Ergebnis 1 bis 1 von 1
  1. Beitrag #1
    Themenstarter
    Redaktion
    Redaktion
    Avatar von heikosch
    • Mein System
      Notebook
      Modell: ASUS U36JC
      Prozessor: Intel Core i5 480M
      Mainboard: ASUS U36JC
      Arbeitsspeicher: 8 GB
      Grafikkarte: GeForce G310M
      Display: Samsung T220HD (1680x1050)
      Festplatte(n): Kingston SSDNow V+ 100 96GB
      Optische Laufwerke: LG CH10LS20 BluRay
      Soundkarte: onboard
      Betriebssystem(e): Windows 7 HP 64bit
      Browser: Mozilla Firefox

    Registriert seit
    06.02.2008
    Ort
    Dresden
    Beiträge
    4.129
    Danke
    14
    Gedankt 1.921 Mal für 334 Themen
    Blog-Einträge
    7

    Mini-Gehäuse von LC-Power, Techsolo und Thermaltake im Test


    Nach den Reviews des neuen Cubitek Mini Tank und des SilverStone SG06 haben wir uns dazu entschieden, den kleinen Gehäusen einen größeren Artikel zu widmen. Das bedeutet nicht nur viel Zeitaufwand für den Tester, sondern auch für den Leser. Andererseits werden so direkt die Unterschiede herausgestellt. Da vor allem im ITX-Bereich kein Gehäuse dem anderen gleicht und nicht immer die Tower-Form vorliegt, fallen diese Feinheiten immer wieder auf. Für den heutigen Vergleich bzw. die größere Vorstellung haben wir uns Gehäuse von drei verschiedenen Herstellern herausgesucht. Obwohl das Techsolo die Möglichkeit bietet, mATX-Mainboards zu verbauen, haben wir uns dazu entschieden, es in diesen Test mit einzubeziehen. Der Grund hierfür ist einfach zu erklären: Das MS-TECH MC-1200 Rev. C zeigte uns schon auf, dass die Abwärme in einem Low-Profile-System schnell zum Problem werden kann und so verwenden wir auch für dieses Gehäuse unsere ITX-Plattform.

    Der Dank für diesen Test gebührt heute den Firmen LC-Power, Thermaltake und der Vobis-Filiale in Ahrensfelde. Letztere hat uns das Techsolo-Gehäuse zukommen lassen und verbaut dieses auch bei Budget-Systemen.

    Wir wünschen allen Lesern viel Spaß mit dem heutigen Artikel!

    [BREAK=Testsystem]
    Für das Testsystem kommt eine AMD-Plattform mit folgenden Komponenten zum Einsatz:
    • CPU: AMD Athlon II X2 240e mit 2 x 2,8 GHz und 45W TDP

    • CPU-Kühler: SilverStone Nitrogon NT07-AM2

    • Mainboard: SAPPHIRE IPC-AM3DD785G – AMD-785G-Chipsatz; ITX

    • Arbeitsspeicher: 2x2048MB Kingston (DDR3-1333)

    • Grafikkarte: SAPPHIRE Radeon HD 5570 mit 1024 MB Grafikspeicher (LowProfile)

    • Festplatte: Samsung HD321KJ (3,5") oder Fujitsu MHZ2250BH G2 (2,5")

    • opt. Laufwerk: Sony Optiarc AD-7700S (Slim-DVD-Brenner)

    • Netzteil: Xilence XP250.SFX mit 250 W


    Der Testparcours bedarf einer ganzen Reihe an Hilfsmitteln und Programmen:
    • Furmark v1.80 – Stabilitätstest für die Grafikkarte

    • Prime95 v25.11 - CPU-Testprogramm

    • HWMonitor v1.16.0 – Auswertung der internen Sensoren (Mainboard, Festplatte, Grafikkarte)

    • CoreTemp 0.99.7 - CPU-Temperaturmessung

    • HD tune 2.55 - HDD-Testprogramm


    Messgeräte: Voltcraft Energy Check 3000, Voltcraft SL-100

    Zum Aufheizen des Systems kommen HD tune, Prime95 und FurMark zum Einsatz, während Letzteres nur bei Verwendung der SAPPHIRE Radeon HD 5570 auch genutzt wird. Für die Messungen ohne dedizierte Grafikkarte beschränken wir uns auf Prime95. Ein Testlauf ist absolviert, wenn das System 30 Minuten der Belastung standhält. Vorzeitige Abbrüche werden selbstverständlich vermerkt und gehen mit den letzten Maximaltemperaturen in die Grafiken ein.
    Die Messung der Werte für die Lautstärke erfolgt im Abstand von einem Zentimeter und wird für die einzelnen Flächen gemittelt in die Tabelle übernommen. Natürlich sind Messungen in einem so geringen Abstand nicht praxisnah, sorgen aber dafür, dass störende Nebengeräusche der Umgebung weitestgehend irrelevant für die Messung werden.

    [BREAK=Technische Daten/Lieferumfang]
    Dieses Mal haben wir die technischen Daten in einer Tabelle zusammengefasst, um so einen besseren Überblick zu gewährleisten:





    LC_TE_TH
    Lieferumfang des LC-Power LC-1380Bmi:
    • externes 75-W-Netzteil samt Kaltgerätekabel
    • Wandlerplatine
    • ATX-Kabelbaum
    • Frontblende in Gehäusefarbe für das optionale Slim-Laufwerk
    • Montageschrauben
    • Rechteckprofil (konnte keiner Funktion zugeordnet werden)
    LC_TE_THLieferumfang des Techsolo TC-020:
    • Standfüße
    • Kaltgerätekabel
    • Ersatzblende für einen Erweiterungskartenslot
    • Montageschrauben
    • Speaker
    • Rechteckprofil für die 3,5"-Festplatte
    • Y-Adapter von 4-pin-Molex auf 6-pin-PCIe
    LC_TE_THLieferumfang des Thermaltake Element Q:
    • Gummi-Füße zum Aufkleben
    • Kaltgerätekabel
    • Einbauschienen für die 3,5"-Festplatte
    • Montageschrauben
    • Speaker


    [BREAK=LC-Power LC-1380Bmi – Äußeres Teil 1]
    LC-Power

    Von LC-Power erreicht uns das neueste Modell der ITX-Gehäuse, das LC-1380Bmi. Die Firma hat leider aufgrund schlechter Erfahrungen aus der Vergangenheit einen schweren Stand.

    Bei der Optik setzt man unverkennbar auf den Style-Faktor. Obwohl die komplette Außenhaut aus Kunststoff besteht, sieht es auf den ersten Blick wertiger aus. Doch sehen wir uns die verschiedenen Perspektiven zuerst etwas genauer an, bevor wir in die Technik dahinter einsteigen.

    LC-Power

    Die Front des LC-1380Bmi wird ganz klar von dem rundherum verlaufenden chromfarbenen Streifen dominiert. Entfernt man die unvermeidlichen Fingerabdrücke, glänzt und blinkt es im Sonnenlicht des Frühlings. Der dunkle Lack, den wir auch noch später etwas besser erkennen können, enthält dabei Glitzer-Partikel und sorgt für ein wahres Lichtspiel. An der Front bringt LC-Power aber auch die typischen Bedienelemente unter: Power-Knopf, Power-LED und HDD-LED sind zwar nur die blanke Grundausstattung, aber der Hersteller hält noch mehr bereit, nur nicht an der Front. Der Power-Knopf stellt die obere Rundung dar und ist unserer Ansicht nach recht klug positioniert. Eine weitere Unterbrechung inmitten der Chrom-Fläche hätte zwar niemanden gestört, aber so spart man sich zusätzliche Einzelteile. Auf der rechten Seite erkennen wir den Ausbruch für das 5,25“-Laufwerk im Slim-Format. Neben dem Dummy liegt dem LC-1380Bmi eine passende Blende in Gehäuselackierung bei. So bleibt die Optik selbst bei Bestückung gewahrt.

    LC-Power

    Die rechte Seite des Gehäuses zeigt das Glitzern im Lack schon besser. Die Öffnungen zur Be-/Entlüftung sind recht merkwürdig anzuschauen. Kreisrund und mit silbernem Gitter hinterlegt, machen sie einen sauberen Eindruck. Ein großer rechteckiger Ausschnitt mit abgerundeten Ecken und dem Gitter hätte wahrscheinlich ebenso gut ausgesehen, aber die Kühlungseigenschaften verbessert. Über Design lässt sich streiten und die Lösung scheint einer dieser Fälle zu sein, bei dem das Design im Vordergrund stand.

    LC-Power

    Die linke Seite des LC-1380Bmi folgt der „runden Linie“. Die Lüftungsöffnungen in Form eines Gitters für die Festplatte und die Klappe für die eigentlichen Front-Anschlüsse finden sich hier. Der bekannte Druck-Mechanismus gewährt uns einen freien Blick auf die zusätzlichen Anschlussmöglichkeiten. Front-Audio mit dem Mikrofon- und Kopfhöreranschluss sowie zweimal USB 2.0 sind mit an Bord und stellen den Klassenstandard dar. Obwohl die Klappe uns auf den ersten Blick klapprig erschien, müssen wir doch zugeben, dass ein Defekt bei normaler Nutzung nicht eintreten sollte.

    LC-Power


    [BREAK=LC-Power LC-1380Bmi – Äußeres Teil 2]
    LC-Power

    Rückseitig wirft das LC-1380Bmi auf den ersten Blick Zweifel auf. Durch die geringen Abmaße bleibt nicht viel Platz und so sehen wir eine große Öffnung, die später durch die Mainboardblende ausgefüllt wird. Da das LC-Power-Gehäuse auf ein externes Netzteil setzt, finden wir eine Buchse oberhalb des Ausschnittes, die den Eingang für die Stromversorgung darstellt. Vom Bild ausgehend wird auch klar, dass Platz absolute Mangelware ist. So knapp ist nicht einmal das Antec ISK 100 kalkuliert. Ob wir also alles in das Gehäuse eingesetzt bekommen, wird interessant.

    LC-Power

    Da das Gehäuse aus zwei Halbschalen aufgebaut ist, dienen die Ober- und Unterseite des Gehäuses der Verschraubung. Während offenliegende Schraubenköpfe an der Unterseite kein Problem darstellen, greift LC-Power oben auf eine abnehmbare Chrom-Applikation zurück. Zusätzlich verfügt die Unterseite natürlich über die Bohrung für den Standfuß. Die Montage kann man durchaus als schwammig bezeichnen. Durch eine Gummierung, um den Anpressdruck zu kontrollieren, hat man sehr lange das Gefühl, dass man nicht vorankommt. Bis man dann den Anschlag erreicht.

    LC-Power


    [BREAK=LC-Power LC-1380Bmi – Inneres Teil 1]
    LC-Power

    Nach dem Öffnen des Gehäuses durch Lösen der Befestigungsschrauben an Ober- und Unterseite können wir am nun abnehmbaren rechten Seitenteil die Kombination aus Kunststoff und Stahl begutachten. Die Nutzung von Stahl wäre aus Sicht der Konstruktion wahrscheinlich nicht notwendig gewesen, doch müssen sich die Hersteller neben den bekannten Richtlinien auch um die Abschirmung ihrer Produkte Gedanken machen. Vor allem das Kapitel EMV (Elektromagnetische Verträglichkeit) spielt in diesem Fall wohl die größte Rolle.

    LC-Power

    Wenn wir uns nun den Innenraum im Überblick einmal genauer ansehen, bestätigt sich unsere Vermutung, dass es sehr eng werden wird. Vor allem der Fakt, dass die Wandlerplatine noch nicht im Gehäuse verbaut ist, sondern auch noch durch unsere Hand ihren Platz finden muss, ist ein wenig bedenklich. Doch dazu später noch ein paar Worte, widmen wir uns zunächst der weiteren Betrachtung. Das Gehäuse ist ganz klar in seine Segmente unterteilt. Im hinteren Teil des Gehäuses hat nur das Mainboard Platz. Die Mainboardblende wird zuallererst nur halbseitig fixiert. Das Mainboard findet danach folgend ohne Probleme seinen Weg ins Gehäuse. Das bei uns auf Höhe der internen USB-Ports oben links hereinführende Stromkabel ist natürlich noch weit genug entfernt, wenn man die wenigen Millimeter so bezeichnen darf.

    LC-Power

    Die Anschlüsse für Front-Audio und die beiden USB-2.0-Ports sind auf einer Platine aufgebracht und hinterlassen einen soliden Eindruck. Warum aber ein zum Mainboard führendes Kabel an der Anschlussbuchse so strapaziert wurde, kann nur auf einen Fehler zurückzuführen sein. Der Anschluss sitzt absolut fest und ließ sich nicht durch leichtes Drücken bewegen. Die Kabel für Audio und USB sind gerade richtig konfektioniert, während LC-Power leider bei den noch fehlenden Elementen gespart hat. Power-Knopf, Power-LED und HDD-LED sind mit unserem Mainboard nicht nutzbar.

    [BREAK=LC-Power LC-1380Bmi – Inneres Teil 2]
    LC-Power

    Der Träger für die Laufwerke ist übereck festgeschraubt. Zwei Schrauben in Richtung zur Front und eine zur Oberseite des Gehäuses sind zu lösen. Nachdem wir den Träger herausgenommen haben, befestigen wir unsere 2,5“-Festplatte an der Unterseite. Durch die Erhöhung der Montagepunkte erspart sich LC-Power eine zusätzliche Isolationsschicht.

    LC-Power

    Zunächst haben wir den Einbau unseres Slim-Laufwerks geplant, jedoch stoßen wir dabei auf Hindernisse. Nachdem wir das Laufwerk ebenfalls durch das Entfernen des Rechteckprofils in der Front installiert haben, fällt uns auf, dass kein Platz mehr für das Aufsetzen des 20-poligen ATX-Steckers bleibt. Demzufolge haben wir das optische Laufwerk wieder ausgebaut und den Test ohne durchgeführt.

    Kommen wir noch zu den letzten beiden Punkten, denen wir unsere Aufmerksamkeit widmen möchten. Die Wandlerplatine hatten wir ja schon zuvor einmal angesprochen. Die Montage hat LC-Power so vorgesehen, dass diese in den Erweiterungskarten-Slot des Mainboards gesteckt wird. Unser SAPPHIRE IPC-AM3DD785G ist dafür aber nicht geeignet, denn die dann seitlich abgehenden Anschlüsse stoßen entweder gegen die Gehäusewand oder gegen den Chipsatzkühler des Mainboards. Wir haben uns im Endeffekt dazu entschieden, die Platine mit Tesa-Film zu isolieren und mit ins Gehäuse zu legen. Das ist nicht die eleganteste Lösung und schon gar nicht für den Heimgebrauch zu empfehlen, aber wir wollten den Test nicht abbrechen müssen.

    LC-Power

    Beim Zusammensetzen der beiden Gehäuseschalen fällt uns ein weiterer unangenehmer Fakt auf. Die Höhe unseres CPU-Kühlers ist zuviel für das Gehäuse. Wir nutzen einen 37 mm hohen Kühler und können es fast nicht glauben. Ein Nachmessen ist nur schwer zu realisieren, wir halten aber einen Wert von 34 oder 35 mm für gerade noch möglich. Für ein AM3-System ist nur leider die Auswahl an Kühlern recht eingeschränkt, sodass man schon fast sagen kann, dass LC-Power doch etwas übertrieben hat. Die anvisierte Kundengruppe wird aber eher auf Intel-Atom- oder AMD-APU-basierte Systeme zurückgreifen, wobei bei diesen die Einschränkung nicht die Relevanz haben wird.

    [BREAK=Techsolo TC-020 – Äußeres Teil 1]
    Techsolo

    Techsolos Produkte liegen nicht gerade im Fokus der meisten User. Das hier vorliegende TC-020 weist durch die Verwendung eines SFX-Netzteil und die Beschränkung auf Low-Profile-Erweiterungskarten eine deutliche Platzersparnis auf, obwohl Techsolo auf mATX-Mainboards setzt. Dazu kommen die Standfüße, die das Gehäuse auch aufrecht auf dem Tisch stehen lassen.

    Techsolo

    Die Front des Techsolo TC-020 ist, wie man so schön sagt, bicolor gehalten. Beim TC-020 macht es die Gestaltung durchaus angenehmer. Das ganze Gehäuse ist glänzend gehalten und so wechselt sich bei der Front die Klavierlackoptik mit einer grau-silbrigen Fläche ab. Die schwarze Seite beinhaltet dabei den Zugang zu Medien. Hinter den beiden Klappen verstecken sich zum Ersten das mögliche optische Laufwerk und zum Zweiten der Zugang zu den Frontanschlüssen. Zweimal USB 2.0 und natürlich Front-Audio mit Mikrofon und Kopfhörer sind ebenso wie bei der Konkurrenz vorhanden, also auch hier nichts Neues.

    Techsolo

    Die linke und rechte Seitenwand fallen durch die großen Lüftungsöffnungen auf. Das Lochgitter ist dabei so gearbeitet, dass es nicht unbedingt einen Einblick in das Gehäuse ermöglicht. Durch die breiten Stege zwischen den Löchern behält es zudem einen gewissen Grad an Stabilität bei. Die Bleche sind zwar dünner gehalten als bei teureren Modellen, aber der Mittelweg zwischen Preis und Leistung scheint recht gut gelungen. Im zusammengebauten Zustand hat man den Eindruck, dass es im Betrieb sofort anfangen würde zu klappern, aber das können wir schon von vornherein verneinen. Der Lack ist sauber aufgetragen und hinterlässt einen guten Eindruck.

    Techsolo


    [BREAK=Techsolo TC-020 – Äußeres Teil 2]
    Techsolo

    Die Rückseite des Techsolo TC-020 wirkt wie die eines geschrumpften handelsüblichen Towers. Im unteren Bereich sehen wir die vier Low-Profile-Slots. Im Auslieferungszustand sind die Blenden für diese noch fest am Blech und müssen für die Nutzung herausgebrochen werden. Das ist für den Nutzer schon anstrengend, wenn er diese entfernen möchte. Wir mussten einen Mittelweg zwischen roher Gewalt und Vorsicht finden, um nicht alles rundherum zu verbiegen. Wie unschwer zu erkennen, befindet sich der Ausschnitt für die Mainboardblende an gewohnter Position. Ein kleines Lochgitter rechts davon soll die Be-/Entlüftung unterstützen. Ein nettes Gimmick beim TC-020 ist es, das Gehäuse durch das Entfernen einer Rändelschraube öffnen zu können. Die rechte Seitenwand wird durch die üblichen Haltehaken und diese eine Schraube gehalten. Der Zugang zur Hardware ist somit unkompliziert. An der Rückseite können wir auch schon erkennen, dass man auf ein in Außenfarbe lackiertes Interieur setzt.

    Techsolo

    Die Oberseite des Gehäuses ist mit zwei identischen Lüftungsgittern gearbeitet und stellt im hinteren einen vormontierten 80-mm-Lüfter bereit. Die vordere Öffnung dient der Entlüftung der 3,5“-Festplatte, die hinter dieser die Arbeit verrichtet.

    Techsolo

    Die Unterseite ist ebenfalls mit Öffnungen versehen. Vorn ist das 400-W-SFX-Netzteil verbaut und wird mit drei Schrauben an seiner Position gehalten. Durch die Standfüße hätte man im Normalfall Probleme mit dem Netzteil. Techsolo liefert mit dem TC-020 ein abgewinkeltes Netzkabel aus. So kommt es nicht zu Platzproblemen. Im hinteren Bereich unter dem Mainboard ist zusätzlich noch ein Lochgitter vorgesehen, um, wie bei einem Kamin, eine Durchlüftung von unten nach oben im Gehäuse zu ermöglichen.

    [BREAK=Techsolo TC-020 – Inneres Teil 1]
    Techsolo

    Wie schon erwähnt, lässt sich das TC-020 durch Entfernen einer Rändelschraube schnell öffnen. Ist die Seitenwand entfernt, haben wir Zugriff auf den Innenraum. Anstatt die aus dem Handel üblichen Abstandshalter zu verwenden, nutzt Techsolo aus dem Blech geformte Halter. Neben dem beworbenen mATX-Formfaktor ist der Einbau unserer ITX-Testplattform ohne Probleme möglich. Einzig das dünne Blech stimmt uns hin und wieder etwas nachdenklich. Die Mainboardblende muss immer etwas hereingedrückt werden und beim TC-020 biegt sich fast das gesamte Blech im umliegenden Bereich deutlich. Ebenso gibt der Mainboardträger unter dem Druck beim Anschrauben nach.
    Bei der Auswahl eines geeigneten Kühlers gilt es nur eine grobe Maximalhöhe von ungefähr 75 mm zu beachten. Kühler à la EKL Alpenföhn Panorama, Scythe Big Shuriken oder Prolimatech Samuel 17 fallen in diese Kategorie und wurden von uns bereits vor einiger Zeit getestet.
    Oben im Gehäuse können wir den verbauten Lüfter erblicken. Das Modell ließ sich leider nicht mit der Nummer finden. Im Normalfall sehen wir uns die Eckdaten gerne einmal an, doch dieses Mal konnten wir keine Daten finden. Zu der Qualität des Lüfters werden wir später noch einmal ein paar Worte verlieren. Mehr dazu findet ihr im Abschnitt „Temperaturen und Lautstärke“.

    Techsolo

    Um etwas genauer auf weitere Details eingehen zu können, entfernen wir den eingesetzten Käfig. Hierzu ist es notwendig, die komplette Frontblende des TC-020 zu entfernen. Die beiden Kunststoffnasen werden mit Gefühl ausgehakt und im Folgenden lässt sich die Front ohne große Anstrengungen abziehen. Drei Schrauben halten den Käfig im Gehäuse fest und müssen herausgeschraubt werden.

    Techsolo

    Ohne den Käfig haben wir einen freien Blick auf das weitere Innenleben. Am Boden des Gehäuses platziert Techsolo das Netzteil. Die Öffnung mit dem Lüfter zeigt zum vorher herausgenommenen Käfig. Dementsprechend können wir uns nicht vorstellen, dass die Entlüftung durch das Netzteil maßgeblich zur Kühlung beiträgt. Das Netzteil ist, wie sich bestimmt jeder erfahrene Nutzer denken kann, kein sehr hochwertiges Gerät. Im SFX-Bereich, so heißt der Größenfaktor des verbauten Netzteils, müssen wir immer wieder feststellen, dass die Anzahl verfügbarer Netzteile mit einem Wirkungsgrad von mindestens 80% immer noch nicht zufriedenstellend für den Kunden sein kann. Bei den normalen ATX-Netzteilen findet man schon im niedrigen Preisbereich passende Geräte, nicht so in dieser Größenordnung.

    [BREAK=Techsolo TC-020 – Inneres Teil 2]
    Techsolo

    Für die 3,5“-Festplatte verzichtet Techsolo auf eine Entkopplung und setzt auf ein sehr einfaches Montageprinzip. Ein kleines rechtwinkliges Blech wird mit zwei Schrauben an der Festplatte fixiert und danach mit dem Gehäuse verschraubt. Zwei Schrauben an der Front und zwei an dem Blech und die Arbeit ist erledigt. Einen kleinen Makel müssen wir aber trotzdem anmerken. Bei der Verkabelung hat Techsolo recht knapp kalkuliert und so bietet es sich an, das Strom- und das SATA-Kabel vor der Verschraubung anzustecken. Im Bild sieht man auch, wie eng es zugeht. Abgewinkelte Stecker sind in unserem Fall auch keine Lösung gewesen, denn diese würde nach unten zeigen und dort ist der Gehäuseboden. Der direkte Kontakt mit dem Chassis ist im Normalfall für die auftretenden Schwingungen bekannt, doch können wir schon einmal Entwarnung geben, da sich das Gehäuse sehr zurückhaltend verhält.

    Das 5,25“-Laufwerk wird mit dem zuvor herausgenommenen Profil verschraubt und folgend als Baugruppe in das Gehäuse wieder eingesetzt. Bei der Position des Laufwerkes muss darauf geachtet werden, wie das Laufwerk in vertikaler Positionierung das Medium hält.
    Zuletzt wollen wir noch einmal kurz auf die Verkabelung eingehen. Während wir beim verbauten Netzteil keine Beanstandungen haben, würde wir uns für das Front-USB-Kabel ein paar Zentimeter mehr wünschen. Wir sind uns natürlich im Klaren darüber, dass die Header des SAPPHIRE IPC-AM3DD785G recht ungewöhnlich positioniert sind, doch sollten alle Anschlüsse immer gut erreichbar sein. Optionale Adapter sind oftmals überteuert und Techsolo würde allen Kunden einen Dienst erweisen.

    Techsolo


    [BREAK=Thermaltake Element Q – Äußeres Teil 1]
    Thermaltake

    Das Thermaltake Element Q ist ein relativ neues Modell des bekannten Herstellers. Die älteren ITX-Gehäuse sind allesamt teurer und nun geht man mit dem Element Q zu einem Preis von nicht einmal 50 Euro bei vielen Händlern an den Start. Das ist für die Kombination Gehäuse und Netzteil nicht viel, daher sehen wir uns doch einmal etwas genauer an, ob sich Thermaltake einen Ausrutscher geleistet hat oder dem guten Ruf folgt.
    Wie immer wollen wir uns zuerst einmal das Gehäuse von außen ansehen und uns Stück für Stück herantasten.

    Thermaltake

    Die Front des Thermaltake-Gehäuses ist komplett aus Kunststoff gefertigt und macht deswegen, im Vergleich zu den zuvor getesteten Gehäusen von Cubitek und SilverStone, natürlich einen etwas billigen Eindruck. An der Verarbeitung lässt sich aber keine Kritik verlieren. Die Form ist sauber gearbeitet und etwaige Fehler, wie zum Beispiel ausgefranste Kanten, suchen wir vergeblich. Das Design ist eher schlicht gehalten und wird zusätzlich durch die matte Oberfläche ganz klar von der Konkurrenz abgegrenzt.
    Um die Gesamterscheinung aufzulockern, hat Thermaltake dem Element Q eine rote Linie verpasst, die die zentralen Sachen einrahmt. So finden sich folgend im direkten Blickfeld folgende Elemente: Links der Reset-Knopf mit unten darunterliegender HDD-LED und auf der rechten Seite der Power-Knopf mit der Power-LED darunter. Mittig positioniert man übereinander die Öffnung für ein Floppy-Laufwerk oder wahlweise eines Kartenlesers und die Frontanschlüsse, welche hinter einer Klappe versteckt liegen. Für das Geld bekommt der Kunde natürlich keine Ausstattung der Premium-Klasse und so spendiert Thermaltake dem Element Q die Standard-Portion in Form von zwei USB-2.0-Buchsen sowie Front-Audio mit einer Mikrofon- und einer Kopfhörer-Buchse.

    Thermaltake


    Die Öffnung für ein 5,25“-Laufwerk in voller Bauhöhe ist unverkennbar oberhalb der vorgestellten Frontelemente.

    Thermaltake Thermaltake

    An Ordnung mangelt es dem Element Q nicht. Die Seitenwände führen das Bild fort. Daher gibt es nicht allzu viel aus dieser Ansicht zu berichten. Recht interessant ist einzig die Ausführung der Lüftungsöffnungen in einer Art Pfeilform. Diese sollen beidseitig symmetrisch ausgeführt für die nötige Frischluftzufuhr sorgen. Da das Thermaltake Element Q keine vormontierten Standfüße besitzt und der Käufer sich entscheiden kann zwischen der liegenden und stehenden Variante, liegen dem Gehäuse vier Gummi-Füße mit Klebefläche bei. Bei SilverStone verließ man sich darauf, dass der Käufer eines SG05/SG06 die Standfüße selbstständig ohne Probleme installiert. Bei runden Füßen auch weniger das Problem, doch ergibt sich bei eckigen Formen schnell die Situation, dass es nicht mehr gut aussieht. Diesem möglichen Makel steuert Thermaltake mit Markierungen an Montageplätzen entgegen. Die Installation der Klebefüße wird so zum Kinderspiel.

    Thermaltake


    [BREAK=Thermaltake Element Q – Äußeres Teil 2]
    Thermaltake

    Die Rückseite des Thermaltake Element Q offenbart den Kern des Gehäuses bzw. dessen Material. Blanker Stahl kommt zum Vorschein und widerspricht dem Trend, das Chassis vollständig in Außenfarbe zu lackieren. Neben den vier Schrauben für die Befestigung des Gehäusedeckels können wir das SFX-Netzteil erkennen, das Thermaltake mitliefert bzw. vormontiert hat. Die Befestigung erfolgt ebenso mit vier Schrauben. Der Ausschnitt für die Mainboardblende fehlt natürlich nicht und auch die Möglichkeit einer Erweiterungskarte in voller Bauhöhe lässt sich erspähen. Die Befestigung der Erweiterungskarte kommt uns bekannt vor. Die Ausführung gleicht der Variante, die auch beim Antec ISK 300 zum Einsatz kommt. Sie ist einfach, funktioniert aber tadellos. Zusätzliche Lüftungsöffnungen im Bereich der Festplatte, die links vom Mainboard aus dieser Perspektive ihren Platz findet, sollen für genügend Frischluft sorgen und die schon vorhandenen unterstützen.

    Von oben und unten gesehen bietet das Element Q nicht viel. Es handelt sich um glatte Flächen, während die Unterseite durch die eckigen Markierungen wie schon erwähnt die Montage der Standfüße erleichtert.

    [BREAK=Thermaltake Element Q – Inneres Teil 1]
    Thermaltake

    Wie schon beim SilverStone SG06 haben wir uns wieder einmal nach dem Entfernen des Deckels sofort das Netzteil angesehen. Das SFX-Netzteil ist mit einem Thermaltake-Label versehen und auch der Lüfter trägt das unverkennbare Logo des Herstellers. Ein näherer Blick auf die Specs verrät, dass man nicht allzu viel erwarten sollte. Aufgrund des Preises müssen wir aber schon darauf hinweisen, dass es sich beim verbauten Typ nicht um ein technisch aktuelles Gerät handeln kann. Nahezu jeder Hersteller hat passende ATX-Netzteile mit einer Effizienz von über 80 Prozent (80-Plus) im Angebot, doch wie schon beim Techsolo erwähnt, bleibt der SFX-Markt oftmals außen vor. Inwieweit sich das auf die Leistungsaufnahme auswirken wird, werden wir uns später einmal genauer vor Augen führen.

    Thermaltake

    Der Innenraum des Thermaltake Element Q erinnert uns doch schon recht stark an die älteren PC-Gehäuse von vor ein paar Jahren. Das ist nicht unbedingt negativ gemeint, denn qualitativ können wir uns nicht beschweren, doch macht es dadurch einen etwas altbackenen Eindruck, obwohl es ein recht neues Produkt sein sollte. Doch muss man auch eine Lanze für Thermaltake brechen: Bei der Montagefreundlichkeit liegt man sehr weit vorn. Für die Arbeiten haben wir zuallererst das Netzteil ausgebaut, so wie man es auch im Handbuch rät. Um sich selbst einigen Ärger zu ersparen, sollte man diesem Rat auch folgen. Damit das Netzteil beim Lösen aller Schrauben auch nicht herunterfällt, wird es gesichert. Zur Rückwand hin liegt es unten auf einem Blech auf. Eine Auflagefläche, ausgearbeitet als Halbschale, hält das Netzteil auf der anderen Seite soweit fest. Eine interessante Lösung und praktisch, wenn man am Gehäuse bastelt. So kann dem Nutzer das Netzteil nicht spontan auf das verbaute Mainboard fallen und Schäden verursachen.

    Thermaltake

    Das Mainboard lässt sich ohne verbautes Netzteil erheblich einfacher einsetzen. Thermaltake gestaltet den Innenraum dabei so anwenderfreundlich, dass wir zu keiner Zeit das Gefühl haben, dass dort etwas nicht passt. Ausschnitte in den Chassis-Profilen dienen dazu, den Schraubendreher ohne Probleme an die nötige Position zu bringen. Einfach, aber effizient - so könnte man die Verfahrensweise von Thermaltake bezeichnen. Die Kombination CPU-Kühler und Netzteil übereinander konnten wir schon beim SilverStone SG06 beobachten, jedoch ergaben sich dort nicht die gravierenden Probleme wie beim Element Q. Die Höhe des CPU-Kühlers sollte nach unseren Messungen den Wert von 50 mm nicht überschreiten. Selbst mit den 37 Millimetern unseres SilverStone Nitrogon NT07-AM2 sieht es schon eng aus und so sollte man sich die Kühlung doch recht genau überlegen.

    [BREAK=Thermaltake Element Q – Inneres Teil 2]
    Thermaltake

    Bei der Festplattenmontage verfährt Thermaltake wie beim restlichen Innenraum. Die Einbauposition ist etwas ungewohnt, weil die Festplatte am Rand des Gehäuses um 90° gedreht eingesetzt wird. Zwei Kunststoffschienen, die seitlich an der Festplatte mit jeweils einer Schraube fixiert werden, dienen als Einschub in das Gehäuse. Auf dem Gehäuseboden hat der Hersteller das Blech hochgebogen und die Kunststoffhalterung gleitet in diese herein. Leicht angewinkelt findet die Festplatte ihren Weg ins Gehäuse. Oben wird das Gegenstück direkt am Chassis festgeschraubt. Trotz der Vorbereitung für eine entsprechende Befestigung befinden sich die beiden passenden Schraubenlöcher am Chassis. Eine Entkopplung hat Thermaltake nicht vorgesehen, obwohl mit den Schienen theoretisch sogar der Raum dafür vorhanden wäre.

    Da die Festplatte nicht im Frontbereich positioniert ist, ergibt sich auch im Hinblick auf die Verlegung der Kabel einiges Positives. Die Ordnung lässt sich schnell und unkompliziert herstellen.

    Thermaltake

    Eine Erweiterungskarte in voller Bauhöhe ist für Gehäuse von Thermaltake auch kein Hindernis, solange diese im Singleslot-Design gefertigt wurde. Die Klappkonstruktion für die Installation haben wir uns ja schon einmal bei der Betrachtung des Exterieurs angesehen, sodass es in diesem Bereich keine Überraschungen zu vermelden gibt. Die Art und Weise, wie Thermaltake den Zugang erleichtert hat und trotzdem dem Gehäuse die Stabilität geben kann, stößt bei uns auf Wohlgefallen. Das Nachrüsten ist demzufolge rasch geschehen und so konnten wir unsere SAPPHIRE Radeon HD 5570 unterbringen. Die danebenliegenden Öffnungen im Gehäuse sorgen für die nötige Frischluftzufuhr. Leider verdeckt beziehungsweise nutzt die Grafikkarte dann den Großteil der Luftzufuhr für sich und so schottet man trotz beidseitiger Gitter den CPU-Sockel doch regelrecht ab. Rechts befindet sich die Festplatte und links die Grafikkarte, daher bleibt als Kühlung im Innern nur der Sog des Netzteils. Wie stark sich diese Anordnung auf die Testergebnisse auswirken wird, erfahrt ihr im Kapitel „Temperaturen und Lautstärke“.

    [BREAK=Temperaturen und Lautstärke]
    Wie immer haben wir das System mithilfe unserer Testplattform unter Volllast laufen lassen und Messungen durchgeführt. Sehen wir uns doch zunächst einmal die Temperaturen an, die erzielt wurden.


    Sowohl LC-Power als auch Techsolo haben sich keine Blöße gegeben und hielten unser System auf akzeptablen Temperaturen.
    Die Enge im LC-1380Bmi hatte lediglich Auswirkungen auf die Festplatte. Natürlich bringt die Enge auch ihre Probleme mit sich und so sind wir hart an der Grenze. Da das System aber sowieso nur begrenzten Raum zur Verfügung stellt, werden Systeme unserer Leistungsklasse doch eher selten genau in diesem Gehäuse anzutreffen sein.
    Das Techsolo TC-020 hat den Vorteil, dass es durch das Mehr an Volumen auch bessere Möglichkeiten bieten kann. Die aktive Entlüftung mithilfe des verbauten Lüfters wirkt sich positiv auf die Systemtemperatur aus. Einen Lauf ohne den Lüfter haben wir unbemerkt durchgeführt, weil wir das Anschlusskabel vergessen haben, und im Nachhinein die Unterschiede merken können.
    Das Thermaltake Element Q hat deutliche Probleme in diesem Punkt. Die gegenüberliegenden Lüfter im Bereich des CPU-Kühlers wirken sich deutlich auf die Kühlleistung aus. Nachdem wir ohne Grafikkarte noch knapp innerhalb der Spezifikationen blieben, mussten wir mit der SAPPHIRE Radeon HD 5570 im Gehäuse den Test nach nicht einmal 10 min abbrechen. Die maximale Temperatur von 72°C für die CPU wurde erreicht.

    Sehen wir uns nun den dabei gemessenen Schallpegel an:


    Das LC-Power LC-1380Bmi kann durch seine Kühlöffnungen im Bereich des CPU-Kühlers eine gute Kühlleistung erreichen, doch dringen durch jene Öffnungen auch die unliebsamen Geräusche nach außen. Aufgrund der 2,5“-Festplatte mit niedriger Drehzahl sind Vibrationen kein Problem.
    Das Techsolo-Gehäuse steht in diesem Punkt ähnlich gut da. Trotz unserer Bedenken, dass die geringe Materialstärke und die fehlende Entkopplung Probleme machen könnten, sind wir angenehm überrascht. Die typischen Geräusche unserer Samsung-Festplatte wurden so gedämpft, dass diese nicht auffällig wurden. Der verbaute 80-mm-Lüfter ist passend und stellt sich zum Wohle des Nutzers nicht durch etwaige Nebengeräusche heraus.
    Beim Thermaltake haben wir hingegen deutliche Geräusche der Festplatte wahrnehmen können. Die Kunststoffleisten zur Installation hätte man gut durch eine Entkopplung ersetzen können, doch das Potenzial wird leider nicht genutzt. Vielleicht auch durch die hohen Temperaturen hervorgerufen, fällt uns der Lüfter im Netzteil doch recht stark auf. Zur Zeit des Testabbruches sieht man, dass wir an der Rückseite einen niedrigeren Schallpegel messen. Die Temperatursteuerung hat noch nicht reagiert und so dreht der Netzteillüfter mit einer niedrigen Drehzahl und verursacht somit auch geringere Geräuschemissionen.

    [BREAK=Netzteile im Kurzcheck]
    Jedes unserer heute getesteten Produkte kommt mit einem Netzteil daher. Wie schon zuvor haben wir uns in den verschiedenen Konstellationen angesehen, wie viel der interessierte Käufer erwarten kann. Dabei ergeben sich durchaus recht unterschiedliche Ergebnisse. Da wir nur grob messen, sind unsere Werte natürlich mit Vorsicht zu genießen.



    Ohne unsere SAPPHIRE Radeon HD 5570 kann sich das mitgelieferte Netzteil von LC-Power doch recht gut positionieren, obwohl wir uns mehr erwartet hatten. Die Leistungsfähigkeit fällt zum Ende der Nominalleistung ab. Während wir im Idle-Betrieb einen sehr guten Wert erreichen, mussten wir uns unter Last Sorgen um die Haltbarkeit machen. Ohne Abstürze absolvierten wir 30 min Volllast, jedoch geben wir zu bedenken, dass der schlechtere Wirkungsgrad und die dadurch eigentlich hohe Abwärme dauerhaft problematisch werden könnte.
    Das Netzteil aus dem Techsolo TC-020 liefert sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem uns bekannten Modell aus dem MS-TECH MC-1200. Thermaltake reiht sich in diesem Punkt ein und überrascht uns nicht gerade positiv. So bleibt weiterhin dem Kunden nur ein Nachkauf übrig, bis die Hersteller weitreichend erschwingliche und auch leistungstechnisch aktuelle Modelle bei den Gehäusen verbauen.



    Mit verbauter Grafikkarte ergeben sich keine Änderungen und so stellt das Netzteil aus dem Techsolo-Gehäuse zwar einen neuen negativ behafteten Spitzenwert auf, jedoch bewegt sich auch das Produkt von Thermaltake nicht in anderen Gefilden. Durch den relativ günstigen Verkaufspreis der Gehäuse von maximal 50 Euro ist das aber auch nicht möglich, denn keines der getesteten Gehäuse kostet so viel wie unsere Referenz.

    [BREAK=Fazit]

    Wir haben uns in diesem Test drei Gehäuse der Budget-Klasse angesehen. Keines kostet mehr als 50 Euro und so muss jeder Hersteller Kompromisse eingehen.

    Das LC-Power LC-1380Bmi ist ein sehr kompaktes Gehäuse, das mit einer soliden Verarbeitung aufwarten kann. Durch die Chrom-Applikationen und die glänzende Oberfläche sieht es schön aus, ist aber auch anfällig für die Spuren des Alltags. Kratzer und Fingerabdrücke werden unbarmherzig bestraft. Obwohl das Gehäuse mit dem Netzteil auch Reserven für unser Testsystem bereitstellte, mussten wir feststellen, dass es am Ende seiner Leistungsfähigkeit war. Das Chassis des Gehäuses war ebenso etwas überfordert, da die maximale Bauhöhe im Innern beschränkt ist. Die USB-Kabel sind zu kurz gehalten und ein optisches Laufwerk war bei unserer Konfiguration leider nicht möglich. Das Urteil fällt aufgrund der genannten Punkte insgesamt negativ aus. Die Basis ist aber da, vor allem mit einem Intel-Atom- oder AMD-APU-System könnte sich das Gehäuse deutlich besser präsentieren.

    Techsolos TC-020 schafft einen interessanten Spagat. Das schon fast als spottbillig zu bezeichnende Gehäuse spart an Materialdicke und trotzdem gibt es sich nicht den Vibrationen geschlagen. Im Gegensatz zu den beiden anderen getesteten Gehäusen merkt man auch seinen Volumenvorteil. Die Temperaturen sind vollkommen im normalen Bereich und der Lüfter präsentiert sich auch recht gut. Die Verarbeitung ist sauber und alles passt. Die geringe Materialstärke hat aber auch seine Nachteile. So biegen sich die Bleche durchaus stark und so ist das Einsetzen der Mainboardblende schon ein Abenteuer. Im Gegensatz dazu sind die Dummys für die Erweiterungskarten schwer herauszulösen, weil sich nichts bewegen möchte. Das Netzteil offeriert eine dem Preis entsprechende Leistung und kann nicht mit der aktuellen Technik mithalten. Man kann also hin- und hergerissen sein vom TC-020. Für Nutzer auf der Suche nach einem sehr günstigen und platzsparenden Gehäuse durchaus einen Blick wert, jedoch wird jeder zusätzliche Euro auch mehr bieten.

    Das Thermaltake Element Q überrascht uns mit seinem doch recht günstigen Preis für ein Produkt dieses Herstellers. Die Optik ist eher schlicht und offenbart nicht unbedingt großartige Innovationen, bietet aber wie die Konkurrenz ein solides Chassis mit netten Features, die den Einbau zum Kinderspiel machen. Man wird bei dem kleinen Gehäuse aber auch nicht das Gefühl los, das es ein paar Jahre hinterherhinkt. Beim Thema Kühlung hat Thermaltake zu wenig zu bieten, sodass wir in diesem Fall den Test abbrechen mussten. Dabei fällt die Kombination CPU-Kühlung und Netzteil am gravierendsten ins Gewicht. Nur 50 mm Platz nach oben für einen Kühler und sich gegenüberliegende Lüfter sind kontraproduktiv, sodass beide es selbst auf Volllast nicht schaffen, ausreichend zu kühlen.

    So bleibt abschließend zu sagen, dass im Grunde jedes Gehäuse eine Daseinsberechtigung hat, nur muss der Nutzer sich entweder auf wirklich energiesparende Systeme à la Intel Atom oder AMD APU beschränken oder aber etwas Arbeit in die Auswahl passender Komponenten stecken. Bis auf das LC-Power muss sich jeder Hersteller natürlich einmal die Frage stellen, inwieweit der Trend, effiziente Netzteile anzubieten, auch im SFX-Bereich einmal von Bedeutung sein wird.

    Artikel im Forum kommentieren...
    Weitere Artikel..

  2. Die folgenden 16 Benutzer sagen Danke zu heikosch für diesen nützlichen Beitrag:

    BLJ (12.04.2011), BMLegend (12.04.2011), Cashran (20.04.2011), DDD (21.12.2013), Denniss (12.04.2011), Kirschi (12.04.2011), Loader009 (12.04.2011), mapim (12.04.2011), mickythebeagle (12.04.2011), MrBad (12.04.2011), ONH (20.04.2011), samm (12.04.2011), Sefegiru (12.04.2011), Slayer Van (12.04.2011), TrippleM (12.04.2011), tschernofrosch (12.04.2011)

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  
Single Sign On provided by vBSSO