Ergebnis 1 bis 1 von 1
  1. Beitrag #1
    Themenstarter
    Grand Admiral
    Special
    Grand Admiral
    Avatar von Stechpalme
    • Mein System
      Notebook
      Modell: Asus Eee 1000H
      Desktopsystem
      Prozessor: X6 1055T/X4 810@3,25Ghz
      Mainboard: Asrok A770DE+ / Asrock 785GMH
      Kühlung: Xilence M612Pro / Corsair H50
      Arbeitsspeicher: 2*2GB DDR2-800 GEIL / 2*2GB DDR2-800 Mushkin
      Grafikkarte: 5870 / Vapor-X 5770
      Display: 22" + 22" / 22"
      Soundkarte: Onboard / Onboard
      Gehäuse: Fractal Define R2 / Lian Li V350
      Netzteil: BeQuiet E7 CM 480W / BeQiuet Straight Power E6 400W
      Betriebssystem(e): Win 7 64bit / Win7 64 bit

    Registriert seit
    13.03.2008
    Beiträge
    8.835
    Danke
    84
    Gedankt 481 Mal für 55 Themen

    CPU-Kühler Scythe Yasya, Rasetsu, Mine 2 und Ninja 3 im Test

    Scythe Logo


    Lange ist es her, dass wir den letzten Scythe-Kühler bei uns begrüßten. Heute wollen wir unsere Versäumnisse nachholen und schicken ganze vier Kühler von Scythe durch unseren Testparcours. Darunter einige Kühler, die es schon länger auf dem Markt gibt, aber auch eine ziemliche Neuheit. Scythe will mit dem Mine 2 wieder an die absolute Leistungskrone anknüpfen. Mit dem Scythe Mine gelang dies seiner Zeit sehr gut. Dieser gehörte auch mit zu den ersten Modellen im Doppelturm-Design. Eine Tradition welche der Scythe Mine 2 fortführt. In Anbetracht der harten Konkurrenz auf dem Schlachtfeld der High-End-Kühler, sind wir gespannt ob der Scythe Mine 2 sich durchsetzen kann.

    Ein anderes Erbe tritt der Scythe Ninja 3 an. Seine Vorgänger galten lange Zeit als Referenz im Bereich der passiven und semipassiven Kühlung. In Anbetracht der gestiegenen Abwärme der CPUs, wird es der Ninja 3 schwer haben, sich in diesem Bereich zu profilieren. Der Scythe Yasya stellt eine neue Produktlinie dar und rangiert im Preis auf Augenhöhe mit dem Mugen 2. Da stellt sich die Frage, warum ein Kunde zum Yasya und nicht zum Mugen 2 greifen sollte, was wir versuchen werden aufzuklären. Zu guter Letzt steht noch der Scythe Rasetsu im Raum, ein Kühler der sich zwischen dem Scythe Big Shuriken und dem Grand Kama Cross positionieren will. Bei den reinen Maßen gelingt dies sehr gut, wie es mit der Leistung aussieht, wird sich im Test zeigen.

    Wir bedanken uns bei Scythe für die Bereitstellung der Testsamples.

    [BREAK=Testsystem]

    Die Konfiguration unseres stets gleich bleibenden Testsystems war ein langwieriger Prozess, was vor allem an der Auswahl der CPU lag. Die ursprünglichen Test-CPUs zeigten fehlerhafte Temperaturangaben. "Inaccurate Temperature Measurement", Erratum #319 lässt grüßen, zumindest was das C2-Stepping betrifft. C3 sollte davon eigentlich nicht betroffen sein laut AMD Revision Guide, was wir hier allerdings nicht bestätigen können. Vorwiegend durch diesen Umstand wurde die Fertigstellung des ersten Roundups verzögert. Die endgültige Test-CPU wurde ein AMD Athlon 64 X2 6400+ Black Edition mit dem guten alten 90 nm F3-Stepping - das letzte, bei dem die internen Dioden noch verlässliche Werte liefern, ehe die Probleme mit dem K8 G1-Stepping begannen -, mit dem wir sämtliche TDP-Klassen simulieren können.

    Unser Testsystem:
    AMD Athlon 64 X2 6400+ BE
    ASRock 780GXH/128
    2 x 1 GB MDT DDR2-800
    BeQuiet L7 350W
    Wärmeleitpaste: Arctic Cooling MX-2

    Wie wir die TDP-Klassen simulieren
    140 W TDP = 3,2 Ghz bei 1,55 V
    125 W TDP = 3,2 Ghz bei 1,45 V
    89 W TDP = 2,6 Ghz bei 1,35 V
    65 W TDP = 2,2 Ghz bei 1,20 V

    Die Lautstärke messen wir mit einem dB(A)-Messgerät aus einem frontalen Abstand zum Lüfter von 1 cm. Kühler, deren Lüfter in der Mitte angebracht sind, werden aus 1 cm vor den Kühllamellen bemessen. Kühler mit Doppellüfter messen wir vor dem vorderen Lüfter. Daher erscheinen die Werte mit im Schnitt über 40 dB(A) recht hoch. Allerdings verfügen wir leider nicht über einen schallisolierten Raum und können nur so Nebengeräusche weitestgehend ausschließen. Anzumerken ist hier aber, dass in einem subjektiv völlig lautlosen Raum immer noch 35 dB(A) gemessen werden. Hier sollte man bedenken, dass Hersteller in schallarmen Räumen üblicherweise aus ca. 1 m Entfernung ihre Lüfter frei schwebend messen. Das sind allerdings keine realistischen Werte, die man auf die Praxis beziehen kann.

    Als kleine Hilfe kann man sich zur Orientierung folgendes vor Augen halten, wenn man ein geschlossenes Gehäuse verwendet:

    < 40 dB(A) - nicht wahrnehmbar
    40-42 dB(A) - extrem leise
    42-44 dB(A) - leicht wahrnehmbar
    44-46 dB(A) - leise aber hörbar
    46-48 db(A) - hörbar
    48-50 dB(A) - deutlich wahrnehmbar
    > 50 dB(A) - laut

    Wer extrem geräuschempfindlich ist, wird auch mit einer Lautstärke von 39 dB(A) nicht so wirklich glücklich sein. Insgesamt ist es immer von der subjektiven Wahrnehmung abhängig, wie stark man eine gewisse Lautstärke empfindet. Allgemeingültig ist diese Orientierungshilfe nicht, spiegelt aber grob das allgemeine Empfinden wider.

    Die Umgebungstemperatur beträgt bei den Messungen 28°C. Das erscheint recht viel, ist aber bei einem offenen Testaufbau - wie wir ihn verwenden - realistischer mit einem geschlossenem Gehäuse zu vergleichen. Sommerliche Wetterverhältnisse treiben die Temperaturen in den Gehäusen noch höher, weshalb wir empfehlen immer eine Reserve von ca. 5°C zu addieren.

    Die Messungen der Zieltemperatur sind langwierig, geben aber einen Wert wieder, der am interessantesten sein dürfte. Im Zeitalter der PWM-Steuerung, welche sich oft an einer Zieltemperatur orientiert, zeigt eben dieser Test, was Kühler wirklich können. Da nicht jeder Lüfter eine PWM-Steuerung mit sich bringt, verwenden wir eine Lüftersteuerung, die den Lüfter exakt so regelt, dass eine Temperatur von 55°C gehalten wird. Bleibt diese Temperatur dann tatsächlich konstant, wird die Lautstärke ermittelt. So kann man gut vergleichen, welcher Kühler welche TDP-Klasse leise kühlen kann. Da hochwertige Kühler natürlich kleine TDP-Klassen sehr gut kühlen können und oft die 55°C gar nicht erst erreicht werden, notieren wir hier immer die erreichte Maximaltemperatur separat in der Tabelle. Natürlich wird auch der geringste gemessene Lautstärkenwert in die Tabelle eingetragen.

    [BREAK=Scythe Mine 2]
    Scythe Mine 2


    Technische Daten:
    Preis: ca. 54 €
    Maße (BxHxT): 13 cm / 16 cm / 14,3 cm
    Gewicht: ca. 1150 g
    Lüfter: 140 mm (mit 120-mm-Bohrlöchern)
    Lüfterdrehzahl: 500-1700 1/min
    Lüfteranschluss: 4-Pin (mit angeschlossener Lüftersteuerung über Slotblende)
    Beleuchtung: nein
    Aufbau: Doppelturmkühler
    Sockel: AM2, AM2+, AM3, 775, 1156, 1155, 1366
    Nebengeräusche: keine wahrnehmbaren Lagergeräusche
    Art der Lüfterbefestigung: Klammern für 120 mm Lüfter

    Einbau:
    AMD: Verschraubung über Backplate, Mainboard-Ausbau nötig
    Intel: Verschraubung über Backplate, Mainboard-Ausbau nötig

    Zusätzliches Zubehör: Wärmeleitpaste in einer Spritze

    Besonderheiten beim Einbau auf AMD-Systemen:
    Der Scythe Mine 2 hat ein recht umständliches Montagesystem. Zuerst wird das passende Haltesystem an den Kühler verschraubt, welches aus zwei Haltearmen besteht. Die Backplate wird dann an das Board gehalten, während vier Schrauben durch Backplate und Board geschoben werden. Auf diese Schrauben werden Gummipuffer gedrückt, bevor der Kühler aufgesetzt und verschraubt wird. Alles in allem ein System für 3 Arme, nahezu identisch zur Halterung des Scythe Ninja 3. Würde man die Backplate separat befestigen können, wäre das System einfacher zu handhaben.

    Diagramme neu


    Der Scythe Mine war beim Erscheinen einer der ersten Doppelturmkühler auf dem Markt und auch einer der stärksten Kühler seiner Zeit. Ein Nachfolger war lange Zeit nicht in Sicht, bis heute. Der Scythe Mine 2 soll wieder in der High-End-Klasse mitspielen. Dazu setzt Scythe wieder auf ein Doppelturmdesign, eine Variante welche mittlerweile weit verbreitet ist und sich vielfach bewährt hat. Auf den ersten Blick entsteht der Eindruck, Scythe hätte den Mugen 2 schlichtweg geteilt, die Kühlblöcke etwas auseinander geschoben und einen 140-mm-Lüfter hinein gequetscht. Der Eindruck täuscht aber. Sicherlich ist die Finnenstruktur nahezu identisch zum Mugen 2. Es gibt weder eine Riffelung oder sonst etwas, womit dem Luftstrom das Eindringen der Luft in den Kühler erleichtert wird. Allerdings hat Scythe die Kühlfinnen stark unterteilt. Jeder Kühlblock ist in vier kleinere Blöcke aufgeteilt, welche lediglich durch einige Kühlfinnen miteinander verbunden sind, was der Stabilität des Kühlers zugutekommt. In jedem dieser Blöcke verlaufen zwei Heatpipes, womit der Scythe Mine 2 stolze acht U-förmige Heatpipes sein Eigen nennt. Ein Vorteil dieser Technik ist eine bessere Wärmeverteilung, da sich die Heatpipes nicht gegenseitig behindern können. Die Unterteilung zwingt die Wärme dazu, den Kühlkörper möglichst effizient zu nutzen, weil die Wärme nur einen begrenzten Bereich hat, um sich auszubreiten. Bei einem geschlossenen und großflächigen Kühlblock, bei der sich die Wärme ringförmig ausbreitet, bleiben in der Regel Flächen, die nur geringfügig verwendet werden. Bei diesem System kann dies nicht passieren. Ebenso überlagern sich die Wärmeringe der Heatpipes nicht, da sie voneinander getrennt sind. Der Boden ist dem des Scythe Ninja 3 ähnlich. Die Masse der Heatpipes macht eine Schichtung unumgänglich. Weiterhin hat Scythe diese in einen geschlossenen Block gepackt und gut verarbeitet. Alles in allem gibt es keine Beanstandung der Verarbeitungsqualität.

    Scythe legt dem Mine 2 einen 140-mm-Lüfter der Slipstream-Reihe bei. Der Rahmen des Lüfters ist allerdings für Halterungen ausgelegt, die für 120-mm-Lüfter gedacht sind. Der Drehzahlbereich ist sehr weitläufig und bietet viele Möglichkeiten für den Anwender, den Lüfter nach eigenen Bedürfnissen zu regeln. Allerdings baut der Lüfter bei der niedrigsten Drehzahl keinen relevanten Luftdruck mehr auf, wodurch die Kühlleistung sehr stark abfällt. Schon bei 125W TDP reichen die 500 1/min nicht mehr aus, um den Kühler mit genügend Luft zu befächeln, zumindest nicht bei sommerlichen Temperaturen. Erst bei ca. 650-700 1/min steht wieder genug Luftdruck zur Verfügung und die Kühlleistung steigt sehr stark an. Hervorheben lässt sich aber, dass wir keinerlei Lagergeräusche wahrnehmen konnten. Im Gegenzug neigt der Lüfter bei maximalen Drehzahlen zu leichten Vibrationen, welche aufgrund fehlender Entkoppler direkt auf den Kühler weitergeleitet werden. In mittleren Drehzahlbereichen sind die Vibrationen aber kaum wahrnehmbar bis nicht vorhanden. Direkt und fest am Lüfter angeschlossen ist die Lüftersteuerung, ein Drehpoti der per Slotblende befestigt wird. Anders als beim Scythe Yasya, Ninja 3 oder Rasetsu bietet Scythe hier aber einen weiteren Schalter, mit dem man zwischen einer PWM- und einer V.R.-Steuerung wählen kann. Allerdings ist es gleich, was man einstellt, mit dem Drehpoti lässt sich auch bei der PWM-Steuerung manuell nachregeln. Der Nachteil dieser Lüftersteuerung ist schlichtweg der Punkt, dass man sie nicht einfach abstecken kann. Für einige sicherlich ärgerlich, während andere sich über diese Dreingabe freuen. Gleich wie man es sieht, der Lüfter macht seine Arbeit sehr gut und man findet immer die passende Drehzahl für jeden Leistungsbereich.

    Scythe Mine 2


    Scythe Mine 2


    Scythe Mine 2


    Fazit
    Der Scythe Mine 2 schlägt ein wie eine Bombe und fegt erst mal die meisten von uns getesteten Kühler vom Platz. Gerade im Bereich der Lautstärke im Verhältnis zur Leistung liegt er an zweiter Stelle bei 140 W TDP. Nur der Noctua D14 kann hier knapp das Rennen machen. Der drittplazierte Prolimatech Genesis mag ein wenig lauter sein, bleibt aber 1° kühler. Im Gegenzug ist der Scythe Mine 2 aber im Paket günstiger. Neben der guten Leistung macht gerade der Preis den Kühler interessant. In dieser Leistungsklasse sind 60€ ein gängiger Preis, den Scythe klar unterbietet. Allerdings verzichtet auch Scythe auf umfangreiches Zubehör. Außer der fest angeschlossenen Lüftersteuerung liegen keine weiteren Lüfterklammern bei und die Wärmeleitpaste wird in einem kleinen Tütchen mitgeliefert. Auch die Verpackung ist Scythe-typisch minimalistisch, wobei letzteres der Umwelt zugutekommt. Wer einen starken High End Kühler ohne großen Schnickschnack haben möchte, liegt mit dem Mine 2 genau richtig.

    [BREAK=Scythe Ninja 3]

    Scythe Ninja 3


    Technische Daten:
    Preis: ca. 34 €
    Maße (BxHxT): 12 cm / 16 cm / 12 cm
    Gewicht: ca. 1040 g
    Lüfter: 120 mm
    Lüfterdrehzahl: 470-1900 1/min
    Lüfteranschluss: 4-Pin PWM (mit angeschlossener Lüftersteuerung über Slotblende)
    Beleuchtung: nein
    Aufbau: Turmkühler
    Sockel: 754, 939, 940, AM2, AM2+, AM3, 775, 1156, 1155, 1366
    Nebengeräusche: kaum hörbares Schleifen
    Art der Lüfterbefestigung: Klammern für 120-mm-Lüfter

    Einbau:
    AMD: Verschraubung über Backplate, Mainboard-Ausbau nötig
    Intel: Verschraubung über Backplate, Mainboard-Ausbau nötig

    Zusätzliches Zubehör: Wärmeleitpaste in einer Tüte, Poti-Lüftersteuerung über Slotblende (nicht abnehmbar)


    Besonderheiten beim Einbau auf AMD-Systemen:
    Der Kühler wird über eine Backplate verschraubt, was in diesem Fall etwas umständlich von der Hand geht. Zuerst werden die richtigen Haltearme am Kühler verschraubt. Danach muss man die Backplate an der Rückseite des Boardes festhalten, den Kühler auf die CPU setzen und beides dann mittels Schrauben befestigen. Drei Arme wären bei diesem Vorhaben hilfreich. Einfacher geht es, wenn man den Kühler auf den Kopf stellt, das Board dann darauf legt und erst jetzt die Backplate verschraubt. Zumindest dann benötigt man nur zwei Hände. Alles in allem eine Prozedur, die man einfacher gestalten könnte.
    Diagramme neu


    Der Scythe Ninja 3 ist ein recht verspielter Kühler. Auf der Oberseite findet man ein Tribal und der unorthodoxe Kühlkörper sticht ebenfalls gleich ins Auge. An einen japanischen Meuchelmörder oder Spion erinnert der Kühler trotz seiner Namensgebung trotzdem nicht. Vielmehr erscheint der quadratische Kühlkörper so, als hätte man ihn zweimal mit der Axt überkreuz geteilt. Laut Scythe sollen diese Einschnitte für eine kontrollierte Verwirbelung der Luft sorgen, jedoch kam uns dies alles andere als plausibel vor und bewahrheitet sich auch im Test. Anstatt die Luft gerade durch den Kühler strömt und somit die gesamte Wärme aller Kühlfinnen aufnimmt, verlässt der Hauptteil der Abluft den Kühlkörper durch die Ausschnitte. Genau genommen durch die Ecken welche dem Lüfter gegenüber liegen. Dadurch bekommt der hintere, dreieckige Teil des Lüfters kaum noch einen Luftstrom ab. Bemerkbar macht sich dies auch deutlich, denn an diesem hinteren Teil tritt im Grunde keine Luft mehr aus. Trotz der acht U-förmigen Heatpipes wird hier schlichtweg Potential verschenkt. Auch einer passiven oder semipassiven Kühlung, wie man es von seinen Vorgängern gewohnt ist, kommen diese Ausschnitte nicht wirklich zu Gute. Scythe verzichtet beim Ninja 3 auch gänzlich auf eine Riffelung oder sonstige Techniken, um das Eindringen der Luft in den Kühlkörper zu erleichtern - etwas, dass auch der Lautstärke nicht zugutekommt. Trotzdem ist der Ninja 3 ein guter Krieger und bietet neben der guten Verarbeitung eben massig Heatpipes und eine große Kühlfläche. Der Boden des Ninja 3 ist etwas anspruchsvoller als bei anderen Scythe-Kühlern. Anstatt die Heatppes einfach auf einer Bodenplatte zu verlöten, werden diese hier übereinander gelagert und in einen Block gepackt.

    Der Scythe-Slipstream-Lüfter ist identisch zu dem, welcher auch beim Yasya beiliegt. Dadurch bietet er die gleichen Eigenschaften, außer, dass er aufgrund der einfachen Finnenkonstruktion, etwas lauter agiert, trotz identischer Drehzahlen. Natürlich liegt das nicht direkt am Lüfter, sondern am Luftstrom, der auf die Wand des Kühlers trifft. Der Drehzahlbereich von 470-1900 1/min gibt dem Nutzer die Möglichkeit, jederzeit den für ihn passenden Drehzahlbereich zu nutzen, gleich ob er es leise oder einfach nur leistungsstark haben möchte. Die beiliegende Lüftersteuerung ist dabei hilfreich, kann aber auch störend wirken. Diese besteht aus einer Slotblende mit montiertem Drehpoti und ist nicht vom Lüfter abnehmbar. Man ist also gezwungen, die Lüftersteuerung zu verbauen und zu verwenden. Dabei kann man mit dieser Lüftersteuerung nur recht dezent die Drehzahlen ändern. Aber immerhin innerhalb aller Spannungen. Wer eine sehr gute Lüftersteuerung sein Eigen nennt, sei es über das Mainboard oder eben separat, wird diese Steuerung als störend empfinden, während alle anderen sich darüber freuen dürfen, dass sie ihrer eventuell bescheidenen PWM-Steuerung des Mainboards dezent nachhelfen können. Bei hohen Drehzahlen zeigt sich zudem der Nachteil, dass Scythe auf entkoppelte Lüfter verzichtet, denn hier treten Vibrationen auf. Sobald der Lüfter aber auf 1200 1/min oder weniger gedrosselt wird, fallen diese nahezu gänzlich weg und der Lüfter kann dann auch empfindliche Ohren zufriedenstellen. Im Gesamten betrachtet, ist der Lüfter sehr vielseitig, qualitativ gut und erfüllt absolut seinen Zweck.

    Scythe Ninja 3


    Scythe Ninja 3


    Scythe Ninja 3


    Fazit
    Der Ninja 3 hat es sehr schwer. Optisch interessant, verliert er gegen seine eigenen Brüder in nahezu allen Bereichen. Einmal ist er weder günstiger als der Mugen 2 oder Yasya, zum anderen ist er auch nicht besser als diese. Auch bei der Halterung kann der Ninja 3 nicht wirklich punkten. Die Verschraubung ist sehr umständlich und dürfte einige wenig versierte Anwender zur Weißglut treiben. Da nutzt auch der Vorteil nicht, dass der Lüfter an jeder Seite des Kühlers montiert werden kann. Weiterhin ist Scythe auch beim Zubehör des Ninja 3 sehr minimalistisch. Keine zusätzlichen Lüfterklammern und eine Wärmeleitpaste, welche in einem Tütchen daher kommt, sind etwas mau. Die Lüftersteuerung kann dies nur geringfügig glattbügeln, dürfte deren fester Anschluss an den Lüfter auch nicht jeden erfreuen. Gemessen an der Leistung ist der Ninja 3 jedoch ein sehr starker Kühler zu einem geringen Preis. Auch die Lautstärke ist mehr als nur gut, hängt aber auch wieder seinen Brüdern teils deutlich hinterher. Gäbe es den Scythe Yasya und Mugen 2 nicht, wäre der Scythe Ninja 3 ein sehr empfehlenswerter Kühler, da in seinem Preisbereich nur wenig echte Konkurrenz auf dem Markt zu finden ist. Aber bei der jetzigen Situation wirkt der Ninja 3 einfach deplatziert. In keiner Disziplin kann er dem Scythe Yasya oder Mugen 2 das Wasser reichen, auch wenn er sehr nahe dran ist. Die semipassiven Eigenschaften sind auch beim Mugen 2 einfach besser.

    [BREAK=Scythe Rasetsu]
    Scythe Rasetsu


    Technische Daten:
    Preis: ca. 34 €
    Maße (BxHxT): 13 cm / 14,1 cm / 13 cm
    Gewicht: ca. 730 g
    Lüfter: 120 mm
    Lüfterdrehzahl: 470-1900 1/min
    Lüfteranschluss: 4-Pin PWM (mit angeschlossener Lüftersteuerung über Slotblende)
    Beleuchtung: nein
    Aufbau: Top-Blow
    Sockel: 754, 939, 940AM2, AM2+, AM3, 775, 1156, 1155, 1366
    Nebengeräusche: kaum hörbares Schleifen
    Art der Lüfterbefestigung: Klammern für 120-mm-Lüfter

    Einbau:
    AMD: Klammer, Mainboard-Ausbau nicht nötig
    Intel: Pushpins, Mainboard-Ausbau nicht nötig

    Zusätzliches Zubehör: Wärmeleitpaste in einer Tüte, Poti-Lüftersteuerung über Slotblende (nicht abnehmbar)


    Besonderheiten beim Einbau auf AMD-Systemen:
    Der Einbau des Kühlers ist sehr simpel und problemlos möglich. Zwei Klammern werden einfach auf den Kühler gesteckt, welche man wiederum am Retention Modul befestigt. Auf jeder Seite muss nur noch ein Hebel umgelegt werden und fertig ist der Einbau. Der Einbau ist demnach völlig schraubenlos.

    Diagramme neu


    Der Scythe Rasetsu ist ein klassischer Top-Blow-Kühler der in weiten Teilen an den Scythe Yasya angelehnt ist. Allen voran betrifft dies die verwendeten Kühlfinnen. Sie sind direkt vom Yasya übernommen worden, womit Scythe zwei Fliegen mit einer Klappe schlägt. Zum einen kann man so Kosten sparen, zum anderen die guten Eigenschaften des Scythe Yasya auf den Rasetsu übertragen. Die Staffelung der Kühlfinnen ist gut durchdacht und erleichtert nicht nur das Eindringen der Luft in die Kühlfinnen, sondern lenkt diese auch sehr gut durch den gesamten Kühlkörper, sodass die Luft weder zur Seite noch nach oben oder unten entweicht. Die sechs Heatpipes sind aber anders in die Kühlfinnen eingebettet als beim Scythe Yasya, was dem gesamten Aufbau des Kühler zugrundeliegt. Trotzdem sind sie gut in den Kühlfinnen verteilt und geben die Wärme breit gefächert an diese ab. Bei vielen Kühlern verlaufen die Heatpipes von außen in den Kühlblock, was einige Probleme verursachen kann. Das häufigste Problem ist hierbei, dass die Heatpipes oft weit und flach aus dem Kühlerboden herauslaufen und so mit umliegenden Bauteilen kollidieren können. In einigen Fällen können sogar RAM-Bänke komplett blockiert werden. Scythe umgeht dieses Problem gänzlich und führt die Heatpipes sofort steil nach oben und in die Mitte des Kühlkörpers. Der Nachteil dieser Technik ist offensichtlich, ein Teil der Kühlfläche geht verloren. Da ein Teil dieses Bereiches unterhalb der Lüfternabe liegt, kann man diesen Nachteil zumindest ein wenig außer Acht lassen. Der Boden des Kühlers ist recht einfach gehalten. Die Heatpipes laufen durch einen kleinen Kühlblock und sind dort auf einer dünnen Bodenplatte verlötet. Die allgemeine Verarbeitung ist wie immer gut.

    Der beiliegende Lüfter ist mit denen des Scythe Yasya und des Ninja 3 identisch. Er entstammt der Slipstream-Reihe und bietet einen riesigen Drehzahlbereich. Damit kann jeder Anwender die optimale Einstellung für sich finden und von extrem leise bis sehr leistungsstark alles abdecken, was er sich wünscht. Der Lüfter neigt aber zu leichten Vibrationen in hohen Drehzahlen, welche sich aber rasch legen, wenn man die Drehzahl auf etwa 1200 1/min senkt. Die beiliegende Lüftersteuerung ist fest am Lüfter montiert und wird per Slotblende befestigt. Der Drehpoti bietet allerdings keinen großen Regelbereich und dient eher der Feineinstellung, wenn die PWM-Steuerung nicht die gewünschte Drehzahl liefert. Zum einen freut dies Nutzer, welche eine eher bescheidene PWM-Steuerung des Mainboards ihr Eigen nennen. Andere dürften es als störend empfinden, wenn sie die Lüftersteuerung nicht abnehmen können. Hier muss jeder für sich entscheiden, ob er dies als positiv oder negativ empfindet. Der Lüfter harmoniert sehr gut mit dem Kühler, auch wenn die maximale Drehzahl und die dann sehr hohe Lautstärke keinen großen Mehrwert bei der Kühlung zur Folge hat. Anders ausgedrückt, wer mit der Kühlung bei ca. 1200-1400 1/min nicht zufrieden ist, wird bei maximaler Drehzahl von 1900 1/min auch kein wirklich besseres Ergebnis erzielen.

    Scythe Rasetsu


    Scythe Rasetsu


    Scythe Rasetsu


    Fazit
    Mit dem Rasetsu schließt Scythe die Lücke zwischen den Top-Blow-Kühlern, dem sehr flachen und beliebten Scythe Big Shuriken und dem sehr leistungsstarken Grand Kama Cross. Das gelingt sehr gut und in allen Bereichen. Sei es die Lautstärke, die Leistung oder die Bauhöhe, in allen Bereichen liegt der Rasetsu zwischen seinen Brüdern. Auch wenn der Trend eher in die Richtung des Grand Kama Cross wandert, bleibt der Abstand dennoch klar vorhanden. Die Leistung ist insgesamt für alle CPUs mehr als ausreichend und die Bauweise kühlt auch umliegende Bauteile mit. Die beiliegende Lüftersteuerung ist fest montiert, was nicht jedem gefallen dürfte, aber auch andere sicherlich nicht stören wird. Als reine Lüftersteuerung ist der Regelbereich zu gering und dient nur dem Feintuning der PWM-Steuerung. Das Zubehör bleibt ansonsten mager und beläuft sich auf ein Tütchen Wärmeleitpaste und die benötigten Klammern für den Lüfter. Wer einen guten Top-Blow-Kühler sucht wird seine Freude mit dem Rasetsu haben. Die einfache Montage dürfte ebenfalls viele ansprechen. Die Leistung mag nichts für starke Übertakter sein, genügt aber, um CPUs bis 125-W-TDP auch im Sommer leise zu kühlen.

    [BREAK=Scythe Yasya]

    Scythe Yasya


    Technische Daten:
    Preis: ca. 33 €
    Maße (BxHxT): 13 cm / 15,9 cm / 10,9 cm
    Gewicht: ca. 848 g
    Lüfter: 120 mm
    Lüfterdrehzahl: 470-1900 1/min
    Lüfteranschluss: 4-Pin PWM (mit angeschlossener Lüftersteuerung über Slotblende)
    Beleuchtung: nein
    Aufbau: Turmkühler
    Sockel: 754, 939, 940, AM2, AM2+, AM3, 775, 1156, 1155, 1366
    Nebengeräusche: kaum hörbares Schleifen
    Art der Lüfterbefestigung: Klammern für 120 mm Lüfter

    Einbau:
    AMD: Klammer, Mainboard-Ausbau nicht nötig
    Intel: Pushpins, Mainboard-Ausbau nicht nötig

    Zusätzliches Zubehör: Wärmeleitpaste in einer Tüte, Poti-Lüftersteuerung über Slotblende (nicht abnehmbar)

    Besonderheiten beim Einbau auf AMD-Systemen:
    Der Einbau des Kühlers ist sehr simpel und problemlos möglich. Zwei Klammern werden einfach auf den Kühler gesteckt, welche man wiederum am Retention-Modul befestigt. Auf jeder Seite muss nur noch ein Hebel umgelegt werden und fertig ist der Einbau. Der Einbau ist demnach völlig schraubenlos.

    Diagramme neu


    Anstatt mit einer massiven und riesigen Kühlfläche zu protzen, wie es Scythe mit dem Mugen 2 vormacht, wirkt der Yasya etwas dezenter ohne tatsächlich sehr viel kleiner oder leichter zu sein. Im Gegenteil, der Yasya ist von den Maßen her sogar dezent größer. Das kleinere Aussehen ist einfach nur eine optische Täuschung. Den Grund dafür muss man nicht lange suchen, sondern findet sich schnell in der außergewöhnlichen Lamellenform wieder. Scythe versucht hier mit sehr verwinkelten und treppenförmig gestaffelten Kühllamellen den Luftstrom zu optimieren. Diese Optimierung hat sich auch tatsächlich gelohnt. Die auf dem Kühlkörper auftreffende Luft kann sehr leicht in den Kühlkörper eindringen und wird durch dessen Form geradezu innerhalb des Kühkörpers an die Hotspots gelenkt. Seitlich ausströmende Luft ist kaum vorhanden, was auf eine sehr gute Umsetzung der Technik hindeutet. Dabei hätte die auftreffende Luft wahrlich genug Öffnungen zum Vorbeiströmen, gerade am oberen und unteren Teil des Kühlers. Um die Wärme schnell in die Kühlfinnen zu leiten, setzt Scythe wiedermal auf eine ganze Batterie von Heatpipes. Sechs Stück sind auf jeder Seite in Zweierreihen angeordnet und verteilen die Wärme sehr großflächig in die Kühlfinnen. Beim Boden bleibt es wieder mal Scythe-typisch recht simpel. Die Heatpipes werden auf einer dünnen Bodenplatte verlötet, auf der noch ein kleiner Kühlblock mit senkrechten Finnen sitzt. Die Verarbeitung bleibt anstandslos und damit gut.

    Der beiliegende Lüfter aus der Slipstream-Reihe hat ein enormes Drehpotential und bedient Silent-Fans wie auch Kühlfetischisten. Dass der Scythe Yasya mit allen Drehzahlbereichen etwas anfangen kann, zeigen unsere Ergebnisse. Die kaum wahrnehmbaren Schleifgeräusche sind getrost zu vernachlässigen, der Luftstrom übertönt die Lagergeräusche zu jeder Zeit. Auf Entkoppler verzichtet Scythe, was sich bei sehr hohen Drehzahlen ein wenig bemerkbar macht. Die Vibrationen halten sich aber in Grenzen und verschwinden bei etwa 1200 1/min gänzlich. Höhere Drehzahlen werden die Wenigsten benötigen, denn die Kühlleistung ist sehr gut. Ein Kritikpunkt, und auch gleichzeitig ein Pluspunkt, ist die beiliegende Lüftersteuerung. Diese wird über eine Slotblende befestigt und von dort über einen Drehpoti bedient. Allerdings kann man diese Steuerung nicht vom Lüfter abklemmen, da sie fest am Lüfter montiert ist. Das macht eine Regelung über den PWM-Anschluss etwas schwierig. Schließt man den Lüfter direkt per 12, 7 oder 5 V an, kann man über die Lüftersteuerung den Lüfter nur recht begrenzt regeln. Bei 12 V ist der Regelbereich derart gering das davon abzuraten ist. Viel eher ist die Lüftersteuerung ein Zusatz für die PWM-Steuerung. Viele Boards können nur in festen Stufen regeln die oft keine feinen Abstufungen erlauben. Hier ist die Lüftersteuerung ein Segen, denn man kann hier zusätzlich nachregeln und so die optimale Drehzahl finden. Allerdings wäre es wohl für einige wünschenswert, wenn man die Lüftersteuerung abnehmen könnte. Trotzdem ist der Lüfter sehr gut und passt wunderbar zum Kühler.

    Scythe Yasya


    Scythe Yasya


    Scythe Yasya


    Fazit
    Der Scythe Yasya schlägt seinen preislichen Konkurrenten Mugen 2 leicht bei den Lautstärkemessungen in bestimmten TDP-Klassen. Hier kann der Yasya seine technische Überlegenheit ausspielen. Dabei ist die Montage deutlich einfacher gehalten, ein weiterer Pluspunkt gegenüber dem Mugen 2. AMD-Nutzer sind allerdings etwas benachteiligt. Der Lüfter lässt sich nur nach oben blasend montieren. Die beiliegende Lüftersteuerung kann, wie im Text erwähnt, weder als großer Pluspunkt noch als Minuspunkt gewertet werden, sondern ist davon abhängig, wie der Nutzer seinen Lüfter am liebsten regeln möchte. Nutzer mit einer guten Lüftersteuerung, entweder separat oder über das Mainboard, wird diese eher stören, während Nutzer mit eher bescheidenen Möglichkeiten, den Lüfter zu regeln, sich darüber freuen werden. Scythe sollte hier die Möglichkeit bieten, die Lüftersteuerung vom Lüfter abnehmen zu können. Ein Kritikpunkt ist aber klar das spartanische Zubehör. Lüfterklammern für einen zweiten Lüfter fehlen und auch das Tütchen Wärmeleitpaste ist etwas wenig. Andere Hersteller legen hier fast immer ein weiteres Set Lüfterklammern bei und die Wärmeleitpaste wird meist auch in einer kleinen Spritze mit mehr Inhalt ausgeliefert. Selbst bei der Verpackung ist Scythe extrem spartanisch und protzt hier geradezu mit Purismus. Auf der anderen Seite wandern die Ersparnisse direkt an den Kunden weiter, so viel Leistung für so wenig Geld, bekommt man sonst kaum. Man kann getrost sagen, dass der Scythe Yasya sein Geld mehr als wert ist und in keinem Fall ein Fehlkauf ist.

    [BREAK=Kühlleistungen bei 65 W TDP]

    Raumtemperatur 28 °C

    5 V Lüfterspannung


    Allgemein


    7 V Lüfterspannung


    Allgemein


    12 V Lüfterspannung


    Allgemein

    [BREAK=Kühlleistungen bei 89 W TDP]


    Raumtemperatur 28 °C

    5 V Lüfterspannung

    Allgemein


    7 V Lüfterspannung

    Allgemein


    12 V Lüfterspannung

    Allgemein

    [BREAK=Kühlleistung bei 125 W TDP]



    Raumtemperatur 28 °C

    5 V Lüfterspannung

    Allgemein


    7 V Lüfterspannung

    Allgemein


    12 V Lüfterspannung

    Allgemein

    [BREAK=Kühlleistung bei 140 W TDP]



    Raumtemperatur 28 °C

    5 V Lüfterspannung

    Allgemein


    7 V Lüfterspannung

    Allgemein


    12 V Lüfterspannung

    Allgemein

    [BREAK=Lautstärke 5 V, 7 V und 12 V Lüfterspannung]

    Lautstärke in db(A) bei 5V Lüfterspannung

    Allgemein


    Lautstärke in db(A) bei 7V Lüfterspannung

    Allgemein


    Lautstärke in db(A) bei 12V Lüfterspannung

    Allgemein

    [BREAK=Lautstärke bei Zieltemperatur 55 °C]

    Umgebungstemperatur 28 °C

    Lautstärke bei 65 W TDP


    Allgemein


    Lautstärke bei 89 W TDP

    Allgemein


    Lautstärke bei 125 W TDP

    Allgemein


    Lautstärke bei 140 W TDP

    Allgemein

    [BREAK=Alle Kühler auf einen Blick]
    Begriffserklärung

    Max TDP leise
    Darunter verstehen wir alle Kühler, die in der jeweiligen TDP-Klasse eine Höchstlautstärke von 42 db(A) erreichen und dabei unterhalb von 55 °C bleiben.

    Leicht hörbar
    Darunter verstehen wir alle Kühler, die in der jeweiligen TDP-Klasse mehr als 42 db(A) aber maximal 46 db(A) erreichen und dabei unterhalb von 55 °C bleiben.

    Max TDP
    Darunter verstehen wir TDP-Klassen, die der jeweilige Kühler unterhalb von 55 °C halten kann bei maximaler Drehzahl des Lüfters.

    Preis
    Sofern vorhanden, nehmen wir den dritten Preis aus Geizhals. Wenn der Kühler nicht bei Geizhals gelistet ist, setzen wir keinen Link, sondern nennen den Preis, der vom Hersteller empfohlen wird. Wenn ein CPU-Kühler nicht lieferbar ist, schreiben wir: n.l. für nicht lieferbar.

    Kühler Höhe Blasrichtung Mainboardausbau nötig Bauart Max TDP leise Max TDP leicht hörbar Max TDP generell Preis
    AMD Boxed X6 1055T 6,3 cm Top-Blow Nein Top-Blow Kühler - - Siehe Text 0 €
    Akasa AK-968 X4 13,5 cm Oben Nein Turmkühler - 89 W 140 W ca. 28 €
    Akasa Nero AK-967 16 cm Oben Nein Turmkühler 65 W 89 W 125 W ca. 36 €
    Akasa Venom 16 cm Oben Nein Turmkühler 89 W 125 W 140 W ca. 35 €
    Arctic Cooling Freezer 64 Pro 12,7 cm Hinten Nein Turmkühler 65 W 65 W 125 W ca. 16 €
    Cooler Master Hyper TX3 13,7 cm alle Richtungen Nein Turmkühler 65 W 89 W 140W ca. 13€
    Cooler Master V6GT 16,5 cm alle Richtungen Ja Turmkühler - 125 W 140 W ca. 47 €
    Cooler Master Hyper 101 11,7 cm alle Richtungen Nein Turmkühler - - 89 W ca. 17 €
    Cooler Master Hyper 212 Plus 15,9 cm alle Richtungen Ja Turmkühler 89 W 125 W 140 W ca. 23 €
    Cooler Master Vortex Plus 8,4 cm Top-Blow Nein Top-Blow Kühler 89 W 89 W 125 W ca. 22 €
    Coolink Corator DS 15,5 cm Hinten Ja Doppel-Turmkühler 125 W 125 W 140 W ca. 48 €
    Corsair A50 15,9 cm Oben Nein Turmkühler - - 125 W ca. 25 €
    Corsair A70 16 cm Oben Nein Turmkühler - - 140 W ca. 31€
    Corsair H70 siehe Text siehe Text Ja Wasserkühlung - - 140 W ca. 79 €
    Corsair H50 siehe Text siehe Text Ja Wasserkühlung - 125 W 140 W ca. 60 €
    CoolIT Eco siehe Text siehe Text Ja Wasserkühlung - 125W 140W ca. 55 €
    EKL Alpenföhn Matterhorn 15,8 cm Hinten Ja Turmkühler 89 W 125 W 140 W ca. 49 €
    EKL Alpenföhn Panorama 6,6 cm Top-Blow Nein Top-Blow Kühler - 89 W 89 W ca. 20 €
    EKL Alpenföhn Sella 12,9 cm Hinten Nein Turmkühler 89 W 89 W 140 W ca. 18 €
    Gelid Tranquillo 15,3 cm Oben Nein Turmkühler 89 W 125 W 140W ca. 27 €
    Noiseblocker TwinTec 15,8 cm Oben Ja Turmkühler 125 W 140 W 140 W ca. 57 €
    Nexus FLC-3000 10,5 cm Hinten Nein geneigter Turmkühler 65 W 89 W 125 W ca. 48 €
    Nexus Low-7000 R2 7 cm Top-Blow Nein Top-Blow Kühler 89 W 89 W 125 W 40€
    Noctua C12P SE14 11,4 cm Top-Blow Ja Top-Blow Kühler 89 W 89 W 125 W ca. 56 €
    Noctua NH-D14 16 cm Hinten Ja Doppel-Turmkühler 140 W 140 W 140W ca. 66 €
    Noctua U9B SE2 12,5 cm Oben (siehe Text) Ja Turmkühler 89 W 89 W 140W ca. 45 €
    Prolimatech Armageddon 16 cm Hinten Ja Turmkühler 89 W 125 W 140 W ca. 43 €
    Prolimatech Megahalems 15,9 cm alle Richtungen Ja Turmkühler 125 W 140 W 140 W ca. 45 €
    Prolimatech Genesis 16 cm Hinten Ja Hybride 140 W 140 W 140 W UVP 59,90 €
    Prolimatech Samuel 17 4,5 cm o.Lüfter Top-Blow Ja Top-Blow Kühler 65 W 89 W 89 W ca. 39 €
    Prolimatech Super Mega 15,9 cm alle Richtungen Ja Turmkühler 125 W 140 W 140 W ca. 62 €
    Scythe Big Shuriken 5,8 cm Top-Blow Nein Top-Blow Kühler - 89 W 89 W ca. 25 €
    Scythe Grand Kama Cross 14 cm Top-Blow Nein Top-Blow Kühler 125 W 140 W 140 W ca. 29 €
    Scythe Katana 3 14,3 cm Hinten Nein geneigter Turmkühler 65 W 89 W 125 W ca. 18 €
    Scythe Mugen 2 15,8 cm alle Richtungen Ja Turmkühler 125 W 125 W 140 W ca. 34 €
    Scythe Mine 2 16 cm Hinten Ja Doppel-Turmkühler 140 W 140 W 140 W ca. 53€
    Scythe Ninja 3 16 cm alle Richtungen Ja Turmkühler 89 W 125 W 140 W ca. 33€
    Scythe Rasetsu 14,1 cm Top-Blow Nein Top-Blow-Kühler 89 W 125 W 140 W ca. 34€
    Scythe Yasya 15,9 cm Oben Nein Turmkühler 125 W 140 W 140 W ca. 34€
    Scythe Samurai ZZ 9,4 cm Top-Blow Nein Top-Blow Kühler - 65 W 125W ca. 18 €
    Silentmaxx BigBlock 16 cm Oben Ja Turmkühler 89 W 140 W 140 W 80 €
    Silentmaxx TwinBlock 16 cm Oben Ja Turmkühler 125 W 125 W 140W 100 €
    SilenX ixtrema 120-HA1 15,6 cm Hinten Nein Turmkühler - - 125 W n.l.
    SilenX iXtrema 98-HA1 11,1 cm Hinten Nein Turmkühler - - 89 W n.l.
    Spire CoolGate 13, cm Oben Nein Turmkühler - 89 W 89 W ca. 20 €
    Spire StarCore 7,7 cm Top-Blow Nein Top-Blow Kühler - 65 W 89 W ca. 7 €
    Spire TherMax Eclipse II 15,2 cm Hinten Ja Turmkühler - - 140 W ca. 48 €
    Thermaltake TR2-R 8,4 cm Top-Blow Nein Top-Blow Kühler - 65 W 65 W ca. 16 €
    Thermaltake ISGC-300 16,1 cm Oben Ja Turmkühler 89 W 89 W 140 W ca. 35 €
    ThermoLab Baram 2010 16 cm Hinten Ja Turmkühler 89 W 125 W 140 W n.l.
    Titan Fenrir 15,6 cm Oben Ja Turmkühler - - 140 W ca. 38 €
    Titan Hati 16 cm Oben Ja Turmkühler - 140 W 140 W ca. 43€
    Titan NK95/HS 11 cm Top-Blow Ja Top-Blow Kühler 65 W - 89 W n.l.
    Titan Skalli 15,2 cm Oben Nein Turmkühler 65 W 89 W 125 W ca. 24 €
    Xigmatek Aegir 15,9 cm Hinten Ja Turmkühler 89 W 125 W 140 W ca. 44 €
    Xigmatek Nepartak 13,4 cm Oben Nein Turmkühler 89 W - 140W ca. 24 €
    Xigmatek Gaia 15,9 cm Hinten Ja Turmkühler 89 W 125 W 140 W ca. 22€
    Xigmatek Loki 13,4 cm Hinten Ja Turmkühler 89 W 89 W 125 W ca. 15€
    Xigmatek Balder S1283 15,9 cm Oben Nein Turmkühler 65 W 89 W 140 W ca. 33 €
    Xigmatek Thor`s Hammer 16 cm Oben Nein Turmkühler 125 W 140 W 140 W ca. 42 €
    Xilence 4All.R3 10 cm Oben Nein Turmkühler 65 W 89 W 125 W n.l.
    Xilence M606 15,5 cm Hinten Ja Turmkühler 89 W 125 W 140 W ca. 44 €
    Xilence M612 PRO 16,2 cm Hinten Ja Turmkühler 125 W 140 W 140 W UVP 59,90€
    Zalman 8700 6,7 cm Hinten Nein Top-Blow Kühler 65 W 89 W 125 W ca. 27 €
    Zalman 9900 15,2 cm Hinten Nein Turmkühler - - 140 W ca. 38 €
    Zalman X10 Extreme 16 cm Hinten Nein Turmkühler 125 W 125 W 140 W ca. 44 €
    Zaward Vapor 120 16 cm Hinten Ja Turmkühler - 89 W 140W Ca. 35 €

    [BREAK=Fazit]

    Scythe Logo


    Um es vorweg zu nehmen, alle heute getesteten Kühler sind sehr gut und bieten ein grandioses Preis-Leistungsverhältnis. Gleich welcher Kritik die Kühler unsererseits unterliegen, man macht mit keinem der getesteten Kühler einen Fehler. Ein Kritikpunkt ist bei allen Kühlern die magere Ausstattung. Wärmeleitpaste in einem Tütchen ist nicht mehr zeitgemäß, da nahezu alle anderen Hersteller eine Spritze mitliefern, die mehrfach verwendet werden kann. Auch auf zusätzliche Lüfterklammern verzichtet Scythe gänzlich, obwohl die Towerkühler allesamt die Möglichkeit bieten, mehr als einen Lüfter zu montieren. Auch bei der Verpackung ist Scythe sehr sparsam. Während andere Hersteller ihre Kühler oft aufwendig verpacken, bleibt Scythe sehr minimalistisch. Letzteres ist aber kein echter Nachteil, sondern kann auch aus umwelttechnischer Sicht sogar als Pluspunkt gesehen werden. Am Ende kann man Scythe diese Einsparungen nicht übel nehmen, wandern diese doch direkt in den Preis, welchen Scythe sehr weit herunterdrückt. Die Sparmaßnahmen werden also direkt an den Kunden weitergegeben. Das ist sehr löblich. Wer mehr haben möchte, kann sich Lüfterklammern und weiteres Zubehör auch direkt dazu bestellen und landet am Ende trotzdem noch unterhalb des Preises einiger anderer Kühler mit ähnlicher Leistung, aber höherwertiger Ausstattung.

    Die beigelegte Lüftersteuerung ist zwiespältig zu sehen. Warum Scythe diese fest an den Lüfter montiert, ist unverständlich. Viele Kunden regulieren den Lüfter lieber selbst mit separaten Lüftersteuerungen oder eben per Adapter. Erschwerend kommt der geringe Regelbereich der Lüftersteuerung dazu. Diese regelt den Lüfter nur recht geringfügig und kann in keinster Weise als alleinige Steuerung sinnvoll verwendet werden. Allerdings gibt sie Nutzern die Möglichkeit, eine schwache PWM-Steuerung des Mainboards auszugleichen. Denn bei der Lüftersteuerung patzen viele Mainboardhersteller und regeln die CPU-Lüfter recht grob in diversen, kaum regulierbaren, Schritten. Hier kann der Nutzer mit der Lüftersteuerung sehr schön die Regelung verfeinern. Jeder Nutzer muss folgend für sich entscheiden, ob die Lüftersteuerung für ihn ein Plus- oder Minuspunkt ist. Würde Scythe die Lüftersteuerung so fertigen, dass man sie abnehmen kann, wäre es ein besserer Weg, um die Kunden zufriedenzustellen.

    Mit dem Scythe Mine 2 hat man einen würdigen, wenn nicht gar grandiosen Nachfolger zum Scythe Mine geschaffen, der es spielend schafft, in der obersten Liga mitzuspielen. Die umständliche Halterung bleibt aber ein Kritikpunkt und sollte verbessert werden. Die Leistung ist grandios, der Preis im Vergleich zur gebotenen Leistung ebenfalls. Im Gegenzug ist der Scythe Ninja 3 kein würdiger Nachfolger seiner Vorgänger. Er ist ein guter und günstiger Kühler, entspricht aber nicht mehr der ursprünglichen Ausrichtung des passiven oder semipassiven Kühlers. Dazu sind die TDP-Werte der CPUs zu rasant gestiegen. Für sehr TDP-schwache CPUs ist er sicherlich noch in diesem Bereich zu gebrauchen, bei höheren TDP-Klassen machen ihm aber andere Produkte aus der Scythe-Familie zu großen Druck. Er unterliegt den preislich identischen Kühlern Scythe Mugen 2 und Yasya in allen Bereichen. Zwar ist er nicht wesentlich schwächer, aber bei identischen Preisen stellt sich die Frage, was Scythe eigentlich erreichen wollte.
    Der Scythe Yasya ist insgesamt stärker als der Mugen 2, bietet aber nicht ganz die Vielfältigkeit wie der Mugen 2. Der Scythe Mugen 2 ist der bessere semipassive Kühler und bietet viel mehr Möglichkeiten, Lüfter zu montieren, als der Yasya. Im Gegenzug ist der Yasya etwas stärker bei aktiver Kühlung und bietet das einfachere Montagesystem. So kann der Kunde bei gleichem Preis entscheiden, was ihm wichtiger ist. Nachteilig ist die Blasrichtung auf AMD-Systemen in Richtung Deckel. Das mag für einige störend sein und auch wir empfehlen diese Variante nicht.

    Am Ende steht der Rasetsu, welcher ein rundum gelungener Kühler ist und das Portfolio der Top-Blow-Kühler bei Scythe abrundet. Er positioniert sich zwischen dem Scythe Big Shuriken und dem Grand Kama Cross mit der Leistungstendenz in Richtung des Grand Kama Cross. Abgesehen von der bereits angesprochenen Lüftersteuerung können wir den Kühler ausnahmslos empfehlen, sofern der Platz für einen hohen Towerkühler nicht vorhanden ist. Die Leistung reicht um alle CPUs leise zu kühlen. Übertakter greifen dennoch lieber zu stärkeren Modellen, sofern dadurch TDP-Werte von über 125W überschritten werden. Denn ab da muss der Lüfter doch höher drehen und die Lautstärke steigt. Wen das nicht stört, der hat noch genug Reserven, um auch mehr als 140W kühlen zu können. Jedoch sollte man es nicht übertreiben.

    Alles in allem hat Scythe seine Produktpalette gut ausgebaut und stellt sich lediglich bei der Preisgestaltung und Ausrichtung der Kühler selbst ein Bein. Für ungefähr 34€ kann man hier drei Towerkühler erstehen, die sich nur unwesentlich unterscheiden. Dabei bleibt einer, nämlich der besagte Ninja 3, etwas hinter den Leistungen des Mugen 2 und Yasya zurück. Zwar ist jeder der drei Kühler für sich genommen ein sehr gutes Produkt, aber welchen man am Ende nimmt, hängt nur von Kleinigkeiten und dem eigenen optischen Empfinden ab. Konkurrenz belebt das Geschäft, aber Konkurrenz im eigenen Lager ist doch etwas fragwürdig.

    Geändert von Nero24. (17.08.2013 um 23:33 Uhr)

  2. Die folgenden 32 Benutzer sagen Danke zu Stechpalme für diesen nützlichen Beitrag:

    aalerich (12.06.2011), Atlan78 (18.04.2011), b3n5n (05.05.2011), BMLegend (18.04.2011), btolksdorf (09.05.2011), Buddha (18.04.2011), geipi (15.05.2012), Haubi (23.04.2011), ICEMAN (16.05.2011), jcworks (31.05.2011), Madnimrod (19.04.2011), mapim (22.04.2011), Metalhead85 (19.04.2011), mibo (18.04.2011), mickythebeagle (18.04.2011), mika (19.04.2011), Mr. Ice (19.04.2011), MrBad (18.04.2011), Nights (21.04.2011), Opteron (19.04.2011), radinger (19.04.2011), ren (18.04.2011), S.I. (02.01.2012), Sagi T 754 (24.04.2012), schiggung (22.04.2011), Sefegiru (18.04.2011), skneo (19.04.2011), Soran (19.04.2011), Species_0001 (18.04.2011), TrippleM (25.08.2011), Wedge (19.04.2011), Yoshi 2k3 (19.04.2011)

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  
Single Sign On provided by vBSSO