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    Probegehört: Corsair HS1A

    Corsair HS1A

    Zum Thema Arbeitsspeicher, Kühlung und auch gerne einmal Gehäuse präsentiert Corsair regelmäßig Neuerungen. Heute weht der Wind woanders her oder sagen wir besser, hier spielt diesmal die Musik. Denn Corsair bietet mit dem HS1 ein Gaming-Headset an, das es in einer USB-Version (HS1 USB) gibt, sowie in der von uns getesteten analogen Variante als HS1A. Für viele ist der Verweis auf das Zielgebiet Spielen meist eher abschreckend, doch Corsair möchte mit diesem Modell wie auch jeder andere Hersteller einiges besser machen. Wie das im Detail aussieht und was uns aufgefallen ist, könnt Ihr auf den folgenden Seiten erfahren.

    Wir möchten uns bei Corsair für die schnelle und unkomplizierte Bereitstellung des Headsets bedanken.

    [BREAK=Technische Daten / Testsystem]
    Die folgenden Eckdaten entnehmen wir der offiziellen Produktbeschreibung des Corsair HS1A auf der dazu passenden Produktseite des Herstellers.

    Kopfhörer
    • 20 Hz bis 20 kHz Frequenzcharakteristik
    • 32 Ohm Impedanz bei 1 kHz
    • speziell entwickelte 50-mm-Treiber mit 24-mm-Schwungspule mit Kupfer-Windungen
    • extragroße ohrumschließende Ohrmuscheln mit einem geräuschmindernden Design
    • zwei verschiedene, austauschbare Schaumstoffträger: einmal mit Mikrofaser überzogen, einmal mit Kunstleder
    • drei Meter Anschlusskabel mit integriertem Lautstärkeregler/Mikrofonschalter und den dazugehörigen 3,5-mm-Steckern

    Mikrofon
    • Unidirektional, störschallunterdrückender Kondensator mit justierbarem, rotierbarem Ausleger
    • 2,2 kOhm Impedanz
    • 200 Hz bis 10 kHz (+/- 3 dB) Frequenzcharakteristik
    • -45 dB (+4/-2 dB) Sensibilität

    Lieferumfang
    • HS1A Gaming-Headset mit integriertem Lautstärkeregler/Mikrofon-Stummschalter
    • Quick Start Guide


    Das Corsair HS1A wird beim bekannten geizhals.at-Preisvergleich zu einem Preis um 50,00 Euro (Stand: 06.07.2011) gelistet.

    Testsystem
    Die Tests mit dem Corsair HS1A wurden an einem ASUS-Notebook vom Typ U36JC durchgeführt. Die Tonausgabe übernimmt eine Lösung von Realtek, der ALC269-Chip.

    [BREAK=Überblick – Teil 1]
    Corsair HS1A Corsair HS1A

    Das Corsair HS1A kommt in einem für Headsets typischen Karton daher. Detaillierte Produktbeschreibungen in verschiedenen Sprachen gehören ebenso dazu wie ein kleiner Blick auf das Produkt selbst. Interessant ist der Verweis auf die 2-Jahre-Garantie für das Headset und das aus dem Grund, dass der Kunde bei anderen Produkten auf die gesetzliche Gewährleistung angewiesen ist. Bei einem Verschleißartikel wie einem Headset endet ein Schaden oftmals entweder im Neukauf oder der Hoffnung auf Kulanz des Herstellers. Wie die Servicequalität bei Corsair aussieht, können wir nicht beantworten, aber es ist ein interessanter Fakt.

    Corsair HS1A

    Kurz nach dem Öffnen des Kartons finden wir die beiden Austauschpolster. Corsair überlässt dem Nutzer des HS1A die Wahl, ob dieser mit Mikrofaser oder Kunstleder unterwegs sein möchte. Reinlicher ist das Kunstleder, denn dieses hält Staub und Haare nicht in dem Umfang fest, wie es bei der Mikrofaser der Fall ist. Ebenso können wir bereits jetzt den Hersteller in seinen Aussagen bestätigen, dass die Dämpfung von Umgebungsgeräuschen mit Kunstlederpolster nicht nur in der Theorie besser ist. Wie sich das im Detail dann äußert, werden wir später noch einmal erläutern.

    Corsair HS1A Corsair HS1A

    Auf der Rückseite des Innenkartons bringt Corsair noch ein kleines Paket unter, das neben einer Kurzanleitung auch noch detaillierte Informationen zur Garantie bereitstellt. Mit einem Schmunzeln betrachten wir einen kleinen roten Zettel. Von uns erst scherzhaft aufgenommen, verweist man auf den Support, um Probleme zu klären.

    Corsair HS1A Corsair HS1A

    Das HS1A kann das Rad auch nicht neu erfinden und setzt auf einen breiten Bügel. Dieser ist bis auf die Gelenke mit einem weichen Kunstleder überzogen. Die Spannung, die auf den Kopf erzeugt wird, ist im Vergleich zu anderen Headsets als äußerst angenehm einzustufen. So wird der Druck eventuell nur bei großen Köpfen spürbar ansteigen. Man muss auch dazusagen, dass das Headset bei schnellen Kopfbewegungen auch einmal ins Rutschen kommen kann. Durch die ohrumschließenden Muscheln ist der Spielraum gering, aber spürbar. Es fühlt sich teils eher so an, als wenn es nur auf dem Kopf liegt. Die Konstruktion ist in einem Materialmix ausgeführt. Anstatt konsequent auf Kunststoff zu setzen, verwendet Corsair für das HS1A auch einige Metall-Elemente. Ohne den Bügel auseinanderzunehmen, können wir hier eine Federkonstruktion erfühlen. Die Gelenke besitzen ebenso einen Metall-Kern. Für die Feinjustierung der Ohrmuscheln hingegen muss ein Kunststoffring herhalten. Ob innen dieser noch verstärkt ist, können wir nicht sagen. In Bezug auf die Verarbeitung und Stabilität kann das HS1A überzeugen, aber es gibt auch Schwächen. Bei großen Köpfen nutzt man zum Beispiel bei anderen Produkten Schienen, um das Headset an den Kopf anzupassen, beim HS1A wird darauf verzichtet. So könnten Nutzer mit einem sehr großen Kopf Probleme bekommen. Im besten Fall sollte man also vorher einmal probetragen, jedoch ist das nur in den seltensten Fällen möglich.

    Corsair HS1A


    [BREAK=Überblick – Teil 2]
    Corsair HS1A

    Den Austausch der Polster hatten wir schon angesprochen und dieser ist beim ersten Mal etwas fummelig, aber wir haben immer wieder gewechselt und von Mal zu Mal geht es schneller. Es ist also auch möglich, die Überzüge mehr als einmal zu wechseln.

    Corsair HS1A

    Obwohl Corsair leider keine Transporttasche für das HS1A mitliefert, was für Spieler mit LAN-Ambitionen durchaus ein nettes Feature wäre, lässt sich das Headset platzsparend zusammenklappen. Die Gelenke ermöglichen neben dem Einklappen auch das Drehen der Ohrmuscheln. So lassen sich beide relativ kompakt zusammenlegen.

    Corsair HS1A

    Das drei Meter lange Verbindungskabel von Kopfhörer und PC beherbergt eine kleine Bedieneinheit zum Regeln der Lautstärke sowie zum Deaktivieren des Mikrofons. Das Kabel fällt durch ein Sleeve auf, hindert das Kabel aber leider nicht am Verdrehen. Für die Ordnung liegt dem Corsair HS1A ein Kabelbinder mit Klettverschluss bei. So kann das Kabel so geordnet werden, dass es nicht in die Quere kommen kann. Unfälle wie ein Festhaken am Stuhl oder ähnliche Geschichten sorgen immer wieder für ausgerissene Kabelenden und mithilfe des Kabelordners kann man dem Ärger aus dem Weg gehen. Leider muss man aber auch zugeben, dass die Entfernung vom Kopfhörer zum Bedienelement etwas zu lang ist.

    Corsair HS1A

    An einem Headset darf natürlich das Mikrofon nicht fehlen. Leider kann das Mikrofon von der äußeren Erscheinung nicht mit der restlichen Verarbeitung des HS1A mithalten. Der Ansatz, also das erste Stück, das vom Kopfhörer wegführt, wirkt nicht so stabil. Vor allem die stufenweise Einstellung der Höhe des Mikrofons könnte auf Dauer zum Problem werden. Dafür kann es mit einer interessanten Einstellbarkeit punkten. Die Entfernung zum Mund auf dem letzten Ende wird durch einen flexiblen Arm eingestellt. Ein von außen gummierter Mittelteil ist das verantwortliche Einzelteil. Die Spitze des Mikrofons ist wiederum aus unflexiblem Kunststoff mit einem Hochglanzfinish. Unserer Meinung nach hätte an diesem Punkt auch der optische Eindruck des restlichen Drumherums gereicht. Der matte, aber nicht billig wirkende Kunststoff sorgt dafür, dass man dem Headset auf den ersten Blick einen seriöseren Eindruck abnimmt.

    [BREAK=Funktionalität]
    Für das HS1A gab uns Corsair eine ausführliche Beschreibung mit. Dazu gehörten neben den allgemeinen Daten rund um das Produkt auch Ausführungen zu den Vorteilen. Und sind wir einmal ehrlich… der kleine Junge im Manne probiert erst und liest dann. So auch in unserem Fall und was sollen wir sagen, Corsair verspricht nicht zuviel in seiner Beschreibung.
    Die größeren Treiber mit 50 Millimetern Durchmesser anstatt 40 Millimetern, wie bei vielen Konkurrenzprodukten, sollen für eine größere Dynamik des Klangbilds sorgen. Im direkten Vergleich mit einem Plantronics GameCon 377, das einmal im User-Test einst zur Verfügung stand, kann das Corsair nicht die gleiche maximale Lautstärke erreichen, jedoch wirkt das Klangbild viel ausgeglichener. Während das Plantronics zum Beispiel auf einen starken Bass zur Beleuchtung der Effekte setzt, kann das Corsair HS1A mit einer merklich besseren Definition von Tief-, Mittel- und Hochton punkten. Für ein Gaming-Headset hat Corsair ein Modell in der Hand, das auch den audiophilen Nutzer nicht ganz im Stich lässt. Man gewöhnt sich schnell an diesen Unterschied und setzt das Headset immer wieder gerne auf. Das folgende Ergebnis aus dem Right Mark Audio Analyzer ist auf die Schnelle entstanden, denn wir verfügen nicht über die geeignete Testausrüstung, jedoch unterstützt es unseren Eindruck, dass der Tiefton-Bereich nicht so präsent ist. Durch die vielen äußeren Randbedingungen sollten die Werte mit Vorsicht genossen werden. Als Aufnahmegerät diente ein einzelnes Mikrofon eines Creative Fatal1ty Headsets, dass aufgrund seiner Einfachheit schon nicht für genaue Messungen ernstgenommen werden sollte.



    Während des Spielens fällt die hohe Dämpfung der Umgebungsgeräusche auf, wenn man die Kunstleder-Polster verwendet. Die Mikrofaser-Polster sind etwas luftiger und bieten zwar nicht die gleich starke Dämpfung, dafür aber einen Vorteil, wenn es um die gleichzeitige Nutzung von Kopfhörer von Mikrofon geht. Mit Kunstleder-Polsterung hört man aufgrund der starken Dämpfung seine Stimme innerlich, was sehr irritierend sein kann und zum Schreien animiert. Der Wechsel der Polsterung sorgt für Abhilfe.

    Für ein Gaming-Headset darf natürlich nicht der Spieletest fehlen. Im direkten Vergleich mit dem bekannten Plantronics fällt zunächst sofort wieder der schwächere Bass auf. Dafür werden Geräusche wie Fußschritte subjektiv mehr herausgehoben. Das Mikrofon des Corsair HS1A fiel durch ein schnelles Ansprechverhalten auf. Es ist durchaus als empfindlich zu bezeichnen, ohne dabei auf Qualität zu verzichten. Neben dem Live-Test beim Selbsthören hat sich kein Spielpartner oder auch Skype-Partner im Test beschwert und so kann man davon ausgehen, dass die Qualität für alle Anwendungen ausreichen wird.

    [BREAK=Fazit]
    <Corsair HS1A

    Mit dem Corsair HS1A hat der Hersteller ein Headset im Angebot, dass uns trotz des angedachten Einsatzzwecks im Gaming-Bereich überzeugen konnte. Die Versprechung des Herstellers, durch größere Treiber ein feiner differenziertes Klangbild produzieren zu können, können wir nur bestätigen. Man kann den Kopfhörer auch einmal ohne Bedenken zum Musikhören nehmen und nicht enttäuscht werden. Bei der Stabilität kann das Headset ebenso überzeugen, nur hat es einen Schwachpunkt. In unseren Augen ist das Mikrofon nicht so langlebig, wie man es sich gerne wünschen würde. Wir haben es auch in der Reisetasche quer durch Deutschland mitgehabt, aber durch den einfachen Kunststoffverbinder kommt kein Gefühl der Sicherheit auf. Die Stoffummantelung des Kabels sieht gut aus, hindert das Kabel aber deswegen leider immer noch nicht am Verdrehen. Ein Kabelbruch ist im Rahmen des Möglichen und bisher haben wir noch keine vernünftige Lösung bei den handelsüblichen Headsets dagegen gesehen.
    Für die ungefähr 50 Euro, die das Corsair HS1A kostet, bekommt der Nutzer ein Headset mit einer guten Leistung. Beim Kauf eines Headsets merkt man im Normalfall jeden zusätzlichen Euro und Corsair hat ein gelungenes Produkt kreiert, das natürlich auch Schwächen hat. Aber das sind Schwachpunkte, die viele Konkurrenzprodukte auch haben.

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