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    Gehäuse - Cubitek Mini Tank

    Cubitek Mini Tank

    Cubitek ist ein Neuling auf dem deutschen Markt bzw. nicht nur in Deutschland. Man hat als OEM-Hersteller begonnen und sich im letzten Jahr ernsthaft dazu entschieden, aus diesem Bereich auszubrechen. Die Firmenphilosophie besagt, dass sie Gehäuse zu einem Preis bauen wollen, den sie selbst dafür zahlen würden. Ein ehrgeiziges Ziel und so waren wir bei den ersten Details im letzten Jahr sehr hellhörig, was uns hier denn erwarten könnte. Schon vor Weihnachten ließen sich die Umrisse des heute hier getesteten Gehäuses erahnen und Hardwareluxx durfte sich sogar die Fertigungsanlagen einmal näher ansehen und auch Fotos machen. Nach langem Hin und Her, wann denn ein Gehäuse verfügbar sein könnte, erhielten wir schließlich am 09.03.2011 die Nachricht von Caseking, dass die ersten Gehäuse da wären. Zwei sollen es sein und wir bekämen eines davon für ein Review.
    Deswegen müssen wir uns auch besonders bei Caseking bedanken, dass sie uns eines der knappen Samples zur Verfügung stellten.

    Doch was erwartet uns? Lange konnte man sich das Gehäuse auf Bildern ansehen, doch nun muss das Erstlingswerk von Cubitek beweisen, ob es auch das hält, was man so vollmundig verspricht.

    Viel Spaß beim Lesen des heutigen Artikels!

    [BREAK=Testsystem]
    Für das Testsystem kommt eine AMD-Plattform mit folgenden Komponenten zum Einsatz:
    • CPU: AMD Athlon II X2 240e mit 2 x 2,8 GHz und 45W TDP

    • CPU-Kühler: SilverStone Nitrogon NT07-AM2

    • Mainboard: SAPPHIRE IPC-AM3DD785G – AMD-785G-Chipsatz; ITX

    • Arbeitsspeicher: 2x2048MB Kingston (DDR3-1333)

    • Grafikkarte: SAPPHIRE Radeon HD 5570 mit 1024 MB Grafikspeicher (LowProfile)

    • Festplatte: Samsung HD321KJ

    • Netzteile: Xilence XP250.SFX mit 250 W


    Der Testparcours bedarf einer ganzen Reihe an Hilfsmitteln und Programmen:
    • Furmark v1.80 – Stabilitätstest für die Grafikkarte

    • Prime95 v25.11 - CPU-Testprogramm

    • HWMonitor v1.16.0 – Auswertung der internen Sensoren (Mainboard, Festplatte, Grafikkarte)

    • CoreTemp 0.99.7 - CPU-Temperaturmessung

    • HD tune 2.55 - HDD-Testprogramm


    Messgeräte: Voltcraft Energy Check 3000, Voltcraft SL-100

    Zum Aufheizen des Systems kommen HD tune, Prime95 und FurMark zum Einsatz, während Letzteres nur bei Verwendung der SAPPHIRE Radeon HD 5570 auch genutzt wird. Für die Messungen ohne dedizierte Grafikkarte beschränken wir uns auf Prime95. Ein Testlauf ist absolviert, wenn das System 30 Minuten der Belastung standhält. Vorzeitige Abbrüche werden selbstverständlich vermerkt und gehen mit den letzten Maximaltemperaturen in die Grafiken ein.
    Die Messung der Werte für die Lautstärke erfolgt im Abstand von einem Zentimeter und wird für die einzelnen Flächen gemittelt in die Tabelle übernommen. Natürlich sind Messungen in einem so geringen Abstand nicht praxisnah, sorgen aber dafür, dass störende Nebengeräusche der Umgebung weitestgehend irrelevant für die Messung werden.

    [BREAK=Technische Daten]
    Die Daten zum Cubitek Mini Tank entnehmen wir wie schon so oft der Website des Herstellers und diese sehen wie folgt aus:

    ModellnameMini Tank
    ModellnummerCB-TKI-B210
    Laufwerkschächte Extern: 5.25” x 2 ( ein 5.25”-zu-3.5”-Konverter enthalten )
    Internal: 3.5” x 4 + 2.5” x 2
    Abmessungen 256 x 320 x 400 mm ( Breite, Höhe, Tiefe)
    Material Anodized 5052 aluminum
    Formfaktor Mini-ITX
    Front I/O USB 3.0 x 2 / E-SATA / HD+AC-97 audio
    Maximale Grafikkartenlänge 340 mm
    Höhe des CPU-Kühlers 160mm
    Maximale Netzteillänge 200 mm
    Lüfter: Front: 140 mm x 1
    Hinten: 120 mm x 1
    Oben: 140 mm x 1
    Side Panel Aluminum
    Internes Finishing Aluminum


    Cubitek Mini Tank

    Der Lieferumfang des Cubitek Mini Tank umfasst die auf dem Bild ersichtlichen Kleinteile.
    • Handbuch bzw. Kurzanleitung
    • Adapterkabel - USB 2.0 auf USB 3.0 -> zur Nutzung der Front-USB-Anschlüsse im 2.0-Modus
    • Y- Adapterkabel, um zwei Lüfter an einem Lüfteranschluss unterzubringen
    • Lautsprecher (Beep-Codes)
    • 16 Gummipuffer zur Entkopplung
    • Montageschrauben
    • 4 Abstandshalter für das Mainboard
    • Inbus-Schlüssel

    Der mitgelieferten Schrauben sind leider etwas unglücklich gewählt. Die auf dem Bild zu sehenden länglichen Schrauben sind in keinem Fall nutzbar gewesen. Mit kürzerem Gewinde wären sie passend gewesen. Anscheinend hat man die falschen Schrauben beigelegt.

    Das Cubitek Mini Tank wird exklusiv bei Caseking vertrieben und ist zu einem Preis von 119,90 Euro erhältlich.

    [BREAK=Äußeres – Teil 1]
    Das Cubitek Mini Tank ist wieder eines dieser Gehäuse, dass man optisch entweder in die Schublade “Gefällt mir” oder “Gefällt mir nicht” stopfen kann. Aber wenn man sich den Namen "Tank" anschaut, ahnt man schon, dass man nicht unbedingt eine absolute Schönheit erwarten kann. Die Formensprache folgt dem Motto "form follows function" und so versucht man natürlich so viel wie möglich in das Gehäuse zu bekommen. Die Verwendung von Aluminium gibt dem Gehäuse aber von vornherein schon einen Charakter und vermittelt, dass man sich bei der Verarbeitung große Mühe gibt und auch den Anspruch hat, die Großen in Form von Lian Li oder SilverStone anzugreifen.

    Cubitek Mini Tank

    Die Front des Mini Tank wirkt auf den ersten Blick scheinbar eckig, doch ist so gut wie keine Kante wirklich so hart. Man hat es allseits mit abgerundeten Formen zu tun. Die beiden Seitenteile schnüren sich wie die Gurte eines Marschrucksacks um den Korpus. Auf der rechten Seite bringt Cubitek die typischen Frontelemente unter. Von oben nach unten finden sich der Power-Knopf, Reset-Knopf, zwei Front-USB-3.0-Buchsen, die die Front-Audio-Buchsen (Kopfhörer, Mikrofon) umgeben und zum Abschluss noch eine eSATA-Buchse. Es bietet also alle Möglichkeiten und ist vollkommen auf der Höhe der Zeit. Was uns leider negativ auffiel, war der Reset-Knopf. Dieser lässt sich bei unserem Exemplar im Kreis drehen. Die dahinter liegende Einfassung besitzt leider keinen Anschlag. Trotz der modernen Ausrichtung, die man mit USB 3.0 zeigt, findet sich noch die Aussparung für ein Floppy-Laufwerk. Das stört nicht und Cubitek möchte eher alles bedenken, anstatt im Nachhinein einen unzufriedenen Kunden zu haben. Der Einsatz im unteren 5,25“-Schacht für das Floppy-Laufwerk wird aber später noch einmal von Interesse sein, da er noch mehr zu bieten hat.
    Im unteren Bereich der Front befindet sich hinter dem Gitter ein rot leuchtender 140-mm-Lüfter, gepaart mit einem Staubfilter. Dieser lässt sich entfernen, reinigen oder ersetzen, indem die vier umliegenden Inbus-Schrauben entfernt werden.

    Cubitek Mini Tank

    Bei den Seitenteilen kann sich der Käufer aussuchen, wie er seine Kühlung gerne optimieren möchte. Sie sind symmetrisch gearbeitet und unterscheiden sich lediglich durch die Lochgitteröffnungen zur Be- oder Entlüftung. Die Befestigung löst Cubitek wie gewohnt mit Inbus-Schrauben, in diesem Fall aber im Rändelschrauben-Design. Wer also das Gehäuse auch öfter umbaut, wird sich freuen, dass er nicht immer sofort das Werkzeug suchen muss. Nur sollte man bei Cubitek noch einmal über die Positionierung des Werkzeugs nachdenken. Nach der Ankunft mussten wir große Kräfte aufwenden, um die gut angezogenen Schrauben zu lösen. Und im Gehäuseinneren findet sich dann der Karton mit dem Inbus-Schlüssel. Im Nachhinein müssen wir schon leicht schmunzeln bei diesem Fakt.

    Cubitek Mini Tank

    In der Seitenansicht kann man auch erkennen, dass unten im Gehäuse nur das Netzteil seinen Platz findet und oben noch ein rot leuchtender 140-mm-Lüfter. Dies ist ganz klar an den Einschnitten zu erkennen. Wie das aber im Inneren aussieht, erfahrt Ihr später.
    Einen letzten Fakt zu den Seitenteilen möchten wir aber nicht vorenthalten. Die Passgenauigkeit ist unter Umständen etwas mysteriös. Mal flutscht es mit den Schrauben perfekt und beim nächsten Mal muss man sich anstrengen, dass man die Schrauben eingesetzt bekommt. Ganz stark fällt uns diese Schwankung immer bei der gleichen Schraube auf. Es ist auf beiden Seiten immer die mittlere Schraube unten an der Schräge. In Rücksprache mit Caseking bestätigte man uns diese Beobachtung aus den ersten Erfahrungen. Da unser Exemplar aber extra per Luftfracht kam und eines der ersten ist, können diese Schwankungen bei später gekauften Gehäusen durchaus behoben sein.

    [BREAK=Äußeres – Teil 2]
    Cubitek Mini Tank

    Bei der Rückansicht wird eindeutig klar, dass man voll auf Leistung setzt. Links zeigen sich zwei Schlauchdurchführungen für Fans einer Wasserkühlung, gleich rechts daneben die Öffnung für den rückwärtigen 120-mm-Lüfter samt Gitter. Komplettiert wird der Bereich rund um das Mainboard mit dessen Aussparung für die I/O-Blende sowie zwei vollwertigen Öffnungen für Erweiterungskarten. Dass Grafikkarten mit Dual-Slot-Kühlung möglich sind, dürfte jedem schon klar sein, ist aber für ein ITX-Gehäuse eine Ansage.

    Cubitek Mini Tank

    Die Möglichkeit, ein ATX-Netzteil im Boden des Gehäuses einzubauen verrät ebenso, dass einem leistungsmäßig alles offensteht. Nur die maximale Einbautiefe von 200 mm muss beim Netzteil beachtet werden. Wir hatten zur Probe ein Enermax Pro87+ mit 500 Watt eingesetzt und hatten keine Probleme. Nur eine kleine Sache ergibt sich. Das Gitter des Enermax-Netzteiles blieb immer wieder am Blech hängen, sodass man beim Einbau hin und wieder ein wenig nachhelfen muss. Für die Montage sind auch hier Rändelschrauben an der Blende vorhanden, um auch hier weitestgehend ohne Werkzeug voran zu kommen.

    Cubitek Mini Tank

    Normalerweise spart man sich im Review die Oberseite, weil es nur ein glattes Blech ist, nicht so beim Cubitek Mini Tank. Aus dieser Perspektive erkennt man das zusätzliche Lüftergitter und den 140-mm-Lüfter dahinter. So sind wir bei den drei mitgelieferten Lüftern angekommen, falls jemand zufällig mitgezählt haben sollte. Ebenso gut zu sehen sind noch einmal die Absätze im hinteren Bereich des Gehäuses und seitlich die Rändelschrauben.

    Cubitek Mini Tank

    Von unten bietet Cubitek die mittlerweile typischen Hi-Fi-Standfüße, wie man sie auch von der Konkurrenz gewohnt ist. Interessant ist in dieser Ansicht, dass das Cubitek dem Netzteil Frischluft durch den Boden mittels eines Gitters zukommen lässt. Es ist somit vollkommen autark und kann immer auf potenziell niedrigstem Geräuschniveau agieren. Leider ist kein Staubfilter für die Ansaugöffnung vorgesehen.

    [BREAK=Innenraum – Teil 1]
    Cubitek Mini Tank

    Nachdem wir uns also etwas abgemüht hatten mit den Schrauben, um dann das Werkzeug im Innern zu finden, haben wir uns das Interieur genauer angesehen.

    Cubitek Mini Tank Cubitek Mini Tank

    Auffällig ist die modulare Bauweise. Der Raum für das waagerecht montierte Mainboard ist im hinteren Teil des Gehäuses. Diese Einbaulage ist für mITX-Gehäuse nicht ungewöhnlich, man ermöglicht in diesem Fall auch Höhen eines CPU-Kühlers, die man sonst nur von größeren Gehäusen kennt. Da wir parallel noch an einem anderen Test arbeiteten und ein absolut leises System brauchten, haben wir exemplarisch den Einbau eines Scythe Ninja 3 unternommen. Dieser ließ sich mit ein wenig Geschick ohne Probleme einsetzen. Die Enden der Heatpipes sind beim Einsetzen oben etwas ans Blech gestoßen. Mit dieser Ausstattung sind theoretisch auch deutlich leistungsstärkere Systeme möglich. Weil der Scythe Ninja 3 mit seinen nachgemessenen 160 mm genau der Cubitek-Angabe entspricht, können wir diesen Wert bestätigen.
    Die Abstandshalter für das Mainboard muss man vor der Montage aber noch selbst einschrauben. In diesem Punkt macht sich die Verarbeitung auf hohem Niveau wieder einmal bemerkbar. Das Einschrauben stellt uns vor keinerlei Hindernisse und ist schnell erledigt. Die Mainboardblende lässt sich ebenso schnell hereindrücken. In diesem Bereich ist der Käufer also schnell startbereit.

    Cubitek Mini Tank Cubitek Mini Tank

    Der nächste Punkt bei unserem Einbau betrifft die Festplatten und deren Halterung. Cubitek setzt in diesem Punkt auf eine interessante Konstruktion, die wir so noch nicht gesehen haben. Natürlich darf in diesem Preisbereich keine Entkopplung fehlen und so hat man sich für das Mini Tank überlegt, die Festplatten wie auf Gummirädern zu lagern. Man verschraubt die vier nötigen Rollen an der Festplatte und schon ist man dazu bereit, diese in den Laufwerkskäfig zu schieben. Um die Festplatte gegen Rutschen zu sicher, befindet sich eine Schraube als Anschlag am Ende des Profils. Der Abschluss im vorderen Bereich ist durch ein verschiebbares Profil gelöst. Mithilfe von länglichen Ausfräsungen im Profil hat man den Spielraum zum Verschieben. Das ist zwar „nur“ eine einfache Lösung der Problematik, aber solange sie funktioniert, möchten wir uns nicht beschweren. Gerade aus Erfahrung hat sich oftmals gezeigt, dass die primitiven Lösungen mitunter deutlich besser funktionieren als äußerst aufwendig gedachte. Im Falle des Cubitek Mini Tank müssen wir leider zugeben, dass sie nicht so wirkungsvoll ist. Unsere Samsung-Festplatte, die wir nicht ohne Grund verwenden, erzeugt auch hier leichte Vibrationen. Eine Dämpfung ist aber spürbar vorhanden.

    Cubitek Mini Tank


    [BREAK=Innenraum – Teil 2]
    Cubitek Mini Tank

    Wie schon einmal erwähnt, hält Cubitek für den unteren 5,25“-Schacht etwas bereit. Dort hat man die Möglichkeit, entweder das Profil komplett auszutauschen oder aber weiterzuverwenden für ein Floppy-Laufwerk. Alternativ lässt sich auch eine 2,5“-Festplatte dort befestigen. Für die Montage unserer HDD verwendeten wir aber zusätzlich noch kleine Unterlegscheiben, um keinen direkten Kontakt zu haben. Die beiden Antec-Gehäuse aus dem letzten Test brachten Isolations-Platten mit sich. Auf diese verzichtet Cubitek, denn man sieht für die von uns genannte Position eine Solid State Disk (Festspeicher) vor, die keiner Isolation bedarf.

    Cubitek Mini Tank Cubitek Mini Tank

    Um an die anderen beiden Montageplätze für 2,5“-Festplatten zu gelangen, ist es nötig, den Festplattenkäfig zu entfernen. Dieser ist auf der einen Seite mit zwei groben Rändelschrauben an der Stirnseite befestigt und auf der anderen Seite mit vier Rändelschrauben samt Inbus (zwei jeweils oben und unten).

    Cubitek Mini Tank

    Von außen wurde sichtbar, dass das Cubitek Mini Tank die Möglichkeit bietet, eine Erweiterungskarte im Dual-Slot-Design zu beherbergen. Hinzu kommt die Angabe, Karten bis zu einer Länge von 340 mm zu unterstützen. Um dies zu bewerkstelligen, wird es nötig sein, den Festplattenkäfig um 180° zu drehen. Die Befestigungsschiene sollte dann auf der rechten Seite liegen. Ansonsten kollidiert die Karte mit den Rändelschrauben. Die beiden Öffnungen sind mit gelochten Dummys bestückt. Um diese zu entfernen, vertraut Cubitek erneut auf die werkzeuglose Montage. Da man keinen Platz nach oben für einen Schraubendreher hat, ist dies auch notwendig. Im Auslieferungszustand ließ sich eine Schraube nur schwer lösen, flutschte bei der erneuten Befestigung aber regelrecht.
    Bei der internen Verkabelung sind noch ein paar Sachen wichtig, die wir in den nächsten Zeilen noch festhalten möchten. Da unser SAPPHIRE IPC-AM3DD785G nur zwei Lüfteranschlüsse besitzt, einmal für den CPU-Lüfter und einmal für einen Gehäuselüfter, konnten wir zuerst nicht alle drei mitgelieferten Lüfter laufen lassen. Ein Adapter von Molex auf den gewohnten 3-Pin-Stecker war notwendig. Cubitek hat sich diesen Fakt zwar schon gedacht gehabt und einen Adapter beziehungsweise ein Y-Kabel beigelegt, um den Gehäuselüfter-Anschluss auf dem Mainboard für zwei Lüfter nutzbar zu machen, aber mehr war nicht möglich.

    Bei den USB-Buchsen geht man mit einem Adapter den Weg, dass man die beiden Anschlüsse an der Front auch mit USB 2.0 bedienen kann. Das nötige Kabel liegt bei. Ansonsten setzt man auf die gleiche Lösung wie auch von anderen Herstellern gewohnt. Da es für USB 3.0 noch keinen Standardanschluss auf dem Mainboard gibt, wird das Signal durchgeschleift. Die Schräge auf der rechten Seite macht sich dabei recht praktisch, um die Kabel ordentlich zu verstauen. Gegenüberliegend sieht es leider etwas schlechter aus.

    [BREAK=Temperaturen und Lautstärke]
    Cubitek Mini Tank

    Wie üblich haben wir uns die Temperaturentwicklung des Gehäuses unter Last einmal etwas genauer angesehen. Da unser Mainboard zuerst nur zwei Lüfter bedienen konnte, haben wir Messungen mit zwei und drei Lüftern unternommen. Bei zwei Lüftern liefen der vordere und hintere. Doch sehen wir uns zuerst einmal die erreichten Temperaturen für das Cubitek Mini Tank an:


    Zu erkennen ist, dass es dem Cubitek Mini Tank fast egal ist, ob wir nun eine Grafikkarte eingesetzt haben oder nicht. Natürlich kann man einen Anstieg messen, aber mit unserem System wird es spielend fertig. Durch die Verwendung des SilverStone-Kühlers können wir aber auch recht kleine Unterschiede deutlich aufzeigen. Das Cubitek Mini Tank wird sogar mit der Fähigkeit beworben, eine weitaus potentere Grafikkarte, aber auch deutlich stromhungrigere Karte, bewältigen zu können.

    Nur die dabei herrschende Lautstärke konnte nicht so ganz überzeugen, aber sehen wir uns erst einmal die gemessenen Werte an. Wir haben dieses Mal ein paar Szenarien aufgenommen, um den Sachverhalt etwas deutlicher herauszustellen.


    Das Cubitek besteht aus Aluminium und ist (daher schön) leicht, kämpft im Folgenden aber auch mit den Nachteilen daraus. Vibrationen sind ein ernstzunehmendes Thema beim Mini Tank. Vor allem beim Schritt von zwei auf drei Lüfter waren wir überrascht. Die Deckenplatte fing dermaßen zu schwingen an, dass wir sehr erstaunt waren. Die Leistungen waren bis zu diesem Punkt einwandfrei, aber in diesem Punkt können wir unsere Enttäuschung leider nicht verbergen. In unseren Tests haben wir die Vibrationen mithilfe einer Beschwerung auf der Deckenplatte aufhalten können.

    Cubitek Mini Tank

    Den größten Beitrag zu dieser Schwäche tragen die Lüfter bei. Keiner der verbauten Lüfter ist auch nur im Entferntesten mit einer Entkopplung ausgestattet und so geben alle drei ihre Vibrationen ungehindert an das Gehäuse weiter. Vor allem dem Deckenlüfter hat das Gehäuse nichts entgegenzusetzen, fällt dieser doch am meisten ins Gewicht und löst die Schwingungen erst aus. Die Lüfter selbst sind auch kein Wunder an Laufruhe und so muss sich Cubitek schon die Frage gefallen lassen, warum man hier nicht konsequenter der guten Verarbeitung gefolgt ist. Da in unseren Tests die Drosselung nicht vorgesehen ist und Cubitek auch keine Möglichkeit mitliefert, haben wir in diese Richtung nicht weitergetestet. Die Kühlleistung wäre sicherlich auch mit gedrosselten Lüftern vollkommen ausreichend und der Kunde würde es sicher dankbar aufnehmen.

    [BREAK=Fazit]
    Cubitek Mini Tank

    Cubiteks Einstand in den ITX-Bereich kann man von zwei Seiten aus betrachten. Einerseits freuen wir uns natürlich, dass wir ein neues Gesicht zu sehen bekommen und dazu auch ein sehr interessantes. Das Gehäuse punktet trotz des kleinen Mainboards mit seiner Variabilität und seinen Features. Die Kühlleistung liegt auf einem hohen Niveau und so sind selbst leistungsstarke Systeme (mit höherer Abwärme) kein Problem. Vor allem die Verfügbarkeit diverser Mainboards für Intels aktuelle Sandy Bridge-CPUs öffnet den Markt etwas und so sind die Möglichkeiten durchaus ernstzunehmen. Die maximale Höhe für einen CPU-Kühler, die Cubitek angibt, können wir bestätigen. Im Gegentest erwies sich ein Scythe Ninja mit 160 mm als grenzwertig, aber möglich. Die Temperaturen sind auf einem Tiefstand, was aber auch nicht weiter verwundert, bietet es doch viel mehr Platz als unsere sonstigen Kandidaten in diesem Größenbereich. Dadurch erschließen sich dem Cubitek Mini Tank auch Anwendungsprofile, die sonst so nicht möglich wären. Leistungsstarke Hardware stellt kein Hindernis dar. Dadurch ist man selbst für eine NVIDIA GeForce GTX 580 gerüstet. Oder soll es ein Home-Server werden? Insgesamt sechs Festplatten könnte man unterbringen, davon vier sogar entkoppelt durch das vorhandene Konzept im Laufwerkskäfig.
    Das Cubitek wirft aber auch Schatten. Der Preis ist für ein ITX-Gehäuse natürlich schon einmal eine Ansage und für den Einstand steht man mit großen Namen gleich auf einer Ebene. Die Fertigungsqualität bewegt sich dabei auf einem gleichwertigen Niveau, doch patzt man im Detail. Schwingungen der Deckenplatte trüben den guten Eindruck und auch die Lüfter hinterlassen keinen besonders guten Eindruck. Wir sind uns im Klaren, dass es keine eierlegende Wollmilchsau gibt, doch ein paar gute Lüfter samt Entkopplung hätten dem Cubitek Mini Tank eindeutig besser gestanden und so muss der geneigte Käufer entweder versuchen zu drosseln oder bereits einen Satz neue Lüfter einplanen.

    Einen positiven Eindruck hinterlässt das neue Cubitek-Gehäuse aber trotzdem. Die Basis stimmt und so lässt sich sogar hoffen, dass man noch einmal nachbessert und in einer späteren Revision oder einem neuen Modell die letzten Schwachstellen ausmerzt.


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