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    Zwei Mainboards mit AMDs E-350-APU im Test

    Vergleich_Zotac_Foxconn

    Bereits zur Einführung von AMDs erster APU haben wir uns das ASUS E35M1-I Deluxe angesehen. Der Vorteil des ASUS war die passive Kühlung und jene können nur wenige Hersteller bieten. Unseres Wissens gibt es überhaupt nur drei Mainboards insgesamt mit diesem Feature. Grund genug, uns auch diese anderen beiden Modelle dieser Gattung anzusehen. So haben uns Zotac wie auch Foxconn ihre E-350-Mainboards zukommen lassen. Bei dem Zotac handelt es sich um ein Modell mit Vollausstattung, während das Foxconn zwar mit der passiven Kühlung, aber sonst einer Menge an Einsparungen daherkommt. Schlussendlich ist es natürlich immer eine Frage, wofür man das gewählte Mainboard einsetzen möchte. Brauche ich WLAN oder auch USB 3.0… oder soll es für den Büroeinsatz herhalten und lediglich die Standardfunktionen bieten?
    Ob sich die Leistungen unterscheiden und wie die Mainboards im Detail aussehen, wollen wir uns heute ansehen. Natürlich könnte man nun schon davon ausgehen, dass sich die Leistungswerte nur geringfügig bis gar nicht unterscheiden und das wird in vielen Bereichen auch so stimmen, doch hier und da konnten wir interessante Ergebnisse sehen. Viel Spaß auf den folgenden Seiten!
    Wir möchten uns bei Zotac und Foxconn für die Bereitstellung der Testmuster bedanken.

    [BREAK=Technische Daten der Testkandidaten]
    Mithilfe der jeweiligen Produktseiten von Zotac und Foxconn haben wir die wichtigsten Eckdaten einmal zusammengefasst.

    Zotac Fusion ITX WiFiFoxconn AHD1S-K
    APU:AMD E-350 (2x 1,6 GHz) mit integrierter AMD Radeon HD 6310AMD E-350 (2x 1,6 GHz) mit integrierter AMD Radeon HD 6310
    Chipsatz:AMD Hudson M1AMD Hudson D1
    Formfaktor:ITX (170x170 mm)ITX (170x170 mm)
    Arbeitsspeicher:2x 204-pin-SO-DIMM-DDR3 mit 1066 MHz (max. 8 GB)2x 240-pin-DDR3 mit 1066 MHz (max. 8 GB)
    Steckplätze für Erweiterungskarten:1x PCIe x4, 1x Mini-PCIe (durch WLAN-Modul belegt)1x PCIe x16 (elektrisch x4)
    Netzwerkadapter:10/100/1000 Mbit/s; 802.11 b/g/n10/100/1000 Mbit/s
    Audio:7.1-HD-Audio, optischer Ausgang (SPDIF)5.1-HD-Audio
    SATA-Anschlüsse:4x SATA 6.0 Gbit/s2x SATA 3.0 Gbit/s
    Konnektivität extern:2x USB 3.0, 4x USB 2.0,
    1x eSATA,
    1x DisplayPort, 1x HDMI, 1x DVI,
    1x PS/2
    6x USB 2.0,
    1x VGA, 1x HDMI, 1x DVI,
    1x PS/2
    Konnektivität intern:2x USB 3.0, 4x USB 2.0, 1x Front-HD-Audio,
    1x CIR-Header, 2x 4-pin-Lüfteranschluss
    4x USB 2.0, 1x Front-HD-Audio,
    1x Trusted-Platform-Modul-Header,1x CIR-Header,
    1x SPDIF-Header,1x Speaker,
    1x COM-Header, 2x 4-pin-Lüfteranschluss

    Im Lieferumfang der beiden Mainboards befinden sich folgende Kleinteile:
    Vergleich_Zotac_Foxconn
    • Zotac Fusion ITX WiFi
    • Handbuch
    • Treiber-CD
    • zwei WLAN-Antennen
    • zwei SATA-Kabel
    • Mainboardblende
    Vergleich_Zotac_Foxconn
    • Foxconn AHD1S-K
    • Anleitung
    • Treiber-CD
    • zwei SATA-Kabel
    • Mainboardblende


    Im deutschen geizhals-Preisvergleich werden die Mainboards zu Preisen ab 122,61 Euro für das Zotac Fusion ITX WiFi und ab 99,90 Euro für das Foxconn AHD1S-K geführt (Stand: 28.06.2011).

    [BREAK=Testsystem]
    Für unseren heutigen Test kam neben den beiden bekannten Mainboards folgende Hardware zum Einsatz:

    • Arbeitsspeicher: 2 x 2 GB DDR3 (Kingston KVR1333D3N9/2G) oder 1 x 4 GB DDR3 SO-DIMM (Corsair CMSO4GX3M1A1333C9)
    • Festplatte: 2,5“ - Fujitsu MHZ2250BH G2 mit 250 GB
    • Optisches Laufwerk: Sony Optiarc AD-7710H Slim
    • Gehäuse: Loop LP-302 Proton Project inkl. externem 60-W-Netzteil

    Im Gegensatz zu unserem ersten Abstecher in die Zacate-Thematik haben wir dieses Mal ein wenig mehr auf die unterschiedliche Leistung geachtet. Aus diesem Grund wurde der Testparcours ein wenig erweitert und gegebenenfalls mit dem ASUS E35M1-I Deluxe sogar nachgetestet, um auch fehlenden Punkten aus dem letzten Review ein wenig weiter auf den Grund zu gehen.

    Folgende Software wurden für diesen Test genutzt:
    • Windows 7 Professional 64bit (Auslieferungszustand)
    • DirectX-Version: 11
    • Grafikkartentreiber: Catalyst 8.801-101125a-110432C
    • Prime95 26.4, 32 Bit
    • RightMark Audio Analyzer RMAA 6.2.3
    • CyberLink PowerDirector 9 v2504
    • Futuremark PCMark Vantage v102_1901
    • Futuremark 3DMark 06 v120_1901
    • HD Tune 2.55
    • POVray v3.7 beta 39
    • specviewperf 11.0
    • TessMark v0.3.0
    • Cinebench R10 64 bit


    In Bezug auf die Treiber müssen wir noch erwähnen, dass uns zum zweiten Mal nach dem Test mit dem ASUS E35M1-I Deluxe der von AMD mitgelieferte AHCI-Treiber negativ aufgefallen ist. Aus diesem Grund haben wir auf den in Windows 7 integrierten Standardtreiber von Microsoft zurückgegriffen.

    [BREAK=Zotac Fusion ITX – Layout]
    Vergleich_Zotac_Foxconn Vergleich_Zotac_Foxconn

    Zotac hat mit dem Fusion ITX WiFi erst relativ spät die passende Platine auf den Markt gebracht und bietet auf den ersten Blick eine ähnliche Ausstattung wie das zuletzt von uns getestete ASUS E35M1-I Deluxe. Auffällig ist sofort die passive Kühleinheit, auf der das Logo von CoolerMaster prangt. Zur besseren Wärmeverteilung nutzt Zotac/CoolerMaster zwei Heatpipes, die jeweils auf einem Chip aufliegen. Einmal ist das die APU selbst und dazu der Fusion Host Controller (FCH). Weiterhin nutzt Zotac für das Fusion ITX WiFi weitestgehend bekannte Notebooktechnik. Das spart Platz und theoretisch kann mehr auf dem gleichen Platz untergebracht werden. So sehen wir unter der Kühleinheit das sogar aufrecht stehende WLAN-Modul mit einem Atheros-Chipsatz. Die beiden Antennen werden wie so oft nach hinten aus dem Gehäuse geleitet. Rechts von der Kühleinheit platziert Zotac zwei RAM-Bänke, die mit SO-DIMMs bestückt werden. Aufgrund günstiger Speicherpreise stellt das kein Problem dar, die Kosten für SO-DIMMs und "normale" DIMMs sind aktuell fast identisch. Sofort fällt aber noch ein Fakt auf, der etwas untypisch für aktuelle Platinen ist. Im Normalfall nutzen die Hersteller gerne den 4-poligen ATX12V-Stecker zur direkten Stromversorgung der CPU. Beim Zotac entfällt dieser Anschluss. Das kann zum einen an der Notebooktechnik, zum anderen am potentiell sehr niedrigen Stromverbrauch liegen. Bei den verbrauchsarmen E-350-APUs stellte sich aber schon im letzten Artikel die Frage, warum man für Verbrauchswerte um die 40 W unter Volllast einen Extra-Stecker braucht. Schließlich wurde dieser nur eingeführt, um viel größere Verbräuche zu bewältigen. Die Stromversorgung erfolgt somit komplett über den 24-poligen ATX-Stecker.

    Vergleich_Zotac_Foxconn

    Unterhalb des Kühlers sehen wir die vier zur Verfügung stehenden SATA-Anschlüsse, die dem neuesten 6Gb/s-Standard folgen. Links daneben befindet sich die typische Batterie zur Erhaltung der BIOS-Einstellungen und der Uhrzeit. Die Header wiederum links davon dienen, von links nach rechts betrachtet, für die HD-Front-Audio-, USB-2.0- und COM1-Bereitstellung. Zwischen der Bohrung für die Mainboardbefestigung unten links und dem PCIe-x4-Slot können wir den Audio-Chip vom Typ Realtek ALC892 entdecken. Direkt in der Nähe des Kühlers verbaut Zotac einen Realtek RTL8111E-Chip für den Gigabit-Netzwerkanschluss sowie daneben den ITE-IT8758E-Chip, der als Super I/O vor allem für die Hardwareüberwachung interessant ist. Der kleine Chip rechts neben den SATA-Anschlüssen mit der Bezeichnung 9VRS4818AKLF von ICS stellt den Taktgeber des Zotac Fusion ITX WiFi dar. Das Mainboard setzt weiterhin auf ein AMI BIOS mit 32 MBit.
    Unten rechts positioniert der Hersteller den Speaker, welcher beim Systemstart munter über den aktuellen Status informiert. Rechts daneben können wir noch einen 4-poligen Lüfteranschluss ausmachen, der für einen Gehäuselüfter vorgesehen ist. Bei anderen Herstellern kommt nur der CPU-Lüfter in den Genuss einer PWM-Regelung, nicht so hier beim Fusion ITX WiFi. Der danebenliegende Header für die Front-Bedienelemente darf nicht fehlen und hat eine für viele mITX-Gehäuse angenehme Position. Wie wir schon in einigen Tests sehen konnten, kann die von den Gehäuseherstellern vorgesehene Kabellänge öfter einmal zum Problem werden, wenn die Header an ungewöhnlichen Positionen liegen. Das Zotac hat in diesem Fall sehr gute Karten.

    Vergleich_Zotac_Foxconn

    Betrachten wir das Mainboard nun noch einmal etwas gedreht, zeigt uns das Zotac Fusion ITX WiFi noch ein nettes Feature. Der auf dem Mainboard verbaute VIA-Chip für die Bereitstellung von USB 3.0 bietet vier anstatt der bei der Konkurrenz oftmals üblichen zwei Ports, weshalb Zotac zwei für die Front bereithält und zwei für das Backpanel. Unterhalb des Kühlers können wir nun das Resultat sehen. Obwohl Zotac eine Art Buchse bereitstellt, sollte man sich in jedem Fall darüber informieren, wie die Umsetzung bei dem gewünschten Gehäuse vorliegt. Links davon finden wir noch zwei Anschlüsse vor. Zum einen handelt es sich dabei um den zweiten 4-poligen Lüfteranschluss, dieses Mal für einen optionalen CPU-Lüfter, zum anderen rechts davon die Möglichkeit, ein Infrarot-Gerät anzuschließen.

    Vergleich_Zotac_Foxconn

    Nachdem wir schon von den beiden USB-3.0-Buchsen an der Rückseite gesprochen haben, wollen wir uns doch einmal ansehen, was das Fusion ITX WiFi in diesem Punkt bereithält. Überraschend für uns waren die drei digitalen Videoausgänge in Form von DVI, HDMI und sogar DisplayPort. Letzterer ist eher selten an Mainboards zu finden, bietet aber mit zusätzlichen, USB-ähnlichen Funktionen durchaus mögliche Anwendungsfelder wie spezielle Touch-Displays. Links befindet sich eine kombinierte PS/2-Buchse für Maus und Tastatur über den beiden USB-3.0-Buchsen. Mittig positioniert Zotac die beiden herausgeführten WLAN-Antennen. Insgesamt vier USB-2.0-Anschlüsse werden jeweils verteilt zusammen mit einem eSATA und Gigabit-LAN in zwei Blöcken bereitgestellt. Schlussendlich bietet das Zotac Fusion ITX WiFi einen analogen 7.1-Audio-Ausgang mithilfe von fünf Buchsen sowie einen optischen Ausgang.

    Vergleich_Zotac_Foxconn Vergleich_Zotac_Foxconn Vergleich_Zotac_Foxconn


    [BREAK=Zotac Fusion ITX – BIOS]
    Vergleich_Zotac_Foxconn

    Das Zotac Fusion ITX WiFi bietet, genauso wie wir es später beim Foxconn AHD1S-K sehen werden, einen Bootscreen mit Firmenlogo. Dieser hat aber auch noch einen zweiten Sinn, denn bei beiden Herstellern versteckt sich die POST-Code-Anzeige in der unteren rechten Ecke. So kann im Falle eines Fehlers die Ursache zurückverfolgt werden.

    Vergleich_Zotac_Foxconn

    Durch einen Druck auf Entf/Del gelangen wir ins BIOS, dass sogar als UEFI in der Version 2.1 ausgewiesen wird. In diesem Fall haben wir den Screenshot noch vom BIOS in der Auslieferungsversion. Für die Tests verwendeten wir das aktuellste BIOS in der Version 2K110418. Die Frequenz der in die APU integrierten CPU wird mit 1625 MHz angegeben. Damit bewegt sich das Mainboard theoretisch außerhalb der Spezifikationen. Die hier noch angegebene Frequenz konnten wir so unter Windows nicht weiter auslesen.
    Wir wollen Euch nicht mit einer zu ausufernden Beschreibung der einzelnen Funktionen langweilen, weshalb wir die Kommentare ein wenig einschränken möchten. Es sei nur gesagt, dass sich die Funktionen des Zotac Fusion ITX WiFi sozusagen auf das Nötigste beschränken. Overclocking-Funktionen, wie sie uns das ASUS bot, fehlen beim Zotac bis auf die Veränderung der Speicherspannung. Die Hardwareüberwachung war ebenso ein Punkt, der uns ein wenig verwirrte. In einem 25 °C warmen Raum entgegnete uns die CPU-Temperatur mit einem Wert von 17 °C, was uns an der Richtigkeit der Messwerte zweifeln lässt.

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    [BREAK=Foxconn AHD1S-K – Layout]
    Vergleich_Zotac_Foxconn

    Foxconn bietet mit dem AHD1S-K eine Platine an, die neben den beiden verfügbaren ASUS-Modellen und dem Zotac ebenfalls über eine passive Kühllösung verfügt. Anders als beim ASUS E35M1-I Deluxe und dem Zotac Fusion ITX verzichtet Foxconn auf Heatpipes. Ebenso setzt man auf eine getrennte Lösung, wobei ein Kühlkörper für die APU und einer für den Fusion Host Controller zuständig ist. Die Stromversorgung wird in diesem Fall über einen 24-poligen ATX-Stecker und den gewohnten ATX12V-Stecker realisiert. Im Gegensatz zum Zotac-Mainboard setzt das Foxconn auf normale RAM-Module.

    Vergleich_Zotac_Foxconn

    Man muss auch zugeben, dass Foxconn mit dem AHD1S-K eher sparsam mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen umgeht. Theoretisch könnten dem Zacate bis zu sechs SATA-Anschlüsse mit 6 Gb/s zur Seite stehen, jedoch verwendet Foxconn den Hudson D1, welcher mit dem Vorgänger mit 3 Gb/s daherkommt. Dazu kommt, dass der Hersteller nur zwei der sechs möglichen Anschlüsse verbaut. Auf USB 3.0 wird ebenfalls verzichtet, was das Mainboard zwar nicht unmittelbar für alles disqualifiziert, doch ein wenig einschränkt. Durch den PCIe-x16-Slot mit einer 4-fachen Anbindung, wie es beim Zacate üblich ist, lässt sich aber theoretisch etwas Derartiges nachrüsten. SATA-Controller oder USB-3.0-Karten sind dabei möglich und obliegen der Auswahl des Kunden, falls so etwas gewünscht wird. Witzig ist am AHD1S-K die farbliche Markierung der einzelnen Anschlüsse. Leuchtend gelb haben wir die schon angesprochenen RAM-Slots sowie den PCIe-Slot, in Blau gehalten die beiden SATA-Anschlüsse sowie in leuchtendem Grün die beiden Header für zusätzliche USB-2.0-Buchsen an der Front und in Rot der Front-HD-Audio-Header. Bei den Pins für die Front LED usw. verwendet Foxconn eine mehrfarbige Lösung. Über der Kerbe des PCIe-Slots positioniert Foxconn einen 4-poligen Lüfteranschluss. Links davon ist ein ALC662 von Realtek aufgelötet, der für die Ausgabe von 2.0- oder 5.1-Sound zuständig ist. Wie auch beim Zotac-Mainboard erspähen wir den Realtek RTL8111E, einen Gigabit-LAN-Chip. Genauso haben wir beim Foxconn AHD1S-K auch einen Header für ein Infrarot-Gerät, welcher in diesem Fall aber ein wenig versteckter positioniert wurde. Zwischen den RAM-Bänken und dem 24-poligen ATX-Stecker lässt sich dieser ausmachen und man erkennt, dass das unter Umständen eine gewisse Fingerfertigkeit verlangt.

    Vergleich_Zotac_Foxconn Vergleich_Zotac_Foxconn Vergleich_Zotac_Foxconn

    Da man durch die Einsparung vieler Elemente auch Platz eingespart hat, kann es sich Foxconn auch leisten, die Batterie flach zu platzieren. Über der Batterie finden wir einen Header für ein Trusted Platform Modul. Diese hardwarebasierte Lösung kann, vor allem für Unternehmen interessant, zusätzliche Sicherheitsfunktionen zur Verfügung stellen, indem Programme oder Medien nur mit einem solchen Modul ausführbar sind. Daneben haben wir einen Super-I/O-Chip von Nuvoton. Direkt daneben haben wir einen RS232-Controller von UTC samt passendem Header in Blau.

    Vergleich_Zotac_Foxconn

    Recht ungünstig hat Foxconn leider den zweiten Lüfteranschluss aufgelötet. Wie wir auf dem Bild sehen können, verdeckt der Aluminium-Kühlkörper den Anschluss, fast hätten wir ihn deshalb übersehen. Wie man nun noch einen normalen Stecker dort aufstecken soll, ist uns nicht klar, denn Platz ist Mangelware.

    Vergleich_Zotac_Foxconn

    Am Backpanel stellt das Foxconn AHD1S-K einen einfachen PS/2-Port bereit. Entgegen vielen in letzter Zeit gesehenen Lösungen ist die Beschränkung nur auf die Tastatur-Funktion etwas merkwürdig. Mangels passender Hardware können wir aber nicht bestätigen, ob eine Maus nicht dennoch funktionieren würde. Die Schnittstelle ist seit dem Siegeszug von USB-Mäusen und –Tastaturen eher nur noch für industrielle Zwecke interessant. An USB-2.0-Buchsen stehen insgesamt sechs Stück zur Verfügung, die verteilt auf mehrere Blöcke die Video-Ausgänge umgeben. Während das Zotac-Mainboard rein auf digitale Ausgänge setzte, verzichtet Foxconn auf den DisplayPort und verbaut stattdessen einen analogen VGA-Anschluss. Dieser ist wahrscheinlich weitaus verbreiteter als DP, aber inzwischen wird oftmals die Qualität eines analogen Ausgangs in Frage gestellt. Wandlungen eines digitalen in ein analoges Signal von der Grafikeinheit und wiederum noch einmal vielleicht im Monitor können für Qualitätseinbußen sorgen. Ein Gigabit-LAN-Anschluss darf natürlich nicht fehlen und abschließend haben wir auf der rechten Seite die drei Audio-Ausgänge des ALC662-Chips. Nun kann der Nutzer zwischen der 2.0-Audio-Ausgabe und der Nutzbarkeit des Mikrofonanschlusses und des Line-Ins oder eben einer reinen 5.1-Audio-Ausgabe an dieser Stelle entscheiden. Auch wenn das AHD1S-K ein wenig als extreme Sparvariante anmutet, kann das Einsparen bestimmter Elemente für den Kunden auch nützlich sein. Energiekosten sind in Zeiten steigender Energiepreise ein ernstzunehmendes Thema und genau mit diesem Produkt wirbt Foxconn auch. Ob sich die Einsparungen wirklich bemerkbar machen, werden wir uns später genau ansehen.

    Vergleich_Zotac_Foxconn

    Auf der Rückseite des AHD1S-K dokumentiert Foxconn die Belegung der einzelnen Header. Diese sind für Front-Audio, USB und den CMOS-Reset aufgeführt. Falls also ein Gehäuse ohne vorkonfigurierte Stecker daherkommt, muss nicht erst im Handbuch gesucht werden.

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    [BREAK=Foxconn AHD1S-K – BIOS]
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    Foxconn begrüßt den Anwender mit einem ähnlichen System, wie es Zotac verwendet. Die POST-Code-Anzeige befindet sich auch hier rechts unten in der Ecke. Per Entf/Del-Taste gelangt man ins BIOS, mit F7 ruft man das Boot-Menü zur Überbrückung der Laufwerksreihenfolge auf.

    Vergleich_Zotac_Foxconn

    Im darauffolgenden Startpunkt im BIOS sind wir erstmals überrascht. Entgegen der bisher gesehenen Konkurrenz fehlt beim AHD1S-K die Mausunterstützung. Da wir aber sowieso ohne grafische Oberfläche alle Eingaben mit der Tastatur erledigen, fällt das für uns nicht weiter ins Gewicht.

    Vergleich_Zotac_Foxconn

    Neben den schon bekannten Funktionen bietet das AHD1S-K den Eintrag für ein optionales Trusted Platform Modul. Etwas merkwürdig war die Tatsache, dass das Hauptmenü für die SATA-Konfiguration nicht zu dem normal gewohnten führt. Wer seine Festplatte in den AHCI-Modus setzen möchte, findet die passende Eintragung bei der Konfiguration der Onboard-Schnittstellen. In Bezug auf Overclocking-Einstellungen kann das Foxconn-Mainboard ebenso nur mit der Anpassung der Speicherspannung dienen. Bei den ACPI-Einstellungen ist das Feld für die Änderung des Modus ausgegraut. Uns bleibt nur die Nutzung von S3 übrig.

    Vergleich_Zotac_Foxconn

    Wie jedes Mainboard verfügt auch das AHD1S-K über einen Reiter für die Sensorwerte. Auffällig ist die hohe CPU-Temperatur. Mit 73 °C ist sie schon kurz nach dem Start auf einem Niveau, dass nach einer leichten Belüftung nahezu schreit. Schon beim ASUS E35M1-I Deluxe fiel uns auf, dass die passiven Kühlkörper sehr gut auf eine leichte Belüftung ansprechen. Man könnte es fast als Hauch bezeichnen, der schon für niedrigere Temperaturen sorgen kann.

    Vergleich_Zotac_Foxconn Vergleich_Zotac_Foxconn Vergleich_Zotac_Foxconn Vergleich_Zotac_Foxconn


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    [BREAK=Onboard-Sound-Signal]
    Rightmarks Audio Analyzer dient uns wie schon so oft als Anhaltspunkt, wie es um die Qualität der verbauten Audio-Lösung bestellt ist. Doch sehen wir uns einmal an, welche Ergebnisse wir erreicht haben:


    Zum Vergleich haben wir noch einmal das ASUS E35M1-I Deluxe herangezogen, wie es im weiteren Verlauf immer wieder der Fall sein wird. Das Zotac-Mainboard kann in diesem Fall zwar das ASUS in Schach halten, wenn wir uns die einzelnen Einschätzungen ansehen, jedoch stellt sich jemand positiv heraus, wo wir es am wenigsten gedacht hätten. In der Gesamtheit bietet das Foxconn das rundeste Paket.

    [BREAK=HD Tune – Festplatte]
    HD Tune in der Version 2.55 ist kostenlos erhältlich und wird oftmals als grober Anhaltspunkt für die Leistungsfähigkeit einer Speicherlösung zu Rate gezogen. Wir nutzen es in unserem Fall sowohl für die Messung der SATA- als auch USB-Geschwindigkeit. Bevor wir uns aber den Ergebnisse der externen Speicherlösung ansehen, kommt die interne Festplatte zum Zuge:


    Wie wir sehen können, sind die Unterschiede sehr gering bis gar nicht vorhanden. Aufgrund der gleichzeitigen Nutzung als Träger des Betriebssystems ergeben sich schnell einmal starke Unterschiede in der Leistung. Aus diesem Grund haben wir die minimalen Datentransferraten außer Acht gelassen, da in diesem Fall Microsofts Windows 7 Zugriffe getätigt hat und das negativ auf die Messergebnisse einwirkt. Folgend haben wir durch mehrere Messungen und eine Mittelung versucht, das Ergebnis möglichst präzise darzustellen.

    [BREAK=HD Tune – USB-Geschwindigkeit]
    Während die Ergebnisse der internen SATA-Anschlüsse unspektakulär aussehen, wird das Thema USB 2.0 und 3.0 etwas interessanter. Externe Festplatten und USB-Sticks, die hohe Geschwindigkeiten erreichen können, werden oft vom USB-2.0-Standard ausgebremst. Daher wollen wir uns zu allererst die erreichten Ergebnisse für die Geschwindigkeiten via USB 3.0 zu Gemüte führen:


    Auffällig ist die offensichtliche Schwäche der auf dem Zotac verbauten VIA-Lösung. Da das Foxconn selbst kein USB 3.0 bietet, haben wir auf die Messwerte eines Frisco-Logic-Chips eines ASUS-U36JC-Notebooks und denen des E35M1-I Deluxe mit NEC-Controller zurückgegriffen.

    Vergleich_Zotac_Foxconn

    Wenn man sich den genauen Verlauf des Graphen ansieht, den man von HD Tune erhält, denkt man sofort daran, dass dort etwas nicht stimmen kann. Vor allem die Spitze von 74,2 MB/s zeigt, dass das Potential vorhanden ist. Inwieweit ein neuer Treiber von VIA für den Controller helfen kann, vermögen wir nicht zu beurteilen.


    Da USB 2.0 immer noch nicht zum alten Eisen gehört, ist die Performance ebenso interessant. Die Schwankungen, die wir nun erhalten haben, sprechen am Ende wieder für das Foxconn AHD1S-K. Es liefert durchgehend konstant gute Leistungen und muss sich nur bei der Zugriffszeit geschlagen geben, auch wenn der Konkurrent in diesem Fall nicht der direkte ist. Unter den getesteten Lösungen also wieder einmal Platz 1.

    [BREAK=Benchmark - 3DMark 06]
    Futuremark bietet mit seinem Benchmark 3DMark immer wieder eine gern herangezogene und oftmals als Messlatte genommen. Wir sind uns im Klaren darüber, dass 3DMark 06 inzwischen nicht mehr aktuell ist, da es noch die DirectX-9-Generation ansprach. Jedoch wir AMDs APU wenn überhaupt eher für ältere Spiele herangezogen werden, daher ist vor allem die Performance in diesem Bereich doch noch einmal von entscheidender Bedeutung. Die erreichten Werte lassen wir einmal weitestgehend unkommentiert, denn der Leistungsunterschied im Endergebnis ist mit nicht einmal einem Prozent schlichtweg im Rahmen der Messungenauigkeit.



    [BREAK=Benchmark - PCMark Vantage]
    Neben dem 3DMark vertreibt Futuremark noch einen zweiten Benchmark, PCMark. Dieser testet das System nicht nur auf seine Leistung im Hinblick auf grafisch aufwändige Anwendungen, sondern bewertet ein breites Spektrum von Anwendungsmöglichkeiten. Dabei wird nahezu jede Komponente belastet und so ergibt sich eine doch recht beachtliche Liste, welche wir erst einmal so zeigen möchten:


    Vorteil beider heute getesteter Mainboards besteht darin, dass beide auf einen aktualisierten Grafik-Treiber zurückgreifen können. Vor allem im Bereich „TV and Movies“, aber auch Gaming haben beide Platinen dem zuletzt getesteten ASUS E35M1-I Deluxe Punkte voraus. In diesem Punkt sieht man aber auch, welchen Einfluss der Treiber auf die Performance der APU haben kann. Im Endeffekt zeichnet sich ab, dass Foxconn auch hier nicht hinterherhinkt, sondern auch die Leistung vorgeben kann.

    [BREAK=Benchmark – specviewperf]
    Wie schon zur Einführung der APU haben wir uns auch dieses Mal die Leistungsfähigkeit der Mainboards bei Profi-Anwendungen angesehen. CATIA, Solidworks und ProEngineer sind in diesem Fall bekannte Vertreter der CAD-Anwendungen und Maya zum Beispiel aus dem 3D-Modelling-Bereich. Die Leistung der Testkandidaten ist immer von den Treibern abhängig. Sowohl AMD als auch NVIDIA bieten spezielle Treiber für diese Anwendungen an, welche nur in Verbindung mit einer passenden Grafikkarte des Profi-Segments funktionieren. Die Consumer-Karten sind meist für ein entspanntes Arbeiten zu langsam, doch für eine schnelle Kundenpräsentation reicht es aus. Doch sehen wir uns doch einmal an, wie die heutigen Konkurrenten im Vergleich abschneiden.


    Trotz älterer Treiber schneidet das ASUS E35M1-I Deluxe in diesem Test bis auf zwei Teilpunkte immer besser ab. Teils mit so einem deutlichen Abstand, dass man durchaus denken könnte, dass AMD zur Veröffentlichung die Treiber doch etwas besser ausgestattet hat. Bei dem Maya-Test hinterlassen die beiden Mainboards von Zotac und Foxconn aber ein deutliches Zeichen. Die Unterschiede sind in vielen Fällen gering, jedoch kann sich das Foxconn hier ebenfalls leicht vor das Zotac schieben. Leider ist dieser Benchmark mit den doch recht stark auseinanderliegenden Ergebnissen schlecht geeignet, um die generelle Performance einzuschätzen.

    [BREAK=Benchmark – Cinebench R10 64 bit]
    Cinebench ist der zu MAXONs Cinema 4D passende Benchmark, wie man schon leicht am Namen erkennen kann. Es ist ähnlich wie Autodesks Maya variabel für viele Bereiche einsetzbar. Es reicht von der reinen Modellage eines Objekts bis hin zur Animation ganzer Filme. Dabei ist sowohl die CPU von entscheidender Bedeutung als auch die GPU mit ihrer OpenGL-Leistung.



    An den Werten sehen wir, wie nah doch die Konkurrenten wirklich zusammenliegen. Während die OpenGL-Leistung beim ASUS womöglich wieder aufgrund des damalig älteren Treibers ein wenig schlechter ausfällt, fällt lediglich die Abweichung von ungefähr einem Prozent bei der Multithreading-Leistung auf. Die Abweichungen sind sehr gering, jedoch kann sich das Foxconn auch in diesem Kapitel wieder leicht an die Spitze setzen.

    [BREAK=Benchmark – POVray v3.7 beta 39]
    POVray ist ähnlich wie Cinebench ein Test, der einzig auf die Prozessorleistung abzielt. Raytracing, übersetzt „Strahlenverfolgung“, ist bis jetzt das einzige Verfahren, das qualitativ hochwertige Renderings ermöglicht. Dabei werden Lichtstrahlen stufenweise verfolgt und mit genauen Parametern an allen Oberflächen gebrochen. Somit lassen sich im Vergleich schönere Bilder als mit den herkömmlichen Renderverfahren erstellen, wie man sie zum Beispiel von aktuellen Computerspielen gewohnt ist. NVIDIA zeigte zwar bereits lauffähige Demos mit CUDA-Rendering, sodass auch eventuell eine breitere Masse Zugang zu dieser Technik bekommt, aber den Durchbruch im Consumer-Segment hat diese Technik noch nicht erfahren. Schlussendlich zählt in diesem Test also die Anzahl der Bildpunkte, die pro Sekunde berechnet werden können. Bei Full-HD-Auflösung haben wir über zwei Millionen Bildpunkte pro Bild. Um eine optisch flüssige Wiedergabe zu erreichen, benötigt man zum Beispiel bei Spielen, wenn wir diesen Anwendungsfall nehmen, die dreißigfache Menge an Bildpunkten. Um diese doch riesige Anzahl an gerenderten Bildpunkten zu erreichen, benötigt man viel Rechenleistung und CPUs werden dies in naher Zukunft nicht bewältigen können, weshalb der Ansatz NVIDIAs durchaus interessant war. Langer Rede kurzer Sinn, kommen wir zu den Messergebnissen des Raytracers:


    In diesem Fall kann das Foxconn leider nicht mehr aus dem Hintergrund hervortreten. Das Zotac-Mainboard hingegen kann zurückschlagen. Die Abstände sind aber weiterhin eher gering, sodass der Unterschied im Betrieb den meisten nicht auffallen wird.

    [BREAK=Benchmark – TessMark v0.3.0]
    Mit der Einführung von DirectX 11 mit Microsofts Windows 7 wurde Tessellation populär. Es ermöglicht, aus polygonarmen Grundstrukturen per speziellem Interpolationsverfahren detaillierte Strukturen zu erzeugen. Natürlich ist die Leistungsfähigkeit der APU in diesem Punkt wohl nicht ausreichend, um Tesselation gewinnbringend einzusetzen. Dies ist besonders hervorzuheben, da sich das Feature nur langsam und in Spielen findet, deren Mindestanforderungen jenseits der Kenndaten des Zacate liegen. Dennoch können damit sehr schön reproduzierbar Leistungsunterschiede aufgezeigt werden.


    Das Zotac Fusion ITX WiFi gerät abermals knapp auf den letzten Platz in einem Vergleich und Foxconn zeigt mit dem AHD1S-K die Spitzenleistung. Selbst das E35M1-I Deluxe von ASUS kann, wohlgemerkt mit älterem Treiber, mithalten.

    [BREAK=Anwendung – PowerDirector 9]
    Bereits bei der Vorstellung der Zacate-APU konnten wir mit einem kleinen Vergleich zwischen hardware- und nicht-hardwarebeschleunigter Konvertierung eines kurzen Videos zeigen, welchen Einfluss die Aktivierung von AMDs Accelerated Parallel Processing hat. Der Trailer zum Film „I Am Legend“ soll hierbei als Basis dienen.



    Da sowohl das Zotac als auch das Foxconn ohne APP-Unterstützung daherkommen, nutzten wir die aktuelle Version 11.6 des OpenCL-Pakets. Auffällig ist weiterhin, dass die kleine APU von AMD nicht den Leistungssprung aufweisen kann, den man sich erhoffen möchte. Die Beschleunigung beschränkt sich auf die Dekodierung des Ausgangsmaterials und womöglich ergibt sich das Plus an Zeit, das gebraucht wird, aus der Synchronisierungszeit der Daten. Warum das ASUS in diesem Vergleich so schlecht abschneidet, können wir leider nicht erklären. Aufgrund anderer Messungen dürfte sich der Unterschied aktuell nicht mehr in dem Ausmaß manifestieren.

    [BREAK=Spiel – Company of Heroes]
    Das nun schon fast fünf Jahre alte Spiel Company of Heroes von Relic Entertainment bietet mit seinem integrierten Benchmark gute Voraussetzungen, um die Performance in einer realen Anwendung zu betrachten. Das Echtzeit-Strategie-Spiel war eines der ersten Spiele, das durch einen Patch in den Genuss von DirectX 10 kam. Wir haben den Benchmark mit mehreren Auflösungen und mit zwei unterschiedlichen Einstellungen getestet.


    Da wir die Messungen mit dem ASUS E35M1-I Deluxe nicht so ausführlich durchgeführt hatten, wollen wir uns in diesem Kapitel nur den direkten Vergleich zwischen den beiden heutigen Kandidaten ansehen. Wie man sehen kann, leistet das Foxconn AHD1S-K wieder einen besseren Dienst als das Zotac Fusion ITX WiFi. Zwar liegen die höchsten gemessenen Bildwiederholraten gleichmäßig für jeden verteilt, sodass aus dieser Sicht Gleichstand herrscht, jedoch kann sich das Foxconn durchgehend mit höheren durchschnittlichen Bildwiederholraten hervortun. Die minimalen Raten haben wir aus der Grafik herausgelassen. Dort überraschte das Zotac uns bei einer Auflösung von 1024x600 im Durchlauf mit fast unglaublichen 22,6 Bildern pro Sekunde, jedoch sollte man sich im Allgemeinen auf Einbrüche der Bildwiederholrate auf 10 FPS einstellen. Soweit erst einmal der Durchlauf bei niedrigen Grafikeinstellungen. Kommen wir nun zu den hohen Einstellungen:


    Auch beim Vergleich mit hohen Details kann sich das Foxconn positiv präsentieren. Die Minimum-FPS liegen nun im Normalfall unterhalb von acht Bildern pro Sekunde. Die Unterschiede zwischen den Mainboards sind jetzt noch geringer als bei niedrigen Details.

    [BREAK=Kurzcheck – WLAN-Geschwindigkeit]

    Da das Zotac Fusion ITX WiFi genauso wie das ASUS E35M1-I Deluxe mit einem verbauten WLAN-Modul daherkommt, haben wir wie schon beim letzten Mal den Versuch gemacht, welche nutzbare Bandbreite möglich ist. Offiziell ist das Atheros AR9285 mit maximal 150 Mbit/s angegeben, folgt also dem bekannten n-Standard. Mit dem kleinen Tool „pcattcp“ und einem Ad-Hoc-Netzwerk läuft alles glatt, doch dann stutzen wir. Mit 11,85 MBit/s erreichen wir nur rund die Hälfte des vom ASUS-Mainboard gewohnten Wertes. Die Suche in den Einstellungen des Treibers führt ins Nichts, alles in Ordnung, doch dann fällt auf, dass das WLAN-Modul in diesem Fall nur mit 75 MBit/s anstatt 150 MBit/s verbunden hat. Somit ist auch die halbierte Datenrate schnell erklärt. Da beide WLAN-Module mit demselben Chipsatz, dem AR928x daherkommen, wird das verbaute Modul auf dem Zotac mit entsprechender Gegenstelle wahrscheinlich die gleichen Werte erreichen.

    [BREAK=Leistungsaufnahme]
    Die Leistungsaufnahme eines Systems wird bei steigenden Energiepreisen und auch im Hinblick auf die Kühlung interessant. Jedes verbrauchte Watt wird größtenteils auch in Abwärme umgesetzt. Ebenso versucht die Europäische Union mit der ErP-/EuP-Richtlinie die Leistungsaufnahme im ausgeschalteten Zustand unter bestimmte Regelungen zu stellen. So sollen im Normalfall alle elektronischen Geräte im Moment einen Wert von maximal einem Watt im ausgeschalteten Zustand erreichen, während dieser Wert folgend Schritt für Schritt weiter reduziert wird. Neben dem Mainboard muss auch das Netzteil dafür geeignet sein, um diese Vorgabe zu erfüllen. Welche Werte wir für das System erreicht haben und vor allem wie sich auch das zum Loop Proton zugehörige Netzteil als heutige Basis unseres Tests verhält, wollen wir uns nun einmal vor Augen führen.


    Zuerst testeten wir mit dem Zotac Fusion ITX WiFi und dachten, dass das Netzteil des Loop-Gehäuses nicht konform mit der EU-Richtlinie arbeiten kann, jedoch zeigte sich, dass es das Mainboard ist. Es verharrt im ausgeschalteten Zustand bei 2,0 W auf der Anzeige unseres Messgerätes und der Übeltäter ist schnell gefunden. Die USB-Anschlüsse werden weiterhin versorgt und zum Beispiel stieg der Wert auf 4,0 W an, wenn wir unsere externe Festplatte an den USB-3.0-Anschluss steckten.
    Dafür zeigt sich das Zotac-Mainboard in allen anderen Fällen von einer besseren Seite und deklassiert das Foxconn-Modell förmlich. Wenn wir uns noch einmal die Werte des Reviews zum ASUS E35M1-I Deluxe ins Gedächtnis rufen, stehen das Foxconn und das ASUS ungefähr auf einem Niveau, ohne jetzt noch einmal die genauen Lastszenarien durchzuspielen. Das Konzept Zotacs, auf Notebookhardware zu setzen, scheint also voll aufzugehen und auch wenn sich das Mainboard oftmals bei den Leistungswerten in Benchmarks nicht an die Spitze schieben kann, spart es doch immer noch im höchsten Belastungsfall ungefähr 24% an Strom ein. Da viele Käufer auch weniger spielen werden, kann das schon zum K.o.-Kriterium werden.

    [BREAK=Fazit]
    Vergleich_Zotac_Foxconn

    AMDs APUs sind erfolgreicher auf dem Markt, als viele vorher gedacht haben. Inzwischen wird das Portfolio weiter ausgebaut. Mit dem Zotac Fusion ITX WiFi und dem Foxconn AHD1S-K haben wir die Vertreter der ersten Stunde sozusagen noch einmal ausführlich durch einen Parcours gejagt, mit teils erstaunlichen Ergebnissen.

    Beide nutzen AMDs E-350-APU, sind passiv gekühlt und im mITX-Format ausgeführt. Doch da hören dann auch schon die Gemeinsamkeiten größtenteils auf. Beim Arbeitsspeicher vertraut Zotac auf Notebookspeicher, Foxconn auf reguläre Module, bei ersterem können wir sogar auf WLAN zurückgreifen. Allgemein kann das Zotac Fusion ITX WiFi mit etlichen Features aufwarten, jedoch wird es leistungsmäßig immer wieder vom Foxconn AHD1S-K überholt. Die kleinen Prozentpunkte der Leistung erkauft sich das Foxconn-Mainboard aber auch durch den höheren Stromverbrauch, bei dem das Zotac vollkommen überzeugen kann. Leider erfüllt das Zotac aber nicht die ErP-/EuP-Richtlinie. Wie man sieht, geht es zwischen den Kontrahenten bei vergleichbaren Testpunkten hin und her.
    Wenn wir uns die USB-3.0-Performance des Zotac Fusion ITX WiFi ansehen, diese Schnittstelle fehlt beim Foxconn-Mainboard, haben wir teils starke Schwankungen, weshalb die integrierte VIA-Lösung zwar als Alternative zum weitverbreiteten NEC-Chip, der zeitweise im Lieferengpass stand, nett zu sehen ist, aber keinen guten Eindruck hinterlässt. Die Probleme ließen sich eventuell rein durch einen überarbeiteten Treiber lösen. Eine Inkompatibilität unserer genutzten Festplatte wäre auch im Rahmen des Möglichen.
    Leistungsmäßig steht das Foxconn im Gros oftmals an der Spitze, das hatten wir bereits gesagt. Dass es mehr Strom verbraucht, haben wir auch beleuchtet, doch nicht den Einfluss dessen auf den Betrieb. Jedes zusätzliche Watt sorgt für Wärme, die auch abgeführt werden muss. Damit schien die Kühllösung des Foxconn AHD1S-K etwas überfordert gewesen zu sein. Ein leichter Luftzug sollte den Kühlkörper überstreifen, damit man hier auf Nummer sicher geht.

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