Mit einiger Verspätung stellt AMD heute seine erste APU-Notebookplattform "Sabine" für das Mainstreamsegment vor, womit die neue Notebookplattform für "Back-to-School" in den USA gerade noch rechtzeitig für diesen Produktzyklus kommt. In diesem Zeitraum, kurz vor dem Beginn des neuen Schuljahrs bzw. Semesters von Ende Juli bis Anfang September, stellen immer mehr Hersteller - auch hier in Deutschland - ihre neuen Notebooks vor. Nach Problemen mit der Ausbeute an funktionsfähigen 228 mm² "Llano"-Dies, die im 32nm-SOI-Prozess bei GlobalFoundries in Dresden gefertigt werden, sah sich AMD gezwungen, den Launch zu verschieben und stattdessen die kleineren
APUs basierend auf dem "Ontario"-Die vorzuziehen. Die APUs der C- und E-Serie hatte das Unternehmen bereits auf der CES 2011 Anfang des Jahres vorgestellt.
Wichtigster Bestandteil der neuen Notebookplattform ist die Accelerated Processing Unit (kurz APU), welche unter dem Codenamen "Llano" entwickelt wurde und zusammen mit dem Fusion Controller Hub sowie optional einer diskreten Grafikkarte der Radeon-HD-6000M-Serie die 2011 Mainstream-Notebookplattform bildet. AMD versteht darunter einen Prozessor, bei dem auf einem Die mehrere CPU-Kerne, eine Grafikeinheit samt Videoprozessor und die traditionelle Funktionalität der Chipsatz-Northbridge vereint sind. Daraus sollen sich zum einen Vorteile für die Energieeffizienz und Fertigungskosten ergeben und zum anderen die immense Rechenleistung pro Quadratmillimeter heutiger GPUs besser für die Beschleunigung von Anwendungen abseits von Computerspielen nutzbar machen. Diesem Konzept hat sich AMD voll und ganz für die Zukunft verschrieben, was sich auch in der Aufteilung der Transistoren-Budgets bemerkbar macht. Mehr als 40 % der Die-Fläche werden allein für die GPU, weitere knapp 40 % für die CPU-Kerne und ca. 20 % für die Northbridge genutzt.

Insgesamt will AMD so ein Produkt erschaffen haben, was den Bedürfnissen der Kunden näher kommt. Hier sieht der kleinere x86-Riese als wichtigste Nutzungsfelder den Konsum von Videos, die Bearbeitung von Bildern und das Arbeiten mit Office-Paketen. Zumindest die OEMs ließen sich von den Vorteilen dieses Ansatzes überzeugen, sodass laut AMD mit 145 Design Wins ein neuer Rekord verbucht werden konnte.
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