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Beim Namen Dragonlord für ein Gehäuse entstehen vor unserem inneren geistigen Auge unweigerlich Bilder asiatischer Gaming Gehäuse im Plastiklook. Doch beim Lanccol Dragonlord ist dies glücklicherweise nicht der Fall. Lancool ist ein Branding des Edelherstellers Lian Li und demnach sind wir ziemlich zuversichtlich ein qualitativ eher hochwertiges Gehäuse in unseren Händen zu halten. Nicht zuletzt kommen in der Dragonlord Serie die Lian Li typischen Innovationen welche wir schon vom B25F kennen zum Einsatz. Wir freuen uns natürlich ganz besonders, dass uns Lian Li für unser Mega-Gewinnspiel einen Dragonlord K62 gesponsert hat und nachdem uns vor zwei Wochen Caseking schon das Dragonlord K62 für ein Review zur Verfügung gestellt hat wollen wir dem zukünftigen Gewinner des Gehäuses schon einmal zeigen, was er zu erwarten hat.

Doch vorab wieder einmal die technischen Daten.[BREAK=Lancool Dragonlord K62- Technische Details & Zubehör]
Eckdaten und technische Details
ModelPC-K62
MaterialStahl
FarbeSchwarz
Maße (B x H x T) 214 x 496 x 498 mm
FormatATX, mATX
Anschlüsse2x USB 2.0, 1x je Audio IN/OUT
Einbauschächte5 x 5,25" extern, 4 x 3,5" /2,5" intern
Kühlung1x 140 mm (Front, 1.000 U/Min, Blue LED)
2x 140 mm (Deckel, 1.000 U/Min, Blue LED)
1x 120 mm (Rückseite, 1.500 U/Min)
Erweiterungskarten8
Gewicht10,44 kg
Preis99,90 Euro

An der Verpackung gibt es in der Regel nichts zu mäkeln. In Folie zum Schutz vor Staub und Kratzern, gut gepolstert in zwei Styroporschalen kam das K62 sicher bei uns an. Der ganze Karton war zudem noch im Digitaldruck bedruckt, sodass auch dem Auge noch einiges geboten wurde.

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Wie sollte es anders sein, erinnert uns das Zubehör sehr an das, welches beim Lian Li B25F vorhanden war. Ein Piezo-Lautsprecher, zwei Kabelführungen, der Verschlussbügel für das Netzteil, ein paar Schrauben und einer bebilderten Einbauanleitung im DIN A4 Format (nicht im Bild). Weiterhin fanden sich einige klebbare Gummipuffer im Zubehör.

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[BREAK=Lancool Dragonlord K62- Äußerlichkeiten (1)] Die Front ist ganz im Stil vieler derzeit erhältlichen Gaming-Gehäuse, nämlich komplett in Meshoptik gehalten. Aufgelockert und versteift wird das ganze durch zahlreiche Querstreben. Man muss schon genau hinschauen, um die Blenden für die insgesamt fünf externen 5,25" Zoll Schächte zu erkennen, so sauber wurden die Blenden eingepasst. Rechts und links wird die Meshfront von zwei Plastikstreben flankiert. Unterhalb der Blenden sorgt ein 140 mm Lüfter mit 1.000 U/min für die Frischluftzufuhr des Gehäuses. Dieser muss natürlich bei einem Gaming-Gehäuse ganz klar beleuchtet sein und so ist dies auch beim K62 der Fall. Im laufenden Betrieb signalisiert einem das blaue Leuchten, dass der Lüfter aktiv ist..

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Entfernt man die Front kann man schön erkennen, dass jede einzelne Blende mit einem Staubschutzfilter versehen ist. Das Entfernen der Staubfilter ist zwar nicht unbedingt gut gelöst, da sie festgehakt sind und ein regelmäßiges Öffnen und Schließen der kleinen Metallbügel diese mit Sicherheit über kurz oder lang abbrechen lässt, aber anhaftender Staub lässt sich auch gut mit Druckluft entfernen, solange man dafür nicht unbedingt den 8 Bar Kompressor verwendet.

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Im unteren Teil schließlich der im dunkeln Blau leuchtende Lüfter. Dieser ist mittels Gummizwischenlagen vom Gehäuse entkoppelt. Mehr gibt es auch schon nicht zur Front zu sagen. Optisch im Trend aber nicht überladen, so soll es sein.

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Das linke Seitenteil liegt mit seinem symmetrisch verlaufenden von außen aufgesetztem Fenster ebenfalls voll Trend. Die Kanten sind abgeflacht und das Fenster wurde mit schwarzen, klarlackbeschichteten Schrauben befestigt. Auch wer nicht auf Fenster in Gehäusen steht, so muss man neidlos anerkennen, dass dies ganz edel aussieht.

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Das rechte Seitenteil hingegen ist lediglich schlicht gehalten.

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[BREAK=Lancool Dragonlord K62- Äußerlichkeiten (2)] Ein Blick auf die Gehäuseunterseite, hier sieht man deutlich, dass offenbar der gleiche Werkzeugsatz wie beim B25F benutzt wurde. Das gleiche Erscheinungsbild, nur mit dem Unterschied, der K62 ist hier schwarz statt silbern. Unterhalb des Netzteils sitzt der abnehmbare Staubfilter. Lediglich an den Füßen wurde gespart, statt Hifi-Optik gibt es hier Sparkost, mit Gummifüßen, aber irgendwo muss der Preisunterschied natürlich auch gerechtfertigt sein. Bleibt natürlich die gleiche Kritik wie beim Lian Li B25F, wenn man den Staubfilter reinigen will, muss man das Gehäuse erst auf die Seite legen. Praktischer wäre hier ein nach hinten ausziehbarer Staubfilter gewesen.

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Auch die Rückseite unterscheidet sich nicht sonderlich vom B25F. Oben sitzt ein 120 mm Lüfter, welcher mit 1.500 U/min, die erwärmte Luft aus dem Gehäuse fördert. Darunter zwei Schlauchdurchführungen für eine externe Wasserkühlung, gefolgt von den acht geschlitzten Slotblenden für Erweiterungskarten. Einziger Unterschied zum Lian Li, die Farbe. Beim Dragonlord dominiert ganz klar Schwarz. Auch das abnehmbare Lüftergitter, welches wir beim B25 vorfanden, gibt es hier nicht. Stattdessen wurde einfach die Rückwand mit wabenförmigen Luftdurchlässen versehen. Beide Seitenteile sind mit schwarzen Rändelschrauben gesichert und lassen sich demzufolge leicht entfernen.

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Der Deckel hat im hinteren Bereich auf einer Länge von ca. 35 cm kiemenförmig angeordnete Luftschlitze durch die die zwei 140 mm Lüfter im Deckel die warme Luft aus dem Gehäuse saugen. Beide Lüfter sind genau wie der Frontlüfter blau beleuchtet. Davor sitzt ein dezentes Lancool Branding, gefolgt von einer Vertiefung in welcher sich das I/O-Panel befindet. Hier wurde ebenfalls gespart, lediglich zwei USB 2.0 sowie ein Audio-In/Out finden wir hier vor. Rechts davon sitzt der Powerschalter, links der Resetschalter. Beide müssen recht tief eingedrückt werden, bevor sie Kontakt bekommen, aber hier wackelt nichts, die Verarbeitung ist somit einwandfrei.

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Der Deckel ist leicht nach oben abnehmbar und gibt einen Blick auf das Darunter frei. Das I/O-Panel wurde sauber verarbeitet, hier gibt es keinen Anlass zur Kritik. Auch sehr schön, dass die Lüfter, ebenso wie die anderen Lüfter im Gehäuse allesamt mit gummiumantelten Schrauben versehen sind, um Vibrationen auf das Gehäuse zu vermindern.

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Somit haben wir das äußere Erscheinungsbild hinter uns und können uns dem Innenleben widmen.[BREAK=Lancool Dragonlord K62- Innenleben]Kommen wir zum Innenleben. Nachdem das linke Seitenteil abgenommen wurde, erkennt man gleich, wer hier Pate gestanden hat, natürlich der B25F, obgleich es einige Detailänderungen beim Dragonlord gibt. Was natürlich auch sofort ins Auge sticht, der PC-K62 ist wie derzeit alle Gaming-Gehäuse welche in der Gunst der Käufer oben stehen im Inneren ebenfalls Schwarz. Vorne sitzen die 5,25" Zoll Laufwerke, darunter in einem Käfig die 3,5" Zoll Laufwerke, welche im 90° Grad Winkel zum Gehäuse eingebaut werden. Das Netzteil sitzt rechts unten auf dem Boden.

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Doch schauen wir uns die Detailänderungen genauer an. Die Festplatten werden nicht mehr direkt im Käfig verstaut, sondern finden in herausziehbaren Schubladen Platz welche auch 2,5" Zoll Laufwerke fassen. Die Schrauben sind mit Gummipuffern versehen, um die Schwingungen der Schubladen auf den Käfig zu vermindern. Zusätzlich gesichert ist das Ganze über einen Schieber auf der linken Seite. Der Schieber wird durch Lockern der Rändelschraube gelöst und die Schiene kann nach oben oder unten bewegt werden und gibt Schubladen frei, welche dann entnommen werden können. Vor dem Käfig sitzt der beleuchtete 140 mm Lüfter, der seine Luft so direkt über die Festplatten leitet, um diese zu kühlen.

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Oberhalb des Käfigs folgen die 5,25" Zoll Schächte. Auch hier stand der B25F Pate. Zwei der insgesamt fünf Schächte wurden mit dem gleichen Hebelsystem versehen. Falls man mehr Laufwerke einbauen möchte, müssen die anderen herkömmlich festgeschraubt werden.

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Der Netzteilplatz ist ebenfalls zum B25F identisch. Auch hier liegt das Netzteil auf zwei Moosgummistreifen und darunter die kiemenartig angeordneten Luftschlitze durch welche das Netzteil zur Eigenkühlung Luft ansaugen kann. Davor die bekannte Klemme für das Kabelmanagement.

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Bei den Erweiterungskarten kommt das patentierte System von Lian Li zum Einsatz. Mittels eines Hebelmechanismus werden die Erweiterungskarten bombenfest gehalten. Oberhalb der Karten der 120 mm Lüfter und im Deckel die beiden 140 mm Lüfter.

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Soweit zum Innenleben. Es kann nun mit dem Einbau weitergehen.[BREAK=Lancool Dragonlord K62- Einbau]Der Einbau ging flott von statten, war uns doch schon fast alles vom B25F bekannt. Als erstes kam das Mainboard an die Reihe. Die Mainboardabstandshalter waren schon vorgeschraubt. Auch beim PC-K62 wird das Mainboard mit Rändelschrauben befestigt. Nach dem Mainboard kam das Netzteil an die Reihe. Wir wussten ja nun schon, baut man erst die Grafikkarte ein, so bekommt man den Hebel nicht über das Netzteil,. Diesmal also in der richtigen Reihenfolge. Um die 5,25" Laufwerke einbauen zu können, mussten wir erst die Frontblende entfernen. Der erste Laufwerksschacht ist bereits frei, für weitere Laufwerke müssen erst noch Bleche heraus gebrochen werden. Dann noch die schwarzen Meshblenden entfernen und schon können die Laufwerke von Vorne ins Gehäuse geschoben werden.

Schlussendlich kommen noch die 3,5" Zoll Laufwerke an die Reihe. Hierfür entriegeln wir mit der Rändelschraube die Schiene links vom Käfig und entnehmen die Schubladen, in der die Laufwerke Platz finden. Rechts uns links von den Schubladen müssen die Plastikclips entfernt werden. Dann klebt man die Gummipads, welche im Zubehör enthalten waren in die Schublade und die Plastikclips werden wieder auf die Seite gesteckt, bis sie einrasten. Somit sitzen die Laufwerke zum einen fest und sie sind quasi doppelt vom Gehäuse entkoppelt.

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Fix noch alles verkabelt und es konnte mit den Temperaturmessungen losgehen.

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[BREAK=Lancool Dragonlord K62- Temperaturmessungen] Wie immer kommen nur die ab Werk vorinstallierten Lüfter zum Einsatz, in diesem Fall also zwei Lüfter in der Front, zwei im Deckel sowie ein fünfter auf der Rückseite.
Hier erst einmal das von uns verwendete Testsystem:

Nach Einschalten des Systems warteten wir eine halbe Stunde, damit sich der Rechner im Idle-Modus akklimatisieren konnte. Danach nahmen wir die ersten Temperaturmessungen vor, welche mit HWMonitor sowie GPU-Z ausgelesen wurden. Diese sahen wie folgt aus:


Idle-Temperaturen:

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Load-Temperaturen:

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[BREAK=Lancool Dragonlord K62- Fazit]
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Das Lancool Dragonlord hat uns ebenso wie das Lian Li B25F voll überzeugt. Für 99,90 Euro erhält man alle Innovationen des Lian Li B25F, den Verschluß für die Erweiterungskarten und den neuen Verschlussmechanismus für die 5,25" Zoll Laufwerke. Natürlich muss man auch ein paar Abstriche hinnehmen. Diese wären beim Dragonlord unter anderem die Blenden für die 5,25" Zoll Laufwerke, welche erst herausgebrochen werden müssen. Allerdings bleiben hier keine scharfen Kanten stehen, was schon für sich spricht. Das Gehäuse ist lediglich aus Stahl, allerdings optisch voll im Trend, innen wie außen schwarz und auch am I/O-Panel wurde gespart. Hier hat man lediglich zwei USB 2.0 Anschlüsse und Audio-IN/Out zur Verfügung.

Die Verarbeitung innen wie außen ist einwandfrei. Die Montagemöglichkeit für die 3,5" Zoll Laufwerke gefiel uns sogar ein wenig besser als beim B25F. Hier braucht man nämlich wirklich nichts zu schrauben. Die Kabeldurchführungen auf dem Mainboard erleichtern das Verlegen von Kabeln hinter dem Mainboard. Probleme mit zuwenig Platz hinter dem Mainboardträger hatten wir keine, wobei wir den Großteil der Kabel vor dem Netzteil haben liegen lassen.

Ein kleines Manko beim Dragonlord stellen die Kabellängen für die Lüfter dar. Die Anschlusskabel sind durch die Bank weg ein wenig zu kurz geraten, hier muss man schon Einfallreichtum gepaart mit ein paar Adaptern beweisen, um die Kabel halbwegs vernünftig verlegen zu können. Der Bereich vor dem Netzteil ist auch wie beim Lian Li nicht gerade sorgfältig aufgeräumt. Hier bietet sich auf jeden Fall ein Netzteil mit Kabelmanagement an. Es geht zwar auch ohne, aber mit sieht es wesentlich ordentlicher aus.

Wir können das Dragonlord auf jeden Fall empfehlen und es erhält somit auch unsern Editors Choice Award!


Wir wünschen dem zukünftigen Gewinner unseres Gewinnspiels mit dem Lancool Dragonlord K62 auf jeden Fall viel Spaß.


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