Titelbild zum ECS A790GXM-AD3 vs. ASUS Crosshair III Formula


Der letzte Mainboard-Test auf Planet 3DNow! datiert vom November 2008, liegt also bereits über ein halbes Jahr zurück. Nicht, dass wir in dieser Zeit keine Mainboards testen wollten - AMD hat uns schlichtweg auf Trab gehalten. Mit den diversen Produktlaunches in diesem Jahr, allen voran der Startschuss zur Phenom II-Serie in 45 nm Strukturbreite im Januar, vereinnahmten uns über einen langen Zeitraum.

Heute, nach über einem halben Jahr ist es nun endlich soweit und wir präsentieren erneut einen Mainboardvergleich. In diesem Vergleich schauen wir uns erstmals zwei AM3-Mainboards an, die jedoch unterschiedlicher nicht auftreten könnten.

Auf der einen Seite steht ECS' A790GXM-AD3, welches zur Black Edition-Serie des Herstellers gehört. Das Mainboard haben wir bereits im April vorgestellt, konnten aber mangels Referenzhardware (CPU und RAM) keinen ausführlichen Test präsentieren - was sich heute ändert. Auf der anderen Seite stellen wir das ASUS Crosshair III Formula vor. Dabei handelt es sich für heutige Verhältnisse um ein relativ ungewöhnliches Mainboard, was sich kompromisslos an den Enthusiasten richtet.

Auf den folgenden Seiten werden wir beide Mainboards einer eingehenden Prüfung unterziehen.

Viel Vergnügen beim Lesen!
[break=ECS A790GXM-AD3: Lieferumfang]
Lieferumfang ECS A790GXM-AD3


In der Verpackung finden wir neben unserem Testsample noch folgendes Zubehör:

  • 1x Bedienungsanleitung (englisch)
  • 1x Treiber-CD
  • 1x Schnellinstallationsanleitung (mehrsprachig, u.a. deutsch)
  • 1x I/O-Blende (gedämmt)
  • 1x IDE-Kabel
  • 4x SATA Datenkabel (jeweils 1 Stecker gewinkelt, alle mit Halteklammer)

Das Zubehör fällt nicht besonders üppig aus, geht aber in Ordnung.

An dieser Stelle müssen wir eine Aussage aus unserem Artikel zur Produktvorstellung revidieren:

Leider fehlt es an einer Diskette mit Treibern für den Betrieb der SATA-Festplatten im Raid- bzw. AHCI-Modus. Denn auch die beiliegende Treiber-CD ist nicht bootfähig (wie das bei vielen anderen Mainboards der Fall ist). Somit ist es für den Betrieb im Raid- oder AHCI-Modus unverzichtbar, eine Diskette mit den Treibern an einem bereits laufenden PC zu erstellen.

Zu unseren Tests im Rahmen eines Mainboardreviews gehört auch der Test der AHCI-Funktionalität. Und beim ECS A790GXM-AD3 konnten wir feststellen, dass kein gesonderter AHCI-Treiber nötig ist - selbst bei einem Windows Vista, welches auf einer SATA-Festplatte im IDE-Modus installiert wurde. Gewöhnlich kommt es beim nachträglichen Umstellen von IDE zu AHCI zu einem Bluescreen beim Bootvorgang - nicht so beim Black Edition-Mainboard. Hier fährt Windows korrekt hoch, findet neue Hardware, installiert einen Standard-AHCI-Treiber und lässt sich wie gewohnt bedienen.
[break=ECS A790GXM-AD3: Spezifikationen]
ProzessorChipsatz
  • Northbridge AMD 790GX
  • Southbridge AMD SB750
Speicher
  • 4x 240 Pin DDR3-Speicherslots (maximal 32 GByte)
  • 128 Bit Dual Channel-Architektur
  • unterstützt DDR3 800 / 1066 / 1333 / 1600 (OC) DIMMs
VGA
  • integrierter HD 3300 Grafikchip
PCI / PCIe Slots
  • zwei PCIe x16-Steckplätze (PCIe 2.0)
  • zwei PCIe x1-Steckplätze
  • zwei PCI-Steckplätze
Serial ATA
  • 6x SATA 300 MByte/s
  • unterstützt Raid 0 / 1 / 5 / 10
  • unterstützt AHCI
IDE
  • ein IDE-Anschluss
  • bis zu 2 Geräte mit UDMA 133 / 100 / 66 / 33
IEEE 1394
  • kein FireWire
Netzwerkadapter
  • Realtek RTL8111C
  • über PCIe angebunden
  • unterstützt 10 / 100 / 1000 Mbit/s
  • unterstützt Wake-On-LAN
Audio
  • Realtek 7.1 Audio CODEC ( ALC888 )
Lüfteranschlüsse
  • CPU-Lüfter
    • 1 Anschluss
    • 4 Pin PWM
    • regelbar (nur mit 4 Pin-Anschluss)
  • Gehäuselüfter
    • 3 Anschlüsse
    • 3 Pin
    • nicht regelbar
Interne I/O-Anschlüsse
  • 2x PCIe x16
  • 2x PCIe x1
  • 2x PCI
  • kein Floppy-Port
  • 6x SATA
  • 1x IDE
  • 3x USB 2.0 Pfostenstecker (für 6 Ports)
  • 1x Front Audio Pfostenstecker
  • 1x SPDIF out
  • 1x Front Panel Pfostenstecker
  • 1x Lautsprecher Pfostenstecker
Backpanel-Anschlüsse
  • 1x PS/2 Tastaturanschluss
  • 1x PS/2 Mausanschluss
  • 1x Audio (5 Anschlüsse)
  • 1x RJ-45 LAN
  • 6x USB 2.0
  • 1x VGA
  • 1x CMOS-Clear-Button
  • 1x HDMI
  • 1x SPDIF out (optisch)
  • 1x eSATA (über JMicron JMB361 realisert)
Formfaktor
  • ATX 305 x 244 mm
RoHS*
  • RoHS-konform

*RoHS steht für "Restriction of the use of certain Hazardous Substances in electrical and electronic equipment". Diese Direktive verhindert innerhalb der EU den Einsatz von neuer elektrischer und elektronischer Hardware, welche über erhöhte Mengen an Chrom, Blei, Kadmium, Quecksilber, PBB und PBDE verfügen. Die RoHS-Direktive ist am 01.07.2006 in Kraft getreten.
[break=ECS A790GXM-AD3: Layout]
Kommen wir nun zum Layout des Black Edition-Mainboards.

Bild zum Layout ECS A790GXM-AD3


Wie man es von einem Mainboard dieser Serie erwarten kann, wird das PCB komplett in schwarz gehalten. Die Onboard-Komponenten kommen wie bei den bereits im letzten Jahr getesteten ECS A780GM-A sowie ECS GF8200A in rot, gelb und orange daher. Zudem sticht die wuchtige Kühlkonstruktion zwischen Prozessorsockel und I/O-Panel ins Auge.

Bild zum Layout ECS A790GXM-AD3


ECS platziert die Speicherslots wie üblich in der rechten oberen Ecke des Mainboards. Für die Dual-Channel-Konfiguration müssen jeweils Slots in gleicher Farbe bestückt werden. Direkt daneben befindet sich der 24-polige ATX-Anschluss. Am oberen Ende der Speicherslots ist zudem der Anschluss für den Prozessor-Lüfter platziert. Dieser ist zwar regelbar, allerdings nur dann, wenn ein Lüfter mit 4-poligem PWM-Anschluss verbaut ist.

Bild zum Layout ECS A790GXM-AD3


Die bereits benannte, wuchtige Kühlkonstruktion. Unter dem oberen Teil verbergen sich die Spannungswandler, der untere Teil bedeckt die Northbridge des Chipsatzes. Deren Position ist etwas ungewöhnlich, hat aber in der Praxis keine Nachteile. Die untereinander unabhängigen Kühler sind relativ hoch, sodass es unter Umständen zu Platzproblemen bei der Verwendung großvolumiger Prozessorkühler kommen kann.

Am oberen linken Rand ist außerdem der 8-polige 12 Volt ATX-Anschluss zu finden. Darunter (wie auch auf dem gesamten Mainboard) befinden sich Feststoffkondensatoren. Außerdem zu sehen: Die 5 (4+1) Phasen der Spannungsversorgung.

Bild zum Layout ECS A790GXM-AD3


Maximal können auf einem ATX-Mainboard sieben Erweiterungsslots verbaut werden. ECS verzichtet auf einen dieser sieben Slots und verbaut 2x PCI, 2x PCI Express x16 2.0 sowie 2x PCI Express x1. Die Anordnung ist so gewählt, dass selbst bei einem CrossFire-Gespann aus zwei Grafikkarten mit Dual-Slot-Kühlern noch jeweils 1x PCIe x1 (theoretisch) und 1x PCI genutzt werden können.

Bild zum Layout ECS A790GXM-AD3


In der unteren rechten Ecke des Boards finden wir die Southbridge SB750 samt flachem Passivkühler vor. Der Kühler ist so flach gehalten, dass lange Zusatzkarten problemlos darüber hinweg passen. Direkt an der linken oberen Ecke des Kühlers sitzt die CMOS-Batterie, rechts unten ist der gesockelte BIOS-Chip zu finden. Außerdem platziert Elitegroup einen Power- sowie Reset-Button, 6 SATA-Ports, einen IDE-Anschluss und 3x Pfostenstecker für sechs weitere USB-Ports in dieser Ecke des Mainboards.

Bild zum Layout ECS A790GXM-AD3


Viele Mainboardhersteller nutzen den Platz unterhalb der Erweiterungsslots für weitere Pfostenstecker. So auch ECS beim A790GXM-AD3. Hier finden die Anschlüsse für Front Audio, SPDIF out sowie besagte USB-Pfostenstecker ihren Platz.
[break=ECS A790GXM-AD3: Layout - Fortsetzung]
Bild zum Layout ECS A790GXM-AD3


Die sechs verbauten SATA-Anschlüsse sind allesamt gewinkelt. Die Bauform ist so gewählt, dass auch jeweils Kabel mit Halteklammern verwendet werden können.

Bild zum Layout ECS A790GXM-AD3


Zwei der verbauten Zusatzchips: Links der JMicron JMB361, welcher die eSATA-Funktionalität bereitstellt, rechts der Realtek RTL8111C, welcher für Gigabit-LAN verantwortlich ist. Beide Chips sind per PCI Express an die Infrastruktur angebunden.

Bild zum Layout ECS A790GXM-AD3


Zwischen beiden PCIe x16-Slots platziert Elitegroup den Taktgenerator des Mainboards. Er ist aus dem Hause ICS und trägt die Modellbezeichnung ICS9LPRS471CKL.

Bild zum Layout ECS A790GXM-AD3


Noch ein seitlicher Blick auf die Kühlkonstruktion von Spannungswandlern und Northbridge.

Bild zum Layout ECS A790GXM-AD3


Bei diesem unscheinbaren Zusatzchip, dessen Aufschrift kaum lesbar ist, handelt es sich um einen Realtek ALC888s, der den Onboard-Sound bereitstellt.

Bild zum Layout ECS A790GXM-AD3


Zum Abschluss der obligatorische Blick auf das I/O-Panel. Neben den üblichen Verdächtigen wie P/S2 für Maus und Tastatur, 6x USB, Audio (fünf Anschlüsse + SPDIF out optisch), eSATA, LAN und VGA gesellt sich ein HDMI-Anschluss für die digitale Bild- und Tonausgabe wie auch ein CMOS-Clear-Button hinzu.
[break=ECS A790GXM-AD3: BIOS]
Werfen wir nun ein Blick ins BIOS-Setup unseres Probanden.

Bild zum BIOS ECS A790GXM-AD3


Das A790GXM-AD3 setzt auf ein AMI-BIOS, kommt allerdings in Award-Optik daher.

Bild zum BIOS ECS A790GXM-AD3


Im "Standard CMOS Setup" wird angezeigt, welche Laufwerke angeschlossen sind. Es wird dabei vorbildlich nach SATA und IDE getrennt.

Bild zum BIOS ECS A790GXM-AD3


Im "Advanced Setup" lassen sich Cool'n'Quiet und C1E aktivieren, sowie die Bootreihenfolge festlegen.

Bild zum BIOS ECS A790GXM-AD3


In den "Integrated Peripherals" lassen sich alle Onboard-Komponenten einstellen. Die SATA-Ports können im IDE-, AHCI- und Raid-Modus betreiben werden, beim JMicron-Controller gibt es lediglich die Wahl zwischen "Disabled" und "AHCI + IDE Mode".

Bild zum BIOS ECS A790GXM-AD3


Im "Power Management Setup" lassen sich die Einstellungen konfigurieren, die mit dem Start, Standby und Abschalten des PCs zu tun haben. Standardmäßig wird der Standby-Modus auf S3 gesetzt, was eine gute Lösung darstellt, da dieser Modus sparsamer als S1 arbeitet. S1 & S3 steht hingegen nicht zur Wahl.

Bild zum BIOS ECS A790GXM-AD3


"PC Health Status" gibt einen Überblick über die Spannungen, Temperaturen und Lüfterdrehzahlen. Zudem finden wir hier ein Untermenü zur Lüftersteuerung.
[break=ECS A790GXM-AD3: BIOS - Fortsetzung]
Bild zum BIOS ECS A790GXM-AD3


Leider lässt sich mit der integrierten Lüftersteuerung nur der Prozessor-Lüfter regeln, alle anderen Gehäuselüfter werden ununterbrochen mit 12 Volt versorgt und können nicht gedrosselt werden. Aber auch der CPU-Lüfter lässt sich nur dann regeln, wenn dieser über einen 4 Pin PWM-Anschluss verfügt. Hier sollte ECS nachlegen und die Steuerung aller vier verbauten Lüfteranschlüsse unabhängig vom verwendeten Anschluss einbauen.

Bild zum BIOS ECS A790GXM-AD3


Das "MB Intelligent BIOS", kurz "M.I.B." hat nichts mit den Men in Black zu tun, sondern ist die Anlaufstelle für alle Einstellungen rund um Takte, Timings und Spannungen. Außerdem wird hier das Feature ACC platziert. Positiv hervorzuheben ist, dass einige Einstellungen erst dann angezeigt werden, wenn übergeordnete Optionen manuell gesetzt wurden.

Bild zum BIOS ECS A790GXM-AD3


Setzt man die Option "CPU Frequency CTRL:" auf "Enabled", lassen sich Prozessortakt, Northbridgetakt und Prozessorspannung einstellen. Den Multiplikator des Prozessors kann man zwischen 8 und 31 einstellen, die CPU-VID zwischen 0,8 und 1,55 Volt (was für einige User vielleicht zu wenig ist) und den NB-Multi zwischen 4 und 25. Der Referenztakt lässt sich zwischen 190 und 400 MHz einstellen, was absolut ausreichend sein sollte.

Bild zum BIOS ECS A790GXM-AD3


Wird "Voltage Function" auf "Enabled" gesetzt, erscheinen darunter weitere Optionen für diverse Spannungen. So lässt sich die "CPU Voltage" um bis zu 0,3 Volt erhöhen, die Speicherspannung um bis zu 0,63 Volt (was bei DDR3 insgesamt 2,13 Volt entspricht), die NB-VID um bis zu 0,315 Volt und die Southbridge-Spannung um bis zu 0,15 Volt.

Etwas irritiert sind wir bisher über die doppelte Angabe der "CPU Voltage", die obendrein noch zwei verschiedene Maximalwerte kennt. Des Weiteren müssen wir einen Kritikpunkt an den Spannungseinstellungen nennen: Zwar ist für ausreichend Übertaktungsspielraum gesorgt, Einstellungen für eine Spannungsabsenkung sind jedoch Fehlanzeige. Leider lässt sich so das teilweise enorme Undervolting-Potenzial der AM3-Prozessoren nicht zum Stromsparen nutzen, was auf lange Sicht unbedingt verändert werden sollte.

Bild zum BIOS ECS A790GXM-AD3


Bild zum BIOS ECS A790GXM-AD3


Im Untermenü "Memory Configuration" lässt sich der verbaute Arbeitsspeicher konfigurieren. Gleichzeitig wird im unteren Teil des Menüs angezeigt, welche Einstellungen aktuell verwendet werden.

Für etwas Verwirrung sorgen die drei Optionen der Einstellung DRAM Frequency. Hier kann man zwischen "AUTO", "Limit" und "Manuell" wählen, wobei "AUTO" und "Limit" bei uns in der gleichen Speichergeschwindigkeit resultierten. Mit der Auswahl "Limit" wird dem System lediglich der Maximaltakt genannt, welcher vom BIOS automatisch festgelegt werden darf. Erst bei der Wahl von "Manuell" lässt sich der Speichertakt fest vorgeben.

Nachdem wir uns nun das BIOS-Setup des ECS A790GXM-AD3 ausführlich angesehen haben, bleiben zwei Dinge, an denen ECS unbedingt arbeiten sollte. Zum einen sollte die Lüftersteuerung ausgebaut werden, damit alle Anschlüsse geregelt werden können (und zwar unabhängig vom verwendeten Lüfter) und zum anderen sollte es Optionen zur Spannungsabsenkung geben. Außer diesen beiden Punkten macht das BIOS-Setup einen guten Eindruck und bietet alles, was ein modernes BIOS benötigt.
[break=ASUS Crosshair III Formula: Lieferumfang]
Wenden wir uns nun dem ASUS Crosshair III Formula zu.

Lieferumfang ASUS Crosshair III Formula


In der Verpackung finden wir neben unserem Testsample noch folgendes Zubehör:

  • 1x Handbuch (englisch)
  • 1x Slot-Blende (2x USB, 1x IEEE1394)
  • 1x Supreme FX X-Fi Audio-Karte
  • 1x LCD-Poster
  • 5x SATA-Datenkabel (2x gewinkelt)
  • 1x IDE-Kabel
  • 1x I/O-Blende (gedämmt)
  • 1x ASUS Q-Connector-Kit
  • Kabelbinder
  • 1x Treiber-DVD


Dem ASUS-Mainboard liegt alles bei, was man zum Betrieb der Platine benötigt. Ein deutschsprachiges Handbuch wäre hierbei jedoch das i-Tüpfelchen.
[break=ASUS Crosshair III Formula: Spezifikationen]
Prozessor
  • Sockel AM3
  • unterstützt AMD Phenom II und AMD Athlon II
  • unterstützt Cool'n'Quiet
  • unterstützt Prozessoren mit einer TDP bis 140 Watt
Chipsatz
  • Northbridge AMD 790FX
  • Southbridge AMD SB750
Speicher
  • 4x 240 Pin DDR3-Speicherslots (maximal 16 GByte)
  • 128 Bit Dual Channel-Architektur
  • unterstützt DDR3 800 / 1066 / 1333 / 1600 (OC) DIMMs
PCI / PCIe Slots
  • zwei PCIe x16-Steckplätze
  • drei PCIe x1-Steckplätze (1x für Audio)
  • ein PCI-Steckplatz
Serial ATA
  • 5x SATA 300 Mbyte/s
  • unterstützt Raid 0 / 1 / 5 / 10 / JBOD
IDE
  • ein IDE-Anschluss
  • bis zu 2 Geräte mit UDMA 133 / 100 / 66 / 33
IEEE 1394
  • Via VT6315N
  • unterstützt bis zu zwei Geräte
  • unterstützt bis 400 Mbit/s
Netzwerkadapter
  • Realtek RTL8111C
  • über PCIe angebunden
  • unterstützt 10 / 100 / 1000 Mbit/s
  • unterstützt Wake-On-LAN
Audio
  • Supreme FX X-Fi Audio
  • 8-Kanal High Definition Audio
  • unterstützt THX und CMSS 3D
  • SPDIF out
Lüfteranschlüsse
  • CPU-Lüfter
    • 1 Anschluss
    • 4 Pin PWM
    • regelbar (auch mit 3 Pin-Anschluss)
  • Gehäuselüfter
    • 7 Anschlüsse
    • 4 Pin PWM
    • regelbar (auch mit 3-Pin-Anschluss)
Interne I/O-Anschlüsse
  • 2x PCIe x16
  • 3x PCIe x1
  • 1x PCI
  • 5x SATA
  • 1x IDE
  • kein Floppy-Port
  • 3x USB 2.0 Pfostenstecker (für 6 Ports)
  • 1x IEEE1394 Pfostenstecker
  • 3x Temperatursensor-Pfostenstecker
  • 1x Frontpanel-Pfostenstecker
  • 8x Lüfteranschluss
  • 1x LCD-Poster
Backpanel-Anschlüsse
  • 1x PS/2 Tastaturanschluss
  • 1x RJ-45 LAN
  • 6x USB 2.0
  • 1x IEEE1394
  • 1x eSATA
  • 1x CMOS-Clear-Button
Formfaktor
  • ATX 245 x 305mm
RoHS*
  • RoHS-konform
*RoHS steht für "Restriction of the use of certain Hazardous Substances in electrical and electronic equipment". Diese Direktive verhindert innerhalb der EU den Einsatz von neuer elektrischer und elektronischer Hardware, welche über erhöhte Mengen an Chrom, Blei, Kadmium, Quecksilber, PBB und PBDE verfügen. Die RoHS-Direktive ist am 01.07.2006 in Kraft getreten.
[break=ASUS Crosshair III Formula: Layout]
Auch beim ASUS-Mainboard werfen wir einen Blick auf das Layout.

Bild zum Layout ASUS Crosshair III Formula


Wie bereits das ECS-Mainboard besitzt auch das PCB der ASUS-Platine eine schwarze Farbe. Ins Auge sticht dabei die relativ wuchtige Konstruktion der Northbridge- und Mosfet-Kühlung. Abseits dieser Konstruktion wirkt das Mainboard verhältnismäßig leer.

Bild zum Layout ASUS Crosshair III Formula


In der rechten oberen Ecke der Platine werden die vier verbauten Speicherslots platziert. Rechts daneben befindet sich der ATX-Anschluss, ganz oben sehen wir den CPU-Lüfter-Anschluss sowie einen von insgesamt sieben Gehäuse-Lüfter-Anschlüssen.

Bild zum Layout ASUS Crosshair III Formula


Links neben dem Prozessorsockel werden von ASUS die einzelnen Phasen der Stromversorgung platziert. Insgesamt stehen 10 Phasen mit einer Aufteilung von 8 + 2 zur Verfügung.

Zwischen den Phasen der Stromversorgung sowie dem I/O-Panel sitzen die Mosfets, welche mit einem großen passiven Kühlkörper gekühlt werden. Dieser ist mittels Heatpipe mit dem Northbridgekühler verbunden, der widerum das typische ROG-Logo (Republic Of Gamers) trägt.

Bild zum Layout ASUS Crosshair III Formula


Während die ATX-Spezifikation von maximal sieben Erweiterungsslots ausgeht, beschränkt sich ASUS beim Crosshair III Formula auf derer sechs - eine weitere Parallele zum ECS-Mainboard. Dabei ist der Einsatz von maximal zwei Grafikkarten im CrossFire-Gespann möglich, wobei in einer solchen Konstellation der einzig verbliebene PCI-Slot nur noch theoretisch nutzbar ist. Der obere PCIe x1-Slot ist für das X-Fi Audio-Modul vorgesehen.

Gleichzeitig platziert ASUS die BIOS-Batterie zwischen den beiden x16-Erweiterungsslots, ebenso wie einen weiteren Lüfteranschluss.

Bild zum Layout ASUS Crosshair III Formula


Die rechte untere Ecke des Mainboards wird durch den Anblick des Southbridgekühlers dominiert. Dieser ist flach gearbeitet, sodass lange Erweiterungskarten problemlos darüber hinweg passen. Direkt rechts nebem dem Kühler ist der gesockelte BIOS-Baustein zu sehen, welcher uns im Rahmen des Reviews einige Probleme bereitete (dazu auf der Erkenntnis-Seite mehr).

Am rechten Platinenrand befindet sich der einzige IDE-Anschluss sowie die fünf SATA-Ports, wovon vier gewinkelt ausgeführt sind.

Bild zum Layout ASUS Crosshair III Formula


Der untere Mainboardrand wird fast schon traditionell als Position für diverse Features genutzt. So befinden sich beim Crosshair III Formula die Anschlüsse für das Frontpanel, je ein Button für Power On und Reset sowie Pfostenstecker für weitere USB-Ports an dieser Stelle.

Ein Detail fehlt jedoch: Der MemOK!-Button. Dieser befindet sich auf den Retail-Mainboards an der Stelle, wo bei uns noch ein kleiner grüner Aufkleber sitzt. Der Button ist dafür gedacht, im Bedarfsfall Failsafe-Settings des Arbeitsspeichers zu "erkunden", um das System stabil zu booten.
[break=ASUS Crosshair III Formula: Layout - Fortsetzung]
Bild zum Layout ASUS Crosshair III Formula


Auch auf der linken Seite der Hauptplatine werden unterhalb des untersten PCIe-Slots Pfostenstecker platziert. Ein weiterer Lüfteranschluss, ein Anschluss für einen Temperatursensor sowie Pfostenstecker für ein weiteres FireWire-Gerät sind hier zu finden.

Bild zum Layout ASUS Crosshair III Formula


Vier der fünf SATA-Ports sind gewinkelt ausgeführt, ebenso wie der IDE-Anschluss. Die SATA-Ports sind zudem so konzipiert, dass auch Kabel mit Halteklammer verwendet werden können.

Bild zum Layout ASUS Crosshair III Formula


Zwei der Zusatzchips des Crosshair III-Mainboards. Links der VIA VT6315N für FireWire, rechts der Realtek RTL8111C für die LAN-Funktionalität. Beide Chips sind per PCI Express an die Infrastruktur anbebunden.

Bild zum Layout ASUS Crosshair III Formula


Die neben dem Prozessorsockel verbauten Solid State-Kondensatoren sowie die Phasen der Spannungsversorgung besitzen die gleiche Bauhöhe wie das Retention Modul um den Sockel herum. Da das obere Ende der Heatpipekonstruktion im Vergleich zu anderen Mainboards verhältnismäßig kompakt gestaltet ist, sollte es es zu keinen Komplikationen mit großvolumigen Kühlern kommen.

Bild zum Layout ASUS Crosshair III Formula


Hier ein seitlicher Blick auf den Kühler der Northbridge, dem 790FX. Im Profil sieht man, dass hier verstärkt Wert auf Optik gelegt wurde, wobei der Kühler selbst ebenfalls relativ kompakt wirkt.

Bild zum Layout ASUS Crosshair III Formula


ASUS beschränkt sich am I/O-Panel auf das Wesentliche. Neben sechs USB-Ports stehen nur ein P/S2-Port für die Tastatur, ein Netzwerkanschluss, ein eSATA-Port sowie ein FireWire-Anschluss zur Verfügung. Zudem kann via Button das CMOS zurückgesetzt werden.

Ein Gimmick für den Übertakter ist der beiliegende LCD-Poster, auf dem diverse Aspekte wie Spannungen und Bootstati angezeigt werden. Der Anschluss des Displays befindet sich auf diesem Bild ganz links, das Display selbst wird mit einem Kabel durch das I/O-Shield geführt.
[break=ASUS Crosshair III Formula: BIOS]
Bild zum BIOS ASUS Crosshair III Formula


ASUS macht keinen Hehl daraus für was das Crosshair III designed wurde. So gelangt man beim Betreten des BIOS als Erstes ins Extreme Tweaker-Menü, wo schnell klar wird, welches Ziel der User hier verfolgen soll: Kompromissloses Overclocking. Neben einigen vorgefertigten Profilen ("OC From CPU Level Up") kann der geneigte Übertakter an sehr vielen Parametern manuell Hand anlegen.

Bild zum BIOS ASUS Crosshair III Formula


Nicht kleckern, sondern klotzen - getreu diesem Motto geht ASUS bei den Spannungsoptionen vor. Setzt man die Option "Extreme OV" auf Enabled, so lässt sich die Prozessorspannung auf satte 2,25 Volt setzen - sonst ist schon bei "läppischen" 1,75 Volt Schluss. Auch die Speicherspannung bietet mit zahlreichen Optionen zwischen 1,51 und 2,8 Volt mehr als genug Spielraum für maximale OC-Ergebnisse. Gleichzeitig werden die aktuell genutzten Spannungswerte angezeigt.

Eine Problematik lässt sich an diesem Bildschirmfoto erkennen: Die Spannung der im Prozessor integrierten Northbridge wird mit fast 1,43 Volt viel zu hoch angesetzt. Unsere Tests haben ergeben, dass diese Einstellung automatisch gesetzt wird, wenn vier Speicherriegel mit DDR3-1333 betrieben werden sollen und gleichzeitig die Option zu VNB auf AUTO steht. Zur Ehrenrettung von ASUS muss man hier jedoch sagen, dass DDR3-1333 bei Vollbestückung mit vier Speicherriegeln seitens AMD nicht unterstützt wird - bei Vollbestückung ist bei DDR3-1066 offiziell Schluss. Grund hierfür dürfte Erratum 379 sein, welches zu unvorhersehbarem Verhalten bei vier Speicherriegeln mit DDR3-1333 führen kann. Möglicherweise ist die in diesem Fall sehr hohe VNB der Versuch der BIOS-Programmierer von ASUS, Erratum 379 entgegen zu wirken. Aber egal wie, User sollten diesen Sachverhalt sehr gut beobachten.

Zusammenfassend hier noch eine Liste über die Bandbreite der einzelnen Optionen:

OptionEinstellungsspielraum
Referenztakt:200 bis 600 MHz
PCIe-Takt: 100 - 150 MHz
Prozessormultiplikator: 8 bis 39,5
CPU VID: 0,8 bis 2,25 Volt
CPU NB VID: 0,8 bis 1,55 Volt
CPU VDDA: 2,50 bis 3,20 Volt
VDimm: 1,51 bis 2,80 Volt
Hypertransport-Spannung: 1,20 bis 1,80 Volt
Northbridge-Spannung: 1,11 bis 2,00 Volt
Northbridge 1,8 Volt: 1,80 bis 3,00 Volt
Southbridge-Spannung: 1,20 bis 1,45 Volt
Southbridge 1,2 Volt: 1,20 bis 1,60 Volt

Bild zum BIOS ASUS Crosshair III Formula


Ein Untermenü im Extreme Tweaker-Tab ist CPU Configuration. Hier lassen sich Features wie Cool'n'Quiet, C1E und ACC aktivieren bzw. deaktivieren.

Bild zum BIOS ASUS Crosshair III Formula


Das Menü der Speichertimings bietet alles, was das Herz begehrt. Anhand des Scrollbalkens kann man erkennen, dass zu den hier abgebildeten Optionen fast noch einmal identisch viele Werte hinzukommen, darunter unter anderem auch Optionen zur Signalstärke.

Bild zum BIOS ASUS Crosshair III Formula


Hat man das Extreme Tweaker Menü samt seinen Unterkategorien durchlaufen, so gelangt man zum für ASUS offensichtlich weniger wichten Part des BIOS. Im Main-Menü werden die angeschlossenen Laufwerke angezeigt (vorbildlich nach IDE, SATA und eSATA getrennt), zudem kann man unter System Information Informationen wie die BIOS-Version und die Größe des installierten Arbeitsspeichers abrufen.

Bild zum BIOS ASUS Crosshair III Formula


Im Advanced-Tab findet man im Untermenü "On Board Devices Configuration" die Liste der einstellbaren Onboard-Geräte vor. Die Liste ist für heutige Verhältnisse relativ kurz, ASUS konzentriert sich beim Crosshair III auf die wesentlichen Onboard-Komponenten.
[break=ASUS Crosshair III Formula: BIOS - Fortsetzung]
Bild zum BIOS ASUS Crosshair III Formula


Wechselt man zum Power-Tab im BIOS, so lässt sich der StandBy konfigurieren. Zudem stehen weitere Untermenüs zur Verfügung.

Bild zum BIOS ASUS Crosshair III Formula


Eines davon ist der Voltage Monitor. Hier werden alle Spannungen ausgelesen und angezeigt. Auch hier bestätigt sich die viel zu hohe VNB.

Bild zum BIOS ASUS Crosshair III Formula


Auch die Anzeige aller Temperaturen bekommt ein eigenes Menü. Es zeigt sich, dass sowohl die North- als auch die Southbridge-Temperatur jenseits der 50 Grad-Marke liegt, was nicht gerade als kühl zu bezeichnen ist. Es lassen sich jedoch Grenzwerte definieren, ab denen das System abschalten soll. Die hohen Temperaturen sind sehr wahrscheinlich ein Tribut an die relativ kompakten Kühlkörper, die mit ausreichend Luftstrom versorgt werden sollten.

Bild zum BIOS ASUS Crosshair III Formula


Die Lüftersteuerung ist einmal mehr sehr umfangreich gestaltet. Sowohl PWM- als auch normale Lüfter lassen sich steuern.

Während unserer Tests trat bei fast jedem Kaltstart des Systems ein CPU-Fan-Error auf. Beim Reboot hingegen gab es keine Besonderheiten, Fehlermeldungen gab es hier keine. Selbst ein alternativ verwendeter Lüfter brachte in diesem Szenario keine Veränderung.

Bild zum BIOS ASUS Crosshair III Formula


TweakIt bekommt ebenfalls ein eigenes Menü gewidmet. Doch um was handelt es sich dabei überhaupt?

Mittels TweakIt können verschiedene Parameter wie Referenztakt und Spannungen On-The-Fly geändert werden. Man kann also während eines Benchmarks diese Aspekte verändern, um maximale Ergebnisse zu erzielen. Um schnell zum gewünschten Ergebnis zu kommen, lässt sich sogar ein kompletter Satz an Einstellungen im BIOS abspeichern, der bei Bedarf nur noch aufgerufen werden muss.

Bild zum BIOS ASUS Crosshair III Formula


Als weiteres Overclocking-Feature stehen insgesamt 8 BIOS-Profile zur Verfügung, die abgespeichert werden können. Per Knopfdruck lässt sich damit ein BIOS komplett anders einstellen - besonders komfortabel, wenn man beispielsweise das BIOS aufgrund eines Absturzes oder eines ähnlichen Vorkomnisses zurücksetzen und neu einstellen muss.
[break=Das Testsystem im Überblick]
Die verwendete Hardware auf einen Blick:
  • Prozessor: AMD Phenom II X4 955 BE
  • Kühler: OCZ Vendetta 2
  • Arbeitsspeicher:
  • 4x 2 Gbyte Corsair PC3-12800 (9-9-9-27 2T)
  • Grafikkarte: NVIDIA 9800 GTX
  • Netzteil: Seasonic S12-650
  • Festplatten:
    • Seagate ST3250410AS (SATA, 7.200 u/min, Betriebssystem)
    • Maxtor 6E040L0 (IDE, 7.200 u/min)
    • 2x Maxtor 4D080H4 (IDE, 5.400 u/min, Raid0 am STLab PCI-Raidcontroller)
    • Hitachi P7K500 (SATA, 7.200 u/min, per USB bzw. eSATA angeschlossen)
  • Gehäuse: Chieftec Mesh CH-01 Midi-Tower
  • Energiemessgerät: Voltcraft Energy Monitor 3000

Auf der Software-Seite sieht das System so aus:

verwendete Software / TreiberVersion / Bemerkungen
Windows Vista Ultimate
64 Bit, Service Pack 2
DirectX
10, Juni-Update 2008
Grafikkartentreiber
ForceWare 185.85
Prozessortreiber
aktuelle Version, nur bei Bedarf
Chipsatz-/Mainboardtreiber
aktuelle Version des Herstellers
Prime95
25.9, 64 Bit
RightMark Audio Analyzer
RMAA 6.1.2
HDTune
2.55
netio
netio für Windows, Version 126
Everest
5.00, Build 1650
WinRAR
x64 3.90 Beta 2
XMPEG
5.03, Build 5.0.8.84
XviD
1.2.-127
Avidemux
2.4.3
POV-Ray
3.7, Beta 32 (64 Bit)
Cinebench
R10, 64 Bit
Crysis
Demo
Crysis Benchmark Tool
1.0.0.5
UT3
Demo
UT3-Bench
0.2.0.35
Doom 3
Demo
Quake 3
Quake 3 Arena
q3bench
v2.00 Public Beta
3DMark Vantage
Advanced, Build 1.0.1, ohne Feature Tests
PCMark Vantage
Advanced, Build 1.0.0

[break=Stabilitätstests]
Jedes Mainboard muss umfangreiche Stabilitätstests durchlaufen. Nur so können wir sicher sein, dass der jeweilige Kandidat auch im realen Leben alle Anforderungen bewältigt. Wir achten bei den Tests darauf, dass so viele Komponenten wie möglich belastet werden. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die wichtigsten Stabilitätstests.

StabilitätstestVersion/Bemerkungen
OCCT 3.1.0 PerestroikaLinpack, 8 Stunden über Nacht
CrysisCPU-Benchmark, 8 Stunden im Loop
großes Archiv von SATA zu IDEverschieben mit anschließender CRC-Prüfung
großes Archiv von IDE zu PCI-Raidverschieben mit anschließender CRC-Prüfung
großes Archiv von PCI-Raid zu SATAverschieben mit anschließender CRC-Prüfung
großes Archiv von SATA zu USBverschieben mit anschließender CRC-Prüfung
großes Archiv von USB zu SATAverschieben mit anschließender CRC-Prüfung


Während OCCT Linpack läuft, verschieben wir ein großes RAR-Archiv auf die verschiedenen Festplatten und unterziehen es nach jedem Vorgang einer CRC-Prüfung. Treten keine Fehler auf, wird der nächste Speicherort "angesteuert". Wurden alle Hürden genommen, starten wir den Crysis CPU-Benchmark und lassen den Loop gleichzeitig mit OCCT laufen.

Die Erfahrungen mit AMDs Phenom II haben gezeigt, dass Abstürze sehr häufig beim Lastwechsel erfolgen. Daher verwenden wir als Stabilitätstest den in OCCT integrierten Linpack-Test, welcher mit unterschiedlicher CPU-Auslastung läuft. Zwischen 25 Prozent und 100 Prozent CPU-Auslastung werden verwendet und ständig gewechselt. Dieses Szenario kommt der Alltagsnutzung eines Systems sehr nahe. Wird eine Nacht in diesem Parallelbetrieb überstanden, haben wir nichts mehr zu meckern.

Stabilität bei unseren Testkandidaten

Beide Testkandidaten hatten keinerlei Probleme mit den von uns gesteckten Hürden. Die Tests wurden problemlos ohne Fehl und Tadel bestanden.
[break=Cool'n'Quiet]
Als nächstes steht ein Blick auf die korrekte Funktionsweise von Cool'n'Quiet auf dem Plan.

Cool'n'Quiet ECS A790GXM-AD3 - Load


ECS hält sich beim A790GXM-AD3 sehr genau auf die Vorgabe von 200 MHz Referenztakt. Die Spannung liegt minimal unter der Vorgabe von 1,35 Volt.

Cool'n'Quiet ASUS Crosshair III Formula - Load


ASUS legt beim Referenztakt 0,7 MHz drauf, sodass der Prozessor fast 11 MHz schneller läuft als auf dem ECS-Pendant. Zudem lässt sich erkennen, dass CPU-Z nicht die reale Spannung anzeigt sondern statt dessen die eingestellte Spannung (CPU VID) ausgibt.

Cool'n'Quiet ECS A790GXM-AD3 - Idle


Mit aktivierten Stromsparmechanismen taktet das ECS-Mainboard ebenfalls mit genau 200 MHz Referenztakt. Auch die Prozessorspannung liegt beinahe am Vorgabewert von 0,975 Volt.

Cool'n'Quiet ASUS Crosshair III Formula - Idle


Auch beim Crosshair III funktioniert Cool'n'Quiet problemlos. Der Referenztakt ist nach wie vor leicht erhöht und auch die CPU VID wird wieder ausgegeben.
[break=Onboard Sound Signal]
Zu einem ausführlichen Mainboard-Review gehört selbstverständlich auch die Überprüfung der Signalqualität des Onboard-Sounds.

Gerade die vom Mainboardhersteller verwendeten Bauteile sind nicht selten für eine gute oder auch schlechte Signalqualität verantwortlich. Des Öfteren kommen billigere Digital-Analog Wandler zum Einsatz. Auch der verwendete Treiber spielt eine nicht unerhebliche Rolle.

RightMark Audio Analyzer


Wir überprüfen unsere Testsamples mit Hilfe des RightMark Audio Analyzer. Die Ergebnisse lassen allerdings nur ein Fazit in Bezug auf die Signalqualitäten der Onboard Sounds zu - weitere Features wie 5.1 Sound, EAX etc. sind nicht Gegenstand dieser Prüfung.

TestRealtek High Definition Audio (Referenz)Realtek High Definition Audio (ECS A790GXM-AD3)SoundMax Integrated Digital HD Audio (ASUS Crosshair III Formula)
Frequency response (from 40 Hz to 15 kHz), dB:+0.01, -0.02+0.09, -0.09+0.10, -0.03
Noise level, dB (A):-87.1-80.5-87.6
Dynamic range, dB (A):87.280.587.7
THD, %:0.00290.1310.011
IMD + Noise, %:0.0150.2570.017
Stereo crosstalk, dB:-57.4-80.5-87.3


Frequency response

RightMark Audio Analyzer - Frequency response

Noise level

RightMark Audio Analyzer - Noise level

Dynamic range

RightMark Audio Analyzer - Dynamic range

Intermodulation distortion

RightMark Audio Analyzer - Intermodulation distortion

Stereo crosstalk

RightMark Audio Analyzer - Stereo crosstalk


Die Bewertungen im Einzelnen:

Mainboard:WertECS A790GXM-AD3WertASUS Crosshair III Formula
Frequency response (from 40 Hz to 15 kHz), dB:+0.09, -0.09Very good+0.10, -0.03Excellent
Noise level, dB (A):-80.5Good-87.6Good
Dynamic range, dB (A):80.5Good87.7Good
THD, %:0.131Average0.011Good
IMD + Noise, %:0.257Average0.017Very good
Stereo crosstalk, dB:-80.5Very good-87.3Excellent
General performance:-Good-Very good


Beide Mainboards liefern im Qualitäts-Check gute Werte, bei denen es nichts zu meckern gibt.

Eine ausführliche Erklärung der in der Messung verwendeten Begriffe findet der Interessierte bei unserer Partner-Site Hard Tecs 4U.
[break=HDTune (IDE, SATA)]
Für die Messung der Schnittstellenperformance nutzen wir das kostenlose Tool HDTune in der Version 2.55. HDTune lässt eine sehr detaillierte Sicht der Dinge zu, wobei wir uns auf die Kernaspekte der Burst-Rate sowie die Prozessorauslastung konzentrieren.

HDTune


IDE-Performance

HDTune: IDE Burst


Das preiswertere ECS-Board bietet eine minimal höhere IDE-Burstrate.

HDTune: IDE Prozessorlast


In puncto Prozessorlast sind sich beide Mainboards einig und liefern identische Ergebnisse ab.

SATA-Performance

HDTune: SATA Burst


Auch der SATA-Burst fällt bei der ECS-Hauptplatine höher als beim ASUS-Pendant aus - allerdings nur solange, wie die IGP benutzt wird. In Normalkonfiguration mit GeForce 9800 GTX fällt das 790G-Mainboard knapp hinter die Konkurrenz zurück.

HDTune: SATA Prozessorlast


Bei der Prozessorlast gibt es keine gravierenden Unterschiede.
[break=HDTune (PCI, USB, eSATA)]
Auch ein Blick auf die PCI-, USB- und eSATA-Performance darf nicht fehlen.

PCI-Performance

HDTune: PCI Burst


Die Ergebnisse des PCI-Bursts fallen bei beiden Kandidaten nahezu identisch aus. Kein Wunder, wird doch bei beiden Platinen die Southbridge SB750 verbaut.

HDTune: PCI Prozessorlast


Die CPU-Last fällt zugunsten des Crosshair III aus.

USB-Performance

HDTune: USB Burst


Obwohl die gleiche Southbridge zum Einsatz kommt (welche die USB-Ports bereitstellt) kann sich das Crosshair III-Mainboard in Szene setzen.

HDTune: USB Prozessorlast


Bei der CPU-Last gibt es hingegen keine gravierenden Unterschiede.

eSATA-Performance

HDTune: eSATA Burst


Interessant ist der Blick auf die eSATA-Performance. Das ASUS-Mainboard ist hier rund zwei Drittel schneller als die ECS-Platine. Der Grund hierfür dürfte in der Realisierung des eSATA-Anschlusses zu finden sein: Während ASUS einen der SATA-Ports der Southbridge nach außen führt, nutzt ECS einen zusätzlichen JMicron-Controller, der die Funktionalität gesondert bereitstellt. ASUS kann hier also auf zusätzliche Treiber und Latenzen verzichten, was offensichtlich gravierende Auswirkungen auf die Performance hat.

HDTune: eSATA Prozessorlast


Auch die CPU-Last fällt sehr deutlich zugunsten des ASUS-Boards aus.
[break=netio]
Mit netio lässt sich die Bandbreite auf Basis des TCP/IP-Protokolls überprüfen. Das Ergebnis wird dabei in Kbyte sowohl für das Senden als auch das Empfangen ausgegeben und lässt somit eine detailliertere Auswertung zu.

netio


Ein Gigabit-LAN-Anschluss kann per Definition maximal 128.000 Kbyte/s senden bzw. empfangen.

Netzwerkperformance

Netzwerkbandbreite Windows - Tx


Beim Senden von Daten liegt das ASUS-Mainboard leicht in Front, die Konkurrenz von ECS ist ihm aber dicht auf den Fersen.

Netzwerkbandbreite Windows - Rx


Werden Daten empfangen, dreht sich das Bild. Insgesamt zeigt sich jedoch ein recht einheitliches Bild - was bei der Verwendung des gleichen Netzwerkadapter Realtek RTL8111C auch zu erwarten war.



Für die Messung der Prozessorlast verwenden wir die Windows Leistungsanzeige. Der netio-Benchmark wird dafür mit allen vorgefertigten Paketgrößen durchgeführt (1k, 2k, 4k, 8k, 16k, 32k), was etwa eine Minute dauert. Während dieser Zeit messen wir die durchschnittliche Prozessorauslastung.

Prozessorlast Netzwerkverkehr Windows


Die Prozessorlast darf in allen Konfigurationen gern niedriger ausfallen. Auffällig ist, dass das ECS-Mainboard einmal mehr bessere Werte liefert, wenn statt einer diskreten Grafikkarte die Onboard-Grafik genutzt wird. Es scheint, als habe ECS in diesem Punkt sehr gute Arbeit geleistet.
[break=Everest Memory Benchmark]
Everest von Lavalys hat sich in letzter Zeit zu einem populären Benchmark entwickelt. Viele nutzen ihn, die Versionsabhängigkeit ist nicht so ausgeprägt wie bei SiSoft Sandra und auch bei uns im Forum lassen sich viele Vergleichswerte finden. Aus diesem Grund nutzen wir den integrierten Memory-Benchmark von Everest, um den Speicherdurchsatz beim Lesen, Schreiben und Kopieren sowie die Speicherlatenz zu messen. Dabei kommt die Programmversion 5.00 mit Build 1650 zum Einsatz.

Everest


Speicherdurchsatz: Lesen


Speicherdurchsatz: Schreiben


Speicherdurchsatz: Kopieren


Speicherlatenz


Im Everest Speicherbenchmark behält die Platine von ASUS die Oberhand. Besonders der deutliche Unterschied im Copy-Ergebnis zeigt, dass ASUS das Mainboard in Sachen Speicherperformance sehr gut getrimmt hat.
[break=WinRAR, XMPEG, Avidemux, H.264]
Auch bei WinRAR wird immer auf gleichem Weg getestet: Es wird ein ca. 4,5 Gigabyte großes RAR-Archiv mit gemischtem Inhalt geöffnet und anschließend der integrierte Benchmark laufen gelassen.

WinRAR"


WinRAR


Der Vorteil im Everest-Benchmark zeigt sich beim WinRAR-Test in der Praxis. Das ECS A790GXM-AD3 muss sich knapp geschlagen geben.



XMPEG + XviD / Avidemux + h.264

Wenn es um Video-Encoding bzw. -Decoding geht, so gibt es unzählige Variationen und Ausgestaltungen von Software. Viele Programme und noch mehr Codecs lassen dem Enduser die Qual der Wahl. Dabei ist die Nutzung der Ressourcen genauso vielfältig wie die Software selbst: Einige Programme bzw. Codecs können maximal einen Prozessorkern ansprechen, andere widerum nehmen alles, was sie an Leistung bekommen können - schwer, dabei einen Querschnitt abzubilden.

Wir haben mit der Wahl von XMPEG in Verbindung mit dem XviD-Codec sowie Avidemux in Verbindung mit dem H.264-Codec versucht, diesen Querschnitt abzubilden. Während XMPEG mit dem aktuellen XviD-Codec kaum mehr als einen Prozessorkern beansprucht, nutzt Avidemux dank H.264-Codec jede zur Verfügung stehende Ressource. In beiden Fällen wandeln wir je ein Referenz-Video um und messen dabei die benötigte Zeit.

XMPEG


XMPEG + XviD


Ebenfalls Platz 1 für das Crosshair III im XMPEG-Test. Aber auch hier nur mit sehr dünnem Vorsprung.



Avidemux


Avidemux + H.264


Gleiches gilt für Avidemux, auch hier führt das ASUS knapp.



Da das Encodieren eines Videos einen Aspekt darstellt, das Abspielen eines Videos hingegen einen völlig anderen, spielen wir ein vorgefertigtes mit h.264-Codec erstelltes Video im Windows Media Player ab und messen mittels der Windows Leistungsanzeige die auftretende Prozessorlast.

Perfmon


CPU-Last Wiedergabe h.264-Video


Die CPU-Last bei Wiedergabe eines h.264-Videos fällt ebenfalls leicht zugunsten der ASUS-Platine aus.
[break=POV-Ray, Cinebench]
Auch der Punkt Rendering darf in unserem Parcours nicht fehlen. Für diesen Bereich nutzen wir 2 Programme, die unterschiedliche Anwendungsgebiete haben.

Auf der einen Seite kommt POV-Ray zum Einsatz. Dabei handelt es sich um ein Raytracer-Programm, welches im Benchmark-Modus eine vorgefertigte 3D-Szene berechnet. Gemessen wird die dafür benötigte Zeit.

POV-Ray


POV-Ray


Einmal mehr führt das Crosshair III das Feld an - allerdings denkbar knapp.



Auf der anderen Seite nutzen wir das bekannte Renderprogramm Cinebench in der aktuellen Version R10. Cinebench basiert auf der Cinema 4D-Software von Maxon und liegt in einer 64 Bit-Version vor, welche wir natürlich nutzen. Wir lassen den Benchmark hintereinander erst auf einem Prozessorkern und dann auf allen Kernen laufen, notieren die jeweiligen Ergebnisse sowie den Speedup-Faktor.

Cinebench


Cinebench 1 CPU


Cinebench x CPU


Cinebench Multiprocessor Speedup


Im Einzeltest von Cinebench ist das ASUS-Board noch das Maß der Dinge, muss sich jedoch beim X-CPU-Test nur mit Platz zwei begnügen. Ursache hierfür ist der etwas niedrigere Speedup-Faktor.
[break=Crysis]
Crysis ist ein DirectX 10-Spiel, welches einen integrierten CPU-Benchmark in 64 Bit bietet. Wir lassen diesen Benchmark mit Hilfe des kostenlosen "Crysis Benchmark-Tools" hintereinander in den Auflösungen 1024x768, 1280x1024 sowie 1600x1200 jeweils mit dem Detail-Level "High" laufen.

Crysis


Sicher könnte man darüber nachdenken, immer häufiger anzutreffende Auflösungen im Widescreen-Format zu nutzen. Da wir mit diesem System jedoch keine Grafikkarten testen und die Vergleichbarkeit lediglich unter den Mainboards bzw. Prozessoren gegeben sein soll, bleiben wir den bisher genutzten Auflösungen treu.

Crysis 1024x768


Crysis 1280x1024


Crysis 1600x1200


Bei 1600x1200 sind beide Mainboards mit diskreter Grafik gleichauf, in niedrigeren Auflösungen gibt es minimale Vorteile für ASUS. Die IGP des A790GXM-AD3 müht sich redlich, bringt jedoch keine spielbaren Frameraten zustande.

Anmerken müssen wir hier, dass wir die Benchmarks der IGP nur mit DirectX 9 durchführen konnten. Unter Verwendung von DirectX 10 blieb der Benchmark regelmäßig am Ende stehen.
[break=UT3]
Unreal Tournament bzw. dessen Game-Engine ist ein Beispiel für gute Systemausnutzung. Hier spielt die Grafikleistung eine weniger gewichtige Rolle - statt dessen skaliert das Spiel mit der Anzahl der Prozessorkernen und ist somit ideal für einen Systemvergleich.

UT3


Findige Programmierer haben ein kleines, kostenloses Tool namens "UT3-Bench" geschrieben, welches wir für unsere Benchmarks nutzen. Auch hier nutzen wir die Auflösungen von 1024x768, 1280x1024 sowie 1600x1200 und lassen den Benchmark mit der Map vCTF-Suspense_fly jeweils 60 Sekunden laufen. Vor den Durchläufen wird jedoch noch der von Haus aus eingebautet Frame-Limiter deaktiviert.

UT3 1024x768


UT3 1280x1024


UT3 1600x1200


In der kleinsten Auflösung in unserem Testparcours kann sich das ECS-Board vor die ASUS-Konkurrenz setzen. Bei höheren Auflösungen dreht sich das Bild hingegen wieder um. Und selbt die IGP bringt hier teilweise spielbare Frameraten zustande.
[break=Doom 3]
Doom 3 stellt unseren Vertreter der etwas älteren Spiele dar, was insgesamt zu einem guten Querschnitt durch die Spielewelt führt. Wieder kommen die drei bekannten Auflösungen mit "Ultra Details" zum Einsatz. Gewertet wird jeweils der zweite Durchlauf, da beim ersten Durchlauf starke Nachladeruckler auftreten und dadurch das Ergebnis verfälschen.

Doom 3


Doom 3 1024x768


Doom 3 1280x1024


Doom 3 1600x1200


Auch bei Doom 3 bleibt es bei der Hackordnung von ASUS vor ECS. Die Unterschiede fallen aber einmal mehr äußerst gering aus.
[break=Quake 3]
Einige werden beim Lesen der Überschrift "Quake 3" schmunzeln. Verständlich, denn dieses Spiel hat bereits einige Jahre auf dem Buckel. Als aktuell kann man es also nicht mehr bezeichnen. Doch warum nutzen wir diese Software noch immer?

Quake 3 reagiert wie kaum ein anderes Programm auf das Memory-Subsystem eines PCs. Ob Speichertakt, Latenzen oder verschiedene Speicherbestückungen - es gibt kaum eine Situation, in der Quake 3 nicht darauf reagiert. Damit erhebt sich dieses Tool zum unverzichtbaren Bestandteil unseres Benchmark-Parcours.

Quake 3


Für unsere Benchmarks nutzen wir "Q3Bench" und lassen die Map "Demo001" in den Auflösungen 640x480 mit normalen Details sowie 1024x768 mit maximalen Details jeweils 2x durchlaufen. Gewertet wird der zweite Durchlauf, da das Ergebnis des ersten Durchlaufs durch das erstmalige Laden verfälscht wird.

Quake 3 640x480


Quake 3 1024x768


Crosshair III Formula vor A790GXM-AD3 - dieses Bild sind wir mittlerweile gewöhnt.
[break=3DMark Vantage, PCMark Vantage]
Zum Abschluss unseres Benchmark-Parcours statten wir Futuremark noch einen Besuch ab. Obwohl die Benchmarks aus diesem Hause derzeit heftig umstritten sind (wir berichteten), gehören sie noch immer zu den beliebtesten Vergleichsmöglichkeiten.

Futuremark bietet mit 3DMark Vantage bzw. PCMark Vantage zwei Programme an, die ausschließlich unter Windows Vista laufen. PCMark liegt zudem in einer 64 Bit-Version vor, welche wir nutzen. 3DMark Vantage lassen wir im vorgefertigten Performance-Preset laufen (High- bzw. Extreme-Preset sind aufgrund des verwendeten Monitors nicht zugänglich).

3DMark Vantage Performance


3DMark Vantage Performance


3DMark Vantage Performance


Mit weniger als 0,1 Prozent Differenz kann man von identischen Ergebnissen sprechen. Und selbst die IGP müht sich redlich, um mit 335 Punkten überhaupt ein Ergebnis präsentieren zu können.



Der PCMark bietet verschiedene Suiten, die unterschiedliche Bereiche des PCs testen. Wir nutzen neben dem Standard-Durchlauf noch zusätzlich die Speicher- sowie HDD-Suite und können somit ein detailliertes Ergebnis erzielen.

Da während des Festplatten-Tests Daten auf die Festplatte geschrieben bzw. von der Festplatte gelesen werden, ist eine fragmentierte Festplatte tödlich für ein nachvollziehbares Resultat. Aus diesem Grund spendieren wir PCMark eine eigene fünf GByte große Partition, die bei jedem System vor der Installation von PCMark formatiert und nach der Installation defragmentiert wird. Verfälschungen können dadurch nicht auftreten.

PCMark Vantage


PCMark Vantage gesamt


Im PCMark Vantage lässt das ASUS-Mainboard seine Muskeln spielen und lässt das ECS-Mainboard deutlich hinter sich.

PCMark Vantage Memory


Auch in der Memory-Suite bestätigt sich der Vorsprung der ASUS-Platine.

PCMark Vantage HDD


In der Festplatten-Suite liegen alle Ergebnisse wieder eng beieinander.
[break=Leistungsaufnahme]
Wieviel Strom verbraucht der aktuelle PC? Die Antwort auf diese Frage darf natürlich nicht fehlen. Aus diesem Grund messen wir die Leistungsaufnahme in bestimmten Szenarien mittels des Voltcraft Energy Monitor 3000. Dabei messen wir die Leistungsaufnahme des Gesamtsystems.

Den Anfang macht ein Durchlauf des 3DMark Vantage im Performance-Preset. Hier messen wir mit einer Stoppuhr die Zeit vom Klick auf den Button "Run Benchmark" bis zur Ausgabe des Ergebnisses (der Durchlauf erfolgt ohne Feature Tests). Die in dieser Zeit verbrauchte Energie wird ins Verhältnis zur Zeit gesetzt und die durchschnittliche Leistungsaufnahme errechnet.

Leistungsaufnahme 3DMark Vantage


Im 3DMark Vantage liegt die IGP erwartungsgemäß ganz vorn. Dahinter setzt sich das ASUS aber noch vor das ECS-Board.

Für die restlichen Messungen stellen wir keine besonderen Durchschnitts-Rechnungen an. Hier wird lediglich der Wert vom Messgerät abgelesen, bei welchem sich das System nach kurzer Zeit einpegelt.

Leistungsaufnahme Prime95 64 Bit


Ein sehr deutlicher Unterschied zwischen den beiden Hauptplatinen steht bei 2D-Last zu Buche.

Leistungsaufnahme Idle ohne Cool'n'Quiet


Auch im Idle-Betrieb liegt das Crosshair III mit 7 Watt deutlich vor dem A790GXM-AD3.

Leistungsaufnahme Idle mit Cool'n'Quiet


Mit aktivierten Stromspareinstellungen dreht sich das Bild jedoch. Grund hierfür ist aber nicht Cool'n'Quiet sondern C1E. Während beim ECS C1E einen enormen Vorteil bei der Leistungsaufnahme bringt, gibt es beim ASUS kaum Unterschiede zwischen C1E Enabled und Disabled.

Leistungsaufnahme während S3


Im S3-Standby gibt es keine nennenswerte Unterschiede zu bemerken.

Leistungsaufnahme abgeschalten


Schaltet man die Systeme ab, so benötigt das Crosshair III rund ein halbes Watt mehr als die Konkurrenz.
[break=Erkenntnisse ECS A790GXM-AD3]
AspektErgebnis
KondensatorenSolid State
spezifizierte Kondensatorentemperaturnicht erkennbar
funktioniert S3ja
funktioniert S1ja
funktioniert S1 & S3nicht einstellbar
funktioniert Ruhezustandja
Bootmanager vorhandenja (Aufruf mit F11)
PCIe x16 anders nutzbar (getestet mit Broadcom NetXtreme PCIe x1)ja
funktioniert Wake-On-LAN (Realtek RTL8111C)ja
funktioniert AHCIja
Default-Einstellung USB Legacy-SupportEnabled
verwendeter TaktgeneratorICS9LPRS471CKL
zum Test verwendete BIOS-Version790T519
v. 19.05.2009
Produktseitewww.ECS.com
Preisab ca. 79 Euro


Overclocking

Bei einem Mainboard der Black Edition-Serie darf ein OC-Test natürlich nicht fehlen.

ECS A790GXM-AD3: OC-Ergebnis
Ein Klick auf das Bild öffnet den Link zur CPU-Z-Validation.


Es war eine Herausforderung, das Mainboard auf 260 MHz Referenztakt zu bringen. Grund hierfür ist die Tatsache, dass einige Kombinationen von Einstellungen nicht korrekt funktionieren. Wenn man beispielsweise die Einstellungen rund um den Prozessor manuell vergibt, muss man gleichzeitig den HT-Link fest einstellen und nicht auf AUTO stehen lassen - sonst bootet das System nicht.

Am Besten funktionierte die Kombination von HT-Link 5x (1.300 MHz) und Northbridge 8x (2.080 MHz). Damit konnten wir 260 MHz erzielen, darüber bootete das System nicht mehr.

DDR3-1600 (und andere Unzulänglichkeiten)

Das ECS A790GXM-AD3 bietet eine Option für DDR3-1600 - diese wollten wir selbstverständlich auch ausprobieren - allerdings ohne Erfolg. Wird diese Einstellung gesetzt, ergeben sich real DDR3-800 bzw. 400 MHz Speichertakt. DDR3-1600 ist also bei 200 MHz Referenztakt nicht möglich, kann aber durch Overclocking dennoch erreicht werden (Referenztakt 240 MHz, Einstellung DDR3-1333).

Daneben offenbarten sich einige Probleme mit den Speichertimings. Diese sind teilweise falsch gemappt. Setzt man bei DDR3-1333 beispielsweise eine Cas Latency von 9, so bootet der PC mit CL7. Setzt man CL11, erhält man die gewünschten CL9. Cas Latency auf AUTO resultierte aber auch in CL9 - ganz wie gewünscht. Auch TRC ist hiervon noch betroffen, teilweise werden Werte ein bis zwei Einstellungen zu niedrig gesetzt (z.B. Einstellung 36 resultiert in 34).

Auch Wake-On-LAN wollte Anfangs nicht so funktionieren, wie es sollte. Der PC wachte einfach nicht auf. Erst, als wir im Treiber-Menü im Windows die Wake-On-LAN-Geschwindigkeit von "100 Mbit/s zuerst" auf "10 Mbit/s zuerst" umgestellt haben, funktionierte Wake-On-LAN einwandfrei.

Ein weiterer Negativpunkt betrifft den Standby S3. Zwar funktioniert der Standby-Modus selbst einwandfrei, nach dem Aufwachen gibt es jedoch ein Problem: Die Lüftersteuerung funktioniert nicht mehr. Wir haben die Steuerung des CPU-Lüfters aktiviert, wenn der PC aber aus dem Standby erwacht, dreht dieser mit voller Drehzahl. Erst ein Reboot kann hier Abhilfe schaffen.

IRQ

ECS A790GXM-AD3: IRQ-Belegung


Abschließend noch der obligatorische Screenshot der IRQ-Belegung des ECS A790GXM-AD3.
[break=Erkenntnisse ASUS Crosshair III Formula]
AspektErgebnis
KondensatorenSolid State
spezifizierte Kondensatorentemperaturnicht erkennbar
funktioniert S3ja
funktioniert S1ja
funktioniert S1 & S3nicht einstellbar
funktioniert Ruhezustandja
Bootmanager vorhandenja (Aufruf mit F8)
PCIe x16 anders nutzbar (getestet mit Broadcom NetXtreme PCIe x1)ja
funktioniert Wake-On-LAN (Realtek RTL8111C)ja
funktioniert AHCIja
Default-Einstellung USB Legacy-SupportEnabled
verwendeter TaktgeneratorICS9LPRS477CKL
zum Test verwendete BIOS-Version0223
v. 14.05.2009
Produktseitewww.ASUS.com
Preisab ca. 154 Euro


Overclocking

Bei einem solchen kompromisslos auf Overclocking ausgerichteten Mainboard sind die Erwartungen natürlich groß. Und wir wurden nicht enttäuscht.

ASUS Crosshair III Formula: OC-Ergebnis
Ein Klick auf den Screenshot öffnet den Link zur CPU-Z-Validation


Knapp 300 MHz Referenztakt sind nicht das Maximum, welches wir erzielen konnten. Allerdings sind 293 MHz das Maximum, welches wir mit Vollbestückung der vier Speicherslots erreichen konnten.

ASUS Crosshair III Formula: OC-Ergebnis


Gleichzeitig konnten wir gute Ergebnisse in puncto Northbridge- und Speichertakt erzielen. Lediglich die Speicherspannung wurde auf 1,8 Volt gesetzt, die restlichen Spannungen blieben auf dem Minimalwert.

Insgesamt verhält sich das Mainboard sehr gutmütig. Übertreibt man es und das System startet nicht, so greift zuverlässig eine OC-Recovery-Funktion und startet das System mit Standardeinstellungen. Auch sonst funktionieren alle Einstellungen und man kann innerhalb kürzester Zeit sehr gute Ergebnisse erzielen.

DDR31600

ASUS Crosshair III Formula: DDR3-1600


Im Gegensatz zum ECS A790GXM-AD3 funktioniert beim ASUS Crosshair III Formula die Einstellung für DDR3-1600 einwandfrei, auch bei Vollbestückung.

IRQ

ASUS Crosshair III Formula: IRQ-Belegung


Und natürlich fehlt auch bei diesem Mainboard der Blick auf die IRQ-Verteilung nicht.

kleine Ursache, große Wirkung

Beim Test von Hardware erlebt man mitunter Dinge, die man in keiner Weise erwartet. So auch beim Test des Crosshair III Formula. Alle Standard-Tests waren durchgeführt, alle Benchmarks erledigt. Lediglich ein kurzer OC-Test stand noch auf dem Plan, den wir uns immer bis zum Schluss aufheben (falls während dieses Tests das Betriebssystem Schaden nehmen sollte).

Los ging es also mit dem Test des maximal möglichen Referenztaktes. Dazu wurden Northbridge-, Speicher- und Kerntakt so eingestellt, dass sie als Fehlerquelle ausscheiden können. Anschließend wurde der Referenztakt mit einigen Zwischenschritten auf 325 MHz erhöht. Als wir in dieser Konstalltion ins BIOS wollten, rebootete das System beim Druck auf die ENTF-Taste. Dieses Szenario kennen wir bereits von anderen Mainboards, hier ist offensichtlich der verwendete KVM-Switch Schuld.

Nach einigen Versuchen ins BIOS zu gelangen und dementsprechend einigen Reboots blieb der Monitor plötzlich dunkel. Die Standardprozedur eines CMOS-Clears inklusive Entfernen der Batterie etc. half nichts. Ein Blick auf den LCD-Poster offenbarte, dass der Bootvorgang bei "TESTCMOS" stehen blieb. Alle Tipps und Tricks von ASUS-Technikern halfen nichts, das Mainboard war vorerst nicht mehr nutzbar. Ein paar Tage später lag ein neuer BIOS-Chip im Briefkasten, den wir alsbald einbauen wollten. Dabei fiel uns auf, dass der originale Chip nicht korrekt im Sockel saß.

ASUS Crosshair III Formula: schief sitzender BIOS-Chip


Nach Meinung der ASUS-Techniker ist ein Defekt am BIOS-Chip als Folge eines schief sitzenden Chips mehr als unwahrscheinlich. Fakt ist jedoch, dass wir mit dem neuen Chip bisher absolut keine Probleme hatten - selbst beim Übertakten nicht. Der ursprünglich verbaute Chip ist hingegen unwiederbringlich verloren, da selbst ein erfolgreicher Hotflash zur Meldung "TESTCMOS" führt. So unschön dieser Sachverhalt auch ist, das ASUS Crosshair III Formula machen wir hierfür nicht verantwortlich. Denn offensichtlich haben wir es mit einem Defekt am BIOS-Chip selbst zu tun - und der kann theoretisch bei jedem Mainboard auftreten.
[break=Fazit]
Titelbild ECS A790GXM-AD3 vs. ASUS Crosshair III Formula


Im heutigen Artikel konnten wir uns zwei völlig verschiedene Mainboards genauer anschauen. Auf der einen Seite steht ECS mit dem A790GXM-AD3, einem Mitglied der Black Edition-Serie des Herstellers, auf der anderen Seite ASUS mit dem kompromisslos auf OC ausgerichtetem Crosshair III Formula.

Fazit ECS A790GXM-AD3

Bei diesem Probanden handelt es sich um ein solides Mainboard für den preisbewussten Anwender. Für vom Hersteller angepeilte 79 Euro Verkaufspreis bekommt der geneigte Käufer sehr viel Mainboard. Unsere Tests haben gezeigt, dass sich das Mainboard auch hinter teureren Platinen nicht verstecken muss. Dennoch ist beim ECS nicht alles Gold, was glänzt.

Kleine Aspekte, wie zum Beispiel der "Verlust" der Lüftersteuerung nach dem S3-Standby oder die zum Teil falsch gemappten Speichereinstellungen (DDR3-1600, TCL, TRC) trüben das Gesamtbild ein wenig. Auch das Thema Overclocking sollte beim Hersteller noch einmal thematisiert werden, um maximalen Userkomfort zu erzielen. Denn ein Mainboard, was bei bestimmten Kombinationen von Einstellungen nicht bootet, sorgt bei Niemandem für Freude.

Die Performance der Platine ist durchweg gut. Zwar reiht sich das Mainboard meist knapp hinter der Konkurrenz von ASUS ein, die Unterschiede sind aber äußerst gering. Lediglich im PCMark Vantage sowie in der eSATA-Parformance kann das A790GXM-AD3 nicht mit dem Crosshair III von ASUS mithalten.

The Good:
Das hat uns gefallen
  • durchdachte Anordnung der Erweiterungssteckplätze
  • gute Performance


The Bad:
Das hat uns weniger gefallen
  • Lüftersteuerung funktioniert nach S3-Standby nicht mehr
  • nur halbherzig implementierte Lüftersteuerung (nur CPU-Lüfter wird geregelt)
  • keine Möglichkeit für Spannungsabsenkungen




Fazit ASUS Crosshair III Formula

Nachdem sowohl das Crosshair als auch das Crosshair II von ASUS jeweils mit NVIDIA-Chipsätzen ausgestattet wurden, nutzt der Hersteller beim Crosshair III erstmals einen High-End-Chipsatz von ATI für diese Reihe. Dabei tritt der Neuling das Erbe der Vorgänger an und wird ebenso kompromisslos auf Overclocking getrimmt.

ASUS beschränkt sich in puncto Ausstattung auf das Notwendige. Ein Netzwerkanschluss, Audio nur per Zusatzkarte, durch die Wahl des 790FX-Chips keine Onboard-Grafik, kein Floppy-Anschluss, nur ein eSATA-Anschluss und der Verzicht auf Zusatzchips für weitere Storage-Anschlüsse haben gleich drei Auswirkungen:

1. Das Mainboard wirkt optisch verhältnismäßig leer.
2. Die Ausstattung kommt der Leistungsaufnahme zugute.
3. Jeder nicht verbaute Chip lässt das Mainboard in der Produktion preiswerter werden.

Trotz des Verzichts auf einige Features ist das Crosshair III Formula mit rund 154 Euro fast doppelt so teuer wie der heutige Kontrahent von ECS. Für diesen Preis erhält der interessierte User etwas mehr Zubehör, einen Tick mehr Performance sowie ein rundum-glücklich-BIOS. Wir konnten keine echte Schwäche beim Mainboard feststellen, lediglich eine nervige CPU-Fan-Error-Meldung bei fast jedem Kaltstart können wir als Kritikpunkt anführen.

Trotz aller positiven Erfahrungen mit dem ASUS-Mainboard sei angemerkt, dass das Mainboard förmlich danach schreit, übertaktet zu werden. Jeder User, der diese Platine verbauen möchte und es nicht zum Overclocking nutzt, der verschenkt das Potenzial dieser Hardware. In solchen Fällen sollte über Alternativen nachgedacht werden, die besser zum Anforderungsprofil passen.


The Good:
Das hat uns gefallen
  • sehr umfangreiche BIOS-Optionen
  • gute Performance


The Bad:
Das hat uns weniger gefallen
  • bei fast jedem Kaltstart CPU Fan-Error
  • unter gewissen Umständen zu hoch gesetzte VNB


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