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Bereits im Februar hat der in Taipeh ansässige Hersteller Maxcube sein Design-Gaming-Gehäuse Amoris 6010 vorgestellt, welches wir heute für Euch genauer unter die Lupe nehmen wollen. Zum Produktportfolio von Maxcube, die noch über Niederlassungen in Rotterdam, Madrid und Warschau verfügen, zählen Netzteile, allesamt mit 80 PLUS-Zertifizierung, Kühler sowie Storage. Hauptdistributor in Deutschland ist die in Laatzen/Gleidingen ansässige Jet-Computer Produkt GmbH. Mit ausgefallenen Designgehäusen versucht man nun ein Stück vom Gehäusemarkt in Europa für sich zu beanspruchen. Ob dies mit dem Amoris 6110 gelingen könnte werden wir auf den nächsten Seiten sehen.

Doch vorab wieder einmal die technischen Daten.[BREAK=Amoris 6010- Technische Details & Zubehör]


Eckdaten und technische Details
Model Amoris 6010
MaterialStahl
FarbeSchwarz
Maße (B x H x T) 210 x 480 x 510 mm
FormatATX, mATX
Anschlüsse4x USB 2.0, 1x eSata, 1x je Audio IN/OUT
Einbauschächte4 x 5,25" extern, 2x 3,5" extern, 4 x 3,5" intern
Kühlung1x 120 mm Front Blue
1x 120 mm Rückseite Blue
Erweiterungskarten7
Gewicht 
Preisca. 99,- Euro

Das Amrois 6010 kam vorbildlich verpackt in einer Kunststoff-Folie, sowie erfreulicherweise mit Schaumstoffdämmung statt dem sonst üblichen Styropor bei uns an.

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Das Zubehör umfasst drei Slotblenden, ein paar Schrauben und Mainboardabstandshalter, eine englischsprachige Einbauanleitung, eine farbige Pappkarte mit Hinweisen wie die Laufwerke eingebaut werden, sowie leider nur einen Kabelbinder. Ein paar Kabelbinder mehr hätten hier sicherlich nicht geschadet und wären wirtschaftlich sicher vertretbar gewesen.

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[BREAK=Amoris 6010 - Äußerlichkeiten (1)] Eyecatcher beim Amoris 6010 ist auf jeden Fall die Front im Zickzack-Design. Die beiden schräg abfallenden Seiten sind in Klavierlackoptik lackiert, somit sehr empfänglich für Fingerabdrücke und spiegelnd. Der Mittelteil hat eine Aluminiumplatte aufgesetzt was einen edlen Eindruck vermittelt. Unterbrochen wird die Frontür, oder besser gesagt beide Fronttüren, es handelt sich nämlich um eine Schwingtür, welche beim Öffnen nach rechts und links aufschwingt, durch zwei silberne Leisten. Der Mittelpunkt gibt eine kleine Öffnung frei, hier kann man im laufenden Betrieb später einen der zwei vorinstallierten Lüfter in Blau leuchten sehen. Manko der Schwingtüren ist ganz klar, die ausladende Breite. Von ursprünglich 210 mm bei geschlossenen Türen vergrößert sich diese bei geöffneten Türen nämlich auf über 300 mm.

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Öffnet man die Tür, gibt das Gehäuse einen Blick auf die vier externen 5,25 Zoll und zwei externe 3,5 Zoll Schächte frei. Die komplette Front wurde mit einem Meshgitter und Staubfiltern versehen und liegt so im derzeitigen Trend. Die Schwingtüren laufen in Führungen und werden durch zahlreiche Gummis leicht gebremst um ein unkontrolliertes Anschlagen zu verhindern.

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Durch Zug von unten kann die Front entfernt werden. Die jeweils ersten Einbauschächte für 5,25 Zoll und 3,5 Zoll sind frei, will man mehr Laufwerke einbauen, müssen erst die Blenden herausgebrochen werden.

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Im unteren Teil sitzt einer der zwei vormontierten 120 mm Lüfter, welcher im laufenden Betrieb blau leuchtet.

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[BREAK=Amoris 6010 - Äußerlichkeiten (2)] Das linke Seitenteil besitzt ein Fenster aus Lochgitter mit einem breiten Kunststoffrahmen welcher ebenfalls hoch spiegelnd ist und somit natürlich ebenfall sehr empfindlich auf Fingerabdrücke reagiert. Hier befindet sich ebenfalls eine recht große Griffmulde, welche das spätere Abziehen des Seitenteils nach hinten ermöglicht. Das rechte Seitenteil hingegen ist schlicht gehalten. Griffmulden zum öffnen findet man hier nicht vor, was im übrigen nicht ganz unproblematisch ist. Will man das rechte Seitenteil abnehmen kann man unter Umständen mit abgebrochenen Fingernägeln rechnen.

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Das Netzteil sitzt beim Amoris 6010 unterhalb des Deckels, wie ein Blick auf die Gehäuserückseite verrät. Rechts davon finden wir, die mittlerweile fast bei allen Herstellern vorhandenen Schlauchdurchführungen für eine externe Wasserkühlung. Diese fallen allerdings hier bedeutend kleiner aus wie bei anderen Herstellern. Der Durchmesser beträgt gerade einmal 13 mm. Darunter sitzt der zweite 120 mm Lüfter, der ebenfalls im Betrieb blau leuchtet.

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Auffällig an der Rückseite ist ein gelber Warnhinweis mit einem kleinen roten Schalter. Hier kann man sofern man das dafür nötige Kabel am Mainboard angeschlossen hat von außen einen Bios-Reset durchführen. Ein Extra, dass wir so auch noch nicht gesehen haben, aber welches wohl auch nur für Übertakter in Frage kommt.

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Bleiben nur noch die sieben Slotblenden für Erweiterungskarten. Hier sieht man schon von außen, dass diese erst heraus gebrochen werden müssen wenn man seine Karten einbauen will. Früher durchaus üblich, aber bei einem Gehäuse der Preisklasse hätten wir verschraubte Slotblenden erwartet.

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Die Gehäuseoberseite besitzt einen Aufbau aus einer Kunststoff-Aluminiummischung auf welcher der Power- und Resetschalter ihren Platz gefunden haben. Weiterhin finden wir hier vier USB 2.0. einen eSATA, sowie Audio IN/Out Anschlüsse. Hier bleiben kaum Wünsche offen und auch eSATA Anschlüsse setzen sich immer mehr durch bei Gehäuseherstellern. Nicht ganz ins Bild des optisch doch ansprechenden Aufbaus passt der Kunststoff aus welchem der Power und der Resetschalter sind.

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Das Gehäuse steht auf zwei großen Kunststoffplatten, welche in den vier Ecken jeweils mit Gummiplatten versehen sind um Schwingungen auf den Untergrund zu dämmen. Die Kunststoffplatten sind ebenfalls hochglänzend und hier doch recht fehl am Platze, da sie jedes Staubkorn, welche sich auf dem Fußboden immer befinden, unweigerlich anziehen.

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[BREAK=Amoris 6010 - Innenleben]Kommen wir zum Innenleben. Nachdem das linke Seitenteil abgenommen wurde, sticht einem gleich die Farbgebung ins Auge. Auch wenn der Innenraum nicht wie aktuell in Mode schwarz lackiert ist, fallen doch die Neongrünen Verschlüsse für die Erweiterungskarten oder 5,25 Zoll Laufwerke auf. Auch die Schubladen für die 3,5 Zoll Laufwerke, welche wie derzeit meist zu finden im 90° Grad Winkel eingebaut werden sind in Neongrün gehalten.

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Die 3,5 Zoll Laufwerke werden wie gesagt in Neongrünen Schubladen verstaut und dann einfach in den um 90° Grad versetzten Käfig geschoben. Arretiert werden sie über einen kleinen Hebel der nach unten gedrückt wird. Eine Konstruktion, welche uns ehrlich gesagt nicht wirklich überzeugen konnte, dass ganze wirkt nicht sehr stabil.

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Die externen 5,25 Zoll und 3,5 Zoll Laufwerke werden, nachdem eventuell überflüssige Blenden herausgebrochen wurden, von vorn ins Gehäuse geschoben. Fixiert werden sie über einen Drehverschluss, ebenfalls in Neongrün. Dieser Farbliche Akzent hat ein gewisses Extra, wobei dies natürlich ganz klar Geschmackssache ist.

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Bei den Erweiterungskarten setzt Maxcube ebenfalls auf Grün, aber ein etwas anderes Haltesystems als derzeit viele Hersteller. Hier werden die Erweiterungskarten mit kleinen Schiebern fixiert. Wir empfehlen wie immer die Karten mit Schrauben zu sichern, auch wenn das Maxcube System besser ist wie die Technik welche zum Beispiel beim Xigmatek Midgard oder bei APlus Seenium zum Einsatz kommt.

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[BREAK=Amoris 6010 - Einbau]Der Einbau stellt einen Käufer vor keine großartigen Probleme. Das Netzteil wird unter dem Gehäusedeckel verschraubt. Kleine Metallstreben geben hier noch zusätzlichen Halt. Einschrauben der Mainboardabstandshalter und herausbrechen der Slotblenden für die Erweiterungskarten und schon kann auch das Mainboard eingebaut werden. Jetzt noch die 5,25 Zoll Laufwerke von vorn ins Gehäuse schieben. Hier müssen, je nachdem wie viele Laufwerke zum Einsatz kommen, noch Blenden heraus gebrochen werden und dann war es dann auch schon fast. Bleiben noch die 3,5 Zoll Laufwerke und dann kann auch schon verkabelt werden. Also keine Hexerei und auch die beiliegende Anleitung braucht selbst ein Laie hier nicht. Der Platz ist ausreichend, für Erweiterungskarten stehen einem hier 29 cm zur Verfügung.

Fertig verkabelt sah das ganz wie folgt aus.

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Danach konnte es auch schon mit den Temperaturmessungen losgehen.[BREAK=Amoris 6010 - Temperaturmessungen]

Wie immer kommen nur die ab Werk vorinstallierten Lüfter zum Einsatz, in diesem Fall also zwei Lüfter. Ein 120 mm Lüfter in der Front und einer auf der Rückseite.

Hier erst mal das von uns verwendete Testsystem:

Nach Einschalten des Systems warteten wir eine halbe Stunde, damit sich der Rechner im Idle-Modus akklimatisieren konnte. Danach nahmen wir die ersten Temperaturmessungen vor, welche mit HWMonitor sowie GPU-Z ausgelesen wurden. Diese sahen wie folgt aus:

Idle-Temperaturen:

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Dann starteten wir Prime95 und ließen es eine Stunde laufen, um den Rechner auf Temperatur zu bringen. Das Resultat sieht man in der nächsten Tabelle.

Temperaturen unter Last:

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[BREAK=Amoris 6010 - Fazit]
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Der Maxcube Amoris 6010 braucht sich bei den gemessenen Werten nicht hinter dem Wettbewerb zu verstecken. Hier erhält man ein solides Gehäuse. Der Einbau geht völlig unspektakulär über die Bühne und dürfte auch für Laien schnell gemacht sein. Die beiden 120 mm Lüfter dürften einen Tick leiser sein, aber wer hier noch eine Lüftersteuerung einbaut dem ist schon geholfen. Die Optik ist wie immer Geschmackssache. Dem einen Anwender gefällt es, dem anderen nicht. Das Konzept mit den Schwingtüren ist recht witzig, aber bei geöffneten Türen sollte man sich schon überlegen, dass die Breite dann ca. 30 cm beträgt und hier auch einen Platz finden, wo man die Breite ausnutzen kann, direkt neben dem Schreibtisch geht dies nicht, da muss man schon ein wenig Platz lassen.

Bleibt noch die Frage des Preises. Hier ist der direkte Wettbewerb wie Xigmatek, NZXT oder Cooler Master teilweise doch um einiges günstiger bei gleicher Leistung, aber wem das Gehäuse zusagt und wer mit den Schwingtüren einmal ein Gehäuse haben will, dass ein wenig aus der Reihe tanzt, der macht hier sicher nichts verkehrt.

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