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    AMD Phenom II X6 1075T

    AMD Phenom II X6 1075T - Titelbild


    Wie schon so oft wurden wir auch dieses Mal überrascht. Wieder einmal lag ein Päckchen von AMD im Briefkasten, ohne dass wir vorher irgendeine Ankündigung erhalten haben. Dieses Mal handelte es sich um einen AMD Phenom II X6 1075T - eine CPU, über die bereits seit einigen Monaten bekannt ist, dass sie sich zwischen den bereits erhältlichen 1055T und 1090T BE platzieren wird.

    Über den 1075T war bisher bekannt, dass er im 3. Quartal 2010 erscheinen soll. Der heutige Tag, der 21. September, ist nun das offizielle Launch-Datum des neuen Thuban-Exemplars. Somit hält AMD den Erscheinungstermin ein. Aber werden sich auch andere Aspekte bestätigen? Denn schließlich brodelt es in der Gerüchteküche vor sich hin und es wird vermutet, dass es sich beim 1075T um einen Prozessor der Black Edition-Serie handeln soll. Black Edition heißt, der Prozessor bekommt einen freien Multiplikator spendiert - aber sollte AMD dies wirklich bei einer CPU tun, die nicht die schnellste verfügbare Variante dieser Architektur ist?

    Wir werden es sehen - viel Spaß beim Lesen!
    [break=AMD Phenom II X6 1075T im Detail]
    Herzlich Willkommen, AMD Phenom II X6 1075T!

    Foto des Prozessors AMD Phenom II X6 1075T


    Wir haben es mit einem Exemplar zu tun, welches in der 23. Kalenderwoche dieses Jahres hergestellt wurde. Zum Vergleich: Unser 1090T-Sample wurde in der 10. Kalenderwoche hergestellt - also lediglich 13 Wochen früher. Zwischen den Releasedaten beider Prozessoren liegen hingegen rund 22 Wochen.

    Foto des Prozessors AMD Phenom II X6 1075T


    Auch ein Rücken kann entzücken - oder in unserem Falle die Unterseite. Hier gibt es keine Auffälligkeiten. Der 1075T passt sowohl in den Sockel AM3 als auch in den Sockel AM2/AM2+.

    CPU-Z CPU AMD Phenom II X6 1075T


    Im Standardfall takten alle sechs Kerne mit 3 GHz. Leider müssen wir an dieser Stelle die Leser enttäuschen, die auf einen freien Multiplikator gehofft haben. Bei Multi 15 ist Schluss, höher lässt sich die CPU nur mit aktiviertem Turbo CORE takten. Wobei hier noch nicht ganz klar ist, ob es womöglich doch noch eine Variante mit freiem Multiplikator geben wird. Zwar wäre ein derartiger Schachzug von AMD höchst unkonventionell, schließlich gibt es in Form des 1090T schon ein schnelleres Exemplar, bei Geizhals.at/de sind jedoch bereits über 30 Händler gelistet, die einen 1075T BE anbieten. Wir haben daraufhin bei einem lokalen Hardwarehändler nachgefragt: Es können in der Tat zwei verschiedene OPN bestellt werden. Sowohl HDT75TFBGRBOX als auch HDT75ZFBGRBOX sind im Angebot, wobei HDT75ZFBGRBOX auf eine Black Edition-CPU hindeutet.

    CPU-Z CPU AMD Phenom II X6 1075T


    Wie seine Vorgänger auch, taktet der 1075T bei aktivierten Stromspareinstellungen auf 800 MHz bei 1,225 Volt herunter.

    CPU-Z Cache AMD Phenom II X6 1075T


    Auch die Cache-Assoziativität bleibt gegenüber den bisher vorgestellten Thuban-Prozessoren unverändert.

    CPU-Z Speicher AMD Phenom II X6 1075T DDR3-1066


    CPU-Z Speicher AMD Phenom II X6 1075T DDR3-1333


    AMDs 1075T unterstützt - wie auch seine Vorgänger - bis zu DDR3-1333 bei bis zu vier Speicherriegeln. Allerdings hatten wir bei unseren Übertaktungs-Tests Stabilitätsprobleme, wenn ein hoher Referenztakt, ein hoher Northbridgetakt und ein Speichertakt von über 600 MHz bzw. DDR3-1200 zusammentrafen. Da sowohl unser 1055T als auch unser 1090T in einer solchen Kombination deutlich besser laufen, lässt sich erahnen, dass wir offensichtlich ein Exemplar erhalten haben, welches einen schwächelnden Speichercontroller besitzt.

    Diese Erkenntnis haben wir zum Anlass genommen, um alle Benchmarks sowohl mit DDR3-1066 als auch DDR3-1333 zu durchlaufen. So lässt sich erkennen, welch einen Performanceunterschied der Speichertakt verursacht.

    P-States AMD Phenom II X6 1075T


    Ein Blick auf die P-States mittels K10stat verrät uns, dass der neue Sproß der Thuban-Familie bei aktiviertem Turbo-Modus mit 3,5 GHz takten kann und dafür ebenfalls 1,475 Volt benötigt. Auch sonst sind die Spannungen der einzelnen P-States mit den Vorgängermodellen identisch sind. Für die integrierte Northbridge sind bei unserem Exemplar 1,15 Volt definiert.

    CPU-Z Latency AMD Phenom II X6 1075T DDR3-1066


    CPU-Z Latency AMD Phenom II X6 1075T DDR3-1333


    Der Blick auf die Cache-Latenzen ist mittlerweile obligatorisch. Die obere Übersicht ist unter Verwendung von DDR3-1066 entstanden, die untere Übersicht mit DDR3-1333.
    [break=Das Testsystem im Überblick]
    Hardware
    • Prozessoren:
      • AMD Phenom II X6 1075T
      • AMD Phenom II X6 1090T
    • Kühler: EK Water Blocks EK-Supreme HF Nickel
    • Mainboard: ASUS Crosshair IV Formula (BIOS 1005)
    • Arbeitsspeicher: 4x 2 GByte OCZ DDR3-1066 / 1333 (8-8-8-24 2T bei 1,5 Volt)
    • Grafikkarte: Powercolor ATI Radeon HD5870
    • Netzteil: Enermax Revolution85+ 625 Watt
    • Festplatten:
      • Intel X25-M (Betriebssystem)
      • Hitachi HDS722020ALA330 (SATA, 2 TByte, 7200 u/min)
    • Gehäuse: Antec P180 Midi-Tower
    • Energiemessgerät: Voltcraft Energy Monitor 3000


    Auf der Software-Seite sieht das Testsystem so aus:

    verwendete Software / TreiberVersion / Bemerkungen
    Windows Vista Ultimate
    64 Bit, Service Pack 2
    DirectX
    10, August-Update 2009
    Grafikkartentreiber
    Catalyst 10.3
    Chipsatz-/Mainboardtreiber
    aktuelle Version des Herstellers
    Everest
    5.50, Build 2100
    WinRAR
    x64 3.93
    XMPEG
    5.03, Build 5.0.8.84
    XviD
    1.2.-127
    Avidemux
    2.5.2
    POV-Ray
    3.7, Beta 36 (64 Bit)
    Cinebench
    R10, 64 Bit
    Cinebench
    R11, 64 Bit
    Crysis
    Demo
    Crysis Benchmark Tool
    1.0.0.5
    UT3
    Demo
    UT3-Bench
    0.2.0.44
    Doom 3
    Demo
    FarCry 2
    v1.03
    FarCry 2 Benchmark Tool
    1.0.3.0
    3DMark Vantage
    Advanced, Build 1.0.2, ohne Feature Tests
    PCMark Vantage
    Advanced, Build 1.0.2
    BOINC
    6.10.45 (64 Bit)
    Prime95
    x64, 25.9 Build 4


    Unser Test-Parcours soll einen guten Querschnitt durch den Alltagsbetrieb eines PCs bilden. 32 Bit- und 64 Bit-Anwendungen sind vertreten, ältere Spiele wechseln sich mit neueren ab, Video-Encoding und Rendering sind vertreten und selbst Distributed Computing spielt eine Rolle. Das alles sind Anwendungen, die im Alltag auftreten können und zeigen so einen guten Querschnitt durch das Anforderungsprofil eines heutigen Prozessors.
    [break=Everest Memory Benchmark, WinRAR]
    Everest


    Everest von Lavalys hat sich in letzter Zeit zu einem populären Benchmark entwickelt. Viele nutzen ihn, die Versionsabhängigkeit ist nicht so ausgeprägt wie bei SiSoft Sandra und auch bei uns im Forum lassen sich viele Vergleichswerte finden. Aus diesem Grund nutzen wir den integrierten Memory-Benchmark von Everest, um den Speicherdurchsatz beim Lesen, Schreiben und kopieren sowie die Speicherlatenz zu messen. Dabei kommt die Programmversion 5.50 mit Build 2100 zum Einsatz.

    Everest


    Speicherdurchsatz: Lesen


    Speicherdurchsatz: Schreiben


    Speicherdurchsatz: Kopieren


    Speicherlatenz


    Der Unterschied zwischen DDR3-1066 und DDR3-1333 fällt im Bandbreitentest mit Everest natürlich sehr deutlich aus. Read, Copy und Latency erhalten einen deutlichen Dämpfer, wenn der Speichertakt verringert wird. Einzig der Write-Wert ist fast bis auf das Megabyte identisch, hier fällt der höhere Takt des 1090T ins Gewicht.


    WinRAR


    Auch bei WinRAR wird immer auf gleichem Weg getestet: Es wird ein Ordner mit gemischtem Inhalt geöffnet und anschließend der integrierte Benchmark gestartet. WinRAR reagiert äußerst feinfühlig auf Speicher-Latenzen und liegt mittlerweile in einer 64 Bit-Version vor, welche wir auch benutzen.

    WinRAR"


    WinRAR


    Am Pack-Test mit WinRAR zeigt sich schön, dass diese Applikation stärker auf den Speichertakt als auf den Prozessortakt reagiert. Denn der Unterschied des 1075T zwischen DDR3-1066 und DDR3-1333 fällt höher aus als zwischen 1090T und 1075T mit gleichem Speichertakt.
    [break=XMPEG, Avidemux, H.264]
    XMPEG + XviD / Avidemux + h.264


    Wenn es um Video-Encoding bzw. -Decoding geht, so gibt es unzählige Variationen und Ausgestaltungen von Software. Viele Programme und noch mehr Codecs lassen dem Enduser die Qual der Wahl. Dabei ist die Nutzung der Ressourcen genauso vielfältig wie die Software selbst: Einige Programme bzw. Codecs können maximal einen Prozessorkern ansprechen, andere wiederum nehmen alles, was sie an Leistung bekommen können - schwer, dabei einen Querschnitt abzubilden.

    Wir haben mit der Wahl von XMPEG in Verbindung mit dem XviD-Codec sowie Avidemux in Verbindung mit dem H.264-Codec versucht, diesen Querschnitt zu finden. Während XMPEG mit dem zum Teststart aktuellen XviD-Codec 1.2.-127 kaum mehr als einen Prozessorkern beansprucht, nutzt Avidemux dank H.264-Codec jede zur Verfügung stehende Ressource. In beiden Fällen wandeln wir je ein Referenz-Video um und messen dabei die benötigte Zeit.

    XMPEG


    XMPEG + XviD


    Ob DDR3-1066 oder DDR3-1333 ist XMPEG völlig egal. Hier zählt einzig und allein der Prozessortakt, der beim 1090T um 200 MHz höher ausfällt. Und das spielt der große Bruder auch gnadenlos aus.

    Bei XMPEG beobachten wir seit längerem, dass die vom Programmierer auf dem Papier versprochene Multicore-Unterstützung bei weitem nicht so weit ist, wie sie sein könnte. Kein Wunder also, dass der mit permanent 3,4 GHz getaktete Deneb das Feld anführt. Interessant ist aber, dass bei Takt-Gleichstand 1075T ebenfalls das Nachsehen hat und Turbo CORE sogar noch zu einer minimalen Performance-Verschlechterung führt. Hierfür gibt es zwei (mögliche) Erklärungen:

    1. XMPEG reagiert auf den L3-Cache. Vergangene Artikel haben gezeigt, dass zwischen Deneb (6 MByte L3-Cache) und Propus (kein L3-Cache) bei gleichem Takt bis zu 13 Prozent Performance-Unterschied liegen.
    2. Da XMPEG bereits aus Quad-Cores keinen Vorteil ziehen kann, scheint das Herumreichen der Bearbeitungsthreads durch den Betriebssystem-Scheduler in Verbindung mit dem Hoch- und Runtertakten der Prozessorkerne das Übrige zu tun, um 1075T alt aussehen zu lassen.


    Avidemux


    Avidemux + H.264


    Bei Nutzung von Avidemux lässt sich immerhin ein Unterschied zwischen beiden Speichertakten messen. Spüren wird man diesen hingegen kaum.



    Da das Encodieren eines Videos einen Aspekt darstellt, das Abspielen eines Videos hingegen einen völlig anderen, spielen wir ein vorgefertigtes mit h.264-Codec erstelltes Video im Windows Media Player ab und messen mittels der Windows Leistungsanzeige die auftretende Prozessorlast.

    Perfmon


    CPU-Last Wiedergabe h.264-Video


    200 MHz machen bei der Wiedergabe eines h.264-Videos eine ganze Menge aus. Der Speichertakt spielt hier eine untergeordnete Rolle.
    [break=POV-Ray, Cinebench]
    POV-Ray


    Auch der Punkt Rendering darf in unserem Parcours nicht fehlen. Für diesen Bereich nutzen wir 2 Programme, die unterschiedliche Anwendungsgebiete haben.

    Auf der einen Seite kommt POV-Ray im 64 Bit-Modus zum Einsatz. Dabei handelt es sich um ein Raytracer-Programm, welches im Benchmark-Modus eine vorgefertigte 3D-Szene berechnet. Gemessen wird die dafür benötigte Zeit.

    POV-Ray


    POV-Ray


    Mit POV-Ray zeigt eine weitere Anwendung, dass ihr der Speichertakt beim Thuban egal ist. Hier zählt Takt - nichts anderes.


    Cinebench


    Auf der anderen Seite nutzen wir das bekannte Renderprogramm Cinebench in der Version 10 sowie im neuesten Release R11. Cinebench basiert auf der Cinema 4D-Software von Maxon und liegt in einer 64 Bit-Version vor, welche wir natürlich nutzen. Wir lassen den Benchmark hintereinander erst auf einem Prozessorkern und dann auf allen Kernen laufen, notieren die jeweiligen Ergebnisse sowie den Speedup-Faktor.

    Cinebench


    Cinebench R10 1 CPU


    Cinebench R10 x CPU


    Cinebench R10 Multiprocessor Speedup


    Das Bild im Cinebench haben wir natürlich erwartet. Hier spielt der 1090T sowohl im Single-Thread-Modus als auch bei der Berechnung auf allen Kernen seinen höheren Takt aus. Nur beim Speedup-Faktor liegt unser 1075T einen Hauch vorn.

    Cinebench R11


    Cinebench 11 stellt keine Ausnahme dar. Der 1090T liegt vorn, der Speichertakt spielt abermals keine Rolle.
    [break=Crysis, UT3]
    Crysis


    Crysis ist ein DirectX 10-Spiel, welches einen integrierten CPU-Benchmark in 64 Bit bietet. Wir lassen diesen Benchmark mit Hilfe des kostenlosen "Crysis Benchmark-Tools" hintereinander in den Auflösungen 1280x1024, 1600x1200 sowie 1920x1200 jeweils mit dem Detail-Level "High" laufen.

    Crysis


    Crysis 1280x1024


    Crysis 1600x1200


    Crysis 1920x1200


    Dass der 1090T die schnellere Lösung darstellt, war von vornherein klar. Allerdings zeigt sich hier, dass mit mehr Speichertakt auch noch das eine oder andere Frame pro Sekunde herausgekitzelt werden kann.


    UT3


    Unreal Tournament bzw. dessen Game-Engine ist ein Beispiel für gute Systemausnutzung. Hier spielt die Grafikleistung eine weniger gewichtige Rolle - stattdessen skaliert das Spiel mit der Anzahl der Prozessorkernen und ist somit ideal für einen Systemvergleich.

    UT3


    Findige Programmierer haben ein kleines, kostenloses Tool namens "UT3-Bench" geschrieben, welches wir für unsere Benchmarks nutzen. Auch hier nutzen wir die Auflösungen von 1280x1024, 1600x1200 sowie 1920x1200 und lassen den Benchmark mit der Map vCTF-Suspense_fly jeweils 60 Sekunden laufen. Vor den Durchläufen wird jedoch noch der von Haus aus eingebautet Frame-Limiter deaktiviert.

    UT3 1280x1024


    UT3 1600x1200


    UT3 1920x1200


    Auch bei Unreal Tournament 3 können wir einen Unterschied zwischen den verschiedenen Speichertakten ausmachen. Allerdings zählt Prozessortakt hier deutlich mehr.
    [break=Doom 3, FarCry 2]
    Doom 3


    Doom 3 stellt unseren Vertreter der etwas älteren Spiele dar, was insgesamt zu einem guten Querschnitt durch die Spielewelt führt. Es wird mit "Ultra Details" getestet. Gewertet wird jeweils der zweite Durchlauf, da beim ersten Durchlauf starke Nachladeruckler auftreten und dadurch das Ergebnis verfälschen.

    Doom 3


    Doom 3 1024x768


    Doom 3 1280x1024


    Doom 3 1600x1200


    Zwar lassen sich auch im Doom 3-Test Unterschiede zwischen DDR3-1066 und DDR3-1333 messen, der höhere Prozessortakt des 1090T ist hier aber deutlich wichtiger für die Ergebnisreihenfolge.


    FarCry 2


    FarCry 2 hat ähnlich wie Unreal Tournament 3 den Ruf, eine gute Ressourcenauslastung zu besitzen. Das Spiel profitiert von Mehrkernprozessoren, bietet eine detailreiche Grafik sowie einen integrierten Benchmark und ist somit ideal für einen Prozessortest.


    FarCry 2


    FarCry 2 1280x1024


    FarCry 2 1600x1200


    FarCry 2 1920x1200


    FarCry 2 zeigt ein etwas differenzierteres Bild. Hier ist Sprung von DDR3-1066 in etwa genauso viel wert wie 200 MHz Taktunterschied.
    [break=3DMark Vantage]
    3DMark Vantage


    Zum Abschluss unseres Benchmark-Parcours statten wir Futuremark noch einen Besuch ab. Obwohl die Benchmarks aus diesem Hause derzeit heftig umstritten sind (wir berichteten), gehören sie noch immer zu den beliebtesten Vergleichsmöglichkeiten.

    Futuremark bietet mit 3DMark Vantage ein Programm an, welches ausschließlich unter Windows Vista bzw. Windows 7 läuft. 3DMark Vantage lassen wir im vorgefertigten Performance-Preset laufen.

    3DMark Vantage Performance


    3DMark Vantage Performance


    3DMark Vantage Performance Gesamt


    3DMark Vantage Performance CPU


    Auch das Bild im 3DMark Vantage überrascht uns nicht. Der 1090T ist die schnellere Lösung, aber auch schnellerer Speicher lohnt sich - allerdings nur im Gesamtergebnis. Im CPU-Test fallen die Unterschiede nicht ins Gewicht.
    [break=BOINC, Leistungsaufnahme]
    BOINC


    Viele Forenmitglieder von Planet 3DNow! betreiben Distributed Computing als Hobby und stellen dabei die nicht benötigte Rechenzeit ihres Computers der Wissenschaft zur Verfügung. Planet 3DNow! rangiert dank der vielen fleißigen Mitglieder unter den Top 10-Teams weltweit - kein Wunder also, dass wir einen Distributed Computing-Benchmark in unser Prozessor-Review eingebaut haben. Es kommt die zum Zeitpunkt der Referenz-Festlegung aktuelle BOINC-Version 6.10.36 in 64 Bit zum Einsatz, deren integrierter Benchmark genutzt wird. Der Benchmark errechnet jeweils die Leistungsfähigkeit eines Prozessorkerns.

     BOINC floating point MIPS (Whetstone) - pro Kern


     BOINC integer MIPS (Dhrystone) - pro Kern


    AMDs 1090T mit 200 MHz höherem Kerntakt ist auch hier nicht vom 1075T zu schlagen. Interessant ist, dass der Speichertakt bei der Whetstone-Berechnung keinen Unterschied macht, bei der Dhrystone-Berechnung hingegen schon.


    Leistungsaufnahme


    Wie viel Watt verbraucht der aktuelle PC? Die Antwort auf diese Frage darf natürlich nicht fehlen. Aus diesem Grund messen wir die Leistungsaufnahme in bestimmten Szenarien mittels des Voltcraft Energy Monitor 3000. Dabei messen wir die Leistungsaufnahme des Gesamtsystems, jedoch ohne Monitor.

    Leistungsaufnahme Prime95 64 Bit


    Obwohl um 200 MHz langsamer getaktet, benötigt unser 1075T fast genauso viel Energie wie sein großer Bruder. Lediglich ein Watt Differenz liegt zwischen beiden Konfigurationen mit DDR3-1333, was vermutlich an der um etwa 0,05 Volt höheren VNB beim 1075T liegt.

    Leistungsaufnahme Idle ohne Cool'n'Quiet


    Leistungsaufnahme Idle mit Cool'n'Quiet


    Im Idle-Betrieb nehmen sich beide CPUs kaum etwas. Die Differenzen sind gering, lediglich mit DDR3-1066 lässt sich noch etwas Energie sparen.
    [break=Overclocking, Spannungsabsenkung]
    Für die Beurteilung der Übertaktbarkeit haben wir einmal mehr die gleichen Kriterien wie bei unserem 1090T angesetzt. Die Versorgungsspannung der CPU wurde im ersten Schritt auf 1,30 Volt VCore und 1,15 Volt VNB gesetzt (per Multimeter gemessen). Anschließend wurden sowohl der Kerntakt als auch der Takt der integrierten Northbridge solange erhöht, bis Fehler im 20-minüten LinX-Test auftraten. Die zuletzt fehlerfrei durchlaufene Taktstufe diente als Basis für unsere Messungen. Im nächsten Schritt wurden die Spannungen auf 1,40 Volt Kern- und 1,25 Volt Northbridgespannung erhöht und die Taktraten weiter erhöht.

    Nach dem gleichen "Stabilitätsprinzip" gingen wir beim Austesten der minimalen Betriebsspannungen bei Standardtakt vor. Wurde unser LinX-Test ohne Fehler durchlaufen, so wurde die Betriebsspannung einen weiteren Schritt verringert - solange, bis während des Tests ein Fehler auftrat. Auch hier diente die zuletzt fehlerfrei durchlaufene Stufe als Basis für unsere Messwerte.

    AMD Phenom II X6 1075T - Leistungsaufnahme Overclocking Load


    AMD Phenom II X6 1075T - Leistungsaufnahme Overclocking Idle


    Mit über 3,6 GHz bei 1,30 Volt und über 3,8 GHz bei 1,40 Volt muss sich unser Sample nicht verstecken. Eine 25-prozentige Takterhöhung ist nicht von schlechten Eltern, wenngleich unser 1090T bei diesen Spannungswerten um etwa 130 MHz höher taktbar ist. Und auch die integrierte Northbridge zeigt sich taktfreudig, mit 2,7 respektive 2,9 GHz sind hier ebenfalls deutliche Taktsteigerungen möglich. Allerdings zeigt sich hier ein Manko des 1075T: Da sowohl der Multiplikator der Prozessorkerne als auch der Multi der integrierten Northbridge nach oben nicht veränderbar ist (zumindest bei unserem Testsample), bleibt als Overclocking-Weg nur die Erhöhung des Referenztaktes. Und da kommt es zu Situationen, in denen man Kompromisse eingehen muss. Denn wir hätten die Northbridge bei 1,25 Volt noch um etwa 50 MHz höher takten können. Auf der anderen Seite hätten wir dann aber den Prozessormultiplikator verringern müssen, was uns etwa 90 MHz Prozessortakt gekostet hätte.

    In Sachen Spannungsabsenkung ist ebenfalls noch etwas Spielraum nach unten vorhanden. Etwa 0,1 Volt weniger als bei den Standardeinstellungen sind möglich - sowohl bei den Prozessorkernen als auch bei der integrierten Northbridge. Das kann der Leistungsaufnahme zu Gute kommen.

    Wie bereits angesprochen, ist ein 1075T-Besitzer aufgrund des nicht freigegebenen Multiplikators beim Übertakten auf einen möglichst hohen Referenztakt angewiesen. Daher haben wir kurz getestet, wie weit wir diesen Takt bei unserer Mainboard/RAM/CPU-Kombination erhöhen können. Herausgekommen ist dieser Wert:

    AMD Phenom II X6 1075T - Overclocking Referenztakt


    Mit 346 MHz Referenztakt ohne Spannungserhöhungen beim Mainboard können wir ein durchaus beachtliches Ergebnis erzielen. In der Theorie reicht dieser Wert für 5.190 MHz beim 1075T - der feste Multiplikator dürfte also im Alltag nie zu einem Limit werden. Lediglich die eingeschränkten Kombinationsmöglichkeiten in Bezug auf den Prozessor- und Northbridgemultiplikator könnten beim Übertakten zu unumgänglichen Kompromissen führen. All das ist hinfällig, sollte es den 1075T auch in einer Variante mit offenem Multiplikator geben.
    [break=Fazit]
    AMD Phenom II X6 1075T - Titelbild


    Der heutige Produktlaunch des AMD Phenom II X6 1075T ist wenig spektakulär. Der Prozessor bietet keine echten Neuigkeiten: Kein offener Multiplikator, keine Einstufung in eine niedrigere TDP-Klasse und auch keine besondere Übertaktbarkeit. Das bezieht sich jedoch vorerst nur auf unser heutiges Testsample. Denn es scheint, als würde es erstmals von AMD eine CPU geben, die nicht das bisherige Flaggschiff ablöst und trotzdem einen offenen Multiplikator zur Seite gestellt bekommt. Das wäre eine echte Neuheit und die Listungen bei Preisvergleichen scheinen dieser Vermutung recht zu geben.

    Was wir heute präsentiert bekommen haben, schließt definitiv die Lücke zwischen dem Flaggschiff 1090T mit 3,2 GHz und dem 1055T mit 2,8 GHz, welcher bisher die einzige 6-Kern-Alternative darstellte. Eine Takt-Lücke von 400 MHz (mit aktiviertem Turbo-Modus immerhin noch 300 MHz), wie sie seit der Einführung des Thubans im April dieses Jahres existierte, konnte man in der Vergangenheit noch nie beobachten. AMD ist schließlich bekannt dafür, sehr viele Modelle mit sehr kleinen Takt- und Preisabständen zu platzieren, damit wirklich jeder interessierte Käufer ein für ihn passendes Modell bekommt. Die Zeit dieser großen Lücke ist mit dem 1075T nun vorbei.

    Da sich unser Testsample in Bezug auf das Übertakten als eine Diva herausgestellt hat (wenn Speicher-Vollbestückung, ein hoher Northbridgetakt und ein hoher Referenztakt aufeinandertreffen), haben wir die Gelegenheit genutzt, und uns den Einfluss des Speichertaktes auf die Performance des Thuban angeschaut. Speicherintensive Anwendungen, wie z.B. WinRAR und/oder Spiele, profitieren teilweise enorm von höherem Speichertakt. Rechenintensiven Applikationen, wie zum Beispiel POV-Ray oder Cinebench ist der Speichertakt hingegen ziemlich egal. Die Frage nach dem idealen Arbeitsspeicher lässt sich also - wie bei vielen anderen Aspekten auch - nicht pauschal beantworten. Hier kommt es wie so oft auf das angestrebte Nutzungsverhalten an.

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  2. Die folgenden 3 Benutzer sagen Danke zu MusicIsMyLife für diesen nützlichen Beitrag:

    Dr@ (22.09.2010), heimbuec (23.09.2010), Shai Hulud (21.09.2010)

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