Arctic Cooling hat den Einstieg in die Netzteilbranche geschafft. Und anstatt einfach nur ein fremdes Design aufzufrischen, haben sie einen eigenen Lüfter in das Kühlkonzept der Seasonic Topologie integriert. Das Produkt wird mit diesem überstehenden Lüfter sicher keinen Schönheitspreis gewinnen, ist aber vergleichsweise günstig.
Bei den Anschlüssen konnten wir feststellen, dass es bereits vier Grafikkartenstecker bietet, was für den Leistungsbereich sehr gut ist. Nur der 24-pin Hauptstecker ist mit 40cm etwas kurz und vielleicht hätte man die sechs SATA Stecker auf zwei Leitungsstränge aufteilen können. Sie sind allesamt ummantelt, an den Steckerköpfen aber offen, um die hohe Flexibilität zu gewährleisten.
Des Weiteren können wir festhalten, dass die Wertestabilität beachtlich ist und das Netzteil durch seine Preislage eine wahre Kampfansage für Billigfabrikate mit vermeintlich hoher Leistung ist. Auch wenn das ECO 80 Zertifikat dem eigenen Marketing entspricht, hat man nicht die Unwahrheit erzählt. Die Effizienz ist gemessen am älteren Design sehr hoch, was für eine gute Umsetzung spricht.
Und eine weitere gute Nachricht haben wir auch noch. Der Kühlexperte hat keine schnell drehende Turbine integriert. Kleinere Lüfter müssen normalerweise etwas zügiger drehen, um denselben Luftdurchsatz zu erreichen, was man hier durch die perfekte Luftlaufbahn kompensieren konnte, zumal der Lüfter aus der eigenen Produktion stammt, was dem ganzen eine individuelle Note verleiht.
Insgesamt ist das Arctic Cooling Fusion 550R mit 500W der perfekte Einstieg in die Branche und mit seinem geringen Kostenfaktor nahe 50€, als auch der solide umgesetzten Technik, eines der besten Netzteile am Markt. Da stört es auch kaum, dass man nur einfache Kondensatoren und die klassische Pertinaxplatine eingesetzt hat. Denn das Netzteil ist in seiner Gesamtheit sehr gut abgerundet.
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