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    Cooler Master HAF X


    Für unseren heutigen Artikel haben wir wieder einmal ein Gehäuse von Cooler Master genauer unter die Lupe genommen. Diesmal sehen wir uns das HAF X, ein Gaming- Gehäuse, etwas näher an. Angesichts unseres Cooler Master-Roundups aus dem Jahr 2009 mit drei Gehäusen des Hersteller, in welchem das HAF Mini den hausinternen Vergleich für sich entscheiden konnte, waren unsere Erwartungen natürlich dementsprechend hoch. Das HAF Mini konnte damals bei den Temperaturmessungen die hauseigene Konkurrenz in die Schranken weisen, musste bei den Lautstärkemessungen aber eine herbe Schlappe einstecken. Hat Cooler Master an diesem Kritikpunkt nachgebessert und welche Features neben USB 3.0 erwarten uns sonst noch beim HAF X? Wir werden es auf den folgenden Seiten erfahren.

    Wir bedanken uns bei Cooler Master für die Bereitstellung des Testmusters und wünschen viel Spaß beim Lesen.

    [BREAK=Testsystem]Für das Testsystem kommt eine AMD-Plattform mit folgenden Komponenten zum Einsatz:
    • CPU: AMD Phenom X4 9850 Black Edition mit 4 x 2,5 GHz und 125 W TDP
    • CPU-Kühler: Scythe Rasetsu oder bei kleineren Gehäusen der AMD-Boxed Kühler
    • Mainboard: ASRock A780FullHD - AMD 780G/SB700-Chipsatz, mATX
    • Arbeitsspeicher: 4 x 1024 MB Kingston (DDR2-800)
    • Grafikkarte: Gigabyte Radeon HD 6950 mit 2048 MB Grafikspeicher
    • Festplatte: 2 x Maxtor DiamondMax 10
    • Netzteil: Enermax Modu 82+


    Der Testparcours bedarf einiger Hilfsmittel und Programme:
    • Furmark v1.80 – Stabilitätstest für die Grafikkarte
    • Prime95 v25.11 - CPU-Testprogramm
    • AIDA64 Extreme Edition zur Auswertung sämtlicher Temperatursensoren


    Messgeräte: Voltcraft 329 Schalldruckmessgerät. Zum Aufheizen des Systems kommen Prime95 und FurMark gleichzeitig zum Einsatz. Hierbei wird eine Belastung der CPU und GPU erzielt, welche im normalen Alltagsbetrieb kaum vorzufinden ist. Ein Testlauf ist absolviert, wenn das System 30 Minuten der Belastung standhält. Vorzeitige Abbrüche werden selbstverständlich vermerkt und gehen mit den letzten Maximaltemperaturen in die Grafiken ein. Messungen im Idle-Zustand haben wir gestrichen, da diese bei den Stromsparmechanismen der Prozessoren zunehmend uninteressanter sind. Die Raumtemperatur beträgt hierbei 20 °C. Die erzielten Temperaturen der einzelnen Sensoren lesen wir mit dem Programm AIDA64 Extreme Edition aus. Hierfür hat uns der Hersteller freundlicherweise einige Lizenzen zur Verfügung gestellt.

    Bei den Messungen der Lautstärke haben wir uns für zwei Durchläufe entschieden: ein erster unter voller Last des gesamten Systems und ein weiterer, wenn lediglich die im Gehäuse verbauten Lüfter laufen. Damit möchten wir eine bessere Vergleichbarkeit für den Leser gewährleisten. Die Lautstärke mit verbauter Hardware ist stets von den einzelnen Komponenten abhängig und wird somit immer unterschiedlich ausfallen; ohne installierte Hardware wird sie jedoch bei jedem annähernd gleich sein. Wir messen die Lautstärke mit einem dB(A)-Messgerät von drei Seiten bei einem Abstand von 30 cm.



    [BREAK=Technische Daten]
    Die Daten zum Cooler Master HAF X entnehmen wir der Website des Herstellers:

    ModellnameCooler Master Haf-X
    LaufwerksschächteExtern: 5.25” x 6 (davon 2 x 2,5")
    Intern: 3,5 Zoll x 5
    Abmessungen

    230 x 550 x 590 mm ( Breite, Höhe, Tiefe)

    Material Kunststoff / Stahl
    FormfaktormATX, ATX, E-ATX
    Front I/O

    USB 3.0 x 2
    USB 2.0 x 2
    Kopfhörer x 1
    Mikrofon x 1
    eSATA x 1
    IEEE 1394a x 1

    Maximale Grafikkartenlänge342 mm ohne Windtunnel, mit Tunnel ca. 285 mm
    Maximale CPU-Kühler Höhe190 mm
    Lüfter

    Front: 1 x 230 x 30 mm rote LED on/off, 700/min, 19 dB(A)
    Deckel: 1 x 200 x 30 mm, 700/min, 19 dB(A) 1 x 200 x 30 mm optional
    Seite: 1 x 200 x 30 700/min 19 dB(A)
    Heck: 1 x 140 x 25 mm, 1200/min, 19 dB(A)
    Grakfikkartenhalterung: 1 x 80 x 15 mm optional
    Windtunnel: 1 x 120 x 25 mm oder 120 x 38 mm optional

    Erweiterungsslots 9
    Gewicht 14,35 kg
    Empfohlener Verkaufspreis ca. 155,- Euro

    Der Lieferumfang des Cooler Master HAF-X umfasst die auf dem Bild ersichtlichen Kleinteile:
    • Handbuch
    • Montageschrauben
    • Kabelbinder
    • Piezo-Lautsprecher
    • Rollfüße
    • Grafikkartenhalterung
    • 8-PIN-Verlängerung
    • Adapterkabel von USB 3.0 auf USB 2.0
    • Aufsatz Sechskant auf Kreuzschlitz

    Das Zubehör fällt, wie man sieht, ausgesprochen üppig aus. Selbst Rollen hat Cooler Master dem HAF X spendiert, sodass man das Gehäuse bequem zum Staubsaugen zur Seite rollen kann, ohne sich hierbei einen Bruch zu heben.

    [BREAK=Äußeres – Teil 1]Die Front des HAF X ist die eines klassischen Gaming-Gehäuses und daraus will Cooler Master auch gar keinen Hehl machen. Bullig, eckig, kantig und viel Mesh muss es sein. Hierbei ist Cooler Master aber der Spagat gelungen, nicht zu sehr in die Transformer-Ecke abzudrifen. So wirkt das ganze Gehäuse immer noch optisch ansprechend. Im oberen Teil der Front-Blende sitzt das I/O-Panel. Es bietet folgende Anschlussmöglichkeiten: 2x USB 3.0, 2x USB 2.0, Audio- und Mikrofon-Buchsen, 1x eSATA sowie 1x FireWire. Zwei LEDs signalisieren den Betriebszustand beziehungsweise die Festplattenaktivitäten. Hier bleiben erst einmal keine Wünsche offen.

    Unterhalb des I/O-Panels folgen sechs 5,25"-Einschübe, von denen zwei über einen Adapter als HotSwap-Anschlüsse für 3,5"- oder wahlweise 2,5"-Laufwerke genutzt werden können. Den Abschluss bildet ein großes Meshgitter mit Cooler Master-Logo, hinter dem sich ein 230-mm-Lüfter mit roter LED versteckt. Über einen Schalter kann die Beleuchtung wahlweise ein- oder ausgeschaltet werden. Die Meshelemente sind alle mit Staubmatten ausgestattet und das große Meshgitter kann bequem von vorne abgenommen werden, um Zugriff auf den Lüfter zu bekommen oder um das Gitter von Staub zu säubern. Die Meshelemente werden rechts und links von Kunststoff eingefasst, der durch zahlreiche Vertiefungen dem HAF X das kantige Design verschafft.

    Die 5,25"-Blenden haben rechts und links zwei Metallklammern, die lediglich zusammengedrückt werden müssen, um sie abnehmen zu können. Bevor allerdings Laufwerke eingebaut werden können, müssen noch einige Metallblenden herausgebrochen werden.

    Im vorderen Bereich des Gehäusedeckel hat Cooler Master unter einer verschiebbaren Leiste neben dem Power- und Resetschalter noch einen zusätzlichen Schalter angebracht. Mit ihm lässt sich die Beleuchtung des Frontlüfters ein- und ausschalten. Darüber prangt ein Schriftzug des Herstellers.

    Im weiteren Verlauf des Oberteils sind zwei großflächige achteckige Meshgitter angebracht. Hier ist Platz für zwei 200-mm-Lüfter. Ein Lüfter ist bereits vorinstalliert, ein zweiter kann bei Bedarf nachgerüstet werden. Ebenfalls lässt sich hier problemlos ein Radiator unterbringen, womit auch Benutzer von Wasserkühlungen auf ihre Kosten kommen.

    Obwohl die Unterseite des Cooler Master HAF X mit vier Gummiunterlagen versehen ist, die es vom Untergrund entkoppeln sollen, kommen diese sicherlich eher selten zum Einsatz. Schließlich liegen dem Zubehör vier Kunststoffrollen bei, die es gestatten, das Schwergewicht problemlos zu bewegen. Damit das Netzteil keinen Staub ansaugt, das seinen Platz auf dem Boden hat, wurde hier ebenfalls Meshgitter als Staubfilter eingesetzt. Das Meshgitter lässt sich allerdings nicht so ohne weiteres entfernen, hierzu muss erst das Netzteil ausgebaut werden, was leider recht unpraktisch ist.



    [BREAK=Äußeres – Teil 2] Das linke Seitenteil ist ein wenig ausgestellt und hat ein Fenster, das einen Blick auf die Hardware gestatten soll. Für unser Foto haben wir die Schutzfolie nicht entfernt, damit wir das Testexemplar kratzfrei zurückgeben können, aber natürlich sieht es ohne Folie wesentlich besser aus. Zur Belüftung des Gehäuses wurde zusätzlich ein 200-mm-Lüfter mit Airduct, wie wir später noch sehen werden, im Seitenteil untergebracht. Im Gegensatz zum Lüfter in der Front ist dieser nicht beleuchtet. Auch das rechte Seitenteil ist ein wenig ausgestellt, um die Symmetrie zu wahren und nötigen Platz zum Verstauen der Kabel zu schaffen.

    Auf der Rückseite sind oben drei Schlauchdurchführungen angebracht. Darunter befindet sich ein vorinstallierter 140-mm-Lüfter, der aber auch gegen ein 120-mm-Modell ausgetauscht werden kann. Für Erweiterungskarten stehen im HAF X neun Slots zur Verfügung, die mit geschlitzten Blenden abgedeckt sind. Rechts neben den Slotblenden sind noch wabenförmige Luftdurchlässe ins Gehäuse gestanzt. Das Netzteil wird wie schon erwähnt auf dem Gehäuseboden angebracht.



    [BREAK=Inneres - Teil 1]Nachdem wir uns das Cooler Master HAF X nun von außen angesehen haben, waren wir schon auf das Innenleben gespannt. An dieses kommt man, indem man auf der Gehäuserückseite die Rändelschrauben für die Seitenteile löst und sie zur Seite abnimmt. Als erstes sticht hier natürlich der 200-mm-Lüfter mit Fan-Duct ins Auge. Dieser kann entweder über einen 4-Pin-Anschluss am Netzteil befestigt werden, oder über einen 3-Pin-Anschluss am Mainboard respektive einer Lüftersteuerung. Durch das Meshgitter ist der Lüfter ein wenig vor Staub geschützt. Der einfachste Weg zur Reinigung des Gitters ist sicherlich das Auspusten mit Druckluft, da man ohne Lüfterausbau nicht an das Gitter kommt.

    Aber auch bei der weiteren Betrachtung des vollständig in schwarz lackierten Innenraums fallen Besonderheiten auf. Da wäre zum einen eine Kunststoffabdeckung für das Netzteil, welches im HAF X auf dem Gehäuseboden montiert wird. Unter dieser Abdeckung können beim späteren Einbau überflüssige Kabel geschickt versteckt werden. Weiterhin ist am Festplattenkäfig mit zwei Rändelschrauben ein Windtunnel installiert. In diesen kann ein optionaler 120-mm-Lüfter eingebaut werden, der dann zusätzlich die Erweiterungskarten kühlt. Auf der Rückseite erkennt man die insgesamt vier Kabeldurchführungen, von denen zwei mit Gummierungen versehen sind, sowie die obligatorische Aussparung im Mainboardträger zum Auswechseln verschraubbarer Kühler, ohne dass man das Mainboard ausbauen muss.

    Im Festplattenkäfig an der Front können in Schubfächern bis zu fünf 3,5"-Laufwerke eingebaut werden. Das oberste Fach hat zusätzlich einen Adapter für 2,5"-Laufwerke, damit Nutzer der immer beliebter werdenden SSDs nicht ausgeschlossen sind. Oberhalb des Festplattenkäfigs befinden sich sechs 5,25"-Schächte. Vier dieser Schächte verfügen über ein Schnellverschluss-System. Hierzu wird durch einen Druck auf den Knopf der Mechanismus gelöst, das Laufwerk von vorne ins Gehäuse geschoben und durch einen erneuten Druck auf den Knopf wird das Laufwerk fixiert. Zwei der fünf Schächte sind für 3,5"- oder wahlweise 2,5"-Laufwerke gedacht, die per HotSwap angeschlossen sind. Für die Kühlung der Festplatten ist der 230-mm-Lüfter in der Front zuständig.

    An der Rückseite des Einschubs für die 5,25"-Laufwerke sitzt die Platine für den HotSwap, darunter sieht man noch einmal deutlich den Windtunnel und die Abdeckung für das Netzteil. Letztere verfügt über eine längliche Kabeldurchführung, damit später die Kabel besser verlegt werden können.



    [BREAK=Inneres - Teil 2]Das Netzteil ruht auf zwei länglichen Gummipuffern, um es vom Gehäuse zu entkoppeln. Ein feinmaschiges Meshgitter, das sich leider nicht so ohne Weiteres entfernen lässt, dient als Staubfilter, damit kein Schmutz von unten ins Netzteil gesaugt wird.

    Bis zu neun Erweiterungskarten können werkzeuglos mit Rändelschrauben im HAF X eingebaut werde. Ein über den Slotblenden vorinstallierter 140-mm-Lüfter transportiert die erwärmte Luft aus dem Inneren heraus. Alternativ kann dieser Lüfter gegen ein 120-mm-Modell ausgetauscht werden. Der Lüfter kann entweder über einen 4-Pin-Molex-Stecker direkt am Netzteil oder mit einem 3-Pin-Stecker am Mainboard oder an einer Lüftersteuerung angeschlossen werden. Im Gehäusedeckel sitzt schließlich der vierte und letzte Lüfter. Dieser ist 200 mm groß und ebenfalls für den Abtransport der erwärmten Luft zuständig. Der Einbau eines weiteren Lüfters im Deckel ist problemlos möglich.



    [BREAK=Einbau]Der Einbau der Hardware ist aufgrund der immensen Größe des HAF X sehr simpel. Bevor wir aber an den Einbau gehen, werden als erstes die vier Rollen unter das Gehäuse geschraubt. Hier ist lediglich zu beachten, dass zwei der Rollen mit Stoppern ausgestattet sind; diese sollten vorn angeschraubt werden. Danach geht es an den eigentlichen Einbau. Als erstes werden hierfür der Windtunnel und die Abdeckung für das Netzteil entfernt, damit die Mainboard-Abstandhalter eingeschraubt werden können. Danach wird das Mainboard darauf platziert und festgeschraubt. Im nächsten Schritt bauen wir unsere zwei 3,5"-Laufwerke ein. Diese finden ihren Platz in zwei Schubfächern. Die Kunststoffschubfächer werden dafür ein wenig auseinander gedrückt, damit die Metallstifte in die Schraubenlöcher passen. Dann werden die Schubfächer wieder in den Käfig geschoben. In einem der Schubfächer kann, wie bereits erwähnt, mittels Adapter ein 2,5"-Laufwerk eingebaut werden.

    Um die 5,25"-Laufwerke einbauen zu können, werden die Blenden von vorne entfernt. Dies ist durch einfaches Zusammendrücken zweier Metallklammern sehr einfach möglich, ohne das Gehäuse dafür zu öffnen. Bevor man allerdings Laufwerke in die Schächte schieben kann, müssen erst noch Metallgitter herausgebrochen werden. Danach wird das Laufwerk einfach ins Gehäuse geschoben und durch einen Druck auf den Knopf an der Seite des Schachtes mit dem Schnellverschluß fixiert. Dieser ist nur zwar nur einseitig vorhanden, das ist aber vollkommen ausreichend.

    Bevor es an die Verkabelung geht, werden natürlich noch die Grafikkarte und das Netzteil eingebaut. Nachdem alles verkabelt ist, werden die Netzteilabdeckung sowie der Windtunnel wieder eingebaut. Letzterer ist in unserem Fall nicht notwendig, da wir dort keinen Lüfter installiert haben, aber wir wollen es der Vollständigkeit halber trotzdem zeigen. Ohne den Windtunnel stehen im HAF-X 335 mm, mit Tunnel 285 mm an Platz für Erweiterungskarten zur Verfügung. Nachfolgend eine Übersicht über die Länge einiger aktueller Grafikkarten.

    Durch den relativ großzügig bemessenen Platz hinter dem Mainboardträger, der durch die ausgestellten Türen verfügbar ist, und die Abdeckung des Netzteils ist das Verstecken der Kabel recht einfach. Lediglich das 24-Pin-Anschlusskabel für das Mainboard mussten wir quer über das Board verlegen, da es zu kurz war, um es hinter dem Mainboardträger entlangführen zu können. Für den 4-Pin-Stromanschluß hat Cooler Master dem HAF X ein Verlängerungskabel spendiert. Fertig zusammengebaut sah das Ganze schließlich wie folgt aus:



    [BREAK=Temperaturen und Lautstärke] Im ersten Schritt unserer Messungen haben wir wie angekündigt die Lautstärke nur mit den vier ab Werk installierten Lüftern ohne weitere Hardware ermittelt. Der Hintergrundpegel im Raum war mit unserem Messgerät nicht mehr messbar. Nach dem Anlaufen der Lüfter haben wir folgende Werte gemessen:



    Danach erfolgte der Belastungstest. Hierzu liefen Prime95 und FurMark für eine halbe Stunde gleichzeitig. Vorab die Lautstärke, die wir dabei gemessen haben, danach die erzielten Temperaturen:


    Die Temperaturen des Cooler Master HAF X liegen bei der Prozessor und Chipsatz auf dem gleichen Niveau wie beim SilverStone Raven 3 aus unserem letzten Test. Während diese guten Temperaturen beim Raven 3 durch die zwei Lüfter auf dem Gehäuseboden und den somit unterstützen Kamineffekt erzielt wurden, macht sich beim HAF-X der zusätzliche 200-mm-Lüfter im Seitenteil bemerkbar. Die schon sehr gute GPU-Temperatur kann mit einem zusätzlichen Lüfter, der entweder an der Grafikkartenhalterung oder am Tunnel installiert wird, sicherlich noch weiter gesenkt werden. Der 200-mm-Lüfter in der Front sorgt für eine ausgezeichnete Kühlung der Festplatten, wenn auch der Geräuschpegel dabei ein wenig höher ist als bei den beiden Corsair-Gehäusen.

    Nachdem wir mittlerweile ein paar Werte gesammelt haben, nachfolgend noch unser altbekanntes Diagramm mit der Temperaturdifferenz, basierend auf dem neuen Testsystem bei 20 °C Raumtemperatur.

    Die Messwerte unserer alten Artikel mit dem alten Testsystem können hier nachgeschaut werden.



    [BREAK=Fazit]


    Mit insgesamt vier USB-Anschlüssen, zwei davon für USB 3.0, einem eSATA- sowie dem mittlerweile eher selten genutzten FireWire-Anschluss bleiben kaum Wünsche offen. Auch mit dem verfügbaren Platz für Laufwerke wird jeder Anwender auf seine Kosten kommen. Bei vier optischen Laufwerken und insgesamt sieben Festplatten, zwei davon sogar als HotSwap, kann das HAF X auch problemlos als Servergehäuse verwendet werden. Hier hat der Benutzer wohl eher das Problem, ein Mainboad mit zehn SATA-Anschlüssen zu finden, da Mainboards mit so vielen Anschlüssen noch nicht so verbreitet sind. Die vier vorinstallierten Lüfter sind relativ ruhig und schaffen es problemlos, die eingebaute Hardware zuverlässig zu kühlen. Wem dies immer nicht reicht, der hat diverse Möglichkeiten, zusätzliche Lüfter oder gar eine Wasserkühlung einzubauen. Das vermeintliche Manko des hohen Gewichtes hat Cooler Master mit vier Kunststoffrollen umgangen. So kann das vollbestückte Gehäuse trotz eines Leergewichts von über 14 kg leicht von einer Stelle zur anderen gerollt werden. Wer das Cooler Master HAF X allerdings zu einer LAN-Party mitnehmen möchte, der bekommt das immense Gewicht beim Transport zu spüren.

    Die einzigen Schwachpunkte des HAF X sind lediglich die Staubfilter. Keiner der Staubfilter lässt sich ohne größere Umbauarbeiten entfernen. Während dies beim Seitenteil und bei den Frontblenden noch zu vernachlässigen ist, da diese gut mit Druckluft gesäubert werden können, so ist dies beim Filter im Boden schon ein wenig problematischer. Hier muss erst das ganze Netzteil gelöst werden, um den Staubfilter reinigen zu können.

    Da dies allerdings das einzige Manko des Cooler Master HAF X ist, können wir das Gehäuse bedenkenlos weiter empfehlen. Die logische Konsequenz aus dieser Empfehlung ist dann natürlich unser Planet 3DNow! Editors Choice Award.

    Planet 3DNow! Editor's Choice Award



  2. Die folgenden 6 Benutzer sagen Danke zu Jörg Heptner für diesen nützlichen Beitrag:

    Atlan78 (02.07.2011), erde-m (02.07.2011), mapim (02.07.2011), MrBad (02.07.2011), Shadowtrooper (02.07.2011), Windelwinni (24.10.2011)

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