, ohne dass dieses leistungsstarke Netzteil in irgendeinerweise überlastet gewesen wäre. In Rücksprache mit Hiper scheint man das auch nicht unbedingt anders zu sehen, weshalb wir hier auf Verbesserungen hoffen.

In mehreren Punkten ist aus diesen Gründen also noch Optimierungsbedarf vorhanden. Dennoch können wir festhalten, dass man mit solider Bauqualität zu überzeugen weiß und sich uns im Großen und Ganzen ein durchaus fähiges Produkt darbietet.

Wir bedanken uns bei Hiper für die Bereitstellung des Type-M 630W.


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