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    Gehäuse - Fractal Design Array R2

    Fractal Design Array R2

    Erst vor kurzem hatten wir mit dem Fractal Design Define R3 ein Modell des schwedischen Gehäusebauers im Test. Die Gehäuse des Herstellers punkten vor allem durch ihr schlichtes Design und die Ausrichtung auf eine niedrige Geräuschkulisse. Aluminium und Dämmmatten sollen hierbei Garant für die Gunst des Kunden sein. Während die anderen Gehäuse des Herstellers doch eher dem Mainstream zugeordnet sind, vertritt das heutige Array R2 einen ungewöhnlichen Einsatzzweck. Es soll als Basis für ein NAS dienen. Network Attached Storage bzw. einfach zu deutsch Netzwerkspeicher ist nun nicht unbedingt jedermanns Sache, doch da immer mehr Fernseher auch per Netzwerk auf Videoinhalte zurückgreifen können, wieso dann nicht einen passenden Begleiter haben? Wie das beim Fractal Design Array R2 nun im Detail aussieht, wollen wir uns heute einmal etwas genauer ansehen. Viel Spaß beim Lesen!
    Im Voraus wollen wir nicht vergessen, Fractal Design für das heutige Review zu danken. Sie versorgten uns schnell und unkompliziert mit einem Exemplar des Array R2. Wer Gefallen an dem Gerät findet, sollte sich einmal auf der Facebook-Seite des Herstellers umsehen, denn dort werden aller Voraussicht auch öfter ein paar Gehäuse zur Verlosung freigegeben.

    [BREAK=Testsystem]
    Für das Testsystem kommt eine AMD-Plattform mit folgenden Komponenten zum Einsatz:
    • CPU: AMD Athlon II X2 240e mit 2 x 2,8 GHz und 45W TDP
    • CPU-Kühler: SilverStone Nitrogon NT07-AM2
    • Mainboard: SAPPHIRE IPC-AM3DD785G – AMD-785G-Chipsatz; ITX
    • Arbeitsspeicher: 2x2048MB Kingston (DDR3-1333)
    • Grafikkarte: SAPPHIRE Radeon HD 5570 mit 1024 MB Grafikspeicher (LowProfile)
    • Festplatte: Samsung HD321KJ (3,5") oder Fujitsu MHZ2250BH G2 (2,5")
    • opt. Laufwerk: Sony Optiarc AD-7700S (Slim-DVD-Brenner)
    • Netzteil: Xilence XP250.SFX mit 250 W


    Der Testparcours bedarf einer ganzen Reihe an Hilfsmitteln und Programmen:
    • Furmark v1.80 – Stabilitätstest für die Grafikkarte
    • Prime95 v25.11 - CPU-Testprogramm
    • HWMonitor v1.16.0 – Auswertung der internen Sensoren (Mainboard, Festplatte, Grafikkarte)
    • CoreTemp 0.99.7 - CPU-Temperaturmessung
    • HD Tune 2.55 - HDD-Testprogramm


    Messgeräte: Voltcraft Energy Check 3000, Voltcraft SL-100

    Zum Aufheizen des Systems kommen HD Tune, Prime95 und FurMark zum Einsatz, während Letzteres nur bei Verwendung der SAPPHIRE Radeon HD 5570 genutzt wird. Für die Messungen ohne dedizierte Grafikkarte beschränken wir uns auf Prime95. Ein Testlauf ist absolviert, wenn das System 30 Minuten der Belastung standhält. Vorzeitige Abbrüche werden selbstverständlich vermerkt und gehen mit den letzten Maximaltemperaturen in die Grafiken ein.
    Die Messung der Werte für die Lautstärke erfolgt im Abstand von einem Zentimeter und wird für die einzelnen Flächen gemittelt in die Tabelle übernommen. Natürlich sind Messungen in einem so geringen Abstand nicht praxisnah, sorgen aber dafür, dass störende Nebengeräusche der Umgebung weitestgehend irrelevant für die Messung werden.

    [BREAK=Technische Daten]
    Die Daten zum Array R2 entnehmen wir der Produktseite des Herstellers. Speziell bei den Maßen für den CPU-Kühler und die Erweiterungskarte werden wir später darauf genauer eingehen. Doch sehen wir uns zuerst nun alles einmal im Überblick an:

    Fractal Design Array R2
    Material:Aluminium
    Formfaktor:mITX (170x170 mm) , mDTX (203x170 mm)
    Laufwerksschächte:intern: 6x 3,5", 1x 2,5"
    Stromversorgung:SFX, 300 W, 80PLUS-zertifiziert
    Frontanschlüsse:-
    Abmaße:200 x 250 x 350 mm (Höhe x Breite x Tiefe)
    Gewicht:ca. 4,1 kg (mit Netzteil)
    maximale Höhe des CPU-Kühlers:ca. 90 mm (Herstellerangabe)
    maximale Länge einer Erweiterungskarte:ca. 140 mm (Herstellerangabe)


    Fractal Design Array R2

    Die Lieferumfang des Array R2 umfasst folgende Kleinteile:
    • Montageschrauben
    • zwei Kabelbinder
    • aufklebbare Kabelklemme
    • Kaltgerätekabel

    Im geizhals.at-Preisvergleich wird das Fractal-Design-Gehäuse aktuell zu einem Preis ab 154,82 Euro (Stand 08.06.2011) geführt.

    [BREAK=Äußeres – Teil 1]
    Fractal Design Array R2

    Da das Array R2 nahezu vollständig aus Aluminium besteht, fällt sofort die äußere Anmutung positiv auf. Das Materialgefühl konnten wir schon beim Lian Li PC-Q07 begutachten und Fractal Design steht diesem nicht nach. Ein gebürstetes Erscheinungsbild ist zu Zeiten der Hochglanz-Kunststoffe durchaus etwas, dass man hervorheben kann. Die Front bietet bis auf den Power-Knopf nichts und verzichtet auf jegliche Spielereien. Der Power-Knopf erinnert vom Design her an das der direkten Aluminium-Konkurrenz, was ja nicht unbedingt falsch zu verstehen ist. Er passt ins Konzept. Mancher wird sich nun fragen, warum das Array R2 nun so spartanisch daherkommt, doch es ist als NAS-Gehäuse (Network Attached Storage – Netzwerkspeicher) ausgewiesen und somit beschränken sich die Zugriffe direkt am Gerät auf das Nötigste. Aus diesem Grund fehlen auch das optische Laufwerk oder jedwede Anschlüsse, die sonst das Leben erleichtern.

    Fractal Design Array R2

    Die rechte Seite des Gehäuses zeigt hingegen etwas mehr von der Technik des Array R2. Fractal Design setzt auf einen Lüfter im Frontbereich, den wir uns selbstverständlich später noch etwas genauer ansehen werden, jedoch wird jedem noch in Erinnerung sein, dass die Front bis auf den Power-Knopf glatt war. So versetzt der Hersteller den Ansaugbereich an die Seite, wie man es schon vom Define R3 gewohnt ist. Die oben sichtbaren Schrauben dienen der dahinterliegenden Befestigung des Festplattenkäfigs. Da das Fractal Design Array R2 über eine aktive Belüftung verfügt, die einen Luftstrom von vorne nach hinten im Gehäuse ermöglicht, benötigt das Gehäuse keine allzu großen Lüftungsgitter im Bereich neben dem Mainboard. Da das Netzteil aber auch nicht für die gesamte Entlüftung verantwortlich sein soll, kann das Gitter unterstützend zur Seite stehen. Direkt rechts vom Lüftungsgitter fällt eine unregelmäßige Fuge zwischen zwei Blech-Teilen auf. Dass man keinen Unibody erwarten kann, also ein aus dem Vollkörper gefrästes Chassis, dürfte jedem klar sein. Deswegen setzt Fractal Design auf ineinandergesteckte und verschraubte Einzelteile. Theoretisch lässt sich das Gehäuse komplett demontieren.

    Fractal Design Array R2

    Etwas argwöhnisch betrachten wir, und das ist rein subjektiv, die Teilung als optisch ungeschickt gelöst, denn an der linken Seite sehen wir, dass die Kante nun im Frontbereich zu sehen ist. Natürlich hat man so eine Seitenwand mit Front und eine mit der Rückseite. Das reduziert die Zahl der Einzelteile und erleichtert die Herstellung, wirkt aber eben beim genaueren Hinsehen nicht symmetrisch.

    [BREAK=Äußeres – Teil 2]
    Fractal Design Array R2

    Rückseitig weckt das Array R2 große Erwartungen bei uns. Sofort schweift unser Blick auf die beiden Erweiterungskartenslots ab. In der Theorie könnte das für die Verwendung einer Grafikkarte interessant werden, auch wenn das Gehäuse keineswegs als Spielemaschine herhalten soll. Wie wir schon eingangs an der Front sehen konnten, beschränkt sich das Gehäuse auf das Kern-Thema Netzwerkspeicher und so werden wir später noch sehen, dass ohne Modifikationen nichts in dieser Richtung zu erwarten ist. Das Konzept zur Fixierung der Erweiterungskarte oder -karten ist einfach, aber gut gelöst. Die Schraube samt Schiene, die wir oberhalb sehen können, bewegt einen Schieber und dieser hält die Blenden in Position. Aber auch Schrauben fehlen nicht, sodass der geneigte Käufer keinerlei Bedenken haben muss.

    Fractal Design Array R2

    Unschwer zu erkennen bietet das Fractal-Design-Gehäuse ein Netzteil im Lieferumfang. Mit fünf vorhandenen Bohrungen gibt Fractal Design dem Kunden die Möglichkeit, bei Bedarf jedes andere SFX-Netzteil zu verbauen, falls man mit dem originalen nicht zufrieden sein sollte oder dieses einmal kaputt geht. Die beiden Nieten darunter halten ein Halteblech an der Innenseite fest, das bei der Netzteilmontage hilft. Das gleichbleibend schwarze Farbkonzept wird selbst hier beibehalten.
    Darunter bietet das Gehäuse ein im Verhältnis zu anderen Gehäusen großzügiges Lüftungsgitter. Lochgitter sind nun nicht die optimale Lösung im Hinblick auf Luftströmungen, aber der Unterschied wird bei einem NAS-System nicht von Belang sein, wenn nur geringe Luftmengen bewegt werden müssen.

    Fractal Design Array R2

    Die Oberseite des Fractal Design Array R2 offenbart lediglich die sechs Schrauben zur Befestigung des Deckels. Von unten betrachtet erkennen wir Parallelen, doch auch zusätzliche Punkte. Aufgeklebte Gummi-Füße sollen für die Dämpfung von Vibrationen sorgen, sodass, wenn wir an die Vollbestückung mit mehreren Festplatten denken, keine unangenehmen Geräusche stören. Im Frontbereich benötigt das Gehäuse aber noch zwei zusätzliche Bohrungen. Während das obere Blech die Halterung für die Lüfterhalterung innen verbergen kann, ist dies unten nicht nötig, denn wer betrachtet sein Gehäuse regelmäßig von unten?

    Fractal Design Array R2


    [BREAK=Inneres – Teil 1]
    Fractal Design Array R2

    Der Zugriff ist, wie wir zuvor schon beleuchtet haben, durch das Entfernen von sechs Schrauben möglich. Folgend hebt sich das Blech ab und wir haben einen ungehinderten Blick auf den Innenraum und dieser wirkt schon auf den ersten Blick enger, als es zu erwarten ist bei den äußeren Abmessungen.
    Obwohl wir das Blech im ersten Moment erst einmal bei Seite legten, muss man dieses doch noch zeigen. Unscheinbar hat Fractal Design an diesem noch einen Streifen Dämmmatte angebracht. Das Problem großer Flächen liegt in den Vibrationen. Durch die Matte sorgt der Hersteller für die nötige Dämpfung, ohne kostbares Material verschwenden zu müssen.

    Fractal Design Array R2

    Im Inneren fällt der große Käfig für die sechs maximal möglichen 3,5“-Festplatten dem Betrachter ins Auge. Auf der rechten Seite können wir den Frontlüfter mit 140 mm Durchmesser erspähen, welchen wir uns gleich noch etwas genauer ansehen werden. Links befindet sich das vorinstallierte 300-W-Netzteil mit 80-Plus-Zertifikat, wobei uns, und das können wir schon einmal vorwegnehmen, wieder ein bekannter Hersteller begegnet. Wie immer werden wir im gesonderten Kapitel einen kurzen Blick auf dieses werfen.

    Fractal Design Array R2

    Um ungehinderten Zugriff für die Installation des Systems zu haben, bietet es sich an, den Innenraum komplett zu leeren. Wobei dies beim Laufwerkskäfig selbstverständlich sein sollte, ist der Ausbau des Netzteils auch anzuraten. Sonst verbiegt man sich die Finger und benötigt geeignetes Werkzeug. Letzteres stellt aber wohl jeden Bastler immer wieder vor diverse Konflikte. Also lieber die vier Schrauben des Netzteils lösen und sich Wutausbrüche ersparen. Ebenso viele Schrauben halten den Käfig auf seinen Trägerblechen, wobei hier der Gummi-Streifen auffällt, der für die Entkopplung der Festplatten vom Rest des Gehäuses sorgen soll.

    Fractal Design Array R2 Fractal Design Array R2

    Leergeräumt können wir uns auch ohne weiteres den Lüfter ansehen. Wie man sehen kann, hat Fractal Design an einen Staubfilter gedacht. Bei einem wartungsarmen System wie einem NAS durchaus ein nettes Gimmick, um nicht regelmäßig immer nur an die Reinigung denken zu müssen, denn die aktive Belüftung durch die Front wäre in diesem Fall der Staubsauger schlechthin. Bei dem verbauten Modell handelt es sich um ein Modell mit 3-pin-Anschluss, weshalb also nur die Drehzahlregelung per Spannungsänderung möglich sein würde. Aufgrund der niedrigen Drehzahlen und der anscheinend guten Qualität des Lüfters konnten wir diesen, soviel sei schon vorweggenommen, nicht aktiv aus dem System heraushören. Auch wenn man oft anhand von Aufdrucken den wirklichen Ursprung der verbauten Lüfter zurückverfolgen kann, lässt uns der Hersteller hier im Regen stehen.

    [BREAK=Inneres – Teil 2]
    Fractal Design Array R2

    Der Festplattenkäfig des Array R2 stellt das Kernstück dar. Wie schon einmal erwähnt, fasst das gute Stück insgesamt sechs Festplatten im 3,5“-Format und bietet auch hier noch kleine Gummi-Puffer an den Montagepunkten. Wie wir schon in einem Test sehen konnten, bieten die normalen Entkoppler nicht die Wirkung der teuren Lösungen, aber erfüllen auch ihren Zweck, sodass Geräusche effektiv gedämpft werden. Ein 2,5"-Laufwerk lässt sich an der Außenseite des Käfigs festschrauben. Nicht nur SSDs, sondern auch herkömmliche Festplatten im 2,5"-Format sind stromsparender als die großen 3,5"-Modelle. Folglich könnten nicht genutzte Festplatten effektiv mit Stromsparmechanismen im Betrieb sein, auch wenn dies kurze Spin-Up-Zeiten bedeuten würde.

    Fractal Design Array R2

    Ohne Netzteil und Festplattenkäfig können wir nun bequem die Installation des Mainboards angehen. Nachdem wir die Mainboardblende eingedrückt und das Mainboard auf den Abstandhaltern festgeschraubt haben, müssen nur noch der Power-Knopf samt Status-LED sowie das Lüfterkabel an das Mainboard angeschlossen werden und schon ist von dieser Seite aus alles erledigt. Im Gegensatz zu anderen Gehäusen haben wir beim Array R2 nicht viel zu tun, da auf viele Anschlusskabel beziehungsweise schon die Bedienungselemente an sich verzichtet wird. Wie man auf dem Bild sehen kann, ist unter dem Mainboard auch noch etwas Platz für Kabel vorhanden.
    Obwohl für die mögliche Erweiterungskarte ganze zwei Slots nach hinten zur Verfügung stehen, war der Einbau unserer SAPPHIRE Radeon HD 5570 nicht möglich. Mit verbautem Festplattenkäfig beschränkt sich die maximale Länge auf 150 mm, wenn keine Festplatte in dem angrenzenden Schacht steckt, ansonsten reduziert sich selbstverständlich dieser Wert. Das entspricht ungefähr dem Abschluss des PCIe-Slots und somit fallen viele aktuelle Grafikkarten aus dem Rahmen. In diesem Fall wird sich die Erweiterung auf gesonderte RAID-Controller-Karten oder Netzwerkkarten beschränken, denn man muss auch bedenken, dass die Festplatten natürlich auch Anschlusskabel benötigen und folglich dementsprechend mit problematischen Kombinationen gerechnet werden muss.

    Fractal Design Array R2

    Wenn wir uns einmal ansehen, wieviel Platz für den CPU-Kühler zur Verfügung steht, bekommen wir diverse Eindrücke. Aufgrund des Kabelbaums vom Netzteil ausgehend und den Anschlusskabeln der Festplatten sollte die Höhe des Kühlers einen Wert unter 70 mm einhalten, eher sogar nur 65 mm. So hat der Nutzer genügend Platz zur Verkabelung und auch Spielraum bei der Kühlung. Aktuelle NAS-Systeme von großen Herstellern wie Cisco Systems setzen auf einen Intel Atom als Basis und mehr ist wahrscheinlich nicht notwendig, wobei folglich auch die Kühlkonstruktionen kleiner ausfallen können als es bei unserer AM3-Plattform der Fall ist.

    [BREAK=Temperaturen & Lautstärke]
    Dass das Fractal Design optisch eine gute Figur abgibt und hinsichtlich der Theorie die passenden Features zur Reduzierung der Lautstärke mitbringt, steht außer Frage. Nur wie gut schlägt es sich im Betrieb und welche Schwächen hat es? Sehen wir uns zunächst die Temperaturen an:


    Nach 25 Minuten musste der Testlauf leider abgebrochen werden, denn die Temperatur für die CPU überschritt das von AMD vorgegebene Maximum. Somit sollte man entweder mit einer ausgefeilten Kühlung entgegensteuern oder aber auf Hardware zurückgreifen, die weniger Abwärme produziert. Wie schon einmal angesprochen wurde, bedienen sich viele professionelle NAS-Systeme einer Basis mit Intels Atom. Da ein Netzwerkspeicher im Normalfall nur für den Datenzugriff genutzt wird, ist nicht sehr viel mehr Leistung notwendig. Unsere Testplattform ist folglich leistungsstärker und hitziger als das, was notwendig ist.


    Wenn wir uns nun den dabei herrschenden Schallpegel ansehen, konkurriert das Array R2 mit dem zuletzt überraschenden Ergebnis des JCP MI-121. Die Dämpfung der Geräusche ist ohne Zweifel auf einem hohen Niveau und überrascht vor allem, wenn man die Aluminium-Bauweise bedenkt. Die Dämmmatte und die allerorts verbauten Gummi-Puffer erfüllen ihren Zweck.

    [BREAK=Netzteil im Kurzcheck]
    Fractal Design Array R2

    Beim verbauten Netzteil treffen wir scheinbar auf einen alten Bekannten. Laut Modellnummer verwendet Fractal Design für das Array R2 ein überarbeitetes FSP300-60GHS von Fortron Source. Selbiges konnten wir schon einmal im SilverStone Sugo SG06 erblicken und der Unterschied besteht einzig und allein in der Anzahl der SATA-Stecker. Sieben Anschlüsse sind nötig für die Vollbestückung des Festplattenkäfigs und so viele bietet das Netzteil.


    Während wir uns im direkten Idle-Vergleich zum SilverStone-Netzteil mit einer Abweichung von einem Watt im Rahmen der Messungenauigkeit bewegen, messen wir unter Last einen um vier Watt höheren Verbrauch beim Fractal-Design-Gehäuse. Der Hauptgrund für diesen Unterschied liegt bei dem vorliegenden Temperaturunterschied. Ein Unterschied von ungefähr 15 °C bei der CPU-Temperatur kann schon diesen Mehrverbrauch ausmachen. Da Prozessoren einen steigenden Widerstand vorweisen, wenn sie sich erwärmen, kann man dies hier beobachten. Wie wir schon beim SilverStone SG06 feststellten, liefert das Netzteil ein passables Ergebnis ab, gehört aber nicht zur Spitze dessen, was möglich sein könnte.

    [BREAK=Fazit]
    Fractal Design Array R2

    Das Fractal Design Array R2 wird vom Hersteller als Basis für ein NAS-System ausgewiesen und soll auf möglichst engem Raum mehreren Festplatten Platz bieten. Dieses Ziel erreicht man mit sieben Montageplätzen ohne Probleme, jedoch muss sich der geneigte Käufer im Klaren sein, dass aus diesem potenziellen Speichermonster keine Spielemaschine werden wird. Ein optisches Laufwerk ist nicht möglich und auch die oftmals nötige dedizierte Grafikkarte wird bis auf vielleicht wenige Ausnahmen nicht zum Einsatz kommen können. Doch wozu dann das Array R2?
    Professionelle Geräte kommen mit verbauten Systemen daher, die in keinem Fall die Abwärme einer AM3-Plattform erreichen, wie wir sie verwenden und das spart auch Platz bei den Kühlkörpern. Somit ist von unserer Seite aus ein AMD-System mit einer E-Serie-APU oder Intels Atom im Moment das, was für den Einsatzzweck prädestiniert ist. Die Mehrleistung unserer Testplattform kann in vielen Fällen nicht wirkungsvoll umgesetzt werden, denn irgendwann erreicht man schlichtweg das Maximum der Bandbreite im lokalen Netzwerk.
    Ansonsten liegen die Stärken des Gehäuses in seiner Geräuschdämmung, denn trotz den einfachsten Möglichkeiten der Entkopplung und Dämmung nur an kritischer Stelle wird ein Ergebnis abgeliefert, das in dieser Disziplin unter den Besten rangiert. Das beweist, dass es nicht immer kompliziert sein muss, sondern einfach nur gezielt. Bei der Verarbeitung gibt sich der Hersteller ebenfalls keine Blöße. Scheinbar hat Fractal Design an alles gedacht und überlässt nichts dem Zufall, doch am Ende muss man auch zugeben, dass der Hersteller etwas für das Geld bieten muss.

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