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Vorschau: Amacrox Pure Silver 550 W
Von: soulpain, 11.01.2010
Vorschau: Amacrox Pure Silver 550 W

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Exklusiv werfen wir einen ersten Blick auf die neue Netzteilserie des FSP-Sprösslings Amacrox. Mit den Pure Silver Modellen steigt der Anbieter nach langer Pause in die effiziente Mittelklasse ein. Diese sollen, wie der Name vermuten lässt, auf 80Plus Silver Niveau liegen. Wir haben erste Messungen bei einem temporär zur Verfügung gestellten Testmuster ermittelt und zeigen die allgemeinen Spezifikationen wie auch einige Eindrücke in dieser Kurzübersicht auf. Wie das Bild allerdings bereits vermuten lässt, werden in kommenden Serien auch noch höhere Effizienzstufen möglich sein. Optisch markant wirken die abgerundeten Ecken an den Seiten der Netzteile, welche komplett schwarz lackiert sein werden und auf wabenförmige Entlüftungslöcher setzen. Der Sleeve hingegen ist eher einfach und das Lüftergitter steht nicht hervor.

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Heute betrachten wir die 550 Watt-Version des Anbieters, ein weiteres Gerät gibt es mit 650 Watt Gesamtleistung. Wie wir sehen, setzen die Netzteile auf vier +12 V-Leitungen, bei der vorliegenden Version, die alleine mehr als 530 W Peak stämmen können. Eine sehr großzügige Angabe, denn eine DC-DC Technik kommt in diesem Fall nicht zum Einsatz. Auch die Verteilung auf einzelne Bereiche im PC sind dem Aufdruck links zu entnehmen. Jeder der beiden PCIe Stecker setzt auf eine eigens mit 18 A abgesicherte Schiene. Mit einer kombinierten Leistung von 120 Watt sind die kleineren Spannungen dementsprechend etwas schwächer dimensioniert. Aktuelle Systeme werden damit jedoch keinerlei Probleme haben.

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Dieser close-shot aus einer Präsentation zeigt die Elektronik des Netzteils. Viele werden eine optische Verwandschaft zu der GLN-Serie feststellen können. Erwartungsgemäß ist der Netzfilter aus vielen Einzelkomponenten zusammengesetzt und die Gleichrichterbrücke wurde am zentralen Kühlkörper befestigt. Eine Schutzfolie trennt den Sekundärschaltkreis von den Entstörkomponenten. Weiterhin sollen japanische Kondensatoren im Leistungsfaktor-Vorregler zum Einsatz kommen. Auf der Computex haben wir bei einem Vorabsample bereits ein gut dimensioniertes Rubycon Modell sichten können.

Weiterhin ist zu vermerken, dass für alle Fabrikate eine Garantielänge von 5 Jahren gewährt wird und die Netzteile dem ATX Standard 2.3 entsprechen. Auf die Frage, in welche Preisrichtung das 550 Watt Gerät gehen soll, wurden uns ca. 90 € genannt. Besonderes Produktmerkmal soll der 135 mm Lüfter sein mit Flüssiglager. Mit FDB wird das klassische Kugellager durch einen dünnen Ölfilm zur Trennung der jeweiligen Laufflächen ersetzt. Das soll sowohl bei langlebigen wie auch leisen Anwendungen vorteilhaft sein. Subjektiv war das Netzteil im ersten Testlauf durchaus konkurrenzfähig mit anderen Silent-Modellen.

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Der Spannungsverlauf ist aktuellen FSP- oder be quiet!-Netzteilen sehr ähnlich. Insbesondere startet +5 V sehr hoch mit mehr als 3 % Überspannung, was allerdings viel Raum für den Spannungsabfall unter Last lässt. Selbst unter Volllast liegen die kleinen Schienen noch bei 1 % oder etwas darüber. Der Verlauf ist geradezu linear. Sehr niedrig hingegen startet +12 V, wobei die vier Leitungen im Testfeld relativ identisch sind und unter hoher Beanspruchung kaum einbrechen. Auch der Wirkungsgrad zeigt über alle Lastbereiche hinweg ein gutes Bild. Einzig der Leistungsfaktor könnte unter hoher Last ruhig über 0,97 liegen, unter geringer erreicht dieser ebenfalls kaum 0,90. Hier haben wir schon bessere Resultate gesehen.

Trotz des relativ frühen Status zum Testzeitpunkt und noch vor der baldigen Markteinführung sind die Messwerte insgesamt stabil. Die Netzteile, welche auch bei OCZ in Zukunft eingesetzt werden, erreichen mit bis zu 90,22 % in der Spitze einen hohen Effizienzwert. Für die Leistungsklasse gibt es momentan nicht allzu viele Alternativen, wobei einige Hersteller den Ansturm auf die effiziente Mittelklasse vorbereiten. Wenn man dieses Niveau jedoch hält, hat die Amacrox-Serie reelle Chancen auf Erfolg. Bisher fiel nur der etwas niedrige Leistungsfaktor auf. Ansonsten wirken die Impressionen der Elektronik sehr vertraut und hinterlassen einen guten Eindruck.

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