Unverhofft kommt oft. Das muss sich AMD gedacht haben, als sie uns unvorangekündigt mit einem AMD Athlon II X4 620 beglückt haben. Als wir dieses Prozessorsample im Briefkasten vorfanden, fragten wir uns, was wir damit am Besten anstellen. Denn für ein ausführliches Review bis zum NDA-Ablauf blieb nicht mehr ausreichend Zeit, über die Performance des Athlon II hatten wir bereits
beim Launch des Zweikerners Athlon II X2 250 berichtet und auch generell passte der Prozessor eigentlich nicht in unsere Review-Planung. Was also tun?
Wir entschieden uns dafür, keine besonderen Anstrengungen zu unternehmen, um beim NDA-Ablauf nur ein halbherziges Review vorzeigen zu können. Statt dessen haben wir uns darauf konzentriert, das zu testen, was den Athlon II ausmacht: Der fehlende L3-Cache gegenüber dem großen Bruder Phenom II.
Wir haben im heutigen Review nach bewährter Planet 3DNow!-Manier unser Athlon II-Sample gegen einen simulierten Phenom II mit gleichen Taktraten antreten lassen - somit lag der einzige Unterschied beider Prozessoren im L3-Cache begraben. Dadurch war es uns möglich zu überprüfen, welche Leistungsdifferenz sich ergibt - und ob sich der Preisunterschied von rund 40 Euro (etwa 50 Prozent) in dieser Differenz wiederspiegelt.
Desweiteren stand für uns die Frage im Raum, ob wir mit unserem Athlon II-Sample durch manuelle Einstellungen die Spannungswerte erzielen können, mit denen ein Athlon II 600e läuft - AMDs bisher einziger Ahtlon II-Quad Core-Prozessor mit einer TDP (
Thermal
Design
Power) von 45 Watt. Lohnt es sich, die etwa 20 Euro Aufpreis vom X4 620 zum X4 600e zu zahlen?
Viel Vergnügen beim Lesen!
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