Das Kalenderjahr 2009 ist noch keine 4 Monate alt, da gibt es auf Planet 3DNow! bereits den dritten Prozessorartikel zu lesen. Erst konnten wir am 8. Januar über
die Vorstellung des Phenom II in 45 Nanometer Strukturbreite für den Sockel AM2+ berichten, am 9. Februar folgte dann
die Vorstellung des Sockel AM3 mit den dazugehörigen Prozessoren samt DDR3-Support.
Die Vorstellung des AM3-Sockels verlief jedoch etwas ungewöhnlich. So gab es für den User zwar die Unterstützung von DDR3, die erhältlichen Prozessoren waren hingegen allesamt langsamer, als das Spitzenmodell für den Sockel AM2+. Entweder es fehlte an Taktrate ("nur" 2,6 bis 2,8 GHz) oder am Cache (Phenom II 800-Serie mit 4 MByte shared L3-Cache) oder gar bei der Kernanzahl (Phenom II X3 700-Serie). Ein neuer Gegenspieler des X4 940 BE für den Sockel AM3 mit 3 GHz oder mehr, welcher über 6 MByte shared L3-Cache, 4 Kerne und einen freien Multiplikator verfügt, gab es bisher nicht.
Bis heute. Denn heute betritt AMDs neues Flaggschiff Phenom II X4 955 Black Edition das Feld. Mit 3,2 GHz egalisiert der Prozessor die Taktrate des Athlon 64 X2 6400+, welcher bis dato der am höchsten getaktete AMD-Prozessor aller Zeiten war und bereits
Mitte 2007 auf den Markt kam. Gleichzeitig bekommen die vier Kerne des Phenom II X4 955 BE die vollen 6 MByte shared L3-Cache zur Seite gestellt. Die Northbridge sowie der Hypertransport-Link werden beim neuen Topmodell mit jeweils 2000 MHz getaktet, während sich das AM2+ Topmodell X4 940 noch mit 1800 MHz bescheiden musste.
AMD hat uns leider erst in letzter Sekunde vor dem offiziellen Launch des Prozessors ein Sample geschickt, welches wir trotz relativ knapper Zeit noch durch unseren Benchmarkparcours schicken konnten. Doch im Gegensatz zu den beiden vorangegangenen Prozessor-Reviews hatten wir im Rahmen der Tests zum heutigen Artikel mit einigen Widrigkeiten zu kämpfen, die wir unseren Lesern natürlich nicht vorenthalten wollen.
Viel Vergnügen beim Lesen!
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