Etwas über ein halbes Jahr ist es her, dass AMD
eine neue Dual-Core-Generation vorgestellt hat. Die CPUs mit Codenamen "Kuma" mussten bei der Vorstellung jedoch reichlich Kritik einstecken. Nicht nur, dass man mit 2,8 GHz noch immer deutlich hinter der Taktrate des bereits angegrauten Athlon 64 X2 6400+ zurückblieb, man musste auch der Verwendung des Agena-Kerns Tribut zollen. Die Restriktionen der Cache-Hierarchie des Agena-Phenoms kamen zum Tragen, die Taktfreudigkeit ließ zu wünschen übrig und zu guter letzt war die Einordnung in die TDP-Klasse (
Thermal
Design
Power) von 95 Watt für zwei Kerne absolut nicht mehr zeitgemäß. Kein Wunder, dass sich Kuma-CPUs nicht zu everybody's Darling entwickelten.
Heute nun schlagen die Dual-Cores zurück und wollen das durch Kuma angekratzte Image wiederherstellen. Denn seit der Einführung des
Phenom II im Januar bietet sich eine wesentlich bessere Basis für die Herstellung von Zweikern-Prozessoren. Dank Herstellung in 45 nm Strukturbreite lassen sich einige Nachteile von Kuma verbessern: Weniger Stromverbrauch, bessere Pro-MHz-Leistung (IPC,
Instruction
Per
Clockcycle) und nicht zuletzt höhere Taktraten sind zu erwarten.
Wer AMD kennt, der wird wissen, dass es mit der Vorstellung nur eines Prozessors nicht getan ist - auch heute nicht. Denn statt eine Ausbaustufe vorzustellen, übersandte uns AMD gleich derer zwei Versionen: AMD Phenom II X2 550 BE, Codename "Callisto" sowie AMD Athlon II X2 250, Codename "Regor". Trotz knapper Zeit haben wir uns beide Dual-Cores genauer angeschaut und durch unseren Benchmark-Parcours geschickt, um sie mit den bisherigen Zweikern-CPUs zu vergleichen. Zudem haben wir einen kurzen Blick auf die Sinnhaftigkeit beider Ausbaustufen geworfen.
Viel Vergnügen beim Lesen!
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