Technische Daten:Preis: ca. 33 €
Maße (BxHxT): 13 cm / 15,9 cm / 10,9 cm
Gewicht: ca. 848 g
Lüfter: 120 mm
Lüfterdrehzahl: 470-1900 1/min
Lüfteranschluss: 4-Pin PWM (mit angeschlossener Lüftersteuerung über Slotblende)
Beleuchtung: nein
Aufbau: Turmkühler
Sockel: 754, 939, 940, AM2, AM2+, AM3, 775, 1156, 1155, 1366
Nebengeräusche: kaum hörbares Schleifen
Art der Lüfterbefestigung: Klammern für 120 mm Lüfter
Einbau:AMD: Klammer, Mainboard-Ausbau nicht nötig
Intel: Pushpins, Mainboard-Ausbau nicht nötig
Zusätzliches Zubehör: Wärmeleitpaste in einer Tüte, Poti-Lüftersteuerung über Slotblende (nicht abnehmbar)
Besonderheiten beim Einbau auf AMD-Systemen:
Der Einbau des Kühlers ist sehr simpel und problemlos möglich. Zwei Klammern werden einfach auf den Kühler gesteckt, welche man wiederum am Retention-Modul befestigt. Auf jeder Seite muss nur noch ein Hebel umgelegt werden und fertig ist der Einbau. Der Einbau ist demnach völlig schraubenlos.
Anstatt mit einer massiven und riesigen Kühlfläche zu protzen, wie es Scythe mit dem Mugen 2 vormacht, wirkt der Yasya etwas dezenter ohne tatsächlich sehr viel kleiner oder leichter zu sein. Im Gegenteil, der Yasya ist von den Maßen her sogar dezent größer. Das kleinere Aussehen ist einfach nur eine optische Täuschung. Den Grund dafür muss man nicht lange suchen, sondern findet sich schnell in der außergewöhnlichen Lamellenform wieder. Scythe versucht hier mit sehr verwinkelten und treppenförmig gestaffelten Kühllamellen den Luftstrom zu optimieren. Diese Optimierung hat sich auch tatsächlich gelohnt. Die auf dem Kühlkörper auftreffende Luft kann sehr leicht in den Kühlkörper eindringen und wird durch dessen Form geradezu innerhalb des Kühkörpers an die Hotspots gelenkt. Seitlich ausströmende Luft ist kaum vorhanden, was auf eine sehr gute Umsetzung der Technik hindeutet. Dabei hätte die auftreffende Luft wahrlich genug Öffnungen zum Vorbeiströmen, gerade am oberen und unteren Teil des Kühlers. Um die Wärme schnell in die Kühlfinnen zu leiten, setzt Scythe wiedermal auf eine ganze Batterie von Heatpipes. Sechs Stück sind auf jeder Seite in Zweierreihen angeordnet und verteilen die Wärme sehr großflächig in die Kühlfinnen. Beim Boden bleibt es wieder mal Scythe-typisch recht simpel. Die Heatpipes werden auf einer dünnen Bodenplatte verlötet, auf der noch ein kleiner Kühlblock mit senkrechten Finnen sitzt. Die Verarbeitung bleibt anstandslos und damit gut.
Der beiliegende Lüfter aus der Slipstream-Reihe hat ein enormes Drehpotential und bedient Silent-Fans wie auch Kühlfetischisten. Dass der Scythe Yasya mit allen Drehzahlbereichen etwas anfangen kann, zeigen unsere Ergebnisse. Die kaum wahrnehmbaren Schleifgeräusche sind getrost zu vernachlässigen, der Luftstrom übertönt die Lagergeräusche zu jeder Zeit. Auf Entkoppler verzichtet Scythe, was sich bei sehr hohen Drehzahlen ein wenig bemerkbar macht. Die Vibrationen halten sich aber in Grenzen und verschwinden bei etwa 1200 1/min gänzlich. Höhere Drehzahlen werden die Wenigsten benötigen, denn die Kühlleistung ist sehr gut. Ein Kritikpunkt, und auch gleichzeitig ein Pluspunkt, ist die beiliegende Lüftersteuerung. Diese wird über eine Slotblende befestigt und von dort über einen Drehpoti bedient. Allerdings kann man diese Steuerung nicht vom Lüfter abklemmen, da sie fest am Lüfter montiert ist. Das macht eine Regelung über den PWM-Anschluss etwas schwierig. Schließt man den Lüfter direkt per 12, 7 oder 5 V an, kann man über die Lüftersteuerung den Lüfter nur recht begrenzt regeln. Bei 12 V ist der Regelbereich derart gering das davon abzuraten ist. Viel eher ist die Lüftersteuerung ein Zusatz für die PWM-Steuerung. Viele Boards können nur in festen Stufen regeln die oft keine feinen Abstufungen erlauben. Hier ist die Lüftersteuerung ein Segen, denn man kann hier zusätzlich nachregeln und so die optimale Drehzahl finden. Allerdings wäre es wohl für einige wünschenswert, wenn man die Lüftersteuerung abnehmen könnte. Trotzdem ist der Lüfter sehr gut und passt wunderbar zum Kühler.
Fazit
Der Scythe Yasya schlägt seinen preislichen Konkurrenten Mugen 2 leicht bei den Lautstärkemessungen in bestimmten TDP-Klassen. Hier kann der Yasya seine technische Überlegenheit ausspielen. Dabei ist die Montage deutlich einfacher gehalten, ein weiterer Pluspunkt gegenüber dem Mugen 2. AMD-Nutzer sind allerdings etwas benachteiligt. Der Lüfter lässt sich nur nach oben blasend montieren. Die beiliegende Lüftersteuerung kann, wie im Text erwähnt, weder als großer Pluspunkt noch als Minuspunkt gewertet werden, sondern ist davon abhängig, wie der Nutzer seinen Lüfter am liebsten regeln möchte. Nutzer mit einer guten Lüftersteuerung, entweder separat oder über das Mainboard, wird diese eher stören, während Nutzer mit eher bescheidenen Möglichkeiten, den Lüfter zu regeln, sich darüber freuen werden. Scythe sollte hier die Möglichkeit bieten, die Lüftersteuerung vom Lüfter abnehmen zu können. Ein Kritikpunkt ist aber klar das spartanische Zubehör. Lüfterklammern für einen zweiten Lüfter fehlen und auch das Tütchen Wärmeleitpaste ist etwas wenig. Andere Hersteller legen hier fast immer ein weiteres Set Lüfterklammern bei und die Wärmeleitpaste wird meist auch in einer kleinen Spritze mit mehr Inhalt ausgeliefert. Selbst bei der Verpackung ist Scythe extrem spartanisch und protzt hier geradezu mit Purismus. Auf der anderen Seite wandern die Ersparnisse direkt an den Kunden weiter, so viel Leistung für so wenig Geld, bekommt man sonst kaum. Man kann getrost sagen, dass der Scythe Yasya sein Geld mehr als wert ist und in keinem Fall ein Fehlkauf ist.
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