Ergebnis 1 bis 1 von 1
  1. Beitrag #1
    Themenstarter
    Redaktion
    Redaktion

    Registriert seit
    10.04.2009
    Beiträge
    792
    Danke
    4
    Gedankt 630 Mal für 106 Themen

    MS-Tech CA-0200 im Test

    Allgemein

    MS-Tech ist mittlerweile seit 10 Jahren in Europa vertreten und die meisten Leser haben sicherlich schon MS-Produkte gesehen, ohne sich dessen bewusst zu sein, da MS-Tech vornehmlich im Retail-Markt vertreten ist und häufig beim PC-Händler um die Ecke oder auch in Vobis Stores zu finden ist. Mit dem CA-0200 haben wir diesmal eines dieser Retail-Gehäuse im Test. Wie das gerade einmal mit ca. 29,- Euro im Preisvergleich gelistete Gehäuse hierbei abschneidet, werden wir auf den nächsten Seiten genauer unter die Lupe nehmen.

    Wir bedanken uns bei MS-Tech für das Testmuster und wünschen wie immer viel Spaß beim Lesen.
    [BREAK=MS-Tech CA-0200 - Technische Details & Zubehör]

    Allgemein

    Das Zubehör des CA-0200 ist sehr spartanisch, aber in dieser Preisklasse durchaus üblich, wir erinnern an unser Roundup aus dem Jahr 2009, fünf Gehäuse unter 60 Euro. Auch damals gab es bei einigen Herstellern nicht mehr Zubehör als bei MS-Tech. In einem kleinen Beutel befinden sich lediglich zwei Sorten Schrauben, ein paar Papierunterlegscheiben, ein Piezo-Lautsprecher und Mainboardabstandshalter.

    Allgemein


    [BREAK=MS-Tech CA-0200 - Äußerlichkeiten (1)] MS-Tech bewirbt das CA-0200 als Midi-Tower mit Gaming-Ambitionen und dementsprechend ist auch die Optik mit einer keilförmigen Kunststoff-Front, die irgendwie an Power Rangers erinnert. Die Kunststoffblende wirkt beim ersten Anblick und auf Bildern wie gebürstetes Aluminium. Im oberen Teil befinden sich drei Meshblenden für die externen 5,25“-Laufwerke. Hinter die Blenden sind dünne Schaumstoffmatten geklemmt, die den Innenraum vor Staub schützen sollen.

    Allgemein

    Allgemein

    Unterhalb der Blenden kommt das I/O-Panel. An Anschlussmöglichkeiten stehen zwei USB-2.0-Ports sowie Audio-IN/OUT zur Verfügung, eSATA- oder gar USB-3.0-Anschlüsse sind nicht vorhanden. Darunter sind ein großzügig dimensionierter Powerschalter, sowie ein kleinerer Resetschalter platziert. Der Powerschalter ist im laufenden Betrieb blau beleuchtet.

    Abschließend folgt ein Lochgitter, hinter dem sich einer der beiden 120-mm-Lüfter verbirgt, der Frischluft zur Kühlung in das Gehäuse saugt.

    Allgemein

    Die Frontblende kann mit einem Ruck nach vorne entfernt werden. Bis auf den obersten 5,25“-Schacht sind alle weiteren Schächte zusätzlich noch mit Metallblenden versehen, die erst herausgebrochen werden müssen. Der 120-mm-Lüfter ist rot, aber nicht beleuchtet.

    Allgemein

    Allgemein

    Im linken Seitenteil können optional zwei 120- oder 140-mm-Lüfter eingebaut werden. Eine aufgeschraubte Kunststoffblende umrahmt die Lüftergitter und verleiht dem ganzen ein wenig Pepp. Das rechte Seitenteil ist glatt und ohne weitere Besonderheiten.

    Allgemein

    Für den sicheren Stand sorgen vier Kunststoff-Füße. Zwischen den Standfüßen, ungefähr in der Gehäusemitte, ist das Blech mit Lufteinlässen ausgestanzt. Zum Schutz vor Staub wurde hier ein Staubfilter aufgeklebt. Dieser ist aber leider nicht entfernbar und weiterhin an dieser Stelle wenig sinnvoll, da das Netzteil dahinter sitzt und somit gar keine Luft durch die Lufteinlässe einsaugen kann. Die Gehäuseoberseite ist glatt und ohne weitere Extras.

    Allgemein

    Allgemein

    Auf der Rückseite unter dem Gehäusedeckel hat MS-Tech zwei gummierte Schlauchdurchführungen von ca. 20 mm Durchmesser für eine externe Wasserkühlung eingebaut. Darunter befindet sich der zweite vorinstallierte 120-mm-Lüfter, ebenfalls in rot, aber auch nicht beleuchtet. Das Netzteil wird im CA-0200 auf dem Gehäuseboden eingebaut, darüber sitzen sieben schwarze Slotblenden für Erweiterungskarten.

    Allgemein


    [BREAK=MS-Tech CA-0200 - Innenleben] Die Seitenteile sind nur mit Rändelschrauben befestigt und lassen sich somit leicht lösen, auch wenn keine Griffmulden vorhanden sind. Beim Entfernen der Seitenteile stellt man dann fest, dass diese recht instabil sind. Dies ist aber bei einem Gehäuse in dieser Preisklasse nicht ungewöhnlich.

    Der Innenraum ist dem aktuellen Trend folgend in schwarz lackiert und bietet Platz für bis zu 29 cm lange Grafikkarten, sofern dahinter kein Laufwerk eingebaut ist, anderenfalls vermindert sich der Platz auf ca. 23 cm. Die Lackierung ist sauber aufgebracht und auch scharfe Kanten sind im Innenraum keine zu finden. Der Mainboardträger verfügt über einen riesigen Ausschnitt, um verschraubbare Kühler ohne Ausbau des Mainboard wechseln zu können, während Kabeldurchführungen nicht vorhanden sind. Diese sind im CA-0200 aber auch überflüssig, da das rechte Seitenteil fast bündig am Mainboardträger anliegt und somit keine Chance besteht, dort Kabel zu verstauen.

    Allgemein

    Um das Netzteil vom Gehäuse zu entkoppeln, sitzt es auf vier Gumminoppen, zusätzlich ist noch ein Moosgummirahmen auf der Rückseite angebracht. Der Einbau sollte nach Möglichkeit mit dem Lüfter nach oben erfolgen, da das Lüftergitter im MS-Tech nicht unter dem Lüfter des Netzteils sitzt, sondern davor. Somit kann das Netzteil auch keine Frischluft zur Eigenkühlung ansaugen, also kann man es zur Unterstützung der Gehäuseentlüftung verwenden.

    Allgemein

    Oberhalb des Netzteils befinden sich sieben schwarze Slotblenden, die alle wieder verwendbar sind. Die Slotblenden sind allesamt ein paar Millimeter zu kurz, so das sie nicht in den Aussparungen des Mainboardträgers sitzen und durch leichten Druck von außen ins Gehäuse gebogen werden können. Darüber kommt der ebenfalls rote 120-mm-Lüfter, der die erwärmte Luft auf dem Gehäuse saugt.

    Allgemein

    Die 3,5“-Festplatten sitzen im vorderen Teil in einem genieteten Käfig, kleine Gummiringe sollen sie zusätzlich entkoppeln. Für die Kühlung der Platten ist der Lüfter in der Front zuständig, der direkt davor sitzt. Oberhalb des Käfigs für die 3,5“-Laufwerke werden die externen 5,25“-Laufwerke eingebaut. Hier stehen drei externe und ein interner Schacht zur Verfügung. Den internen Schacht könnte man für eine weitere 3,5“-Platte nutzen, wenn man diese zum Beispiel in einer Innovatek-Dämmbox betreiben will.

    Allgemein


    [BREAK=MS-Tech CA-0200 - Einbau] Der Einbau der Hardware im MS-Tech CA-0200 ist gar nicht so einfach. Zuerst wird das Mainboard auf die bereits vorinstallierten Abstandshalter geschraubt. Erst danach kommen die 3,5“-Laufwerke an die Reihe. Installiert man zuerst die Festplatten, dann kann man das Mainboard nicht mehr ins Gehäuse legen, da die Platten im Weg sind. Die Festplatten werden von beiden Seiten verschraubt. Da nicht ganz klar ersichtlich ist, welche Schrauben hierzu verwendet werden müssen, haben wir beide Sorten ausprobiert. Da wären zum einen die Schrauben, mit denen das Mainboard festgeschraubt wird, und zum anderen die typischen Schrauben, um das Netzteil zu befestigen. Um eine der zwei Festplatten zu verschrauben, konnten wir nur die Netzteilschrauben nehmen, da die anderen schlichtweg zu kurz waren. Schiebt man die Festplatten ins Gehäuse, kommt es teilweise vor, dass die Gummiringe herausfallen und man diese dann erst umständlich wieder befestigen muss. Die Schrauben sollten nicht zu fest angezogen werden, sonst geht der Effekt der Entkoppelung verloren.
    Anschließend kommen die 5,25“-Laufwerke an die Reihe. Sie werden nach dem Entfernen der Frontblenden von vorne ins Gehäuse geschoben und von beiden Seiten mit Schrauben fixiert.

    Beim Einbau des Netzteils treten die größten Probleme auf. Unser Tagan Superrock TG680-U33II 680W verfügt über kein Kabelmanagement und hat insgesamt acht sehr lange Kabelstränge. Da hinter dem Mainboardträger kein Platz ist, um diese Masse an Kabeln zu verstauen, wird das Anschließen und Verstecken der Kabel zum Geduldsspiel. Um genauer zu sein, fast unmöglich. Überflüssige Kabel haben wir soweit wie möglich im 5,25"-Laufwerksschacht verlegt, um den Airflow des Frontlüfters nicht unnötig zu behindern. Trotzdem schaut das ganze natürlich recht abenteuerlich, aber ist mit dem Netzteil leider nicht anders zu bewerkstelligen.

    Allgemein


    [BREAK=MS-Tech CA-0200- Temperaturmessungen] Wie immer kommen nur die ab Werk vorinstallierten Lüfter zum Einsatz, in diesem Fall also ein 120-mm-Lüfter in der Front und ein 120-mm-Lüfter auf der Gehäuserückseite.
    Hier erst mal das von uns verwendete Testsystem:
    Nach Einschalten des Systems warteten wir eine halbe Stunde, damit sich der Rechner im Idle-Modus akklimatisieren konnte. Danach nahmen wir die ersten Temperaturmessungen vor, welche mit HWMonitor sowie GPU-Z ausgelesen wurden. Diese sahen wie folgt aus:

    Idle-Temperaturen:

    Allgemein

    Allgemein

    Dann starteten wir Prime95 und ließen es eine Stunde laufen, um den Rechner auf Temperatur zu bringen. Das Resultat sieht man in der nächsten Tabelle.

    Temperaturen unter Last:

    Allgemein

    Allgemein


    [BREAK=MS-Tech CA-0200- Fazit]

    Allgemein

    Die Temperaturmessungen unter Last konnten wir beim MS-Tech CA-0200 nicht zu Ende bringen, da bereits nach 15 Minuten die CPU-Temperatur bei 66 °C lag und wir den Test aus Sicherheitsgründen abgebrochen haben. Für High-End Hardware ist das Gehäuse also keinesfalls ausgelegt. Als Käufer sollte man sich also ganz bewusst über seine speziellen Anforderungen an ein System Gedanken machen, bevor man das CA-0200 kauft. Wer auf High-End Hardware mit hochgetakteten Prozessoren und Grafikkarten Wert legt, der liegt mit dem MS-Tech CA-0200 sicherlich falsch. Wer hingegen seinen Rechner nur für Officeanwendungen, Internetsurfen oder mal eine Runde Solitär benutzt, der kann hier zugreifen.
    Mit einem kleinen Netzteil ohne gesleevte Kabel und nur den nötigsten Anschlüssen oder einem Netzteil mit Kabelmanagement kann man auch in dem kleinen Gehäuse die Kabel ordentlich verstauen.
    Obwohl das Chassis dem günstigen Preis Tribut zollen muss und es nicht sehr verwindungssteif ist, konnten wir mit der von uns verwendeten Hardware keine störenden Vibrationen ausmachen.
    Wir empfehlen Käufern, die nicht regelmäßig ihren Rechner selber zusammenbauen, auf jeden Fall, sich beim Händler vor Ort bezüglich der Komponenten beraten zu lassen oder sogar dem Händler den Einbau zu überlassen, ansonsten könnten Anfänger doch überfordert sein.

    ...weitere Artikel
    ...diesen Artikel im Forum diskutieren

  2. Die folgenden 8 Benutzer sagen Danke zu Jörg Heptner für diesen nützlichen Beitrag:

    BLJ (03.03.2011), ICEMAN (03.03.2011), mapim (03.03.2011), MrBad (03.03.2011), netghost78 (03.03.2011), PlayerOne (03.03.2011), Sefegiru (03.03.2011), skibice (03.03.2011)

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  
Single Sign On provided by vBSSO