Allgemein

Aerocool Advanced Technologies wurde im Jahr 2002 in Taiwan gegründet und ist heute ein führender Anbieter für Computerperipherie-Produkte wie Gehäuse, Lüfter, multifunktionale Bediengeräte, Netzteile und vieles mehr. Anfangs spezialisierte man sich auf Komplettlösungen für die Kühlung von PCs sowie Industrie-PCs. Dank dieser Erfahrungen konnte Aerocool als erstes Unternehmen u-förmige Heat-Pipes und Heat Columns mit einem Zoll Durchmesser für die CPU-Kühlung in Desktop-Computern einführen. Zu den Erfindungen des Unternehmens zählen auch das „Double Bay Panel“ im 5,25“-Einschub für die Lüftersteuerung sowie ein Touch Panel, das ebenfalls als Fancontroller eingesetzt wird. Heute schauen wir uns zwei Gehäuse genauer an. Da haben wir zum einen aus der Performance Gaming System Q Serie das QX-2000, das erste Cube Gehäuse von Aerocool und zum anderen aus der PGS R Serie das CyborgX, welches schon von der Aufmachung her ein klassisches Gaming-Gehäuse ist. Bedanken möchten wir uns an dieser Stelle bei Aerocool und Wave Computersysteme für das Bereitstellen der Testmuster.

Kommen wir zunächst zu den technischen Daten der Gehäuse.

[BREAK=Aerocool - Technische Details & Zubehör]

 

Eckdaten und technische Details
ModelCyborgXQX-2000
MaterialSECC 0.6 mm Japanese SteelSECC 0.6 mm
FarbeSchwarzSchwarz
Maße (H x B x T) 460 x 200 x 540 mm 240 x 300 x 391 mm
FormatATX / Micro-ATX Micro-ATX
Anschlüsse2 x USB2.0 / e-SATA / Mic & headphone (AC97 & HD audio)2 x USB2.0 / Mic & headphone (AC97 & HD audio)
Einbauschächte

5 x 5.25" (Extern)
1 x 3.5" (extern mit Adapter)
5 x 3,5" (intern)

2 x 5,25" (extern)
1 x 3,5" (extern)
2 x 3,5" (intern)
Kühlung1 x 120 mm (Front Rote LED)
1 x 120 mm (Rückseite Rote LED)
Geschwindigkeit der Lüfter: 1.500 rpm
Luftdurchsatz: 58,35 cfm
Lautstärke: 26,67 Dezibel

1 x 120 mm (Front zweifarbig)
Geschwindigkeit: 1.500 rpm
Luftdurchsatz: 63,75 cfm
Lautstärke: 26,81 Dezibel
3x 80mm (optional)

Erweiterungskarten74
Gewicht  
Preisab 56,- Euroab 44,- Euro

Verpackt kamen beide Gehäuse im hochglanzbedruckten Karton. Der Inhalt wird durch Kunststoff und Styropor sicher gegen Stöße beim Transport geschützt - soweit also ohne Beanstandung. Während der QX-2000 Karton mit einem im Gefecht befindlichen Panzer für Effekthascherei sorgt, kommt die Gestaltung des CyborgX Kartons vergleichsweise bieder daher. Lediglich das Gehäuse ist auf der Verpackung abgebildet. Auf der Aerocool Webseite zum CyborgX schaut dies noch ganz anders aus, hier zeigt man sich futuristisch und integriert das Gehäuse in einen Alienkopf.

Allgemein

Allgemein

Allgemein

Allgemein

Kommen wir zum Lieferumfang. Beim QX-2000 schaut dieser recht spartanisch aus: eine Schwarz-Weiß-Einbauanleitung als Faltblatt, zwei Befestigungen für die 5,25-Zoll-Laufwerke, ein Piezo-Lautsprecher, vier Netzteilschrauben, abgezählte Mainboardabstandshalter und dazu passende Schrauben. Ersatzteile für mögliche Verluste, die bei häufigen Umbauten durchaus vorkommen, sind also nicht enthalten.

Allgemein


Der Lieferumfang des CyborgX ist hier schon wesentlich umfangreicher. Wir finden zehn Halterungen für 3,5-Zoll-Laufwerke (jeweils fünf für die rechte und fünf für die linke Seite), einen Piezo-Lautsprecher, leider ebenfalls nur abgezählte Mainboardabstandshalter sowie diverse Schrauben. Weiterhin zum Lieferumfang gehört hier ein Adapter für 2,5-Zoll-Laufwerke, das obligatorische Faltblatt, wie es auch beim QX-2000 zu finden ist, und zahlreiche Kabelbinder, was positiv hervorzuheben ist. Diese glänzen zwar nicht, wie bei anderen Herstellern, in poppigen Farben, dafür sind aber auch reichlich vorhanden.

Allgemein

Schauen wir uns nun die beiden Gehäuse nacheinander an. Beginnen werden wir mit dem QX-2000.

[BREAK=Aerocool QX-2000 - Äußerlichkeiten]

Allgemein

Die Front des QX-2000 ist in zwei Bereiche unterteilt. Im oberen Bereich finden wir rechts die externen 5,25-Zoll Einbauschächte. Die Laufwerke sind später unter einer Blende versteckt und fahren auf Knopfdruck heraus. Für Anwender von mausgrauen Laufwerken ist das eine saubere Lösung, um die Optik der Front nicht zu verschandeln. Im linken Bereich sind der Power und der Reset-Schalter sowie eine minimalistische Lüftersteuerung angebracht. Mit dieser können die Lüfter in den drei Stufen Low, Medium und High gesteuert und die Farbe der Beleuchtung eingestellt werden, wobei die Wahl zwischen Blau und Rot besteht. Wer damit nichts anzufangen weiß, der kann über diesen Knopf die Beleuchtung natürlich auch ausschalten.

Allgemein

Allgemein

Im unteren Teil sitzt auf der linken Seite der 120-mm-Lüfter, rechts daneben das externe 3,5-Zoll Laufwerk, einige Lüftungsschlitze, ein PGS Q Logo sowie das I/O Panel. Hier stehen zwei USB 2.0, sowie Audio-IN/Out Konnektoren zur Verfügung. Wenn man bedenkt, dass die ersten Hersteller schon auf USB 3.0 umrüsten, hätten wir uns wenigstens einen eSATA Anschluss erhofft.

Allgemein

Allgemein

Der Deckel und die Seitenteile bestehen beim QX-2000, wie auch bei den meisten Cube Gehäusen, aus einem Stück. Auf der rechten und linken Gehäuseseite Seite verläuft eine Einkerbung von vorne nach hinten, um die Seitenteile optisch an die zweigeteilte Front anzupassen. Gefallen haben uns die Hifi-Füße, auf welchen das QX-2000 steht. Diese hätten wir nicht erwartet.

Allgemein

Allgemein


Auf der Rückseite setzt sich die "Zweiteilung" fort. Im oberen Bereich findet auf der rechten Seite das Netzteil seinen Platz, auf der linken Seite optional ein 80-mm-Lüfter. Sehr schön umgesetzt ist die Möglichkeit, die Lüftergitter komplett entfernen zu können und somit die von ihnen verursachten Strömungsgeräusche zu vermeiden. Dies bieten nicht viele Hersteller! Umso verwunderter ist man über die zwei weiteren optionalen 80-mm-Lüfter, die sich direkt darunter befinden, wo dies nicht umgesetzt wurde. Diese zwei Lüfter sitzen dann hinter einem wabenförmigen Lüftergitter aus Stahl. Rechts davon befinden sich vier Slotblenden für Erweiterungskarten. Wir stellen hier also fest, es handelt sich beim QX-2000 um ein Gehäuse mit zwei Ebenen, was Aerocool auch als "Doppeldecker-Gehäuse" bezeichnet. Diese zwei Ebenen ermöglichen es, die sehr heiß werdenden Komponenten, wie beispielsweise Grafikkarte und CPU, von den Datenträgern zu separieren.

Allgemein




[BREAK=Aerocool QX-2000 - Innenleben]Nachdem wir die Kreuzschlitzschrauben auf der Rückseite gelöst haben, können wir den Deckel nebst Seitenteilen nach hinten abziehen und haben dann auch schon einen Einblick auf die obere Ebene des QX-2000. Zum besseren Überblick haben wir das geöffnete Gehäuse von hinten abgelichtet. Von vorne aus rechts gesehen finden zwei 5,25-Zoll-Laufwerke ihren Platz, daneben in einem am Seitenteil verschraubten Käfig zwei 3,5-Zoll-Laufwerke, welche hochkant eingebaut werden müssen. Vor den 3,5-Zoll-Laufwerken ist Platz für einen 90-mm-Lüfter. Dahinter sitzt das Netzteil, welches bei diesem Aufbau, sofern man einen Stromversorger mit untenliegendem Lüfter einsetzt, dafür sorgt, dass die warme Luft über der Grafikkarte nach außen transportiert wird. Laut Hersteller passen hier Netzteile bis maximal 16 cm Länge. Aerocool empfiehlt aber Stromversorger mit 14 cm Länge und modularem Kabelmanagement einzusetzen.

Allgemein

Auf der rechten Gehäuseseite finden wir zwei Kunststoffschieber, mit denen sich die Verriegelung lösen lässt, um so das "Oberdeck" öffnen zu können. Auf der linken Seite eine herausklappbare Stütze.

Allgemein

Allgemein

Nachdem man mit den Kunststoffschiebern die beiden Ebenen entriegelt hat, stellt man die Stütze auf der linken Seite aus und kann dann bequem das Oberteil nach links aufklappen und kommt somit an das "Unterdeck". Hier finden wir vier Slotblenden für Erweiterungskarten. Eine davon ist geschraubt, die anderen müssen erst noch herausgebrochen werden. Früher die Regel, heute findet man dies nur noch sehr selten vor. Rechts davon kann man auf einem Kunststoffrahmen optional zwei 80-mm-Lüfter installieren.

Allgemein

Allgemein

Nachdem wir uns nun mit dem Innenleben und dem Äußeren vertraut gemacht hatten, konnten wir es kaum erwarten unser Testsystem einzubauen, war das QX-2000 doch nach dem Lian Li erst unsere zweites Cube Gehäuse im Test.

[BREAK=Aerocool QX-2000 - Einbau]Nachdem wir also das Oberteil zur Seite geklappt hatten, haben wir begonnen die Mainboardabstandshalter einzuschrauben. Dann wurde das Mainboard verschraubt. So weit so gut. Als es an die Grafikkarte ging, stolperten wir über die erste Hürde - selbstverschuldet wohlgemerkt. Wir sind mittlerweile verschraubte Slotblenden gewohnt, was aber nur bei einer der Slotblenden beim QX-2000 der Fall ist. Da unsere Grafikkarte zwei Slotplätze belegt, musste noch eine Blende herausgebrochen werden. Wir warnen sonst ausdrücklich davor irgendwelche Metallteile im Rechner herauszubrechen, während Hardware verbaut ist - wir taten es trotzdem. Für Erweiterungskarten stehen einem ca. 30 cm zur Verfügung. Nun konnten wir die Grafikkarte einbauen und schon mal die Verkabelung der USB- und Mainboard-Anschlüsse, wie Power, Reset etc., vornehmen. Die Kabel für die 5,25-Zoll und 3,5-Zoll-Datenträger sollten am besten ebenfalls jetzt am Mainboard angeschlossen und nach oben verlegt werden. In dem unteren Teil hat man eine Höhe von ca. 12,5 cm. Dies sollte bei der Wahl des Kühlkörpers berücksichtigt werden.

Allgemein

Weiter ging es auf dem Oberdeck, wobei uns der Slogan "Be Cool, be Aerocool" in den Sinn kam, denn das was nun folgte, war schon ein Geduldsspiel und viel Fummelarbeit. Laut Aerocool fasst das QX-2000 16 cm lange Netzteile, empfohlen werden jedoch 14 cm mit modularem Kabelmanagement. Unser Enermax Modu82+ 625W stand uns für diesen Test leider nicht zur Verfügung, also versuchten wir es zunächst mit unserem Tagan Superrock TG680. Schnell wurde uns klar, das passt nicht.

Allgemein

Also ein wenig im Fundus gestöbert, wo wir noch ein altes Cooler Master Netzteil mit 14 cm Länge, allerdings ohne Kabelmanagement, fanden - einen Versuch war es wert. Wir verschraubten also zuerst das Netzteil. Dann entfernten wir den Käfig für die 3,5-Zoll-Laufwerke. Dies ist notwendig, damit man das 5,25-Zoll-Laufwerk beim Einbau von der Seite befestigen kann, sonst ist der Platz zu knapp. Da der Käfig nun schon mal entfernt war, haben wir auch gleich die Laufwerke verschraubt. Diese liegen bündig aneinander. Hier bleibt kein Millimeter Platz, sodass die Luft zirkulieren könnte. Es folgte der Einbau des 5,25-Zoll-Laufwerks. Das Laufwerk wird von vorn ins Gehäuse geschoben und von der Seite mit einer Plastikklemme fixiert. Zuletzt kamen die 3,5-Zoll-Laufwerke an die Reihe. Nachdem die Daten- und Stromkabel angeschlossen waren, konnte der Käfig wieder eingebaut werden, denn bei eingebautem Käfig ist dafür nämlich zu wenig Platz. Fertig sah das ganze wie folgt aus. Wie man sieht, hier passt kein Haar mehr dazwischen, aber es reichte aus.

Allgemein

Allgemein

Nun folgten die obligatorischen Temperaturmessungen, aber bevor wir diese hier präsentieren, schauen wir uns noch das zweite Aerocool Gehäuse an, das CyborgX.

[BREAK=Aerocool CyborgX - Äußerlichkeiten (1)]

Allgemein

Das Aerocool CyborgX ist ein klassisches Gaming-Gehäuse, viel Plastik und futuristischer Look. Dreiviertel der Front nimmt eine Tür ein, unter der die 5,25-Zoll Einbauplätze versteckt sind. Im unteren Teil sitzt ein 120-mm-Lüfter in Rot. Dieser wird von einem Gitter verdeckt, was wiederum in eine Kunststoffaussparung eingelassen ist, welche grob an ein X erinnert. In dunklen Umgebungen kann man das Leuchten durch einen mittig verlaufenden Längsstreifen in der Fronttür sehen. Flankiert wird das Ganze rechts uns links von jeweils zwei Luftdurchlässen mit Meshgitter. Diese dienen aber lediglich der Optik und haben nichts mit dem Belüftungskonzept zu tun.

Allgemein

Allgemein

Öffnet man die Tür, welche einen Linksanschlag hat, kommen fünf 5,25-Zoll-Einbauschächte zum Vorschein. Der unterste kann für ein 2,5-Zoll-Laufwerk genutzt werden. Unterhalb des letzten Einbauschachts sitzen der Power und der Resetschalter. Beide haben einen erstaunlich guten Druckpunkt. Hier wackelt oder klappert nichts, was man von der Fronttür leider nicht behaupten kann. Sie wirkt von der Haptik her recht billig und wackelig.

Allgemein

Durch einen Ruck von unten kann man die Frontblende entfernen. Der erste Einbauschacht ist frei, werden weitere benötigt, müssen erst Metallstreben herausgebrochen werden, was einen ziemlich spitzen Grat rechts und links zur Folge hat. Passt man hier nicht auf, sind blutige Finger vorprogrammiert. Unten finden wir den bereits angesprochenen 120-mm-Lüfter. Um das Gehäuse vor dem Verstauben zu schützen, sitzt hinter dem Lüfter ein auswaschbarer Staubfilter. Will man den Filter reinigen, muss man leider erst umständlich den Rahmen lösen, auf welchem der Lüfter montiert ist. Hier heißt es vier Schrauben zu lösen. Noch umständlicher wird es, will man den Lüfter wechseln, dann sind weitere vier Schrauben zu lösen. Dafür ist der Lüfter in seinem Weinrot allerdings richtig schick.

Allgemein

Allgemein



[BREAK=Aerocool CyborgX - Äußerlichkeiten (2)]Der Deckel des CyborgX hat einen trapezförmigen Plastikaufsatz. Die Querstreben erwecken den Eindruck, als würden sie der Belüftung dienen, was aber nicht der Fall ist. Im Deckel sind ebenfalls das I/O-Panel mit zwei USB-Anschlüssen, ein eSATA Port und Audio-In/Out Konnektoren. Das Frontstück des Plastikaufsatzes trägt außerdem den Namenszug des Gehäuses, CyborgX.

Allgemein

Allgemein

Für den sicheren Stand sorgen vier relativ kleine, aber ausreichende dimensionierte Gummifüße. Im hinteren Teil, unterhalb des Netzteils sitzt ein auswaschbarer Staubfilter. Um ihn entfernen zu können, muss der Rahmen nach oben gebogen werden.

Allgemein

Auf der Gehäuserückseite, auf Höhe des I/O-Panels sitzt der zweite vorinstallierte 120-mm-Lüfter - ebenfalls in schickem Weinrot, mit Beleuchtung. Auch die gelochten Slotblenden sind in Weinrot gehalten. Rechts von ihnen befinden sich die mittlerweile fast überall anzufindenden Kabeldurchführungen für eine externe Wasserkühlung. Das Netzteil sitzt beim CyborgX auf dem Gehäuseboden.

Allgemein

Während das rechte Seitenteil bis auf eine Einbuchtung, die das Abziehen nach hinten erleichtert, clean ist, kommt das linke Seitenteil mit vielen Plastikapplikationen und Luftdurchlässen daher.

Allgemein

Allgemein

Auf den folgenden Seiten schauen wir uns das Aerocool CyborgX zunächst von innen an, danach erfolgt der Einbau unserer Komponenten.

[BREAK=Aerocool CyborgX - Innenleben] Nach dem Lösen der kunststoffummantelten Rändelschrauben können wir die Seitenteile nach hinten abziehen und das CyborgX von innen betrachten. Vorne befinden sich - wie gewohnt - die 5,25-Zoll-Einschübe und darunter der um 90° gedrehte Käfig für die 3,5-Zoll-Laufwerke. Der Mainboardträger bietet eine Reihe von Ausschnitten, um dort Kabel durchführen zu können. Außerdem ist der mittlerweile ebenfalls überall anzutreffende Ausschnitt auf Höhe der CPU vorhanden, der die Installation verschraubter Kühler erlaubt, ohne das Mainboard dazu ausbauen zu müssen.

Allgemein

Die 5,25-Zoll-Laufwerke werden mit Plastikklemmen fixiert, nachdem sie von vorn ins Gehäuse geschoben wurden. Dafür wird einfach der weinrote Knopf in Richtung Colse gedreht. Richtig, Colse. Der Übersetzer sollte sein Geld zurückgeben.

Allgemein

Allgemein

Das ist nicht mehr ganz zeitgemäß, aber immer noch die sicherste Methode. Besser zwei Schrauben mehr festdrehen als klapperige Plastikklemmen, wie sie bei andere Herstellern teilweise üblich sind. Hier oberhalb, noch mit im Bild ist der 120-mm-Lüfter in Weinrot zu erkennen. Für Erweiterungskarten stehen einem 29 cm zur Verfügung. Für das Netzteil, welches auf vier Gummipuffern entkoppelt Platz findet, hat man bis zum Käfig für die Laufwerkskäfig ebenfalls 29 cm Platz.

Allgemein

Allgemein



[BREAK=Aerocool CyborgX - Einbau]Beim CyborgX geht der Einbau wesentlich unproblematischer über die Bühne als beim QX-2000. Die Mainboardabstandshalter werden eingeschraubt und darauf das Mainboard befestigt. Nach dem Entfernen der Slotblenden kann auch schon die Grafikkarte eingesetzt werden. Es folgen die 5,25-Zoll-Laufwerke. Vorher muss man noch die Plasikabdeckungen aus der Frontblende entfernen. Weiterhin, will man mehr als ein Laufwerk verbauen, müssen noch Metallstreben herausgebrochen werden. Die Laufwerke werden von vorn eingeschoben und von beiden Seiten mit den Klammern fixiert. Bleiben noch die 3,5-Zoll-Festplatten, für die im Zubehör Schienen beiliegen, welche mit L und R für Rechts und Links markiert sind. Die Laufwerke, an denen zuvor die Schienen angebracht wurden, können von der Seite her ins Gehäuse geschoben und von hinten verkabelt werden. Fertig eingebaut sah das ganze wie folgt aus:

Allgemein



[BREAK=Aerocool Roundup - Temperaturmessungen]Wie immer kommen nur die ab Werk vorinstallierten Lüfter zum Einsatz, im Fall des CyborgX also zwei 120-mm-Lüfter und beim QX-2000 ein 120-mm-Lüfter.
Hier erst mal das von uns verwendete Testsystem:Nach dem Einschalten des Systems warteten wir eine halbe Stunde, damit sich der Rechner im Idle-Modus akklimatisieren konnte. Danach nahmen wir die ersten Temperaturmessungen vor, welche mit HWMonitor sowie GPU-Z ausgelesen wurden. Nach der bösen - zu Recht - Kritik an unseren aufgrund der Fülle an Daten teilweise unübersichtlichen Tabellen fügen wir ab sofort noch eine grafische Übersicht der Delta-Temperatur zwischen CPU und Umgebung, welche für viele sicherlich am interessantesten ist, bei.

Idle-Temperaturen:

Allgemein

Allgemein

Dann starteten wir Prime95 und ließen es eine Stunde laufen, um den Rechner auf Temperatur zu bringen. Das Resultat sieht man in der nächsten Tabelle.

Temperaturen unter Last:

Allgemein

Allgemein



[BREAK=Aerocool Roundup - Fazit]

Allgemein

Kommen wir zum Fazit unseres Test. Beim QX-2000 gefällt uns das Konzept des Doppeldecker-Gehäuses eigentlich ganz gut. Mal was anderes und auch optisch gehört es sicherlich nicht zu den langweiligsten Gehäusen. Der Einbau ist allerdings recht umständlich. Ebenso hätten wir uns einen eSATA Anschluss gewünscht, der eigentlich mittlerweile Standard sein sollte. Was die nackten Zahlen betrifft, schwimmt es im Idle Betrieb unauffällig im Mittelfeld mit, was angesichts der Enge im kleinen Gehäuse nicht übel ist. Unter Last schiebt sich der Cube von Aerocool an die Spitze der Charts - leider im negativen Sinne. Auch wenn unser Phenom ein Hitzkopf ist, das können andere Hersteller besser. Neben der höchsten bislang gemessenen Temperatur war auch der sehr hohe Schalldruck von fast 60 db(A) extrem störend. Konzentriertes Arbeiten ist dabei auf jeden Fall nicht möglich. Wer also mit einem QX-2000 liebäugelt, der sollte auf jeden Fall eine stromsparende CPU einsetzen und auch über weitere Lüfter, am besten Silent, nachdenken.

Das CyborgX hingegen war sowohl im Idle als auch unter Last unauffällig. Hier stimmten die Temperaturen, ohne positiv oder negativ in eine Richtung aus der Reihe zu tanzen. Die Schalldruckmessungen waren ebenfalls im grünen Bereich. Der Einbau geht wesentlich schneller vonstatten als beim QX-2000 und für ein sauberes Verlegen der Kabel ist ausreichend Platz zwischen Mainboardträger und Seitenteil vorhanden. Hier fanden wir im Gegensatz zum QX-2000 auch einen eSATA Anschluss vor. Der schwarze Innenraum liegt voll im Trend, über das Äußere lässt sich hingegen streiten. Die Optik ist sicherlich Geschmackssache, die Haptik wirkt leider recht billig. Zu dem Preis bieten andere Hersteller einfach mehr.

 


...weitere Artikel
...diesen Artikel im Forum diskutieren